Papst Leo XIV besucht Algerien im April

Algerien bereitet sich auf den Besuch von Papst Leo XIV vor. Am 24. Februar 2026 bestätigte der Vatikan die Reise, die vom 13. bis 15. April stattfinden soll.

Die algerische Präsidentschaft begrüßte die Ankündigung in einer offiziellen Mitteilung. Präsident Abdelmadjid Tebboune leitete am selben Tag eine Sitzung des Vorbereitungskomitees für den Papstbesuch.

Stationen in Algier und Annaba

Nach Angaben kirchlicher und staatlicher Stellen wird der Papst Algier sowie Annaba besuchen, das antike Hippo Regius. In Annaba befindet sich die Basilika des heiligen Augustinus, der im 4. und 5. Jahrhundert Bischof der Stadt war.

Papst Leo XIV hatte gegenüber dem Erzbischof von Algier, Jean-Paul Vesco, erklärt, er werde „gern“ nach Algerien reisen, sofern eine Einladung ausgesprochen werde. Die algerischen Behörden leiteten daraufhin die formellen Schritte ein.

Im Mittelpunkt des Besuchs soll neben offiziellen Begegnungen der Aufenthalt in der Basilika von Annaba stehen. Der Papst gilt als Augustiner und hatte bereits nach seiner Wahl im Mai 2025 sein Interesse bekundet, die Wirkungsstätten des Kirchenvaters zu besuchen.

Interreligiöser Dialog im Fokus

Nach Darstellung beider Seiten soll die Reise auch ein Signal für den Dialog zwischen Christentum und Islam im Mittelmeerraum setzen. Leo XIV hatte bei einem Besuch im Libanon im Dezember erklärt, er wolle „Brücken bauen zwischen der christlichen und der muslimischen Welt“ und sehe in der Figur des heiligen Augustinus eine verbindende Symbolik.

Algerien unterstreicht in diesem Zusammenhang seine historische Rolle als Raum unterschiedlicher Zivilisationen, darunter amazighische, römische und islamische Traditionen.

Politischer und diplomatischer Kontext

Die algerische Regierung misst der Reise neben der religiösen Dimension auch diplomatische Bedeutung bei. Während des dreitägigen Aufenthalts wird internationale Aufmerksamkeit auf das Land gerichtet sein.

Der Besuch folgt auf Stationen des Papstes in der Türkei und im Libanon und ist seine dritte Auslandsreise seit Amtsantritt. Die algerischen Behörden sehen darin eine Gelegenheit, die bilateralen Beziehungen zum Vatikan weiter zu vertiefen und ihre Rolle im regionalen Dialog zu betonen.

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