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	<title>Sahara | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
	<lastBuildDate>Mon, 27 Jul 2026 13:48:07 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sahara | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>Trump stellt Reise nach Marokko in Aussicht – Schnellstraße nach Dakhla trägt seinen Namen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 13:48:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kommt Donald Trump bald nach Marokko? Nach der Benennung der Tiznit-Dakhla-Schnellstraße nach ihm stellt der US-Präsident eine Reise über die gesamte Strecke in Aussicht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftrump-stellt-reise-nach-marokko-in-aussicht-schnellstrasse-nach-dakhla-traegt-seinen-namen%2F&amp;action_name=Trump%20stellt%20Reise%20nach%20Marokko%20in%20Aussicht%20%E2%80%93%20Schnellstra%C3%9Fe%20nach%20Dakhla%20tr%C3%A4gt%20seinen%20Namen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/trump-stellt-reise-nach-marokko-in-aussicht-schnellstrasse-nach-dakhla-traegt-seinen-namen/">Trump stellt Reise nach Marokko in Aussicht – Schnellstraße nach Dakhla trägt seinen Namen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">US-Präsident Donald Trump hat einen möglichen Besuch in Marokko ins Spiel gebracht, nachdem die Schnellstraße von Tiznit nach Dakhla nach ihm benannt worden ist. Am 26. Juli dankte er König Mohammed VI. öffentlich für die Ehrung. Trump erklärte, er wolle die mehr als 1.000 Kilometer lange Strecke eines Tages vollständig bereisen und hoffe, dass dies bald geschehen werde. Die US-Botschaft verband die Umbenennung zugleich mit einer erneuten Unterstützung für die marokkanische Position im Westsahara-Konflikt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Vielen Dank an den hochgeschätzten Mohammed VI., den König von Marokko. Eine so große Ehre“, schrieb Trump auf seiner Plattform <em>Truth Social</em>. „Ich freue mich darauf, eines Tages die gesamte Länge dieser großartigen Schnellstraße zu bereisen, hoffentlich bald.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob mit der Äußerung bereits konkrete Reiseplanungen verbunden sind, ließ Trump offen. Ein Termin oder weitere Angaben zu einem möglichen Aufenthalt in Marokko wurden nicht genannt.</p>



<h2 id="h-neue-strasse-wird-zum-diplomatischen-symbol" class="wp-block-heading"><span id="neue-strasse-wird-zum-diplomatischen-symbol">Neue Straße wird zum diplomatischen Symbol</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisher als Schnellstraße Tiznit-Dakhla bekannte Verbindung trägt nun den Namen „President Donald J. Trump Highway“. Sie führt über Guelmim und Laâyoune nach Dakhla und erstreckt sich über rund 1.055 Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem von Trump verbreiteten Video wird die Straße als Symbol der langjährigen Beziehungen zwischen Marokko und den Vereinigten Staaten dargestellt. Das Video erinnert daran, dass Marokko im Jahr 1777 zu den ersten Staaten gehörte, die die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten anerkannten. Der spätere Friedens- und Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern gilt als Grundlage einer der ältesten ununterbrochenen diplomatischen Beziehungen der USA.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">“Thank you to Highly Respected Mohammed VI, the King of Morocco — Such a Great Honor! I look forward to traveling the entire length of this Great Highway someday, hopefully soon! President DONALD J. TRUMP” <a href="https://t.co/WSYZoGFxzB">pic.twitter.com/WSYZoGFxzB</a></p>— Department of State (@StateDept) <a href="https://x.com/StateDept/status/2081475218652987868?ref_src=twsrc%5Etfw">July 26, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Benennung verleiht dem Infrastrukturprojekt damit eine zusätzliche außenpolitische Bedeutung. Die Strecke verbindet den Norden Marokkos mit Dakhla und den von Rabat als südliche Provinzen bezeichneten Gebieten.</p>



<h2 id="h-us-botschafter-bekraftigt-position-zum-sahara-konflikt" class="wp-block-heading"><span id="us-botschafter-bekraeftigt-position-zum-sahara-konflikt">US-Botschafter bekräftigt Position zum Sahara-Konflikt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-us-botschafter-in-rabat-duke-buchan-iii-uebernimmt-amt-und-setzt-erste-signale/" data-type="post" data-id="22587">US-Botschafter in Marokko, Duke Buchan</a>, griff die Umbenennung ebenfalls auf. Die „President Donald J. Trump Highway“ sei ein Zeichen für die Führung von König Mohammed VI. und die Partnerschaft zwischen beiden Ländern, schrieb er in den sozialen Netzwerken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="708" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-1024x708.jpg" alt="" class="wp-image-29117 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-1024x708.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-300x207.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-768x531.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-1536x1062.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-2048x1416.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-380x263.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-800x553.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/United_States_Ambassador_to_Morocco_Richard_Duke_Buchan_III-1160x802.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich bekräftigte Buchan die politische Haltung Washingtons in der Sahara-Frage. „Unter Präsident Donald J. Trump halten die Vereinigten Staaten an ihrer dauerhaften Entschlossenheit fest, an der Seite Marokkos für eine marokkanische Sahara einzutreten, die von Frieden, regionaler Stabilität und Wohlstand für künftige Generationen geprägt ist“, erklärte der Botschafter.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit erhielt die Benennung der Schnellstraße eine politische Botschaft, die über die persönliche Ehrung Trumps hinausgeht.<a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/" data-type="post" data-id="21301"> Washington verknüpft das Bauprojekt mit seiner Unterstützung für Marokko und dessen Anspruch auf das Gebiet.</a></p>



<h2 id="h-mehr-als-1-000-kilometer-bis-dakhla" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-1-000-kilometer-bis-dakhla">Mehr als 1.000 Kilometer bis Dakhla</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schnellstraße gehört zu den größten Straßenbauprojekten Marokkos. Die Gesamtkosten werden auf neun bis zehn Milliarden Dirham geschätzt. Der letzte Abschnitt wurde Ende 2024 fertiggestellt und am 10. Januar 2025 für den Verkehr geöffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt ist Bestandteil des 2015 gestarteten Entwicklungsprogramms für die südlichen Provinzen. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-marokko-gemeinsamer-parlamentarischer-ausschuss-diskutiert-ueber-sahel-mittelmeer-und-migration/" data-type="post" data-id="21500">Es soll den Warenverkehr erleichtern, Fahrzeiten verkürzen und die wirtschaftliche Anbindung der Atlantikküste verbessern.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strecke besteht aus drei Hauptabschnitten. Zwischen Laâyoune und Dakhla wurde die Nationalstraße 1 auf einer Länge von rund 500 Kilometern ausgebaut und verbreitert. Der Abschnitt zwischen Guelmim und Laâyoune umfasst 436 Kilometer und kostete rund fünf Milliarden Dirham. Weitere 114 Kilometer verbinden Tiznit mit Guelmim.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entlang der Strecke entstanden 16 größere Brückenbauwerke, Rastanlagen sowie Flächen für das Entladen und den Verkauf von Fischereiprodukten. Teil des Projekts ist auch die nach marokkanischen Angaben längste Brücke des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Straßenverbindung soll außerdem den künftigen Hafen Dakhla Atlantique an das nationale Verkehrsnetz anbinden. Das Hafenprojekt ist als Handels- und Logistikzentrum an der marokkanischen Atlantikküste geplant.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Spanien und Algerien besiegeln Neustart nach Westsahara-Krise</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/spanien-und-algerien-besiegeln-neustart-nach-westsahara-krise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 18:18:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Vier Jahre nach dem Bruch wegen der Westsahara ordnen Spanien und Algerien ihre Beziehungen neu. Im Zentrum stehen Gas, Investitionen, Migration und Sicherheit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fspanien-und-algerien-besiegeln-neustart-nach-westsahara-krise%2F&amp;action_name=Spanien%20und%20Algerien%20besiegeln%20Neustart%20nach%20Westsahara-Krise&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/spanien-und-algerien-besiegeln-neustart-nach-westsahara-krise/">Spanien und Algerien besiegeln Neustart nach Westsahara-Krise</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Spanien und Algerien wollen ihre nach der Westsahara-Krise schwer beschädigten Beziehungen mit einem Regierungsgipfel und einer engeren Energie- und Wirtschaftspartnerschaft neu ordnen. Die achte hochrangige Regierungskonsultation soll im Oktober 2026 stattfinden. Darauf verständigten sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune bei einem Treffen in Algier. Beide Regierungen wollen zudem ihre Zusammenarbeit bei Migration, Sicherheit und der Stabilisierung der Sahelzone ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sánchez sprach von einer „neuen Etappe“ in den bilateralen Beziehungen. Spanien betrachte Algerien nicht nur als Nachbarstaat, sondern als strategischen Partner und befreundetes Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist grundlegend, den politischen Dialog zwischen Spanien und Algerien zu stärken“, sagte Sánchez nach dem Treffen. Der Dialog bilde die Grundlage für alle weiteren Bereiche der Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="h-regierungsgipfel-soll-politische-beziehungen-festigen" class="wp-block-heading"><span id="regierungsgipfel-soll-politische-beziehungen-festigen">Regierungsgipfel soll politische Beziehungen festigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der für Oktober geplante Gipfel ist die achte hochrangige Zusammenkunft beider Regierungen. Ihm sollen politische Konsultationen vorausgehen, die den Abschluss neuer Vereinbarungen vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wird-spanien-den-algerischen-senator-abdelkader-djedei-ausliefern/" data-type="post" data-id="21161">Auf der Agenda stehen die Steuerung von Migration, die Bekämpfung des Terrorismus, die kulturelle Zusammenarbeit und der Austausch zwischen beiden Gesellschaften. </a>Spanien und Algerien wollen zudem ihre Positionen zu regionalen und internationalen Konflikten enger abstimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sánchez traf während seines Besuchs auch den algerischen Ministerpräsidenten Sifi Ghrieb. Es war der erste Besuch eines spanischen Regierungschefs in Algier seit 2020 und die ranghöchste spanische Reise seit Beginn der bilateralen Krise im Frühjahr 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die algerische Seite bezeichnete den Aufenthalt als Arbeits- und Freundschaftsbesuch. Beide Regierungen wollten die Bereiche ihrer Zusammenarbeit erweitern und den politischen Austausch intensivieren.</p>



<h2 id="h-westsahara-kurs-loste-schwere-krise-aus" class="wp-block-heading"><span id="westsahara-kurs-loeste-schwere-krise-aus">Westsahara-Kurs löste schwere Krise aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-vertiefen-partnerschaft/" data-type="post" data-id="22656">Auslöser der diplomatischen Krise war die Änderung der spanischen Position im Westsahara-Konflikt. Madrid unterstützte im März 2022 erstmals offen den marokkanischen Autonomieplan für das umstrittene Gebiet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien, das die <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/" data-type="post" data-id="25687">Polisario</a> unterstützt, reagierte mit scharfer Kritik. Die Regierung setzte den 2002 geschlossenen Vertrag über Freundschaft, gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit mit Spanien aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der bilaterale Handel wurde erheblich eingeschränkt. Ausgenommen blieben insbesondere algerische Gaslieferungen nach Spanien. Die politischen und wirtschaftlichen Kontakte lagen anschließend fast zwei Jahre weitgehend auf Eis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine schrittweise Annäherung begann im November 2023. Im März 2026 reaktivierte Algerien den Freundschaftsvertrag. Der Besuch von Sánchez soll die Normalisierung nun auf Regierungsebene absichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-28964 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/200726-sanchez-visita-argelia5.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der spanische Ministerpräsident vermied bei seinem Auftritt in Algier eine erneute öffentliche Positionierung zum Westsahara-Konflikt. Er stellte stattdessen die gemeinsamen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen in den Vordergrund.</p>
</div></div>



<h2 id="h-algerien-bleibt-spaniens-wichtigster-gaslieferant" class="wp-block-heading"><span id="algerien-bleibt-spaniens-wichtigster-gaslieferant">Algerien bleibt Spaniens wichtigster Gaslieferant</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energiebeziehungen bilden weiterhin das wirtschaftliche Fundament der Partnerschaft. Algerien war nach Angaben von Sánchez in den ersten Monaten des Jahres 2026 Spaniens größter Lieferant von Erdgas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In einem Moment außergewöhnlicher Unsicherheit auf den internationalen Märkten schätzen wir Algeriens Position als strategischen und verlässlichen Partner besonders“, sagte der Regierungschef.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerisches Gas gelangt vor allem über die direkte Medgaz-Pipeline nach Spanien. Die Verbindung verläuft durch das Mittelmeer und umgeht Marokko. Daneben wird Flüssigerdgas per Schiff geliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien will sich zugleich stärker an der Modernisierung des algerischen Energie- und Industriesektors beteiligen. Sánchez reiste deshalb gemeinsam mit leitenden Vertretern spanischer Energieunternehmen nach Algier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kooperation solle über klassische Gaslieferungen hinausgehen. Genannt wurden die Energiewende, technologische Innovationen und die Digitalisierung der Infrastruktur.</p>



<h2 id="h-spanische-unternehmen-sollen-wieder-starker-investieren" class="wp-block-heading"><span id="spanische-unternehmen-sollen-wieder-staerker-investieren">Spanische Unternehmen sollen wieder stärker investieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sánchez sagte spanischen Unternehmen politische Unterstützung bei Investitionen in Algerien zu. Neben der Energiewirtschaft nannte er Industrie, Infrastruktur, Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Dienstleistungen und Digitalisierung als mögliche Wachstumsbereiche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Privatwirtschaft und unsere Unternehmen werden bei diesem neuen Impuls für die Beziehungen zwischen Algerien und Spanien eine grundlegende Rolle spielen“, erklärte Sánchez.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die spanische Vizeregierungschefin und Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen, traf parallel Vertreter spanischer Unternehmen, die bereits in Algerien tätig sind. Sie verwies auf deren technische Erfahrung und ihre Möglichkeiten, Arbeitsplätze und lokale Wertschöpfungsketten aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien war wenige Wochen vor dem Besuch Ehrengast der Internationalen Messe von Algier. Tebboune hatte dort den spanischen Gemeinschaftsstand besucht und sich über Projekte der beteiligten Unternehmen informiert.</p>



<h2 id="h-zusammenarbeit-bei-migration-und-sicherheit" class="wp-block-heading"><span id="zusammenarbeit-bei-migration-und-sicherheit">Zusammenarbeit bei Migration und Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Spanien und Algerien wollen auch bei der Bekämpfung irregulärer Migration enger zusammenarbeiten. Die westliche Mittelmeerroute führt von Algerien und anderen nordafrikanischen Staaten nach Spanien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Regierungen wollen neben der Grenz- und Migrationskontrolle den Kampf gegen Schleusernetzwerke und terroristische Organisationen verstärken. Algerien besitzt dabei durch seine Grenzen zu Mali und Niger eine besondere Stellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sánchez bezeichnete das Land als wichtigen Akteur bei der Stabilisierung der Sahelzone. Die dortigen Konflikte, Militärputsche und Aktivitäten bewaffneter Gruppen betreffen auch die Sicherheit im westlichen Mittelmeerraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kooperation soll zugleich in die spanische Afrika-Strategie für die Jahre 2025 bis 2028 eingebettet werden. Madrid will seine politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum afrikanischen Kontinent ausbauen und sich als Verbindung zwischen Europa und Afrika positionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nur wenn wir zusammenarbeiten, können wir die Herausforderungen bewältigen, die unsere Gesellschaften am stärksten beschäftigen“, sagte Sánchez. Dazu zählte er steigende Lebenshaltungskosten, Sicherheit und die Folgen des Klimawandels.</p>
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	</item>
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		<title>Wadephul in Rabat – Deutschland setzt in Afrika stärker auf Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-in-rabat-deutschland-setzt-in-nordafrika-staerker-auf-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 17:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Berlin und Rabat rücken enger zusammen: Beim strategischen Dialog setzt Deutschland auf Marokko als Wirtschaftsstandort, Sicherheitspartner und Brücke zwischen Europa, Afrika und dem Nahen Osten.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-in-rabat-deutschland-setzt-in-nordafrika-staerker-auf-marokko/">Wadephul in Rabat – Deutschland setzt in Afrika stärker auf Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland und Marokko wollen ihre Partnerschaft in Wirtschaft, Sicherheit, Migration und Außenpolitik deutlich ausbauen. Außenminister Johann Wadephul traf dafür in Rabat seinen marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita zum zweiten multidimensionalen strategischen Dialog. Beide Länder begehen in diesem Jahr 70 Jahre diplomatische Beziehungen. In der gemeinsamen Erklärung rückt Marokko für Deutschland als Partner in Afrika, im Mittelmeerraum, im Sahel und im Nahen Osten weiter nach vorn.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rabat-wird-zur-buhne-fur-eine-engere-partnerschaft"><span id="rabat-wird-zur-buehne-fuer-eine-engere-partnerschaft">Rabat wird zur Bühne für eine engere Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul reiste mit Bundestagsabgeordneten und einer Wirtschaftsdelegation nach Marokko. Schon vor seiner Abreise hatte er das Königreich als „wichtige Brücke zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent“ und als „Schlüsselpartner“ für Deutschland bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Rabat ging es nicht nur um diplomatische Routinen. Beide Regierungen wollen aus dem regelmäßigen Dialog eine breitere strategische Partnerschaft machen. Bourita sprach von einer Beziehung, die auf Vertrauen, gegenseitigem Nutzen und enger Abstimmung in regionalen und internationalen Fragen beruhe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27016 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzEdsXMAAaVtf-2.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Zeitpunkt verleiht dem Besuch zusätzliches Gewicht. Deutschland sucht in einer von Kriegen, Energiefragen und <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche/" type="post" id="26262">Migrationsdruck </a>geprägten Lage verlässliche Partner im südlichen Mittelmeerraum. Marokko wiederum will seine Rolle als politischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Anker zwischen Europa und Afrika ausbauen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-handel-mehr-industrie-mehr-wasserstoff"><span id="mehr-handel-mehr-industrie-mehr-wasserstoff">Mehr Handel, mehr Industrie, mehr Wasserstoff</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/" type="post" id="22214">Die wirtschaftlichen Beziehungen stehen im Zentrum des neuen deutsch-marokkanischen Anlaufs</a>. Marokko ist bereits Deutschlands zweitgrößter Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. In Marokko sind mehr als 300 deutsche Unternehmen aktiv, vor allem in der Automobilindustrie, der Luftfahrt, der Pharmawirtschaft und im digitalen Sektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-firmen-bauen-marokko-geschaeft-aus/" type="post" id="26731">Wadephul sprach vor Ort von einem „großen Potenzial“.</a> Deutschland sieht Chancen bei erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff, kritischen Rohstoffen, Maschinenbau, Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Marokko positioniert sich dabei als Industriestandort mit junger Bevölkerung, wachsender Infrastruktur und Zugang zu afrikanischen Märkten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Erklärung nennt regelmäßige deutsch-marokkanische Wirtschaftsforen als Plattform für neue Projekte. Dabei sollen Unternehmen, öffentliche Stellen und Investoren enger zusammenkommen. Im Blick stehen integrierte Wertschöpfungsketten, Wasserstoff, Digitalisierung und künstliche Intelligenz.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokkanische-fachkrafte-rucken-starker-in-den-fokus"><span id="marokkanische-fachkraefte-ruecken-staerker-in-den-fokus">Marokkanische Fachkräfte rücken stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Fachkräfteeinwanderung gehört zu den sichtbaren Themen des Besuchs. Wadephul hob die Rolle marokkanischer Fachkräfte in Deutschland hervor, besonders im Gesundheits- und Pflegebereich. <a href="https://fokus-afrika.de/botschafter-robert-doelger-3-000-auszubildende-in-deutschland/" type="post" id="12726">2025 erhielten mehr als 3.000 Marokkanerinnen und Marokkaner ein Arbeitsvisum für Deutschland.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Regierungen wollen legale Mobilität ausbauen und zugleich irreguläre Migration reduzieren. Dafür soll die Ständige Gemischte Migrationsgruppe weiterarbeiten. Das nächste Treffen ist für 2026 in Deutschland geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit umfasst auch Rückkehr, Wiedereingliederung, Berufsbildung und EU-Talentpartnerschaften. Damit verbindet Berlin migrationspolitische Steuerung mit Arbeitsmarktinteressen. Rabat setzt zugleich auf geordnete Verfahren und eine stärkere Anerkennung marokkanischer Qualifikationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-vom-sahel-bis-zur-wm-2030"><span id="sicherheit-vom-sahel-bis-zur-wm-2030">Sicherheit vom Sahel bis zur WM 2030</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der strategische Dialog griff mehrere Krisenräume auf, die Marokko und Deutschland zugleich betreffen. Dazu gehören der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/" type="category" id="25">Libyen</a>, der Nahe Osten, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a>, die Golfregion, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" type="post_tag" id="374">Europa</a> und der Krieg in der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Sahel wollen beide Länder enger zusammenarbeiten. Bourita sprach in Rabat über Stabilität, Entwicklung und den Kampf gegen Terrorismus. Er verwies zugleich auf eine Verbindung zwischen Terrorismus und Separatismus in der Region. Wadephul nannte die <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">jüngsten Terrorangriffe in Mali</a> als Zeichen einer Lage, die Deutschland strategisch betreffe.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none"><p lang="de" dir="ltr">Die Eskalation der Gewalt im Sahel besorgt uns beide. Sie betrifft unmittelbar auch uns in Europa. Deswegen haben wir ein strategisches Interesse an einem stabilen & sicheren Sahel. Wir werden uns noch enger koordinieren, um gemeinsam zu einem stabilen Sahel beizutragen. (4/5)</p>— Johann Wadephul (@AussenMinDE) <a href="https://twitter.com/AussenMinDE/status/2049852007117144574?ref_src=twsrc%5Etfw">April 30, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitskooperation-marokko-spanien-und-deutschland-vertiefen-austausch-in-rabat/" type="post" id="23380">Auch die Sicherheitskooperation soll ausgebaut werden</a>. Beide Seiten wollen die militärische Zusammenarbeit sowie Rüstungs- und Verteidigungskooperation stärken. Zudem laufen Verhandlungen über ein bilaterales Sicherheitsabkommen und einen Sicherheitsdialog. Dabei geht es um Terrorismusbekämpfung, organisierte Kriminalität, Drogenschmuggel, Informationsaustausch und die Sicherheit großer Veranstaltungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-bereitet-sich-intensiv-auf-die-fifa-weltmeisterschaft-2030-vor/" type="post" id="12910">Die Fußball-Weltmeisterschaft 2030, die Marokko gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichtet,</a> bekommt damit eine sicherheitspolitische und wirtschaftliche Dimension. Deutschland bietet Erfahrungen bei der Organisation sicherer Sportereignisse an. Deutsche Unternehmen sollen zudem beim Ausbau von Infrastruktur und Stadien eine Rolle spielen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-ruckt-bei-der-westsahara-frage-naher-an-rabat"><span id="deutschland-rueckt-bei-der-westsahara-frage-naeher-an-rabat">Deutschland rückt bei der Westsahara-Frage näher an Rabat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Westsahara-Frage bekräftigt Deutschland seine Unterstützung für den Prozess der Vereinten Nationen. Zugleich verweist die gemeinsame Erklärung auf <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">die Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2025, die Verhandlungen auf Grundlage des marokkanischen Autonomieplans vorsieht.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27017 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHJzHweW8AA5TQB.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Berlin bezeichnet den Autonomieplan Marokkos als ernsthafte und glaubwürdige Grundlage für Verhandlungen. Deutschland begrüßt zudem die Bereitschaft Marokkos, die Ausgestaltung einer Autonomie unter marokkanischer Souveränität mit allen betroffenen Parteien zu klären.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit erhält Rabat in einem zentralen außenpolitischen Dossier zusätzliche diplomatische Rückendeckung aus Berlin. Deutschland erklärt zugleich seine Bereitschaft, Konsultationen im Rahmen der Vereinten Nationen zu unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gaza-iran-und-ukraine-auf-gemeinsamer-agenda"><span id="gaza-iran-und-ukraine-auf-gemeinsamer-agenda">Gaza, Iran und Ukraine auf gemeinsamer Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nahen Osten betonten Wadephul und Bourita die Unterstützung für eine verhandelte Zwei-Staaten-Lösung. Deutschland würdigte Marokkos Rolle in der Region und das Engagement im Zusammenhang mit Jerusalem. Marokko wiederum hob die deutsche Hilfe für die Palästinensische Autonomiebehörde und die humanitäre Unterstützung für Palästinenser hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul verwies zudem auf Marokkos Bereitschaft, an <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an/" type="post" id="24842">der Umsetzung eines 20-Punkte-Plans für Gaza und an einer internationalen Sicherheitstruppe mitzuwirken.</a> Für Berlin fügt sich das in das Bild eines Partners ein, der in regionalen Krisen diplomatisch und sicherheitspolitisch einbezogen werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">Auch Iran und die Sicherheit der Seewege waren Thema.</a> Beide Seiten forderten die Achtung der Waffenruhe in der Region, ein Ende militärischer Operationen und freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus. In der Ukraine-Frage bekräftigten Deutschland und Marokko die Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kultur-bildung-und-sport-als-brucken"><span id="kultur-bildung-und-sport-als-bruecken">Kultur, Bildung und Sport als Brücken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Sicherheit und Wirtschaft setzt der Dialog auch auf Bildung, Kultur und persönliche Verbindungen. Beide Länder wollen die Hochschulkooperation stärken, den Austausch zwischen Schulen ausbauen und den Deutsch- und Arabischunterricht fördern. Die PASCH-Initiative soll im marokkanischen Schulsystem erweitert werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Morocco is a key partner for us and serves as an important bridge between Europe and Africa. This year we are celebrating 70 years of diplomatic relations. – <a href="https://twitter.com/AussenMinDE?ref_src=twsrc%5Etfw">@AussenMinDE</a> (1/4) <a href="https://t.co/noIFJ7vjz4">pic.twitter.com/noIFJ7vjz4</a></p>— GermanForeignOffice (@GermanyDiplo) <a href="https://twitter.com/GermanyDiplo/status/2049799052930306122?ref_src=twsrc%5Etfw">April 30, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Eine neue Partnerschaft zwischen der Nationalen Museumsstiftung Marokkos und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz soll die kulturelle Zusammenarbeit vertiefen. Auch die deutschen politischen Stiftungen bleiben Teil der bilateralen Beziehungen. Im September 2025 wurde in New York eine Änderung des Abkommens zur technischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit von 1966 unterzeichnet, die ihre Arbeit in Marokko betrifft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Besuch gehörte auch ein sportlicher Akzent. Wadephul besuchte mit dem früheren Fußballnationalspieler Karim Bellarabi ein Trainingszentrum zur Nachwuchsförderung. Der deutsch-marokkanische Sportler steht dabei für eine Verbindung, die über Diplomatie hinausgeht: Handel, Migration, Bildung, Kultur und Fußball greifen in dieser Partnerschaft immer stärker ineinander.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA rücken Algerien und Marokko in den Fokus ihrer Sahel-Diplomatie</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 10:22:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
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		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Washington erhöht den diplomatischen Takt in Nordwestafrika: In Algier geht es um Terrorismusbekämpfung und regionale Sicherheit, in Rabat warnt Marokko vor einer Verbindung zwischen Separatismus und Terrorismus in Mali.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie%2F&amp;action_name=USA%20r%C3%BCcken%20Algerien%20und%20Marokko%20in%20den%20Fokus%20ihrer%20Sahel-Diplomatie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie/">USA rücken Algerien und Marokko in den Fokus ihrer Sahel-Diplomatie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die USA rücken Algerien und Marokko in ihrer Sahel-Diplomatie stärker in den Fokus. Die Gespräche fanden am 27. und 28. April in Algier sowie am 29. April in Rabat statt. Der stellvertretende US-Außenminister Christopher Landau und AFRICOM-Kommandeur Dagvin R. M. Anderson sprachen in Algerien über Terrorismusbekämpfung, transnationale Bedrohungen und den Westsahara-Konflikt. In Rabat warnte Marokkos Außenminister Nasser Bourita vor einer Verbindung zwischen Separatismus und Terrorismus in Mali.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-setzt-auf-sicherheit-und-kooperation-mit-algerien"><span id="washington-setzt-auf-sicherheit-und-kooperation-mit-algerien">Washington setzt auf Sicherheit und Kooperation mit Algerien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Christopher Landau und General Anderson trafen in Algier unter anderem Präsident Abdelmadjid Tebboune sowie Armeechef Saïd Chengriha. Es war die erste Algerien-Reise beider US-Vertreter. Die Gespräche drehten sich um regionale Sicherheit, Stabilität im Sahel und eine stärkere Zusammenarbeit gegen grenzüberschreitende Bedrohungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium hatte vor der Reise angekündigt, Landau werde mit algerischen Regierungsvertretern über eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen sprechen. Dazu zählten gemeinsame Anstrengungen bei regionalen Sicherheitsfragen sowie Handelsabkommen mit US-Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wirtschaftliche Themen standen auf der Agenda. Landau führte Gespräche mit Vertretern aus den Bereichen Energie, Bergbau, Außenhandel und Exportförderung. Die US-Botschaft in Algerien nannte dabei Innovation, Energiebeziehungen, Handel und die Nutzung natürlicher Ressourcen als Felder weiterer Zusammenarbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-africom-sieht-wachsende-bedrohung-in-westafrika"><span id="africom-sieht-wachsende-bedrohung-in-westafrika">AFRICOM sieht wachsende Bedrohung in Westafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">AFRICOM-Kommandeur Anderson verband <a href="https://www.africom.mil/article/36441/gen-dagvin-rm-anderson-commander-of-us-africa-command-visits-algeria-to-strengthen-strateg">die Visite</a> mit dem Ziel, die sicherheitspolitische Kooperation mit Algerien auszubauen. Im Mittelpunkt standen Terrorismusbekämpfung, neue Sicherheitsrisiken im Sahel und <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/">eine bessere Abstimmung gegen transnationale Bedrohungen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Vereinigten Staaten messen unserer Beziehung zu Algerien großen Wert bei“, sagte Anderson. Diese Beziehung beruhe auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Interessen. Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung im vergangenen Jahr arbeiteten beide Seiten weiter daran, die bilaterale Sicherheitskooperation zu stärken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26986 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/gen_dagvin_rm_anderson_commander_us_africa_command_visits_algeria_strengthen_strategic_cooperation_regional_security-2-2.jpg 1752w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der General beschrieb die Lage in Westafrika und im Sahel als gemeinsame Herausforderung. „Algerien teilt unsere Sorge über die wachsenden terroristischen Bedrohungen, die Westafrika und den Sahel destabilisieren“, sagte Anderson. Solche Herausforderungen erforderten ein gemeinsames Vorgehen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahara-konflikt-bleibt-teil-der-us-gesprache"><span id="sahara-konflikt-bleibt-teil-der-us-gespraeche">Sahara-Konflikt bleibt Teil der US-Gespräche</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Westsahara-Konflikt spielte in den Gesprächen in Algerien ebenfalls eine Rolle. Landau sprach mit Außenminister Ahmed Attaf über den politischen Prozess zur Lösung der Frage. Nach dem Treffen mit Präsident Tebboune sagte der US-Diplomat, die Beziehungen zwischen Algerien und den Vereinigten Staaten befänden sich in einem „besonderen Moment“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Washington will Algerien, Marokko, Mauretanien und die Polisario in den kommenden Wochen zu einer weiteren Gesprächsrunde zusammenbringen. <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/" type="post" id="24487">Diese soll an ein erstes Treffen im Februar in der US-Botschaft in Madrid anknüpfen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Station in Algerien reiste Landau nach Rabat. Dort wurde die amerikanische Sahel- und Sahara-Diplomatie mit der marokkanischen Perspektive auf Mali verbunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-warnt-vor-verbindung-von-separatismus-und-terrorismus"><span id="marokko-warnt-vor-verbindung-von-separatismus-und-terrorismus">Marokko warnt vor Verbindung von Separatismus und Terrorismus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokkos Außenminister Nasser Bourita sprach in Rabat nach seinem Treffen mit Landau von einer gefährlichen Entwicklung in Mali. „Das Königreich Marokko hat eine inzwischen offensichtliche Komplizenschaft zwischen Separatismus und Terrorismus festgestellt“, sagte Bourita. Diese „objektive Allianz“ stelle eine Bedrohung für die regionale Stabilität und für Mali dar.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-26988 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HHFecAPbUAACWtW.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/marokko-praesentiert-eigene-strategie-zur-terrorismusbekaempfung-vor-dem-sicherheitsrat/">Bourita forderte ein abgestimmtes Vorgehen regionaler und internationaler Akteure.</a> Ziel müsse sein, diese Verbindung zwischen Terrorismus und Separatismus zu durchbrechen. Zugleich sprach er sich für „Dynamiken der Stabilität“ aus, die die Entscheidungen der Bevölkerung respektierten und auf Kooperation statt auf Erpressung und Einschüchterung setzten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der marokkanische Außenminister erinnerte daran, dass Rabat die <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Angriffe gegen die malische Regierung</a> verurteilt habe. Die jüngsten Attacken im Norden und Zentrum Malis hatten die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Gewalt im Sahel verstärkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mali-ruckt-in-die-regionale-sicherheitsagenda"><span id="mali-rueckt-in-die-regionale-sicherheitsagenda">Mali rückt in die regionale Sicherheitsagenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage in Mali steht zunehmend im Zentrum der regionalen Sicherheitsdebatte. Angriffe bewaffneter Gruppen und separatistischer Kräfte belasten den Norden und das Zentrum des Landes. Genannt werden der Front de Libération de l’Azawad und die dschihadistische Gruppe Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin, die von Iyad Ag Ghaly geführt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko stellt diese Entwicklung in den Zusammenhang einer größeren Instabilität im Sahel. Algerien wiederum wird von den USA als sicherheitspolitischer Gesprächspartner im Kampf gegen Terrorismus und grenzüberschreitende Bedrohungen angesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verknüpft Washington drei Konfliktfelder, die in Nordwestafrika eng ineinandergreifen: die Sicherheitskrise in Mali, die Rolle Algeriens im Sahel und den politischen Prozess um die Westsahara.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie%2F&action_name=USA%20r%C3%BCcken%20Algerien%20und%20Marokko%20in%20den%20Fokus%20ihrer%20Sahel-Diplomatie&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ruecken-algerien-und-marokko-in-den-fokus-ihrer-sahel-diplomatie/">USA rücken Algerien und Marokko in den Fokus ihrer Sahel-Diplomatie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wadephul reist nach Rabat: Deutschland vertieft den Dialog mit Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wadephul-reist-nach-rabat-deutschland-vertieft-den-dialog-mit-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 15:10:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Außenminister Johann Wadephul reist nach Rabat. Die zweite Afrikareise des deutschen Außenministers zeigt, wie stark Marokko für Berlin an Gewicht gewinnt: als Sicherheitsakteur im Sahel, Wirtschaftspartner, Migrationspartner und Brücke zwischen Europa und Afrika.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwadephul-reist-nach-rabat-deutschland-vertieft-den-dialog-mit-marokko%2F&amp;action_name=Wadephul%20reist%20nach%20Rabat%3A%20Deutschland%20vertieft%20den%20Dialog%20mit%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-reist-nach-rabat-deutschland-vertieft-den-dialog-mit-marokko/">Wadephul reist nach Rabat: Deutschland vertieft den Dialog mit Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul reist nach Marokko und trifft in Rabat seinen Amtskollegen Nasser Bourita zu strategischen Konsultationen. Der Besuch ist für Mittwoch angekündigt. Es ist Wadephuls <a href="https://fokus-afrika.de/aussenminister-wadephul-reist-nach-kenia-und-aethiopien/">zweite Afrikareise im Amt</a> und fällt in ein Jahr, in dem Deutschland und Marokko 70 Jahre diplomatische Beziehungen begehen. Auf der Agenda stehen Sicherheit, Wirtschaft, regionale Krisen im Sahel und Nahen Osten sowie die Rolle Marokkos als Brücke zwischen Europa, Nordafrika und dem weiteren afrikanischen Kontinent.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategischer-dialog-soll-beziehungen-verstetigen"><span id="strategischer-dialog-soll-beziehungen-verstetigen">Strategischer Dialog soll Beziehungen verstetigen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der strategische Dialog zwischen Deutschland und Marokko findet alle zwei Jahre auf Ebene der Außenminister statt. Zuletzt war Bourita im Juni 2024 dafür in Berlin. Das Format soll politische Konsultationen institutionalisieren und den Austausch über bilaterale, regionale und globale Fragen auf eine feste Grundlage stellen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-26928 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/bourita-4.jpg.webp 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Berlin gewinnt Rabat damit an Gewicht über die klassische bilaterale Diplomatie hinaus. Marokko gilt der Bundesregierung als zentraler Partner in Nordafrika und als Bindeglied zwischen Europa und Afrika. Diese Rolle ist in den vergangenen Jahren sichtbarer geworden, weil Marokko seine Beziehungen zu europäischen Partnern, afrikanischen Staaten und internationalen Organisationen zugleich ausgebaut hat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dialog steht auch vor dem Hintergrund der diplomatischen Spannungen zwischen Berlin und Rabat in den Jahren 2021 und 2022. Seit der gemeinsamen Erklärung von August 2022 haben beide Seiten ihre Beziehungen neu geordnet. Deutschland betonte damals die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit des marokkanischen Autonomieplans für die Westsahara und leitete damit eine politische Normalisierung ein. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-wird-fur-berlin-aussenpolitisch-wichtiger"><span id="marokko-wird-fuer-berlin-aussenpolitisch-wichtiger">Marokko wird für Berlin außenpolitisch wichtiger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul reist aus New York nach Rabat, wo er zuvor bei den Vereinten Nationen über maritime Sicherheit, den Atomwaffensperrvertrag und <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-deutschland-will-verantwortung-im-un-sicherheitsrat-uebernehmen/" type="post" id="26884">Deutschlands Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gesprochen hat.</a> Die Stationen zeigen eine außenpolitische Linie, in der Deutschland stärker nach Partnern für eine internationale Ordnung sucht, die nicht allein von den klassischen westlichen Bündnisstrukturen getragen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko passt in diese Strategie. Das Königreich verfügt über <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-eu-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="12800">enge Beziehungen zur Europäischen Union</a>, zu den <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/" type="post" id="23528">USA</a>, zu <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">mehreren Golfstaaten</a> und zu <a href="https://fokus-afrika.de/afrikanische-union-und-marokko-setzen-auf-engere-zusammenarbeit/" type="post" id="26170">zahlreichen afrikanischen Staaten</a>. Zugleich hat Rabat seine Position in der Westsahara-Frage international deutlich gestärkt. <a href="https://fokus-afrika.de/kaja-kallas-in-marokko-eu-hat-ihre-position-zur-westsahara-geaendert/" type="post" id="26608">Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte Mitte April in Rabat, die Europäische Union habe ihre Position zur Westsahara Anfang 2026 geändert.</a> Die EU sieht den marokkanischen Autonomieplan inzwischen als Grundlage für Verhandlungen im Rahmen des UN-Prozesses. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-bleibt-diplomatischer-grundpfeiler"><span id="westsahara-bleibt-diplomatischer-grundpfeiler">Westsahara bleibt diplomatischer Grundpfeiler</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Westsahara-Frage bildet einen zentralen Hintergrund der deutsch-marokkanischen Annäherung. <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Der UN-Sicherheitsrat hatte im Oktober 2025 mit Resolution 2797 einen Kurswechsel vollzogen und den marokkanischen Autonomieplan ausdrücklich als realistischste Grundlage für eine politische Lösung benannt.</a> Der Beschluss wurde vom US-Außenministerium eingebracht und verschob die internationale Debatte zugunsten Rabats. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko ist diese Entwicklung ein diplomatischer Erfolg. <a href="https://fokus-afrika.de/zusammenarbeit-zwischen-marokko-deutschland-ist-erfolgreich/" type="post" id="11521">Für Deutschland verändert sie den Rahmen der Zusammenarbeit mit Rabat</a>, weil Handels-, Energie-, Sicherheits- und Migrationsfragen stärker mit der politischen Stabilität des Königreichs und seiner regionalen Rolle verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Dynamik ist auch für die europäische Marokko-Politik bedeutsam. Die EU und Marokko wollen ihre Beziehungen zu einer strategischen und umfassenden Partnerschaft weiterentwickeln. In Rabat kündigten Kallas und Bourita im April neue politische Konsultationen, einen Sicherheitsdialog und eine engere Abstimmung in regionalen und internationalen Foren an. Genannt wurden Frieden, internationale Sicherheit, Menschenrechte und Stabilität. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahel-krise-ruckt-in-den-vordergrund"><span id="sahel-krise-rueckt-in-den-vordergrund">Sahel-Krise rückt in den Vordergrund</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Gespräche dürfte die Sicherheitslage im Sahel sein. <a href="https://fokus-afrika.de/malis-verteidigungspraesident-bei-angriffen-getoetet-russen-verlieren-militaerbasis/" type="post" id="26905">Die jüngsten Angriffe in Mali haben die Lage in der Region erneut verschärft.</a> Das Auswärtige Amt erklärte vor Wadephuls Reise, die Bundesregierung habe koordinierte und <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">massive Angriffe in Mali</a> mit Sorge zur Kenntnis genommen. Deutsche Staatsangehörige wurden per Landsleutebrief informiert. Für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a> gelten weiter eine Reisewarnung und eine Ausreiseempfehlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist in dieser Frage für Deutschland ein besonderer Gesprächspartner. Rabat unterhält Kontakte zu Staaten der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten sowie zu den militärisch regierten Sahelstaaten, die sich in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/" type="post_tag" id="562">Allianz der Sahelstaaten</a> zusammengeschlossen haben. Die <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/" type="post" id="11804">Königliche Atlantik-Initiative</a> soll Sahelstaaten einen besseren Zugang zum Atlantik ermöglichen und damit wirtschaftliche, logistische und sicherheitspolitische Verbindungen stärken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26929 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/DSC592204.jpg-28042025_190217458669582682-3.jpg 2064w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ansatz verbindet Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Marokko setzt darauf, den Binnenstaaten des Sahel über Infrastruktur, Häfen und Handelswege neue Optionen zu geben. In den <a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/" type="post" id="22214">deutsch-marokkanischen Wirtschaftsbeziehungen</a> wird die Initiative bereits als möglicher Rahmen genannt, um die marokkanische Sahara stärker als Investitionsraum und logistisches Tor nach Afrika einzubinden. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitskooperation-ist-bereits-eingespielt"><span id="sicherheitskooperation-ist-bereits-eingespielt">Sicherheitskooperation ist bereits eingespielt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland, Marokko und Spanien haben ihre Sicherheitszusammenarbeit zuletzt auf operativer Ebene vertieft. <a href="https://fokus-afrika.de/sicherheitskooperation-marokko-spanien-und-deutschland-vertiefen-austausch-in-rabat/" type="post" id="23380">Im Januar fand in Rabat ein trilaterales Arbeitstreffen statt.</a> Marokkos Generaldirektor für nationale Sicherheit und Territorialüberwachung Abdellatif Hammouchi leitete die Gespräche. Deutschland war durch Bundespolizei-Präsident Dieter Romann vertreten, Spanien durch den Generaldirektor der Nationalpolizei Francisco Pardo Piqueras. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt standen Terrorismusbekämpfung, irreguläre Migration, Drogenhandel, Cyberkriminalität und die Sicherheit großer Sportereignisse. Auch die Lage in der Sahel- und Sahara-Region sowie deren Auswirkungen auf terroristische Gruppen im euro-mediterranen Raum wurden behandelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Themen passen zu Wadephuls Rabat-Reise. Die Bundesregierung verbindet Sicherheitsfragen im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a> zunehmend mit europäischer Stabilität, Migrationssteuerung und Schutz kritischer Verbindungen zwischen Afrika und Europa. Marokko spielt dabei eine Doppelrolle: als Sicherheitsakteur an Europas südlicher Nachbarschaft und als Staat mit eigener afrikanischer Agenda.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftsdelegation-begleitet-den-aussenminister"><span id="wirtschaftsdelegation-begleitet-den-aussenminister">Wirtschaftsdelegation begleitet den Außenminister</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul wird von einer Wirtschaftsdelegation unter Leitung eines parlamentarischen Staatssekretärs aus dem Bundeswirtschaftsministerium begleitet. Damit erhält die Reise eine deutliche wirtschaftspolitische Komponente. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich in den vergangenen Jahren sichtbar verbreitert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist für Deutschland inzwischen der zweitwichtigste Investitionsstandort und der drittwichtigste Handelspartner in Afrika. 2025 importierte Deutschland aus Marokko Waren im Wert von mehr als 3,4 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte nach Marokko lagen bei knapp 3,9 Milliarden Euro. Rund 300 deutsche Unternehmen sind im Land vertreten, etwa 30 davon mit Produktionsstätten oder Dienstleistungsniederlassungen. Sie schaffen dort etwa 35.000 Arbeitsplätze. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-firmen-bauen-marokko-geschaeft-aus/" type="post" id="26731">Die deutsche Botschaft und die AHK Marokko stellten Mitte April in Casablanca neue Investitionsprojekte deutscher Unternehmen vor.</a> Dazu gehören ein größerer DACHSER-Standort in Tanger, eine neue Bayer-Produktionslinie in Nouaceur, 3.000 zusätzliche Stellen beim Autozulieferer LEONI sowie neue Software- und KI-Zentren von Energie Noire in Casablanca und Khouribga. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-plattform-fur-afrika-geschaft"><span id="marokko-als-plattform-fuer-afrika-geschaeft">Marokko als Plattform für Afrika-Geschäft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsche Interesse an Marokko geht über den Binnenmarkt des Königreichs hinaus. Der Standort wird in Berlin zunehmend als Plattform für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">West</a>– und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrika</a> gesehen. Der Hafen Tanger Med, moderne Industriecluster und die geografische Nähe zu Europa machen Marokko zu einem Standort für Nearshoring, Exportlogistik und industrielle Wertschöpfung. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="511" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-1024x511.jpg" alt="" class="wp-image-26734 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-1024x511.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-300x150.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-768x383.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-1536x766.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-2048x1022.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-380x190.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-800x399.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-1160x579.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/PortofTangerMed1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für deutsche Unternehmen geht es nicht mehr nur um klassische Produktion. Logistik, Pharmaindustrie, Automobilzulieferung, Softwareentwicklung, künstliche Intelligenz, Ingenieursdienstleistungen und Ausbildung rücken stärker in den Vordergrund. Botschafter Robert Dölger nannte politische Stabilität, regulatorische Berechenbarkeit, geografische Nähe und die Qualität der Arbeitskräfte als zentrale Standortfaktoren. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat die wirtschaftliche Partnerschaft auch über die Entwicklungszusammenarbeit ausgebaut. <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-deutschland-vereinbaren-630-millionen-euro-fuer-gemeinsame-zukunftsprojekte/" type="post" id="22424">Bei den marokkanisch-deutschen Regierungskonsultationen in Berlin vereinbarten beide Seiten Ende November 2025 ein Kooperationsprogramm von 630 Millionen Euro für den Zeitraum 2026 bis 2027.</a> Das Paket umfasst Infrastruktur, erneuerbare Energien, Wasserwirtschaft, urbane Mobilität und soziale Programme. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-energie-wasser-und-wasserstoff-bleiben-schlusselthemen"><span id="energie-wasser-und-wasserstoff-bleiben-schluesselthemen">Energie, Wasser und Wasserstoff bleiben Schlüsselthemen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energiepartnerschaft bleibt ein zentrales Feld. Deutschland betrachtet Marokko als wichtigen Partner bei erneuerbaren Energien und klimaneutralen Energieträgern. Im Kooperationsprogramm von 2025 stehen Solar- und Windkraft sowie der Aufbau eines <a href="https://fokus-afrika.de/40-anfragen-fur-wasserstoff-aus-marokko/" type="post" id="9649">marokkanischen Ökosystems für grünen Wasserstoff</a> im Mittelpunkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist der Energiesektor nicht frei von Reibungen. In den deutsch-marokkanischen Wirtschaftsbeziehungen bestehen unterschiedliche Erwartungen an Tempo, Investitionslogik und staatliche Rahmensetzung. Marokko setzte lange stärker auf staatliche Abkommen, während deutsche Investitionen oft regulatorische Klarheit und marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen voraussetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Wasserpolitik gewinnt an Bedeutung. Marokko leidet unter wachsendem Druck auf Wasserressourcen. Deutschland unterstützt Projekte zu effizienter Wassernutzung, moderner Bewässerung und Trinkwasserversorgung. Diese Themen verbinden Klimaanpassung, Infrastruktur und soziale Stabilität. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-bleibt-teil-der-zusammenarbeit"><span id="migration-bleibt-teil-der-zusammenarbeit">Migration bleibt Teil der Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Migration dürfte in Rabat ein weiteres Thema bleiben, auch wenn Sicherheit und Wirtschaft die Reise dominieren. Marokko ist für Deutschland und Europa ein zentraler Partner bei der Kontrolle irregulärer Migration. <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verhindert-ueber-70-000-irregulaere-migrationsversuche/" type="post" id="26262">Das marokkanische Innenministerium meldete für 2025 insgesamt 73.640 verhinderte irreguläre Migrationsversuche.</a> Zudem wurden mehr als 300 Schleusernetzwerke zerschlagen, 13.595 Migranten auf See gerettet und 4.372 Menschen in Programme zur freiwilligen Rückkehr aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Ausbau der <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-zerschlagen-is-zelle/" type="post" id="26074">Zusammenarbeit mit Spanien</a> im Jahr 2022 haben sich die Migrationsrouten verändert. Marokko verweist auf eine stärkere Kontrolle traditioneller Wege über das Mittelmeer, den Atlantik sowie über Ceuta und Melilla. Zugleich weichen Migranten zunehmend auf alternative Routen in Westafrika und Teilen des südlichen Mittelmeerraums aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland ist die Zusammenarbeit mit Rabat auch bei Rückführungen und Fachkräftemobilität relevant. Die bilaterale Agenda verbindet dabei Migrationssteuerung, Ausbildung, Arbeitsmarktfragen und legale Mobilität.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-kontakte-erganzen-regierungslinie"><span id="parlamentarische-kontakte-ergaenzen-regierungslinie">Parlamentarische Kontakte ergänzen Regierungslinie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephuls Reise folgt wenige Wochen nach dem Besuch einer Bundestagsdelegation in Marokko. <a href="https://fokus-afrika.de/claudia-roth-fuehrt-bundestagsdelegation-nach-marokko/" type="post" id="26375">Die Parlamentariergruppe Maghreb-Staaten reiste vom 8. bis 10. April nach Marokko. </a>Geleitet wurde sie von <a href="https://fokus-afrika.de/claudia-roth-entwicklungszusammenarbeit-ist-kein-nice-to-have/" type="post" id="22069">Claudia Roth</a>. Zur Delegation gehörten auch Carl-Philipp Sassenrath und Johann Martel. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26930 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HFiRvYGXwAACmka.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Marokko standen Gespräche mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern des Parlaments auf dem Programm. Themen waren Innenpolitik, Außenpolitik, Menschenrechte, Energie und Klima. Die Reise zeigte, dass die deutsch-marokkanischen Beziehungen nicht nur über Regierungskanäle laufen, sondern zunehmend auch parlamentarisch und gesellschaftlich begleitet werden. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch fällt zugleich in eine Phase des diplomatischen Übergangs an der deutschen Botschaft in Rabat. Robert Dölger, der in Marokko als wichtiger Akteur der jüngsten Annäherung gilt, <a href="https://fokus-afrika.de/neue-deutsche-botschafter-in-afrika-christian-heldt-geht-nach-marokko-oliver-rentschler-nach-suedafrika/" type="post" id="24566">wird demnächst durch Christian Heldt abgelöst.</a> Damit trifft Wadephuls Reise auf eine bilaterale Beziehung, die institutionell dichter geworden ist und nun vor ihrer nächsten personellen Etappe steht.</p>
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		<item>
		<title>USA setzen UN unter Reformdruck und nehmen MINURSO ins Visier</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 22:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[MINURSO]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die US-Regierung erhöht den Druck auf die Vereinten Nationen und stellt weitere Kürzungen bei Friedensmissionen, Personal und Budget&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier%2F&amp;action_name=USA%20setzen%20UN%20unter%20Reformdruck%20und%20nehmen%20MINURSO%20ins%20Visier&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier/">USA setzen UN unter Reformdruck und nehmen MINURSO ins Visier</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung erhöht den Druck auf die Vereinten Nationen und stellt weitere Kürzungen bei Friedensmissionen, Personal und Budget in Aussicht. UN-Botschafter Mike Waltz kündigte dabei auch eine strategische Überprüfung der MINURSO-Mission in Marokko an. Das ist für den Konflikt politisch bedeutsam, weil Washington damit kurz vor der nächsten Befassung des UN-Sicherheitsrats die Zukunft eines langjährigen UN-Einsatzes offen infrage stellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Waltz äußerte sich am 20. März bei einer Anhörung des US-Kongresses in New York. Dort warb er für eine grundlegende Neuordnung der UN und für einen schärferen Kurs gegenüber aus Sicht Washingtons teuren und wenig wirksamen Missionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-will-langjahrige-un-missionen-nicht-unbegrenzt-fortfuhren"><span id="washington-will-langjaehrige-un-missionen-nicht-unbegrenzt-fortfuehren">Washington will langjährige UN-Missionen nicht unbegrenzt fortführen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der <a href="https://usun.usmission.gov/testimony-of-ambassador-mike-waltz-u-s-representative-to-the-united-nations-at-a-congressional-field-hearing-on-un-reform/">Rede</a> stand die Forderung, die UN wieder stärker auf ihr Kernmandat von Frieden und Sicherheit auszurichten. Waltz sagte, Friedensmissionen dürften Konflikte nicht auf Dauer verwalten, ohne <a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/" type="post" id="21301">politische Lösungen</a> voranzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die Westsahara formulierte er das besonders klar. „Wir prüfen eine strategische Überprüfung der Friedensmission in der Westsahara, die seit 50 Jahren dort ist“, sagte Waltz. Die Aussage macht deutlich, dass <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/" type="post" id="24487">Washington die MINURSO-Mission nicht mehr als selbstverständlich fortlaufenden Einsatz betrachtet</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-minurso-gerat-vor-nachster-sicherheitsratssitzung-unter-druck"><span id="minurso-geraet-vor-naechster-sicherheitsratssitzung-unter-druck">MINURSO gerät vor nächster Sicherheitsratssitzung unter Druck</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/طونوبيلات_د_المينورسو_فالعيون-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-25897 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/طونوبيلات_د_المينورسو_فالعيون-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/طونوبيلات_د_المينورسو_فالعيون-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/طونوبيلات_د_المينورسو_فالعيون-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/طونوبيلات_د_المينورسو_فالعيون-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/طونوبيلات_د_المينورسو_فالعيون-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/طونوبيلات_د_المينورسو_فالعيون-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/طونوبيلات_د_المينورسو_فالعيون.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Ankündigung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Im April befasst sich der UN-Sicherheitsrat erneut mit der Westsahara. Der amerikanische Vorstoß dürfte die <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Debatte über Auftrag, Dauer und politischen Nutzen der Mission zusätzlich verschärfen</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Waltz machte deutlich, dass Washington künftige Verlängerungen von Friedensmissionen stärker an politische Prozesse, Effizienz und messbare Ergebnisse knüpfen will. Genau in diesem Zusammenhang nannte er auch Einsätze im Südsudan und im Libanon.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-breit-angelegte-reformagenda-gegen-kosten-und-doppelstrukturen"><span id="breit-angelegte-reformagenda-gegen-kosten-und-doppelstrukturen">Breit angelegte Reformagenda gegen Kosten und Doppelstrukturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rede beschränkte sich nicht auf <a href="https://fokus-afrika.de/finanzkrise-gefaehrdet-polizeiarbeit-in-un-friedenseinsaetzen/" type="post" id="24377">Friedensmissionen</a>. Waltz kündigte einen weitreichenden Umbau der Vereinten Nationen an. Die USA drängen auf eine schlankere Organisation, weniger Doppelstrukturen und geringere Personalkosten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-25898 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ-1024x576.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ-768x432.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ-1536x864.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ-800x450.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ-1160x653.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HD3LVFqWkAAfTTQ.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Als Erfolg nannte er eine <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">Kürzung des regulären UN-Budgets um 15 Prozent</a>. Das entspreche 570 Millionen Dollar und führe zum Wegfall von fast <a href="https://fokus-afrika.de/undp-verlegt-300-arbeitsplaetze-von-new-york-nach-bonn/" type="post" id="23719">3000 Stellen am Hauptsitz</a>. Für die Vereinigten Staaten bedeute das nach seinen Angaben eine Entlastung von 126 Millionen Dollar.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem verwies Waltz auf den Versuch, die Zahl der Friedenstruppen um 25 Prozent zu senken. Künftig solle auch die Erstattung für Ausrüstung strenger geregelt werden. Staaten sollen nicht mehr allein dafür Geld erhalten, dass sie Material bereitstellen, sondern nur noch dann, wenn dieses auch tatsächlich im Einsatz genutzt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-wollen-starkeren-politischen-und-personellen-einfluss"><span id="usa-wollen-staerkeren-politischen-und-personellen-einfluss">USA wollen stärkeren politischen und personellen Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Waltz verband die Reformforderungen mit einem machtpolitischen Anspruch. Die Vereinigten Staaten würden <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" type="post" id="23396">keine Organisationen finanzieren</a>, die gegen amerikanische Interessen handelten. Zugleich betonte er, Washington wolle bei der <a href="https://fokus-afrika.de/wer-wird-der-naechste-un-generalsekretaer/" type="post" id="23580">anstehenden Wahl einer neuen UN-Generalsekretärin oder eines neuen UN-Generalsekretärs</a> Reformen ganz oben auf die Tagesordnung setzen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Auch personell wollen die USA ihren Einfluss ausbauen. Waltz sagte, Washington werde künftig verstärkt auf qualifizierte Amerikaner in Führungspositionen innerhalb des UN-Systems drängen, nicht nur in New York, sondern auch in Genf, Wien und Nairobi.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-un-soll-aus-sicht-washingtons-kleiner-und-politischer-werden"><span id="un-soll-aus-sicht-washingtons-kleiner-und-politischer-werden">UN soll aus Sicht Washingtons kleiner und politischer werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede zeichnete Waltz das Bild einer UN, die aus amerikanischer Sicht über Jahre gewachsen ist, ohne in gleichem Maß mehr Sicherheit zu schaffen. Er sprach von einer Vervierfachung des UN-Budgets in den vergangenen 25 Jahren und stellte dem die ausbleibenden Fortschritte bei Frieden und Stabilität gegenüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Leitgedanke war dabei klar. Die Vereinten Nationen sollen nach dem Willen Washingtons kleiner, günstiger und politisch stärker auf konkrete Ergebnisse ausgerichtet werden. Die <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/">strategische Überprüfung</a> der MINURSO-Mission in Marokko ist Teil dieses Kurses.</p>
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			<media:title type="html">USA setzen UN unter Reformdruck und nehmen MINURSO ins Visier</media:title>
			<media:description type="html">Neue Dynamik im Westsahara-Konflikt: Die USA stellen die Zukunft der UN-Mission MINURSO offen infrage - die UN muss sparen.</media:description>
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		<title>Russlands Botschafter wirbt für Ausbau der Partnerschaft mit Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russlands-botschafter-wirbt-fuer-ausbau-der-partnerschaft-mit-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 10:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Russland hat zum zehnten Jahrestag der vertieften strategischen Partnerschaft mit Marokko für einen weiteren Ausbau der bilateralen Beziehungen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frusslands-botschafter-wirbt-fuer-ausbau-der-partnerschaft-mit-marokko%2F&amp;action_name=Russlands%20Botschafter%20wirbt%20f%C3%BCr%20Ausbau%20der%20Partnerschaft%20mit%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/russlands-botschafter-wirbt-fuer-ausbau-der-partnerschaft-mit-marokko/">Russlands Botschafter wirbt für Ausbau der Partnerschaft mit Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Russland hat zum zehnten Jahrestag der vertieften strategischen Partnerschaft mit Marokko für einen weiteren Ausbau der bilateralen Beziehungen geworben. Am 17. März sagte Russlands Botschafter in Rabat, Wladimir Baibakov, die Zusammenarbeit habe sich über Jahre „stetig und erfolgreich“ entwickelt und gewinne weiter an Dynamik. Er stellte dabei neue wirtschaftliche, logistische und afrikanische Kooperationsfelder in den Vordergrund. Für Marokko ist das auch deshalb relevant, weil Moskau das Königreich ausdrücklich als wirtschaftlichen Schlüsselpartner in Afrika und als Knotenpunkt für Projekte in Richtung Sahel beschreibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-moskau-hebt-politische-stabilitat-der-beziehungen-hervor"><span id="moskau-hebt-politische-stabilitaet-der-beziehungen-hervor">Moskau hebt politische Stabilität der Beziehungen hervor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Baibakov sagte im Gespräch mit der marokkanischen Nachrichtenagentur <em><a href="https://www.mapexpress.ma/ar/actualite/الشراكة-الاستراتيجية-بين-الرباط-وموس/الآراء-و-حوارات/">MAP</a></em>, die strategische Partnerschaft zwischen Rabat und Moskau beruhe auf gegenseitigem Respekt, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten sowie auf der Berücksichtigung kultureller und nationaler Werte und der jeweiligen Prioritäten beider Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Botschafter erinnerte daran, dass König Mohammed VI. bereits 2002 bei seinem ersten Besuch in Moskau gemeinsam mit Präsident Wladimir Putin die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern unterzeichnet hatte. Bei einem weiteren Besuch am 15. März 2016 sei dann eine Erklärung zur Entwicklung einer vertieften strategischen Zusammenarbeit sowie mehrere bilaterale Abkommen unterzeichnet worden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-und-fischerei-im-mittelpunkt"><span id="wirtschaft-und-fischerei-im-mittelpunkt">Wirtschaft und Fischerei im Mittelpunkt</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des Botschafters zählt Marokko zu den wichtigsten Handels- und Wirtschaftspartnern Russlands in Afrika. Als Beleg nannte er die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-russland-vertiefen-strategische-zusammenarbeit-in-moskau/" type="post" id="20898">achte Sitzung der gemischten russisch-marokkanischen Regierungskommission </a>für wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit, die im Oktober vergangenen Jahres in Moskau stattfand. Dort sei auch ein neues Abkommen im Bereich Fischerei unterzeichnet worden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20899 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Baibakov verwies zudem auf weitere Felder, in denen russische Unternehmen Interesse an Investitionen zeigten. Dazu gehörten Landwirtschaft, Wassermanagement, Industrie, Pharmazie, Bau, Tourismus und große Vorhaben der digitalen Transformation.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sagte er, unter den aktuellen Bedingungen komme dem Aufbau einer „zuverlässigen und modernen logistischen und finanziellen Infrastruktur“ besondere Bedeutung zu. Wichtige Schritte in diese Richtung seien bereits bei der Sitzung der gemischten Kommission in Moskau besprochen worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-partner-fur-afrika-und-den-sahel"><span id="marokko-als-partner-fuer-afrika-und-den-sahel">Marokko als Partner für Afrika und den Sahel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Botschafter rückte Marokko auch als Brücke nach Afrika in den Mittelpunkt. Eine verstärkte dreiseitige Partnerschaft zwischen Russland, Marokko und Afrika trage nicht nur zur Festigung der bilateralen Beziehungen bei, sondern auch zur Entwicklung des Kontinents und zu einer <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">stärkeren Rolle Afrikas im internationalen System</a>, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verwies Baibakov auf Marokkos Rolle als einer der wichtigsten Investoren in Afrika. In diesem Zusammenhang äußerte er sich auch positiv zu den von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/konig/" type="post_tag" id="518">König</a> Mohammed VI. <a href="https://fokus-afrika.de/kraftwerk-sa-majeste-le-roi-mohammed-vi-startet-in-niger/" type="post" id="13062">angestoßenen Initiativen</a> zugunsten Afrikas und der Sahel-Staaten. Ihre Umsetzung könne die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents beschleunigen und regionale Probleme schneller angehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="719" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/image-22-01-26-06-14.jpeg" alt="" class="wp-image-25837 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/image-22-01-26-06-14.jpeg 719w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/image-22-01-26-06-14-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/image-22-01-26-06-14-380x254.jpeg 380w" sizes="(max-width: 719px) 100vw, 719px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders ausführlich sprach er über die <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/" type="post" id="11804">Atlantik-Initiative</a>, die auf bessere Verkehrs- und Infrastrukturverbindungen sowie mehr innerafrikanischen Handel ziele. Auch der Zugang der Sahel-Staaten zum Atlantik über marokkanische Infrastruktur könne aus seiner Sicht neue Möglichkeiten für Transport, Logistik und große Infrastrukturprojekte schaffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum <a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-beim-afrikanischen-atlantik-gaspipeline-projekt/" type="post" id="9646">afrikanisch-atlantischen Gaspipeline-Projekt</a> sagte Baibakov, es könne zuverlässige, bezahlbare und nachhaltige Energie liefern. Das sei ein zentraler Faktor für Industrialisierung, regionale Integration und wirtschaftliche Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-bildung-und-tourismus-als-weitere-felder"><span id="sicherheit-bildung-und-tourismus-als-weitere-felder">Sicherheit, Bildung und Tourismus als weitere Felder</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-682x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25838 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-682x1024.jpg 682w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-768x1152.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6-800x1200.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Контент-файлы-сайта-Посольство-РФ-в-Марокко-d4b9b432747f4203d3803b0e66af6025c90cff70b6.jpg 853w" sizes="(max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben Wirtschaft und Infrastruktur nannte der Botschafter weitere Bereiche, in denen sich die Beziehungen aus seiner Sicht vertieft haben. Er sprach von Fortschritten in den parlamentarischen, sportlichen und kulturellen Beziehungen sowie in der Bildungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Tourismus zwischen beiden Ländern nehme weiter zu. Baibakov führte das auf zusätzliche Direktflüge der marokkanischen Fluggesellschaft <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-baut-tourismuspartnerschaften-mit-deutschland-auf-der-itb-berlin-aus/" type="post" id="25363">Royal Air Maroc</a> zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus verwies er auf die <a href="https://fokus-afrika.de/wer-finanziert-die-terrorismusbekaempfung/" type="post" id="25314">Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung</a> und bei Fragen von Sicherheit und Stabilität in der Region, einschließlich der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/" type="post_tag" id="527">Sahara</a> und des <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Sahel</a>. Russland unterstütze zudem die Arbeit des regionalen Büros der Vereinten Nationen für Terrorismusbekämpfung in Rabat.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fussball-und-technik-als-mogliche-nachste-schritte"><span id="fussball-und-technik-als-moegliche-naechste-schritte">Fußball und Technik als mögliche nächste Schritte</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für die weitere Entwicklung der Partnerschaft sieht Moskau nach Darstellung des Botschafters noch ungenutztes Potenzial. Baibakov sagte, die Beziehungen verfügten wegen ihres strategischen Charakters, der engen Freundschaft zwischen beiden Völkern und der Dynamik beider Volkswirtschaften über breite Perspektiven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als mögliche Felder für neue Kooperation nannte er vor allem technische Zusammenarbeit und den Sport. Gerade der Fußball könne die Partnerschaft zusätzlich stärken, sagte er mit Blick auf die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-bereitet-sich-intensiv-auf-die-fifa-weltmeisterschaft-2030-vor/" type="post" id="12910">Fußball-Weltmeisterschaft 2030</a>, die Marokko gemeinsam mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/" type="post_tag" id="555">Spanien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/portugal/" type="post_tag" id="548">Portugal</a> ausrichten wird.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Türkischer Hersteller Baykar startet bald Drohnenproduktion in Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tuerkischer-hersteller-baykar-startet-bald-drohnenproduktion-in-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 20:18:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
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<p>Der türkische Drohnenhersteller Baykar hat über seine marokkanische Tochtergesellschaft Atlas Defence erste Stellen für das geplante UAV-Werk in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftuerkischer-hersteller-baykar-startet-bald-drohnenproduktion-in-marokko%2F&amp;action_name=T%C3%BCrkischer%20Hersteller%20Baykar%20startet%20bald%20Drohnenproduktion%20in%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der türkische Drohnenhersteller Baykar hat über seine marokkanische Tochtergesellschaft Atlas Defence erste Stellen für das geplante UAV-Werk in Benslimane ausgeschrieben. Am 20. Februar wurden fünf technische Positionen veröffentlicht, was auf konkrete Fortschritte beim Aufbau der Anlage hindeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ausgeschriebenen Stellen umfassen Mechanik-, Struktur-, Lackier- und Elektroniktechniker sowie einen Testpiloten. Alle Positionen sind in Benslimane angesiedelt und betreffen Wartung, Instandsetzung, Überholung und Flugerprobung von unbemannten Luftfahrzeugen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-atlas-defence-offiziell-registriert"><span id="atlas-defence-offiziell-registriert">Atlas Defence offiziell registriert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Atlas Defence wurde am 5. Dezember 2024 im marokkanischen Handelsregister eingetragen. Die Eintragung wurde im Amtsblatt Nr. 5857 vom 29. Januar 2025 bestätigt. Das Unternehmen mit Sitz in Rabat verfügt über ein eingezahltes Kapital von 2,5 Millionen Dirham (entspricht ca. 232.000 Euro).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesellschaft ist zu gleichen Teilen im Besitz von Lütfü Haluk Bayraktar und Selçuk Bayraktar. Letzterer ist Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Baykar_Bayraktar_TB3_Teknofest_2025-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Laut Unternehmensangaben decken die Aktivitäten die Konzeption, Herstellung und Wartung von Drohnen sowie die Produktion von Ersatzteilen und technologischen Systemen für die Verteidigungsindustrie ab. Die Gründung einer lokalen Gesellschaft entspricht marokkanischen Vorschriften, wonach ausländische Anbieter für Wartungs- und Ersatzteilleistungen im Land registriert sein müssen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-unterschiedliche-einschatzungen-zum-projektumfang-von-baykar-in-marokko"><span id="unterschiedliche-einschaetzungen-zum-projektumfang-von-baykar-in-marokko">Unterschiedliche Einschätzungen zum Projektumfang von Baykar in Marokko</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über den Umfang der geplanten Anlage bestehen unterschiedliche Einschätzungen. Eine mit dem Vorgang vertraute Quelle erklärte gegenüber dem Portal <em>Middle East Eye</em>, Baykar habe die Tochtergesellschaft primär zur Wartung bereits an Marokko gelieferter Drohnen gegründet. Das vergleichsweise niedrige Stammkapital spreche gegen den Aufbau einer vollständigen Produktionslinie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere mit dem Projekt befasste Quellen berichten hingegen von einer Anlage zur Herstellung eines spezifisch für marokkanische Anforderungen entwickelten Systems, das entweder auf der Plattform Bayraktar TB2 oder Akinci basieren und eine explosive Nutzlast umfassen könne.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-langjahrige-militarische-kooperation"><span id="langjaehrige-militaerische-kooperation">Langjährige militärische Kooperation</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="674" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg-1024x674.jpeg" alt="" class="wp-image-25014 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg-1024x674.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg-300x197.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg-768x505.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg-1536x1010.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg-380x250.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg-800x526.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg-1160x763.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/1my1yOgSSApW_TA5kWNreovp_ssn46ABxuyh-aefixJlFGt27oYLorbC25RzoG5GQL_M9YJtjediIGRAKJBKnaBoM77fPOzYO-SxlEcjmDg.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko erhielt im September 2021 erstmals 13 bewaffnete Bayraktar-TB2-Drohnen in einem Geschäft im Umfang von rund 70 Millionen US-Dollar. Eine weitere Lieferung erfolgte im August 2024. Die TB2-Systeme werden nach Angaben aus Rabat insbesondere zur Überwachung des Gebiets östlich des Berms in der Sahara eingesetzt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">2025 bestätigten die Königlichen Streitkräfte den Erwerb der weiterentwickelten Akinci-Kampfdrohne. Militärangehörige absolvierten zuvor Spezialausbildungen in Baykars Produktionsstätten in der Türkei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Standort Benslimane liegt rund 50 Kilometer südöstlich von Casablanca in der Nähe einer logistischen Basis der marokkanischen Luftwaffe. In derselben Industriezone ist ein Wartungs- und Modernisierungszentrum von Lockheed Martin für F-16- und C-130-Flugzeuge geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Atlas Defence entsteht neben dem israelischen Hersteller BlueBird Aero Systems ein weiterer ausländischer Drohnenproduzent mit Präsenz in Benslimane. Die Projekte sollen sowohl den Bedarf der Königlichen Streitkräfte decken als auch perspektivisch den afrikanischen Markt adressieren.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Westsahara: USA bringen Marokko, Algerien, Polisario und Mauretanien an einen Tisch</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2026 20:11:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Madrid haben erstmals seit Jahren strukturierte Gespräche zur Zukunft der Westsahara begonnen. Vertreter Marokkos, Algeriens, Mauretaniens und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwestsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch%2F&amp;action_name=Westsahara%3A%20USA%20bringen%20Marokko%2C%20Algerien%2C%20Polisario%20und%20Mauretanien%20an%20einen%20Tisch&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/">Westsahara: USA bringen Marokko, Algerien, Polisario und Mauretanien an einen Tisch</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Madrid haben erstmals seit Jahren strukturierte Gespräche zur Zukunft der Westsahara begonnen. Vertreter Marokkos, Algeriens, Mauretaniens und der Frente Polisario kamen unter maßgeblicher Vermittlung der Vereinigten Staaten zusammen. Im Mittelpunkt stand der marokkanische Autonomieplan, der von den Teilnehmern als einzige Grundlage für die weiteren technischen Gespräche akzeptiert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche fanden Anfang Februar unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der US-amerikanischen Botschaft in Madrid statt. Sie markieren den Auftakt eines neuen Verhandlungszyklus, der auf eine politische Lösung des seit Jahrzehnten bestehenden Konflikts rund um die Region der Westsahara abzielt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-ubernehmen-zentrale-vermittlerrolle"><span id="usa-uebernehmen-zentrale-vermittlerrolle">USA übernehmen zentrale Vermittlerrolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation und Leitung der Gespräche lag bei den Vereinigten Staaten. Die US-Delegation wurde von Massad Boulos, Berater des US-Präsidenten für Afrika, sowie dem US-Vertreter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, geführt. Auch der persönliche Gesandte des UN-Generalsekretärs für die Westsahara, Staffan de Mistura, nahm teil. Auf Seiten der Staaten Marokko, Algerien und Mauretanien nahmen die jeweiligen Außenminister teil. </p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Under <a href="https://twitter.com/POTUS?ref_src=twsrc%5Etfw">@POTUS</a>’ leadership, the United States remains committed to a just, lasting, and mutually-acceptable solution that advances durable peace and a better future for all in the region. <a href="https://t.co/K8R8LHixss">https://t.co/K8R8LHixss</a></p>— U.S. Senior Advisor for Arab and African Affairs (@US_SrAdvisorAF) <a href="https://twitter.com/US_SrAdvisorAF/status/2020923279893303424?ref_src=twsrc%5Etfw">February 9, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Wahl des Verhandlungsortes und der organisatorischen Federführung signalisierten die Vereinigten Staaten ihren <a href="https://fokus-afrika.de/massad-boulos-bekraeftigt-us-position-zum-westsahara-konflikt/">Anspruch, den politischen Prozess aktiv zu steuern</a>. Die Rolle der <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Vereinten Nationen beschränkte sich dabei auf eine begleitende Funktion</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-autonomieplan-fur-die-westsahara-als-einziger-referenzrahmen"><span id="autonomieplan-fuer-die-westsahara-als-einziger-referenzrahmen">Autonomieplan für die Westsahara als einziger Referenzrahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus Verhandlungskreisen wurde der aktualisierte marokkanische Autonomieplan als einziges Dokument anerkannt, das als Grundlage für die technischen Beratungen dient. Das rund 40 Seiten umfassende Papier beschreibt institutionelle, rechtliche und finanzielle Strukturen einer <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">autonomen Verwaltung</a> der südlichen Provinzen unter marokkanischer Souveränität. Dabei soll der vorliegende Autonomieplan sich an die föderalen Systeme <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-vereinigtes-koenigreich-bekraeftigen-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan/" type="post" id="19693">Großbritanniens</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/" type="post" id="12016">Frankreichs</a> orientieren. Die Verteilung von Kompetenzfeldern zwischen Provinzen und Staat erinnert dabei auch an Kernelemente des deutschen Föderalismus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="543" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAuoZvgXcAAdsI3-1024x543.jpeg" alt="" class="wp-image-24489 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAuoZvgXcAAdsI3-1024x543.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAuoZvgXcAAdsI3-300x159.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAuoZvgXcAAdsI3-768x407.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAuoZvgXcAAdsI3-380x201.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAuoZvgXcAAdsI3-800x424.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAuoZvgXcAAdsI3-1160x615.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HAuoZvgXcAAdsI3.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit wurden alternative Vorschläge, die in der Vergangenheit von Algerien und der Frente Polisario vertreten wurden, nicht weiterverfolgt. Die Gespräche konzentrieren sich ausschließlich auf Ausgestaltung, Umfang und Umsetzung der Autonomieregelung.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-einrichtung-eines-technischen-ausschusses"><span id="einrichtung-eines-technischen-ausschusses">Einrichtung eines technischen Ausschusses</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer einigten sich zudem auf die Einrichtung eines ständigen technischen Ausschusses. Dieses Gremium soll sich mit konkreten Fragen der Umsetzung befassen, darunter Verwaltungsstrukturen, fiskalische Kompetenzen, Justizorganisation und lokale Sicherheitsarchitektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschuss soll sich aus Fachvertretern Marokkos, Algeriens und Mauretaniens zusammensetzen und unter gemeinsamer Aufsicht der Vereinigten Staaten und der Vereinten Nationen arbeiten. Ziel ist die Ausarbeitung eines umsetzungsfähigen Modells, das als Grundlage für ein politisches Rahmenabkommen dienen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algerien-und-polisario-unter-neuem-verhandlungsdruck"><span id="algerien-und-polisario-unter-neuem-verhandlungsdruck">Algerien und Polisario unter neuem Verhandlungsdruck</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24490 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/G_sED5WXsAALC_5.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnahme Algeriens an dem neuen Format stellt eine Abkehr von der bisherigen Zurückhaltung dar. In den vergangenen Jahren hatte Algier eine direkte Beteiligung an vergleichbaren Gesprächsrunden abgelehnt und auf eine bilaterale Auseinandersetzung zwischen Marokko und der Polisario verwiesen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nun saß Algerien erstmals wieder gemeinsam mit allen Beteiligten an einem Tisch. Auch die Delegation der Frente Polisario nahm teil, obwohl ihre <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Verhandlungsposition deutlich eingeschränkt</a> ist. Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen wurde ihr signalisiert, dass ausschließlich der Autonomieansatz verhandelt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kein-gemeinsames-foto-nach-den-verhandlungen"><span id="kein-gemeinsames-foto-nach-den-verhandlungen">Kein gemeinsames Foto nach den Verhandlungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der erzielten Einigungen kam es in einzelnen Punkten zu Spannungen. So lehnte die algerische Delegation eine gemeinsame öffentliche Darstellung mit der marokkanischen Seite ab. Ein geplantes Gruppenfoto kam nicht zustande, nachdem Algerien eine solche Geste als politische Vorfestlegung ablehnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich blieb die Auslegung des Begriffs Selbstbestimmung ein weiterer Streitpunkt. Marokko vertritt die Position, dass diese im Rahmen der Autonomie ausgeübt wird. Algerien hielt an einer klassischen Interpretation fest, konnte sich damit jedoch nicht durchsetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-weitere-gesprache-in-washington-geplant"><span id="weitere-gespraeche-in-washington-geplant">Weitere Gespräche in Washington geplant</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten streben eine <a href="https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/" type="post" id="20978">Fortsetzung des Prozesses</a> an. Für Mai ist ein weiteres Treffen in Washington vorgesehen, bei dem ein politisches Rahmenabkommen unterzeichnet werden soll. Ziel ist es, die technischen Arbeiten des Ausschusses in eine verbindliche politische Vereinbarung zu überführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Madrider Gespräche markieren damit einen methodischen Wandel. Der Fokus liegt nicht mehr auf grundsätzlichen Positionsdebatten, sondern auf der technischen Ausgestaltung einer konkreten Lösung, begleitet und kontrolliert von den Vereinigten Staaten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 17:08:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Nordafrika]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bei einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats zur Terrorismusbekämpfung in Nordafrika ist es zu einer scharfen Auseinandersetzung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel%2F&amp;action_name=US-Senat%3A%20Kontroverse%20um%20Polisario-Front%20und%20Terrorismus%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats zur Terrorismusbekämpfung in Nordafrika ist es zu einer scharfen Auseinandersetzung über die Rolle der Polisario-Front gekommen. Der republikanische Senator <strong>Ted Cruz</strong> warf Vertretern des US-Außenministeriums vor, mutmaßliche Verbindungen der Bewegung zu terroristischen Akteuren bewusst nicht zu benennen. Die <a href="https://www.foreign.senate.gov/hearings/countering-terrorism-in-north-africa-opportunities-and-challenges">Anhörung</a> fand vor dem Hintergrund anhaltender Instabilität im Sahel sowie wachsender sicherheitspolitischer Spannungen in Nordafrika statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-anhorung-zu-terrorismus-in-nordafrika"><span id="anhoerung-zu-terrorismus-in-nordafrika">Anhörung zu Terrorismus in Nordafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte entfaltete sich im Rahmen der Sitzung „Countering Terrorism in North Africa: Opportunities and Challenges“ des Senatsunterausschusses für den Nahen Osten, Südasien, Zentralasien und Terrorismusbekämpfung. Ziel der Anhörung war es, die US-Strategie zur Eindämmung <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-terrorismus-in-subsahara-afrika/" type="post" id="11697">terroristischer Bedrohungen</a> in Nordafrika und im Sahel zu beleuchten. Als Zeugen traten <strong>Robert J. Palladino</strong>, leitender Beamter im Bureau of Near Eastern Affairs des US-Außenministeriums, sowie <strong>Joel Borkert</strong>, stellvertretender Koordinator im Bureau of Counterterrorism, auf.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/QTmULZjZrxg?si=MWb-MX2corJcANLj" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Palladino hob in seiner <a href="https://www.foreign.senate.gov/imo/media/doc/137af5b9-d09d-f7cd-d673-ab0f5453f6b4/020326_Palladino_Testimony.pdf">vorbereiteten Stellungnahme</a> hervor, dass Nordafrika für die US-Sicherheitsinteressen von zentraler Bedeutung sei. Die Vereinigten Staaten arbeiteten eng mit regionalen Partnern zusammen, um terroristische Aktivitäten frühzeitig zu unterbinden und ein Übergreifen der Gewalt aus dem Sahel zu verhindern. Besonders Staaten wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a>, Marokko und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> hätten ihre Fähigkeiten in der Terrorismusbekämpfung in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Laut Angaben des US-Außenministeriums seien diese Länder zunehmend in der Lage, sicherheitspolitische Verantwortung über die eigenen Grenzen hinaus zu übernehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-algerien-und-russland-warnung-vor-caatsa-sanktionen-wegen-kampfjet-kaufen"><span id="algerien-und-russland-warnung-vor-caatsa-sanktionen-wegen-kampfjet-kaeufen">Algerien und Russland: Warnung vor CAATSA-Sanktionen wegen Kampfjet-Käufen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Debatte um Terrorismus im Sahel und die Polisario-Front wurde Algeriens Rüstungsbeschaffung thematisiert. Auf eine Nachfrage der demokratischen Senatorin Jeanne Shaheen sagte Palladino, man habe entsprechende Medienberichte gesehen und halte sie für „besorgniserregend“. Derartige Transaktionen könnten Sanktionen nach dem US-Gesetz CAATSA auslösen. Palladino betonte, Washington verfolge die Lage „sehr genau“ und könne Details in einem vertraulichen Rahmen mit Senatorinnen und Senatoren erörtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien kündigte im Februar 2025 an, Kampfjets der fünften Generation vom Typ Su-57 aus Russland zu erhalten. Zugleich wurde bekannt, dass algerische Piloten zur Ausbildung für diese Flugzeuge nach Russland entsandt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-von-ted-cruz-an-ausweichenden-antworten"><span id="kritik-von-ted-cruz-an-ausweichenden-antworten">Kritik von Ted Cruz an „ausweichenden Antworten“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Anhörung stand die wiederholte Nachfrage von Ted Cruz zur Polisario-Front. Der Senator bezog sich auf Passagen aus Palladinos schriftlicher Aussage, in denen Algerien als „kritische Säule regionaler Stabilität“ bezeichnet und zugleich auf „terroristische Aktivitäten im Sahel“ verwiesen wurde. Cruz fragte, ob <a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsverletzungen-in-den-tindouf-lagern-bei-un-sitzung-in-genf-angeprangert/" type="post" id="10960">diese Hinweise</a> die Polisario-Front beträfen, die im Kontext des Westsahara-Konflikts agiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-24302 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1024x678.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-768x508.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-380x251.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-800x529.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1160x768.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Cruz erklärte, der Iran versuche, die Polisario-Front zu einer Stellvertreterkraft nach dem Vorbild der Huthi-Bewegung im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/yemen/" type="post_tag" id="589">Jemen</a> aufzubauen. Er verwies auf mutmaßliche Verbindungen zu iranischen Akteuren sowie auf Waffenlieferungen und logistische Unterstützung. „Ich glaube, sie sollten als Terrororganisation eingestuft werden“, sagte Cruz und bestätigte, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorbereitet zu haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Palladino wich einer direkten Antwort aus und betonte stattdessen die US-Position, alle Konfliktparteien in der Westsahara in Gespräche einzubinden, um eine „dauerhafte und tragfähige Lösung“ zu erreichen. Die US-Regierung bewerte fortlaufend Bedrohungen für das amerikanische Staatsgebiet, erklärte der Beamte, ohne die Polisario-Front explizit zu nennen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-des-bureau-of-counterterrorism"><span id="rolle-des-bureau-of-counterterrorism">Rolle des Bureau of Counterterrorism</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="764" height="992" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert.png" alt="" class="wp-image-24304 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert.png 764w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert-231x300.png 231w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert-380x493.png 380w" sizes="(max-width: 764px) 100vw, 764px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Joel Borkert vermied es, die Polisario-Front ausdrücklich in den Kreis der von den USA beobachteten terroristischen Bedrohungen einzubeziehen. In seiner <a href="https://www.foreign.senate.gov/imo/media/doc/137af5b9-d09d-f7cd-d673-ab0f5453f6b4/020326_Borkert_Testimony.pdf">Stellungnahme</a> schilderte er ein komplexes Sicherheitsumfeld, in dem instabile Grenzregionen im Sahel terroristischen Netzwerken Bewegungsfreiheit böten. Iranische Stellvertreterorganisationen, die Aktivitäten des <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/" type="post" id="24278">sogenannten Islamischen Staates</a> sowie ungelöste Konflikte im Nahen Osten wirkten destabilisierend auf Nordafrika und Westafrika.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Borkert verwies auf konkrete Erfolge der US-Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Partnern. So hätten US-ausgebildete Sicherheitskräfte in Tunesien Anfang 2026 eine mutmaßliche IS-Zelle zerschlagen. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> wiederum nutze US-unterstützte Ausbildungsprogramme, um Sicherheitskräfte aus Ländern südlich der Sahara zu schulen. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, <a href="https://fokus-afrika.de/zusammenarbeit-im-kampf-gegen-terrorismus-zwei-is-unterstuetzer-in-spanien-verhaftet/">terroristische Netzwerke</a> zu schwächen, bevor sie US-Interessen oder Verbündete bedrohen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-zu-iranischen-und-regionalen-verbindungen"><span id="vorwuerfe-zu-iranischen-und-regionalen-verbindungen">Vorwürfe zu iranischen und regionalen Verbindungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz kritisierte die Antworten der Regierungsvertreter als „voller Worte, aber ohne Substanz“. Er fragte beide Zeugen direkt, ob sie angewiesen worden seien, nichts Negatives über die Polisario-Front zu sagen. Sowohl Palladino als auch Borkert verneinten dies. Cruz kommentierte daraufhin, der Eindruck einer bewussten Auslassung bleibe dennoch bestehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="552" height="692" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1.png" alt="" class="wp-image-24303 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1.png 552w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1-239x300.png 239w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1-380x476.png 380w" sizes="(max-width: 552px) 100vw, 552px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte knüpft an eine breitere Diskussion in den USA an, in der Teile des Kongresses eine härtere Gangart gegenüber der Polisario-Front fordern. Bereits 2025 hatten mehrere republikanische Abgeordnete Gesetzesinitiativen eingebracht, die eine Einstufung der Bewegung als ausländische Terrororganisation prüfen lassen sollen. Befürworter verweisen auf Berichte über Verbindungen zu extremistischen Netzwerken im Sahel sowie auf die geopolitische Dimension des <a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/" type="post" id="21301">Westsahara-Konflikts</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein <a href="https://s3.us-east-1.amazonaws.com/media.hudson.org/The+Strategic+Case+for+Designating+the+Polisario+Front+as+a+Foreign+Terrorist+Organization+Zineb+Riboua.pdf">Policy-Papier des Hudson Institute</a> argumentiert, die Aktivitäten der Polisario-Front erfüllten die gesetzlichen Kriterien für eine Terrorlistung. Genannt werden unter anderem die Verletzung von Waffenstillstandsvereinbarungen, die Zweckentfremdung humanitärer Hilfe und mutmaßliche Kooperationen mit Akteuren wie der Hisbollah sowie mit iranischen Strukturen. Die Autorin sieht darin nicht nur ein regionales, sondern auch ein <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">strategisches Problem für US-Interessen</a> in Afrika.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel%2F&action_name=US-Senat%3A%20Kontroverse%20um%20Polisario-Front%20und%20Terrorismus%20im%20Sahel&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</media:title>
			<media:description type="html">US-Anhörung zu Terrorismus in Nordafrika: Senator Ted Cruz fordert Klarheit zur Polisario-Front – das Außenministerium bleibt vage.</media:description>
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			<media:title type="html">Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_(NHQ202504090004)</media:title>
			<media:description type="html">Sen. Ted Cruz, R-Texas, Chairman of the Senate Committee on Commerce, Science, and Transportation, questions Jared Isaacman, President Donald Trump’s nominee to be the next administrator of NASA, during a hearing, Wednesday, April 9, 2025, at the Russell Senate Office Building in Washington. Photo Credit: (NASA/Bill Ingalls)</media:description>
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			<media:title type="html">Joel-M.-Borkert</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>EU unterstützt Marokkos Autonomieplan für die Westsahara</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan-fuer-die-westsahara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 08:01:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Europäische Union und Marokko haben beim Treffen des Assoziationsrates in Brüssel eine Vertiefung ihrer Zusammenarbeit vereinbart. Die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan-fuer-die-westsahara%2F&amp;action_name=EU%20unterst%C3%BCtzt%20Marokkos%20Autonomieplan%20f%C3%BCr%20die%20Westsahara&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-unterstuetzt-marokkos-autonomieplan-fuer-die-westsahara/">EU unterstützt Marokkos Autonomieplan für die Westsahara</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union und Marokko haben beim Treffen des Assoziationsrates in Brüssel eine Vertiefung ihrer Zusammenarbeit vereinbart. Die 15. Sitzung wurde von EU-Außenbeauftragter Kaja Kallas und Marokkos Außenminister Nasser Bourita ko-geleitet, die EU-Kommission war durch Mittelmeer-Kommissarin Dubravka Šuica vertreten. Im Zentrum standen politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Fragen, die Umsetzung des Assoziationsabkommens von 1996 sowie regionale Konfliktlagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-30-jahre-assoziationsabkommen-als-anlass-fur-neujustierung"><span id="30-jahre-assoziationsabkommen-als-anlass-fuer-neujustierung">30 Jahre Assoziationsabkommen als Anlass für Neujustierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beratungen fanden nach Angaben beider Seiten im Vorfeld des 30. Jahrestags der Unterzeichnung des EU-Marokko-Assoziationsabkommens statt. In einem gemeinsamen Kommuniqué hoben beide Delegationen die jahrzehntelange Kooperation und die Absicht hervor, das Partnerschaftsformat weiterzuentwickeln und „auf Augenhöhe“ zu konsolidieren. Wie der <em><a href="https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/01/29/communique-conjoint-de-la-haute-representante-kaja-kallas-et-du-ministre-des-affaires-etrangeres-du-maroc-nasser-bourita-suite-a-la-tenue-du-quinzieme-conseil-d-association-ue-maroc/">Rat der Europäischen Union</a></em> mitteilt, bekräftigten beide Seiten ihre gemeinsame Verpflichtung, die Partnerschaft neu zu beleben und zu vertiefen.</p>



<iframe src="https://newsroom.consilium.europa.eu/embed/268038" height="270" width="480" frameborder="0" scrolling="no" allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen></iframe>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-vier-kooperationsraume-als-rahmen-der-zusammenarbeit"><span id="vier-kooperationsraeume-als-rahmen-der-zusammenarbeit">Vier Kooperationsräume als Rahmen der Zusammenarbeit</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">EU und Marokko verwiesen auf Fortschritte in vier als „strukturierend“ bezeichneten Kooperationsräumen. Genannt wurden ein Raum der Werte-Konvergenz, ein Raum der wirtschaftlichen Konvergenz und sozialen Kohäsion, ein Raum geteilter Kenntnisse sowie ein Raum politischer Abstimmung und verstärkter Sicherheitskooperation. Inhaltlich umfasst dies unter anderem inklusive und nachhaltige sozioökonomische Entwicklung, Handel und Investitionen, den grünen Übergang und Klimapolitik, Forschung und Innovation, Kultur, Migration und Mobilität sowie Prävention von gewalttätigem Extremismus und Zusammenarbeit in Sicherheit und Justiz.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2.jpg" alt="" class="wp-image-24133 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/28086df5-52a4-4915-ae64-6969cf32e792-2-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist größter Empfänger von EU-Finanzierungen in Nordafrika. Ergänzt werde dies durch strukturierende Investitionen der Europäischen Investitionsbank und Finanzierungsinstitutionen von EU-Mitgliedstaaten. Als Größenordnung werden für den Zeitraum 2021 bis 2024 rund 270 Millionen Euro pro Jahr genannt, bestehend aus bilateralen Zuweisungen und Mitteln unter dem EFSD+.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionalpolitik-gaza-ukraine-und-internationale-rechtsgrundsatze"><span id="regionalpolitik-gaza-ukraine-und-internationale-rechtsgrundsaetze">Regionalpolitik: Gaza, Ukraine und internationale Rechtsgrundsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">EU und Marokko bekräftigten ihren Bezug auf eine regelbasierte internationale Ordnung, wirksamen Multilateralismus und die Beachtung des Völkerrechts. Mit Blick auf den Nahen Osten verwiesen beide Seiten auf die Resolution 2803 (2025) des UN-Sicherheitsrates und betonten die Zwei-Staaten-Lösung als Grundlage für einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden. Im Fokus standen der <a href="https://fokus-afrika.de/koenigliche-mitteilung-marokko-ruft-zu-dauerhaften-frieden-in-gaza-auf/" type="post" id="13541">Schutz von Zivilisten in Gaza und der schnelle, sichere und ungehinderte Zugang humanitärer Hilfe</a> sowie die unabhängige Arbeit von UN-Organisationen und humanitären Akteuren. Zugleich wurde die Rolle des Al-Quds-Komitees genannt, das von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/konig/" type="post_tag" id="518">König</a> Mohammed VI. geleitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Ukraine verwiesen beide Seiten auf die Verpflichtung aller Staaten, in ihren internationalen Beziehungen auf Gewaltandrohung oder Gewaltanwendung zu verzichten. Sie betonten das Ziel eines umfassenden, gerechten und dauerhaften Friedens im <a href="https://fokus-afrika.de/un-generalversammlungspraesidentin-baerbock-verteidigt-die-un-charta-in-davos/" type="post" id="23810">Einklang mit UN-Charta</a> und Völkerrecht sowie die Unterstützung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine innerhalb international anerkannter Grenzen. Zudem wurde die Bedeutung von Rechenschaft für schwere Verstöße gegen das Völkerrecht hervorgehoben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sahara-eu-verweist-auf-un-prozess-und-resolution-2797-2025"><span id="sahara-eu-verweist-auf-un-prozess-und-resolution-2797-2025">Sahara: EU verweist auf UN-Prozess und Resolution 2797 (2025)</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der politischen Abstimmung war die Frage der Westsahara. Die europäische Seite verwies auf ihre Unterstützung eines UN-geführten Prozesses und nahm Bezug auf die <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Resolution 2797 </a>(2025) des UN-Sicherheitsrates. In dem Kommuniqué wird der <a href="https://fokus-afrika.de/un-marokkos-premierminister-akhannouch-bekraeftigt-autonomieplan-fuer-die-sahara/" type="post" id="20150">Autonomieplan Marokkos</a> als Grundlage genannt, auf der Verhandlungen ohne Vorbedingungen geführt werden sollen, um zu einer politischen, dauerhaften und gegenseitig akzeptablen Lösung zu gelangen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24135 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/eu-morocco-family-photo-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die EU erklärte, sie sei bereit, Konsultationen zwischen den Parteien im Rahmen der Vereinten Nationen zu unterstützen und die Arbeit des <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/" type="post" id="21428">Persönlichen Gesandten des UN-Generalsekretärs</a> zu begleiten. Zugleich begrüßte die EU die Bereitschaft Marokkos, die Modalitäten des Autonomieansatzes weiter zu erläutern.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nachbarschaftspolitik-atlantik-initiative-global-gateway-und-sahel-koordination"><span id="nachbarschaftspolitik-atlantik-initiative-global-gateway-und-sahel-koordination">Nachbarschaftspolitik: Atlantik-Initiative, Global Gateway und Sahel-Koordination</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">EU und Marokko tauschten sich auch über Entwicklungen in der gemeinsamen Nachbarschaft aus. Genannt wurden die Initiative der Atlantischen Afrikanischen Staaten sowie Projekte im Rahmen der <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-von-der-leyen-kuendigt-neue-afrika-schwerpunkte-an/" type="post" id="20672">EU-Strategie Global Gateway</a>. Beide Seiten kündigten an, die Kooperation in internationalen und regionalen Foren zu stärken, insbesondere im euro-mediterranen Raum und mit afrikanischen Partnern. Für die <a href="https://fokus-afrika.de/eu-marokko-gemeinsamer-parlamentarischer-ausschuss-diskutiert-ueber-sahel-mittelmeer-und-migration/" type="post" id="21500">Sahel-Region</a> wurde die Notwendigkeit betont, Stabilität, Sicherheit und Prosperität gemeinsam zu fördern, unter anderem durch koordinierte diplomatische Anstrengungen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">In diesem Kontext wurde auch der „Pakt für das Mittelmeer“ hervorgehoben, der am 28. November 2025 in Barcelona vorgestellt wurde. Die europäische Seite würdigte zudem Marokkos Rolle bei regionalen Kooperationsformaten, einschließlich der Ausrichtung einer hochrangigen „Retraite“ zur Zukunft der euro-mediterranen Beziehungen am 11. September 2025 in Rabat.</p>
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		<item>
		<title>Senegal und Marokko bekräftigen Partnerschaft jenseits sportlicher Spannungen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/senegal-und-marokko-bekraeftigen-partnerschaft-jenseits-sportlicher-spannungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 09:40:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der senegalesische Premierminister Ousmane Sonko hat bei einem offiziellen Besuch in Marokko die Belastbarkeit der bilateralen Beziehungen zwischen Dakar und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsenegal-und-marokko-bekraeftigen-partnerschaft-jenseits-sportlicher-spannungen%2F&amp;action_name=Senegal%20und%20Marokko%20bekr%C3%A4ftigen%20Partnerschaft%20jenseits%20sportlicher%20Spannungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-und-marokko-bekraeftigen-partnerschaft-jenseits-sportlicher-spannungen/">Senegal und Marokko bekräftigen Partnerschaft jenseits sportlicher Spannungen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der senegalesische Premierminister <strong>Ousmane Sonko</strong> hat bei einem offiziellen Besuch in Marokko die Belastbarkeit der bilateralen Beziehungen zwischen Dakar und Rabat betont. Anlass war die 15. Sitzung der gemeinsamen marokkanisch-senegalesischen Kommission in Rabat. Die Reise fand in einem politischen Umfeld statt, das noch von öffentlichen Debatten rund um die <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-ehrt-afrikameister-praesident-diomaye-zeichnet-die-lions-mit-geldpraemien-und-grundstuecken-aus/" type="post" id="23783">jüngste Endrunde des Afrika-Cups</a> geprägt war. Sonko wies jedoch den Eindruck zurück, es handele sich um eine diplomatische Beschwichtigungsmission. Sein Besuch sei vielmehr ein „Akt der Bestätigung, der Überwindung und der Neubegründung der Beziehungen auf Augenhöhe zweier Staaten, die einander respektieren, anerkennen und gemeinsam in die Zukunft blicken“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sportliche-emotionen-und-politische-einordnung"><span id="sportliche-emotionen-und-politische-einordnung">Sportliche Emotionen und politische Einordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede griff Sonko die jüngsten sportbezogenen Spannungen auf, ordnete sie jedoch klar ein. Der Sport habe die beiden Völker nicht gespalten, sondern ihre Beziehungen auf die Probe gestellt. Er habe Senegal und Marokko nicht gegeneinander aufgebracht, sondern die Intensität zweier nationaler Leidenschaften in einem gemeinsamen Raum sichtbar gemacht. Entgleisungen dürften weder geleugnet noch dramatisiert werden. Sie seien als emotionale Überschüsse zu verstehen, nicht als politische oder kulturelle Bruchlinien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="675" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_lxmrfXAAAFLaj-1024x675.jpeg" alt="" class="wp-image-23991 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_lxmrfXAAAFLaj-1024x675.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_lxmrfXAAAFLaj-300x198.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_lxmrfXAAAFLaj-768x506.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_lxmrfXAAAFLaj-380x251.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_lxmrfXAAAFLaj-800x528.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_lxmrfXAAAFLaj-1160x765.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_lxmrfXAAAFLaj.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Premierminister unterstrich, dass der Sport, so leidenschaftlich er auch erlebt werde, nicht geeignet sei, die Tiefe der Beziehungen zwischen zwei Staaten und Gesellschaften abzubilden. Die Beziehungen zwischen Senegal und Marokko seien zu komplex, historisch gewachsen und institutionell verankert, um durch sportliche Ereignisse infrage gestellt zu werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-historisch-gewachsene-verflechtungen"><span id="historisch-gewachsene-verflechtungen">Historisch gewachsene Verflechtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko verwies auf die lange Geschichte der Beziehungen beider Länder. Er sprach von tief verwurzelten menschlichen, spirituellen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen. Dazu zählten jahrhundertelange Handelsrouten, der Austausch von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bildung/" type="post_tag" id="349">Wissen</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/religion/" type="post_tag" id="368">religiöse Netzwerke</a>, Studierende und unternehmerische Aktivitäten. Diese historische Zirkulation habe Vertrauen zwischen den Staaten aufgebaut, das politische Wechsel und konjunkturelle Schwankungen überdauert habe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwgR_XwAAiR0X-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23992 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwgR_XwAAiR0X-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwgR_XwAAiR0X-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwgR_XwAAiR0X-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwgR_XwAAiR0X-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwgR_XwAAiR0X-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwgR_XwAAiR0X-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwgR_XwAAiR0X.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht des senegalesischen Regierungschefs liege die Bedeutung der aktuellen Reise gerade darin, dass beide Staaten in der Lage seien, emotionale Spitzen auszuhalten, ohne ihre strategische Partnerschaft infrage zu stellen. Zwei befreundete Völker könnten intensive Momente durchleben, ohne sich zu spalten. Die senegalesisch-marokkanische Freundschaft sei stärker als kurzfristige Emotionen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-15-sitzung-der-gemeinsamen-kommission-institutionelle-vertiefung"><span id="15-sitzung-der-gemeinsamen-kommission-institutionelle-vertiefung">15. Sitzung der gemeinsamen Kommission: institutionelle Vertiefung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den politischen Erklärungen stand die konkrete Zusammenarbeit im Mittelpunkt der 15. Sitzung der gemeinsamen Kommission. Der marokkanische Regierungschef <strong>Aziz Akhannouch</strong> eröffnete die Beratungen und hob die historischen kulturellen und menschlichen Austauschbeziehungen hervor, die über Jahrhunderte gewachsen seien. Diese hätten die Grundlage für eine dauerhafte und nicht nur punktuelle Partnerschaft geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Sitzung wurden insgesamt 17 Abkommen und Absichtserklärungen unterzeichnet. Sie betreffen unter anderem Infrastruktur, Verkehr, Hochschulbildung, berufliche Qualifizierung, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/digitalisierung/" type="post_tag" id="389">Digitalisierung</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/landwirtschaft/" type="post_tag" id="305">Landwirtschaft</a>, Fischerei, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/industrie/" type="post_tag" id="346">Industriepolitik</a> und die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen. Ziel ist es, die bilaterale Kooperation breiter aufzustellen und stärker zu institutionalisieren.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🇲🇦-🇸🇳| Les travaux de la 15 ème Grande Commission mixte de coopération Maroc-Sénégal ont été sanctionnés par la signature de 17 instruments juridiques, un communiqué conjoint et le procès verbal de la réunion<a href="https://twitter.com/ChefGov_ma?ref_src=twsrc%5Etfw">@ChefGov_ma</a><a href="https://twitter.com/SonkoOfficiel?ref_src=twsrc%5Etfw">@SonkoOfficiel</a> <a href="https://t.co/LJaoCoYq1j">pic.twitter.com/LJaoCoYq1j</a></p>— Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/2015800536948219905?ref_src=twsrc%5Etfw">January 26, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Akhannouch verwies zudem auf die strategische Dimension der marokkanischen Initiativen in Afrika, darunter der erleichterte Zugang der Sahelstaaten zum Atlantik sowie großangelegte Infrastrukturprojekte. In diesem Kontext wurde auch der <a href="https://fokus-afrika.de/fortschritte-beim-afrikanischen-atlantik-gaspipeline-projekt/" type="post" id="9646">geplante afrikanisch-atlantische Gaskorridor</a> zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> und Marokko als Symbol süd-südlicher Kooperation genannt, bei dem Senegal eine wichtige Rolle einnimmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-unterstutzung-und-regionale-fragen"><span id="politische-unterstuetzung-und-regionale-fragen">Politische Unterstützung und regionale Fragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war die politische Abstimmung auf regionaler und internationaler Ebene. Senegal bekräftigte im Rahmen der gemeinsamen Erklärung seine Unterstützung für die marokkanische Position in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/" type="post_tag" id="527">Westsahara</a>-Frage. Die senegalesische Seite verwies dabei auf den <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">Autonomieplan Marokkos</a> als aus ihrer Sicht realistische Grundlage für eine politische Lösung im Rahmen der Vereinten Nationen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwcxMXEAAhvK2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23993 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwcxMXEAAhvK2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwcxMXEAAhvK2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwcxMXEAAhvK2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwcxMXEAAhvK2-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwcxMXEAAhvK2-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwcxMXEAAhvK2-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_mwcxMXEAAhvK2.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Regierungschefs hoben zudem die Rolle der senegalesischen Gemeinschaft in Marokko und der marokkanischen Gemeinschaft im Senegal hervor. Diese <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/diaspora/" type="category" id="20">Diasporas</a> würden einen praktischen Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen leisten und das Partnerschaftsmodell im Alltag verankern.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-perspektiven-der-zusammenarbeit"><span id="perspektiven-der-zusammenarbeit">Perspektiven der Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko erklärte, die Arbeiten der gemeinsamen Kommission sollten einen gemeinsamen Horizont abstecken. Die bilateralen Beziehungen seien dazu bestimmt, dichter, strukturierter und ambitionierter zu werden. Die unterzeichneten Abkommen und die institutionelle Dynamik der Kommission zielten darauf ab, wirtschaftliche, kulturelle und politische Kooperation dauerhaft zu vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch des senegalesischen Premierministers fügt sich damit in eine längerfristige Strategie beider Staaten ein, ihre Partnerschaft unabhängig von situativen Spannungen weiterzuentwickeln und auf eine gemeinsame Projektion in Afrika und darüber hinaus auszurichten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tunesien, Algerien und Ägypten koordinieren Diplomatie zur Stabilisierung Libyens</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tunesien-algerien-und-aegypten-koordinieren-diplomatie-zur-stabilisierung-libyens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 08:48:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am 26. Januar 2026 haben die Außenminister Tunesiens, Algeriens und Ägyptens in Tunis ihre Abstimmung zur Libyen-Politik vertieft.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftunesien-algerien-und-aegypten-koordinieren-diplomatie-zur-stabilisierung-libyens%2F&amp;action_name=Tunesien%2C%20Algerien%20und%20%C3%84gypten%20koordinieren%20Diplomatie%20zur%20Stabilisierung%20Libyens&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-algerien-und-aegypten-koordinieren-diplomatie-zur-stabilisierung-libyens/">Tunesien, Algerien und Ägypten koordinieren Diplomatie zur Stabilisierung Libyens</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Januar 2026 haben die Außenminister Tunesiens, Algeriens und Ägyptens in Tunis ihre Abstimmung zur Libyen-Politik vertieft. Im Rahmen des trilateralen Konsultationsmechanismus zu Libyen berieten sie über den aktuellen Stand der politischen Krise und über Wege zu einer politischen Lösung, die den Erwartungen der libyschen Bevölkerung in Bezug auf Sicherheit und Stabilität entsprechen soll. Laut Angaben aus dem gemeinsamen Kommuniqué bekräftigten die drei Staaten ihre Absicht, Konsultationen zu verstetigen, Maßnahmen enger zu koordinieren und ihre Bemühungen im Interesse Libyens und der gesamten Region zu bündeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-trilateralem-mechanismus-kommt-wachsende-bedeutung-zu"><span id="trilateralem-mechanismus-kommt-wachsende-bedeutung-zu">Trilateralem Mechanismus kommt wachsende Bedeutung zu</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen fand vor dem Hintergrund anhaltender institutioneller Spaltungen und sicherheitspolitischer Fragilität in Libyen statt. Die Außenminister unterstrichen übereinstimmend, dass das übergeordnete Interesse Libyens und der Libyer den zentralen Referenzpunkt des trilateralen Formats bilde. Ziel sei es, regionale und multilaterale Initiativen zu unterstützen, die auf eine umfassende politische Lösung abzielen und zugleich die territoriale Einheit Libyens sowie den Schutz seiner nationalen Ressourcen sichern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="676" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1024x676.jpeg" alt="" class="wp-image-23979 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1024x676.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-300x198.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-768x507.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1536x1014.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-380x251.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-800x528.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd-1160x766.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3s3TWgAAY4Fd.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Teilgenommen haben <strong>Mohamed Ali Nafti</strong>, Außenminister Tunesiens, <strong>Ahmed Attaf</strong>, algerischer Staatsminister und Außenminister, sowie <strong>Badr Abdel Aty</strong>, Außenminister Ägyptens. Ebenfalls anwesend war die Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für Libyen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-libysche-eigenverantwortung-als-leitprinzip"><span id="libysche-eigenverantwortung-als-leitprinzip">Libysche Eigenverantwortung als Leitprinzip</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zentraler Punkt der Beratungen war die Frage der politischen Eigenverantwortung. Die Minister erklärten, der politische Prozess müsse vollständig in libyscher Hand liegen. Eine Lösung könne nur „libysch-libysch“ sein und dürfe keine relevanten Akteure ausschließen. Unter dem Dach und mit Unterstützung der Vereinten Nationen solle ein einheitlicher Staat mit stabilen Institutionen entstehen, der Sicherheit, Entwicklung und gesellschaftliches Wohlergehen gewährleistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang riefen die drei Staaten alle libyschen Parteien dazu auf, Dialog gegenüber Konfrontation zu priorisieren, bestehende Spaltungen zu überwinden und auf die Vereinigung militärischer und sicherheitsrelevanter Institutionen hinzuarbeiten. Die Arbeit der Gemeinsamen Militärkommission wurde ausdrücklich als unterstützenswert hervorgehoben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlen-und-institutionelle-einheit-im-fokus"><span id="wahlen-und-institutionelle-einheit-im-fokus">Wahlen und institutionelle Einheit im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Organisation von Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Die Außenminister sprachen sich dafür aus, beide Wahlen zeitgleich durchzuführen, um die politische Fragmentierung zu überwinden und staatliche Institutionen zu vereinheitlichen. Dieser Schritt wurde als zentraler Bestandteil eines umfassenden politischen Prozesses beschrieben, der den Erwartungen der libyschen Bevölkerung Rechnung tragen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonten sie die Notwendigkeit, Libyen vor regionalen und internationalen Spannungen zu schützen. Jegliche ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten müsse zurückgewiesen werden, um den Libyern die Möglichkeit zu geben, ihre internen Vereinbarungen ohne äußeren Druck zu formulieren. In diesem Zusammenhang wurde erneut der Abzug ausländischer Kämpfer und Söldner aus dem gesamten Staatsgebiet gefordert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-verflechtung-als-stabilisierender-faktor"><span id="wirtschaftliche-verflechtung-als-stabilisierender-faktor">Wirtschaftliche Verflechtung als stabilisierender Faktor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben sicherheitspolitischen und institutionellen Fragen spielte die wirtschaftliche Dimension eine zentrale Rolle. Die Minister hoben hervor, dass eine engere wirtschaftliche Verknüpfung der verschiedenen Regionen Libyens Voraussetzung für eine nachhaltige soziale und ökonomische Entwicklung sei. Eine solche Integration könne ein Umfeld schaffen, das politische Einigung begünstigt und den Weg für einen umfassenden politischen Ausgleich ebnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23980 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_n3sSkXoAAyevi.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus stellten die drei Staaten klar, dass die <a href="https://fokus-afrika.de/gesuchter-milizenfuehrer-ahmed-omar-al-fetouri-al-dabashi-getoetet/">Stabilität Libyens untrennbar mit der Sicherheit</a> des arabischen Raums sowie der Sahel- und Sahara-Region verbunden sei. Entsprechend notwendig seien verstärkte Konsultationen und Koordinierungsmechanismen in einer ganzheitlichen sicherheitspolitischen Perspektive.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abstimmung-mit-den-vereinten-nationen"><span id="abstimmung-mit-den-vereinten-nationen">Abstimmung mit den Vereinten Nationen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande des Treffens führten die Außenminister eine Arbeitssitzung mit der UN-Sondergesandten für Libyen. Dabei bekräftigten sie ihre Unterstützung für die <a href="https://fokus-afrika.de/un-gestuetzter-strukturierter-dialog-startet-in-libyen-als-zentraler-schritt-im-politischen-fahrplan/">Bemühungen der Vereinten Nationen</a> um eine umfassende politische Lösung. Zugleich verwiesen sie auf die Bedeutung enger Abstimmung mit den direkten Nachbarstaaten Libyens, um die Wirksamkeit und regionale Verankerung der UN-Roadmap zu erhöhen. Die Ausarbeitung eines zeitlich strukturierten Aktionsplans unter UN-Ägide wurde als notwendig erachtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bilaterale-gesprache-am-rande-des-treffens"><span id="bilaterale-gespraeche-am-rande-des-treffens">Bilaterale Gespräche am Rande des Treffens</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur trilateralen Konsultation führte der tunesische Präsident <strong>Kaïs Saïed</strong> bilaterale Gespräche mit seinen Gästen. In Treffen mit Ahmed Attaf und Badr Abdel Aty bekräftigte Saïed die historischen Beziehungen Tunesiens zu Algerien und Ägypten sowie den gemeinsamen Willen, regionale Herausforderungen koordiniert anzugehen. In Bezug auf Libyen wiederholte er die tunesische Position, wonach allein die Libyer über ihren politischen Weg entscheiden könnten. Internationale Formate hätten ausschließlich unterstützenden und konsultativen Charakter.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23981 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G_p-h9OWsAAASwY.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Tunesien erklärte erneut seine Bereitschaft, hochrangige Treffen oder eine inklusive Konferenz auf eigenem Boden auszurichten, um einen Rahmen für einen umfassenden politischen Ausgleich zwischen den libyschen Akteuren zu schaffen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss vereinbarten die drei Außenminister, die Treffen des trilateralen Konsultationsmechanismus regelmäßig fortzuführen. Das nächste Treffen soll in Kairo stattfinden, der Termin wird auf diplomatischem Weg festgelegt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Lawrow und Ashipala-Musavyi beraten in Moskau über afrikanische Konflikte</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/lawrow-und-ashipala-musavyi-beraten-in-moskau-ueber-afrikanische-konflikte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 19:32:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat gestern in Moskau die namibische Ministerin für internationale Beziehungen und Handel, Selma Ashipala-Musavyi,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Flawrow-und-ashipala-musavyi-beraten-in-moskau-ueber-afrikanische-konflikte%2F&amp;action_name=Lawrow%20und%20Ashipala-Musavyi%20beraten%20in%20Moskau%20%C3%BCber%20afrikanische%20Konflikte&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/lawrow-und-ashipala-musavyi-beraten-in-moskau-ueber-afrikanische-konflikte/">Lawrow und Ashipala-Musavyi beraten in Moskau über afrikanische Konflikte</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat gestern in Moskau die namibische Ministerin für internationale Beziehungen und Handel, Selma Ashipala-Musavyi, zu Gesprächen empfangen. Nach <a href="https://fokus-afrika.de/namibia-und-russland-vertiefen-politischen-dialog-und-wirtschaftliche-kooperation/">Angaben der russischen Seite</a> standen der Ausbau der traditionell freundschaftlichen Beziehungen, eine engere Abstimmung in den Vereinten Nationen sowie neue Projekte in Wirtschaft, Energie und Rohstoffsektoren im Mittelpunkt. Beide Seiten vereinbarten, außenpolitische Konsultationen wieder regelmäßig aufzunehmen und die Arbeit der Russisch-Namibischen Interregierungskommission zu stärken. In der <a href="http://mid.ru/de/foreign_policy/news/2073104/">gemeinsamen Pressekonferenz</a> verband Lawrow die bilaterale Agenda mit größeren Linien der Russland-Afrika-Politik, darunter die Vorbereitung eines dritten Russland-Afrika-Gipfels 2026 und Positionen zu Sicherheitsratsreform, Terrorismusbekämpfung und Konflikten in Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regelmassige-politische-konsultationen-sollen-wieder-starten"><span id="regelmaessige-politische-konsultationen-sollen-wieder-starten">Regelmäßige politische Konsultationen sollen wieder starten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach russischer Darstellung bekräftigten Moskau und Windhoek die Absicht, den politischen Dialog zu intensivieren und ihre Koordinierung in der UNO und anderen multilateralen Formaten auszubauen. In der Pressekonferenz sagte Lawrow, beide Seiten hätten fest vereinbart, die Praxis regelmäßiger außenpolitischer Konsultationen wieder aufzunehmen. Diese Konsultationen sollen auf Ebene der stellvertretenden Außenminister sowie der zuständigen Abteilungsdirektoren stattfinden. Lawrow verwies darauf, dass es in diesem Format eine Pause gegeben habe, die unter anderem mit der Covid-19-Pandemie zusammenhing.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow stellte die Beziehungen als schrittweise wachsende Partnerschaft dar, die auf Gleichberechtigung, Solidarität, gegenseitigem Respekt und Unterstützung beruhen solle. Er erinnerte zudem an historische Unterstützung der Sowjetunion in Namibias Unabhängigkeitskampf und beim Staatsaufbau.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-prasidentin-nandi-ndaitwah-als-bezugspunkt-fur-vertiefung"><span id="praesidentin-nandi-ndaitwah-als-bezugspunkt-fuer-vertiefung">Präsidentin Nandi-Ndaitwah als Bezugspunkt für Vertiefung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow begrüßte ausdrücklich die Absicht der neuen namibischen Führung, insbesondere von Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah, die Beziehungen zu Russland zu vertiefen. Er sprach sich dafür aus, den Dialog auch auf höchster und hoher Ebene auszubauen. Am Ende seiner Ausführungen nahm er zudem eine Einladung nach Namibia an.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-agenda-mit-rohstoffen-energie-und-infrastruktur"><span id="wirtschaftliche-agenda-mit-rohstoffen-energie-und-infrastruktur">Wirtschaftliche Agenda mit Rohstoffen, Energie und Infrastruktur</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der Pressemitteilung wird ein „erhebliches Potenzial“ für substanziellere Ergebnisse in einer gegenseitig vorteilhaften Partnerschaft genannt, vor allem in Handels, Wirtschafts und Investitionsfragen sowie in humanitären Bereichen. Beide Minister unterstrichen die Schlüsselrolle der Russisch-Namibischen Interregierungskommission für handels und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Sie soll die Geschäftskooperation vorantreiben, mit Schwerpunkten auf geologischer Erkundung und Bergbau, Energiewirtschaft, Verkehrsinfrastruktur, Landwirtschaft, Fischerei, Gesundheitswesen, Bildung, Kultur und Tourismus. Zugleich wurde betont, die vertraglich-rechtliche Grundlage der bilateralen Beziehungen weiter zu vervollkommnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow konkretisierte bei der Pressekonferenz, zu den vielversprechenden Feldern gehörten geologische Erkundung, Förderung und Verarbeitung mineralischer Rohstoffe einschließlich Uran, die Energiewirtschaft, der agroindustrielle Komplex und die Fischerei. Er erwähnte außerdem, die namibische Delegation habe Treffen bei der Staatskorporation Rosatom durchgeführt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-interregierungskommission-bereitet-11-sitzung-in-windhoek-vor"><span id="interregierungskommission-bereitet-11-sitzung-in-windhoek-vor">Interregierungskommission bereitet 11. Sitzung in Windhoek vor</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Moskau-Aufenthalts wurde Ashipala-Musavyi, Ko-Vorsitzende der Interregierungskommission, nach Angaben aus Moskau auch von Juri Trutnew empfangen, dem stellvertretenden Vorsitzenden der russischen Regierung und Bevollmächtigten des Präsidenten im Föderationskreis Ferner Osten. Trutnew leitet den russischen Teil der Kommission. Im Zentrum des Gesprächs standen Vorbereitung und inhaltliche Ausgestaltung der bevorstehenden 11. Sitzung der Kommission in Windhoek.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-23615 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5jVFbQAEuIRT.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lawrow erklärte, die letzte Sitzung habe 2024 in Moskau stattgefunden, die nächste solle in Namibia abgehalten werden. Er sagte, es sollten konkrete Vorschläge erarbeitet werden, auch zur möglichen Ausweitung der Beteiligung russischer Unternehmen an Wirtschafts- und Infrastrukturprojekten in Namibia. Viele Unternehmen hätten Interesse bekundet, Russland werde sie aktiv unterstützen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-und-parteipolitische-vernetzung"><span id="parlamentarische-und-parteipolitische-vernetzung">Parlamentarische und parteipolitische Vernetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow hob in seiner Darstellung auch die enge Zusammenarbeit zwischen den Parlamenten hervor. Der Föderationsrat Russlands und der Nationalrat Namibias arbeiteten auf Grundlage eines Abkommens zusammen. In beiden Parlamenten gebe es Freundschaftsgruppen, die regelmäßig Besuche austauschten. Russische und namibische Parlamentarier nähmen gegenseitig an Wahlbeobachtungen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem verwies Lawrow auf parteipolitische Kontakte. Er erklärte, die SWAPO habe im Februar 2024 eine Initiative der Partei Geeintes Russland unterstützt, ein Forum von Unterstützern des Kampfes gegen moderne Praktiken des Neokolonialismus einzurichten. Im Zusammenhang damit erwähnte er, dass die UN den 14. Dezember als Internationalen Tag des Kampfes gegen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/kolonialismus/">Kolonialismus</a> in allen Formen begehe. Lawrow verband dies mit der These, politische Unabhängigkeit afrikanischer Staaten sei vielfach von wirtschaftlicher Abhängigkeit begleitet geblieben, die sich zuletzt verschärft habe. Er sprach in diesem Kontext von einem „zweiten Erwachen Afrikas“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-afrika-format-und-dritter-gipfel-2026"><span id="russland-afrika-format-und-dritter-gipfel-2026">Russland-Afrika-Format und dritter Gipfel 2026</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow bewertete die Arbeit des Partnerschaftsforums Russland–Afrika als erfolgreich und sprach von positiven Ergebnissen der zweiten Ministertagung. Er erinnerte an ein Treffen im Dezember in Kairo und betonte die Bedeutung der Vorbereitung eines dritten Russland-Afrika-Gipfels im Jahr 2026. Als Bezugspunkte nannte er die bisherigen Gipfel 2019 in Sotschi und 2023 in Sankt Petersburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der internationalen Einordnung betonte er die aus russischer Sicht gemeinsame Linie in der UNO, darunter die Demokratisierung internationaler Beziehungen und die strikte Anwendung der Prinzipien der UN-Charta, insbesondere Gleichheit aller Staaten. Er sagte zugleich, es gebe Versuche und konkrete Handlungen, die darauf zielten, das nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene System internationaler Beziehungen zu zerschlagen. Dieses Thema solle beim geplanten Russland-Afrika-Gipfel einen Schlüsselplatz einnehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsratsreform-afrika-sitz-und-multilaterale-themen"><span id="sicherheitsratsreform-afrika-sitz-und-multilaterale-themen">Sicherheitsratsreform, Afrika-Sitz und multilaterale Themen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt war die Reform des Sicherheitsrats. Lawrow erklärte, diese Reform sei überfällig, Russland unterstütze konsequent die Forderungen Afrikas nach einer höheren Präsenz im Sicherheitsrat. Er verwies auf die kollektive Position der Afrikanischen Union, die unverändert russische Unterstützung genieße.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zusammenhang mit multilateralen Initiativen dankte Lawrow Namibia für Unterstützung russischer Vorhaben in der UN, unter anderem zu den Themen Unzulässigkeit der Verherrlichung des Nazismus, Bekämpfung neokolonialer Praktiken, Informationssicherheit, friedliche Nutzung des Weltraums und Abrüstung. Zugleich sagte er, Russland unterstütze seinerseits namibische Initiativen und Kandidaturen in internationalen Gremien. Er erwähnte außerdem Kooperation im Kimberley-Prozess der diamantfördernden und verarbeitenden Länder.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-konflikte-in-afrika-kongo-und-die-sahara-sahel-region"><span id="konflikte-in-afrika-kongo-und-die-sahara-sahel-region">Konflikte in Afrika: Kongo und die Sahara-Sahel Region</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-23613 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o59GcWAAA8iMQ.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einem „interessierten Meinungsaustausch“ wurden laut <a href="http://mid.ru/de/foreign_policy/news/2072490/">Pressemitteilung</a> Fragen der internationalen und afrikanischen Agenda behandelt. Genannt werden multipolare Weltordnung, Terrorismus und Extremismus sowie die Deblockierung regionaler Krisen und Konflikte in Afrika.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow führte aus, man habe der Lage im <a href="https://fokus-afrika.de/ostkongo-berichte-ueber-truppenbewegungen-der-afc-m23-trotz-angekuendigtem-rueckzug-aus-uvira/">Osten</a> der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a> sowie der Situation in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Sahara</a>–<a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a>-Region besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Er führte Schwierigkeiten dort unter anderem auf Versuche außerregionaler Kräfte zurück, Interessen durchzusetzen, sowie auf eine Wiederbelebung terroristischer Aktivitäten in verschiedenen Regionen. Er betonte das Prinzip, Lösungen für afrikanische Probleme sollten von afrikanischen Staaten selbst gesucht werden. Externe Akteure sollten die von Afrikanern erarbeiteten Ansätze respektieren und bei deren praktischer Umsetzung Unterstützung leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang würdigte er die Afrikanische Union und die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika, deren Mitglied Namibia ist. Russland und Namibia hätten Bereitschaft bekundet, die Zusammenarbeit zwischen Russland und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sadc/">SADC</a> auszubauen. Lawrow verwies auf ein bestehendes Abkommen zwischen Russland und der SADC und sagte, man habe vereinbart, die Ausarbeitung eines Aktionsplans zur Umsetzung der darin verankerten Grundsätze zu beschleunigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-unterstutzung-und-gesundheitskooperation"><span id="humanitaere-unterstuetzung-und-gesundheitskooperation">Humanitäre Unterstützung und Gesundheitskooperation</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST-1024x684.jpeg" alt="" class="wp-image-23614 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST-1024x684.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST-768x513.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-o5mVGbQAEeAST.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lawrow sagte, Russland sei bereit, Namibia auch weiterhin auf internationalen Plattformen zu unterstützen, unter anderem durch humanitäre Hilfe über das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er nannte Gesundheitswesen als Bereich mit Perspektiven und verwies auf die Ausbildung namibischer Fachkräfte in Russland und früher in der Sowjetunion. Diese Praxis werde fortgesetzt. Zusätzlich erwähnte er Initiativen in Kultur und Sport sowie Perspektiven im Tourismus.</p>
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		<title>Marokko und USA vertiefen sicherheitspolitische Zusammenarbeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2026 18:51:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Rabat sind Marokkos für die nationale Verteidigung zuständiger Ministerdelegierter Abdeltif Loudyi und der stellvertretende US-Unterstaatssekretär für afrikanische&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit%2F&amp;action_name=Marokko%20und%20USA%20vertiefen%20sicherheitspolitische%20Zusammenarbeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-usa-vertiefen-sicherheitspolitische-zusammenarbeit/">Marokko und USA vertiefen sicherheitspolitische Zusammenarbeit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Rabat sind Marokkos für die nationale Verteidigung zuständiger Ministerdelegierter Abdeltif Loudyi und der stellvertretende US-Unterstaatssekretär für afrikanische Angelegenheiten im Verteidigungsministerium, Bryan J. Ellis, zu hochrangigen Gesprächen zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens standen die bilaterale militärische Zusammenarbeit, regionale Sicherheitsfragen in Afrika sowie die weitere Umsetzung der marokkanisch-amerikanischen Verteidigungskooperation für den Zeitraum 2020 bis 2030.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hochrangiges-treffen-im-kontext-der-marokkanisch-amerikanischen-beziehungen"><span id="hochrangiges-treffen-im-kontext-der-marokkanisch-amerikanischen-beziehungen">Hochrangiges Treffen im Kontext der marokkanisch-amerikanischen Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der marokkanische Ministerdelegierte für die Verwaltung der Nationalen Verteidigung, <strong>Abdeltif Loudyi</strong>, empfing am 12. Januar 2026 in Rabat den stellvertretenden Unterstaatssekretär der Vereinigten Staaten im Verteidigungsministerium für afrikanische Angelegenheiten, <strong>Bryan J. Ellis</strong>. Ellis wurde von einer hochrangigen Delegation begleitet, die sich zu einem Arbeitsbesuch im Königreich Marokko aufhielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen fand auf Grundlage der <a href="https://fokus-afrika.de/neuer-africom-kommandeur-zu-besuch-in-marokko/">bestehenden strategischen Partnerschaft</a> zwischen Marokko und den Vereinigten Staaten statt und reiht sich in eine Serie regelmäßiger Konsultationen ein, mit denen beide Seiten ihre sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit weiterentwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verteidigungskooperation-und-strategische-partnerschaft"><span id="verteidigungskooperation-und-strategische-partnerschaft">Verteidigungskooperation und strategische Partnerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf der Gespräche bekräftigten beide Seiten die enge militärische Zusammenarbeit und verwiesen auf die historische Tiefe der bilateralen Beziehungen zwischen dem Königreich Marokko und den Vereinigten Staaten. Diese Beziehungen gelten als eine der ältesten kontinuierlichen Partnerschaften der USA in Afrika und im arabischen Raum.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="ar" dir="rtl">استقبل الفريق أول محمد بريظ، المفتش العام للقوات المسلحة الملكية، قائد المنطقة الجنوبية، يوم الاثنين 12 يناير 2026، بمقر القيادة العامة للقوات المسلحة الملكية، السيد برايان ج. إيليس (M. Bryan J. ELLIS) ، نائب مساعد وزير الحرب للولايات المتحدة الأمريكية المكلف بالشؤون الإفريقية. <a href="https://t.co/8hPzXem97D">pic.twitter.com/8hPzXem97D</a></p>— FAR-Maroc (@FAR_Maroc_) <a href="https://twitter.com/FAR_Maroc_/status/2010783516607516687?ref_src=twsrc%5Etfw">January 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zentraler Bezugspunkt der aktuellen Kooperation ist die Verteidigungs-Roadmap für den Zeitraum 2020 bis 2030, die im Oktober 2020 in Rabat unterzeichnet wurde. Sie bildet den Rahmen für gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen militärische Ausbildung, Kapazitätsaufbau, operative Zusammenarbeit und strategischer Dialog zu regionalen Sicherheitsfragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-sicherheit-und-afrikafokus"><span id="regionale-sicherheit-und-afrikafokus">Regionale Sicherheit und Afrikafokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Loudyi hob in den Gesprächen die Bedeutung Marokkos als sicherheitspolitischer Akteur in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nord</a>– und Westafrika hervor. Er verwies auf Initiativen der Süd-Süd-Kooperation sowie auf Programme zur regionalen Integration, die unter marokkanischer Führung umgesetzt werden. Diese Initiativen zielen darauf ab, Stabilität, institutionelle Resilienz und sicherheitspolitische Kooperation in afrikanischen Nachbarregionen zu fördern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-1024x685.jpeg" alt="" class="wp-image-23529 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-1024x685.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-300x201.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-768x514.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-800x535.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU-1160x776.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvmKXwAAZNUU.jpeg 1290w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko positioniert sich dabei als Vermittler und Partner für afrikanische Staaten in Fragen der Sicherheitssektorreform, der <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-praesentiert-eigene-strategie-zur-terrorismusbekaempfung-vor-dem-sicherheitsrat/">Terrorismusbekämpfung</a> und der maritimen Sicherheit. Die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten wird in diesem Zusammenhang als Bestandteil einer breiter angelegten afrikanischen Sicherheitsarchitektur verstanden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-perspektive-auf-marokkos-rolle-in-afrika"><span id="us-perspektive-auf-marokkos-rolle-in-afrika">US-Perspektive auf Marokkos Rolle in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von amerikanischer Seite unterstrich Ellis die Rolle Marokkos als stabilisierender Faktor in einem von vielfältigen sicherheitspolitischen Herausforderungen geprägten regionalen Umfeld. Er verwies auf die Reformstrategien des Landes und dessen zunehmende Bedeutung als sicherheitspolitischer Dreh- und Angelpunkt in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinigten Staaten sehen Marokko als <a href="https://fokus-afrika.de/staerkung-der-us-marokko-partnerschaft/">verlässlichen Partner</a> bei der Förderung regionaler Stabilität, insbesondere im Kontext von Terrorismusbekämpfung, Grenzsicherung und multilateraler militärischer Zusammenarbeit. Regelmäßige gemeinsame Manöver, darunter die jährlich stattfindende Übung „African Lion“, dienen dem Ausbau operativer Fähigkeiten und der Interoperabilität mit afrikanischen und internationalen Partnern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-dimension-der-sicherheitskooperation"><span id="politische-dimension-der-sicherheitskooperation">Politische Dimension der Sicherheitskooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens lag auf politischen Rahmenbedingungen der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit. Loudyi würdigte die klare Position der Vereinigten Staaten zur Unterstützung der marokkanischen Souveränität und ordnete diese Haltung in den breiteren Kontext der bilateralen Beziehungen ein.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="508" height="300" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvlgXkAAHOjD.jpeg" alt="" class="wp-image-23531 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvlgXkAAHOjD.jpeg 508w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvlgXkAAHOjD-300x177.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G-fWvlgXkAAHOjD-380x224.jpeg 380w" sizes="(max-width: 508px) 100vw, 508px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitische Kooperation zwischen Marokko und den USA hat sich in den vergangenen Jahren weiter vertieft und umfasst neben militärischen Aspekten auch strategische Abstimmungen zu regionalen Entwicklungen in Afrika. Dazu zählen sicherheitspolitische Dynamiken in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahelzone</a>, in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/">Westafrika</a> sowie entlang wichtiger maritimer Routen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten bekräftigten ihre Absicht, die bestehende Partnerschaft weiter auszubauen und die vereinbarten Kooperationsformate im Rahmen der Verteidigungs-Roadmap konsequent umzusetzen. Die Gespräche in Rabat verdeutlichen die strategische Bedeutung Marokkos für die US-Afrika-Politik sowie den Stellenwert sicherheitspolitischer Zusammenarbeit für die Stabilität auf dem afrikanischen Kontinent.</p>
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	</item>
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		<title>Deutsche Entwicklungspolitik neu ausgerichtet: Afrika rückt strategisch in den Mittelpunkt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsche-entwicklungspolitik-neu-ausgerichtet-afrika-rueckt-strategisch-in-den-mittelpunkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 16:27:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mit dem Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ hat Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan im Januar 2026 eine umfassende Neuausrichtung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsche-entwicklungspolitik-neu-ausgerichtet-afrika-rueckt-strategisch-in-den-mittelpunkt%2F&amp;action_name=Deutsche%20Entwicklungspolitik%20neu%20ausgerichtet%3A%20Afrika%20r%C3%BCckt%20strategisch%20in%20den%20Mittelpunkt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-entwicklungspolitik-neu-ausgerichtet-afrika-rueckt-strategisch-in-den-mittelpunkt/">Deutsche Entwicklungspolitik neu ausgerichtet: Afrika rückt strategisch in den Mittelpunkt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ hat Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan im Januar 2026 eine umfassende Neuausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik vorgestellt. Der Ansatz reagiert auf eine zunehmend <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/">konfliktreiche multipolare Weltordnung</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/msc-2025-ministerinnen-svenja-schulze-und-leila-benali-wollen-entwicklungspolitik-neu-denken/">definiert Entwicklungspolitik stärker als strategisches Instrument</a> der Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Afrika rückt dabei klar in den Mittelpunkt der politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Prioritäten Deutschlands.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungspolitik-im-kontext-globaler-machtverschiebungen"><span id="entwicklungspolitik-im-kontext-globaler-machtverschiebungen">Entwicklungspolitik im Kontext globaler Machtverschiebungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bmz.de/de/ministerium/grundsaetze-ziele/zukunft-zusammen-global-gestalten-282480">Plan</a> des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung setzt bei einer grundlegenden Analyse der internationalen Lage an. Die Bundesregierung beschreibt eine Welt, die von geopolitischer Konkurrenz, regionalen Konflikten, Klimarisiken und wirtschaftlicher Fragmentierung geprägt ist. Klassische Entwicklungszusammenarbeit, so der Befund, reicht unter diesen Bedingungen nicht mehr aus. Entwicklungspolitik soll künftig politischer, strategischer und zugleich partnerschaftlicher ausgestaltet werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-19632 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1536x1024.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-2048x1365.avif 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-scaled.avif 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ministerin Reem Alabali Radovan betont in diesem Zusammenhang, Deutschland müsse internationale Solidarität mit klaren Interessen verbinden. Ziel sei es, Stabilität zu fördern, globale Ungleichheiten abzubauen und zugleich deutsche Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen zu berücksichtigen. Entwicklungspolitik wird damit explizit als integraler Bestandteil deutscher Außenpolitik verstanden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-als-strategischer-schwerpunkt-deutscher-entwicklungspolitik"><span id="afrika-als-strategischer-schwerpunkt-deutscher-entwicklungspolitik">Afrika als strategischer Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrika nimmt im Reformkonzept eine zentrale Rolle ein. Der Kontinent wird sowohl als Region mit erheblichen strukturellen Herausforderungen als auch als politisch und wirtschaftlich zunehmend bedeutender Akteur beschrieben. Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Klimafolgen und fragile Staatlichkeit treffen hier auf wirtschaftliches Potenzial, regionale Integrationsprozesse und eine wachsende politische Eigenständigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan sieht vor, die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten stärker zu fokussieren und zu differenzieren. Besonders hervorgehoben werden fragile Regionen wie der Sahel, das Horn von Afrika und Teile <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrikas</a>. In diesen Kontexten soll deutsche Entwicklungspolitik verstärkt präventiv wirken, Konfliktrisiken mindern und staatliche Strukturen stabilisieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-armutsbekampfung-ernahrungssicherheit-und-soziale-ungleichheit"><span id="armutsbekaempfung-ernaehrungssicherheit-und-soziale-ungleichheit">Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit und soziale Ungleichheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Ziel bleibt die Bekämpfung von Armut und Hunger. Der Reformplan verweist auf anhaltende Ernährungskrisen, insbesondere in Afrika südlich der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Sahara</a>. Deutschland will seine Maßnahmen zur Ernährungssicherung ausbauen, unter anderem durch Investitionen in nachhaltige Landwirtschaft, resiliente Ernährungssysteme und Wassermanagement.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soziale Ungleichheit wird als politischer Risikofaktor definiert, der Instabilität, Gewalt und Flucht begünstigt. Entwicklungszusammenarbeit soll daher stärker auf inklusive Wachstumspfade, den Zugang zu Bildung und Gesundheit sowie auf die Stärkung sozialer Sicherungssysteme ausgerichtet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frieden-sicherheit-und-wiederaufbau"><span id="frieden-sicherheit-und-wiederaufbau">Frieden, Sicherheit und Wiederaufbau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Frieden und Sicherheit. Entwicklungspolitik soll Konflikten vorbeugen und gleichzeitig den Wiederaufbau nach Krisen unterstützen. Das BMZ versteht sich dabei zunehmend als Wiederaufbau- und Stabilisierungspartner, der humanitäre Hilfe, Entwicklungsmaßnahmen und politische Begleitung miteinander verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika bedeutet dies eine stärkere Präsenz in Post-Konflikt-Situationen sowie eine engere Abstimmung mit regionalen Akteuren und multilateralen Organisationen. Flucht und Migration werden dabei als Folge von Gewalt, Perspektivlosigkeit und staatlicher Schwäche behandelt, nicht als isoliertes Migrationsproblem.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-zusammenarbeit-und-neue-wachstumssektoren"><span id="wirtschaftliche-zusammenarbeit-und-neue-wachstumssektoren">Wirtschaftliche Zusammenarbeit und neue Wachstumssektoren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan setzt deutlich stärker auf wirtschaftliche Kooperation. Ziel ist es, private Investitionen zu fördern, lokale Wertschöpfung zu stärken und faire Handelsbeziehungen auszubauen. Afrika wird als wichtiger Partner für Zukunftssektoren wie erneuerbare Energien, grüne Industrie, Digitalisierung und Infrastrukturentwicklung gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Bedeutung kommt dabei der beruflichen Bildung, der Fachkräfteentwicklung und der wirtschaftlichen Integration afrikanischer Staaten zu. Programme sollen stärker an den wirtschaftlichen Realitäten der Partnerländer ausgerichtet und mit deutschen und europäischen Wirtschaftsinteressen verknüpft werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerschaften-auf-augenhohe-und-differenzierte-kooperation"><span id="partnerschaften-auf-augenhoehe-und-differenzierte-kooperation">Partnerschaften auf Augenhöhe und differenzierte Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Element des Reformplans ist die Abkehr von starren Länderklassifikationen. Künftig sollen Kooperationsformate flexibler gestaltet werden und stärker auf politische, wirtschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen reagieren. Afrika wird dabei nicht als homogener Raum betrachtet, sondern als Kontinent mit sehr unterschiedlichen Entwicklungs- und Kooperationsbedarfen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="de" dir="ltr">&quot;Die deutsche Entwicklungspolitik wird fokussierter&quot;, so Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan <a href="https://twitter.com/BMZ_Bund?ref_src=twsrc%5Etfw">@BMZ_Bund</a>​. Man werde sich künftig auf Krisenregionen konzentrieren, die für die Sicherheit &quot;in Deutschland und in Europa von zentraler Bedeutung sind.&quot; <a href="https://t.co/yhvvfwhRY5">pic.twitter.com/yhvvfwhRY5</a></p>— phoenix (@phoenix_de) <a href="https://twitter.com/phoenix_de/status/2010724769071534489?ref_src=twsrc%5Etfw">January 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Least Developed Countries sollen weiterhin umfassend unterstützt werden, während mit wirtschaftlich stärkeren Partnern verstärkt auf gemeinsame Investitionen, Klimaschutz und Eigenverantwortung gesetzt wird. Regionale Organisationen wie die Afrikanische Union gewinnen als strategische Partner an Bedeutung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilateralismus-und-globale-ordnungspolitik"><span id="multilateralismus-und-globale-ordnungspolitik">Multilateralismus und globale Ordnungspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan unterstreicht die Bedeutung multilateraler Zusammenarbeit. Themen wie Klimaschutz, globale Gesundheit, Verschuldung und internationale Finanzarchitektur können nach Einschätzung des BMZ nur gemeinsam gelöst werden. Deutschland will sich stärker für Reformen internationaler Institutionen einsetzen und afrikanische Positionen in globalen Foren stärker einbeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich soll die deutsche Entwicklungspolitik klarer priorisieren, um Wirkung und politische Anschlussfähigkeit zu erhöhen. Interne Reformen im BMZ, eine stärkere strategische Steuerung und verbesserte Wirkungsanalysen sind Teil dieses Ansatzes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-leitlinien-der-reform"><span id="politische-leitlinien-der-reform">Politische Leitlinien der Reform</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="777" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2025-05-05_Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_21._Wahlperiode_des_Bundestages_by_Sandro_Halank–035.jpg" alt="" class="wp-image-23483 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2025-05-05_Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_21._Wahlperiode_des_Bundestages_by_Sandro_Halank–035.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2025-05-05_Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_21._Wahlperiode_des_Bundestages_by_Sandro_Halank–035-247x300.jpg 247w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/2025-05-05_Unterzeichnung_des_Koalitionsvertrages_der_21._Wahlperiode_des_Bundestages_by_Sandro_Halank–035-380x461.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ministerin Alabali Radovan fasst den Anspruch der Reform mit dem Ziel zusammen, Entwicklungspolitik strategischer, fokussierter und partnerschaftlicher zu gestalten. Deutschland soll als verlässlicher Akteur auftreten, der internationale Verantwortung übernimmt und zugleich eigene Interessen transparent vertritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan „Zukunft zusammen global gestalten“ markiert damit einen deutlichen Kurswechsel. Afrika steht dabei nicht nur als Empfänger von Unterstützung, sondern als zentraler Partner in einer neu definierten deutschen Entwicklungs- und Außenpolitik.</p>
</div></div>
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		<title>Massad Boulos bekräftigt US-Position zum Westsahara-Konflikt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/massad-boulos-bekraeftigt-us-position-zum-westsahara-konflikt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 14:24:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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<p>Der Sonderberater des US-Präsidenten für Afrika und den Nahen Osten, Massad Boulos, hat in einem ausführlichen Interview mit der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmassad-boulos-bekraeftigt-us-position-zum-westsahara-konflikt%2F&amp;action_name=Massad%20Boulos%20bekr%C3%A4ftigt%20US-Position%20zum%20Westsahara-Konflikt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/massad-boulos-bekraeftigt-us-position-zum-westsahara-konflikt/">Massad Boulos bekräftigt US-Position zum Westsahara-Konflikt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Sonderberater des US-Präsidenten für Afrika und den Nahen Osten, <strong>Massad Boulos</strong>, hat in einem ausführlichen Interview mit der <a href="https://www.annahar.com/fr/region/afrique-du-nord/265967/le-prsident-trump-veut-la-paix-au-soudan-massad-boulos-conseiller-principal-des-tats-unis-dans-une-interview-avec-annahar">libanesischen Presse</a> die Position der Vereinigten Staaten zum Konflikt um die Westsahara präzisiert. Dabei stellte er den politischen Kurs der Regierung von <strong>Donald Trump</strong> in den Kontext der jüngsten Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen und ordnete zugleich die Beziehungen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Washingtons</a> zu Marokko und Algerien ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boulos erklärte, die US-Administration halte am <a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/">eingeschlagenen Kurs</a> fest. <em>„</em>Präsident Trump ist entschlossen, einen dauerhaften Frieden in der Region und eine bessere Zukunft für alle ihre Völker zu fördern“, sagte er mit Blick auf die Spannungen zwischen Rabat und Algier.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bezug-auf-resolution-2797-des-un-sicherheitsrates"><span id="bezug-auf-resolution-2797-des-un-sicherheitsrates">Bezug auf Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrates</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Aussagen stand die Resolution 2797 des Sicherheitsrates, mit der das <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/">Mandat der UN-Mission</a> MINURSO um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Boulos verwies darauf, dass diese Resolution den Autonomieplan als maßgeblichen Rahmen für künftige Verhandlungen bestätigt habe. Die Vereinigten Staaten begrüßten laut Boulos die Annahme der Resolution ausdrücklich und sähen darin einen politischen Ansatzpunkt, um eine seit Jahren blockierte Dynamik wiederzubeleben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23340 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/Foreign_Secretary_Yvette_Cooper_meets_Senior_Advisor_Boulos_54974359152.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung des US-Beraters sei Washington entschlossen, auf Grundlage dieses Rahmens auf eine tragfähige und dauerhafte Lösung hinzuarbeiten. Die US-Regierung betrachte die Resolution als politisches Instrument, um Gespräche unter internationaler Schirmherrschaft zu strukturieren und den Prozess in eine belastbare Richtung zu lenken.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-us-engagement-fur-stabilitat-im-maghreb"><span id="us-engagement-fuer-stabilitaet-im-maghreb">US-Engagement für Stabilität im Maghreb</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Boulos unterstrich in dem Interview den Anspruch der US-Regierung, zur Stabilität im Maghreb beizutragen. Dabei hob er hervor, dass die Vereinigten Staaten sowohl mit Marokko als auch mit Algerien partnerschaftliche Beziehungen pflegten. Ziel sei es, regionale Spannungen abzubauen und eine politische Lösung zu fördern, die langfristig Sicherheit und wirtschaftliche Perspektiven ermögliche.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="719" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1yX3TLWIAAiiDS-719x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23341 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1yX3TLWIAAiiDS-719x1024.jpeg 719w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1yX3TLWIAAiiDS-211x300.jpeg 211w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1yX3TLWIAAiiDS-768x1093.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1yX3TLWIAAiiDS-1079x1536.jpeg 1079w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1yX3TLWIAAiiDS-380x541.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1yX3TLWIAAiiDS-800x1139.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1yX3TLWIAAiiDS.jpeg 1124w" sizes="(max-width: 719px) 100vw, 719px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang verwies er auf die Zusammenarbeit der USA mit Marokko, die aus Sicht Washingtons eine zentrale Rolle bei der Umsetzung internationaler Beschlüsse spiele. Zugleich machte Boulos deutlich, dass die Vereinigten Staaten auch mit Algerien in einem strukturierten politischen Dialog stünden. Dieser umfasse sicherheitspolitische Fragen ebenso wie wirtschaftliche Themen, darunter den erleichterten Zugang amerikanischer Unternehmen zum algerischen Markt.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-algerien-und-die-internationale-dynamik"><span id="algerien-und-die-internationale-dynamik">Algerien und die internationale Dynamik</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL-750x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-23342 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL-750x1024.jpeg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL-220x300.jpeg 220w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL-768x1049.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL-1125x1536.jpeg 1125w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL-380x519.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL-800x1092.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL-1160x1584.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1ye5EvW4AA3_PL.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ohne direkte Forderungen zu formulieren, betonte Boulos die Bedeutung einer konstruktiven Rolle Algeriens im laufenden Prozess. Die Vereinigten Staaten betrachteten Algerien als wichtigen regionalen Akteur mit Einfluss auf die politische Entwicklung im Maghreb. Washington erwarte, dass dieser Einfluss in eine diplomatische Dynamik eingebracht werde, die auf Deeskalation und Verhandlung setze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Position sei, so Boulos, darauf ausgerichtet, bestehende Partnerschaften zu vertiefen und zugleich wirtschaftliche Kooperationen auszubauen. Der politische Dialog solle dabei von pragmatischen Interessen getragen werden, insbesondere in den Bereichen Handel, Investitionen und regionale Sicherheit.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-einordnung-fruherer-us-initiativen"><span id="einordnung-frueherer-us-initiativen">Einordnung früherer US-Initiativen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuellen Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund früherer Ankündigungen aus dem Umfeld der US-Administration. Vor mehr als zwei Monaten hatten der Chefunterhändler von Präsident Trump, <a href="https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/">Steve Witkoff, sowie Jared Kushner öffentlich von der Möglichkeit eines unter US-Vermittlung</a> zustande kommenden Abkommens zwischen Marokko und Algerien gesprochen. Ein konkretes Ergebnis dieser Initiative blieb bislang aus.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="813" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3-1024x813.jpeg" alt="" class="wp-image-23343 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3-1024x813.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3-300x238.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3-768x610.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3-1536x1220.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3-380x302.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3-800x635.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3-1160x921.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/G1uZ4-oXsAAlBMD-3.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der algerische Außenminister Ahmed Attaf hatte entsprechende Berichte im November zurückhaltend kommentiert und erklärt, es habe keine formellen Verhandlungen über einen amerikanischen Plan gegeben. Gleichzeitig vermied Algerien eine offene Konfrontation mit Washington nach der Verabschiedung der Resolution 2797 und beschränkte sich auf diplomatische Vorbehalte.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bestatigung-der-us-linie-zur-westsahara"><span id="bestaetigung-der-us-linie-zur-westsahara">Bestätigung der US-Linie zur Westsahara</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Boulos bekräftigte zudem, dass die US-Regierung ihre seit der ersten Amtszeit Trumps vertretene Position zur Westsahara aufrechterhalte. Mehrere führende Vertreter der Administration, darunter der US-Außenminister Marco Rubio, hätten diese Haltung in bilateralen Gesprächen mit marokkanischen Vertretern erneut bestätigt. Aus Sicht Washingtons bilde der Autonomieansatz den zentralen Bezugspunkt für jede realistische Lösung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Met with Moroccan Foreign Minister Bourita to re-affirm the strong U.S.-Morocco partnership. I reiterated that the U.S. recognizes Moroccan sovereignty over Western Sahara and supports Morocco’s Autonomy Proposal as the only basis for a just and lasting solution to the dispute. <a href="https://t.co/D9dkQaXf0P">pic.twitter.com/D9dkQaXf0P</a></p>— Secretary Marco Rubio (@SecRubio) <a href="https://twitter.com/SecRubio/status/1910071745324724563?ref_src=twsrc%5Etfw">April 9, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sonderberater verwies darauf, dass diese Linie nun auch in multilaterale Prozesse eingeflossen sei, insbesondere durch die Rolle der USA als federführendes Mitglied bei der Ausarbeitung der jüngsten Sicherheitsratsresolution.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-regionale-einbettung-und-weitere-konfliktdossiers"><span id="regionale-einbettung-und-weitere-konfliktdossiers">Regionale Einbettung und weitere Konfliktdossiers</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Interview ordnete Boulos die Westsahara-Frage zudem in einen breiteren regionalen Kontext ein. Er sprach über parallele diplomatische Bemühungen der USA in anderen Krisenregionen, darunter im Sudan und im Sahel. Washington setze nach eigenen Angaben auf politische Lösungen, humanitäre Zugänge und internationale Koordination, um regionale Konflikte einzudämmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Fragen der regionalen Sicherheit, wirtschaftlichen Transformation und internationaler Konkurrenz spielten in den Ausführungen eine Rolle. Boulos betonte, dass die US-Politik in Afrika und im Nahen Osten zunehmend auf vernetzte Ansätze setze, bei denen politische Stabilität, wirtschaftliche Entwicklung und Sicherheitsfragen zusammen betrachtet würden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko und Spanien vertiefen Partnerschaft</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-vertiefen-partnerschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 23:27:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Madrid haben der marokkanische Regierungschef Aziz Akhannouch und der spanische Regierungschef Pedro Sánchez im Rahmen der 13.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-und-spanien-vertiefen-partnerschaft%2F&amp;action_name=Marokko%20und%20Spanien%20vertiefen%20Partnerschaft&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-vertiefen-partnerschaft/">Marokko und Spanien vertiefen Partnerschaft</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Madrid haben der marokkanische Regierungschef Aziz Akhannouch und der spanische Regierungschef Pedro Sánchez im Rahmen der 13. Ausgabe des hochrangigen Treffens die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder neu justiert und gestärkt. Beide Seiten hoben hervor, dass die Sitzung die Solidität der bilateralen Freundschaft und die Exzellenz der marokkanisch-spanischen Beziehungen widerspiegele. Die Konferenz gilt als Ausdruck einer weitgehenden Konvergenz der Positionen und einer gemeinsamen Bereitschaft, die Kooperation strukturiert weiterzuentwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-rahmen-der-13-marokkanisch-spanischen-regierungskonsultationen"><span id="politischer-rahmen-der-13-marokkanisch-spanischen-regierungskonsultationen">Politischer Rahmen der 13. marokkanisch-spanischen Regierungskonsultationen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK--1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22658 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK--1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK--768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK--1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK--380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK--800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK--1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7V5yz8W4AAhUK-.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die 13. Auflage der Hochrangigen Konsultationen knüpft an das Treffen von 2023 an und findet zehn Jahre nach der letzten Sitzung in Madrid im Jahr 2015 statt. Der regelmäßige Rhythmus dieser Treffen wird von beiden Seiten als notwendig betrachtet, um die Umsetzung der politischen und fachpolitischen Verabredungen eng zu begleiten und gegebenenfalls in Zwischenbewertungen anzupassen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Zeitung <em>L’Opinion</em> berichtet, wird die aktuelle Dynamik von beiden Regierungen als „tugendhafte Dynamik“ beschrieben, die sich in einer Verdichtung der Kontakte auf politischer und fachlicher Ebene ausdrückt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rolle-der-staatsoberhaupter-und-strategische-roadmap"><span id="rolle-der-staatsoberhaeupter-und-strategische-roadmap">Rolle der Staatsoberhäupter und strategische Roadmap</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch eingebettet ist die Zusammenarbeit in die Vision der beiden Staatsoberhäupter König Mohammed VI. und König Felipe VI., auf die sich beide Regierungschefs ausdrücklich bezogen. Die 13. Regierungskonsultationen stehen im Kontext der marokkanisch-spanischen Roadmap, die im April 2022 beschlossen wurde. Diese Roadmap definiert prioritäre Themenfelder, Mechanismen des politischen Dialogs sowie konkrete Umsetzungsinstrumente.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="es" dir="ltr">Junto con el jefe de Gobierno de Marruecos, Aziz Ajanouch, reforzamos la voluntad de España y Marruecos por el diálogo y la cooperación y por una relación más moderna, global y transversal que ponga a la ciudadanía en el centro.<br><br>Nuestros lazos sociales, económicos y humanos son… <a href="https://t.co/15Xt2g7MgN">pic.twitter.com/15Xt2g7MgN</a></p>— Pedro Sánchez (@sanchezcastejon) <a href="https://twitter.com/sanchezcastejon/status/1996562552092754250?ref_src=twsrc%5Etfw">December 4, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Akhannouch und Sánchez betonten, dass sämtliche prioritären Dossiers der Roadmap von 2022 einer systematischen Evaluierung unterzogen werden sollen. Im Vordergrund stehen dabei ein Klima des Vertrauens, eine konsolidierte Koordination zwischen den Ressorts und die Aktivierung interparlamentarischer Kooperationsmechanismen. Das Zusammenspiel von Regierungsebene und Parlamenten wird als zentrales Instrument gesehen, um die Verpflichtungen der beiden Exekutiven institutionell abzusichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-spanische-unterstutzung-fur-resolution-2797-und-marokkanische-autonomieinitiative"><span id="westsahara-spanische-unterstuetzung-fuer-resolution-2797-und-marokkanische-autonomieinitiative">Westsahara: Spanische Unterstützung für Resolution 2797 und marokkanische Autonomieinitiative</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kernpunkt der gemeinsamen Erklärung betrifft die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Westsahara</a>-Frage. Spanien begrüßt ausdrücklich die <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/">Resolution 2797</a> des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vom 31. Oktober 2025. In der Erklärung wird hervorgehoben, dass eine „echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität“ als eine der realistischsten Lösungen für den Sahara-Konflikt angesehen wird. Madrid bekräftigt zugleich seine „konstante und konstruktive“ Position, wie sie bereits in der gemeinsamen Erklärung vom 7. April 2022 zwischen dem spanischen Regierungschef und König Mohammed VI. formuliert wurde.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Moroccan_Sahara?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Moroccan_Sahara</a> : Spain welcome the adoption of the United Nations Security Council resolution 2797, adopted on October 31, 2025, which emphasizes that genuine autonomy under Moroccan sovereignty is the most feasible solution to resolve the Moroccan Sahara issue <a href="https://t.co/GehX5U0Rjs">pic.twitter.com/GehX5U0Rjs</a></p>— Moroccan Diplomacy 🇲🇦 (@Marocdiplo_EN) <a href="https://twitter.com/Marocdiplo_EN/status/1996585512966946985?ref_src=twsrc%5Etfw">December 4, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die spanische Seite bringt ihre Zufriedenheit über die jüngste Entwicklung im Rahmen der UN zum Ausdruck und unterstützt „vollumfänglich“ die Bemühungen des UN-Generalsekretärs und seines persönlichen Gesandten. Der Autonomieplan Marokkos wird dabei ausdrücklich als Referenzrahmen der laufenden Verhandlungsbemühungen bezeichnet. Damit wird die marokkanische Initiative im Rahmen der geltenden UN-Parameter als zentraler Ansatzpunkt des politischen Prozesses verankert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-verflechtungen-und-gesellschaftliche-verbindungen"><span id="wirtschaftliche-verflechtungen-und-gesellschaftliche-verbindungen">Wirtschaftliche Verflechtungen und gesellschaftliche Verbindungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7VHoX9XkAAMr5S-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22661 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7VHoX9XkAAMr5S-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7VHoX9XkAAMr5S-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7VHoX9XkAAMr5S-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7VHoX9XkAAMr5S-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7VHoX9XkAAMr5S-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7VHoX9XkAAMr5S-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7VHoX9XkAAMr5S.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Dimension unterstreicht das Treffen die dichte wirtschaftliche und soziale Verflechtung beider Länder. Spanien ist seit 2012 der wichtigste Handelspartner Marokkos. Die bilaterale Wirtschaftsbeziehung umfasst Handel, Investitionen und Lieferketten in mehreren Sektoren, darunter Industrie, Dienstleistungen, Landwirtschaft und Infrastruktur.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt ist die marokkanische <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/diaspora/">Diaspora</a> in Spanien. Nach den Angaben der gemeinsamen Erklärung stellt sie die größte ausländische Gemeinschaft im Land und zugleich die größte Gruppe von Beitragszahlenden zur spanischen Sozialversicherung. Rund 335.000 Marokkanerinnen und Marokkaner sind dort registriert. Diese Gruppe wird von beiden Regierungen als wichtiger menschlicher und wirtschaftlicher Brückenpfeiler der bilateralen Beziehungen verstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pedro Sánchez verwies zudem auf die Chancen, die sich aus der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 ergeben, deren Ausrichtung beiden Ländern neue Kooperationsfelder eröffnet. Dabei geht es sowohl um Infrastruktur- und Investitionsprojekte als auch um kulturelle Formate und den Austausch zwischen Unternehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vierzehn-abkommen-zwischen-spanien-und-marokko"><span id="vierzehn-abkommen-zwischen-spanien-und-marokko">Vierzehn Abkommen zwischen Spanien und Marokko</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7WhayUXoAAsjGJ-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22660 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7WhayUXoAAsjGJ-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7WhayUXoAAsjGJ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7WhayUXoAAsjGJ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7WhayUXoAAsjGJ-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7WhayUXoAAsjGJ-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7WhayUXoAAsjGJ-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7WhayUXoAAsjGJ.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am Ende der Sitzung wurden 14 Kooperationsabkommen in unterschiedlichen Politikfeldern unterzeichnet. Sie bilden den operativen Kern der vertieften Partnerschaft und strukturieren die Zusammenarbeit in den Bereichen Verwaltung, Justiz, Soziales, Bildung, Kultur, Sport, Diplomatie, Landwirtschaft, Fischerei und Wissenschaft.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im administrativen und justiziellen Bereich wurden mehrere Memoranda of Understanding (MoU) und Vereinbarungen zur Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen beschlossen. Dazu gehören ein MoU zur steuerlichen Zusammenarbeit mit Fokus auf der Digitalisierung der Steuerverwaltung, ein Abkommen zur digitalen Übermittlung gerichtlicher und außergerichtlicher Schriftstücke sowie ein Rahmen zur elektronischen Übermittlung von Kooperationsersuchen. Ergänzt wird dies durch eine Absichtserklärung zur Kooperation beim digitalen Dokumentations- und Gesetzgebungsmanagement, insbesondere bei der Produktion und elektronischen Verbreitung von Rechtsnormen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im sozialen Bereich verlängerten beide Staaten ihr Memorandum zur sozialen Sicherung. Es soll weiterhin den Austausch technischer Kapazitäten, die Modernisierung der Verwaltung und die Aktualisierung der Kooperationsmechanismen im Bereich Sozialschutz und Rentenversicherung leiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bildung-kultur-sport-und-bekampfung-von-hassrede"><span id="bildung-kultur-sport-und-bekaempfung-von-hassrede">Bildung, Kultur, Sport und Bekämpfung von Hassrede</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt liegt auf Bildung und Kultur. Die Regierungen aktualisierten den Rahmen für die Zusammenarbeit der spanischen Bildungseinrichtungen in Marokko, einschließlich der Bedingungen für Auswahl, Einsatz und Koordination des Lehrpersonals. Ziel ist eine klar definierte, institutionalisierte und evaluierbare Struktur der Bildungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sportbereich wurde ein MoU zur Stärkung der bilateralen Kooperation unterzeichnet. Es umfasst gemeinsame Maßnahmen zu Ausbildung, Wissensaustausch, Organisation von Sportveranstaltungen und Schutz der Athletinnen und Athleten. Ein jährlicher Steuerungsausschuss soll die Umsetzung begleiten und eine stärkere Einbindung von Sport in gesellschaftliche und jugendpolitische Programme unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Abkommen widmet sich der Prävention und Bekämpfung von Hassrede. Dieses MoU sieht institutionelle Kooperation, öffentliche Sensibilisierung und gemeinsame Maßnahmen gegen Desinformation vor. Es reagiert auf die Zunahme xenophober Botschaften in sozialen Medien und verfolgt das Ziel, Koexistenz und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatischer-dialog-landwirtschaft-und-maritime-ressourcen"><span id="diplomatischer-dialog-landwirtschaft-und-maritime-ressourcen">Diplomatischer Dialog, Landwirtschaft und maritime Ressourcen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="570" height="426" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7XBwsoWMAAnDEk.jpeg" alt="" class="wp-image-22659 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7XBwsoWMAAnDEk.jpeg 570w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7XBwsoWMAAnDEk-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7XBwsoWMAAnDEk-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7XBwsoWMAAnDEk-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7XBwsoWMAAnDEk-380x284.jpeg 380w" sizes="(max-width: 570px) 100vw, 570px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf außenpolitischer Ebene unterzeichneten die Außenministerien drei Memoranda. Das erste zielt auf die Förderung einer feministischen Diplomatie und setzt Schwerpunkte bei Gleichstellung und Stärkung von Frauen und Mädchen in der Außenpolitik. Das zweite regelt den Austausch junger Diplomatinnen und Diplomaten und soll Mobilitätsprogramme zwischen diplomatischen Akademien etablieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das dritte schafft einen strukturierten Rahmen für die Ausbildung marokkanischer und spanischer Diplomaten über eine institutionalisierte Partnerschaft zwischen dem marokkanischen Ausbildungsinstitut und der spanischen Diplomatenschule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich Landwirtschaft und Fischerei wurden Abkommen zur Kooperation bei Innovation, Wassermanagement, Unterstützung ländlicher Räume und Bekämpfung illegaler Fischerei verabschiedet. Beide Länder wollen maritime Fischerei, Aquakultur, nachhaltige Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und ländliche Entwicklung gemeinsam fördern. Die Abkommen sehen eine engere fachliche Zusammenarbeit zwischen Behörden, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsakteuren vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich wurde ein MoU zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zur Erforschung der Seismizität und Geodynamik in der Straße von Gibraltar unterzeichnet. Dieser Raum liegt an der Kollisionszone der eurasischen und der afrikanischen Platte und stellt ein gemeinsames Sicherheitsinteresse dar. Vereinbart sind der Austausch wissenschaftlicher Informationen, koordinierte Beobachtungsnetze sowie ein konzertierter Ansatz zur Verbesserung der Kenntnisse über Erdbeben und potenzielle Tsunamis in dieser Region.</p>
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		<title>Deutsch-marokkanische Wirtschaftsbeziehungen: Sechs Trends, die den Kurs bestimmen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 18:03:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko befinden sich in einer Phase der Neujustierung. Verschiedene Entwicklungen aus der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen%2F&amp;action_name=Deutsch-marokkanische%20Wirtschaftsbeziehungen%3A%20Sechs%20Trends%2C%20die%20den%20Kurs%20bestimmen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/">Deutsch-marokkanische Wirtschaftsbeziehungen: Sechs Trends, die den Kurs bestimmen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko befinden sich in einer Phase der Neujustierung. Verschiedene Entwicklungen aus der Vergangenheit wirken bis heute nach, aktuelle Dynamiken verändern die Zusammenarbeit und neue Potenziale zeichnen sich ab. Insgesamt lassen sich zwei abgelaufene, zwei aktuelle und zwei mögliche Trends erkennen, die den wirtschaftspolitischen Rahmen prägen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-trends-der-vergangenheit"><span id="trends-der-vergangenheit">Trends der Vergangenheit </span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fachkrafteeinwanderung-grenzen-eines-modells"><span id="fachkraefteeinwanderung-grenzen-eines-modells">Fachkräfteeinwanderung: Grenzen eines Modells</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fachkräfteeinwanderung aus Marokko nach Deutschland stößt zunehmend an strukturelle Grenzen. Programme, die ausbildungswillige Marokkanerinnen und Marokkaner in Berufen des Niedriglohnsektor nach Deutschland bringen, sind mit steigenden Risiken und sichtbaren Misserfolgen verbunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu wirken sich der massive Stellenabbau im deutschen Industriesektor und den vielen arbeitslosen Zugewanderten aus Syrien und der Ukraine auf die Aufnahmebereitschaft aus.  Die innenpolitische Stimmung ist angespannt, Verschärfungen bei Einbürgerungsvoraussetzungen haben frühere progressive Reformen relativiert. Unter diesen Bedingungen verliert dieses Einwanderungsmodell an politischer und gesellschaftlicher Tragfähigkeit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><video controls src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/bbdsnww1xge-xmj4_3xXljYVO.mp4"></video></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch deshalb hat der Bundeskanzler diese Woche beim SZ-Wirtschaftsgipfel auf eine Regelung im Koalitionsvertrag verwiesen: Die quasi Verstaatlichung der Fachkräftevermittlung. Dies geschieht durch die Etablierung einer “Work-and-Stay-Agentur“, die private und teilweise dubiose Vermittler durch digitale Prozesse umgeht und gezielter hochqualifizierte Menschen akquirieren wird.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-energie-und-wasserstoff-verpasste-chancen-durch-unterschiedliche-logiken"><span id="energie-und-wasserstoff-verpasste-chancen-durch-unterschiedliche-logiken">Energie und Wasserstoff: Verpasste Chancen durch unterschiedliche Logiken</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Energiebereich, insbesondere beim Thema <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wasserstoff/">Wasserstoff</a>, ist ein deutlicher Bruch zwischen Erwartungen und tatsächlichen Abläufen erkennbar. Marokko setzte lange primär auf staatliche Abkommen und zeigte Zurückhaltung gegenüber marktwirtschaftlichen Mechanismen. In Deutschland hingegen besteht eine klare Arbeitsteilung: Der Staat schafft frühzeitig regulatorische Sicherheit, während private Unternehmen investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marokkanische Stellen sendeten widersprüchliche Signale an deutsche Investoren. Statt zügig eigene Vorstudien vorzulegen, wurde ironischerweise viel Energie darauf verwendet, deutsche Fördergelder für Realisierungsstudien einzuwerben – und damit wertvolles Momentum verspielt. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-22217 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/GsmHOZbWEAAjpqS.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig setzte die Energieministerin mit einem Zielpreis von drei Euro pro Kilogramm Wasserstoff eine Marke, die deutlich unter den aktuellen Marktpreisen für grünen Wasserstoff von rund acht bis dreizehn Euro liegt. Ambitionierte Ziele sind sinnvoll, doch sie müssen mit realistischen Pfaden und partnerschaftlichen Rahmenbedingungen unterlegt werden – sonst schrecken sie seriöse Investitionen eher ab, als sie anzuziehen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aktuelle-entwicklungen-zwischen-deutschland-und-marokko"><span id="aktuelle-entwicklungen-zwischen-deutschland-und-marokko">Aktuelle Entwicklungen zwischen Deutschland und Marokko</span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-starke-prasenz-deutscher-interessen-in-marokko-wo-bleibt-das-gleichgewicht"><span id="starke-praesenz-deutscher-interessen-in-marokko-wo-bleibt-das-gleichgewicht">Starke Präsenz deutscher Interessen in Marokko: Wo bleibt das Gleichgewicht?</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausbau deutscher Institutionen in Marokko schreitet voran. Neben der AHK und Germany Trade & Invest hat der <a href="https://fokus-afrika.de/bvmw-eroeffnet-buero-in-rabat-weitere-deutsch-marokkanische-wirtschaftskooperation/">Bundesverband Mittelstand kürzlich ein Verbindungsbüro in Rabat</a> eröffnet. Damit ist Deutschland institutionell breit vertreten und verfügt über eine stabile operative Infrastruktur.</p>



<iframe src="https://www.linkedin.com/embed/feed/update/urn:li:share:7397551291155243008?collapsed=1" height="668" width="504" frameborder="0" allowfullscreen="" title="Eingebetteter Beitrag"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Während die deutsche Seite ihre Präsenz ausbaut, fehlt auf marokkanischer Seite weiterhin eine langfristig handlungsfähige Repräsentanz in Deutschland. Roadshows, Messeauftritte oder projektbezogene Delegationsreisen schaffen nur punktuelle Sichtbarkeit, erzielen jedoch keine kontinuierliche Wirkung. Dauerhafte Präsenz in Deutschland ist entscheidend, um Vertrauen aufzubauen, Interessen konsistent zu vertreten und komplexe Investitionsprozesse transparent zu begleiten. Sie bildet die Grundlage für ein koordiniertes wirtschaftliches Auftreten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-nearshoring-marokko-im-wettbewerb-um-produktionsstandorte"><span id="nearshoring-marokko-im-wettbewerb-um-produktionsstandorte">Nearshoring: Marokko im Wettbewerb um Produktionsstandorte</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der globale Trend zum Nearshoring beeinflusst deutsche Unternehmen spürbar. Hohe Energiepreise, Bürokratie und strukturelle Kosten in der Bundesrepublik lassen Unternehmen nach alternativen Standorten suchen. Marokko bietet eine Kombination aus Logistik, politischer Stabilität und marktnahen Industrieclustern.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659.jpg" alt="" class="wp-image-22219 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Vue_generaleH13A0659-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Hafen Tanger Med fungiert als logistisches Rückgrat, das den Güterverkehr zwischen Europa, Afrika und anderen globalen Märkten zuverlässig verbindet. Ergänzt wird dies durch wettbewerbsfähige Steuersätze, moderne Industrieparks und moderate Lohnkosten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch diese Standortvorteile entsteht ein Umfeld, in dem deutsche Unternehmen zunehmend Produktionsprozesse verlagern oder erweitern. Marokko positioniert sich damit als industrielle Erweiterung des europäischen Wirtschaftsraums und stärkt seine Rolle in globalen Lieferketten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zukunftige-dynamiken-das-potential-deutsch-marokkanischer-zusammenarbeit"><span id="zukuenftige-dynamiken-das-potential-deutsch-marokkanischer-zusammenarbeit">Zukünftige Dynamiken: Das Potential deutsch-marokkanischer Zusammenarbeit</span></h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rustungsindustrie-zwischen-wirtschaftszweig-und-nationales-sicherheitsinteresse"><span id="ruestungsindustrie-zwischen-wirtschaftszweig-und-nationales-sicherheitsinteresse">Rüstungsindustrie: Zwischen Wirtschaftszweig und Nationales Sicherheitsinteresse </span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="666" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-1024x666.jpg" alt="" class="wp-image-22218 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-1024x666.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-300x195.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-768x500.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-1536x999.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-380x247.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-800x520.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702-1160x754.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/IMG_2702.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die sicherheitspolitischen Verschiebungen in Europa und der Ukraine-Krieg haben in Deutschland zu einem massiven Ausbau des militärisch-industriellen Komplexes geführt. Gleichzeitig kämpft die deutsche Rüstungsindustrie mit bekannten strukturellen Problemen: hohe Bürokratielasten, Flächenknappheit und steigende Kosten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko kann hier eine strategische Rolle einnehmen. Die deutsche Verteidigungsindustrie benötigt langfristige Sammelbestellungen, um Produktionsprozesse zu skalieren. Produktions- oder Vertriebsstrukturen in Marokko würden den Zugang zu Märkten in Afrika und Südamerika erleichtern. Beispiele wie die Präsenz des Zulieferers Böllhoff in Casablanca verdeutlichen, dass industrielle Strukturen im sicherheitsrelevanten Bereich implementierbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem globalen Kontext, in dem neue Sicherheitskooperationen entstehen, könnte dieser Sektor zu einem zentralen Feld deutsch-marokkanischer Zusammenarbeit werden. Hier gilt es bald Fakten zu schaffen – auch im Interesse des marokkanischen Sicherheitspolitik.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-investitionen-in-der-marokkanischen-sahara-neue-raume-durch-politischen-ruckenwind"><span id="investitionen-in-der-marokkanischen-sahara-neue-raeume-durch-politischen-rueckenwind">Investitionen in der marokkanischen Sahara: Neue Räume durch politischen Rückenwind</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Sahara</a> gewinnt für Investitionen an Bedeutung. Bisher waren dort vor allem große deutsche Konzerne vertreten, darunter Siemens Energy und Heidelberg Cement. Diese Projekte markierten eine erste Phase der wirtschaftlichen Öffnung der Region für deutsche Fachkonzerne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21661 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4nnxbyWoAARGqX.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/">jüngste Beschluss des UN-Sicherheitsrats</a> verschafft Marokko zusätzliche politische Argumente, um deutsche Unternehmen, gerade den breit aufgestellten deutschen Mittelstand, zu Investitionen in der Sahara einzuladen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Ausweitung dieser Aktivitäten wären verschiedene Flankierungen erforderlich. Dazu gehören staatliche Bürgschaften, eine breitere politische Unterstützung für Projekte in der Region und die Ausweitung konsularischer Dienstleistungen der deutschen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/botschaft/">Botschaft</a> auf die Sahara.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Kombination mit der <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">Königlichen Atlantik-Initiative</a>, die zum Ziel hat den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a>-Staaten den logistischen Zugang zum Ozean zu ermöglichen, würde die Sahara als Investitionsraum stärker in die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen eingebunden werden und könnte eine nach Afrika ausgehende markteröffnende Rolle im Gefüge der deutsch-marokkanischen Kooperation einnehmen.</p>
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			<media:title type="html">Deutsch-marokkanische Wirtschaftsbeziehungen: Sechs Trends, die den Kurs bestimmen</media:title>
			<media:description type="html">Sechs Trends zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Marokko. Von Fachkräftemigration bis Rüstungsindustrie - Ein 360°-Blick.</media:description>
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		<title>Algeriens Außenpolitik zwischen Sahelkrisen, Migration und globaler Neuordnung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algeriens-aussenpolitik-zwischen-sahelkrisen-migration-und-globaler-neuordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 23:03:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Algerien positioniert sich im Kontext regionaler Konflikte, globaler Machtverschiebungen und eigener Reformen als sicherheitspolitischer und diplomatischer Akteur im&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgeriens-aussenpolitik-zwischen-sahelkrisen-migration-und-globaler-neuordnung%2F&amp;action_name=Algeriens%20Au%C3%9Fenpolitik%20zwischen%20Sahelkrisen%2C%20Migration%20und%20globaler%20Neuordnung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-aussenpolitik-zwischen-sahelkrisen-migration-und-globaler-neuordnung/">Algeriens Außenpolitik zwischen Sahelkrisen, Migration und globaler Neuordnung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Algerien positioniert sich im Kontext regionaler Konflikte, globaler Machtverschiebungen und eigener Reformen als sicherheitspolitischer und diplomatischer Akteur im weiteren Mittelmeerraum und in der Sahelzone. Bei einer Veranstaltung des nordafrikanischen Programms des <em>Stimson Center</em> in Washington skizzierte Algeriens Botschafter in den USA, Sabri Boukadoum, Grundlinien dieses außenpolitischen Selbstverständnisses. Im Mittelpunkt standen die Rolle Algeriens in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/">Auseinandersetzung um die Westsahara</a>, der Umgang mit irregulärer Migration sowie die Beziehungen zu den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">Europa</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algerien-im-sicherheitsrat-und-als-regionaler-vermittler"><span id="algerien-im-sicherheitsrat-und-als-regionaler-vermittler">Algerien im Sicherheitsrat und als regionaler Vermittler</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien ist für die Jahre 2024 und 2025 als nichtständiges Mitglied in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt. Boukadoum ordnete dies in eine längere Tradition internationaler Diplomatie ein, die von der Vermittlung im malischen Friedensprozess 2015 bis zu Angeboten in der Niger-Krise reicht. Die Mitgliedschaft im Sicherheitsrat versteht er als Fortsetzung einer außenpolitischen Linie, die auf Mediation, Ablehnung ausländischer Militärpräsenz in der unmittelbaren Nachbarschaft und Betonung afrikanischer Verantwortung setzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sahara und die Sahelzone beschrieb er als historisch, kulturell und sozial eng verflochtene Räume. Nordmali sei aus algerischer Perspektive eine „Verlängerung“ Algeriens, während <a href="https://fokus-afrika.de/diplomatische-spannungen-unterstuetzt-algerien-terrorgruppen-im-mali/">Südalgerien für viele Menschen in Mali in ähnlicher Weise Referenzraum</a> sei. In Grenzdörfern lebten Familien und Stämme beiderseits der Staatsgrenzen, die durch moderne Linien geografisch getrennt, gesellschaftlich aber eng verbunden seien. Vor diesem Hintergrund begründet Algerien seinen Anspruch, sich in <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/">Mali und in der Sahelzone sicherheitspolitisch und diplomatisch zu engagieren.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sahelzone-staatsfragilitat-und-ablehnung-auslandischer-basen"><span id="sahelzone-staatsfragilitaet-und-ablehnung-auslaendischer-basen">Sahelzone, Staatsfragilität und Ablehnung ausländischer Basen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boukadoum schilderte Nordmali als Region, in der es über Jahre an staatlicher Präsenz in Form von Polizei, Schulen und Gesundheitsdiensten gefehlt habe. In diesem Umfeld träfen lokale Konflikte, wirtschaftliche Perspektivlosigkeit, organisierte Kriminalität und ausländische Einflussnahme aufeinander.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Position zu ausländischen Truppen in der Region formulierte er klar. Das Land lehne ausländische Militärbasen in der unmittelbaren Nachbarschaft ab. Fragen von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/terrorismus/">Terrorismus</a>, Schmuggel und Grenzsicherheit seien nach dieser Lesart zunächst Aufgabe der Anrainerstaaten und regionaler Organisationen. Internationale Akteure sollten mit den betroffenen Ländern und nicht an ihnen vorbei agieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-irregulare-migration-mittelmeerraum-und-verantwortung-europas"><span id="irregulaere-migration-mittelmeerraum-und-verantwortung-europas">Irreguläre Migration, Mittelmeerraum und Verantwortung Europas</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die irreguläre Migration in Richtung Europa. Boukadoum verwies darauf, dass Migrantinnen und Migranten nicht nur aus der Sahelzone und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/">Westafrika</a> stammten. Es gebe auch Herkunftsregionen in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/">Ostafrika</a> und Asien. Algerien sei für viele nicht Zielstaat, sondern Transitland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht des Botschafters kann eine rein sicherheitspolitische Antwort auf die Migrationsbewegungen nicht ausreichen. Er verwies auf die geographische Nähe: Inseln im Mittelmeer seien von nordafrikanischen Küsten in wenigen Stunden mit kleinen Booten erreichbar. Grenzzäune oder rechtliche Verschärfungen allein könnten diese Dynamik nicht stoppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boukadoum stellte die Erwartung infrage, nordafrikanische Staaten sollten als „Polizei Europas“ agieren. Er verwies auf lange Landgrenzen in der Sahara und auf Küstenabschnitte, deren vollständige Überwachung kaum möglich sei. Aus algerischer Perspektive müsse Europa stärker an der Bearbeitung der Konflikte und ökonomischen Krisen in Herkunfts- und Transitländern mitwirken. Krisen wie in Sudan, Niger, Mali und Libyen hätten unmittelbare Folgen für Flucht- und Migrationsbewegungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-selbstbestimmung-und-verhaltnis-zu-marokko"><span id="westsahara-selbstbestimmung-und-verhaeltnis-zu-marokko">Westsahara, Selbstbestimmung und Verhältnis zu Marokko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung um die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Westsahara</a> und das Verhältnis zu <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> wurden offen angesprochen. Boukadoum bezeichnete die Westsahara-Frage als Dekolonisierungsthema, das in den Vereinten Nationen als solches geführt werde. Kernpunkt der algerischen Position sei das Recht auf Selbstbestimmung der Bevölkerung der Westsahara.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="810" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Sabri_Boukadoum_2019.jpg" alt="" class="wp-image-22140 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Sabri_Boukadoum_2019.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Sabri_Boukadoum_2019-237x300.jpg 237w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Sabri_Boukadoum_2019-380x481.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Algerien betrachte sich nicht als Vertreter der Sahrauis, sondern als Unterstützer eines unter UN-Schirmherrschaft laufenden Prozesses. Die betroffenen Menschen müssten selbst entscheiden, welche Lösung sie akzeptierten. Vorschläge wie ein <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/">marokkanischer Autonomieplan</a> könnten nur als Option im Rahmen von Verhandlungen gesehen werden, nicht als vorweggenommene Endlösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boukadoum verwies auf die seit Jahrzehnten in <a href="https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/">Lagern im Südwesten Algeriens lebenden Flüchtlinge</a> und auf einen Rückgang internationaler Hilfe. Eine dauerhafte Zwischenposition ohne politische Lösung stelle aus algerischer Sicht keine tragfähige Perspektive dar.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beziehungen-zu-den-usa-energie-sicherheit-und-technologie"><span id="beziehungen-zu-den-usa-energie-sicherheit-und-technologie">Beziehungen zu den USA: Energie, Sicherheit und Technologie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten beschrieb Boukadoum als historisch gewachsen und gegenwärtig ausbaufähig. Er erinnerte an frühe Verträge mit den USA im 18. und 19. Jahrhundert und an algerische Unterstützung auf Seiten der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Heute reichen die Themenfelder von Energie über Landwirtschaft bis hin zu Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Veranstaltung des <em>Stimson Center</em> verdeutlichte, sehen algerische Entscheidungsträger Chancen in gemeinsamen Projekten zu Energie, Infrastruktur und neuen Technologien. Algerien ist ein etablierter Gaslieferant für Europa und bemüht sich zugleich, die eigene Wirtschaft zu diversifizieren. US-Unternehmen sind bereits im Land aktiv, weitere Investitionen etwa in der Landwirtschaft und im Energiesektor werden ins Auge gefasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheitspolitisch nutzt Algerien den Dialog mit den USA für Austausch zu Terrorismus, Grenzsicherheit und Entwicklungen im Sahel. Eine vertiefte Verteidigungszusammenarbeit bildet den Rahmen für erweiterte militärische Kooperation, ohne die Grundlinie der Nichtblockzugehörigkeit aufzugeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-china-russland-und-die-tradition-der-blockfreiheit"><span id="china-russland-und-die-tradition-der-blockfreiheit">China, Russland und die Tradition der Blockfreiheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu pflegt Algerien enge Beziehungen zu China und Russland. Boukadoum verwies auf chinesische Unterstützung während des antikolonialen Kampfes und auf Algeriens Rolle bei der Rückkehr Chinas in die Vereinten Nationen Anfang der 1970er Jahre. Heute ist China ein wichtiger wirtschaftlicher Partner in Infrastruktur und Handel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezogen auf Russland betonte Boukadoum, dass Algerien seine außenpolitischen Entscheidungen an den eigenen Interessen ausrichte. Das Land versteht sich als blockfrei und nicht an einzelne Großmächte gebunden. In der Sahelzone lehnt Algerien ausländische Militärbasen ab. Entsprechende Engagements anderer Akteure betrachtet es, insbesondere in fragilen Staaten, mit Skepsis.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-historische-lasten-und-verhaltnis-zu-europa"><span id="historische-lasten-und-verhaeltnis-zu-europa">Historische Lasten und Verhältnis zu Europa</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-22141 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-1024x681.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-2048x1362.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/2019_Comprehensive_Test-Ban_Treaty_Article_XIV_Conference_48832049547-1.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Verhältnis zu Europa bilden koloniale Erfahrungen und Migrationsfragen wichtige Bezugspunkte. Boukadoum bezeichnete Algerien als „junges unabhängiges Land“ mit einer langen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/kolonialismus/">Kolonialgeschichte</a>, die bis heute in der politischen Kultur wirke. Das Verhältnis zu Frankreich sei von der Gewalt des Unabhängigkeitskrieges und von Debatten um Deutungshoheit über die Vergangenheit geprägt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verwies der Botschafter auf die enge geografische und wirtschaftliche Verflechtung mit europäischen Nachbarn. Energieversorgung, Handel, Migration und Sicherheit im Mittelmeerraum stellten gemeinsame Themen dar. Algerien fordert in diesen Feldern eine Zusammenarbeit, die auf gegenseitigem Respekt, Anerkennung historischer Realitäten und einer stärker geteilten Verantwortung in der Sahelzone basiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-digitalisierung-datenzentren-und-aussenpolitische-dimension"><span id="digitalisierung-datenzentren-und-aussenpolitische-dimension">Digitalisierung, Datenzentren und außenpolitische Dimension</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss des Gesprächs verwies Boukadoum auf die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/digitalisierung/">digitale Transformation</a> als innen- und außenpolitisches Querschnittsthema. Algerien baut eine nationale Infrastruktur für <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ki/">Künstliche Intelligenz</a> auf und verfügt über eine spezialisierte Hochschule, die Fachkräfte für diesen Bereich ausbildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Botschafters werden Möglichkeiten geprüft, Rechenzentren in der Sahara anzusiedeln. Verknüpft werden dabei große verfügbare Flächen, Energiepotenziale und Glasfaseranbindungen nach Europa. Diese Projekte liegen an der Schnittstelle von Technologiepolitik, Energiepolitik und außenwirtschaftlicher Strategie und fügen sich in das Bild eines Landes ein, das seine geografische Lage und seine Ressourcen in einer sich verändernden globalen Ordnung neu definiert.</p>
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			<media:title type="html">Algeriens Außenpolitik zwischen Sahelkrisen, Migration und globaler Neuordnung</media:title>
			<media:description type="html">Wie Algerien zwischen Sahelkrisen, Westsahara-Konflikt, Migration über das Mittelmeer und Allianzen mit USA, Europa, China und Russland navigiert.</media:description>
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			<media:title type="html">Sabri_Boukadoum_2019</media:title>
			<media:description type="html">Sabri Boukadoum, Minister of Foreign Affairs for Algeria, is seen during the 2019 Comprehensive Test-Ban Treaty Article XIV Conference in Conference Room 2 at United Nations Headquarters in New York, NY, USA on September 25, 2019.</media:description>
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		<item>
		<title>MINURSO: Marokko siegt im Sicherheitsrat &#8211; König reicht die Hand für Dialog</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 21:54:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 31. Oktober die Mission MINURSO um ein Jahr verlängert und zugleich&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fminurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog%2F&amp;action_name=MINURSO%3A%20Marokko%20siegt%20im%20Sicherheitsrat%20%26%238211%3B%20K%C3%B6nig%20reicht%20die%20Hand%20f%C3%BCr%20Dialog&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/">MINURSO: Marokko siegt im Sicherheitsrat &#8211; König reicht die Hand für Dialog</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 31. Oktober die Mission MINURSO um ein Jahr verlängert und zugleich die politische Linie deutlich auf den <strong>marokkanischen Autonomieplan</strong> ausgerichtet. Die <strong>Resolution 2797</strong> nimmt Bezug auf die wachsende internationale Unterstützung für diesen Ansatz und fordert die Konfliktparteien auf, <strong>ohne Vorbedingungen</strong> in Verhandlungen einzutreten, wobei der Autonomieplan als <strong>grundlegende Verhandlungsbasis</strong> benannt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Elf Staaten stimmten dafür, drei enthielten sich, eine Delegation nahm nicht teil. Der Text verlangt zudem innerhalb von sechs Monaten eine <strong>strategische Überprüfung</strong> des Mandats. Wie die <em>Security</em> <em>Council Report</em> im Vorfeld berichte, markiert die Sprachwahl eine starke Gewichtung des Autonomieansatzes gegenüber früheren Formulierungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abstimmung-und-die-initiative-der-usa"><span id="abstimmung-und-die-initiative-der-usa">Abstimmung und die Initiative der USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Annahme erfolgte ohne Gegenstimme. <strong>Russland</strong>, <strong>China</strong> und <strong>Pakistan</strong> enthielten sich. <strong>Algerien</strong> nahm nicht teil und kritisierte, der Text entspreche nicht seiner Lesart von Dekolonisationsfragen. Die <strong>USA</strong>, <strong>Frankreich</strong> und das <strong>Vereinigte Königreich</strong> unterstützten die Linie, den Autonomieplan als „glaubwürdig“ und „realistisch“ einzuordnen und ihn in den Mittelpunkt der nächsten Gesprächsrunde zu stellen. Der Sicherheitsrat bekräftigte zugleich die Unterstützung für den Prozess des Generalsekretärs und die Vermittlungsbemühungen des persönlichen Gesandten <strong>Staffan de Mistura</strong>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="388" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/eb4b7398-8a44-4f2c-ad8e-273fd4e39d0c.jpeg" alt="" class="wp-image-21429 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/eb4b7398-8a44-4f2c-ad8e-273fd4e39d0c.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/eb4b7398-8a44-4f2c-ad8e-273fd4e39d0c-300x166.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/eb4b7398-8a44-4f2c-ad8e-273fd4e39d0c-380x211.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">“Wir haben uns wirklich bemüht, die Vorschläge aller zu berücksichtigen, und sie waren ziemlich zahlreich aus dem gesamten Rat”, sagte <strong>Michael Waltz</strong>, der Vertreter der Vereinigten Staaten. Er sagte, sein Land und Präsident Donald Trump seien entschlossen in ihrer “Unterstützung für den Frieden”.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Botschafter Waltz forderte alle Parteien auf, die kommenden Wochen zu nutzen, um ernsthafte Diskussionen zu führen und “Marokkos glaubwürdigen und realistischen Autonomievorschlag als einzige Grundlage für eine gerechte und dauerhafte Lösung des Streits” zu nutzen. “Wir glauben, dass der <a href="https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/">regionale Frieden in diesem Jahr</a> möglich ist, und wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um Fortschritte bei der Richtung dieses gemeinsamen Ziels des Friedens und des Wohlstands für die Menschen in der Westsahara zu erleichtern”, schloss er.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-minurso-kernelemente-der-resolution"><span id="minurso-kernelemente-der-resolution">MINURSO: Kernelemente der Resolution</span></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Verlängerung</strong> des MINURSO-Mandats bis <strong>31. Oktober 2026</strong>.</li>



<li><strong>Aufforderung</strong> an <strong>Marokko</strong>, die <strong>Polisario-Front</strong>, <strong>Algerien</strong> und <strong>Mauretanien</strong>, sich <strong>ohne Vorbedingungen</strong> auf Basis des <strong>Autonomieplans</strong> an einer Verhandlungsrunde zu beteiligen.</li>



<li><strong>Anerkennung</strong>, dass <strong>„echte Autonomie“</strong> unter marokkanischer Souveränität die <strong>am ehesten machbare</strong> politische Lösung darstellen könne.</li>



<li><strong>Stärkung</strong> des UN-geführten Prozesses und <strong>Dank</strong> an Staaten, die Verhandlungen <strong>ausrichten</strong> wollen.</li>



<li><strong>Hinweise</strong> auf humanitäre Erfordernisse, die <strong>Registrierung von Flüchtlingen</strong> sowie die <strong>uneingeschränkte Einhaltung des Waffenstillstands</strong>.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Punkte konsolidieren die Linie vergangener Jahre, vermeiden Referenzen auf ein Referendum und betonen stattdessen <strong>kompromissbasierte, realistische und pragmatische</strong> Verhandlungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokkos-diplomatischer-moment"><span id="marokkos-diplomatischer-moment">Marokkos diplomatischer Moment</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20823 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3KSv_aXEAAmm5X-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit der erneuten und nun deutlicheren Bezugnahme auf den Autonomieansatz hat Rabat einen wichtigen Markstein gesetzt. In der Ansprache hob der König hervor, dass ein großer Teil der UN-Mitgliedstaaten den Plan als <strong>einzigen tragfähigen Rahmen</strong> betrachte. Zugleich wurde betont, Marokko verstehe die jüngsten Beschlüsse nicht als „Trophäe“, sondern als Grundlage, um <strong>Gespräche ohne Sieger und Besiegte</strong> zu ermöglichen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Diplomatie stützt sich dabei auf mehrere Stränge: bilaterale Positionierungen von Partnern in Europa, Nordamerika, der arabischen Welt und in Afrika, die Eröffnung konsularischer Vertretungen in Laâyoune und Dakhla sowie die Einbindung wirtschaftlicher Akteure in Infrastruktur- und Investitionsprojekte der Südprovinzen. Der Sicherheitsrat greift diese Stränge indirekt auf, indem er <strong>pragmatische, realistische und kompromissorientierte Lösungen</strong> in den Vordergrund rückt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rede-des-konigs-einheit-gleichheit-dialog"><span id="rede-des-koenigs-einheit-gleichheit-dialog">Rede des Königs: Einheit, Gleichheit, Dialog</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21434 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-2048x1365.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC1391-1.jpg-31102025_203417619428522520-3-1.jpg 2400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar nach der Abstimmung ordnete <strong>König Mohammed VI.</strong> die Entscheidung in einer Ansprache innen- und außenpolitisch ein. Er sprach von einem <strong>„Wendepunkt“</strong> und betonte die <strong>Einheit des Landes von Tanger bis Lagouira</strong>. Zentrale Botschaften der Rede:</p>
</div></div>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Klarer Bezug</strong> auf die Resolution: Der König hob hervor, dass der Sicherheitsrat nun die <strong>Prinzipien</strong> für eine <strong>endgültige politische Regelung</strong> präziser benenne und dass <strong>Marokko</strong> die <strong>Ausarbeitung</strong> einer <strong>aktualisierten, detaillierten Autonomie-Vorlage</strong> für eine <strong>spätere Vorlage</strong> bei den Vereinten Nationen vorbereite.</li>



<li><strong>Gleichheit der Bürgerinnen und Bürger</strong>: „Es gibt <strong>keinen Unterschied</strong> zwischen Rückkehrern aus den <strong>Lagern von Tindouf</strong> und ihren Brüdern im übrigen Staatsgebiet.“</li>



<li><strong>Einladung zum Dialog</strong>: Der König richtete einen <strong>offenen Dialogaufruf</strong> an den algerischen Präsidenten <strong>Abdelmadjid Tebboune</strong>, um auf Grundlage von <strong>Vertrauen, Nachbarschaft und Kooperation</strong> bilaterale Spannungen abzubauen.</li>



<li><strong>Regionale Einbettung</strong>: Der Monarch stellte die <strong>Südprovinzen</strong> als <strong>Entwicklungs- und Stabilitätsknoten</strong> dar, auch mit Blick auf den <strong>Sahel</strong> und transsaharische Verbindungen.</li>



<li><strong>Anerkennung internationaler Unterstützer</strong>: Genannt wurden insbesondere die <strong>USA</strong>, <strong>Frankreich</strong>, das <strong>Vereinigte Königreich</strong> und <strong>Spanien</strong>, daneben arabische und afrikanische Partner.</li>
</ul>



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<p class="wp-block-paragraph">Wörtliche Passagen aus der Rede betonen die historische Zäsur: „<strong>Es wird ein Davor und Danach geben – 31. Oktober 2025</strong>.“ Die Autonomie sei die <strong>einzige tragfähige Grundlage</strong> für Verhandlungen, zugleich bleibe Marokko an einer <strong>„Lösung ohne Sieger und Besiegte“</strong> interessiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-relevanz-fur-afrika-und-nachste-schritte"><span id="relevanz-fuer-afrika-und-naechste-schritte">Relevanz für Afrika und nächste Schritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung hat <strong>überregionale Bedeutung</strong> für <strong>Nordafrika</strong> und den <strong>Sahel</strong>. Die Klarstellung des Sicherheitsrats reduziert <strong>Ambiguitäten</strong> im Prozessdesign und erleichtert Partnern, <strong>Investitionen</strong>, <strong>Infrastrukturprojekte</strong> und <strong>grenzüberschreitende Kooperation</strong> mit den <strong>Südprovinzen</strong> rechtlich und politisch zu verorten. Für die <strong>Afrikanische Union</strong> und subregionale Formate bedeutet die <strong>Fokussierung auf Autonomie</strong> ein <strong>konkretes Referenzmodell</strong>, an das sich <strong>wirtschaftliche Integration</strong>, <strong>Handelserleichterungen</strong> und <strong>Migrationsmanagement</strong> anknüpfen lassen. Humanitäre Aspekte – insbesondere die <strong>versorgungssichere Unterstützung</strong> der in <strong>Algerien</strong> lebenden<strong> Flüchtlinge</strong> – bleiben zugleich explizit Teil des Beschlussrahmens.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="708" height="367" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4ntP3TWgAAXLkR-2.jpeg" alt="" class="wp-image-21439 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4ntP3TWgAAXLkR-2.jpeg 708w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4ntP3TWgAAXLkR-2-300x156.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G4ntP3TWgAAXLkR-2-380x197.jpeg 380w" sizes="(max-width: 708px) 100vw, 708px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf Ebene der Vereinten Nationen ist binnen <strong>sechs Monaten</strong> eine <strong>strategische Überprüfung</strong> von <strong>MINURSO</strong> vorgesehen. Parallel sollen die Parteien eine <strong>Verhandlungsrunde</strong> aufsetzen, an der <strong>Marokko</strong>, <strong>Polisario</strong>, <strong>Algerien</strong> und <strong>Mauretanien</strong> teilnehmen. Staaten, die <strong>Gastgeberrollen</strong> für Gespräche anbieten, werden in der Resolution <strong>ausdrücklich gewürdigt</strong>.</p>
</div></div>
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			<media:title type="html">MINURSO: Marokko siegt im Sicherheitsrat - König reicht die Hand für Dialog</media:title>
			<media:description type="html">UN-Sicherheitsrat verlängert MINURSO bis Oktober 2026 und verweist Verhandlungen auf Basis des marokkanischen Autonomieplans.</media:description>
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		<item>
		<title>USA wollen endgültige Lösung der Westsahara-Frage</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 10:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Washington wächst der Optimismus über eine bevorstehende politische Lösung der Westsahara-Frage. Der Sonderberater des US-Präsidenten für den&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage%2F&amp;action_name=USA%20wollen%20endg%C3%BCltige%20L%C3%B6sung%20der%20Westsahara-Frage&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/">USA wollen endgültige Lösung der Westsahara-Frage</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Washington wächst der Optimismus über eine bevorstehende politische Lösung der Westsahara-Frage. Der Sonderberater des US-Präsidenten für den Nahen Osten und Afrika, Massad Boulos, erklärte gegenüber <em><a href="https://www.skynewsarabia.com/middle-east/1829884-مسعد-بولس-تفاؤل-أميركي-بحل-نهائي-لقضية-الصحراء">Sky News Arabia</a></em>, dass die Vereinigten Staaten an einer endgültigen und dauerhaften Lösung der seit Jahrzehnten bestehenden Auseinandersetzung arbeiten. Seine Äußerungen fielen wenige Tage vor der Abstimmung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 30. Oktober 2025, bei der über die Verlängerung des Mandats der UN-Mission <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minurso/">MINURSO</a> entschieden wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-konsens-und-stabilitat-im-maghreb"><span id="fokus-auf-konsens-und-stabilitaet-im-maghreb">Fokus auf Konsens und Stabilität im Maghreb</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boulos betonte, dass Washington gemeinsam mit Marokko, Algerien und weiteren internationalen Partnern an einer Resolution arbeite, die „so viel Konsens wie möglich“ schaffen soll. Ziel sei es, den Weg zu einem umfassenden Dialog zwischen Rabat und Algier zu ebnen, der zu einer langfristigen politischen Verständigung führen könne. Dabei liege ein besonderes Augenmerk auf der Frage des künftigen Mandatszeitraums der MINURSO, der bisher auf drei Monate festgelegt war, aber geändert werden könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir arbeiten mit allen Mitgliedern des Sicherheitsrats, um eine Formulierung zu finden, die die Standpunkte annähert und uns zur nächsten Phase führt – einem umfassenden Abkommen zwischen Marokko und Algerien“, so Boulos. Er hob hervor, dass alle Themen auf dem Tisch lägen, einschließlich einer möglichen Mandatsverlängerung für die UN-Mission, die seit 1991 den Waffenstillstand überwacht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unverruckbare-us-position-seit-2020"><span id="unverrueckbare-us-position-seit-2020">Unverrückbare US-Position seit 2020</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Position der Vereinigten Staaten erklärte Boulos, dass die Haltung Washingtons zur Westsahara „klar und unumkehrbar“ sei. Bereits im Dezember 2020 hatte die Regierung von Präsident Donald Trump die Souveränität Marokkos über die Westsahara offiziell anerkannt und den Autonomieplan Rabats als „seriöse, realistische und glaubwürdige“ Grundlage für eine politische Lösung bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Anerkennung der marokkanischen Souveränität ist eine endgültige Entscheidung, die nicht rückgängig gemacht wird“, betonte der US-Berater. „Wir betrachten den marokkanischen Autonomieplan als den besten und realistischsten Ansatz, um einen stabilen und dauerhaften Frieden zu erreichen.“</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I had the pleasure of meeting Foreign Minister Bourita to discuss opportunities to strengthen our strategic partnership and alliance, especially as U.S. firms pursue opportunities throughout all of Morocco including its territory of Western Sahara. I discussed efforts to… <a href="https://t.co/Yf5HBYqmyX">pic.twitter.com/Yf5HBYqmyX</a></p>— U.S. Senior Advisor for Arab and African Affairs (@US_SrAdvisorAF) <a href="https://twitter.com/US_SrAdvisorAF/status/1971617717359956384?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Haltung wurde in den vergangenen Jahren von mehreren westlichen Staaten bestätigt, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">Spanien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/">Deutschland</a> und zuletzt auch das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Vereinigte Königreich</a>. Sie alle bezeichneten die marokkanische Initiative als die Grundlage für eine friedliche Lösung unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-optimismus-durch-diplomatische-annaherung-zwischen-marokko-und-algerien"><span id="optimismus-durch-diplomatische-annaeherung-zwischen-marokko-und-algerien">Optimismus durch diplomatische Annäherung zwischen Marokko und Algerien</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Massad Boulos stellte einen direkten Zusammenhang zwischen der Lösung der Sahara-Frage und der Normalisierung der Beziehungen zwischen Marokko und Algerien her, die seit 2021 unterbrochen sind. „Sobald es eine endgültige Lösung für die Sahara gibt, wird die Wiederannäherung zwischen den beiden Nachbarländern deutlich einfacher sein“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er zeigte sich zuversichtlich, dass sowohl König Mohammed VI. als auch die algerische Führung offen für einen „konstruktiven Dialog“ seien. „Wir wissen, dass der König von Marokko eine klare und pragmatische Vision hat. Gleichzeitig erkennen wir, dass Algerien inzwischen bereit ist, an einem friedlichen Dialog teilzunehmen. Daher unser Optimismus, dass eine endgültige Lösung bald erreicht werden kann.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-unterstutzung-fur-rabats-autonomieplan-wachst"><span id="internationale-unterstuetzung-fuer-rabats-autonomieplan-waechst">Internationale Unterstützung für Rabats Autonomieplan wächst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die wachsende Unterstützung für Marokkos Autonomieplan zeigt sich nicht nur in den Vereinigten Staaten und Europa, sondern auch auf dem afrikanischen Kontinent. Laut Angaben des marokkanischen Außenministeriums haben bislang rund 40 Prozent der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union Konsulate in den südlichen Provinzen Dakhla und Laâyoune eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Lateinamerika und der Karibik bekennen sich immer mehr Länder zu Rabats Ansatz. Guatemala, El Salvador, Panama, Barbados und Paraguay zählen zu den Staaten, die den marokkanischen Vorschlag als glaubwürdige Lösung betrachten. In den arabischen Golfstaaten unterstützen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emirate</a>, Kuwait, Bahrain, Oman und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katar</a> geschlossen die territoriale Integrität Marokkos.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ausblick-auf-den-30-oktober-entscheidung-im-un-sicherheitsrat"><span id="ausblick-auf-den-30-oktober-entscheidung-im-un-sicherheitsrat">Ausblick auf den 30. Oktober – Entscheidung im UN-Sicherheitsrat</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1001" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1001x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-21305 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1001x1024.jpeg 1001w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-293x300.jpeg 293w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-768x786.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1501x1536.jpeg 1501w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-380x389.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-800x818.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1-1160x1187.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G0GZ2POWQAErjd1.jpeg 1564w" sizes="(max-width: 1001px) 100vw, 1001px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der kommende 30. Oktober gilt als entscheidendes Datum für die diplomatische Zukunft der Region. Der UN-Sicherheitsrat wird über die Verlängerung des MINURSO-Mandats abstimmen und eine neue Resolution zur Westsahara-Frage beraten. Diplomaten gehen davon aus, dass die Vereinigten Staaten versuchen werden, eine ausgewogene, aber deutlich proaktive Formulierung einzubringen, die sowohl den marokkanischen Autonomieplan bestätigt als auch die Einbindung Algeriens in einen politischen Prozess vorsieht.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wissen, dass es schwierig ist, alle Seiten zufriedenzustellen, aber das Ziel bleibt klar – ein stabiler, dauerhafter Frieden in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrika</a>“, sagte Boulos.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Konferenz der feministischen Diplomatie im Lichte der Sahara und Gleichstellung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/konferenz-der-feministischen-diplomatie-im-lichte-der-sahara-und-gleichstellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 22:21:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat am 22. Oktober 2025 seinen marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita zu einem bilateralen Treffen in Paris empfangen. Im Mittelpunkt&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkonferenz-der-feministischen-diplomatie-im-lichte-der-sahara-und-gleichstellung%2F&amp;action_name=Konferenz%20der%20feministischen%20Diplomatie%20im%20Lichte%20der%20Sahara%20und%20Gleichstellung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/konferenz-der-feministischen-diplomatie-im-lichte-der-sahara-und-gleichstellung/">Konferenz der feministischen Diplomatie im Lichte der Sahara und Gleichstellung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der französische Außenminister <strong>Jean-Noël Barrot</strong> hat am <strong>22. Oktober 2025</strong> seinen marokkanischen Amtskollegen <strong>Nasser Bourita</strong> zu einem bilateralen Treffen in Paris empfangen. Im Mittelpunkt standen die Vertiefung der strategischen Beziehungen, die Zusammenarbeit in internationalen Fragen sowie der Austausch über die <strong>4. Konferenz der feministischen Diplomatie</strong>, die zeitgleich in der französischen Hauptstadt stattfand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Treffen erfolgte knapp ein Jahr nach dem <strong>Staatsbesuch von Präsident Emmanuel Macron in Marokko</strong>, bei dem beide Seiten den Ausbau ihres „<strong>Partnerschaftsverhältnisses von außergewöhnlicher Dichte</strong>“ bekräftigt hatten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frankreichs-anerkennung-der-marokkanischen-souveranitat-uber-die-sahara"><span id="frankreichs-anerkennung-der-marokkanischen-souveraenitaet-ueber-die-sahara">Frankreichs Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Sahara</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch hob Minister Barrot die „<strong>klare und unveränderte Position Frankreichs</strong>“ zur Westsahara hervor. Der französische Außenminister bekräftigte, dass „<strong>Gegenwart und Zukunft der Sahara im Rahmen der marokkanischen Souveränität</strong>“ liegen. Der von Marokko 2007 vorgelegte <strong>Autonomieplan</strong> bleibe „die einzige realistische Grundlage für eine gerechte, dauerhafte und verhandelte politische Lösung im Einklang mit den Resolutionen des UN-Sicherheitsrats“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c.jpg" alt="" class="wp-image-21074 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872473033_6ab84fcaf5_c-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Frankreich unterstütze weiterhin die Bemühungen der Vereinten Nationen, den Konflikt „politisch endgültig“ zu lösen. Damit schließt sich Paris der Linie Washingtons an, das den Autonomieplan seit 2020 offiziell unterstützt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Thema Sahara standen auch die <strong>europäisch-marokkanischen Beziehungen</strong>, die <strong>Zusammenarbeit im Mittelmeerraum</strong> und gemeinsame Interessen in Afrika und im Nahen Osten auf der Tagesordnung. Barrot betonte, die Kooperation zwischen Paris und Rabat solle künftig „noch stärker im Dienste der regionalen Stabilität und des Friedens auf beiden Kontinenten“ stehen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">➡️ La France est résolument engagée aux Nations unies en faveur d’un règlement politique définitif de la question du Sahara occidental, sur la seule base du plan d&#39;autonomie proposé par le Maroc en 2007. <a href="https://t.co/j8G6Izy1nF">https://t.co/j8G6Izy1nF</a></p>— La France au Maroc 🇫🇷🇪🇺 (@AmbaFranceMaroc) <a href="https://twitter.com/AmbaFranceMaroc/status/1981092131063181728?ref_src=twsrc%5Etfw">October 22, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-als-akteur-feministischer-diplomatie"><span id="marokko-als-akteur-feministischer-diplomatie">Marokko als Akteur feministischer Diplomatie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Minister Nasser Bourita nahm in Paris außerdem an der <strong>4. Konferenz der feministischen Diplomatie</strong> teil, an der Außenministerinnen und Außenminister aus rund <strong>50 Ländern</strong> sowie Vertreter internationaler Organisationen, Entwicklungsbanken und zivilgesellschaftlicher Institutionen teilnahmen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">M. Nasser Bourita à la 4ᵉ Conférence des diplomaties féministes : « Sous l’impulsion de SM le Roi, le Maroc a engagé une marche irréversible vers l’égalité femmes-hommes, à travers des réformes constitutionnelles, législatives et institutionnelles. »<br>🔗<a href="https://t.co/UnCqw2S76f">https://t.co/UnCqw2S76f</a> <a href="https://t.co/S9ffDUnwbx">pic.twitter.com/S9ffDUnwbx</a></p>— Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/1981048344970760194?ref_src=twsrc%5Etfw">October 22, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Eröffnungsrede hob Bourita hervor, dass <strong>Marokko auf Initiative von König Mohammed VI. einen „unumkehrbaren Weg hin zu Gleichstellung und Inklusion“</strong> eingeschlagen habe. Der Beitritt Marokkos zum Netzwerk der <strong>Feminist Foreign Policy Group (FFP+)</strong> markiere „eine bewusste Entscheidung, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die dieselben Werte teilen“.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Diplomatie ist eine Diplomatie des Friedens. Sie setzt auf Gleichstellung als Fundament moderner Gesellschaften“, erklärte Bourita.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Er erinnerte daran, dass Marokko bereits 2022 seinen <strong>Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Resolution 1325</strong> über Frauen, Frieden und Sicherheit verabschiedet habe, der nun bis 2026 verlängert wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frauen-in-frieden-sicherheit-und-diplomatie"><span id="frauen-in-frieden-sicherheit-und-diplomatie">Frauen in Frieden, Sicherheit und Diplomatie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c.jpg" alt="" class="wp-image-21076 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872229736_16752820b0_c-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist laut Bourita <strong>neunter größter Truppensteller bei UN-Friedenseinsätzen</strong>, mit <strong>3.400 Blauhelmen</strong>, darunter <strong>120 Frauen</strong>. Ziel sei, ihren Anteil weiter zu erhöhen. Darüber hinaus bilde das Land <strong>Mediatorinnen und Wahlbeobachterinnen</strong> in Zusammenarbeit mit der <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a></strong> aus – bislang <strong>175 von 300 Absolventen</strong>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gleichstellungspolitik finde auch im religiösen Bereich Ausdruck: sogenannte <strong>Morchidates</strong>, weibliche Religionsgelehrte, spielten eine zentrale Rolle in der <strong>Prävention von Extremismus</strong> und im gesellschaftlichen Dialog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita verwies zudem auf Fortschritte innerhalb des eigenen Außenministeriums: <strong>43 % der Beschäftigten</strong> und <strong>47 % der Führungspositionen</strong> in der Zentrale seien mittlerweile mit Frauen besetzt, ebenso <strong>29 % der diplomatischen Vertretungen im Ausland</strong>.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir fördern keine Gleichstellung aus Gefälligkeit, sondern aus Leistungsprinzip. Die Kompetenz zählt – unabhängig vom Geschlecht“, betonte Bourita.</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gleichstellung-als-internationale-prioritat"><span id="gleichstellung-als-internationale-prioritaet">Gleichstellung als internationale Priorität</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="534" height="800" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872501989_5794792736_c.jpg" alt="" class="wp-image-21075 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872501989_5794792736_c.jpg 534w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872501989_5794792736_c-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54872501989_5794792736_c-380x569.jpg 380w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Pariser Konferenz unterstrichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedeutung einer <strong>feministischen Außenpolitik</strong> als Querschnittsprinzip in Fragen von <strong>Frieden, Entwicklung, Handel, Gesundheit und Bildung</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita schlug vor, innerhalb des FFP+-Netzwerks <strong>gemeinsame Ausbildungsprogramme und Austauschformate für Diplomatinnen weltweit</strong> zu schaffen, um das Konzept der „Frauen, Frieden, Entwicklung und Rechte“ praktisch umzusetzen. „Eine feministische Diplomatie ist kein Modell, das exportiert wird, sondern eine Erfahrung, die geteilt wird“, schloss Bourita.</p>
</div></div>
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		<item>
		<title>USA: Witkoff kündigt Friedensabkommen zwischen Marokko und Algerien an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 18:18:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[MINURSO]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat eine neue diplomatische Initiative zur Beilegung der Krise zwischen Algerien und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an%2F&amp;action_name=USA%3A%20Witkoff%20k%C3%BCndigt%20Friedensabkommen%20zwischen%20Marokko%20und%20Algerien%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-witkoff-kuendigt-friedensabkommen-zwischen-marokko-und-algerien-an/">USA: Witkoff kündigt Friedensabkommen zwischen Marokko und Algerien an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">US</a>-Regierung unter Präsident Donald Trump hat eine neue diplomatische Initiative zur Beilegung der Krise zwischen Algerien und Marokko eingeleitet. Der US-Sondergesandte für Friedensmissionen, <strong>Steve Witkoff</strong>, kündigte in einem Interview mit dem US-Sender <em><a href="https://www.cbsnews.com/news/steve-witkoff-jared-kushner-brokering-israel-hamas-deal-whats-next-for-gaza-60-minutes-transcript/">CBS</a></em> an, dass innerhalb der kommenden <strong>60 Tage ein Friedensabkommen zwischen den beiden Maghreb-Staaten</strong> erreicht werden könne. Die Ankündigung fällt in eine Phase intensiver US-Aktivitäten im <strong>Sicherheitsrat der Vereinten Nationen</strong>, wo Washington als sogenannter <em>Penholder</em> eine entscheidende Resolution zur Zukunft der Westsahara vorbereitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-witkoff-und-kushner-diplomatie-im-zeichen-des-pragmatischen-realismus"><span id="witkoff-und-kushner-diplomatie-im-zeichen-des-pragmatischen-realismus">Witkoff und Kushner: Diplomatie im Zeichen des „pragmatischen Realismus“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Steve Witkoff, der gemeinsam mit <strong>Jared Kushner</strong> – dem Schwiegersohn und früheren Berater von Donald Trump – bereits maßgeblich an den jüngsten Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas beteiligt war, erklärte, sein Team arbeite derzeit an einem <em>„Friedensabkommen zwischen Marokko und Algerien“</em>. Witkoff bezeichnete die aktuelle Phase als „eine Welle der Verständigung“, die über den Nahen Osten hinaus auch Nordafrika erfasse.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><video controls src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ssstwitter.com_1760949147723.mp4"></video></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kushner ergänzte, die US-Außenpolitik unter Präsident Trump folge einem Ansatz des „pragmatischen Realismus“. Entscheidungen würden weniger durch normative Werte, sondern durch <strong>gemeinsame Interessen</strong> und <strong>gegenseitigen Nutzen</strong> geprägt. Beide Diplomaten betonten, dass Vertrauen und Kommunikation zwischen den Parteien entscheidend seien, um jahrzehntelange Blockaden zu überwinden.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-washington-als-vermittler-und-architekt-des-westsahara-finales"><span id="washington-als-vermittler-und-architekt-des-westsahara-finales">Washington als Vermittler und Architekt des Westsahara-Finales</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/sddefault.jpg" alt="" class="wp-image-20981 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/sddefault.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/sddefault-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/sddefault-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/sddefault-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/sddefault-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Zeitpunkt der Ankündigung ist strategisch. Parallel zu Witkoffs Interview zirkuliert in diplomatischen Kreisen ein <strong>US-Entwurf für eine Resolution des UN-Sicherheitsrates</strong>, der den <strong>Konflikt um die Westsahara</strong> in Richtung einer endgültigen politischen Lösung führen soll. Nach Informationen aus New York sieht der Entwurf vor, <strong>den marokkanischen Autonomieplan als „einzige realistische Grundlage“</strong> für künftige Verhandlungen festzuschreiben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA fungieren dabei als <em>Penholder</em>, also als federführendes Mitglied bei der Formulierung und Einreichung des Resolutionsentwurfs. Ziel ist es, den jahrzehntelangen Stillstand zu beenden und die von Algerien unterstützte Unabhängigkeitsoption für die Westsahara aus der Verhandlungsterminologie der Vereinten Nationen zu streichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diplomatische Beobachter sehen darin eine klare Linie der Trump-Regierung: <strong>die Anerkennung der marokkanischen Souveränität über die Sahara nicht nur auf bilateraler Ebene, sondern auch in der multilateralen Ordnung zu verankern</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-algerien-und-marokko-blockierte-beziehungen-seit-2021"><span id="algerien-und-marokko-blockierte-beziehungen-seit-2021">Algerien und Marokko: Blockierte Beziehungen seit 2021</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen im August 2021 befindet sich das Verhältnis zwischen <strong>Algier und Rabat</strong> in einem Zustand vollständiger Eiszeit. Grenzübergänge sind seit 1994 geschlossen, politische Kontakte eingefroren. Die Vermittlungsversuche regionaler und internationaler Akteure blieben bislang erfolglos.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Honored to meet Algerian Foreign Minister Attaf again in New York following my July visit to Algiers. We discussed the expanding U.S.–Algeria partnership, including tremendous commercial opportunities and our shared commitment to peace and stability in the region. <a href="https://t.co/tnLwpG0mlc">pic.twitter.com/tnLwpG0mlc</a></p>— U.S. Senior Advisor for Arab and African Affairs (@US_SrAdvisorAF) <a href="https://twitter.com/US_SrAdvisorAF/status/1971625468198793679?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der neuen US-Initiative eröffnet sich erstmals seit Jahren ein konkretes Zeitfenster für eine <strong>bilaterale Deeskalation</strong>. Witkoffs Ankündigung deutet auf einen strukturierten Prozess hin, der auf <strong>Vertrauensbildung und sicherheitspolitische Normalisierung</strong> zielt. Trump-nahe Diplomaten wie <strong>Massad Boulos</strong>, der Sonderberater für den Nahen Osten und Afrika, bereiten nach Angaben arabischer Medien bereits technische Gespräche mit beiden Hauptstädten vor.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I had the pleasure of meeting Foreign Minister Bourita to discuss opportunities to strengthen our strategic partnership and alliance, especially as U.S. firms pursue opportunities throughout all of Morocco including its territory of Western Sahara. I discussed efforts to… <a href="https://t.co/Yf5HBYqmyX">pic.twitter.com/Yf5HBYqmyX</a></p>— U.S. Senior Advisor for Arab and African Affairs (@US_SrAdvisorAF) <a href="https://twitter.com/US_SrAdvisorAF/status/1971617717359956384?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-der-un-prozess-entscheidungsphase-im-oktober"><span id="der-un-prozess-entscheidungsphase-im-oktober">Der UN-Prozess: Entscheidungsphase im Oktober</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen soll der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am <strong>30. Oktober 2025</strong> über den US-Resolutionsentwurf abstimmen. Die geplante Abstimmung fällt mit dem Ende des Mandats der UN-Mission <strong>MINURSO</strong> (Mission des Nations Unies pour l’Organisation d’un Référendum au Sahara Occidental) zusammen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Meet <a href="https://twitter.com/hashtag/Germany?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Germany</a>&#39;s 🇩🇪 Captain Tania Pfeifer, one of 37 uniformed women serving in <a href="https://twitter.com/hashtag/MINURSO?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#MINURSO</a> in Western Sahara, at Awsard. <br><br>She is happy to be part of the Network for Uniformed Women Peacekeepers funded by Germany.<a href="https://twitter.com/hashtag/WomenInPeacekeeping?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#WomenInPeacekeeping</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/WomenPeaceSecurity?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#WomenPeaceSecurity</a> <a href="https://twitter.com/GermanyUN?ref_src=twsrc%5Etfw">@GermanyUN</a> <a href="https://t.co/CR4uRv5UAC">pic.twitter.com/CR4uRv5UAC</a></p>— UN Peacekeeping (@UNPeacekeeping) <a href="https://twitter.com/UNPeacekeeping/status/1980227615479812549?ref_src=twsrc%5Etfw">October 20, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Entwurf sieht eine <strong>Verlängerung des Mandats um ein weiteres Jahr</strong> vor – jedoch mit einem <strong>veränderten Aufgabenprofil</strong>. Die Mission, ursprünglich für die Überwachung eines Waffenstillstands und die Vorbereitung eines Referendums geschaffen, soll künftig eine <strong>begleitende Rolle bei der Umsetzung einer Autonomielösung</strong> übernehmen. Damit würde sich ihr Charakter von einer Beobachtungsmission zu einer politischen Unterstützungsstruktur verschieben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-russlandfaktor-und-diplomatische-absicherung"><span id="russlandfaktor-und-diplomatische-absicherung">Russlandfaktor und diplomatische Absicherung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Tage vor der erwarteten Abstimmung reiste Marokkos Außenminister <strong>Nasser Bourita</strong> nach Moskau, um sich mit seinem russischen Amtskollegen <strong>Sergej Lawrow</strong> abzustimmen. Beide Seiten erzielten nach offiziellen Angaben ein „Kompromissverständnis“, wonach Russland eine konstruktive Haltung im Sicherheitsrat einnehmen werde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20899 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Da Moskau derzeit den Vorsitz des Sicherheitsrats führt, gilt das Gespräch zwischen Bourita und Lawrow als wichtiger Schritt zur <strong>Absicherung der Resolution gegen ein mögliches russisches Veto</strong>. Auch China, so heißt es aus diplomatischen Kreisen, plane kein Gegenmanöver. Damit dürfte der Entwurf mit breiter Zustimmung verabschiedet werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-zwischen-machtprojektion-und-stabilitatsstrategie"><span id="usa-zwischen-machtprojektion-und-stabilitaetsstrategie">USA zwischen Machtprojektion und Stabilitätsstrategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Politik im Maghreb bewegt sich derzeit auf mehreren Ebenen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Vermittlung zwischen Rabat und Algier</strong> – mit dem Ziel, Spannungen entlang der gemeinsamen Grenze zu reduzieren.</li>



<li><strong>Sicherung marokkanischer Stabilität</strong> durch internationale Anerkennung der Sahara-Autonomie.</li>



<li><strong>Einbindung Algeriens</strong> in einen diplomatischen Prozess, der wirtschaftliche Kooperation ermöglicht, ohne strategische Zugeständnisse der USA zu gefährden.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Washington präsentiert sich damit als <strong>gleichzeitiger Garant und Architekt</strong> regionaler Stabilität – eine Position, die im Kontext der US-geführten Nahost-Abkommen (Abraham Accords) und der jüngsten Waffenstillstandsinitiativen in Gaza ein konsistentes außenpolitisches Muster erkennen lässt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-perspektiven-diplomatische-architektur-mit-symbolischer-reichweite"><span id="perspektiven-diplomatische-architektur-mit-symbolischer-reichweite">Perspektiven: Diplomatische Architektur mit symbolischer Reichweite</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte es Witkoff und Kushner gelingen, einen Verhandlungsrahmen zwischen Marokko und Algerien zu etablieren, wäre dies die <strong>erste bilaterale Friedensinitiative im Maghreb seit 1988</strong>. Die angekündigte 60-Tage-Frist markiert dabei weniger ein formales Ultimatum als eine politische Zielmarke, die mit der Abstimmung über die Westsahara-Resolution zeitlich synchronisiert ist.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="813" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD-1024x813.jpeg" alt="" class="wp-image-20982 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD-1024x813.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD-300x238.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD-768x610.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD-1536x1220.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD-380x302.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD-800x635.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD-1160x921.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G1uZ4-oXsAAlBMD.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>MINURSO-Mission</strong> bliebe dabei als technisches Element bestehen, würde aber de facto in eine <strong>Phase politischer Transformation</strong> überführt – mit dem Auftrag, den Übergang von einem eingefrorenen Konflikt zu einem Autonomiemodell zu begleiten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Kopplung amerikanischer Friedensrhetorik mit handfesten geopolitischen Interessen</strong> im Maghreb zeigt, dass Washingtons Strategie auf mehr als Symbolpolitik zielt. Während Witkoff und Kushner diplomatische Brücken zwischen Rabat und Algier vorbereiten, zementiert die US-Administration zugleich ihre Position als <strong>zentrale ordnungspolitische Macht im westlichen Mittelmeerraum</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob der angekündigte Friedensplan tatsächlich Realität wird, hängt nun davon ab, ob beide Staaten bereit sind, die Gelegenheit zu nutzen, die ihnen Washington auf diplomatischem Weg eröffnet.</p>
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			<media:title type="html">USA: Witkoff kündigt Friedensabkommen zwischen Marokko und Algerien an</media:title>
			<media:description type="html">USA will Frieden zwischen Marokko und Algerien – gekoppelt an neue UN-Resolution zur Westsahara und MINURSO-Neuausrichtung. Witkoff soll es richten.</media:description>
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		<title>Marokko und Russland vertiefen strategische Zusammenarbeit in Moskau</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-und-russland-vertiefen-strategische-zusammenarbeit-in-moskau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 12:21:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-russland-vertiefen-strategische-zusammenarbeit-in-moskau/">Marokko und Russland vertiefen strategische Zusammenarbeit in Moskau</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Moskau fand die 8. Sitzung der Gemischten Regierungskommission zwischen Marokko und Russland statt. Unter Leitung des marokkanischen Außenministers Nasser Bourita und des russischen Vizepremierministers Dmitri Patruschew stand die Sitzung im Zeichen der Erweiterung des bestehenden strategischen Rahmens. Die Gespräche erfolgten im Kontext des zehnten Jahrestags des <em>Partenariat Stratégique Approfondi</em>, das 2016 auf höchster Ebene bestätigt wurde und seither als Grundlage für die bilateralen Beziehungen dient.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita erklärte zu Beginn der Sitzung, das Treffen biete „eine Gelegenheit, alle vorhandenen Potenziale zu nutzen, um die gemeinsame Zusammenarbeit auf eine breitere Ebene zu heben“. Er verwies auf die positiven Ergebnisse seit der offiziellen Annäherung beider Staaten und betonte die politische Ausrichtung auf Kontinuität und vertiefte operative Partnerschaft. Russland hob seinerseits die „Stabilität und Vertrauensbasis“ in den Beziehungen hervor und sprach von einer „konsequenten Entwicklung“ der Kooperation.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-diplomatischer-rahmen-vertrauen-und-institutionelle-verstetigung"><span id="diplomatischer-rahmen-vertrauen-und-institutionelle-verstetigung">Diplomatischer Rahmen: Vertrauen und institutionelle Verstetigung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einer gemeinsamen Pressekonferenz bezeichnete der russische Außenminister Sergej Lawrow die Beziehungen zu Marokko als „partnerschaftlich und auf Vertrauen beruhend“. Er verwies darauf, dass die Zusammenarbeit nicht nur im Bereich klassischer Außenpolitik, sondern auch auf technischer und wirtschaftlicher Ebene systematisch ausgebaut werde. Beide Seiten unterstrichen ihre Koordinierung in multilateralen Foren, insbesondere bei den Vereinten Nationen sowie im Rahmen der Formate <em>Russland-Afrika</em> und <em>Russland – Arabische Liga</em>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-20899 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3aJ83UWEAAOWb6.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Lawrow hob zudem hervor, dass der politische Dialog nicht gegen andere Akteure gerichtet sei, sondern auf „regionale Stabilität und gegenseitigen Respekt“ abziele. Die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsstruktur zur Vertiefung der strategischen Partnerschaft wurde als technisches Instrument zur dauerhaften Abstimmung angekündigt.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-und-technische-achsen-der-kooperation"><span id="wirtschaftliche-und-technische-achsen-der-kooperation">Wirtschaftliche und technische Achsen der Kooperation</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bourita und Patruschew nannten mehrere Bereiche, in denen operative Zusammenarbeit ausgebaut werden soll. Dazu zählen Energie, Handel, Investitionen, Fischereiwirtschaft, Tourismus, Umweltkooperation, Bildung und wissenschaftlicher Austausch. Nach Angaben der russischen Seite studieren derzeit 4.250 marokkanische Staatsbürger an Hochschulen in Russland. Beide Regierungen wollen den akademischen Austausch weiter institutionalisieren, unter anderem durch Stipendienprogramme und Fachausbildungen im technischen und maritimen Bereich.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="ar" dir="rtl">🔴 <a href="https://twitter.com/hashtag/%D9%85%D8%A8%D8%A7%D8%B4%D8%B1?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#مباشر</a>: مؤتمر صحفي مشترك لوزير الخارجية الروسي سيرغي لافروف ووزير الشؤون الخارجية والتعاون الإفريقي والمغاربة المقيمين بالخارج ناصر بوريطة<br><br>🔗 <a href="https://t.co/bL4hSOv82m">https://t.co/bL4hSOv82m</a><br><br>🔗 <a href="https://t.co/nxFKitDepf">https://t.co/nxFKitDepf</a> (باللغة الإنجليزية) <a href="https://t.co/5USzTicXL7">pic.twitter.com/5USzTicXL7</a></p>— 🇷🇺 روسيا بالعربية (@Russia_AR) <a href="https://twitter.com/Russia_AR/status/1978784683572781342?ref_src=twsrc%5Etfw">October 16, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-atlantik-und-sahel-initiativen-als-geostrategischer-bezugspunkt"><span id="atlantik-und-sahel-initiativen-als-geostrategischer-bezugspunkt">Atlantik- und Sahel-Initiativen als geostrategischer Bezugspunkt</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Delegation würdigte offiziell die von Marokko eingebrachten Initiativen zur Atlantik- und Sahel-Region. Moskau bezeichnete die marokkanischen Konzepte zur Öffnung der Sahelstaaten zum Atlantik sowie die damit verbundene Infrastrukturstrategie als Beitrag zu „Integration, Sicherheit und wirtschaftlicher Konnektivität“ auf dem afrikanischen Kontinent. Der Prozess der Atlantikstaaten, die geplante logistische Anbindung des Sahelraums sowie der Afrikanisch-Atlantische Gaspipeline-Korridor wurden als mögliche Kooperationsfelder genannt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🇲🇦-🇷🇺 Le Partenariat stratégique approfondi à l’œuvre : Rencontre de M. Nasser Bourita avec le Ministre des Affaires Etrangères de la Fédération de Russie M. Sergueï Lavrov <a href="https://t.co/jUpf0p3HOa">pic.twitter.com/jUpf0p3HOa</a></p>— Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/1978815195410555284?ref_src=twsrc%5Etfw">October 16, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-neues-fischereiabkommen-mit-fokus-auf-regulierung-und-forschung"><span id="neues-fischereiabkommen-mit-fokus-auf-regulierung-und-forschung">Neues Fischereiabkommen mit Fokus auf Regulierung und Forschung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d7wlQXQAAruRd.jpeg" alt="" class="wp-image-20901 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d7wlQXQAAruRd.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d7wlQXQAAruRd-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d7wlQXQAAruRd-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d7wlQXQAAruRd-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G3d7wlQXQAAruRd-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Am Rande des Treffens unterzeichneten Bourita und der Leiter der russischen Fischereiagentur, Ilja Schestakow, ein neues vierjähriges Abkommen über die maritime Zusammenarbeit. Das Abkommen ersetzt das zuvor ausgelaufene Instrument und legt Fangquoten, zugelassene maritime Zonen, biologische Ruhezeiten und ökologische Auflagen fest.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es enthält zudem Bestimmungen zur wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen dem marokkanischen Institut National de Recherche Halieutique (INRH) und seinem russischen Pendant. Der marokkanische Beitrag zur Bekämpfung illegaler, unregulierter Fischerei wird im Text ausdrücklich verankert.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bildung-und-medien-als-erganzende-diplomatische-kanale"><span id="bildung-und-medien-als-ergaenzende-diplomatische-kanaele">Bildung und Medien als ergänzende diplomatische Kanäle</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow verwies auf den Ausbau medialer Austauschprogramme sowie die zunehmende Zahl gegenseitiger Journalistenbesuche. Beide Seiten sehen in der Medien- und Bildungsebene eine Ergänzung klassischer Außenpolitik. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Kontakten und Expertiseaufbau, insbesondere im Bereich technischer Spezialausbildungen für maritime Wirtschaft und Energietechnik.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-russische-position-zur-westsahara-frage-und-diplomatische-reaktionen"><span id="russische-position-zur-westsahara-frage-und-diplomatische-reaktionen">Russische Position zur Westsahara-Frage und diplomatische Reaktionen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge der Gespräche äußerte Russland eine differenzierte, aber klarer konturierte Haltung zur Westsahara-Frage. Moskau erklärte, die marokkanische Autonomieinitiative könne „als Form der Selbstbestimmung“ interpretiert werden, verwies jedoch gleichzeitig auf den Rahmen der Vereinten Nationen. Diese sprachliche Akzentverschiebung blieb nicht ohne Wirkung: Algerien verzichtete demonstrativ auf die Teilnahme an der parallel stattfindenden <em>World Energy Week</em> in Russland. Diplomatische Quellen ordnen den Boykott als Reaktion auf die russische Wortwahl und auf wachsende strategische Nähe zwischen Moskau und Rabat ein.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Question du <a href="https://twitter.com/hashtag/Sahara_marocain?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Sahara_marocain</a>: Points saillants des déclarations de Monsieur le Ministre Nasser Bourita lors de la conférence de presse, tenue ce jour à Moscou, à l’issue de sa rencontre avec son homologue russe, M. Sergueï Lavrov <a href="https://t.co/CYK7yDSjZf">pic.twitter.com/CYK7yDSjZf</a></p>— Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/1978910747301155043?ref_src=twsrc%5Etfw">October 16, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem äußerte Russland Besorgnis über Entwicklungen im nördlichen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a> und verwies auf Berichte über externe Einflussnahme auf lokale Sicherheitsstrukturen. Diese Aussagen wurden in marokkanischen Diplomatenkreisen als Bestätigung einer Annäherung der strategischen Lesart beider Staaten interpretiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-marokko-russland-format-als-konsolidierte-partnerschaft"><span id="marokko-russland-format-als-konsolidierte-partnerschaft">Marokko-Russland-Format als konsolidierte Partnerschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche in Moskau zeigen eine zunehmende Institutionalisierung der Beziehungen zwischen Marokko und Russland über klassische Diplomatie hinaus. Mit wirtschaftlichen Rahmenabkommen, Bildungskooperationen, Energieprojekten, fischereipolitischen Instrumenten und regionalen Entwicklungsinitiativen verschiebt sich der Schwerpunkt von einer politischen zu einer operativ-technischen Partnerschaft. Die strategische Kommission dient dabei als Plattform für sektorübergreifende Abstimmung.</p>
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	</item>
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		<title>Russland signalisiert Unterstützung für  marokkanischen Autonomieplan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/russland-signalisiert-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 22:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Wenige Tage vor der anstehenden Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zur Westsahara hat Russlands Außenminister Sergei Lawrow&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frussland-signalisiert-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan%2F&amp;action_name=Russland%20signalisiert%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20%20marokkanischen%20Autonomieplan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Wenige Tage vor der anstehenden Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zur Westsahara hat Russlands Außenminister Sergei Lawrow eine bemerkenswerte Akzentverschiebung in der russischen Haltung angedeutet. Bei einem Pressegespräch mit arabischen Medien in Moskau erklärte Lawrow, Russland sei grundsätzlich bereit, den vom Königreich Marokko vorgelegten Autonomieplan zu unterstützen, sofern dieser unter Aufsicht der Vereinten Nationen und mit Zustimmung aller beteiligten Akteure umgesetzt werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-moskau-offnet-diplomatische-spielraume-vor-sitzung-des-sicherheitsrats"><span id="moskau-oeffnet-diplomatische-spielraeume-vor-sitzung-des-sicherheitsrats">Moskau öffnet diplomatische Spielräume vor Sitzung des Sicherheitsrats</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage der algerischen Journalistin betonte Lawrow, das Prinzip der Selbstbestimmung werde nicht ausschließlich durch ein Referendum definiert, sondern könne auch in Form einer verhandelten Autonomielösung innerhalb des bestehenden Souveränitätsrahmens umgesetzt werden. Damit signalisiert Moskau die Bereitschaft, den politischen Prozess nicht mehr allein an der Referendumslogik früherer UN-Initiativen festzumachen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">🔴 <a href="https://twitter.com/hashtag/LIVE?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#LIVE</a>: Russia&#39;s Foreign Minister Sergey Lavrov&#39;s news conference with representatives of Arab media outlets <a href="https://t.co/xaszeW74vV">https://t.co/xaszeW74vV</a></p>— MFA Russia 🇷🇺 (@mfa_russia) <a href="https://twitter.com/mfa_russia/status/1977655993283617266?ref_src=twsrc%5Etfw">October 13, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-autonomieplan-als-innere-selbstbestimmung-neue-semantische-linie"><span id="autonomieplan-als-innere-selbstbestimmung-neue-semantische-linie">Autonomieplan als „innere Selbstbestimmung“ – neue semantische Linie</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Lawrow wies darauf hin, dass die Westsahara-Frage seit fünf Jahrzehnten ungelöst sei und dass die internationale Gemeinschaft unter dem früheren UN-Gesandten James Baker lange Zeit eine Volksabstimmung als Kerninstrument betrachtete. Die Komplexität der Lage habe jedoch zu einer Neubewertung geführt. Marokko habe den Grundsatz der Selbstbestimmung nicht verworfen, sondern eine Form der „internen Autonomie“ innerhalb der marokkanischen Souveränität vorgeschlagen, so der russische Außenminister.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen markieren eine semantische Öffnung: Während Russland bisher offiziell Neutralität betonte, rückt es die marokkanische Autonomieinitiative nun in die Nähe einer UN-kompatiblen Lösung, vorausgesetzt der Sicherheitsrat und alle Akteure bestätigen den Rahmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-un-rahmen-bleibt-referenzpunkt-strategische-distanz-zu-bilateralen-druckmechanismen"><span id="un-rahmen-bleibt-referenzpunkt-strategische-distanz-zu-bilateralen-druckmechanismen">UN-Rahmen bleibt Referenzpunkt – strategische Distanz zu bilateralen Druckmechanismen</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="631" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2-CNEeWkAAZeVJ-1024x631.jpeg" alt="" class="wp-image-20799 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2-CNEeWkAAZeVJ-1024x631.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2-CNEeWkAAZeVJ-300x185.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2-CNEeWkAAZeVJ-768x473.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2-CNEeWkAAZeVJ-380x234.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2-CNEeWkAAZeVJ-800x493.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2-CNEeWkAAZeVJ-1160x715.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2-CNEeWkAAZeVJ.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Moskau unterstreicht, dass Resolutionen des Sicherheitsrats den gültigen Verhandlungsrahmen bilden. Sollte eine neue Resolution alternative Lösungspfade eröffnen, könne Russland diese prüfen, sofern keine der direkt betroffenen Parteien widerspreche. Damit positioniert sich Russland als Akteur, der seine Rolle im UN-Format reflektiert und keine bilateralen Mechanismen außerhalb der multilateralen Struktur favorisiert.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatische-annaherung-zwischen-rabat-und-moskau"><span id="diplomatische-annaeherung-zwischen-rabat-und-moskau">Diplomatische Annäherung zwischen Rabat und Moskau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen folgen einem Gespräch zwischen Lawrow und dem marokkanischen Außenminister Nasser Bourita, bei dem beide Seiten ihren Willen zur Vertiefung politischer Konsultationen bestätigten. Ein weiterer Termin hochrangiger Delegationen in Moskau ist für Ende der Woche geplant. Grundlage sind die Partnerschaftserklärungen von 2002 und 2016, die die Beziehungen zwischen beiden Ländern auf strategische Ebenen ausweiteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu verzichtete Marokko jüngst auf seine Stimme bei einer UN-Abstimmung zur Verlängerung des Mandats des Sonderberichterstatters für Menschenrechte in Russland. Diese Enthaltung wird in Moskau als politisches Signal gewertet, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmend konflikthaften Beziehungen zwischen Russland und westlichen Staaten seit Beginn des Ukraine-Krieges.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-geopolitische-verschiebungen-zwischen-algier-rabat-und-moskau"><span id="geopolitische-verschiebungen-zwischen-algier-rabat-und-moskau">Geopolitische Verschiebungen zwischen Algier, Rabat und Moskau</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Traditionell pflegt Russland enge sicherheitspolitische und militärtechnische Beziehungen zu Algerien. So gehört Algerien zu den größten Abnehmern von russischen Rüstungsgütern. Dennoch hat Moskau in der Westsahara-Frage nie ein Veto im Sicherheitsrat eingesetzt und sich meist der Stimme enthalten, um Resolutionen zur Mandatsverlängerung der MINURSO nicht zu blockieren. Diese Neutralität, die bislang vor allem blockierende Positionen verhinderte, könnte sich nun in eine kooperative Unterstützung des Autonomieplans verschieben – zumindest rhetorisch konditioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter verweisen auf diplomatische Bewegungsräume, die sich aus Marokkos Positionierung in internationalen Konflikten ergeben. Rabat verfolgt eine Politik der Nicht-Blockbindung, verzichtet auf direkte Konfrontationen mit Moskau und bekennt sich zum Prinzip der territorialen Integrität im Falle Chinas, was in Russland aufmerksam registriert wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-un-sicherheitsrat-vor-entscheidender-abstimmungsphase"><span id="un-sicherheitsrat-vor-entscheidender-abstimmungsphase">UN-Sicherheitsrat vor entscheidender Abstimmungsphase</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die kommende Resolution im Sicherheitsrat zur Zukunft von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/minurso/">MINURSO</a> und zum politischen Prozess könnte zur Referenzentscheidung werden. Nach Einschätzung diplomatischer Beobachter wird sie voraussichtlich den marokkanischen Autonomieplan als einzige realistische Basis für eine verhandelte Lösung bezeichnen. Die Haltung Russlands – ebenso wie jene Chinas – gilt dabei als entscheidend für die diplomatische Rahmensetzung. Beide Länder sind bislang die letzten ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats, die sich nicht ausdrücklich hinter den Autonomieplan gestellt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zeitfenster vor der Sitzung wird in Rabat als Gelegenheit interpretiert, die internationale Anerkennung des Autonomiekonzepts weiter abzusichern und mögliche Blockaden im Sicherheitsrat zu vermeiden. Moskaus jüngste Äußerungen deuten darauf hin, dass Russland sein Rollenverständnis als „garantierende Macht ohne Konfrontationslogik“ bekräftigen und seinen diplomatischen Handlungsspielraum offenhalten will.</p>
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		<title>Marokko und EU einigen sich auf Landwirtschaftsabkommen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-und-eu-einigen-sich-auf-landwirtschaftsabkommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 19:12:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokko und die Europäische Union haben am Freitag in Brüssel den Austausch von Schreiben zur Änderung des bilateralen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-und-eu-einigen-sich-auf-landwirtschaftsabkommen%2F&amp;action_name=Marokko%20und%20EU%20einigen%20sich%20auf%20Landwirtschaftsabkommen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-eu-einigen-sich-auf-landwirtschaftsabkommen/">Marokko und EU einigen sich auf Landwirtschaftsabkommen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Marokko und die Europäische Union haben am Freitag in Brüssel den Austausch von Schreiben zur Änderung des bilateralen Landwirtschaftsabkommens unterzeichnet. Das Abkommen, das sofort vorläufig in Kraft tritt, schließt nun auch landwirtschaftliche Produkte aus den marokkanischen Südprovinzen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von marokkanischer Seite unterzeichnete Ahmed Réda Chami, Botschafter des Königreichs bei der EU. Das Abkommen gilt, bis die internen Verfahren beider Seiten vollständig abgeschlossen sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gleiche-marktbedingungen-fur-produkte-aus-der-marokkanischen-sahara"><span id="gleiche-marktbedingungen-fuer-produkte-aus-der-marokkanischen-sahara">Gleiche Marktbedingungen für Produkte aus der marokkanischen Sahara</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Landwirtschaftsabkommen stellt klar, dass Produkte aus den Regionen Laâyoune-Sakiat el Hamra und Dakhla-Oued Eddahab die gleichen Präferenzbedingungen beim Zugang zum EU-Markt erhalten wie Produkte aus dem übrigen Marokko.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Monsieur le Ministre Nasser Bourita: “L’accord agricole Maroc-Union Européenne amendé, confirme l’application aux Provinces du Sud des tarifs préférentiels accordés par l’UE au titre de l’Accord d’Association avec le Royaume du Maroc”<br>🔗<a href="https://t.co/z2bTacJ9BT">https://t.co/z2bTacJ9BT</a> <a href="https://t.co/Y8tBYvhm1o">pic.twitter.com/Y8tBYvhm1o</a></p>— Maroc Diplomatie 🇲🇦 (@MarocDiplomatie) <a href="https://twitter.com/MarocDiplomatie/status/1973793848175571438?ref_src=twsrc%5Etfw">October 2, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Nasser Bourita erklärte in Rabat: „Die Bedingungen des Marktzugangs, die für Produkte aus dem Norden gelten, finden auch auf die Produkte aus dem marokkanischen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahara/">Sahara</a> Anwendung.“ Er betonte, dass das Abkommen im Einklang mit den Grundlagen der marokkanischen Position stehe. Es stellt eine Fortsetzung der Philosophie des 2018 unterzeichneten Briefwechsels dar.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eu-fuhrt-neue-regelung-fur-herkunftskennzeichnung-aus-marokko-ein"><span id="eu-fuehrt-neue-regelung-fuer-herkunftskennzeichnung-aus-marokko-ein">EU führt neue Regelung für Herkunftskennzeichnung aus Marokko ein</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2VjpJ2WcAAJYwf-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-20487 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2VjpJ2WcAAJYwf-768x1024.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2VjpJ2WcAAJYwf-225x300.jpeg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2VjpJ2WcAAJYwf-1152x1536.jpeg 1152w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2VjpJ2WcAAJYwf-380x507.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2VjpJ2WcAAJYwf-800x1067.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2VjpJ2WcAAJYwf-1160x1547.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2VjpJ2WcAAJYwf.jpeg 1500w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Abkommen enthält technische Anpassungen, die den Zugang von Produkten erleichtern und deren Vermarktung auf dem europäischen Markt stärken sollen. Dazu gehört insbesondere ein verpflichtendes Etikett, das die Herkunftsregionen der Südprovinzen ausweist. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen künftig erkennen können, ob die Produkte aus Laâyoune-Sakiat el Hamra oder Dakhla-Oued Eddahab stammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Maßnahme folgt einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Oktober 2024, das eine eindeutige Herkunftskennzeichnung von Produkten aus der Region gefordert hatte.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-und-politische-dimension"><span id="wirtschaftliche-und-politische-dimension">Wirtschaftliche und politische Dimension</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko ist laut <em><a href="https://www.lopinion.ma/Maroc-UE-Amendement-de-l-accord-agricole-les-produits-du-Sahara-inclus_a72453.html">L’Opinion</a></em> der wichtigste Handelspartner der EU in Afrika und in der arabischen Welt. Das geänderte Abkommen soll den Beitrag des Agrarsektors zum nationalen Bruttoinlandsprodukt stärken. Ebenso soll es Beschäftigung sichern und Investitionen fördern – insbesondere in den Südprovinzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterzeichnung wird als Ausdruck des gemeinsamen Willens beider Seiten gewertet, die bestehende Partnerschaft zu vertiefen. Zudem sollen sie eine strukturiertere Zusammenarbeit mit Brüssel aufbauen. Das Abkommen könnte auch die Grundlage für eine breitere strategische Partnerschaft bilden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-und-kontroversen"><span id="reaktionen-und-kontroversen">Reaktionen und Kontroversen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie <a href="https://www.yabiladi.com/articles/details/177784/espagne-deputes-pro-polisario-appellent-pedro.html"><em>Yabiladi.com</em> </a>berichtet, stieß das Abkommen in <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">Spanien</a> auf Kritik. Einige politische Parteien und landwirtschaftliche Verbände mit Nähe zur Polisario-Front äußerten Protest. Die Führung der Polisario selbst hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig wiesen diplomatische Quellen gegenüber <em>Europa Press</em> darauf hin, dass die EU-Mitgliedstaaten den Vorschlag der Kommission zur Änderung des Abkommens bereits gebilligt hätten.</p>
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	</item>
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		<title>Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 18:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Journalist Abderrahmane Ammar im Interview mit FOKUS AFRIKA<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale%2F&amp;action_name=Abderrahmane%20Ammar%3A%20%26%238220%3BDer%20Maghreb%20verf%C3%BCgt%20%C3%BCber%20erhebliche%20Potenziale%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/">Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Maghreb steckt in einer Phase höchster Dynamik: Egal, ob in Algerien, Tunesien oder Marokko – Protestbewegungen, Autoritarismus, Wirtschafts- und soziale Krisen, Fragen der Souveränität und geopolitische Umbrüche prägen die öffentliche Debatte. Für Deutschland und die EU könnte diese Region zunehmend zu einem Schwerpunkt strategischer Interessen werden – sei es in den Bereichen Energie, Migration, Sicherheit oder politische Einflussnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als versierter Beobachter dieser Region, insbesondere Nordafrikas und des Nahen Ostens, bringt Abderrahmane Ammar profunde Einsichten und Erfahrungen ein. Er arbeitet als Journalist u. a. für die <a href="http://dw.com">Deutsche Welle</a> und beschäftigt sich intensiv mit politischen, sozialen und medienbezogenen Fragen der MENA-Region. <a href="https://de.linkedin.com/in/dr-abderrahmane-ammar-14a44615b?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warum-spielt-der-maghreb-noch-keine-top-prioritat-im-auswartigen-amt"><span id="warum-spielt-der-maghreb-noch-keine-top-prioritaet-im-auswaertigen-amt">Warum spielt der Maghreb noch keine Top-Priorität im Auswärtigen Amt?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “Im Maghreb beobachten wir derzeit so viele dynamische Entwicklungen wie seit Jahren nicht mehr. In Berlin scheint dies – insbesondere in den Leitungsebenen der Ministerien – jedoch (noch) keine absolute Priorität zu besitzen. Warum sollte das Auswärtige Amt den Maghreb aus Ihrer Sicht dringend höher gewichten?”</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: “Die Maghreb-Region verfügt über erhebliche Potenziale. Die Region ist ein wichtiger Markt für deutsche Produkte, sie bietet mögliche Energieressourcen – wie sauberen Wasserstoff in Marokko und Algerien – und stellt eine bedeutende Quelle für Gas und Rohstoffe dar, wie etwa marokkanischen Kobalt. Zusätzlich ist die Region zentral für sicherheitspolitische Kooperationen und für gemeinsame Strategien in der Bekämpfung irregulärer Migration. Würde Deutschland diese Region vernachlässigen, würde man sie anderen globalen Akteuren überlassen – etwa den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">Vereinigten Staaten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> oder der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/turkei/">Türkei</a>.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-tunesien-wohin-fuhrt-prasident-kais-saied-tunesien"><span id="fokus-auf-tunesien-wohin-fuehrt-praesident-kais-saied-tunesien">Fokus auf Tunesien: Wohin führt Präsident Kaïs Saïed Tunesien?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “Präsident Kaïs Saïed hat eine <a href="https://fokus-afrika.de/proteste-gegen-prasident-saied-kurz-vor-den-wahlen/">breite Protestwelle politisch überstanden</a>, ohne die strukturellen Probleme des Landes grundlegend zu lösen. Welche strategischen Schritte haben ihm diese Konsolidierung ermöglicht?”</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: “Obwohl viele Tunesier mit Saïeds Machtkonzentration unzufrieden sind – etwa durch die Entmachtung des Parlaments, den harten Umgang mit der Opposition und die <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/">Verhaftung zahlreicher Gegner</a> – fehlen derzeit Bewegungen, die seiner Herrschaft vergleichbar widerstehen wie 2011. Nach dem Sturz von Ben Ali führten die Islamisten, die an die Macht kamen, das Land nicht aus seinen sozialen und wirtschaftlichen Problemen heraus. Heute sind zahlreiche Akteure des alten Regimes zurückgekehrt und fungieren in Saïeds Umfeld. Sicherheitsstrukturen wie Geheimdienste und das Militär haben an Einfluss zurückgewonnen. Er profitiert zudem von der Unterstützung Algeriens, das wenig Interesse an demokratischen Nachbarn hat, und nutzt die instabile Lage in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a>, um die Bevölkerung vor Machtwechseln zu warnen. Auf diese Weise kehrt Tunesien de facto wieder zu autokratischen Strukturen zurück.”</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Tunisia Court Sentences Citizen to Death for Facebook Posts Criticizing President Kais Saied<br><br>A court in Tunisia has sentenced a citizen to death over Facebook posts critical of President Kais Saied. <a href="https://t.co/WbNuAnvL3p">pic.twitter.com/WbNuAnvL3p</a></p>— ME24 – Middle East 24 (@MiddleEast_24) <a href="https://twitter.com/MiddleEast_24/status/1974147792617791876?ref_src=twsrc%5Etfw">October 3, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-abderrahmane-ammar-das-regime-saied-wird-scheitern"><span id="abderrahmane-ammar-das-regime-saied-wird-scheitern">Abderrahmane Ammar: “Das Regime Saïed wird scheitern”</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “Einerseits vertieft Tunis die Zusammenarbeit mit der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU</a> (unter anderem durch das im Juli 2025 geschlossene Abkommen über 100 Millionen Euro), andererseits wächst die Abhängigkeit zum Nachbarstaat Algerien – Kritiker warnen, dies gefährde die tunesische Souveränität. In welche mittelfristige Lage manövriert sich Tunesien unter Präsident Saïed außen- und innenpolitisch?”</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1019" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1024x1019.jpg" alt="" class="wp-image-20460 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1024x1019.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-768x764.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-380x378.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-800x796.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66-1160x1155.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/cea93fe4-b253-4a22-9d4b-d87644b5ff66.jpg 1290w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: “Tunesien steuert auf eine strategische Sackgasse zu. Die wirtschaftliche und soziale Lage bleibt schwerwiegend – die vom Internationalen Währungsfonds geforderten Reformen sind weitgehend ungelöst. Das Regime Saïeds wird früher oder später scheitern. Aber Alternativen erscheinen kaum überzeugend, denn es fehlt eine klare, realistische wirtschaftliche Vision, die breite Unterstützung findet.”</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-algerien-was-passiert-in-algerien"><span id="fokus-auf-algerien-was-passiert-in-algerien">Fokus auf Algerien: Was passiert in Algerien?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “Die mutmaßliche <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-ex-geheimdienstchef-abdelkader-haddad-flieht-nach-spanien/">Flucht des algerischen Geheimdienstchefs nach Spanien sorgt für Schlagzeilen.</a> Was lässt dieses Ereignis über die innere Verfasstheit des Staates und die Balance zwischen Präsidialmacht, Militär und Diensten erkennen?”</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: “Dass ein hoher Geheimdienstoffizier im Exil Schutz sucht – im Boot wie ein irregulärer Migrant –, ist ein Symbol für tiefe Risse innerhalb der Sicherheitsstrukturen. Seit dem Ende der Bouteflika-Ära bestehen Flügelkämpfe zwischen Militär und Geheimdiensten, es gibt zahlreiche Fälle von inneren Abrechnungen. Berichte nennen Verantwortliche, die im Gefängnis sitzen oder ausgeschaltet wurden. Solche Fluchten sind also keine Einzelfälle, sondern Hinweise auf Schwächen und Konflikte in der Machtarchitektur. Sollte der Geflüchtete im Exil zum Regimegegner werden und geheimdienstliche Informationen veröffentlichen, könnte das die Herrschaft empfindlich erschüttern.”</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-trotz-sitz-im-un-sicherheitsrat-warum-bleibt-algerien-diplomatisch-so-isoliert"><span id="trotz-sitz-im-un-sicherheitsrat-warum-bleibt-algerien-diplomatisch-so-isoliert">Trotz Sitz im UN-Sicherheitsrat: Warum bleibt Algerien diplomatisch so isoliert?</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-20466 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/UN71119431.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: Trotz des Sitzes im Sicherheitsrat wirkt Algerien außenpolitisch isoliert: tiefe <a href="https://fokus-afrika.de/macron-fordert-die-sofortige-freilassung-von-boualem-sansal-algerien-reagiert-empoert/">Spannungen mit Frankreich</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/diplomatische-spannungen-unterstuetzt-algerien-terrorgruppen-im-mali/">Vorwürfe der Unterstützung bewaffneter Gruppen</a> in der Sahel-Region, die <a href="https://fokus-afrika.de/hintergrund-algerien-gibt-brics-beitrittsgesuch-auf/">ausgebliebene BRICS-Aufnahme</a> und anhaltende Blockaden im <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">Westsahara-Dossier</a>. Warum gelingt es der algerischen Diplomatie nicht, aus der Ratsmitgliedschaft politisches Kapital zu schlagen?</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: “In Algerien herrscht das Militär, nicht die zivile Regierung. Innere Konflikte werden oft inszeniert, um die Bedeutung der Armee nach innen zu stärken – ein politisches Muster seit der Unabhängigkeit. Obwohl Algerien wirtschaftliche Partnerschaften mit Russland, China, europäischen Staaten und den USA pflegt, gilt seine Innenpolitik als sprunghaft und unberechenbar. Abgesehen von Tunesien hat Algerien Spannungen mit nahezu allen Nachbarstaaten. In der Westsahara-Frage hat Marokko große diplomatische Schritte gemacht: viele Staaten anerkennen bereits die marokkanische Souveränität und unterstützen den Autonomieplan, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-vereinigtes-koenigreich-bekraeftigen-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan/">einige ständige Mitglieder des Sicherheitsrats</a>. Algerien beharrt darauf, keine Konfliktpartei zu sein, weigert sich aber, die <a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsverletzungen-in-den-tindouf-lagern-bei-un-sitzung-in-genf-angeprangert/">Flüchtlinge in Tindouf</a> zu registrieren, und unterstützt die Polisario finanziell und militärisch – wodurch seine Neutralität schwer glaubhaft wird.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-marokko-gibt-es-ein-marokko-der-zwei-geschwindigkeiten"><span id="fokus-auf-marokko-gibt-es-ein-marokko-der-zwei-geschwindigkeiten">FOKUS auf Marokko: Gibt es ein Marokko der “zwei Geschwindigkeiten”?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “In Marokko formiert sich die online getragene Jugendbewegung „GenZ212“, die kritisiert, Investitionen – insbesondere im Zusammenhang mit der WM 2030 – und makroökonomisches Wachstum kämen bei jungen Menschen nicht an. Was kennzeichnet diese Bewegung, ihre Forderungen und ihre Organisationsform?”</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="731" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-731x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20467 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-731x1024.jpg 731w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-214x300.jpg 214w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-768x1076.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-1097x1536.jpg 1097w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-380x532.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-800x1121.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250-1160x1625.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG_3250.jpg 1462w" sizes="(max-width: 731px) 100vw, 731px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: “Bereits beim Arabischen Frühling 2011 engagierten sich viele junge Marokkaner – was den König dazu brachte, Verfassungsreformen anzustoßen: stärkere Kompetenzen für den Regierungchef, Anerkennung der Amazigh-Identität und der jüdischen Minderheit. Heute greift die Jugendbewegung Generation Z jene Themen wieder auf: bessere Leistungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich, mehr Arbeitsplätze und Teilhabe. Dabei haben die Demonstranten einen starken Verbündeten: Der König kritisiert diese Defizite und warnt vor einem Marokko der „zwei Geschwindigkeiten“ – Fortschritt hier, Krise in Gesundheit und Bildung dort. Die Bewegung selbst ist parteiungebunden, wenngleich Oppositionsparteien – einschließlich islamistischer Gruppen – versuchen, sie politisch zu instrumentalisieren. Eine friedliche Protestkultur und die organisatorische Flexibilität im digitalen Raum gelten vielen als bedeutsam für die demokratische Entwicklung des Landes.”</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-konnten-die-proteste-weitere-aussenpolitische-ambitionen-gefahrden"><span id="koennten-die-proteste-weitere-aussenpolitische-ambitionen-gefaehrden">Könnten die Proteste weitere außenpolitische Ambitionen gefährden?</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “Könnten die aktuellen gesellschaftlichen Spannungen in Marokko außenpolitische Konsequenzen entfalten? Das Königreich ist diplomatisch stark positioniert; mit Blick auf eine mögliche Reform des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sicherheitsrat/">UN-Sicherheitsrats</a> wird mitunter über einen ständigen afrikanischen Sitz für Marokko spekuliert. Wie realistisch sind solche Überlegungen – und wovon hinge ihre Tragfähigkeit ab?”</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abderrahmane Ammar</strong>: “Marokko konnte 2011 politische Spannungen durch Dialog und moderate Reformen bewältigen, ohne die Monarchie infrage zu stellen – im Unterschied zu republikanischen Systemen wie Tunesien oder Ägypten. Die Tatsache, dass friedliche Proteste nicht repressiv niedergeschlagen wurden und dass Diskurs möglich war, spricht für eine gewisse Stabilität. Im Hinblick auf den UN-Sicherheitsrat konkurrieren derzeit Marokko und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a> um einen möglichen ständigen Sitz für Afrika. In Bezug auf internationale Unterstützung – sowohl in Afrika als auch bei westlichen Partnern – hätte Marokko gute Chancen, vorausgesetzt, es gelingt ihm, politische, wirtschaftliche und institutionelle Glaubwürdigkeit zu demonstrieren.”</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale%2F&action_name=Abderrahmane%20Ammar%3A%20%26%238220%3BDer%20Maghreb%20verf%C3%BCgt%20%C3%BCber%20erhebliche%20Potenziale%26%238221%3B&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/abderrahmane-ammar-nordafrika-verfuegt-ueber-erhebliche-potenziale/">Abderrahmane Ammar: &#8220;Der Maghreb verfügt über erhebliche Potenziale&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algerien: Außenminister Attaf fordert Rückkehr zum Völkerrecht</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-aussenminister-attaf-fordert-rueckkehr-zum-voelkerrecht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 00:56:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ahmed Attaf, Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Diaspora und Afrikafragen, beschrieb eine turbulente Weltlage. Konflikte nähmen zu, tragfähige Einigungen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-aussenminister-attaf-fordert-rueckkehr-zum-voelkerrecht%2F&amp;action_name=Algerien%3A%20Au%C3%9Fenminister%20Attaf%20fordert%20R%C3%BCckkehr%20zum%20V%C3%B6lkerrecht&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-aussenminister-attaf-fordert-rueckkehr-zum-voelkerrecht/">Algerien: Außenminister Attaf fordert Rückkehr zum Völkerrecht</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ahmed Attaf, Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Diaspora und Afrikafragen, beschrieb eine turbulente Weltlage. Konflikte nähmen zu, tragfähige Einigungen fehlten. Technologische Umbrüche verstärkten die Kluft zwischen Nord und Süd. „Verträge gibt es viele, doch es fehlt an Umsetzung und an der Bindung an ihren Geist“, sagte er. Unilateralismus und eigennützige Konflikte untergrüben den Multilateralismus. „Wir müssen die Vereinten Nationen als das schlagende Herz einer internationalen Ordnung auf der Grundlage des Völkerrechts wiederherstellen“, so Attaf.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-attaf-zur-palastina-frage"><span id="attaf-zur-palaestina-frage">Attaf zur Palästina-Frage</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Status Palästinas verwies er auf die lange Beschlusslage der Vereinten Nationen. Nach seinen Angaben existieren mehr als 900 Resolutionen der Generalversammlung und nahezu 100 des Sicherheitsrats. Heute stehe Palästina vor der größten Bedrohung „durch Auslöschung, Annexion und Vertreibung“. Er kritisierte die „Erstickung legitimer Institutionen“. Die internationale Gemeinschaft müsse die Zweistaatenlösung sichern. „Ein souveräner und unabhängiger palästinensischer Staat entlang der Grenzen von 1967 ist unabdingbar“, sagte Attaf. Er begrüßte die wachsende Zahl an Staaten, die Palästina anerkennen. Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen sei das Ziel.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/UNGA80?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#UNGA80</a> Group photo with Minister of State, Minister of Foreign Affairs, National Community Abroad and African Affairs, H.E. Mr. Ahmed ATTAF.<a href="https://twitter.com/hashtag/Algeria2UNSC?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Algeria2UNSC</a> <a href="https://t.co/EmVJPKDOev">pic.twitter.com/EmVJPKDOev</a></p>— Algeria to the UN (@AlgeriaUN) <a href="https://twitter.com/AlgeriaUN/status/1972828604649345130?ref_src=twsrc%5Etfw">September 30, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-regionale-lage-aus-algerischer-sicht"><span id="regionale-lage-aus-algerischer-sicht">Regionale Lage aus algerischer Sicht</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Attaf sprach zudem regionale Dossiers an. Für <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a> forderte er ein Ende externer Einmischung nach mehr als 14 Jahren Krise. Algerien bekenne sich zur Stabilität der Sahelzone und zu guten nachbarschaftlichen Beziehungen. Zugleich wies er <a href="https://fokus-afrika.de/malis-premierminister-maiga-kritisiert-frankreich-und-algerien-scharf/">öffentliche Angriffe aus Mali</a> scharf zurück. „Es ist die höchste Form von Unhöflichkeit und Vulgarität, die dieser gescheiterte Poet und dieser Putschist an den Tag gelegt haben“, sagte er. Solches Verhalten verdiene „nichts als Verurteilung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Westsahara erinnerte Attaf an 50 Jahre seit der ersten Resolution des Sicherheitsrats zur Dekolonisierung. Er plädierte für eine Lösung durch direkte Verhandlungen der Parteien. Diese müsse den UN-Grundsätzen zu Entkolonialisierung und Gerechtigkeit entsprechen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-widerspruch-in-der-un-generalversammlung"><span id="widerspruch-in-der-un-generalversammlung">Widerspruch in der UN-Generalversammlung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es folgten Stellungnahmen im Recht auf Erwiderung. Der Vertreter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Malis</a> wies die Ausführungen Attafs als „herablassende Angriffe“ zurück. Er machte die „inakzeptable Einmischung des algerischen Regimes“ in innere Angelegenheiten für Spannungen verantwortlich. Er verwies auf einen algerischen Kommuniquéstreit über einen angeblich verletzten Luftraum und einer zerstörten malischen Sicherheitsdrohne. Diese algerischen Vorwürfe seien „absurd“. Zudem warf er Algerien vor, „internationalen Terrorismus in der Sahelzone zu unterstützen“. Mali forderte Algerien auf, einem <a href="https://fokus-afrika.de/mali-verklagt-algerien-vor-internationalem-gerichtshof-wegen-drohnenabschuss/">Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof</a> zuzustimmen und Beweise vorzulegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertreter Marokkos, Botschafter Omar Hilale, adressierte die Westsahara-Frage ebenfalls. Er betonte, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> habe das Dossier auf die Dekolonisierungsagenda gesetzt. Die „marokkanische Autonomieinitiative“ genieße laut ihm Vorrang in einer einschlägigen Resolution des Sicherheitsrats. Die Realität vor Ort seien „Milliarden an Investitionen“ in den Provinzen der marokkanischen Sahara. Er rief zu einer Lösung des seit Jahrzehnten andauernden Streits auf. Zugleich kritisierte er, dass das Thema trotz algerischer Mitgliedschaft nicht im Sicherheitsrat verhandelt werde.</p>
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		<item>
		<title>Ugandas Vizepräsidentin Alupo fordert Unterstützung für regionale Friedensmissionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ugandas-vizepraesidentin-alupo-fordert-unterstuetzung-fuer-regionale-friedensmissionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2025 14:02:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ugandas Vizepräsidentin Jessica Rose Epel Alupo bekräftigte bei der UN-Generalversammlung das Bekenntnis ihres Landes zum Multilateralismus. Uganda stelle&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fugandas-vizepraesidentin-alupo-fordert-unterstuetzung-fuer-regionale-friedensmissionen%2F&amp;action_name=Ugandas%20Vizepr%C3%A4sidentin%20Alupo%20fordert%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20regionale%20Friedensmissionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ugandas-vizepraesidentin-alupo-fordert-unterstuetzung-fuer-regionale-friedensmissionen/">Ugandas Vizepräsidentin Alupo fordert Unterstützung für regionale Friedensmissionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ugandas Vizepräsidentin Jessica Rose Epel Alupo bekräftigte bei der UN-Generalversammlung das Bekenntnis ihres Landes zum Multilateralismus. Uganda stelle Truppen für Friedenseinsätze in Somalia und garantiere das Umfassende Friedensabkommen im Südsudan. „Wir ersuchen um größere internationale Unterstützung für regional geführte Friedenskonsolidierungs- und Stabilisierungsinitiativen“, sagte sie. Alupo rief zu verstärkter Kooperation auf, um Ursachen von Konflikten, Klimawandel und Terrorismus anzugehen. Sie verlangte eine Reform des Sicherheitsrats mit <strong>zwei ständigen und zwei nichtständigen Sitzen für Afrika</strong>. Wie <a href="https://press.un.org/en/gadebate_live?ifr-dir-postId=b73cb954-00df-40b9-a5a3-49680c164389"><em>UN Web TV</em> </a>berichtet, unterstrich sie, dass die Vereinten Nationen dafür den geeigneten Rahmen bieten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-alupo-uber-fluchtlingsaufnahme-sdgs-und-nationale-kapazitaten"><span id="alupo-ueber-fluechtlingsaufnahme-sdgs-und-nationale-kapazitaeten">Alupo über Flüchtlingsaufnahme, SDGs und nationale Kapazitäten</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Uganda beherbergt 1,93 Millionen Geflüchtete und integriert sie durch Landzuteilungen sowie den Zugang zu öffentlichen Diensten. Dieses Modell gerät jedoch unter Druck, weil internationale Unterstützung sinkt. Steigende weltpolitische Spannungen erschweren die Erfüllung der Verpflichtungen zur Agenda 2030. Alupo warnte: „Flüchtlingsaufnahme darf keine Schuldenlast werden.“ Uganda bekenne sich zu den Menschenrechten. Seit 2005 fänden auf allen Ebenen regelmäßige, freie und faire Wahlen statt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">H.E. Jessica Alupo, delivers Uganda’s 🇺🇬 National Statement on behalf of H.E. President Yoweri Kaguta Museveni, underscoring Uganda’s vision for peace, security & sustainable development. 🌍<br><br>Besides contributing the largest troops at the African Union Mission in Somalia <a href="https://twitter.com/hashtag/AMISOM?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AMISOM</a>,… <a href="https://t.co/nFduozylLU">pic.twitter.com/nFduozylLU</a></p>— Uganda at the United Nations (@ugandamissionun) <a href="https://twitter.com/ugandamissionun/status/1971372055284072604?ref_src=twsrc%5Etfw">September 26, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bildungsbereich verwies sie auf frühe staatliche Weichenstellungen. Uganda führte 1987 als erstes Land südlich der Sahara die allgemeine Grundschulbildung ein und 2007 die sekundäre Allgemeinbildung. Das Gesundheitssystem werde ausgebaut. Die HIV/Aids-Strategie gelte als Modell politischen Willens und zivilgesellschaftlicher Mitwirkung; 96 Prozent der diagnostizierten Personen erhielten Behandlung. Diese Leistungen stützten die SDGs, könnten aber ohne ausreichende Finanzierung gefährdet sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-im-globalen-suden-und-wirtschaftspolitische-positionen"><span id="rolle-im-globalen-sueden-und-wirtschaftspolitische-positionen">Rolle im Globalen Süden und wirtschaftspolitische Positionen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als amtierende Vorsitzende der Blockfreienbewegung warb Uganda für den Pakt über das Recht auf Entwicklung. Alupo verurteilte einseitige Zwangsmaßnahmen, die ohne Mandat des Sicherheitsrats verhängt werden. Solche Maßnahmen träfen Zivilisten und unterminierten die Versorgung mit grundlegenden Gütern. Uganda stehe in Solidarität mit dem palästinensischen und dem sahrauischen Volk, denen Selbstbestimmung und Souveränität weiterhin verwehrt seien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1osUy6XAAASQDt-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-20263 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1osUy6XAAASQDt-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1osUy6XAAASQDt-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1osUy6XAAASQDt-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1osUy6XAAASQDt-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1osUy6XAAASQDt-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1osUy6XAAASQDt.avif 1032w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf Ressourcenpolitik kritisierte sie „wiederauflebende Formen des Rechts des Stärkeren“ und imperiale Haltungen, die Afrika als „freie Mine“ betrachteten. Uganda setze auf Partnerschaften mit gegenseitigem Nutzen bei der Nutzung natürlicher Ressourcen. Dazu gehörten Wertschöpfung im Land, Technologietransfer und faire Beteiligungsstrukturen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Alupo betonte, dass die UN80-Reforminitiative Momentum für strukturelle Veränderungen liefere. Dazu zählten eine breitere Vertretung Afrikas im Sicherheitsrat sowie mehr Einfluss in den Steuerungsgremien von <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iwf/">IWF</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/weltbank/">Weltbank</a>. Für die Umsetzung der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sdgs/">SDGs</a> seien langfristige, konzessionäre Finanzierungen und verlässliche Mittel für Aufnahmeländer zentral.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Gambia: Vizepräsident Jallow ruft zur Erneuerung der UN-Prinzipien auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gambia-vizepraesident-jallow-ruft-zur-erneuerung-der-un-prinzipien-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2025 10:34:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Muhammed Jallow, Vizepräsident der Republik Gambia, rief bei der UN-Generalversammlung alle Mitgliedstaaten dazu auf, ihre Verpflichtung zu den&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgambia-vizepraesident-jallow-ruft-zur-erneuerung-der-un-prinzipien-auf%2F&amp;action_name=Gambia%3A%20Vizepr%C3%A4sident%20Jallow%20ruft%20zur%20Erneuerung%20der%20UN-Prinzipien%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gambia-vizepraesident-jallow-ruft-zur-erneuerung-der-un-prinzipien-auf/">Gambia: Vizepräsident Jallow ruft zur Erneuerung der UN-Prinzipien auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Muhammed Jallow, Vizepräsident der Republik Gambia, <a href="https://press.un.org/en/gadebate_live?ifr-dir-postId=260234a6-c155-4858-aa83-b7c441b2d7c6">rief</a> bei der UN-Generalversammlung alle Mitgliedstaaten dazu auf, ihre Verpflichtung zu den Prinzipien der UN-Charta zu erneuern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er erinnerte daran, dass die Vereinten Nationen mit präventiver Diplomatie und über die Peacebuilding Commission den demokratischen Wandel in Gambia unterstützt hätten, als 2017 die gewählte Regierung ihr Amt antrat. Seitdem verfolge sein Land den Weg „inklusiver Entwicklung, des Friedens sowie der Achtung fundamentaler Rechte und Freiheiten“. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="538" height="352" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/5b44fc6c-4997-4634-b711-c9a83da98404.avif" alt="" class="wp-image-20239 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/5b44fc6c-4997-4634-b711-c9a83da98404.avif 538w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/5b44fc6c-4997-4634-b711-c9a83da98404-300x196.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/5b44fc6c-4997-4634-b711-c9a83da98404-380x249.avif 380w" sizes="(max-width: 538px) 100vw, 538px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den jüngsten Reformen zählen das <strong>Gesetz zur Einrichtung eines Sonderstaatsanwalts (2024)</strong> zur Ahndung internationaler Verbrechen und schwerer Menschenrechtsverletzungen sowie erstmals ein <strong>Anti-Korruptionsgesetz</strong> zur Schaffung einer nationalen Antikorruptionskommission.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-gambias-vizeprasident-jallow-mit-aufruf-an-den-sicherheitsrat"><span id="gambias-vizepraesident-jallow-mit-aufruf-an-den-sicherheitsrat">Gambias Vizepräsident Jallow mit Aufruf an den Sicherheitsrat</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jallow forderte den Sicherheitsrat auf, seiner Verantwortung bei der Beilegung von Konflikten in Afrika und weltweit gerecht zu werden. Angesichts des nahenden Ziels der Agenda 2030 erscheine die Umsetzung vieler Entwicklungsziele noch in weiter Ferne. Besonders hob er die ungelöste Lage der Palästinenser hervor, die weiterhin „unter alarmierenden humanitären Bedingungen“ leben müssten. Er sprach sich für eine <strong>Zwei-Staaten-Lösung</strong> aus, mit einem Staat Palästina innerhalb der Grenzen von 1967 und <strong>Ostjerusalem (Al-Quds Al-Sharif) als Hauptstadt</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-regionale-und-internationale-fragen"><span id="regionale-und-internationale-fragen">Regionale und internationale Fragen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die Westsahara-Frage forderte Jallow <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/">Mauretanien</a> und die Polisario-Front auf, an einer <strong>realistischen, pragmatischen und nachhaltigen politischen Lösung auf Grundlage von Kompromissen</strong> zu arbeiten. Außerdem bekräftigte er Gambias Unterstützung für die <strong>Ein-<a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a>-Politik</strong> und die Forderung nach Aufhebung des Embargos gegen Kuba. Er betonte schließlich die Unterstützung seines Landes für die <strong>gemeinsame afrikanische Position zur Reform des Sicherheitsrats</strong>, um die historische Unterrepräsentation Afrikas zu beenden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>UN: Marokkos Premierminister Akhannouch bekräftigt Autonomieplan für die Sahara</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-marokkos-premierminister-akhannouch-bekraeftigt-autonomieplan-fuer-die-sahara/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2025 13:42:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bei der 80. UN-Generalversammlung in New York betonte Marokkos Premierminister Aziz Akhannouch die Notwendigkeit friedlicher Lösungen für die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-marokkos-premierminister-akhannouch-bekraeftigt-autonomieplan-fuer-die-sahara%2F&amp;action_name=UN%3A%20Marokkos%20Premierminister%20Akhannouch%20bekr%C3%A4ftigt%20Autonomieplan%20f%C3%BCr%20die%20Sahara&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-marokkos-premierminister-akhannouch-bekraeftigt-autonomieplan-fuer-die-sahara/">UN: Marokkos Premierminister Akhannouch bekräftigt Autonomieplan für die Sahara</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei der 80. UN-Generalversammlung in New York betonte Marokkos Premierminister Aziz Akhannouch die Notwendigkeit friedlicher Lösungen für die zahlreichen Konflikte im Nahen Osten und in Afrika. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-un-generalversammlung-im-zeichen-von-konfliktlosungen"><span id="un-generalversammlung-im-zeichen-von-konfliktloesungen">UN-Generalversammlung im Zeichen von Konfliktlösungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf Gaza forderte er einen sofortigen Waffenstillstand und die Rückkehr zu Verhandlungen. Humanitäre Hilfe müsse ohne Vorbedingungen und Einschränkungen in das Gebiet gelangen, unterstrich er und verwies auf die zentrale Rolle des Hilfswerks UNRWA. Ein Palästinenserstaat mit Ostjerusalem als Hauptstadt und Gaza als integraler Bestandteil dürfe nicht länger hinausgezögert werden.</p>



<iframe src='https://cdnapisec.kaltura.com//p/2503451/embedPlaykitJs/uiconf_id/47917953?iframeembed=true&entry_id=1_lcjvygfl' style="width: 528px; height: 297px" allowfullscreen webkitallowfullscreen mozAllowFullScreen allow="autoplay *; fullscreen *; encrypted-media *" frameborder="0"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Akhannouch erklärte zudem, Marokko fühle sich verpflichtet, die heiligen Stätten, darunter das Aqsa-Moschee-Areal, zu schützen. Gleichzeitig versicherte er die Solidarität seines Landes mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/katar/">Katar</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/syrien/">Syrien</a> und Libanon angesichts der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/">israelischen</a> Angriffe. Auch in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/jemen/">Jemen</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/">Somalia</a> müssten Konflikte durch Dialog und Konsens beigelegt werden – stets unter Wahrung von Souveränität und territorialer Integrität.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-frage-und-internationale-unterstutzung"><span id="westsahara-frage-und-internationale-unterstuetzung">Westsahara-Frage und internationale Unterstützung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-20152 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4-1536x1025.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4-800x534.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4-1160x774.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1mMFyxXMAAEDI4.avif 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt seiner Rede war die Westsahara-Frage. Der Regierungschef stellte klar, dass die Autonomieinitiative unter marokkanischer Souveränität die einzige realistische Lösung darstelle. Diese Position finde wachsende internationale Unterstützung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist an der Zeit, die Seite dieses künstlichen Konflikts umzuschlagen“, erklärte er. Die Sahara sei „ein Land voller Chancen“. Er verwies zudem auf die sozioökonomische Transformation in den südlichen Provinzen, die durch Entwicklungsinitiativen und Investitionen zu einer strategischen Plattform für Sicherheit und Zusammenarbeit geworden seien.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-akhannouch-zu-multilateralismus-und-afrikas-rolle"><span id="akhannouch-zu-multilateralismus-und-afrikas-rolle">Akhannouch zu Multilateralismus und Afrikas Rolle</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Akhannouch zitierte König Mohammed VI. mit den Worten, die Welt stehe vor geopolitischen Umbrüchen, die gemeinsames Handeln erforderten. Marokko trete für ein Multilateralismus-Modell ein, das auf souveräner Gleichheit und territorialer Integrität basiere. Afrika müsse seine Herausforderungen in Chancen verwandeln und sein Zukunftspotenzial mit Ehrgeiz ausschöpfen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="ar" dir="rtl">بتعليمات سامية من جلالة الملك محمد السادس، نصره الله، أتشرف بترؤس الوفد المغربي المشارك في أشغال الدورة الثمانين للجمعية العامة للأمم المتحدة، التي تنعقد بنيويورك.<br>وعلى هامش هذا الحدث الأممي، شاركتُ اليوم في المؤتمر الدولي رفيع المستوى حول التسوية السلمية لقضية فلسطين وتحقيق حل… <a href="https://t.co/YbtAlVl6kR">pic.twitter.com/YbtAlVl6kR</a></p>— رئيس الحكومة المغربية (@ChefGov_ma) <a href="https://twitter.com/ChefGov_ma/status/1970227724447875423?ref_src=twsrc%5Etfw">September 22, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf die Chancen und Risiken neuer Technologien ging Akhannouch ein. Künstliche Intelligenz dürfe nicht ungenutzt bleiben, müsse jedoch verantwortungsvoll eingesetzt werden. Als Co-Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft 2030 mit <a href="https://fokus-afrika.de/tag/spanien/">Spanien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/portugal/">Portugal</a> werde Marokko die Fähigkeit unter Beweis stellen, internationale Großprojekte umzusetzen und „das wahre, schöne Gesicht Afrikas“ zu präsentieren.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-marokkos-premierminister-akhannouch-bekraeftigt-autonomieplan-fuer-die-sahara%2F&action_name=UN%3A%20Marokkos%20Premierminister%20Akhannouch%20bekr%C3%A4ftigt%20Autonomieplan%20f%C3%BCr%20die%20Sahara&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-marokkos-premierminister-akhannouch-bekraeftigt-autonomieplan-fuer-die-sahara/">UN: Marokkos Premierminister Akhannouch bekräftigt Autonomieplan für die Sahara</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>USA und Vereinigtes Königreich bekräftigen Unterstützung für marokkanischen Autonomieplan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/usa-und-vereinigtes-koenigreich-bekraeftigen-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 15:49:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[MINURSO]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kurz vor der entscheidenden Sitzung des UN-Sicherheitsrats haben die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich ihre Unterstützung für&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fusa-und-vereinigtes-koenigreich-bekraeftigen-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan%2F&amp;action_name=USA%20und%20Vereinigtes%20K%C3%B6nigreich%20bekr%C3%A4ftigen%20Unterst%C3%BCtzung%20f%C3%BCr%20marokkanischen%20Autonomieplan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-vereinigtes-koenigreich-bekraeftigen-unterstuetzung-fuer-marokkanischen-autonomieplan/">USA und Vereinigtes Königreich bekräftigen Unterstützung für marokkanischen Autonomieplan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Kurz vor der entscheidenden Sitzung des UN-Sicherheitsrats haben die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich ihre Unterstützung für den marokkanischen Autonomieplan im Westsahara-Konflikt erneuert. Beide Länder betonen, dass die Initiative die glaubwürdigste Grundlage für eine politische Lösung darstellt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-washington-autonomie-unter-marokkanischer-souveranitat-als-einzige-option"><span id="washington-autonomie-unter-marokkanischer-souveraenitaet-als-einzige-option">Washington: Autonomie unter marokkanischer Souveränität als einzige Option</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Massad Boulos, Sonderberater des US-Präsidenten für den Nahen Osten und Afrika, empfing am 5. September in Washington den UN-Sondergesandten für die Westsahara, Staffan de Mistura. Nach dem Treffen erklärte Boulos: „Eine echte Autonomie unter marokkanischer Souveränität ist die einzige realistische Lösung für den Konflikt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche umfassten auch den Beitrag der UN-Mission MINURSO zur Stabilität. Sie umfassten auch regionale Friedensaussichten. Bereits im April hatte de Mistura die Haltung der US-Regierung bei einem Treffen mit der stellvertretenden US-Außenministerin Lisa Kenna offiziell zur Kenntnis genommen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Today I met with UN SecGen’s Envoy for Western Sahara, H.E. Staffan de Mistura. I reiterated the clear U.S. position, that genuine autonomy under Moroccan sovereignty is the only feasible solution for Western Sahara. We also discussed MINURSO’s stabilizing role and paths to… <a href="https://t.co/DaCPmJwdWM">pic.twitter.com/DaCPmJwdWM</a></p>— U.S. Senior Advisor for Africa (@US_SrAdvisorAF) <a href="https://twitter.com/US_SrAdvisorAF/status/1964020076694196598?ref_src=twsrc%5Etfw">September 5, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Boulos betonte zudem, dass die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">US</a>-Position auch in Gesprächen mit Algeriens Führung bekräftigt worden sei. Für Washington sei die Frage damit klar entschieden: Eine Lösung außerhalb der marokkanischen Souveränität stehe nicht zur Debatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-grossbritannien-kontinuitat-der-bilateralen-partnerschaft"><span id="grossbritannien-kontinuitaet-der-bilateralen-partnerschaft">Großbritannien: Kontinuität der bilateralen Partnerschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die britische Regierung bestätigte ihre Unterstützung für den marokkanischen Plan. Hamish Falconer, Staatsminister für den Nahen Osten und Nordafrika, erklärte in einer parlamentarischen Antwort am 5. September, dass das Vereinigte Königreich die Autonomieinitiative als „glaubwürdigste, praktikabelste und realistischste Grundlage für eine Lösung“ ansehe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="853" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Official_portrait_of_Hamish_Falconer_MP_crop_2.avif" alt="" class="wp-image-19695 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Official_portrait_of_Hamish_Falconer_MP_crop_2.avif 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Official_portrait_of_Hamish_Falconer_MP_crop_2-225x300.avif 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Official_portrait_of_Hamish_Falconer_MP_crop_2-380x506.avif 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf den Strategischen Dialog zwischen Marokko und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">Großbritannien</a>, der am 1. Juni in Rabat unter Leitung von Außenminister David Lammy stattfand. Dabei wurden Abkommen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Infrastruktur und Handel unterzeichnet. Lammy nutzte die Gelegenheit, die britische Unterstützung für die marokkanische Initiative formell zu bekräftigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Falconer im August auch Vertreter der Polisario-Front in London empfing, erklärte er, dass diese Kontakte Teil des diplomatischen Engagements blieben. Die britische Regierung halte jedoch am Autonomieplan als einzigem realistischen Rahmen für eine Lösung fest. Außerdem unterstütze sie die UN-geführten Vermittlungsbemühungen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-dynamik-im-sicherheitsrat"><span id="dynamik-im-sicherheitsrat">Dynamik im Sicherheitsrat</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Abstimmung des Sicherheitsrats über eine Resolution zur Westsahara steht unmittelbar bevor. Laut Medienberichten tragen die USA den Resolutionsentwurf, der die Vorrangstellung des Autonomieplans bekräftigen soll. Elf der fünfzehn Ratsmitglieder, darunter drei ständige Mitglieder – die USA, Frankreich und das Vereinigte Königreich – haben sich offen zugunsten der marokkanischen Position geäußert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Erklärungen Washingtons und Londons verstärken damit die internationale Dynamik zugunsten der marokkanischen Initiative. Diese wird von einer wachsenden Zahl von Staaten als ernsthafte und glaubwürdige Grundlage für eine Lösung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts angesehen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko setzt auf Multilateralismus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-setzt-auf-multilateralismus/</link>
					<comments>https://fokus-afrika.de/marokko-setzt-auf-multilateralismus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 11:19:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sahara]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Aziz Akhannouch, Regierungschef von Marokko, betonte auf der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York die unerschütterliche Unterstützung seines Landes für die Initiativen des UN-Generalsekretärs zur Bewältigung globaler Herausforderungen. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-setzt-auf-multilateralismus%2F&amp;action_name=Marokko%20setzt%20auf%20Multilateralismus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-setzt-auf-multilateralismus/">Marokko setzt auf Multilateralismus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Er hob die Unsicherheiten hervor, die an die Stelle der einst durch die Vereinten Nationen gestärkten kollektiven Sicherheit getreten sind, und verwies auf Krisen im Bereich Konsum, Produktion, Governance, gesellschaftliche Strukturen und den Klimawandel. <strong>“Der Klimawandel hat eine neue Realität geschaffen”</strong>, erklärte Akhannouch und stellte die Frage, ob der Multilateralismus an seine Grenzen gestoßen sei.</p>



<h2 id="marokkos-rolle-im-multilateralismus" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727263074326 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Marokkos Rolle im Multilateralismus</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Herausforderungen betonte Akhannouch, dass Marokko fest am Multilateralismus festhalte und diesen als Kern seiner Diplomatie betrachtet. Er erklärte, Marokko setze sich für Kooperation mit seinen Partnern ein und arbeite an der Entwicklung wirksamer Rahmenbedingungen zur Bewältigung von Sicherheits- und Entwicklungsproblemen. Dabei gehe es dem Land nicht um kurzfristige Opportunitäten, sondern um nachhaltige Lösungen.</p>


<p><iframe src='https://cdnapisec.kaltura.com//p/2503451/embedPlaykitJs/uiconf_id/47917953?iframeembed=true&entry_id=1_o59wyac5' style="width: 528px; height: 297px" allowfullscreen webkitallowfullscreen mozAllowFullScreen allow="autoplay *; fullscreen *; encrypted-media *" frameborder="0"></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>“Multilateralismus braucht neuen Schwung und Reformen”</strong>, führte Akhannouch weiter aus. Alle Teile der Gesellschaft, einschließlich Frauen und Jugend, müssten in die Entwicklung von Lösungsansätzen einbezogen werden. Dies habe der Gipfel der Generalversammlung eindrucksvoll gezeigt. Besonders Afrika, das stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sei, müsse von der internationalen Gemeinschaft unterstützt werden, obwohl der Kontinent nur einen geringen Beitrag zu den Ursachen geleistet habe.</p>



<h2 id="innovative-finanzierungsmechanismen-fuer-afrika" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727262925965 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Innovative Finanzierungsmechanismen für Afrika</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Akhannouch sprach sich für innovative Finanzierungsmechanismen aus, um die Schuldenkrise und die finanziellen Einschränkungen afrikanischer Staaten zu lösen. <strong>“Reformen der internationalen Finanzarchitektur sind notwendig, damit Entwicklungsländer die Finanzierung erhalten, die es ihnen ermöglicht, ihre Wirtschaft zu erholen”</strong>, forderte er. Marokko arbeite als Vorsitzender der “Gruppe der Freunde der Länder mit mittlerem Einkommen” daran, Lösungen zu entwickeln, die diesen Staaten wirtschaftlich helfen könnten.</p>



<h2 id="initiativen-fuer-frieden-und-entwicklung-in-afrika" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727262921832 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Initiativen für Frieden und Entwicklung in Afrika</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko spiele eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Terrorismus und bei der Förderung von sozialer Gerechtigkeit. Akhannouch verwies auf die <strong>Atlantische Initiative</strong>, die den Sahel-Staaten – Burkina Faso, Mali, Niger und Tschad – Zugang zum Atlantik verschaffen soll. Diese Initiative solle die Region integrieren und sei ein Pfeiler für Frieden, Entwicklung und Sicherheit. Darüber hinaus arbeite Marokko mit Nigeria zusammen, um die Entwicklung vieler afrikanischer Länder voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hinblick auf die Lösung regionaler Konflikte betonte Akhannouch die Unterstützung Marokkos für die Bemühungen des UN-Generalsekretärs, die politischen Runden Tische zur <strong>Lösung des Sahara-Konflikts</strong> wiederzubeleben. <strong>“Wir setzen uns für eine realistische politische Lösung in der Region ein”</strong>, so der Regierungschef.</p>



<h2 id="unterstuetzung-durch-die-internationale-gemeinschaft" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727262897219 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autonomieplan Marokkos sei die einzige realistische Grundlage für eine Einigung. Eine politische Lösung würde neue Perspektiven für Entwicklung in der gesamten Region eröffnen, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Akhannouch hob die <strong>wachsende internationale Unterstützung für Marokkos Souveränität über die Sahara</strong> und für die Autonomieinitiative hervor. Diese internationale Dynamik sende eine klare Botschaft an alle Beteiligten, dass es Zeit sei, den politischen Prozess voranzutreiben.</p>



<h2 id="naher-osten-und-un-reformen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727262913000 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Naher Osten und UN-Reformen</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Entwicklungen im Nahen Osten äußerte sich Akhannouch besorgt über die ernste Lage im besetzten palästinensischen Gebiet seit Ende des letzten Jahres. Er rief zu einer Lösung auf, die zu Frieden in Gaza und einem dauerhaften Frieden in der Region führen könne. Marokko stehe in <strong>Solidarität mit dem Libanon</strong> und respektiere dessen territoriale Integrität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bezug auf Reformen bei den Vereinten Nationen forderte Akhannouch, dass die internationale Gemeinschaft <strong>“unsere Arbeitsmethoden überdenken”</strong> müsse, da die Organisation vor ihrem 80-jährigen Bestehen stehe und dringend Reformen benötige. <strong>“Die Vereinten Nationen tragen eine kollektive Verantwortung”</strong>, betonte er abschließend.</p>
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