Die Behörden in Simbabwe haben angekündigt, ab März landesweit gegen nicht registrierte Tourismusbetriebe vorzugehen. Betreiber von Lodges, Bed-and-Breakfast-Unterkünften und Restaurants müssen sich bis spätestens 28. Februar registrieren oder mit Schließungen rechnen.
Der Vorstandsvorsitzende der Zimbabwe Tourism Authority, George Manyaya, erklärte auf einem Vorbereitungstreffen für die Sanganai/Hlanganani World Tourism Expo in Masvingo, dass die Maßnahme der nationalen Sicherheit, der Wettbewerbsfähigkeit und dem Schutz von Investoren diene.
Weniger als die Hälfte registriert
Nach Angaben der Behörde sind derzeit lediglich 864 Einrichtungen offiziell registriert, obwohl landesweit mehr als 2.000 touristische Betriebe aktiv sein sollen. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden internationalen Messe in Masvingo sei es problematisch, wenn ein Großteil der Unterkünfte ohne formelle Zulassung operiere.

Die Regierung habe per Verordnung eine verpflichtende Registrierung eingeführt. Gleichzeitig seien die Lizenzgebühren um 50 Prozent gesenkt worden, um die Einhaltung der Vorschriften zu erleichtern. Präsident Emmerson Mnangagwa habe die Reduzierung der Gebühren im Rahmen einer Initiative zur Verbesserung des Geschäftsklimas angestoßen.
Nationale Kontrollaktion ab 1. März
Ab dem 1. März sollen gemeinsam mit Strafverfolgungsbehörden landesweite Kontrollen in allen zehn Provinzen durchgeführt werden. Ziel ist es, den Registrierungsstatus zu überprüfen und bei Verstößen Maßnahmen zu ergreifen. Die Tourismusbehörde kündigte einen „nationalen Blitz“ an.

Die Behörde appellierte zugleich an die Öffentlichkeit, keine nicht registrierten Einrichtungen zu nutzen und entsprechende Fälle zu melden. Betreiber wurden aufgefordert, ihre Lizenzen rechtzeitig zu erneuern, um negative Auswirkungen auf Reputation und Kundenzufriedenheit zu vermeiden.
Die Maßnahmen erfolgen in einer Phase, in der Simbabwe versucht, internationale Besucherzahlen zu steigern und das Vertrauen von Investoren im Tourismussektor zu stärken.