In der Zentralafrikanischen Republik hat Amtsinhaber Faustin-Archange Touadéra die Präsidentschaftswahl vom 28. Dezember 2025 nach vorläufigen Ergebnissen der Nationalen Wahlbehörde im ersten Wahlgang gewonnen. Er erreichte 76,15 Prozent der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 52,42 Prozent. Die Resultate wurden am 6. Januar 2026 in Bangui bekanntgegeben. Die endgültige Bestätigung obliegt dem Verfassungsrat.
Vorläufige Ergebnisse der Nationalen Wahlbehörde
Nach Angaben der Wahlkommission, der Autorité nationale des élections, liegt Touadéra deutlich vor seinen Mitbewerbern. Auf den zweiten Platz kam Anicet-Georges Dologuélé mit 14,66 Prozent der Stimmen. Henri-Marie Dondra erreichte 3,19 Prozent. Weitere Kandidaten spielten nach den vorliegenden Zahlen eine untergeordnete Rolle.
To the people of the Central African Republic 🇨🇫 thank you for your trust and your votes.
— Faustin-Archange Touadéra (@FA_Touadera) January 6, 2026
Together, we will continue the changes already begun and build a stronger, sovereign nation.
Die Wahlbeteiligung wurde landesweit mit 52,42 Prozent angegeben. Die ANE veröffentlichte die Resultate als vorläufig und verwies auf das weitere Verfahren gemäß Verfassung und Wahlgesetz.
Rolle des Verfassungsrats und weiterer Ablauf
Gemäß den geltenden Bestimmungen verfügt der Verfassungsrat über eine Frist von 15 Tagen, um mögliche Einsprüche zu prüfen und die endgültigen Ergebnisse zu verkünden. Erst mit dieser Proklamation ist das Wahlverfahren formell abgeschlossen.
Der Präsident der Wahlbehörde, Mathias Barthélémy Morouba, erläuterte, dass die Auszählung und Zusammenführung der Ergebnisse schrittweise erfolgt sei und die veröffentlichten Zahlen den Stand nach Abschluss der zentralen Erfassung widerspiegelten.
Einordnung der Ergebnisse im politischen Rahmen

Die Präsidentschaftswahl 2025 war der erste Urnengang unter der 2023 verabschiedeten Verfassung. Sie sieht eine Amtszeit von sieben Jahren vor. Sollte das vorläufige Ergebnis bestätigt werden, beginnt Touadéra damit ein neues Mandat innerhalb dieses verfassungsrechtlichen Rahmens.
Die Wahl fand in einem Umfeld statt, das von anhaltenden Sicherheits- und Staatsaufbaufragen geprägt ist. In den vergangenen Jahren standen insbesondere die Wiederherstellung staatlicher Autorität, die Sicherheitslage in mehreren Landesteilen sowie institutionelle Reformen im Mittelpunkt der politischen Agenda.
Reaktionen aus Politik und Öffentlichkeit
Im Anschluss an die Bekanntgabe der vorläufigen Ergebnisse riefen politische Akteure, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie internationale Partner zur Zurückhaltung und zur Achtung der Institutionen auf. Diese Appelle bezogen sich auf den laufenden verfassungsrechtlichen Prozess bis zur endgültigen Bestätigung der Resultate.
Öffentliche Stellungnahmen der unterlegenen Kandidaten lagen zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der ANE-Zahlen nur teilweise vor. Die Wahlbehörde verwies darauf, dass Rechtsmittel innerhalb der vorgesehenen Fristen beim Verfassungsrat eingereicht werden können.
Wahlkontext und Beteiligung

Die Präsidentschaftswahl vom 28. Dezember 2025 war Teil eines umfassenderen politischen Zyklus in der Zentralafrikanischen Republik. Die Organisation des Urnengangs erfolgte unter Beteiligung nationaler Institutionen und mit Unterstützung internationaler Partner. Die Wahlbeteiligung von etwas mehr als der Hälfte der registrierten Wählerinnen und Wähler spiegelt die Mobilisierung im Land wider.
Die ANE erklärte, dass die Veröffentlichung der Ergebnisse auf Grundlage der eingegangenen Protokolle aus den Wahllokalen erfolgte. Einzelne Regionen meldeten ihre Resultate zeitversetzt, was in der Auswertung berücksichtigt wurde.