Sambias Handelsminister verteidigt wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China

Sambias Handelsminister Chipoka Mulenga hat China als wirtschaftlichen Partner für Afrika bezeichnet und sich gegen eine pauschale Darstellung chinesischer Investitionen als Bedrohung ausgesprochen. Die Äußerung fiel nach Angaben des sambischen Ministeriums für Handel, Gewerbe und Industrie auf der Africa Trade Conference in Kapstadt. Mulenga erklärte dort, Sambia arbeite mit allen Staaten zusammen, sofern dies den wirtschaftlichen Interessen des Landes diene und Arbeitsplätze für die Bevölkerung schaffe.

Klare Ansagen an China sind nötig

Mulenga sagte, entscheidend für erfolgreiche Partnerschaften seien klar definierte nationale Prioritäten und Vereinbarungen, die Wertschöpfung und wirtschaftliches Wachstum förderten. China solle deshalb nicht als Gefahr für afrikanische Volkswirtschaften betrachtet werden, sondern als Akteur, der zu Zusammenarbeit auf gegenseitig vorteilhaften Bedingungen bereit sei.

Aussage auf Wirtschaftskonferenz in Kapstadt

Anlass der Stellungnahme war eine Frage des südafrikanischen Unternehmers Young Stein, dessen Unternehmen Einsatzfahrzeuge herstellt. Er bat Mulenga auf der Africa Trade Conference um eine Einordnung chinesischer Investitionen in Afrika.

Mulenga antwortete, Sambia halte seine Wirtschaft für Kooperationen mit allen Ländern offen, darunter China und westliche Staaten. Maßgeblich sei aus seiner Sicht, ob solche Partnerschaften Beschäftigung schafften und die wirtschaftlichen Ziele Sambias unterstützten.

Wörtlich sagte der Minister: „Wenn es um China geht, haben wir gelernt, dass sie bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten, wenn wir eine klare Vision und Bedingungen vorlegen.“

Fokus auf Wertschöpfung und Industrie

Nach Angaben des Ministers hat die sambische Regierung ihren wirtschaftspolitischen Schwerpunkt auf Wertschöpfung und industrielle Entwicklung verlagert. Diese Ausrichtung spiegele sich bereits in mehreren Projekten wider, die mit chinesischen Investoren in Sambia umgesetzt worden seien.

Mulenga nannte in diesem Zusammenhang eine Düngemittelfabrik, ein Werk zur Batterieproduktion sowie die bevorstehende Wiederinbetriebnahme von Mulungushi Textiles. Diese Vorhaben führte er als Beispiele für Ergebnisse an, die aus wirtschaftlicher Zusammenarbeit unter klaren nationalen Vorgaben entstehen könnten.

Regierung betont Bedingungen für Investitionen

Mulenga erklärte zudem, Sambia wolle mit Investoren zusammenarbeiten, die die Ziele des Landes für nachhaltiges Wachstum und Entwicklung teilten. Seine Aussagen stellen chinesische Investitionen damit in einen größeren wirtschaftspolitischen Rahmen, in dem die Regierung nach eigener Darstellung unterschiedliche internationale Partner nach denselben nationalen Maßstäben bewertet.

Verwandte Beiträge
Total
0
Share