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	<title>UNESCO | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 Sep 2026 10:12:27 +0000</lastBuildDate>
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	<title>UNESCO | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>UNESCO-Bericht: Jedes zweite nicht beschulte Grundschulkind lebt in Subsahara-Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2026 10:12:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>273 Millionen Kinder und Jugendliche gehen weltweit nicht zur Schule. Bei Kindern im Grundschulalter entfällt inzwischen die Hälfte der globalen Fälle auf Subsahara-Afrika – zugleich zeigen Länder wie Marokko, Madagaskar und Togo, dass schnelle Fortschritte möglich sind.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika%2F&amp;action_name=UNESCO-Bericht%3A%20Jedes%20zweite%20nicht%20beschulte%20Grundschulkind%20lebt%20in%20Subsahara-Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unesco-bericht-jedes-zweite-nicht-beschulte-grundschulkind-lebt-in-subsahara-afrika/">UNESCO-Bericht: Jedes zweite nicht beschulte Grundschulkind lebt in Subsahara-Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der UNESCO-Weltbildungsbericht 2026 zeigt eine wachsende geografische Konzentration des weltweiten Bildungsausschlusses: Auf Subsahara-Afrika entfällt inzwischen die Hälfte der nicht beschulten Kinder im Grundschulalter. Die deutschsprachige Kurzfassung wurde am 22. September in Berlin vorgestellt. Weltweit gingen 2024 rund 273 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht zur Schule, neun Millionen mehr als 2015. Besonders groß bleiben die Lücken in Subsahara-Afrika bei weiterführenden Schulen und der frühkindlichen Bildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Bildungsagenda wird damit ihr zentrales Versprechen verfehlen, bis 2030 allen Menschen Zugang zu inklusiver und hochwertiger Bildung zu ermöglichen. Zwar besuchen weltweit deutlich mehr junge Menschen Bildungseinrichtungen als noch zur Jahrtausendwende. Seit 2000 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Primar- und Sekundarbildung um 327 Millionen oder 30 Prozent gestiegen. Seit 2015 ist die Zahl der Menschen im schulpflichtigen Alter, die keine Schule besuchen, jedoch wieder gewachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 273 Millionen Betroffenen im Jahr 2024 waren 79 Millionen im Grundschulalter, 64 Millionen im Alter der unteren Sekundarstufe und 130 Millionen im Alter der oberen Sekundarstufe. In Ländern mit niedrigem Einkommen stieg die Zahl seit 2015 um 29 Prozent. Die UNESCO geht zudem davon aus, dass die tatsächliche globale Zahl wegen unvollständiger Daten aus Konfliktgebieten um mindestens 13 Millionen höher liegen könnte.&nbsp;</p>



<h2 id="h-subsahara-afrikas-anteil-wachst-deutlich" class="wp-block-heading"><span id="subsahara-afrikas-anteil-waechst-deutlich">Subsahara-Afrikas Anteil wächst deutlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders auffällig ist die Entwicklung in Subsahara-Afrika. Im Jahr 2000 entfielen 32 Prozent der weltweit nicht beschulten Kinder im Grundschulalter auf die Region. 2024 waren es 50 Prozent. Bei Jugendlichen im Alter der unteren Sekundarstufe stieg der Anteil im selben Zeitraum von 25 auf 47 Prozent.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Subsahara-Afrika und Zentral- und Südasien vereinen inzwischen zusammen drei Viertel der weltweiten Bevölkerung im schulpflichtigen Alter, die keine Bildungseinrichtung besucht. Bei Jugendlichen im Alter der oberen Sekundarstufe erhöhte sich der gemeinsame Anteil dieser beiden Regionen von 59 Prozent im Jahr 2000 auf 74 Prozent im Jahr 2024.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei den Schulabschlüssen bleibt der Abstand groß. In Subsahara-Afrika schließen derzeit 28 Prozent der jungen Menschen die obere Sekundarstufe ab. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als 1990. In Europa und Nordamerika liegt die entsprechende Quote bei 89 Prozent.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein strukturelles Problem sind verspätete Einschulungen und Klassenwiederholungen. Der Weltbildungsbericht kündigt deshalb eine eigene Afrika-Ausgabe der UNESCO-Reihe „Spotlight“ an. Sie soll untersuchen, wie verspäteter Schuleintritt und Wiederholungen den Bildungsfortschritt auf dem Kontinent bremsen.&nbsp;</p>



<h2 id="h-fruhkindliche-bildung-bleibt-besonders-schwach" class="wp-block-heading"><span id="fruehkindliche-bildung-bleibt-besonders-schwach">Frühkindliche Bildung bleibt besonders schwach</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterschiede beginnen bereits vor der Grundschule. Weniger als jedes vierte Kind im Vorschulalter in Subsahara-Afrika besucht eine entsprechende Bildungseinrichtung. Gleichzeitig verzeichnet die Region Fortschritte bei Angeboten für jüngere Kinder. Die Beteiligung an frühkindlichen Bildungsprogrammen stieg von sechs Prozent im Jahr 2012 auf 17 Prozent im Jahr 2024.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Global hat sich der Ausbau der frühkindlichen Bildung seit 2015 deutlich verlangsamt. Die UNESCO sieht darin eines der Probleme, die sich später durch die gesamte Bildungslaufbahn ziehen. Weltweit schließt noch immer mehr als jeder dritte junge Mensch die Sekundarschule nicht ab. Beim derzeitigen Entwicklungstempo würde eine Abschlussquote von 95 Prozent in der oberen Sekundarstufe erst im Jahr 2105 erreicht.&nbsp;</p>



<h2 id="h-konflikte-lassen-die-tatsachliche-lucke-noch-grosser-erscheinen" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-lassen-die-tatsaechliche-luecke-noch-groesser-erscheinen">Konflikte lassen die tatsächliche Lücke noch größer erscheinen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kriege und bewaffnete Konflikte erschweren nicht nur den Schulbesuch, sondern auch die Erfassung der Betroffenen. Die UNESCO warnt deshalb davor, die offiziellen Zahlen als vollständiges Bild zu betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeigt sich etwa in Burkina Faso. Dort waren nach Angaben des Bildungsministeriums im Februar 2024 wegen der Sicherheitslage 5.365 Schulen geschlossen. Rund 834.000 Schülerinnen und Schüler waren betroffen. Während das UNESCO-Modell die Zahl der nicht beschulten jungen Menschen auf 3,6 Millionen schätzt, kam die Regierung auf rund vier Millionen.&nbsp;</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="819" height="559" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa.jpg" alt="" class="wp-image-30096 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa.jpg 819w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-300x205.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-768x524.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-380x259.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/09/Early_Childhood_Education_USAID_Africa-800x546.jpg 800w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Staatsministerin <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-diplomaten-draengen-berlin-zu-mehr-tempo-in-der-afrika-politik/" data-type="post" data-id="27158">Serap Güler</a> erklärte bei der Vorstellung in Berlin, gerade in Krisen und Konflikten müsse verhindert werden, dass Kindern und Jugendlichen Bildung verwehrt werde und bestehende Ungleichheiten weiter zunähmen. Deutschland setzt in der Entwicklungszusammenarbeit unter anderem auf die Global Partnership for Education und den Fonds Education Cannot Wait. Das Bundesentwicklungsministerium nennt Mädchen und junge Frauen, Kinder mit Behinderungen sowie Kinder in Konflikt- und Krisengebieten als besondere Zielgruppen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-marokko-senkt-schulabwesenheit-bei-jugendlichen-um-85-prozent" class="wp-block-heading"><span id="marokko-senkt-schulabwesenheit-bei-jugendlichen-um-85-prozent">Marokko senkt Schulabwesenheit bei Jugendlichen um 85 Prozent</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht dokumentiert zugleich deutliche Fortschritte in mehreren afrikanischen Staaten. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/madagaskar/" data-type="category" data-id="36">Madagaskar</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/" data-type="category" data-id="80">Togo</a> haben die Quote nicht beschulter Kinder seit 2000 um mindestens 80 Prozent reduziert. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" data-type="category" data-id="26">Marokko</a> erreichte einen vergleichbaren Rückgang bei Jugendlichen im Alter der unteren Sekundarstufe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Entwicklung untersucht die UNESCO in einer eigenen Länderstudie. Zwischen 2000 und 2023 sank dort die Quote der Jugendlichen außerhalb des Bildungssystems in der unteren Sekundarstufe von 42 auf sechs Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 85 Prozent. Bei Jugendlichen im Alter der oberen Sekundarstufe ging die Quote von 63 auf 23 Prozent zurück. Insgesamt sank die Zahl der betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen von mehr als zwei Millionen auf rund 570.000.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel baute Marokko seine öffentliche Schulinfrastruktur aus. Die Zahl der staatlichen Schulen der unteren Sekundarstufe stieg zwischen 1999/2000 und 2023/24 von 941 auf 2.024. Die Zahl der Schulen der oberen Sekundarstufe erhöhte sich von 537 auf 1.505.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht verweist außerdem auf gezielte Sozialprogramme. Mit dem Transferprogramm Tayssir erhielten 2025 rund 3,1 Millionen Schülerinnen und Schüler finanzielle Unterstützung. Beim Schultransport stieg die Zahl der geförderten Jugendlichen der oberen Sekundarstufe bis zum Schuljahr 2023/24 auf 111.000. Drei Viertel von ihnen lebten in ländlichen Gebieten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Probleme sind damit nicht verschwunden. In der unteren Sekundarstufe stieg die Wiederholungsquote zeitweise auf 23 Prozent im Jahr 2019. Der Bericht nennt die marokkanische Entwicklung deshalb zugleich als Beispiel dafür, dass ein stark verbesserter Schulzugang nicht automatisch einen erfolgreichen und fristgerechten Abschluss garantiert.&nbsp;</p>



<h2 id="h-auch-deutschland-verfehlt-chancengerechtigkeit" class="wp-block-heading"><span id="auch-deutschland-verfehlt-chancengerechtigkeit">Auch Deutschland verfehlt Chancengerechtigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weltbildungsbericht untersucht auch Deutschland. Rund 62.000 Menschen verließen hier 2024 die Schule ohne Abschluss. Das entsprach fast acht Prozent aller Schülerinnen und Schüler. Der Bildungserfolg hängt weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Maria Böhmer, bezeichnete den Bericht als „Weckruf“ auch für das deutsche Bildungssystem. Bund und Länder setzen unter anderem auf das Startchancen-Programm. Über zehn Jahre sollen dafür 20 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums erreicht das Programm inzwischen mehr als eine Million Schülerinnen und Schüler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der UNESCO-Bericht kommt international zu dem Ergebnis, dass einzelne kurzfristige Reformen selten ausreichen. Staaten mit dauerhaften Fortschritten kombinierten langfristige Investitionen, institutionellen Aufbau und gezielte Unterstützung benachteiligter Gruppen. Weniger als eines von zehn Ländern verfügt nach dem neuen UNESCO-Index über eine ausreichend starke Ausrichtung seiner Bildungspolitik auf Chancengerechtigkeit.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>ICC schließt Timbuktu-Entschädigungen ab – Mali leitet trotzdem Austritt ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/icc-schliesst-timbuktu-entschaedigungen-ab-mali-leitet-trotzdem-austritt-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 12:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mali]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[ICC]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 70.000 Menschen profitierten von den ICC-Entschädigungen für die Zerstörung der Mausoleen von Timbuktu. Deutschland finanzierte das Programm mit. Gleichzeitig leiten Mali, Burkina Faso und Niger ihren Austritt aus dem Strafgerichtshof ein.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ficc-schliesst-timbuktu-entschaedigungen-ab-mali-leitet-trotzdem-austritt-ein%2F&amp;action_name=ICC%20schlie%C3%9Ft%20Timbuktu-Entsch%C3%A4digungen%20ab%20%E2%80%93%20Mali%20leitet%20trotzdem%20Austritt%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/icc-schliesst-timbuktu-entschaedigungen-ab-mali-leitet-trotzdem-austritt-ein/">ICC schließt Timbuktu-Entschädigungen ab – Mali leitet trotzdem Austritt ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds des Internationalen Strafgerichtshofs hat das Programm zur Entschädigung für die Zerstörung der Mausoleen und religiösen Stätten von Timbuktu abgeschlossen, während Mali zugleich seinen Austritt aus dem Gericht einleitet. Die <a href="https://www.icc-cpi.int/news/icc-trust-fund-victims-completes-reparations-programme-mali-relation-al-mahdi-case">öffentliche Bekanntgabe</a> erfolgte am 3. Juli 2026, vierzehn Jahre nach den Angriffen. Mehr als 70.000 Menschen profitierten von gemeinschaftlichen Maßnahmen, zudem erhielten 1.687 von 1.691 anerkannten Einzelopfern eine finanzielle Entschädigung. Deutschland gehörte zu den Staaten, die das Programm mit zweckgebundenen Beiträgen finanzierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm bezog sich auf den Fall des Islamisten Ahmad Al Faqi Al Mahdi. Er hatte zwischen dem 30. Juni und dem 11. Juli 2012 Angriffe auf zehn historische und religiöse Stätten in Timbuktu organisiert und sich daran beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den zerstörten Orten gehörten Mausoleen verehrter muslimischer Heiliger und Teile der Sidi-Yahia-Moschee. Die Mausoleen waren über Jahrhunderte Pilgerstätten und hatten eine zentrale religiöse Bedeutung für die Bevölkerung. Timbuktu steht seit 1988 auf der UNESCO-Welterbeliste.</p>



<h2 id="h-erstes-internationales-entschadigungsprogramm-dieser-art" class="wp-block-heading"><span id="erstes-internationales-entschaedigungsprogramm-dieser-art">Erstes internationales Entschädigungsprogramm dieser Art</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Internationale Strafgerichtshof verurteilte Al Mahdi wegen des Kriegsverbrechens vorsätzlicher Angriffe auf geschützte historische und religiöse Gebäude zu neun Jahren Haft. Die Richter verpflichteten ihn im August 2017 außerdem zu Reparationszahlungen in Höhe von 2,7 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds setzte das Programm bis zum 31. März 2026 vollständig um. Dem zuständigen Richtergremium wurde der Abschluss am 29. April mitgeteilt, der malischen Regierung am 6. Mai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andres Parmas, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Opferfonds, bezeichnete das Programm als Meilenstein der internationalen Strafjustiz. Es handle sich um den ersten Fall weltweit, in dem ein internationales Gericht Wiedergutmachung wegen vorsätzlicher Angriffe auf geschützte religiöse und historische Gebäude angeordnet habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahmen bestanden aus symbolischen, individuellen und gemeinschaftlichen Entschädigungen. Eine Gedenkzeremonie fand bereits im März 2021 unter Beteiligung von Opfervertretern, der malischen Regierung und der UNESCO statt.</p>



<h2 id="h-icc-entschadigt-fast-alle-anerkannten-einzelopfer-in-mali" class="wp-block-heading"><span id="icc-entschaedigt-fast-alle-anerkannten-einzelopfer-in-mali">ICC entschädigt fast alle anerkannten Einzelopfer in Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Finanzielle Einzelzahlungen gingen an direkte Nachfahren der mit den zerstörten Mausoleen verbundenen Heiligen sowie an Menschen, deren Lebensunterhalt vollständig von den geschützten Stätten abhing.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Teil des Programms begann im April 2019 und wurde im Juni 2024 beendet. Von den 1.691 anerkannten Anspruchsberechtigten erhielten alle bis auf vier eine Entschädigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinschaftlichen Maßnahmen liefen von Juli 2022 bis Ende März 2026. Sie richteten sich an die Bevölkerung von Timbuktu, die der Strafgerichtshof als Opfer wirtschaftlicher und seelischer Schäden sowie der Zerstörung ihres kulturellen Erbes anerkannt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 70.000 Menschen profitierten nach Angaben des Opferfonds von diesen Projekten. Die Umsetzung erfolgte gemeinsam mit der UNESCO, der spanischen CIDEAL-Stiftung und der malischen Organisation CFOGRAD.</p>



<h2 id="h-mausoleen-restauriert-und-gedenkorte-errichtet" class="wp-block-heading"><span id="mausoleen-restauriert-und-gedenkorte-errichtet">Mausoleen restauriert und Gedenkorte errichtet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Programm gehörten die Restaurierung und der Schutz von Mausoleen und Friedhofsanlagen. Lokale Verantwortliche erhielten Schulungen zur langfristigen Erhaltung der Bauwerke. Ein Fonds soll die weitere Wartung der Stätten finanzieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22545 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/20180726-icc-hq.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zur Aufarbeitung der seelischen Folgen wurden psychologische Angebote innerhalb der Gemeinschaften aufgebaut. In Timbuktu entstanden zudem die beiden Gedenkstätten Louha und Qâloum. Das städtische Museum richtete eine Dauerausstellung über die zerstörten Mausoleen ein.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil des Programms unterstützte 70 Initiativen lokaler Gruppen. Hinzu kamen drei Projekte der Stadtverwaltung, die Einkommen, berufliche Fähigkeiten und die Bewahrung des kulturellen Erbes stärken sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einwohnerin Fatoumata A., deren Name aus Schutzgründen geändert wurde, bezeichnete die Entschädigungen als Symbol für die Erinnerung der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie ermöglichen uns, unseren Kindern zu erzählen, was wir erlebt haben. Sie stehen für die Größe Timbuktus und erinnern uns daran, dass sich dieses Verbrechen niemals wiederholen darf“, erklärte sie.</p>



<h2 id="h-deutschland-beteiligte-sich-an-der-finanzierung" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-beteiligte-sich-an-der-finanzierung">Deutschland beteiligte sich an der Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umsetzung wurde durch zweckgebundene Beiträge aus Deutschland, Kanada, Italien, Norwegen und dem Vereinigten Königreich ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Gelder kamen aus nicht zweckgebundenen Beiträgen der Tschechischen Republik, der Dominikanischen Republik, Liechtensteins und anderer Unterstützer. Die Mitgliedstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs finanzierten über den regulären Haushalt zudem Teile des Gerichtsverfahrens, Personal, Reisen und organisatorische Aufgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine unabhängige externe Evaluation soll untersuchen, welchen Beitrag das Programm zu Frieden, Sicherheit, Erinnerung, Wahrheit und Gerechtigkeit geleistet hat. Der Abschlussbericht soll dem zuständigen Richtergremium Anfang 2027 vorgelegt werden.</p>



<h2 id="h-mali-burkina-faso-und-niger-verlassen-den-icc" class="wp-block-heading"><span id="mali-burkina-faso-und-niger-verlassen-den-icc">Mali, Burkina Faso und Niger verlassen den ICC</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bekanntgabe des Programmabschlusses fällt mit dem angekündigten Rückzug Malis aus dem Römischen Statut zusammen, dem Gründungsvertrag des Internationalen Strafgerichtshofs.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/icc-vertragsstaaten-warnen-burkina-faso-mali-und-niger-vor-austritt/" type="post" id="28547">Mali übermittelte den Vereinten Nationen am 30. Juni 2026 seine Austrittserklärung.</a> Auch Burkina Faso und Niger haben nach Angaben des Gerichts entsprechende Schreiben eingereicht. Damit begann für die drei von Militärregierungen geführten Staaten ein einjähriges Austrittsverfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Länder hatten ihre Entscheidung bereits gemeinsam angekündigt und den Gerichtshof als „Instrument neokolonialer Unterdrückung in den Händen des Imperialismus“ bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versammlung der Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs erklärte, der Austritt könne die internationale Verfolgung schwerer Verbrechen und die Bemühungen gegen Straflosigkeit schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Austritt entbindet die Staaten nicht von Verpflichtungen, die während ihrer Mitgliedschaft entstanden sind. Verfahren und gerichtliche Entscheidungen zu Taten aus der Zeit vor dem Wirksamwerden des Austritts bleiben davon unberührt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Opferfonds erklärte, er wolle weiterhin mit den malischen Behörden zusammenarbeiten. Dies betrifft neben der Sicherung der Ergebnisse des Al-Mahdi-Programms auch gerichtlich angeordnete Entschädigungen im Fall Al Hassan, der unter anderem wegen religiöser Verfolgung und weiterer Verbrechen in Timbuktu verurteilt wurde.</p>
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		<item>
		<title>Hichilema ruft Medien zu Neutralität vor Wahlen 2026 in Sambia auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/hichilema-ruft-medien-zu-neutralitaet-vor-wahlen-2026-in-sambia-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 20:14:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Sambias Präsident Hakainde Hichilema hat die Medien zu objektiver Berichterstattung im Vorfeld der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2026 aufgerufen.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhichilema-ruft-medien-zu-neutralitaet-vor-wahlen-2026-in-sambia-auf%2F&amp;action_name=Hichilema%20ruft%20Medien%20zu%20Neutralit%C3%A4t%20vor%20Wahlen%202026%20in%20Sambia%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Sambias Präsident Hakainde Hichilema hat die Medien zu objektiver Berichterstattung im Vorfeld der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2026 aufgerufen. Am 14. Februar 2026 mahnte er anlässlich des Weltradiotags im Distrikt Choma zu verantwortungsvollem Journalismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer von Informations- und Medienminister Cornelius Mweetwa verlesenen <a href="https://www.lusakatimes.com/2026/02/14/president-hichilema-calls-for-responsible-media/">Rede</a> betonte Hichilema, Medienfreiheit müsse mit Verantwortung einhergehen. „Medienfreiheit muss Hand in Hand mit Verantwortung gehen, insbesondere da wir uns den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2026 nähern. Ich fordere alle Rundfunkveranstalter auf, objektiv zu bleiben und parteiische Berichterstattung zu vermeiden, die unser Volk spalten könnte“, erklärte der Präsident.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlen-in-sambia-radio-als-zentrales-informationsmedium"><span id="wahlen-in-sambia-radio-als-zentrales-informationsmedium">Wahlen in Sambia: Radio als zentrales Informationsmedium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hichilema bezeichnete das Radio als eines der wichtigsten Instrumente für Informationsvermittlung und nationalen Dialog, insbesondere in ländlichen Regionen, wo es das am weitesten verbreitete Medium sei. Rundfunkplattformen sollten zur Förderung von Frieden, Einheit und nationaler Entwicklung beitragen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="756" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf-1024x756.jpeg" alt="" class="wp-image-24733 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf-1024x756.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf-300x221.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf-768x567.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf-1536x1134.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf-380x281.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf-800x591.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf-1160x856.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G2rRJwlXMAArYHf.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich forderte er klare redaktionelle Leitlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Redaktionen. „Wenn sie richtig eingesetzt wird, kann KI die Effizienz in Redaktionen verbessern, doch es braucht eine starke redaktionelle Kontrolle und die Überprüfung aller KI-gestützten Inhalte vor der Veröffentlichung“, sagte er.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-rahmenwerke-zu-kunstlicher-intelligenz"><span id="neue-rahmenwerke-zu-kuenstlicher-intelligenz">Neue Rahmenwerke zu Künstlicher Intelligenz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generaldirektor der Independent Broadcasting Authority, Webster Malido, kündigte an, <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-kuenstliche-intelligenz-bei-wahlen-in-uganda/">bestehende Regelwerke</a> zum Einsatz von KI würden derzeit überprüft. Ziel sei es, Radiosender und andere Medienhäuser angesichts neuer Technologien bei der Wahrung professioneller Standards zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fehl- und Desinformation im Zusammenhang mit KI stellten eine ernsthafte Herausforderung dar. Mit neuen Rahmenbedingungen solle sichergestellt werden, dass Rundfunkanstalten ethische Berichterstattungsstandards einhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die UNESCO-Vertreterin Moira Nguni sprach sich für eine ethisch fundierte Nutzung neuer Technologien aus. Künstliche Intelligenz eröffne neue Möglichkeiten in der Inhaltsproduktion, müsse jedoch auf Transparenz, Datenschutz und Schutzmechanismen gegen Desinformation basieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorsitzende des Media Institute of Southern Africa in Sambia, Lorraine Chisanga, forderte Medienhäuser auf, umfassende KI-Richtlinien zu entwickeln, um Glaubwürdigkeit und öffentliches Vertrauen zu sichern.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ausstellung „The True Size of Africa“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ausstellung-the-true-size-of-africa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2024 18:33:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die UNESCO-Welterbestätte Völklinger Hütte, nahe der deutsch-französischen Grenze, bietet mit der Ausstellung „The True Size of Africa“ eine&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fausstellung-the-true-size-of-africa%2F&amp;action_name=Ausstellung%20%E2%80%9EThe%20True%20Size%20of%20Africa%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ausstellung-the-true-size-of-africa/">Ausstellung „The True Size of Africa“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die UNESCO-Welterbestätte <a href="https://voelklinger-huette.org/de/home">Völklinger Hütte</a>, nahe der deutsch-französischen Grenze, bietet mit der Ausstellung „The True Size of Africa“ eine vielfältige Auseinandersetzung mit der afrikanischen Geschichte und Kultur. Mit 26 Kunstwerken, darunter Fotografien, Gemälde, Video-Installationen und Skulpturen, zielt die Ausstellung darauf ab, stereotype Wahrnehmungen Afrikas zu hinterfragen und die historische wie kulturelle Bedeutung des Kontinents ins Bewusstsein zu rücken.</p>



<h3 id="globale-perspektiven-und-afro-diasporische-kunst" class="wp-block-heading">Globale Perspektiven und afro-diasporische Kunst</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kurator Dr. Ralf Beil erklärt: „Wir unterschätzen oft die eigene Geschichte Afrikas vor der Kolonialzeit. Diese Ausstellung möchte das Bewusstsein für Afrikas Bedeutung stärken und zeigen, welchen Einfluss der Kontinent auf die Weltgeschichte hatte.“ Die Kunstwerke repräsentieren eine Vielzahl afrikanischer Perspektiven und stammen von Künstler*innen aus Nigeria, Ghana, der Demokratischen Republik Kongo, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/">Namibia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a>, der <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/">Elfenbeinküste</a> und Kenia. Gleichzeitig fehlen nordafrikanische Perspektiven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besonders eindrucksvolle Installation des Künstlers Roméo Mivekannin zeigt zahlreiche Porträts bekannter Persönlichkeiten, darunter Barack Obama und Kamala Harris, die die weltweite Bedeutung der afrikanischen Diaspora verdeutlichen. Die kubanische Künstlerin Susana Pilar Delahante Matienzo, die in Amsterdam lebt, betont: „Die wahre Größe Afrikas erstreckt sich nicht nur über den geografischen Kontinent, sondern auch über Amerika, die Karibik und Europa. Für mich ist es wie eine große globale Familie.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Werk des britischen Künstlers Yinka Shonibare zeigt eine Frau in farbenfroher, afrikanischer Kleidung, die eine Treppe hinaufsteigt – anstelle eines Kopfes trägt sie einen Globus, auf dem Afrika dort positioniert ist, wo ihr Gesicht wäre. Dieses Werk symbolisiert die zentrale Rolle Afrikas in der Weltgeschichte und im globalen Bewusstsein.</p>



<h3 id="the-true-size-of-africa-soziale-und-politische-reflexionen-aus-dem-kontinent" class="wp-block-heading">The True Size of Africa: Soziale und politische Reflexionen aus dem Kontinent</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="525" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/preview_Kongo-Astronauts_eye-on-eye_30cm-Hoehe_IMG_6140_2__ScaleWidthWzM1MF0.jpg" alt="" class="wp-image-12447 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/preview_Kongo-Astronauts_eye-on-eye_30cm-Hoehe_IMG_6140_2__ScaleWidthWzM1MF0.jpg 350w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/preview_Kongo-Astronauts_eye-on-eye_30cm-Hoehe_IMG_6140_2__ScaleWidthWzM1MF0-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Highlight der Ausstellung ist die Videoinstallation des Kollektivs Kongo Astronauts aus der Demokratischen Republik Kongo, das auf die schwierige Lage in ihrem Heimatland aufmerksam macht. Mit der Metapher von Astronauten verweisen sie auf die Probleme, die durch die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen wie Coltan entstehen. „Im Osten meines Landes werden Menschen für Coltan getötet, das für elektronische Geräte benötigt wird. Die Welt sollte sich dieser Realität bewusst sein,“ erklärt der Künstler Pisko Crâne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung zeigt ihre Werke in verschiedenen Bereichen der Völklinger Hütte, darunter das Pumpenhaus, die Gebläsehalle und die Erzhalle. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung zeigt ihre Werke in verschiedenen Bereichen der Völklinger Hütte, darunter das Pumpenhaus, die Gebläsehalle und die Erzhalle. Die Schau endet mit einer eindrucksvollen, fünfzigminütigen Installation des ghanaischen Videokünstlers John Akomfrah. Zu sehen sind facettenreiche Darstellungen Afrikas – von trauernden Elefanten bis hin zu Migrant*innen, die die Weiten der Wüste durchqueren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „The True Size of Africa“ erhoffen sich die Organisator*innen eine Neuausrichtung des Verständnisses für den afrikanischen Kontinent. Die Ausstellung, die bis zum 17. August 2025 zu sehen ist, will eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Afrikas schlagen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UNESCO kündigt ein Netzwerk zur Erinnerung an die Sklaverei an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unesco-kundigt-ein-netzwerk-zur-erinnerung-an-die-sklaverei-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 13:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die UNESCO hat die Schaffung eines Netzwerks zur Förderung der Erinnerung an die Sklaverei angekündigt. Wie Audrey Azoulay, die Generaldirektorin der Organisation, am Rande der UN-Generalversammlung in New York erklärte, soll das Netzwerk von Gedenkstätten und Museen in Afrika, Amerika und Europa den Austausch von Wissen und den interkulturellen Dialog fördern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Funesco-kundigt-ein-netzwerk-zur-erinnerung-an-die-sklaverei-an%2F&amp;action_name=UNESCO%20k%C3%BCndigt%20ein%20Netzwerk%20zur%20Erinnerung%20an%20die%20Sklaverei%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/unesco-kundigt-ein-netzwerk-zur-erinnerung-an-die-sklaverei-an/">UNESCO kündigt ein Netzwerk zur Erinnerung an die Sklaverei an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ziel dieses Netzwerks sei es, die Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg zu stärken, zum Beispiel durch <strong>Festivals, virtuelle Besuche, schulische Austausche</strong> und den Austausch von Best Practices zwischen Fachleuten. Dabei werde besonderer Wert darauf gelegt, das Bewusstsein für das Erbe der Sklaverei und dessen Auswirkungen auf heutige Gesellschaften zu schärfen, vor allem bei jungen Menschen.</p>



<h2 id="verbindungen-sollen-aufgezeigt-werden" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727267070188 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Verbindungen sollen aufgezeigt werden</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Projekt wird von Ländern wie Brasilien, Kolumbien, dem Kongo, Frankreich, Jamaika und den Niederlanden unterstützt und soll historische Stätten miteinander verbinden, ihre Sichtbarkeit erhöhen und eine globale Verständigung über die Geschichte der Sklaverei fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Audrey Azoulay betonte außerdem die Bedeutung der&nbsp;<strong>Integration der Geschichte der Sklaverei</strong>&nbsp;in Schulbücher und Bildungssysteme weltweit und erinnerte daran, dass die Sklaverei als eines der größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte noch immer Spuren in betroffenen Gemeinschaften hinterlasse. Zudem soll eine Allianz von&nbsp;<strong>Universitätslehrstühlen</strong>&nbsp;Forschende aus Afrika, Amerika und Europa vernetzen, um gemeinsam gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen.</p>
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