Ein Angriff auf einen Militärposten im Norden Benins hat 15 Soldaten das Leben gekostet.
Der Überfall ereignete sich am 4. März in Kofonou nahe der Gemeinde Karimama im Département Alibori, nahe der Grenze zum Niger.
Die Afrikanische Union verurteilte den Angriff zwei Tage später scharf. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, sprach den Familien der getöteten Soldaten sowie der Regierung Benins sein Beileid aus und erklärte die Solidarität der Organisation mit dem Land.
Angriff auf Militärstellung nahe der Grenze zu Niger
Nach Angaben des Sprechers der beninischen Streitkräfte, Oberst James Johnson, griffen bewaffnete Männer am Abend des 4. März den Militärposten in Kofonou an. Die Stellung gehört zu einem Netz von vorgeschobenen Militärposten im Norden des Landes, das zur Sicherung der Grenzregion eingerichtet wurde.

Der Angriff führte nach offiziellen Angaben zum Tod von 15 Soldaten. Vier weitere Militärangehörige wurden verletzt. Ihr Zustand gilt nach Angaben der Streitkräfte als stabil.
Die Region liegt im Département Alibori im äußersten Nordosten Benins, nahe den Grenzen zu Niger und Burkina Faso. In diesem Gebiet kommt es seit mehreren Jahren zu wiederholten Angriffen bewaffneter Gruppen.
Luftangriff auf fliehende Angreifer
Nach dem Angriff versuchten die Angreifer nach Angaben der beninischen Armee, sich aus dem Gebiet zurückzuziehen. Militärische Luftfahrzeuge verfolgten die Gruppe und griffen sie an.
Dabei wurden nach Angaben der Streitkräfte vier Kämpfer getötet. Die Sicherheitskräfte setzten anschließend ihre Operationen fort, um das Gebiet zu sichern und weitere Angreifer aufzuspüren.

Die jihadistische Gruppe Groupe de soutien à l’islam et aux musulmans (JNIM) reklamierte den Angriff für sich. Das Netzwerk gilt als mit al-Qaida verbündet und ist in mehreren Ländern der Sahelzone aktiv.
Afrikanische Union fordert stärkere regionale Mobilisierung
Der Vorsitzende der AU-Kommission, Mahmoud Ali Youssouf, rief nach dem Angriff zu verstärkter regionaler Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorgruppen auf. Er verwies dabei auf laufende Konsultationen innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS zur Einsatzbereitschaft einer regionalen Brigade der Afrikanischen Eingreiftruppe.
The Chairperson of the African Union Commission, H.E. Mahmoud Ali Youssouf, strongly condemns the terrorist attack carried out on 4 March against a military post in northern #Benin, near the village of Kofouno, close to Karimama and the border with Niger.
— African Union (@_AfricanUnion) March 6, 2026
The Chairperson of the… pic.twitter.com/HxNfmv2NfM
Diese Struktur ist Teil der Sicherheitsarchitektur der Afrikanischen Union, wurde in Westafrika bislang jedoch nur begrenzt eingesetzt.
Zunehmender Druck auf Benins Grenzregionen

Der Norden Benins ist seit 2021 zunehmend Ziel von Angriffen bewaffneter Gruppen, die aus der Sahelzone operieren. Die Regierung in Cotonou hat darauf mit einer stärkeren militärischen Präsenz reagiert.
Im Jahr 2022 starteten die Behörden die Operation „Mirador“, mit der Überwachung und militärische Reaktionsfähigkeit in den nördlichen Grenzregionen verstärkt werden sollen.
Der Militärposten von Kofonou gehört zu den Einrichtungen, die im Rahmen dieser Sicherheitsstrategie eingerichtet wurden.