Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed hat die Modernisierung der Streitkräfte als Beitrag zur Friedenssicherung auf dem afrikanischen Kontinent bezeichnet. Am 22. Februar erklärte er bei den Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag des Spezialkräftekommandos in Hawassa, militärische Weiterentwicklung diene der regionalen Stabilität und kooperativen Sicherheit.
Die Zeremonie im Hawassa International Stadium fand im Beisein hochrangiger Militär- und Regierungsvertreter statt. Im Mittelpunkt stand die Rolle des Spezialkräftekommandos innerhalb der Reformagenda der Streitkräfte.
Verteidigungsreformen und regionale Rolle
Abiy Ahmed betonte, Äthiopiens strategische Vorbereitungen zielten darauf ab, Frieden und Sicherheit in Afrika zu unterstützen. Die Modernisierung der Verteidigungsfähigkeiten sei Teil eines umfassenderen Ansatzes zur Stärkung der Einsatzbereitschaft und zur Förderung kollektiver Stabilität.

Er verwies darauf, dass sich die Verteidigungsstrategie weiterentwickelt habe. Neben klassischen Landoperationen würden inzwischen auch maritime Kompetenzen ausgebaut. Diese Neuausrichtung sei Teil einer langfristigen Perspektive, die maritime Engagements und Wasserressourcen als Faktoren wirtschaftlicher Entwicklung einbeziehe.
Zu den genannten Initiativen zählen Flussuferentwicklungsprojekte, Staudammbauten sowie technologische Integration. Wasser- und Umweltressourcen könnten, so Abiy, als Grundlage für Fortschritt und Wohlstand dienen.
Eliteeinheit mit Drohnentechnologie
Der Premierminister kündigte zudem die Einrichtung einer technologisch ausgestatteten Eliteeinheit an. Diese solle mit Drohnenaufklärungssystemen und präzisionsgestützten Fähigkeiten ausgestattet werden, um strategische Standorte zu schützen und auf neue Bedrohungen reagieren zu können.

Die Streitkräfte seien darauf ausgerichtet, Instabilität vorzubeugen und bei Bedarf wirksam zu handeln. Äthiopien wolle dabei als stabilisierender Akteur auftreten und mit Nachbarstaaten kooperieren.
Generalstabschef verweist auf institutionelle Reformen
Generalstabschef Feldmarschall Birhanu Jula erklärte bei der Abschlussveranstaltung, umfassende Reformen hätten die Verteidigungsinstitution zu einer modernen und technologisch ausgerüsteten Streitkraft entwickelt. Kommandostrukturen seien neu geordnet, Ausbildungsstandards erhöht und neue Spezialeinheiten geschaffen worden.

Die Modernisierung sei parallel zur Stärkung von Disziplin, Effizienz und Einsatzbereitschaft vorangetrieben worden. Das Spezialkräftekommando habe in den vergangenen sechs Jahrzehnten zahlreiche Einsätze durchgeführt und gelte als Eliteformation innerhalb der Streitkräfte.
Abiy Ahmed bekräftigte zum Abschluss, Äthiopien verstehe seine Mission als Beitrag zu Frieden und Entwicklung in Afrika. „Gemeinsam schreiten wir voran in Richtung einer Zukunft, die von Sicherheit, Kooperation und gemeinsamem Fortschritt geprägt ist“, sagte der Premierminister.