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	<title>Parlament | FOKUS AFRIKA</title>
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	<description>Nachrichten aus Afrika</description>
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	<title>Parlament | FOKUS AFRIKA</title>
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	<item>
		<title>Khalida Boufedeche führt als erste Frau Algeriens Nationalversammlung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/khalida-boufedeche-fuehrt-als-erste-frau-algeriens-nationalversammlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 17:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Erstmals führt eine Frau Algeriens Nationalversammlung. Khalida Boufedeche übernimmt ein Verfassungsamt mit mehr Einfluss, als die Sitzungsleitung vermuten lässt – bei nur 23 Frauen unter 407 Abgeordneten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkhalida-boufedeche-fuehrt-als-erste-frau-algeriens-nationalversammlung%2F&amp;action_name=Khalida%20Boufedeche%20f%C3%BChrt%20als%20erste%20Frau%20Algeriens%20Nationalversammlung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Khalida Boufedeche ist als erste Frau an die Spitze der algerischen Nationalversammlung gewählt worden und übernimmt damit ein Amt mit weitreichenden verfassungsrechtlichen Befugnissen. Die Wahl erfolgte am Dienstag zum Auftakt der zehnten Legislaturperiode. Die 44-jährige Abgeordnete der Nationalen Befreiungsfront FLN erhielt 302 von 366 abgegebenen Stimmen. Ihr Aufstieg steht im Kontrast zum starken Rückgang des Frauenanteils im neu gewählten Parlament. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Boufedeche setzte sich bereits im ersten Wahlgang gegen zwei Gegenkandidaten durch. Amine Allouche von der islamisch geprägten Bewegung der Gesellschaft für den Frieden erhielt 57 Stimmen. Für Rachid Hassani von der säkularen Sammlung für Kultur und Demokratie stimmten sieben Abgeordnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwölf Parlamentarier der oppositionellen Front Sozialistischer Kräfte beteiligten sich nicht an der Abstimmung. Weil drei Kandidaten antraten, wurde die Präsidentin in geheimer Wahl bestimmt. Ein zweiter Wahlgang war nach Boufedeches absoluter Mehrheit nicht erforderlich. </p>



<h2 id="h-breite-parteienallianz-sichert-boufedeches-wahl" class="wp-block-heading"><span id="breite-parteienallianz-sichert-boufedeches-wahl">Breite Parteienallianz sichert Boufedeches Wahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis war bereits vor der Abstimmung absehbar. Neben der FLN unterstützten unter anderem die Nationale Demokratische Sammlung, die Zukunftsfront, die El-Bina-Bewegung sowie mehrere unabhängige Abgeordnete Boufedeches Kandidatur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sie tragenden Fraktionen und Gruppen verfügen zusammen über mehr als 300 der 407 Sitze. <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-parlamentswahl-ohne-ergebnis-regime-setzt-auf-propaganda/" data-type="post" data-id="28595">Die FLN war bei der Parlamentswahl vom 2. Juli mit 91 Mandaten erneut stärkste Kraft geworden, verfehlte jedoch wie alle anderen Parteien die absolute Mehrheit. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Boufedeche folgt auf Brahim Boughali, der die Nationale Volksversammlung seit 2021 geführt hatte. Ihre Amtszeit erstreckt sich über die gesamte fünfjährige Legislaturperiode. Die algerische Presseagentur APS bestätigte ihre Wahl für die bis 2031 laufende zehnte Wahlperiode. </p>



<h2 id="h-das-amt-reicht-uber-die-sitzungsleitung-hinaus" class="wp-block-heading"><span id="das-amt-reicht-ueber-die-sitzungsleitung-hinaus">Das Amt reicht über die Sitzungsleitung hinaus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der Nationalen Volksversammlung leitet nicht nur die Plenarsitzungen des Unterhauses. Sie gehört zu dem kleinen Kreis von Amtsträgern, die den Verfassungsgerichtshof unmittelbar anrufen können. Dazu zählen außerdem der Staatspräsident, der Präsident des Oberhauses und der Regierungschef.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boufedeche kann damit eine verfassungsrechtliche Prüfung von Gesetzen vor ihrer Verkündung veranlassen. Der Verfassungsgerichtshof kann zudem bei Konflikten zwischen staatlichen Institutionen angerufen oder um die Auslegung einzelner Verfassungsbestimmungen gebeten werden. Auch 40 Abgeordnete oder 25 Mitglieder des Oberhauses können gemeinsam ein entsprechendes Verfahren einleiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Recht betrifft den Obersten Justizrat, der über Personalfragen und Laufbahnen innerhalb der Justiz entscheidet. Die Präsidentin der Nationalversammlung wählt zwei fachlich qualifizierte Persönlichkeiten aus, die weder dem Parlament noch der Richterschaft angehören müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am zwölfköpfigen Verfassungsgerichtshof besitzt sie dagegen kein persönliches Ernennungsrecht. Vier Mitglieder einschließlich des Gerichtspräsidenten bestimmt der Staatspräsident. Zwei weitere werden aus den Reihen des Obersten Gerichtshofs und des Staatsrats gewählt. Sechs Mitglieder wählen die Professoren für Verfassungsrecht. </p>



<h2 id="h-tebboune-muss-boufedeche-vor-sonderentscheidungen-anhoren" class="wp-block-heading"><span id="tebboune-muss-boufedeche-vor-sonderentscheidungen-anhoeren">Tebboune muss Boufedeche vor Sonderentscheidungen anhören</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Abdelmadjid Tebboune muss Boufedeche konsultieren, bevor er die Nationalversammlung auflöst oder vorgezogene Parlamentswahlen ansetzt. Die Anhörung ist verfassungsrechtlich vorgeschrieben, gibt der Parlamentspräsidentin jedoch kein Vetorecht gegen die Entscheidung des Staatschefs. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c--1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-29159 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c--1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c--300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c--768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c--1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c--380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c--800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c--1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HOaAqHfWcAAm1c-.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch vor der Ausrufung eines Ausnahmezustands, eines Belagerungszustands oder eines weiterreichenden Notstands muss der Präsident die Vorsitzenden beider Parlamentskammern anhören. Gleiches gilt vor einer allgemeinen Mobilmachung oder einer Kriegserklärung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fall eines außergewöhnlichen Notstands kann der Staatspräsident Maßnahmen ergreifen, die er zur Sicherung der staatlichen Institutionen und der territorialen Integrität für erforderlich hält. Das Parlament tritt dann automatisch zusammen. Eine Verlängerung über 60 Tage hinaus benötigt die Zustimmung der Mehrheit beider Kammern. </p>



<h2 id="h-von-der-arztin-zur-parlamentsprasidentin" class="wp-block-heading"><span id="von-der-aerztin-zur-parlamentspraesidentin">Von der Ärztin zur Parlamentspräsidentin</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boufedeche wurde am 27. Mai 1982 geboren und studierte Medizin an der Universität Algier. Nach ihrem Abschluss im Jahr 2008 spezialisierte sie sich auf Allergologie und klinische Immunologie. Eine entsprechende Zusatzausbildung schloss sie 2019 ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre berufliche Laufbahn begann am Krankenhaus von Aïn Taya. Später arbeitete sie am Universitätsklinikum Beni Messous und übernahm eine leitende Funktion bei der Gesundheitsdirektion der Provinz Algier. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu baute Boufedeche ihre politische Laufbahn innerhalb der FLN auf. Von 2012 bis 2017 gehörte sie der Gemeindeversammlung von Bordj El Bahri an. Anschließend wechselte sie in die Provinzversammlung von Algier.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Parlamentswahl vom 2. Juli zog sie über die FLN-Liste der Provinz Algier erstmals in die Nationale Volksversammlung ein. Weniger als vier Wochen später übernahm sie deren Vorsitz.</p>



<h2 id="h-erste-prasidentin-bei-sinkendem-frauenanteil" class="wp-block-heading"><span id="erste-praesidentin-bei-sinkendem-frauenanteil">Erste Präsidentin bei sinkendem Frauenanteil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Boufedeche steht erstmals seit der Gründung der Nationalversammlung im Jahr 1977 eine Frau an der Spitze des algerischen Unterhauses. Zugleich wird mit Leïla Aslaoui auch der Verfassungsgerichtshof von einer Frau geführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der neuen Nationalversammlung sitzen jedoch nur 23 Frauen. Das entspricht 5,6 Prozent der 407 Abgeordneten. Im Jahr 2021 waren 38 Frauen gewählt worden, 2017 noch 118. Die damalige Wahl fand unter einem inzwischen abgeschafften Quotensystem statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Beteiligung an der Parlamentswahl erreichte einen Tiefstand. Innerhalb Algeriens gaben 21,24 Prozent der registrierten Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Unter den im Ausland lebenden Algeriern lag die Beteiligung bei 10,75 Prozent.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD-Anfrage: GIZ vergibt über 40.000 Beraterverträge in fünf Jahren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-anfrage-giz-vergibt-ueber-40-000-beratervertraege-in-fuenf-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 09:16:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr als 40.000 GIZ-Dienstleistungsverträge, aber keine zentrale Übersicht über Berater, Kosten und Ergebnisse: Die Bundesregierung verweist auf 3.300 Stunden Prüfaufwand.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-anfrage-giz-vergibt-ueber-40-000-beratervertraege-in-fuenf-jahren%2F&amp;action_name=AfD-Anfrage%3A%20GIZ%20vergibt%20%C3%BCber%2040.000%20Beratervertr%C3%A4ge%20in%20f%C3%BCnf%20Jahren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung kann nicht angeben, wie viele externe Gutachten, Beratungen und Evaluierungen die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit von 2020 bis 2025 vergeben und welche Kosten sie verursacht hat. Die Antwort wurde am 9. Juli 2026 an den Deutschen Bundestag übermittelt. Die GIZ erfasste in diesem Zeitraum mehr als 40.000 Abschlüsse unter der Sammelkategorie „Dienstleistungsverträge“, ohne die einzelnen Leistungsarten gesondert zu kennzeichnen. Eine vollständige Auswertung würde nach Schätzung der Bundesregierung mindestens 3.300 Arbeitsstunden beanspruchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zielte auf eine vollständige Übersicht der extern vergebenen Leistungen. Gefragt wurde unter anderem nach Auftragnehmern, Vertragssummen, Finanzierungsquellen, Vergabeverfahren und den Ergebnissen der beauftragten Arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solche Aufstellung legte die Bundesregierung nicht vor. Die Datenerfassungssysteme der bundeseigenen GIZ unterscheiden nicht unmittelbar zwischen Gutachten, Beratung, Evaluationen und anderen Dienstleistungen.</p>



<h2 id="h-mehr-als-40-000-vertrage-in-einer-sammelkategorie" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-40-000-vertraege-in-einer-sammelkategorie">Mehr als 40.000 Verträge in einer Sammelkategorie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die GIZ schloss zwischen 2020 und 2025 mehr als 40.000 Dienstleistungsverträge ab. <a href="https://fokus-afrika.de/nach-skandalen-giz-kuendigt-umbau-und-60-millionen-euro-einsparungen-an/">Wie viele davon auf Beratungsunternehmen, Forschungsinstitute, Evaluierungsdienstleister, Nichtregierungsorganisationen, Kanzleien oder einzelne Gutachter entfielen, lässt sich aus den zentral erfassten Daten nicht ablesen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine genaue Zuordnung müsste jeder Vertrag einzeln geprüft und nachträglich kategorisiert werden. Die Bundesregierung kalkuliert dafür durchschnittlich fünf Minuten pro Vorgang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei mehr als 40.000 Verträgen ergäbe sich ein Arbeitsaufwand von mindestens 3.300 Stunden. Eine einzelne Vollzeitkraft wäre damit mehr als 85 Wochen beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine Verteilung der Prüfung auf mehrere Beschäftigte ändere nichts an der erheblichen Bindung von Personal, erklärte die Bundesregierung. Der Aufwand überschreite das zumutbare Maß und könne andere Aufgaben der GIZ beeinträchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie berief sich dabei auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Das parlamentarische Informationsrecht stehe unter dem Vorbehalt, dass die verlangte Auskunft mit einem vertretbaren Arbeitsaufwand erstellt werden könne.</p>



<h2 id="h-auftragnehmer-und-kosten-bleiben-ohne-einzelliste" class="wp-block-heading"><span id="auftragnehmer-und-kosten-bleiben-ohne-einzelliste">Auftragnehmer und Kosten bleiben ohne Einzelliste</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/sap-umstellung-kein-ende-der-giz-zahlungsprobleme-in-sicht/">Die Bundesregierung nannte deshalb weder die einzelnen Auftragnehmer noch deren jeweilige Vertragssummen. </a>Auch eine Zuordnung zu bestimmten Ländern, Projekten, Programmen oder Geschäftsbereichen der GIZ erfolgte nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unbeantwortet blieben zudem die Fragen, ob die Leistungen aus Mitteln des Bundesentwicklungsministeriums, aus Eigenmitteln der GIZ, aus anderen Bundeshaushalten, aus EU-Mitteln oder von weiteren Geldgebern finanziert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dasselbe gilt für die angewandten Vergabeverfahren. Die Bundesregierung erklärte lediglich, dass die GIZ grundsätzlich die jeweils geltenden vergaberechtlichen Bestimmungen anwende. Je nach Auftrag kämen offene Verfahren, beschränkte Ausschreibungen, Verhandlungsvergaben und Direktvergaben infrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wiederholt beauftragte Unternehmen und deren gesamtes Auftragsvolumen wurden nicht genannt. Eine gesonderte Auswertung zu Organisationsberatung, Strategieentwicklung, Kommunikation, Digitalisierung, Personalgewinnung, Klimastrategien, Wirkungsanalysen oder Compliance ist in den Datensystemen ebenfalls nicht vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jährlichen Gesamtsummen der Dienstleistungsverträge können nach Darstellung der Bundesregierung den Beschaffungsberichten der GIZ entnommen werden. Diese Berichte trennen jedoch nicht systematisch zwischen Beratung, Gutachten, Evaluationen und sonstigen Dienstleistungen.</p>



<h2 id="h-keine-allgemeine-veroffentlichungspflicht-fur-gutachten" class="wp-block-heading"><span id="keine-allgemeine-veroeffentlichungspflicht-fuer-gutachten">Keine allgemeine Veröffentlichungspflicht für Gutachten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für von der GIZ beauftragte Gutachten und Beratungsberichte besteht keine generelle Pflicht zur Veröffentlichung. Ob ein Dokument öffentlich zugänglich gemacht wird, entscheidet sich im Einzelfall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei spielen nach Angaben der Bundesregierung die Abstimmung mit dem Auftraggeber, der Projektzusammenhang und unternehmensbezogene Interessen eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Evaluierungsberichte gelten weitergehende Regeln. Die GIZ veröffentlicht diese grundsätzlich auf ihrer Plattform „Wissen, was wirkt“, sofern keine mit den jeweiligen Auftraggebern vereinbarten Ausnahmen greifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Gutachten und Beratungsberichte zwischen 2020 und 2025 veröffentlicht wurden und welche unter Verschluss blieben, schlüsselte die Bundesregierung nicht auf. Auch hierfür wäre eine Prüfung der einzelnen Verträge und Vorhaben notwendig.</p>



<h2 id="h-giz-verweist-auf-vergaberecht-und-wirtschaftlichkeit" class="wp-block-heading"><span id="giz-verweist-auf-vergaberecht-und-wirtschaftlichkeit">GIZ verweist auf Vergaberecht und Wirtschaftlichkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die GIZ setzt externe Dienstleister nach Darstellung der Bundesregierung ein, wenn dies für die Erfüllung ihrer Aufgaben zweckmäßig und wirtschaftlich erscheint. Grundlage ist der Generalvertrag mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="815" height="375" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/gizIMAGE-jahresempfang-815x375-1.jpg" alt="" class="wp-image-13047 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/gizIMAGE-jahresempfang-815x375-1.jpg 815w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/gizIMAGE-jahresempfang-815x375-1-300x138.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/gizIMAGE-jahresempfang-815x375-1-768x353.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/gizIMAGE-jahresempfang-815x375-1-380x175.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/gizIMAGE-jahresempfang-815x375-1-800x368.jpg 800w" sizes="(max-width: 815px) 100vw, 815px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Danach soll die Gesellschaft geeignete Unternehmen der Privatwirtschaft, staatliche Stellen und Fachinstitutionen einbeziehen, wenn diese Leistungen nicht sinnvoll allein durch interne Strukturen erbracht werden können.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Notwendigkeit externer Gutachter und Berater werde von den jeweils zuständigen Einheiten geprüft. Ausschreibungen und Markterkundungen sollen die Wirtschaftlichkeit der Vergaben sicherstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GIZ erklärte zudem, die vergaberechtlichen Compliance-Vorgaben vollständig umgesetzt zu haben. Relevante Ausschreibungen würden auf dem eigenen Vergabemarktplatz und über das europäische Ausschreibungsportal TED veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschaffungsbericht für 2024 ist bereits verfügbar. Die Ausgabe für das Jahr 2025 soll nach Angaben der Bundesregierung in den kommenden Wochen erscheinen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU bezahlt – USA profitieren: DR Kongo vergibt Lobito-Konzession für Rohstoffe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-bezahlt-usa-profitieren-dr-kongo-vergibt-lobito-konzession-fuer-rohstoffe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 22:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>EU investiert, doch USA und China profitieren: Der Lobito-Korridor wird zum geopolitischen Schauplatz im Wettbewerb um Afrikas Rohstoffe.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-bezahlt-usa-profitieren-dr-kongo-vergibt-lobito-konzession-fuer-rohstoffe%2F&amp;action_name=EU%20bezahlt%20%E2%80%93%20USA%20profitieren%3A%20DR%20Kongo%20vergibt%20Lobito-Konzession%20f%C3%BCr%20Rohstoffe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-bezahlt-usa-profitieren-dr-kongo-vergibt-lobito-konzession-fuer-rohstoffe/">EU bezahlt – USA profitieren: DR Kongo vergibt Lobito-Konzession für Rohstoffe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratische Republik Kongo hat die Konzession für ihren Abschnitt des Lobito-Korridors genehmigt und damit ein zentrales Infrastrukturprojekt ihrer strategischen Partnerschaft mit den USA vorangebracht. Die Entscheidung fiel am 10. Juli im kongolesischen Ministerrat. Der Konzessionsvertrag soll an das von der US-Entwicklungsbank DFC unterstützte Unternehmen Mota-Engil vergeben werden. Washington verbindet die Verkehrsroute mit dem Aufbau sicherer Lieferketten für kritische Rohstoffe und einer stärkeren wirtschaftlichen Anbindung Zentralafrikas an den Atlantik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Büro für afrikanische Angelegenheiten des US-Außenministeriums bezeichnete die Genehmigung als einen wichtigen Meilenstein der strategischen Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und der DR Kongo. Die endgültige Unterzeichnung des Konzessionsvertrags steht noch aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst danach kann nach Darstellung des US-Außenministeriums die Unterstützung der U.S. International Development Finance Corporation, kurz DFC, abgeschlossen Aufbau sicherer Lieferketten für kritische Rohstoffe und mit der Umsetzung begonnen werden.</p>



<h2 id="h-korridor-verbindet-kongolesische-rohstoffregionen-mit-dem-atlantik" class="wp-block-heading"><span id="korridor-verbindet-kongolesische-rohstoffregionen-mit-dem-atlantik">Korridor verbindet kongolesische Rohstoffregionen mit dem Atlantik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-angola-global-gateway-staerkt-lobito-korridor-und-diversifizierung/" data-type="post" data-id="20682">Der Lobito-Korridor soll die rohstoffreichen Gebiete der Demokratischen Republik Kongo und Sambias über Angola mit dem Hafen von Lobito am Atlantischen Ozean verbinden. </a>Eisenbahnstrecken, Straßen und weitere Logistikinfrastruktur sollen den Transport von Rohstoffen und anderen Waren erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA wollen mit dem Projekt zugleich Investitionen in der Region fördern, Arbeitsplätze schaffen und den Handel zwischen den beteiligten Ländern ausbauen. Das US-Außenministerium bezeichnete die Route als Verbindung, von der Zentralafrika insgesamt profitieren könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Vereinigten Staaten ist der Korridor eng mit dem Zugang zu kritischen Mineralien verbunden. Die DR Kongo verfügt über große Vorkommen von Rohstoffen, die unter anderem für Batterien, Elektronik, Energietechnik und moderne Rüstungssysteme benötigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das strategische Partnerschaftsabkommen zwischen Washington und Kinshasa soll mehr amerikanische und mit den USA verbundene Investitionen in den kongolesischen Bergbausektor ermöglichen. Zugleich wollen beide Seiten die Rohstoffproduktion stärker diversifizieren und verlässliche Lieferwege aufbauen.</p>



<h2 id="h-eu-forderung-und-kritik-an-geopolitischer-nutzung" class="wp-block-heading"><span id="eu-foerderung-und-kritik-an-geopolitischer-nutzung">EU-Förderung und Kritik an geopolitischer Nutzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lobito-Korridor ist jedoch nicht ausschließlich ein Projekt der USA. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-angola-bekraeftigen-partnerschaft-und-fokus-auf-lobito-korridor/" data-type="post" data-id="25126">Die Europäische Union hat im Rahmen ihrer Global-Gateway-Initiative bereits Fördergelder, politische Unterstützung und Investitionserleichterungen für den Ausbau der Infrastruktur bereitgestellt. </a>Ziel war es, nachhaltige Entwicklung, regionale Integration und stabile Handelsverbindungen zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die EU zwar maßgeblich zur Anschubfinanzierung und politischen Absicherung beigetragen habe, nun aber vor allem andere Akteure von dem Projekt profitieren könnten. Insbesondere die USA nutzen den Korridor strategisch zur Sicherung von Rohstofflieferketten, während China weiterhin über starke Positionen in der Verarbeitung und Logistik verfügt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung wirft Fragen nach der strategischen Positionierung Europas auf. Beobachter sehen die Gefahr, dass europäische Investitionen indirekt geopolitische Konkurrenzprojekte stärken, ohne dass die EU selbst in gleichem Maße wirtschaftlich oder politisch profitiert.</p>



<h2 id="h-washington-verbindet-lobito-mit-wettbewerb-um-lieferketten" class="wp-block-heading"><span id="washington-verbindet-lobito-mit-wettbewerb-um-lieferketten">Washington verbindet Lobito mit Wettbewerb um Lieferketten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="843" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jacob-Helberg-photo_2025.jpg" alt="" class="wp-image-28830 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jacob-Helberg-photo_2025.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jacob-Helberg-photo_2025-300x263.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jacob-Helberg-photo_2025-768x674.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jacob-Helberg-photo_2025-380x334.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Jacob-Helberg-photo_2025-800x703.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">US-Unterstaatssekretär Jacob Helberg bezeichnete die kongolesische Entscheidung als Signal für die Fortsetzung der Partnerschaft mit Washington. Der Lobito-Korridor sei ein zentraler Bestandteil der amerikanischen Investitionsstrategie und solle transparente Lieferketten für Rohstoffe schaffen, die auch für die Entwicklung künstlicher Intelligenz benötigt würden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Regierung stellt das Projekt zunehmend in den Zusammenhang ihres wirtschaftlichen und technologischen Wettbewerbs mit China. Bei einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Repräsentantenhauses am 15. Juli erklärte der Ausschussvorsitzende Brian Mast, die Vereinigten Staaten dürften bei Rohstoffen, Technologien, Energie und Infrastruktur nicht von China oder anderen strategischen Konkurrenten abhängig bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">China habe über Jahrzehnte Einfluss auf Bergwerke, Verarbeitungskapazitäten, Häfen, Logistiknetze und Technologieplattformen aufgebaut, sagte Mast. Die USA müssten deshalb ihre diplomatischen, finanziellen und wirtschaftspolitischen Instrumente enger miteinander verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörung unter dem Titel „Beendigung der Lieferkettenabhängigkeit“ befasste sich mit der Rolle der DFC, der U.S. Trade and Development Agency und der Millennium Challenge Corporation. Die drei staatlichen Einrichtungen sollen Projekte vorbereiten, Investitionen finanzieren und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Partnerländern verbessern.</p>



<h2 id="h-dfc-finanziert-bahnstrecke-mit-553-millionen-dollar" class="wp-block-heading"><span id="dfc-finanziert-bahnstrecke-mit-553-millionen-dollar">DFC finanziert Bahnstrecke mit 553 Millionen Dollar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">DFC-Vorstandschef Ben Black verwies bei der Anhörung auf einen Kredit über 553 Millionen US-Dollar für die Wiederherstellung der Lobito Atlantic Railway. Die Bahnstrecke bildet einen wesentlichen Teil des Korridors zwischen dem Atlantikhafen in Angola und den Rohstoffregionen im südlichen Zentralafrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Finanzierung soll dazu beitragen, eine stärker westlich ausgerichtete Lieferquelle für kritische Mineralien aufzubauen. Zugleich könnten die Transportkosten für den regionalen Handel um bis zu 30 Prozent sinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Blacks Amtsantritt hat die DFC nach seinen Angaben rund 1,5 Milliarden Dollar für Projekte in Afrika zugesagt. Die staatliche Entwicklungsbank verfügt seit ihrer erneuten gesetzlichen Ermächtigung über eine Investitionskapazität von 205 Milliarden Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre internationale Projektpipeline umfasst derzeit mehr als 340 mögliche Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 78 Milliarden Dollar. Die Projekte verteilen sich auf Landwirtschaft, Gesundheitsversorgung, Finanzdienstleistungen, Energie, Technologie und kritische Rohstoffe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Lobito-Korridor baut die DFC ihre Investitionen im internationalen Rohstoffsektor aus. Die Behörde beteiligt sich mit 600 Millionen Dollar an einem Rohstoffkonsortium mit einem Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Dollar. Weitere Finanzierungen von 900 Millionen Dollar für Bergbau- und Mineralprojekte wurden nach Angaben Blacks bereits genehmigt.</p>



<h2 id="h-usa-setzen-auf-staatlich-gestutzte-private-investitionen" class="wp-block-heading"><span id="usa-setzen-auf-staatlich-gestuetzte-private-investitionen">USA setzen auf staatlich gestützte private Investitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" data-type="post" data-id="24245">Die amerikanische Strategie verbindet staatliche Kredite und Garantien mit privatem Kapital. </a>Die DFC soll Projekte finanzieren, die wegen ihrer Größe, ihrer Risiken oder ihrer strategischen Bedeutung nicht allein durch den Markt zustande kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Black bezeichnete große Infrastruktur-, Energie- und Rohstoffprojekte als Schwerpunkt der künftigen Arbeit. Die Investitionen sollen wirtschaftliche Strukturen schaffen, die langfristig mit amerikanischen Kapitalmärkten, Unternehmen und Technologien verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Außenministerium sieht die Genehmigung der kongolesischen Konzession als Bestätigung dieses Ansatzes. Die Regierung in Kinshasa habe damit ihr Interesse an amerikanisch gestützten Investitionen, offenen Märkten und transparenteren Lieferketten bekräftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die abschließende Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Mota-Engil war am 15. Juli noch nicht erfolgt. Washington und Kinshasa bereiteten nach Angaben des US-Außenministeriums eine Unterzeichnungszeremonie vor.</p>
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		<item>
		<title>Neun Mosambikaner bei fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika getötet – Bundestag besorgt über Eskalation</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 10:45:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Malawi]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zwei neue Todesopfer, vertriebene Familien und mehr als 1.300 Rückkehrer: Die fremdenfeindliche Gewalt in Südafrika verschärft sich. Auch im Deutschen Bundestag werden die sozialen Konfliktlinien des Landes inzwischen genauer untersucht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation%2F&amp;action_name=Neun%20Mosambikaner%20bei%20fremdenfeindlicher%20Gewalt%20in%20S%C3%BCdafrika%20get%C3%B6tet%20%E2%80%93%20Bundestag%20besorgt%20%C3%BCber%20Eskalation&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation/">Neun Mosambikaner bei fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika getötet – Bundestag besorgt über Eskalation</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Zwei weitere mosambikanische Staatsbürger sind bei fremdenfeindlichen Angriffen im südafrikanischen Germiston getötet worden. Die Taten ereigneten sich am Mittwochabend in der Provinz Gauteng. Damit stieg die Zahl der getöteten Mosambikaner in der aktuellen Gewaltwelle auf neun. Die Regierung in Maputo organisiert konsularische Hilfe, Rückführungen und berufliche Perspektiven für mehr als 1.300 Betroffene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anti-Einwanderungsgruppen zwangen nach Angaben südafrikanischer Behörden zudem 38 Mosambikaner, ihre Wohnungen in Germiston zu verlassen. Die Betroffenen sollen zunächst von der mosambikanischen Hochkommission in Pretoria betreut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Generalkonsulat in Johannesburg hält Kontakt zu den Angehörigen der Todesopfer und unterstützt verletzte Staatsbürger. Zugleich bereitet es gemeinsam mit den südafrikanischen Behörden die Überführung der beiden Leichen nach Mosambik vor.</p>



<h2 id="h-neun-todesopfer-aus-mosambik" class="wp-block-heading"><span id="neun-todesopfer-aus-mosambik">Neun Todesopfer aus Mosambik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die sterblichen Überreste der ersten sieben getöteten Mosambikaner wurden bereits in ihre Heimat gebracht. Sie stammten aus der südlichen Provinz Gaza und wurden in den Distrikten Mandlakazi, Chókwè, Chigubo und Limpopo beigesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/suedafrika-verschaerft-abschiebungen-und-warnt-vor-gewalt-gegen-migranten/" data-type="post" data-id="28172">Seit Ende Juni haben sich die Übergriffe nach Darstellung der mosambikanischen Regierung in Gauteng, KwaZulu-Natal, Mpumalanga und North West verschärft.</a> Registriert wurden Angriffe auf Wohnungen, Brandstiftungen, Plünderungen, körperliche Gewalt, Einschüchterungen und Vertreibungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt richtet sich überwiegend gegen schwarze Migranten aus anderen afrikanischen Staaten. Neben Mosambikanern sind auch Menschen aus Malawi und weiteren Nachbarländern betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 300.000 mosambikanische Staatsbürger leben nach offiziellen Angaben in Südafrika. Die Migration zwischen beiden Ländern reicht weit zurück. Bereits während der Apartheid rekrutierten südafrikanische Bergbauunternehmen in großem Umfang Arbeitskräfte aus Mosambik und anderen Nachbarstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine aktuelle Ausarbeitung des Fachbereichs Europa- und Völkerrecht des Deutschen Bundestages verweist darauf, dass ausländische Beschäftigte im 20. Jahrhundert stets mindestens 40 Prozent der südafrikanischen Bergarbeiter stellten. Ende der 1960er-Jahre lag ihr Anteil zeitweise bei fast 80 Prozent. Viele Arbeits- und Familienbeziehungen zwischen Südafrika und Mosambik beruhen bis heute auf dieser Geschichte.</p>



<h2 id="h-maputo-plant-berufliche-reintegration" class="wp-block-heading"><span id="maputo-plant-berufliche-reintegration">Maputo plant berufliche Reintegration</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die mosambikanische Regierung hat bislang 1.363 Staatsbürger zurückgeführt, die von den Angriffen und Vertreibungen betroffen waren. Sie will deren berufliche Qualifikationen erfassen und zertifizieren lassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-28774 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/HJYyM4GXEAIVF1i.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Von den Rückkehrern gaben 809 an, einen Beruf oder ein Handwerk auszuüben. Darunter sind 363 Maurer, 102 Handwerker und 77 Hausangestellte. Weitere Betroffene arbeiten als Maler, Elektriker, Tischler oder Installateure.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das staatliche Institut für berufliche Bildung und Arbeitsstudien IFPELAC soll die Qualifikationen prüfen. Regierungssprecher und Staatsverwaltungsminister Inocêncio Impissa kündigte zudem an, Beschäftigungsmöglichkeiten in Portugal und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung beruft sich dabei auf bestehende Abkommen über die Zusammenarbeit im Arbeitsbereich. Angaben zur Zahl möglicher Stellen oder zu einem konkreten Vermittlungszeitraum machte sie nicht.</p>



<h2 id="h-mehr-als-6-000-malawier-durch-mosambik-zuruckgekehrt" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-6-000-malawier-durch-mosambik-zurueckgekehrt">Mehr als 6.000 Malawier durch Mosambik zurückgekehrt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewalt löste auch eine größere Rückkehrbewegung malawischer Staatsbürger aus. Seit Juni reisten rund 6.156 Malawier auf dem Weg aus Südafrika durch Mosambik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten überquerten die Grenze bei Ressano Garcia oder Ponta do Ouro. Von Maputo wurden sie zur Grenzstation Zóbwè in der Provinz Tete gebracht. Allein in den vergangenen Tagen kamen 771 weitere Menschen hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mosambik wird damit zugleich Herkunfts-, Aufnahme- und Transitland der aktuellen Fluchtbewegung aus Südafrika.</p>



<h2 id="h-sudafrikas-ungleichheit-auch-im-bundestag-untersucht" class="wp-block-heading"><span id="suedafrikas-ungleichheit-auch-im-bundestag-untersucht">Südafrikas Ungleichheit auch im Bundestag untersucht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die gesellschaftlichen Spannungen in Südafrika beschäftigen inzwischen auch den Deutschen Bundestag. Eine im Juni abgeschlossene Ausarbeitung seines Fachbereichs Europa- und Völkerrecht untersucht die fortwirkenden Folgen der Apartheid, die wirtschaftliche Ungleichheit und den rechtlichen Umgang mit historischer Benachteiligung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Papier gibt nicht die Position des Bundestages oder der Bundesregierung wieder. Es wurde als fachliche Auftragsarbeit für einen Abgeordneten erstellt. Seine Veröffentlichung zeigt jedoch, dass die sozialen und politischen Konfliktlinien Südafrikas auch in Deutschland parlamentarisch genauer betrachtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Berufung auf die Weltbank bezeichnet die Ausarbeitung Südafrika als das Land mit der größten wirtschaftlichen Ungleichheit weltweit. Das mittlere Haushaltseinkommen weißer Südafrikaner liegt demnach rund 654 Prozent über dem schwarzer Haushalte. Zugleich bestehen schwarze Haushalte im Durchschnitt aus mehr Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltbank führt einen wesentlichen Teil dieser Unterschiede auf die räumliche und wirtschaftliche Ordnung der Apartheid zurück. Fast 48 Prozent der Ungleichheit beim Pro-Kopf-Konsum lassen sich demnach durch ungleiche Ausgangschancen erklären. Der Faktor Herkunft und die während der Apartheid geschaffenen gesellschaftlichen Kategorien tragen dazu rund 39 Prozent bei.</p>



<h2 id="h-ungleichheit-und-gewalt-hangen-zusammen" class="wp-block-heading"><span id="ungleichheit-und-gewalt-haengen-zusammen">Ungleichheit und Gewalt hängen zusammen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundestagsausarbeitung stellt auch einen Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Kriminalität her. Je größer der wirtschaftliche Abstand zwischen armen und wohlhabenden Bevölkerungsgruppen in einer Region ausfällt, desto höher sind demnach häufig die Kriminalitätsraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südafrika verzeichnet seit Jahren eine sehr hohe Zahl von Morden und anderen Gewalttaten. Zwischen 2016 und 2020 lag die durchschnittliche Mordrate bei 35 Fällen je 100.000 Einwohner. In Deutschland wurde im gleichen Zeitraum etwa ein Fall je 100.000 Einwohner registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gegen Migranten gerichteten Angriffe lassen sich damit nicht allein erklären. Sie treffen jedoch auf ein gesellschaftliches Umfeld, das von Arbeitslosigkeit, ungleicher Verteilung von Einkommen und Wohnraum sowie einer hohen allgemeinen Gewaltbelastung geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich ist die südafrikanische Verfassung ausdrücklich auf Gleichheit und die Überwindung der Apartheid ausgerichtet. Sie verbietet ungerechtfertigte Diskriminierung aufgrund von Herkunft und Hautfarbe und erlaubt Maßnahmen, die historisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen fördern sollen.</p>



<h2 id="h-un-beraterin-warnt-vor-wachsender-abschottung" class="wp-block-heading"><span id="un-beraterin-warnt-vor-wachsender-abschottung">UN-Beraterin warnt vor wachsender Abschottung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderberaterin der Vereinten Nationen für Afrika, Ahunna Eziakonwa, reagierte auf die jüngsten Anti-Einwanderungsproteste mit einem Appell an die afrikanischen Staaten. Der Kontinent müsse die Freizügigkeit stärken und die regionale Integration vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was man sich zumindest wünschen würde, ist das Verständnis dafür, dass wir eins sind“, <a href="https://www.channelstv.com/2026/07/08/xenophobia-un-special-adviser-on-africa-calls-for-unity-free-movement-across-continent/">sagte</a> Eziakonwa dem nigerianischen Sender <em>Channels Television</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne eine gemeinsame Regelung der Bewegungsfreiheit werde Südafrika nicht das letzte afrikanische Land mit solchen Konflikten bleiben. Die Afrikanische Union müsse deshalb stärker zu einer Gemeinschaft der Menschen werden und dürfe sich nicht auf Abkommen zwischen Regierungen beschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eziakonwa verband dies mit der Forderung nach mehr innerafrikanischem Handel und Investitionen. Die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone solle dazu beitragen, lokale Unternehmen, Verarbeitung und Industrie auszubauen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation%2F&action_name=Neun%20Mosambikaner%20bei%20fremdenfeindlicher%20Gewalt%20in%20S%C3%BCdafrika%20get%C3%B6tet%20%E2%80%93%20Bundestag%20besorgt%20%C3%BCber%20Eskalation&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neun-mosambikaner-bei-fremdenfeindlicher-gewalt-in-suedafrika-getoetet-bundestag-besorgt-ueber-eskalation/">Neun Mosambikaner bei fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika getötet – Bundestag besorgt über Eskalation</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Deutschland wirbt für Agenda 2030 – doch nur 15 Prozent der Ziele sind erreichbar</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-wirbt-fuer-agenda-2030-doch-nur-15-prozent-der-ziele-sind-erreichbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 10:25:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Große Ziele, langsamer Fortschritt: Nur 15 Prozent der UN-Nachhaltigkeitsziele könnten bis 2030 erreicht werden. Deutschland wirbt in New York für mehr Tempo.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-wirbt-fuer-agenda-2030-doch-nur-15-prozent-der-ziele-sind-erreichbar%2F&amp;action_name=Deutschland%20wirbt%20f%C3%BCr%20Agenda%202030%20%E2%80%93%20doch%20nur%2015%20Prozent%20der%20Ziele%20sind%20erreichbar&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-wirbt-fuer-agenda-2030-doch-nur-15-prozent-der-ziele-sind-erreichbar/">Deutschland wirbt für Agenda 2030 – doch nur 15 Prozent der Ziele sind erreichbar</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland reist mit ehrgeizigen Plänen nach New York, doch die globale Realität bleibt ernüchternd. Beim Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen vom 13. bis 16. Juli 2026 will die Bundesregierung ihre Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 präsentieren. Gleichzeitig zeigen aktuelle UN-Zahlen, dass bei unverändertem Tempo bis 2030 lediglich 15 Prozent der 17 Nachhaltigkeitsziele erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreten wird Deutschland von den parlamentarischen Staatssekretärinnen Rita Schwarzelühr-Sutter und Bärbel Kofler. Begleitet werden sie von einer Delegation des Bundestages unter Leitung der CDU-Abgeordneten Caroline Bosbach. Gemeinsam wollen sie darstellen, wie Deutschland zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen kann, etwa bei klimaresilienten Städten und nachhaltiger Wasserversorgung.</p>



<h2 id="h-fortschritte-reichen-fur-zielerreichung-nicht-aus" class="wp-block-heading"><span id="fortschritte-reichen-fuer-zielerreichung-nicht-aus">Fortschritte reichen für Zielerreichung nicht aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Fortschrittsbericht von UN-Generalsekretär António Guterres zeichnet ein gemischtes Bild. Seit 2015 gibt es bei mehr als 60 Prozent der Ziele Verbesserungen, doch insgesamt reicht das Tempo nicht aus. Viele Fortschritte wurden durch Krisen wieder gebremst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kriege, geopolitische Spannungen, die Folgen der Corona-Pandemie und die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels haben die Entwicklung vieler Länder zurückgeworfen. Gleichzeitig schrumpfen die finanziellen Mittel für internationale Entwicklungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die erreichten Fortschritte sind wertvoll, die absehbar beträchtlichen Lücken zur Zielerreichung bleiben unser Ansporn“, sagt Bärbel Kofler. Die Agenda 2030 setze genau dort an, wo die Ursachen globaler Krisen liegen, nämlich bei Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rita Schwarzelühr-Sutter betont die Bedeutung langfristiger Investitionen. „Resilienz ist kein Luxus, sondern eine Investition in Sicherheit und Zukunft“, erklärt sie. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit seien stabile und widerstandsfähige Systeme entscheidend.</p>



<h2 id="h-wasser-energie-und-stadte-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="wasser-energie-und-staedte-im-fokus">Wasser, Energie und Städte im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt des diesjährigen Forums stehen zentrale Zukunftsthemen wie sauberes Wasser, nachhaltige Energie, Infrastruktur und lebenswerte Städte. Deutschland nutzt die Gelegenheit, um konkrete Lösungsansätze vorzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Schwammstädten, einem Konzept, das Städte widerstandsfähiger gegen Extremwetter machen soll. Durch Grünflächen, begrünte Dächer und natürliche Wasserspeicher wird Regenwasser aufgenommen und gespeichert, statt unkontrolliert abzufließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel ist es, Überschwemmungen zu reduzieren, Städte zu kühlen und die Wasserversorgung in Trockenzeiten zu stabilisieren. Angesichts rasant wachsender Städte weltweit gewinnt dieses Konzept zunehmend an Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade urbane Räume stehen unter Druck. Versiegelte Flächen, überlastete Infrastruktur und fehlende Kanalisation verschärfen die Folgen von Starkregen und Dürren, besonders in schnell wachsenden Metropolen des globalen Südens.</p>



<h2 id="h-afrika-bleibt-brennpunkt-der-globalen-herausforderungen" class="wp-block-heading"><span id="afrika-bleibt-brennpunkt-der-globalen-herausforderungen">Afrika bleibt Brennpunkt der globalen Herausforderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich zeigen sich die Umsetzungslücken der Agenda 2030 in Afrika. Hier treffen starkes Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Schwächen, Konflikte und Klimafolgen aufeinander.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-28770 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/55380646349_4310a09fb3_k.jpg 2047w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Rund 600 Millionen Menschen leben laut UN-Wirtschaftskommission für Afrika in multidimensionaler Armut. Das bedeutet, dass sie nicht nur ein geringes Einkommen haben, sondern auch keinen ausreichenden Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur. Mehr als 582 Millionen Menschen gelten zudem als extrem einkommensarm.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Ländern wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" data-type="category" data-id="76">Niger</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/" data-type="category" data-id="52">Tschad</a> oder der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/zentralafrikanische-republik/" data-type="category" data-id="285">Zentralafrikanischen Republik</a> betrifft diese Armut einen Großteil der Bevölkerung. Konflikte und Klimaschocks verschärfen die Lage zusätzlich und belasten staatliche Systeme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig gibt es auch positive Entwicklungen. Staaten wie Ruanda, Togo oder Sierra Leone konnten die Armut in den vergangenen Jahren spürbar reduzieren. Das zeigt, dass Fortschritte möglich sind.</p>



<h2 id="h-junge-bevolkerung-zwischen-chance-und-risiko" class="wp-block-heading"><span id="junge-bevoelkerung-zwischen-chance-und-risiko">Junge Bevölkerung zwischen Chance und Risiko</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikas Zukunft entscheidet sich auch an seiner jungen Bevölkerung. Fast 70 Prozent der Menschen sind jünger als 30 Jahre. Das ist ein enormes Potenzial, aber auch eine große Herausforderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Jahr ziehen Millionen junge Menschen in die Städte, auf der Suche nach Arbeit und Perspektiven. Doch die Zahl der formellen Jobs wächst nicht schnell genug. Viele arbeiten in informellen Beschäftigungsverhältnissen ohne soziale Absicherung und mit unsicheren Einkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders schwierig ist die Lage in fragilen Staaten wie Somalia, Sudan oder der Demokratischen Republik Kongo. Dort treffen Konflikte, Vertreibung und wirtschaftliche Krisen auf ohnehin schwache Arbeitsmärkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folge sind steigende soziale Spannungen und wachsende Migrationsbewegungen. Ohne Perspektiven droht eine ganze Generation den Anschluss zu verlieren.</p>



<h2 id="h-informelle-wirtschaft-als-ruckgrat-und-grenze" class="wp-block-heading"><span id="informelle-wirtschaft-als-rueckgrat-und-grenze">Informelle Wirtschaft als Rückgrat und Grenze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Probleme trägt die informelle Wirtschaft in vielen afrikanischen Städten maßgeblich zur Versorgung bei. Sie schafft Einkommen und ermöglicht unternehmerische Aktivitäten, bleibt jedoch oft klein und wenig produktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zugang zu Krediten, Technologie und größeren Märkten ist begrenzt. Die UN-Wirtschaftskommission sieht darin weniger die Ursache als vielmehr die Folge struktureller Probleme. Es fehlen ausreichend produktive Arbeitsplätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefragt sind deshalb umfassende Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Digitalisierung und soziale Sicherungssysteme. Einzelne Programme reichen nicht aus, um die strukturellen Herausforderungen zu bewältigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Chancen entstehen durch regionale Integration. Handels- und Verkehrskorridore sowie die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone könnten Märkte öffnen und Wachstum fördern, vorausgesetzt Infrastruktur und Rahmenbedingungen werden weiter verbessert.</p>



<h2 id="h-bundestag-begleitet-deutsche-nachhaltigkeitspolitik" class="wp-block-heading"><span id="bundestag-begleitet-deutsche-nachhaltigkeitspolitik">Bundestag begleitet deutsche Nachhaltigkeitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Bundestag <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260710-parl-beirat-1194560">bringt</a> sich aktiv in die Debatten ein. Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen diskutiert in New York neben den offiziellen Themen auch die Rolle von Jugend und Zivilgesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gremium begleitet die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und bewertet Fortschritte auf nationaler und internationaler Ebene. Grundlage sind unter anderem der globale Nachhaltigkeitsindex und die UN-Berichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hochrangige Politische Forum bleibt vor allem eine Plattform für Austausch und gegenseitige Rechenschaft. Verbindliche Sanktionen bei Zielverfehlungen gibt es nicht. Umso wichtiger ist politischer Wille.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Botschaft aus New York ist klar. Die Agenda 2030 lebt, doch ohne deutlich mehr Tempo und entschlossenes Handeln droht sie ihr Ziel zu verfehlen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD spricht von &#8220;Wahrheitsministerium&#8221; – Grüne wollen schärfere Maßnahmen gegen Desinformation</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-spricht-von-wahrheitsministerium-gruene-wollen-schaerfere-massnahmen-gegen-desinformation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 21:57:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Neue Medienagentur, strengere Regeln für Plattformen und staatlich finanzierte Journalismusprogramme: Im Bundestag ist ein Grundsatzstreit über den Umgang mit Desinformation entbrannt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-spricht-von-wahrheitsministerium-gruene-wollen-schaerfere-massnahmen-gegen-desinformation%2F&amp;action_name=AfD%20spricht%20von%20%26%238220%3BWahrheitsministerium%26%238221%3B%20%E2%80%93%20Gr%C3%BCne%20wollen%20sch%C3%A4rfere%20Ma%C3%9Fnahmen%20gegen%20Desinformation&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afd-spricht-von-wahrheitsministerium-gruene-wollen-schaerfere-massnahmen-gegen-desinformation/">AfD spricht von &#8220;Wahrheitsministerium&#8221; – Grüne wollen schärfere Maßnahmen gegen Desinformation</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen die deutsche Abwehr gegen Desinformation mit einer neuen Agentur für digitale Medien, schärferer Plattformaufsicht und staatlich finanzierten Medienprogrammen neu ordnen. Der Bundestag beriet den Antrag am Freitag, den 10. Juli 2026, erstmals und überwies ihn anschließend an den Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung. In der Debatte stießen die Vorschläge auf grundsätzliche Zustimmung zum Handlungsbedarf, aber auch auf Kritik an neuen Behörden, möglichen Doppelstrukturen und staatlichem Einfluss auf Medien und öffentliche Debatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag trägt den Titel „Ein Demokratieschild gegen Desinformation und für eine wehrhafte digitale Öffentlichkeit als Eckpfeiler deutscher und europäischer Sicherheit“. Die Grünen verlangen eine ressortübergreifende Strategie, ein fortlaufend aktualisiertes Lagebild zu hybriden Bedrohungen und eine stärkere Durchsetzung europäischer Regeln gegenüber großen Online-Plattformen.</p>



<h2 id="h-neue-agentur-soll-aufsicht-und-aufklarung-bundeln" class="wp-block-heading"><span id="neue-agentur-soll-aufsicht-und-aufklaerung-buendeln">Neue Agentur soll Aufsicht und Aufklärung bündeln</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kern des Antrags ist eine staatsfern organisierte Agentur für digitale Medien. In ihr sollen nach dem Willen der Grünen Aufsichts-, Forschungs- und Aufklärungsaufgaben zusammengeführt werden, die bislang auf mehrere Stellen verteilt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agentur soll unter anderem Aufgaben des deutschen Koordinators für digitale Dienste übernehmen. Diese Funktion liegt derzeit bei der Bundesnetzagentur und dient der nationalen Umsetzung des europäischen Gesetzes über digitale Dienste, des Digital Services Act. Hinzukommen sollen bestimmte Funktionen der Medienaufsicht, die Beobachtung von Desinformationskampagnen und die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sehen in den bestehenden Strukturen eine zu starke Zersplitterung. Sicherheitsbehörden, Aufsichtsstellen, Forschungseinrichtungen und staatliche Ressorts verfügten jeweils über einzelne Erkenntnisse, ohne dass daraus ein ausreichendes gemeinsames Lagebild entstehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agentur soll deshalb systemische Risiken im digitalen Raum fortlaufend beobachten, Plattformdaten für unabhängige Forschung zugänglich machen und die Öffentlichkeit über gezielte Manipulationskampagnen informieren. Bestehende Ressourcen des Koordinators für digitale Dienste und Fachwissen der Landesmedienanstalten könnten nach dem Vorschlag in die neue Struktur einfließen.</p>



<h2 id="h-luhrmann-warnt-vor-ki-gestutzten-einflusskampagnen" class="wp-block-heading"><span id="luehrmann-warnt-vor-ki-gestuetzten-einflusskampagnen">Lührmann warnt vor KI-gestützten Einflusskampagnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen-Abgeordnete Anna Lührmann eröffnete die Debatte mit einem Beispiel für eine mutmaßlich russische Desinformationskampagne. Eine vollständig erfundene Geschichte habe behauptet, Bundeskanzler Friedrich Merz habe während eines Aufenthalts in Kanada eine Eisbärenmutter und ihre Jungen erschossen. Videos, vermeintliche Augenzeugen und eine gefälschte Nachrichtenseite hätten die Falschmeldung glaubwürdig erscheinen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nur nichts davon war echt. Die Bilder waren KI-generiert. Die Nachrichtenseite war gefälscht“, sagte Lührmann. Die Geschichte stamme vermutlich aus dem russischen Desinformationsnetzwerk Storm-1516.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moderne Einflussoperationen benötigten keine klassischen militärischen Mittel, argumentierte die frühere Staatsministerin im Auswärtigen Amt. KI-generierte Videos, automatisierte Konten und große digitale Reichweiten könnten ausreichen, um Misstrauen gegenüber Politik, Medien und staatlichen Institutionen zu erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wer nichts mehr glaubt, der misstraut am Ende allen und jedem. Ohne Vertrauen gibt es aber keine Demokratie“, sagte Lührmann. Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung seien zu stark auf Beobachtung und Analyse ausgerichtet.</p>



<h2 id="h-union-verweist-auf-bestehende-strukturen" class="wp-block-heading"><span id="union-verweist-auf-bestehende-strukturen">Union verweist auf bestehende Strukturen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion widersprach der Darstellung, <a href="https://fokus-afrika.de/bundestagsanhoerung-warnt-vor-desinformation-als-angriff-auf-demokratien/">Deutschland verfüge bislang über keine abgestimmte Strategie.</a> Der CDU-Abgeordnete Konrad Körner verwies auf einen 2025 beschlossenen gemeinsamen Aktionsplan von Bund und Ländern sowie auf bestehende Strukturen im Bundesinnenministerium und bei den Sicherheitsbehörden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesen zählt die Zentrale Stelle zur Erkennung ausländischer Informationsmanipulation. Eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe bewerte zudem regelmäßig die aktuelle Bedrohungslage. Mit dem Gemeinsamen Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen sei außerdem eine weitere nationale Kooperationsplattform geschaffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Körner stellte auch die Notwendigkeit einer neuen Agentur infrage. Mit dem Koordinator für digitale Dienste bei der Bundesnetzagentur existiere bereits eine unabhängige Aufsichtsstelle für digitale Vermittlungsdienste. Über eine Weiterentwicklung der Strukturen könne gesprochen werden. Die Einrichtung einer zusätzlichen Behörde garantiere jedoch keine bessere Durchsetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die CDU-Abgeordnete Katharina Dos Santos-Wintz warnte vor neuen Kompetenzüberschneidungen. Die Grünen forderten zahlreiche Fonds, Programme und Institutionen, ohne ausreichend zu erklären, welche bestehenden Zuständigkeiten im Gegenzug entfallen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Medienaufsicht und Bildung lägen zudem weitgehend in der Verantwortung der Länder. Der Bund könne koordinieren, Forschung fördern und europäisches Recht umsetzen, die föderalen Zuständigkeiten aber nicht durch einen Bundestagsbeschluss neu ordnen.</p>



<h2 id="h-plattformen-sollen-starker-in-die-verantwortung-genommen-werden" class="wp-block-heading"><span id="plattformen-sollen-staerker-in-die-verantwortung-genommen-werden">Plattformen sollen stärker in die Verantwortung genommen werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Breitere Unterstützung erhielt die Forderung nach einer konsequenteren Durchsetzung des Digital Services Act. Das europäische Gesetz verpflichtet sehr große Online-Plattformen und Suchmaschinen, systemische Risiken zu untersuchen und Maßnahmen gegen deren Verbreitung zu ergreifen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="638" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-1024x638.jpg" alt="" class="wp-image-28741 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-1024x638.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-300x187.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-768x478.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-1536x957.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-2048x1276.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-380x237.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-800x498.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/5018661-1160x723.jpg 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen Plattformen unter anderem zu einer angemessenen menschlichen Inhaltsmoderation in der Europäischen Union verpflichten. Unabhängige Forscher sollen leichter Zugang zu Plattformdaten erhalten. Zugleich sollen Bußgelder, Änderungen an Algorithmen und weitere Auflagen transparenter veröffentlicht werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag fordert außerdem klare Kennzeichnungen für KI-generierte Inhalte. Medienangebote sollen auf Plattformen besser sichtbar sein und externe Links zu journalistischen Seiten nicht benachteiligt werden. Die Grünen sprechen sich zudem für faire Wettbewerbsbedingungen im digitalen Werbemarkt aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Körner erklärte für die Union, die bestehenden Regeln müssten wirksamer durchgesetzt werden. Deutschland arbeite deshalb auf europäischer Ebene darauf hin, dass Plattformen stärker kontrolliert und bei Verstößen sanktioniert würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die SPD-Abgeordnete Karolin Wagner bezeichnete die europäische Plattformregulierung als einen zentralen Baustein. Sie verwies auf bereits verhängte Sanktionen gegen Digitalkonzerne und verlangte eine konsequente Fortsetzung dieser Linie.</p>



<h2 id="h-medienfonds-aus-abgaben-auf-onlinewerbung" class="wp-block-heading"><span id="medienfonds-aus-abgaben-auf-onlinewerbung">Medienfonds aus Abgaben auf Onlinewerbung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Sicherheits- und Plattformpolitik enthält der Antrag umfangreiche Vorschläge zur Förderung journalistischer Angebote. Ein unabhängiger Medienfonds soll aus Einnahmen einer Besteuerung der Onlinewerbeumsätze großer Digitalkonzerne finanziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geld soll unter anderem Lokaljournalismus, digitale Transformationsprojekte und gemeinwohlorientierte soziale Netzwerke unterstützen. Vorgesehen sind außerdem Förderprogramme für mehrsprachige journalistische Angebote.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen begründen den Vorschlag mit den wirtschaftlichen Folgen der Digitalisierung. Große Plattformunternehmen vereinigten einen wachsenden Teil der Werbeeinnahmen auf sich und kontrollierten zugleich, wie Medieninhalte im Internet verbreitet würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrsprachige Angebote spielen im Antrag eine besondere Rolle. Desinformationskampagnen würden häufig gezielt auf Türkisch, Russisch, Arabisch oder Persisch verbreitet. Journalistische Inhalte in diesen Sprachen seien dagegen weniger stark vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verweisen auf Daten des Mikrozensus 2024. Demnach sprechen 15,5 Millionen Menschen in Deutschland zu Hause überwiegend oder ausschließlich eine andere Sprache als Deutsch. Das entspricht 23 Prozent der Bevölkerung. Bei Kindern unter 15 Jahren liege der Anteil der Mehrsprachigen bei 31 Prozent.</p>



<h2 id="h-afd-spricht-von-staatlicher-meinungskontrolle" class="wp-block-heading"><span id="afd-spricht-von-staatlicher-meinungskontrolle">AfD spricht von staatlicher Meinungskontrolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD lehnte den Antrag grundsätzlich ab. Ihre Abgeordneten warfen den Grünen vor, unter dem Begriff der Desinformationsbekämpfung staatliche Kontrolle über politische Meinungen und Medien ausweiten zu wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ronald Gläser bezeichnete die vorgeschlagene Agentur als ein „staatliches Wahrheitsministerium“. Wer falsche Behauptungen verbreite, müsse in einer offenen Debatte widerlegt und nicht durch staatliche Stellen kontrolliert werden. Staatlich finanzierte Medien und Organisationen könnten aus Sicht der AfD nicht als staatsfern gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruben Rupp griff insbesondere den geplanten Medienfonds an. Eine staatliche Finanzierung journalistischer Angebote führe zu politischer Abhängigkeit und greife in den publizistischen Wettbewerb ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion grenzte sich von dieser grundsätzlichen Ablehnung staatlicher Maßnahmen ab. Dos Santos-Wintz betonte, die digitale Öffentlichkeit sei kein rechtsfreier Raum. Eingriffe seien dort erforderlich, wo ausländische Einflussoperationen, koordinierte Manipulation, strafbare Inhalte, Deepfakes oder Bot-Netzwerke eingesetzt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich müsse eine klare Grenze zwischen gezielter Desinformation und demokratischem Streit bestehen. Der Staat dürfe nicht den Eindruck erwecken, künftig politische Deutungen festzulegen.</p>



<h2 id="h-linke-unterstutzt-agentur-warnt-aber-vor-sicherheitsbefugnissen" class="wp-block-heading"><span id="linke-unterstuetzt-agentur-warnt-aber-vor-sicherheitsbefugnissen">Linke unterstützt Agentur, warnt aber vor Sicherheitsbefugnissen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke begrüßte mehrere Elemente des Antrags. Die Abgeordnete Donata Vogtschmidt unterstützte ein umfassendes Lagebild zu hybriden Bedrohungen und die Bündelung von Plattformaufsicht und Desinformationsanalyse in einer staatsfernen Agentur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Förderung dezentraler und gemeinwohlorientierter sozialer Netzwerke bewertete sie positiv. Transparente Empfehlungsalgorithmen könnten die Abhängigkeit von den Geschäftsmodellen großer Technologiekonzerne verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kritik übte Vogtschmidt dagegen an möglichen zusätzlichen Befugnissen der Sicherheitsbehörden. Ohne klare Grenzen könnten Transparenz, IT-Sicherheit und digitale Grundrechte unter Druck geraten. Außerdem fehlten im Antrag konkrete Instrumente gegen nicht gekennzeichnete automatisierte Konten und Bot-Netzwerke.</p>
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			<media:title type="html">Anna Lührmann, Mdb</media:title>
			<media:description type="html">Dr. Anna Lührmann, Bündnis 90/Die Grünen, MdB, hält eine Rede zu TOP 9 „5. Jahrestag des Vertrages von Aachen“ im Plenum.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Im Bundestag: NGOs stellen sich gegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/im-bundestag-ngos-stellen-sich-gegen-kuerzungen-bei-humanitaerer-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 09:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Krisen, weniger Mittel: Im Bundestag warnen Hilfsorganisationen vor neuen Kürzungen bei der humanitären Hilfe. Zugleich fordern sie tiefgreifende Reformen des internationalen Hilfssystems.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fim-bundestag-ngos-stellen-sich-gegen-kuerzungen-bei-humanitaerer-hilfe%2F&amp;action_name=Im%20Bundestag%3A%20NGOs%20stellen%20sich%20gegen%20K%C3%BCrzungen%20bei%20humanit%C3%A4rer%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/im-bundestag-ngos-stellen-sich-gegen-kuerzungen-bei-humanitaerer-hilfe/">Im Bundestag: NGOs stellen sich gegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Hilfsorganisationen und Sachverständige haben im Bundestag vor den Folgen weiterer Kürzungen in der humanitären Hilfe gewarnt. Die öffentliche Anhörung fand am Mittwoch, 8. Juli 2026, im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe statt. Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Hilfswerken und Forschungseinrichtungen forderten eine bessere finanzielle Ausstattung, Reformen im internationalen Hilfssystem und mehr Einsatz für das humanitäre Völkerrecht. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-kuerzt-entwicklungsetat-um-600-millionen-euro/" data-type="post" data-id="28627">Anlass sind die für den Bundeshaushalt 2027 geplanten neuen Einschnitte.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Martin Frick, Direktor des Berliner Büros des UN-Welternährungsprogramms, beschrieb die Lage als außergewöhnlich angespannt. Das internationale humanitäre System stehe „unter nie dagewesenem Druck“. Krisen, steigende Kosten und Klimaextreme hätten sich zu einer „Poly- und Hungerkrise“ verdichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" data-type="post" data-id="23396">Frick verwies auf Kürzungen der humanitären Hilfe in den USA und mehreren europäischen Staaten. </a>Das Welternährungsprogramm habe in den vergangenen Jahren ein Drittel seiner Gelder verloren. Das treffe nicht nur die Organisation selbst, sondern das gesamte Hilfssystem, für das das WFP auch als logistisches Rückgrat arbeite.</p>



<h2 id="h-hilfswerke-fordern-mehr-geld-und-weniger-burokratie" class="wp-block-heading"><span id="hilfswerke-fordern-mehr-geld-und-weniger-buerokratie">Hilfswerke fordern mehr Geld und weniger Bürokratie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-zahlt-eine-milliarde-euro-an-humanitaere-hilfe/">Mehrere Sachverständige verbanden die Forderung nach höheren Mitteln mit Kritik an den Strukturen der humanitären Hilfe.</a> Anica Heinlein, Co-Vorstandsvorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen, sprach von einer Bewährungsprobe für das gesamte System.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heinlein nannte die sinkenden Finanzmittel nur als einen Teil des Problems. Zugleich würden die Grundlagen humanitärer Hilfe angegriffen. Das humanitäre Völkerrecht werde missachtet, Zivilbevölkerung und Hilfspersonal gerieten immer häufiger selbst ins Visier. Zudem werde humanitäre Hilfe zunehmend politisiert. „Wer Hilfe erhält, hängt immer öfter nicht nur von Not ab, sondern von strategischen Interessen“, sagte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung müsse humanitäre Hilfe strikt am Bedarf ausrichten. Heinlein forderte mehr direkte Finanzierung lokaler Organisationen, mehr Entscheidungsmacht vor Ort und weniger Bürokratie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thorsten Klose-Zuber, Generalsekretär der Organisation Help, griff diesen Punkt auf. Das humanitäre System sei erstaunlich schlecht darin, lokale Akteure zu identifizieren und zu unterstützen, die vor Ort am besten helfen könnten. Stattdessen arbeiteten häufig mehrere Organisationen der Vereinten Nationen und internationale Nichtregierungsorganisationen mit überlappenden Aufgaben in denselben Krisenregionen.</p>



<h2 id="h-lokale-organisationen-rucken-in-den-mittelpunkt" class="wp-block-heading"><span id="lokale-organisationen-ruecken-in-den-mittelpunkt">Lokale Organisationen rücken in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Marie von Manteuffel von Caritas international stellte lokale Partner in den Mittelpunkt. Die Mittel seien inzwischen so knapp, dass sich viele Hilfswerke nur noch die Zusammenarbeit mit Akteuren vor Ort leisten könnten. Lokalisierung sei deshalb keine Frage der Fairness mehr, sondern eine „strategische Investition in die Funktionsfähigkeit des gesamten Systems“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Von Manteuffel forderte verlässliche mehrjährige Finanzierung und flexible Mittel. Lokale Organisationen kennen häufig die Konfliktlinien, Versorgungswege und sozialen Strukturen besser als internationale Akteure. Gleichzeitig bleiben sie im bestehenden System oft von internationaler Finanzierung abhängig und haben weniger Einfluss auf Entscheidungen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Klose-Zuber sprach von einer „strukturellen Abhängigkeit lokaler Hilfssysteme von ineffizienten internationalen Strukturen“. Diese Abhängigkeit sei ein bislang unterschätzter Faktor für das aktuelle Ausmaß der Störung in der humanitären Hilfe.</p>



<h2 id="h-streit-uber-staatlich-finanzierte-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-staatlich-finanzierte-hilfe">Streit über staatlich finanzierte Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einen grundsätzlichen Gegenakzent setzte Thorsten Polleit vom Vinson Centre der Buckingham University. Der Ökonom sprach sich gegen steuerfinanzierte staatliche Hilfe aus. Freiwillige private Hilfe sei staatlicher Hilfe ökonomisch und moralisch überlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Polleit begründete seine Position mit dem Verweis auf Steuern als Zwangsabgabe. Der Staat nehme Bürgern gegen ihren Willen Geld ab, um damit Gutes zu tun. Eine mit „erpresstem Geld“ finanzierte Wohltat sei nicht ethisch, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die übrigen Sachverständigen stellten dagegen die Funktionsfähigkeit staatlich und international finanzierter Hilfssysteme in den Vordergrund. Christian Reuter, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, forderte eine Korrektur der im Bundeshaushalt vorgesehenen Kürzungen. Zugleich mahnte er eine Stärkung des humanitären Völkerrechts an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reuter verwies auf eine Initiative des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Daran beteiligten sich 130 Staaten. Im Dezember soll dazu in Amman eine Abschlusskonferenz stattfinden.</p>



<h2 id="h-deutschland-unter-druck-als-humanitarer-geber" class="wp-block-heading"><span id="deutschland-unter-druck-als-humanitaerer-geber">Deutschland unter Druck als humanitärer Geber</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ralf Südhoff, Direktor des Centre for Humanitarian Action, warnte besonders eindringlich vor einem Zusammenbruch der humanitären Hilfe. Die Krise sei so groß, dass das System in Gefahr sei, „nicht mehr zu überleben“. Deutschland gehöre zu den wichtigen Akteuren, um dies zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Südhoff kritisierte zugleich die deutsche Entwicklung. Er verwies auf die Auflösung der für humanitäre Hilfe zuständigen Abteilung im Auswärtigen Amt und auf eine stärkere Ausrichtung der Außenpolitik an nationalen Interessen. Deutschland bewege sich damit „auf den Spuren der USA“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sachverständige stellte auch die deutsche Selbstdarstellung als führender Geber infrage. Deutschland gebe mehr humanitäre Hilfe an die Ukraine als an Lateinamerika und Asien. Von arabischen Staaten wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sei Deutschland nach seiner Darstellung inzwischen überholt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörung machte damit zwei Linien sichtbar. Hilfsorganisationen verlangen mehr Geld, um akute Krisen bewältigen zu können. Zugleich fordern sie ein System, das lokale Organisationen stärker finanziert, Entscheidungswege verkürzt und humanitäre Hilfe weniger stark von politischen Interessen abhängig macht.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Grüne scheitern mit Antrag auf mehr Hilfsgelder</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-scheitern-mit-antrag-auf-mehr-hilfsgelder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 15:21:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Geld für Hunger- und Krisenregionen? Der Entwicklungsausschuss hat einen Grünen-Antrag abgelehnt. Die Abstimmung zeigt die politische Konfliktlinie beim deutschen Entwicklungsetat.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-scheitern-mit-antrag-auf-mehr-hilfsgelder%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20scheitern%20mit%20Antrag%20auf%20mehr%20Hilfsgelder&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-scheitern-mit-antrag-auf-mehr-hilfsgelder/">Grüne scheitern mit Antrag auf mehr Hilfsgelder</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Entwicklungsausschuss des Bundestages hat einen Grünen-Antrag für höhere Mittel in der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit abgelehnt. Die Abstimmung erfolgte am Mittwochmittag, 8. Juli 2026. Für den Antrag stimmten Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke, CDU/CSU, SPD und AfD lehnten ihn ab. Der Vorstoß zielte auf zusätzliche Unterstützung für akute Hunger- und Krisenregionen, darunter Sudan, Gaza, Afghanistan und der Sahel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise/" data-type="post" data-id="27582">Die Grünen hatten die Bundesregierung aufgefordert, die humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit deutlich aufzustocken und keine weiteren eigenen Kürzungen vorzunehmen. </a>Über die Beschlussempfehlung des Ausschusses muss der Bundestag noch abstimmen. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel/" data-type="post" data-id="27566">Der Antrag verband die Forderung nach höheren Mitteln mit der Sorge vor einer neuen globalen Nahrungsmittelkrise.</a> Die Grünen verwiesen auf die Blockade der Straße von Hormus durch Iran und auf mögliche Folgen für Energiepreise, Düngemittel, Lieferketten und Lebensmittelmärkte. Das Welternährungsprogramm warne, dass 45 Millionen Menschen zusätzlich in Hungersnot geraten könnten, sollte die Blockade anhalten.</p>



<h2 id="h-grune-verweisen-auf-wachsende-finanzierungslucken" class="wp-block-heading"><span id="gruene-verweisen-auf-wachsende-finanzierungsluecken">Grüne verweisen auf wachsende Finanzierungslücken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag beschreibt eine internationale Lage, in der sich mehrere Hungerkrisen gleichzeitig verschärfen. Die Fraktion verweist auf den Welternährungsbericht 2025 der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Demnach leiden weltweit mehr als 673 Millionen Menschen unter chronischem Hunger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich nennt der Antrag Krisenregionen in Afrika und dem Nahen Osten. Im Sudan seien 2024 und 2025 mehr als 24,6 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen gewesen. Im Sahel hätten sich Ende 2025 mehr als 41,8 Millionen Menschen in einer Nahrungsmittelkrise befunden. Für Afghanistan nennt der Antrag 17,4 Millionen Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen machen zugleich Kürzungen großer Geberländer für wachsende Lücken verantwortlich. <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/" data-type="post" data-id="13946">Mit dem faktischen Ende von USAID verliere das Welternährungsprogramm rund 40 Prozent seiner Finanzierung und könne jährlich etwa 16,7 Millionen Menschen weniger erreichen.</a> Die Mittel westlicher Geberstaaten für Programme gegen Mangelernährung seien seit 2022 insgesamt um 44 Prozent zurückgegangen.</p>



<h2 id="h-streit-uber-den-kurs-des-entwicklungsministeriums" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-den-kurs-des-entwicklungsministeriums">Streit über den Kurs des Entwicklungsministeriums</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag nimmt auch den Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in den Blick. Die Grünen schreiben, der BMZ-Etat sei von 13,8 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf voraussichtlich 9,3 Milliarden Euro bis 2028 gesunken. Sie fordern, Kürzungen zurückzunehmen und das Budget mindestens wieder auf das Niveau von 2024 anzuheben. Damals habe es bei 11,2 Milliarden Euro gelegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abstimmung im Ausschuss macht die politische Trennlinie sichtbar. Die Grünen und Die Linke unterstützten höhere Mittel in der akuten Krisenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit. CDU/CSU, SPD und AfD lehnten die Initiative ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag bezog sich ausdrücklich auch auf den laufenden Reformprozess im BMZ. Die Grünen begrüßen darin zwar den erklärten Willen der Bundesregierung, die Entwicklungszusammenarbeit strategisch neu auszurichten. Zugleich verlangen sie, dass Reformen nicht für weitere Kürzungen genutzt werden und die Bekämpfung von Armut und Hunger im Zentrum bleibt.</p>



<h2 id="h-kleinbauern-reserven-und-entschuldung" class="wp-block-heading"><span id="kleinbauern-reserven-und-entschuldung">Kleinbauern, Reserven und Entschuldung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich setzt der Antrag stark auf Ernährungssouveränität. Die Grünen fordern, kleinbäuerliche Produzentinnen und Produzenten zu stärken, lokale Saatgutsysteme zu schützen und agrarökologische Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit auszubauen. Um Hunger wirksam zu bekämpfen, sei es „unabdingbar, kleinbäuerliche Produzent zu stärken und ihre Resilienz und Selbstbestimmung zu verbessern“, heißt es in dem Antrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Forderungen betreffen staatliche Lebensmittelreserven, erneuerbare Energien und Entschuldung. Strategische Reserven sollen Preisspitzen und Lieferkettenschocks abfedern. Der Ausbau erneuerbarer Energien in Partnerländern soll Abhängigkeiten von Ölpreisschocks und Lieferblockaden verringern. Hochverschuldete Länder des Globalen Südens sollen schneller und umfassender entlastet werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg" alt="" class="wp-image-20643 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1536x1028.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-800x535.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1160x776.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week.jpg 1704w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Sudan und Sahel fordert der Antrag gesicherten humanitären Zugang und eine stärkere Finanzierung. Für Gaza verlangt die Fraktion ungehinderten Zugang für Hilfsgüter und Helfer, Unterstützung beim Wiederaufbau lokaler Nahrungsmittelproduktion sowie ausreichende Mittel für UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Für Afghanistan nennt der Antrag die Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm und zivilgesellschaftlichen Organisationen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die abgelehnte Initiative bleibt damit Teil der laufenden Bundestagsbefassung. Der Entwicklungsausschuss hat seine Beschlussempfehlung abgegeben, die abschließende Entscheidung liegt beim Plenum des Bundestages.</p>
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		<item>
		<title>Bundestag untersucht Einnahmen der Terrormiliz ISWAP – Schutzgeld, Wirtschaft und Scharia</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-untersucht-einnahmen-der-terrormiliz-iswap-schutzgeld-wirtschaft-und-scharia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 12:33:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>191,5 Millionen Dollar pro Jahr: ISWAP verdient an Fischerei, Landwirtschaft und Handel im Tschadseebecken. Die Finanzierung der Terrormiliz stammt vor allem aus erzwungenen lokalen Abgaben und nicht aus großen Auslandstransfers.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-untersucht-einnahmen-der-terrormiliz-iswap-schutzgeld-wirtschaft-und-scharia%2F&amp;action_name=Bundestag%20untersucht%20Einnahmen%20der%20Terrormiliz%20ISWAP%20%E2%80%93%20Schutzgeld%2C%20Wirtschaft%20und%20Scharia&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-untersucht-einnahmen-der-terrormiliz-iswap-schutzgeld-wirtschaft-und-scharia/">Bundestag untersucht Einnahmen der Terrormiliz ISWAP – Schutzgeld, Wirtschaft und Scharia</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Terrormiliz ISWAP nimmt im Tschadseebecken nach einer Schätzung jährlich 191,5 Millionen US-Dollar durch erzwungene Abgaben ein. Die zugrunde liegende <a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/1184988/EU-6-065-26.pdf">Untersuchung</a> des Bundetags wurde am 3. Juni 2026 abgeschlossen und nun veröffentlicht. Die Einnahmen übersteigen demnach die jährlichen Steuereinnahmen des nigerianischen Bundesstaates Borno um mehr als das Zehnfache. Große Geldzuflüsse aus dem Ausland spielen bei der Finanzierung jihadistischer Gruppen in Nigeria dagegen offenbar nur eine geringe Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation Islamischer Staat in der Provinz Westafrika, kurz ISWAP, finanziert sich vor allem über die Kontrolle von Menschen, Handelswegen und wirtschaftlichen Aktivitäten im Nordosten Nigerias und in den angrenzenden Staaten. Fischer, Bauern, Viehhalter und Händler müssen Gebühren und Abgaben entrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Ausarbeitung des Fachbereichs Europa und Völkerrecht der Bundestagsverwaltung beschreibt ein Finanzierungsmodell, das weit über einzelne Entführungen, Überfälle oder Spenden hinausgeht. ISWAP greift dauerhaft auf die reguläre Wirtschaft der Region zu und hat dafür ein organisiertes System aus Verwaltung, Geldeintreibern und lokalen Kommandostrukturen aufgebaut. Die Arbeit gibt die fachliche Einschätzung ihrer Verfasser wieder und ist keine Position des Deutschen Bundestages. </p>



<h2 id="h-fischerei-bildet-die-wichtigste-einnahmequelle" class="wp-block-heading"><span id="fischerei-bildet-die-wichtigste-einnahmequelle">Fischerei bildet die wichtigste Einnahmequelle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders einträglich ist die Fischerei im Tschadseebecken. Mehr als 100.000 Fischer aus Nigeria arbeiten dort abhängig von der Jahreszeit. Viele von ihnen müssen Gebiete betreten, die ISWAP faktisch kontrolliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation verlangt Markteintrittsgebühren, Fischereilizenzen, Viehabgaben und Zahlungen auf landwirtschaftliche Erzeugnisse. Auch der Handel mit Chilipfeffer und Erdnussöl wird abgeschöpft. Fisch und Chilis aus der Region trugen vor dem Aufstieg der Terrormiliz jährlich rund 48 Millionen US-Dollar zum nigerianischen Bruttoinlandsprodukt bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP verwendet für seine Abgaben Begriffe aus dem islamischen Recht. Nichtansässige müssen eine Gebühr für wirtschaftliche Tätigkeiten entrichten. Bewohner werden mit einer als Almosenabgabe bezeichneten Zahlung belastet. Daneben erheben lokale Kommandeure weitere Abgaben nach eigenem Ermessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschätzten 191,5 Millionen US-Dollar beziehen sich allein auf drei Arten solcher Zahlungen. Einnahmen aus Entführungen, Schmuggel, Erpressung und anderen Quellen sind darin nicht enthalten.</p>



<h2 id="h-ein-zwangssystem-mit-elementen-staatlicher-verwaltung" class="wp-block-heading"><span id="ein-zwangssystem-mit-elementen-staatlicher-verwaltung">Ein Zwangssystem mit Elementen staatlicher Verwaltung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP unterhält in Teilen des Nordens von Borno und im weiteren Tschadseebecken eine eigene Verwaltung. Die Organisation übernimmt dort Funktionen, die der nigerianische Staat nur eingeschränkt erfüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören die Regulierung von Märkten, begrenzte medizinische Hilfe, Unterstützung beim Transport und die Bereitstellung von Wasser. Die Miliz tritt zugleich als Polizei und Gericht auf und verhängt Geldstrafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlungen bleiben dennoch erzwungen. Wer sich weigert, muss mit der Beschlagnahmung von Waren, zerstörten Ernten, Entführungen oder tödlicher Gewalt rechnen. Die Höhe der Abgaben kann nach Ort, Jahreszeit und Entscheidung des jeweiligen Kommandanten variieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das System verschafft ISWAP regelmäßig wiederkehrende Einnahmen. Die Gruppe ist dadurch weniger von einzelnen Überfällen oder schwer planbaren Lösegeldzahlungen abhängig. Mit den Einnahmen finanziert sie Kämpfer, Waffen, Verwaltung und weitere militärische Operationen.</p>



<h2 id="h-schmuggelrouten-bringen-zusatzliche-einnahmen" class="wp-block-heading"><span id="schmuggelrouten-bringen-zusaetzliche-einnahmen">Schmuggelrouten bringen zusätzliche Einnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der regionalen Wirtschaft nutzt ISWAP grenzüberschreitende Schmuggelnetze. Die Miliz besteuert Transporte, die ihr Gebiet durchqueren, und schützt diese teilweise vor staatlichem Zugriff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit entsteht eine Verbindung zwischen Terrorismus und organisierter Kriminalität. Schmuggler zahlen für den Zugang zu kontrollierten Routen, während ISWAP aus der Bewegung illegaler Waren weitere regelmäßige Einnahmen erzielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entführungen bleiben ebenfalls Bestandteil des Finanzierungsmodells. Die Organisation setzt sie sowohl zur Beschaffung von Lösegeld als auch zur Durchsetzung ihrer Abgaben ein. Wer Zahlungen verweigert, kann verschleppt und erst gegen Geld wieder freigelassen werden.</p>



<h2 id="h-kryptowahrungen-und-hawala-verschleiern-transfers" class="wp-block-heading"><span id="kryptowaehrungen-und-hawala-verschleiern-transfers">Kryptowährungen und Hawala verschleiern Transfers</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">ISWAP nutzt zudem Kryptowährungen und informelle Überweisungssysteme, um Geld zu bewegen und Zahlungswege zu verbergen. Genannt wird insbesondere die Kryptowährung Monero, deren Transaktionen schwerer nachzuverfolgen sind als klassische Banküberweisungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt das Hawala-System. Dabei wird Geld nicht direkt über Banken übertragen. Vermittler zahlen Beträge auf Grundlage persönlicher Absprachen und gegenseitigen Vertrauens an anderen Orten aus. Die eigentliche Verrechnung erfolgt außerhalb des herkömmlichen Bankensystems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kombination aus lokalen Einnahmen und schwer kontrollierbaren Transfers erlaubt es ISWAP, Gelder grenzüberschreitend zu verteilen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das ursprünglich in Syrien gegründete Finanzorgan des Islamischen Staates, Maktab al-Furqan, das inzwischen in Nigeria angesiedelt sein soll.</p>



<h2 id="h-keine-belege-fur-umfangreiche-auslandsfinanzierung" class="wp-block-heading"><span id="keine-belege-fuer-umfangreiche-auslandsfinanzierung">Keine Belege für umfangreiche Auslandsfinanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Belastbare Hinweise auf eine umfangreiche Finanzierung von ISWAP oder Boko Haram aus dem Ausland sind selten. Der dokumentierte Fall einer größeren ausländischen Unterstützung betrifft sechs Nigerianer, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten verurteilt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hatten in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt 782.000 US-Dollar nach Nigeria überwiesen. Ob das Geld an die heutige ISWAP-Struktur oder an die später wieder als Boko Haram bezeichnete Abspaltung gelangte, bleibt unklar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigerianische Sicherheitsvertreter haben wiederholt behauptet, die Terrororganisationen erhielten erhebliche Mittel aus dem Ausland. Die vom Bundestagsfachbereich ausgewerteten Quellen belegen diese Aussagen jedoch nicht. Das vorherrschende Modell beruht auf lokalen Einnahmen, territorialer Kontrolle und der gewaltsamen Abschöpfung wirtschaftlicher Aktivitäten.</p>



<h2 id="h-boko-haram-setzt-starker-auf-entfuhrungen" class="wp-block-heading"><span id="boko-haram-setzt-staerker-auf-entfuehrungen">Boko Haram setzt stärker auf Entführungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boko Haram verfügt im Unterschied zu ISWAP über kein vergleichbar gefestigtes Herrschaftsgebiet. <a href="https://fokus-afrika.de/boko-haram-droht-iswap-offen-mit-neuer-gewalt/" type="post" id="26116">Die Organisation operiert stärker aus wechselnden Lagern und finanziert sich vor allem durch Entführungen, Erpressung, Banküberfälle und Schmuggel.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-meldet-rettung-von-360-entfuehrten-aus-dschihadisten-stuetzpunkt-in-borno/" type="post" id="27988">Bei Massenentführungen von Schulkindern und der Verschleppung ausländischer Staatsangehöriger sollen teilweise Lösegelder in Millionenhöhe gezahlt worden sein.</a> Die nigerianische Regierung bestreitet staatliche Zahlungen und verweist auf das gesetzliche Verbot, Lösegeld aus öffentlichen Mitteln zu entrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Norden Nigerias hat sich zugleich eine Entführungswirtschaft entwickelt. Kriminelle Banden verschleppen Menschen und übergeben sie gegen Bezahlung an Boko Haram. Umgekehrt verkauft die Terrorgruppe Opfer an Kriminelle oder Menschenhändler weiter.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="636" height="357" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png" alt="" class="wp-image-25790 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation.png 636w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-300x168.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Boko_Haram_Amputation-380x213.png 380w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Boko Haram erzielt Einnahmen aus dem Handel mit Treibstoff, Lebensmitteln, Kleinwaffen, Drogen und Altmetall. Wie ISWAP nutzt die Organisation inzwischen Kryptowährungen und Hawala zur Verschleierung ihrer Finanzströme.</p>
</div></div>



<h2 id="h-gewalt-bewaffneter-fulani-gruppen-ist-nicht-einheitlich-organisiert" class="wp-block-heading"><span id="gewalt-bewaffneter-fulani-gruppen-ist-nicht-einheitlich-organisiert">Gewalt bewaffneter Fulani-Gruppen ist nicht einheitlich organisiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/us-regierung-verteidigt-neuen-anti-terror-kurs-in-afrika/" type="post" id="26814">Die Ausarbeitung untersucht außerdem bewaffnete Gruppen, deren Mitglieder der Ethnie der Fulani angehören.</a> Anders als Boko Haram und ISWAP bilden sie keine einheitliche Organisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Milizen entstanden überwiegend aus Konflikten zwischen Viehhaltern und sesshaften Bauern um Land, Wasser und Weideflächen. Bevölkerungswachstum, Wüstenbildung, schrumpfende Weidegebiete und die Verbreitung von Kleinwaffen haben diese Auseinandersetzungen verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von rund 14,5 Millionen Fulani in Nigeria sollen etwa 30.000 bewaffneten Gruppen angehören. Eine Gleichsetzung der gesamten Bevölkerungsgruppe mit Terrorismus oder Gewaltkriminalität ist daher nicht haltbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Milizen finanzieren sich durch Schutzgelder, Viehdiebstahl, Erpressung und Abgaben auf Ernten. Was zunächst als freiwillige Zahlung von Gemeinden zum Schutz vor Angriffen begann, entwickelte sich in mehreren Regionen zu einem erzwungenen System.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Opfer im zentralen und südlicheren Nigeria sind christliche Bauern. Im überwiegend muslimischen Nordwesten richten sich Angriffe dagegen häufig gegen muslimische Hausa-Gemeinschaften.</p>



<h2 id="h-religiose-erklarung-greift-zu-kurz" class="wp-block-heading"><span id="religioese-erklaerung-greift-zu-kurz">Religiöse Erklärung greift zu kurz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Christliche Dörfer, Kirchen und Krankenhäuser werden in Nigeria gezielt angegriffen. Boko Haram und ISWAP verwenden zudem jihadistische und antichristliche Rhetorik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">Die Gewalt lässt sich dennoch nicht allein als Konflikt zwischen Muslimen und Christen beschreiben. </a>Auch muslimische Gemeinden und islamische Einrichtungen werden angegriffen. Die meisten Opfer von Boko Haram sind Muslime.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwache staatliche Institutionen, Korruption, Armut, Landkonflikte, Ressourcenknappheit und organisierte Kriminalität prägen die Sicherheitslage ebenso wie religiöser Extremismus. Bewaffnete Gruppen breiten sich besonders in Gebieten aus, in denen staatlicher Schutz, Verwaltung und wirtschaftliche Alternativen fehlen.</p>



<h2 id="h-nigeria-setzt-auf-sanktionen-und-vermogenssperren" class="wp-block-heading"><span id="nigeria-setzt-auf-sanktionen-und-vermoegenssperren">Nigeria setzt auf Sanktionen und Vermögenssperren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria verfolgt mutmaßliche Terrorfinanziers, sperrt Vermögen und untersagt Finanztransaktionen. Zu den zuständigen Institutionen gehören die Kommission für Wirtschafts- und Finanzkriminalität, die nigerianische Finanzaufklärungseinheit und das nationale Sanktionskomitee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sanktionskomitee führt 48 Personen und zwölf Organisationen auf. Die Vorwürfe betreffen überwiegend Geldtransfers und Geldwäsche. Direkte Finanzierungen von Boko Haram oder ISWAP lassen sich nur in wenigen Fällen eindeutig zuordnen. Zahlungen an bewaffnete Fulani-Gruppen sind auf der Liste nicht erkennbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nigeria wurde 2023 wegen Defiziten bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung auf die sogenannte Graue Liste der internationalen Financial Action Task Force gesetzt. Nach der Umsetzung vereinbarter Reformen wurde das Land im Oktober 2025 wieder von der Liste gestrichen. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag entsendet AfD-Abgeordneten Maximilian Krah zur Mittelmeer-Versammlung nach Kairo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-entsendet-afd-abgeordneten-maximilian-krah-zur-mittelmeer-versammlung-nach-kairo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 14:04:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
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<p>Parlamentarier aus Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten treffen sich in Kairo. Der Bundestag wird durch Detlef Seif und Maximilian Krah vertreten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-entsendet-afd-abgeordneten-maximilian-krah-zur-mittelmeer-versammlung-nach-kairo%2F&amp;action_name=Bundestag%20entsendet%20AfD-Abgeordneten%20Maximilian%C2%A0Krah%20zur%20Mittelmeer-Versammlung%20nach%20Kairo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-entsendet-afd-abgeordneten-maximilian-krah-zur-mittelmeer-versammlung-nach-kairo/">Bundestag entsendet AfD-Abgeordneten Maximilian Krah zur Mittelmeer-Versammlung nach Kairo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Deutsche Bundestag entsendet die Abgeordneten Detlef Seif und Maximilian Krah zur Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum nach Kairo. Die Beratungen finden vom 4. bis 5. Juli 2026 statt. Delegierte aus Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten befassen sich mit regionaler Friedenspolitik, Künstlicher Intelligenz, Frauenrechten und dem Schutz des Mittelmeers. Parallel kommen die Präsidentinnen und Präsidenten der beteiligten Parlamente zu einem Gipfeltreffen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der CDU/CSU-Abgeordnete Detlef Seif leitet die deutsche Delegation. Neben ihm nimmt der AfD-Abgeordnete Maximilian Krah an der 19. Jahrestagung teil. Seif vertritt außerdem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner beim zehnten Gipfel der Parlamentspräsidentinnen und Parlamentspräsidenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentarische Versammlung der Union für den Mittelmeerraum bringt Abgeordnete aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, dem Europäischen Parlament und den südlichen und östlichen Mittelmeeranrainern zusammen. Ihr gehören insgesamt 280 Parlamentarier an.</p>



<h2 id="h-frieden-und-parlamentarische-diplomatie-auf-der-tagesordnung" class="wp-block-heading"><span id="frieden-und-parlamentarische-diplomatie-auf-der-tagesordnung">Frieden und parlamentarische Diplomatie auf der Tagesordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Beratungen liegt auf der Rolle parlamentarischer Diplomatie bei der Sicherung von Frieden und Stabilität im Mittelmeerraum. Der zuständige Ausschuss für politische Angelegenheiten, Sicherheit und Menschenrechte bereitet dazu eine Entschließung vor.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="571" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Laue-krah-1024x571.jpg" alt="" class="wp-image-28542 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Laue-krah-1024x571.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Laue-krah-300x167.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Laue-krah-768x428.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Laue-krah-380x212.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Laue-krah-800x446.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Laue-krah-1160x647.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/07/Laue-krah.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund gilt es als hochproblematisch, dass mit Maximilian Krah ein Abgeordneter an den Gesprächen teilnimmt, der selbst innerhalb seiner Partei umstritten ist. Kritiker verweisen auf eine Reihe von Skandalen und Vorwürfen im Zusammenhang mit ausländischen Einflussoperationen, die Zweifel an seiner Eignung für diplomatische Aufgaben im Namen Deutschlands aufkommen lassen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gremium bietet Abgeordneten aus Staaten mit unterschiedlichen außenpolitischen Interessen und teilweise angespannten Beziehungen einen gemeinsamen Gesprächsrahmen. Zu den südlichen Mitgliedern gehören Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Mauretanien, die Palästinensischen Gebiete, Tunesien und die Türkei. Die Mitgliedschaft Syriens ist ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Union für den Mittelmeerraum entstand aus dem 1995 begonnenen Barcelona-Prozess. Dieser sollte die Zusammenarbeit der Europäischen Union mit ihren südlichen und östlichen Nachbarn stärken. Im Jahr 2008 wurde die Kooperation auf deutsch-französische Initiative institutionell ausgebaut und durch ein ständiges Sekretariat in Barcelona ergänzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf parlamentarischer Ebene wird der Prozess seit 1998 begleitet. Die heutige Parlamentarische Versammlung soll die Arbeit der Union politisch flankieren und Empfehlungen an die Regierungen ihrer Mitgliedstaaten richten.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-beim-gipfel-der-parlamentsprasidenten" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-beim-gipfel-der-parlamentspraesidenten">Künstliche Intelligenz beim Gipfel der Parlamentspräsidenten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim parallel stattfindenden Gipfeltreffen beraten die Parlamentspräsidentinnen und Parlamentspräsidenten über den politischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Weitere Themen sind die Stärkung parlamentarischer Diplomatie sowie die Rechte von Frauen und Jugendlichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Künstliche Intelligenz ist damit erstmals eines der zentralen Themen des Gipfelformats. Die Beratungen verbinden technologische Entwicklungen mit Fragen staatlicher Regulierung, politischer Teilhabe und regionaler Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Beschlüsse wurden im Vorfeld nicht angekündigt. Die Ergebnisse des Treffens sollen in die weitere parlamentarische Arbeit der Union für den Mittelmeerraum einfließen.</p>



<h2 id="h-frauen-sollen-starker-an-der-blauen-wirtschaft-beteiligt-werden" class="wp-block-heading"><span id="frauen-sollen-staerker-an-der-blauen-wirtschaft-beteiligt-werden">Frauen sollen stärker an der Blauen Wirtschaft beteiligt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschuss für die Rechte der Frauen befasst sich mit der Beteiligung von Frauen an der sogenannten Blauen Wirtschaft. Der Begriff umfasst wirtschaftliche Tätigkeiten, die mit Meeren, Küsten und marinen Ressourcen verbunden sind. Dazu gehören Fischerei, Hafenwirtschaft, Schifffahrt, Tourismus und erneuerbare Energien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegierten beraten darüber, wie Frauen stärker an der nachhaltigen Nutzung dieser Ressourcen beteiligt werden können. Im Fokus stehen wirtschaftlicher Zugang, Beschäftigungsmöglichkeiten und politische Mitwirkung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen sind in mehreren maritimen Wirtschaftsbereichen weiterhin schwächer vertreten. Gleichzeitig bilden Fischerei, Küstenwirtschaft und Tourismus in zahlreichen Mittelmeerstaaten eine wesentliche Grundlage für Einkommen und Beschäftigung.</p>



<h2 id="h-mittelmeer-biodiversitat-unter-wachsendem-druck" class="wp-block-heading"><span id="mittelmeer-biodiversitaet-unter-wachsendem-druck">Mittelmeer-Biodiversität unter wachsendem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschuss für Energie, Umwelt und Wasser behandelt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Schutz der biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Bewirtschaftung des mediterranen Ökosystems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umweltprobleme im Mittelmeer lassen sich kaum innerhalb nationaler Grenzen bearbeiten. Verschmutzung, Überfischung, steigende Wassertemperaturen und der Verlust natürlicher Lebensräume betreffen europäische und nordafrikanische Küstenstaaten gleichermaßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante Entschließung soll gemeinsame Ansätze zur Bewahrung mariner Lebensräume und zur Nutzung natürlicher Ressourcen entwickeln. Die Empfehlungen der Versammlung sind politisch, aber nicht rechtlich bindend.</p>



<h2 id="h-gleichgewicht-zwischen-nord-und-sud" class="wp-block-heading"><span id="gleichgewicht-zwischen-nord-und-sued">Gleichgewicht zwischen Nord und Süd</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentarische Versammlung ist nach dem Grundsatz der Nord-Süd-Parität organisiert. 140 Mitglieder vertreten die Parlamente nördlich des Mittelmeers und das Europäische Parlament. Weitere 140 Sitze entfallen auf die südlichen und östlichen Partnerstaaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den insgesamt 280 Mandaten gehen 81 an die nationalen Parlamente der 27 EU-Mitgliedstaaten und 51 an das Europäische Parlament. Acht weitere Sitze entfallen auf Albanien, Bosnien und Herzegowina, Monaco und Montenegro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zehn südlichen Gründungsmitglieder verfügen zusammen über 130 Sitze. Auch das Präsidium ist so zusammengesetzt, dass europäische und südliche Partner vertreten sind. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den beteiligten Staatengruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Fachausschüsse bereiten die inhaltliche Arbeit der Versammlung vor. Sie behandeln Politik und Sicherheit, Wirtschaft und Bildung, gesellschaftlichen Austausch, Frauenrechte sowie Energie, Umwelt und Wasser. Ihre Empfehlungen werden nach der Verabschiedung im Plenum an die Regierungen der Mitgliedstaaten übermittelt.</p>
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		<title>„Das werden wir auch in Zukunft fortsetzen“: Merz verteidigt Entwicklungspolitik gegenüber der AfD</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/das-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 12:13:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Friedrich Merz weist die AfD-Kritik an deutschen Entwicklungsausgaben zurück und begründet sein Festhalten an der Zusammenarbeit mit einem Treffen mit Senegals Präsidenten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdas-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd%2F&amp;action_name=%E2%80%9EDas%20werden%20wir%20auch%20in%20Zukunft%20fortsetzen%E2%80%9C%3A%20Merz%20verteidigt%20Entwicklungspolitik%20gegen%C3%BCber%20der%20AfD&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz hat die deutsche Entwicklungszusammenarbeit gegen grundsätzliche Kritik der AfD verteidigt und dabei auf die Lage in Senegal verwiesen. In der Regierungsbefragung des Bundestages reagierte der CDU-Politiker auf Fragen des AfD-Abgeordneten Mirco Hanker. Einen mutmaßlichen Betrugsfall bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Jemen lehnte Merz als Begründung ab, die gesamte Entwicklungspolitik infrage zu stellen. Deutschland werde auch künftig zur Stabilisierung wirtschaftlich schwächerer Regionen beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hanker hatte die Höhe der deutschen Entwicklungsausgaben angesichts des geringen Wirtschaftswachstums kritisiert. Zugleich verwies er auf den Verdacht, dass bei Projekten der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Jemen mehrere Millionen Euro veruntreut worden sein könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abgeordnete fragte, ob dies auf unzureichende Kontrollen und fehlerhafte Evaluationsverfahren im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hinweise.</p>



<h2 id="h-merz-lehnt-verallgemeinerung-des-giz-falls-ab" class="wp-block-heading"><span id="merz-lehnt-verallgemeinerung-des-giz-falls-ab">Merz lehnt Verallgemeinerung des GIZ-Falls ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundeskanzler widersprach dem Versuch, aus den Vorwürfen gegen ein einzelnes Projekt eine grundsätzliche Kritik an der deutschen Entwicklungszusammenarbeit abzuleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe keine Veranlassung, diesen Einzelfall so zu verallgemeinern, dass ich damit die gesamte deutsche Entwicklungshilfe beziehungsweise die wirtschaftliche Zusammenarbeit, wie wir heute richtigerweise sagen, mit anderen Teilen der Welt infrage stelle“, erklärte Merz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den konkreten Vorwürfen im Jemen, möglichen finanziellen Schäden oder eingeleiteten Untersuchungen machte der Kanzler in seiner Antwort keine weiteren Angaben. Seine Stellungnahme konzentrierte sich auf die politische Bedeutung der deutschen Zusammenarbeit mit Partnerstaaten.</p>



<h2 id="h-treffen-mit-senegals-prasident-pragt-antwort" class="wp-block-heading"><span id="treffen-mit-senegals-praesident-praegt-antwort">Treffen mit Senegals Präsident prägt Antwort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-und-senegal-wollen-investitionen-und-sicherheitspartnerschaft-ausbauen/" type="post" id="28356">Merz verwies auf ein Treffen mit dem Präsidenten Senegals, das diese Woche stattgefunden hatte. </a>Die Begegnung habe ihm die Lebensbedingungen der Menschen und die Herausforderungen der Region erneut vor Augen geführt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28359 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HLgZ72HWkAAeIZG.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Sie das Schicksal dieser Menschen sehen, dieser Region sehen, dann verstehen Sie, wie wichtig es ist, dass ein wohlhabendes Land wie die Bundesrepublik Deutschland auch dazu beiträgt, dass sich diese Regionen auf der Welt stabil entwickeln können“, sagte der Bundeskanzler.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/merz-empfaengt-au-kommissionschef-youssouf-vor-sudan-konferenz-in-berlin/">Anschließend bekräftigte er die Fortsetzung dieses Engagements</a>: „Das werden wir auch in Zukunft fortsetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgeordnete von CDU und CSU sowie SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützten die Antwort mit Beifall. Aus der AfD kamen dagegen Zwischenrufe. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel sprach von herausgeworfenen Steuergeldern und bezeichnete Merz als „Kanzler für den Senegal“.</p>



<h2 id="h-streit-uber-zweck-und-kontrolle-der-entwicklungsausgaben" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-zweck-und-kontrolle-der-entwicklungsausgaben">Streit über Zweck und Kontrolle der Entwicklungsausgaben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wie-deutschland-sich-in-afrika-selbst-blockiert/" type="post" id="26130">Der Wortwechsel macht unterschiedliche Vorstellungen über die deutsche Entwicklungspolitik sichtbar. </a>Die AfD stellt die Ausgaben mit Blick auf die wirtschaftliche Lage Deutschlands infrage und verbindet ihre Kritik mit Forderungen nach strengeren Kontrollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merz verteidigt die wirtschaftliche Zusammenarbeit dagegen als Beitrag zur Stabilisierung von Staaten und Regionen. Dabei stellte er nicht einzelne Programme oder finanzielle Instrumente in den Vordergrund, sondern Deutschlands Verantwortung als wirtschaftlich starkes Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verwendet zunehmend den Begriff wirtschaftliche Zusammenarbeit statt Entwicklungshilfe. Damit verbindet sie klassische entwicklungspolitische Maßnahmen mit Investitionen, wirtschaftlichen Partnerschaften, Beschäftigung und dem Aufbau stabiler staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-wirbt-in-senegal-und-kap-verde-fuer-stabilitaet-und-migrationssteuerung/" type="post" id="24797">Senegal gehört zu den afrikanischen Partnerstaaten Deutschlands.</a> Die bilaterale Zusammenarbeit umfasst unter anderem wirtschaftliche Entwicklung, Energie, Beschäftigung, berufliche Qualifizierung und staatliche Reformen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdas-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd%2F&action_name=%E2%80%9EDas%20werden%20wir%20auch%20in%20Zukunft%20fortsetzen%E2%80%9C%3A%20Merz%20verteidigt%20Entwicklungspolitik%20gegen%C3%BCber%20der%20AfD&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/das-werden-wir-auch-in-zukunft-fortsetzen-merz-verteidigt-entwicklungspolitik-gegenueber-der-afd/">„Das werden wir auch in Zukunft fortsetzen“: Merz verteidigt Entwicklungspolitik gegenüber der AfD</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD spricht von „realitätsfernem Sozialismus“: Linken-Plan scheitert im Entwicklungsausschuss</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-spricht-von-realitaetsfernem-sozialismus-linken-plan-gegen-scheitert-im-entwicklungsausschuss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Globale Vermögensteuer, höhere Entwicklungsausgaben und ein Gerechtigkeitscheck: Der umfassende Umverteilungsplan der Linken findet im Entwicklungsausschuss keine Mehrheit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-spricht-von-realitaetsfernem-sozialismus-linken-plan-gegen-scheitert-im-entwicklungsausschuss%2F&amp;action_name=AfD%20spricht%20von%20%E2%80%9Erealit%C3%A4tsfernem%20Sozialismus%E2%80%9C%3A%20Linken-Plan%20scheitert%20im%20Entwicklungsausschuss&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Entwicklungsausschuss des Bundestages hat einen Antrag der Linksfraktion abgelehnt, der den Abbau globaler Ungleichheit zum obersten Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit machen sollte. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/050/2105029.pdf">Abstimmung</a> fand am Mittwoch, 24. Juni 2026, in Berlin statt. Union, SPD und AfD votierten gegen den Vorstoß, Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich. Die Linke blieb damit als einzige Fraktion bei ihrer Forderung nach einer stärkeren Umverteilung von Vermögen und höheren deutschen Entwicklungsausgaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verband die Entwicklungspolitik mit weitreichenden steuer- und wirtschaftspolitischen Veränderungen. Vorgesehen waren unter anderem international koordinierte Steuern auf große Vermögen und Unternehmen, ein „Gerechtigkeitscheck“ für politische Vorhaben sowie die dauerhafte Einhaltung des internationalen Ziels, mindestens 0,7 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungsleistungen bereitzustellen.</p>



<h2 id="h-linke-fordert-gerechtigkeitscheck-fur-politische-entscheidungen" class="wp-block-heading"><span id="linke-fordert-gerechtigkeitscheck-fuer-politische-entscheidungen">Linke fordert Gerechtigkeitscheck für politische Entscheidungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion wollte Handels- und Wirtschaftsabkommen, Gesetzesvorhaben und die Unternehmensförderung des Bundes darauf prüfen lassen, wie sie sich auf die Verteilung von Einkommen und Vermögen innerhalb und zwischen Staaten auswirken. Ergänzend sollte die Bundesregierung jährlich über die Entwicklung der globalen Ungleichheit berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein neu einzurichtender Expertenrat für globale Gerechtigkeit sollte der Bundesregierung regelmäßig Handlungsempfehlungen vorlegen. Die geplante Entwicklungsstrategie sollte zudem gemeinsam mit deutschen, europäischen und internationalen Akteuren erarbeitet werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png" alt="" class="wp-image-22608 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; white-space: normal;">Eine Abgeordnete der Linken erklärte im Ausschuss, ihrer Fraktion gehe es nicht darum, wohlhabenden Menschen ihren Besitz zu entziehen. Sie müssten jedoch einen gerechten Anteil zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben leisten. Während das Vermögen weniger Menschen stark wachse, könnten Millionen trotz Arbeit keine Rücklagen bilden und hätten keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser oder Medikamenten.</span></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung müsse deshalb die Verhandlungen über eine Steuerkonvention der Vereinten Nationen unterstützen. Zusätzliche öffentliche Einnahmen könnten nach Auffassung der Fraktion in Krankenhäuser, Schulen und Verkehrssysteme fließen.</p>



<h2 id="h-globale-steuern-und-hohere-entwicklungsausgaben-gefordert" class="wp-block-heading"><span id="globale-steuern-und-hoehere-entwicklungsausgaben-gefordert">Globale Steuern und höhere Entwicklungsausgaben gefordert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag forderte international abgestimmte Unternehmens-, Finanztransaktions-, Umwelt- und Vermögensteuern. Die Linke griff damit auch Vorschläge für eine globale Steuer auf sehr große Vermögen auf, wie sie unter anderem von Brasilien in internationale Beratungen eingebracht worden waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf nationaler Ebene verlangte die Fraktion die Wiedereinführung einer Vermögensteuer, eine einmalige Abgabe für die reichsten 0,7 Prozent der Bevölkerung und eine Reform der Erbschaftsteuer. Steuervergünstigungen für besonders große Erbschaften sollten gestrichen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben sollte die Bundesregierung eine Reform der Schuldenbremse einleiten. Bei neuen Steuergesetzen wollte die Linke künftig offenlegen lassen, welche Einkommensgruppen und Unternehmen durch Mehr- oder Mindereinnahmen besonders betroffen wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/berlin-haelt-an-entwicklungszielen-fest-laesst-finanzierung-aber-offen/" type="post" id="27301">In der Entwicklungsfinanzierung verlangte die Fraktion, mindestens 0,7 Prozent des deutschen Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungsleistungen bereitzustellen. </a>Davon sollten mindestens 0,2 Prozentpunkte den am wenigsten entwickelten Ländern zugutekommen. Weitere 0,1 Prozent sollten in die globale Gesundheitszusammenarbeit fließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bund-rechnet-mit-fluechtlingskosten-von-ueber-24-milliarden-euro-fuer-das-jahr-2025/" type="post" id="28026">Kosten für die Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland, Studienplätze für Menschen aus Ländern des Globalen Südens und internationale Klimafinanzierung sollten nach dem Willen der Linken nicht länger auf die deutsche Entwicklungshilfequote angerechnet werden.</a></p>



<h2 id="h-union-verteidigt-rolle-privaten-kapitals" class="wp-block-heading"><span id="union-verteidigt-rolle-privaten-kapitals">Union verteidigt Rolle privaten Kapitals</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die CDU/CSU-Fraktion wandte sich gegen eine Gegenüberstellung von globaler Gerechtigkeit und wirtschaftlich oder geopolitisch ausgerichteter Entwicklungspolitik. <a href="https://fokus-afrika.de/cdu-mehr-privatwirtschaft-fur-die-entwicklungszusammenarbeit/">Ein Unionsabgeordneter verwies auf den Beitrag privaten Kapitals zu nachhaltiger Entwicklung.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere in der globalen Gesundheit finanzierten private Stiftungen Forschungsprojekte und Programme. Die Forderungen der Linken könnten nach Einschätzung der Union dazu führen, dass sich solche Geldgeber zurückziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung setze stattdessen auf eine Verbindung aus öffentlicher Entwicklungszusammenarbeit, privaten Investitionen und lokaler Wertschöpfung. Investitionen sollten zusätzliche Mittel mobilisieren und wirtschaftliche Strukturen in den Partnerländern stärken.</p>



<h2 id="h-spd-warnt-vor-einseitiger-umverteilungslogik" class="wp-block-heading"><span id="spd-warnt-vor-einseitiger-umverteilungslogik">SPD warnt vor einseitiger Umverteilungslogik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD teilte nach eigenen Angaben die Einschätzung, dass die internationale Konzentration von Vermögen demokratische Gesellschaften unter Druck setze. Die Fraktion unterstütze deshalb Bemühungen um nationale und internationale Steuergerechtigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie lehnte es jedoch ab, Entwicklungszusammenarbeit vor allem als Instrument der globalen Umverteilung zu behandeln. Entwicklungspolitik sei zugleich Friedens-, Sicherheits- und Stabilitätspolitik, erklärte ein SPD-Abgeordneter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die pauschale Kritik der Linken an privaten Investitionen wies die SPD zurück. Angesichts begrenzter öffentlicher Haushalte könnten private Mittel einen wichtigen Hebel zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten bilden.</p>



<h2 id="h-afd-warnt-vor-kapitalabfluss" class="wp-block-heading"><span id="afd-warnt-vor-kapitalabfluss">AfD warnt vor Kapitalabfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD bezeichnete den Antrag als „realitätsfernen und globalistischen Sozialismus“. Viele vermögende Menschen engagierten sich über Stiftungen für soziale oder wissenschaftliche Vorhaben, argumentierte ein Abgeordneter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Große Vermögen bestünden zudem häufig aus Unternehmensanteilen oder Immobilien und seien nicht unmittelbar als verfügbares Geld vorhanden. Eine höhere Besteuerung könne Investitionen gefährden, Arbeitsplätze belasten und den Abfluss von Kapital aus Deutschland verstärken.</p>



<h2 id="h-grune-enthalten-sich-wegen-differenzen-bei-steuerplanen" class="wp-block-heading"><span id="gruene-enthalten-sich-wegen-differenzen-bei-steuerplaenen">Grüne enthalten sich wegen Differenzen bei Steuerplänen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe/">Bündnis 90/Die Grünen unterstützte das grundsätzliche Ziel, globale Ungleichheit abzubauen, und teilte die Kritik der Linken an Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit. </a>Bei der konkreten Ausgestaltung internationaler Steuern bestanden jedoch Differenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/" type="post" id="28415">Eine Grünen-Abgeordnete verwies auf den eigenen Antrag ihrer Fraktion zur Einführung einer Übergewinnsteuer.</a> Dieses Modell unterscheide sich von den steuerpolitischen Forderungen der Linken. Die Fraktion enthielt sich deshalb bei der Abstimmung.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-spricht-von-realitaetsfernem-sozialismus-linken-plan-gegen-scheitert-im-entwicklungsausschuss%2F&action_name=AfD%20spricht%20von%20%E2%80%9Erealit%C3%A4tsfernem%20Sozialismus%E2%80%9C%3A%20Linken-Plan%20scheitert%20im%20Entwicklungsausschuss&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afd-spricht-von-realitaetsfernem-sozialismus-linken-plan-gegen-scheitert-im-entwicklungsausschuss/">AfD spricht von „realitätsfernem Sozialismus“: Linken-Plan scheitert im Entwicklungsausschuss</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Mehr EU-Entwicklungsgelder: Grünen-Antrag scheitert im Ausschuss trotz Unterstützung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 11:09:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Feste Quoten oder flexible Geopolitik? Im Bundestagsausschuss scheitert der Grünen-Vorstoß zur künftigen Verteilung europäischer Entwicklungsgelder.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung%2F&amp;action_name=Mehr%20EU-Entwicklungsgelder%3A%20Gr%C3%BCnen-Antrag%20scheitert%20im%20Ausschuss%20trotz%20Unterst%C3%BCtzung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mehr-eu-entwicklungsgelder-gruenen-antrag-scheitert-im-ausschuss-trotz-unterstuetzung/">Mehr EU-Entwicklungsgelder: Grünen-Antrag scheitert im Ausschuss trotz Unterstützung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Entwicklungsausschuss des Bundestages hat einen Grünen-Antrag abgelehnt, der die EU-Entwicklungspolitik im Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 mit verbindlichen Ausgabenzielen absichern sollte. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105755.pdf">Entscheidung</a> fiel am Mittwoch, 24. Juni 2026, in Berlin. Union, SPD und AfD stimmten gegen den Antrag, die Linksfraktion enthielt sich. Hinter der Abstimmung steht ein grundsätzlicher Konflikt über die Frage, wie stark europäische Entwicklungsgelder an feste Ziele gebunden werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollten verhindern, dass Armutsbekämpfung, Klimaschutz und die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen gegenüber außenwirtschaftlichen, geopolitischen oder migrationspolitischen Interessen der Europäischen Union an Gewicht verlieren. CDU und CSU warnten dagegen vor starren Quoten, die den Handlungsspielraum der EU in einer konfliktreichen Welt einschränken könnten.</p>



<h2 id="h-streit-um-das-neue-instrument-global-europe" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-das-neue-instrument-global-europe">Streit um das neue Instrument „Global Europe“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung betrifft den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union. Er legt fest, wofür die EU zwischen 2028 und 2034 Geld ausgeben kann und welche politischen Prioritäten dabei gelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zentrale Rolle soll das geplante Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“ übernehmen. Der Antrag der Grünen verweist auf eine von der Europäischen Kommission vorgesehene Ausstattung von rund 200 Milliarden Euro. Das Instrument soll unterschiedliche Bereiche des europäischen Außenhandelns zusammenführen und der EU mehr Flexibilität bei der Verwendung ihrer Mittel geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sahen darin die Gefahr, dass klassische entwicklungspolitische Ziele gegenüber europäischen Wirtschafts-, Sicherheits- und Migrationsinteressen zurücktreten. Sie verlangten deshalb verbindliche Vorgaben für die Mittelvergabe sowie eine stärkere Kontrolle durch das Europäische Parlament.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Abgeordnete der Fraktion erklärte im Ausschuss, die EU und ihre Mitgliedstaaten seien zusammen die weltweit größte entwicklungspolitische Geberin. Daraus entstünden Gestaltungsmöglichkeiten in einer Zeit, die von Kriegen, Krisen und Angriffen auf demokratische Strukturen geprägt sei. Entwicklungspolitik müsse partnerschaftliche Beziehungen, Krisenvorsorge und die internationale Handlungsfähigkeit Europas stärken.</p>



<h2 id="h-grune-wollen-entwicklungsgelder-vor-zweckverschiebung-schutzen" class="wp-block-heading"><span id="gruene-wollen-entwicklungsgelder-vor-zweckverschiebung-schuetzen">Grüne wollen Entwicklungsgelder vor Zweckverschiebung schützen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag sah vor, 93 Prozent der Mittel von „Global Europe“ als öffentliche Entwicklungsleistungen abzusichern. Mindestens 15 Prozent sollten durch zivilgesellschaftliche Organisationen umgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sollten feste Ausgabenziele für menschliche Entwicklung, Klima- und Umweltschutz, Geschlechtergerechtigkeit sowie die Unterstützung der am wenigsten entwickelten Länder gelten. Die Grünen verlangten außerdem, die Interessen der Partnerländer und lokaler Akteure stärker in Planung und Umsetzung einzubeziehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsgelder sollten nach ihrem Willen nicht davon abhängig gemacht werden, ob Partnerstaaten Migranten und Geflüchtete zurücknehmen. Der Antrag wandte sich gegen eine politische Konditionierung der Zusammenarbeit durch europäische Migrationsinteressen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Auch die Infrastrukturstrategie „Global Gateway“ sollte enger an entwicklungspolitische Standards gebunden werden. </a>Projekte sollten sich stärker an den Prioritäten der Partnerländer orientieren, lokale Wertschöpfung fördern und keine nicht tragfähige Verschuldung verursachen. Aufträge sollten nach dem Antrag auch an lokale und von Frauen geführte Unternehmen vergeben werden.</p>



<h2 id="h-union-setzt-auf-flexibilitat-und-infrastrukturinvestitionen" class="wp-block-heading"><span id="union-setzt-auf-flexibilitaet-und-infrastrukturinvestitionen">Union setzt auf Flexibilität und Infrastrukturinvestitionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die CDU/CSU-Fraktion erkannte an, dass der Antrag grundlegende Fragen zur wertebasierten Ausrichtung der Entwicklungspolitik aufwerfe. Feste Ausgabenquoten seien jedoch keine geeignete Antwort auf die internationale Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Unionsabgeordneter sprach von „ideologischen Ausgabenzielen“, die falsche Prioritäten setzen könnten. In fragilen Regionen müssten vielmehr wirtschaftliche Perspektiven entstehen. Investitionen in Infrastruktur könnten Arbeitsplätze schaffen und den Menschen Gründe geben, in ihren Herkunftsländern zu bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/cdu-mehr-privatwirtschaft-fur-die-entwicklungszusammenarbeit/" type="post" id="11452">Die Union stehe für „Global Europe“ als starkes und flexibles Instrument, für haushalterische Verantwortung und eine „realistische Geopolitik“, sagte der Abgeordnete.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD kritisierte besonders die Forderung, mindestens 15 Prozent der Mittel für zivilgesellschaftliche Organisationen vorzusehen. Ein Abgeordneter bezeichnete dies als Unterstützungsgarantie für den Grünen nahestehende Nichtregierungsorganisationen auf Kosten der Steuerzahler.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen/" type="post" id="27303">Zugleich verlangte die AfD, europäische Finanzhilfen stärker an Bedingungen zu knüpfen.</a> Dies solle insbesondere für die Zusammenarbeit bei der Rücknahme irregulärer Migranten gelten.</p>



<h2 id="h-spd-sieht-viele-forderungen-bereits-umgesetzt" class="wp-block-heading"><span id="spd-sieht-viele-forderungen-bereits-umgesetzt">SPD sieht viele Forderungen bereits umgesetzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/pistorius-fordert-staerkere-verzahnung-von-entwicklungs-und-sicherheitspolitik/" type="post" id="20619">Die SPD erklärte, sie teile mehrere Ziele des Antrags.</a> Dazu gehörten die Stärkung multilateraler Zusammenarbeit, die Orientierung an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und am Pariser Klimaabkommen sowie eine partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Punkte seien jedoch bereits Bestandteil deutscher und europäischer Politik, sagte eine SPD-Abgeordnete. Sie verwies auf die EU-Infrastrukturinitiative „Global Gateway“. Der Antrag bleibe zugleich vage bei der Frage, wie entwicklungspolitische Ziele unter den Bedingungen einer konfliktreicheren Welt durchgesetzt werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion unterstützte die stärkere Einbindung lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen und lehnte eine Verknüpfung von Entwicklungsgeldern mit der Aufnahme zurückgeführter Migranten ebenfalls ab. Sie enthielt sich dennoch, weil die im Antrag genannten EU-Initiativen nach ihrer Einschätzung zu stark auf die Mobilisierung privaten Kapitals setzen.</p>
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			<media:title type="html">Berlin 2012</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Nach tödlicher Gewaltwelle: Gambias Parlament streitet über Rückkehr der Todesstrafe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 00:07:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach mehreren Tötungsdelikten fordert ein Abgeordneter die Wiedereinführung der Todesstrafe in Gambia. Andere Parlamentarier sehen die Ursachen der Gewalt vor allem in Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch und Schwächen des Sicherheitsapparats.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe%2F&amp;action_name=Nach%20t%C3%B6dlicher%20Gewaltwelle%3A%20Gambias%20Parlament%20streitet%20%C3%BCber%20R%C3%BCckkehr%20der%20Todesstrafe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-toedlicher-gewaltwelle-gambias-parlament-streitet-ueber-rueckkehr-der-todesstrafe/">Nach tödlicher Gewaltwelle: Gambias Parlament streitet über Rückkehr der Todesstrafe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine Reihe von Tötungsdelikten und Gewaltverbrechen hat in Gambias Nationalversammlung eine Debatte über die Wiedereinführung der Todesstrafe ausgelöst. Die <a href="https://thepoint.gm/africa/gambia/headlines/death-penalty-call-dominates-parliament-debate-on-rising-wave-of-killings">Auseinandersetzung</a> fand in der jüngsten Sitzung des Parlaments statt. Der Abgeordnete Almameh Gibba forderte härtere Strafen als Abschreckung, während andere Parlamentarier Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch, Grenzschutz und Defizite bei der Polizeiarbeit als Ursachen der Gewalt nannten. Eine Entscheidung über eine Änderung des Strafrechts wurde nicht getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt war eine von Yahya Gassama, dem Abgeordneten für Kiang East, eingebrachte aktuelle Aussprache. Mehrere Parlamentarier verwiesen dabei auf jüngste Tötungsfälle, die in verschiedenen Teilen des Landes öffentliche Besorgnis ausgelöst haben.</p>



<h2 id="h-gibba-fordert-ruckkehr-zur-todesstrafe" class="wp-block-heading"><span id="gibba-fordert-rueckkehr-zur-todesstrafe">Gibba fordert Rückkehr zur Todesstrafe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Almameh Gibba, Abgeordneter des Wahlkreises Foni Kansala, stellte die Forderung nach der Todesstrafe in den Mittelpunkt seines Beitrags. Das Land müsse strengere Maßnahmen gegen Täter ergreifen, wenn es die zunehmende Gewalt eindämmen wolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir die Todesstrafe nicht zurückbringen, wird dieses Problem weiterbestehen. Drogen töten, Waffen töten, Alkoholismus tötet. Was wir tun müssen, ist bestrafen“, sagte Gibba.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/illegale-migration-belastet-grenzbeamte-in-gambia/" type="post" id="21795">Der Abgeordnete verband seine Forderung mit einem Appell an die Regierung, Recht und öffentliche Ordnung stärker zu priorisieren.</a> Ohne konsequente Strafverfolgung und ausreichende Unterstützung für die Sicherheitsbehörden werde die Gewalt weiter zunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was auch immer wir in diesem Land tun, es muss auf Recht und Ordnung beruhen. Wenn das nicht gewährleistet wird, werden wir weiterhin Blutvergießen erleben“, erklärte Gibba.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Äußerungen waren ein politischer Vorstoß innerhalb der Parlamentsdebatte. Aus der Aussprache ging weder ein formeller Gesetzentwurf noch ein Beschluss der Nationalversammlung zur Wiedereinführung der Todesstrafe hervor.</p>



<h2 id="h-abgeordnete-nennen-soziale-ursachen-der-gewalt" class="wp-block-heading"><span id="abgeordnete-nennen-soziale-ursachen-der-gewalt">Abgeordnete nennen soziale Ursachen der Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Yahya Sanyang, Abgeordneter für Latrikunda Sabiji, widersprach der Konzentration auf strafrechtliche Verschärfungen nicht grundsätzlich, rückte jedoch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ursachen gewaltsamer Kriminalität in den Vordergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies auf Jugendarbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch, unzureichend kontrollierte Grenzen und Konflikte um Grundstücke. Auch die Zusammenarbeit zwischen Polizei und örtlichen Gemeinschaften müsse gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was verursacht all diese rücksichtslosen Tötungen in der Gesellschaft?“, fragte Sanyang. Die Regierung müsse dafür sorgen, dass junge Menschen Beschäftigung fänden und der Missbrauch von Rauschmitteln konsequent bekämpft werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Abgeordnete teilten die Einschätzung, dass Gewalt nicht allein durch höhere Strafen verhindert werden könne. In der Debatte wurden schlechte Straßenbeleuchtung, eine unzureichende Polizeipräsenz und der Verlust gesellschaftlicher Werte als weitere Faktoren genannt.</p>



<h2 id="h-kritik-an-regierung-und-sicherheitsbehorden" class="wp-block-heading"><span id="kritik-an-regierung-und-sicherheitsbehoerden">Kritik an Regierung und Sicherheitsbehörden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sulayman Saho, Abgeordneter für Central Badibou, warf der Regierung vor, Leben und Eigentum der Bevölkerung nicht ausreichend zu schützen. Er forderte weitere Reformen des Sicherheitssektors und eine parlamentarische Untersuchung der jüngsten Tötungsfälle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die heutige Regierung nimmt ihre Verantwortung zum Schutz des Lebens ihrer Bürger nicht ausreichend wahr“, sagte Saho.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0.webp" alt="" class="wp-image-28327 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-768x513.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-380x254.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/01KPB2FB7SKQ39R4313ZK3KXZ0-800x534.webp 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Sicherheitsausschuss der Nationalversammlung solle die Fälle untersuchen und prüfen, wo staatliche Schutzmechanismen versagt hätten. Sahos Forderung richtete sich damit nicht nur auf die strafrechtliche Ahndung einzelner Verbrechen, sondern auch auf mögliche institutionelle Schwächen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Aussprache wurde mehrfach eine bessere Ausstattung der Sicherheitsorgane gefordert. Dazu gehören eine stärkere Präsenz der Polizei in Wohngebieten, verbesserte Ermittlungsarbeit sowie eine konsequentere Kontrolle von Waffen, Drogen und grenzüberschreitenden Bewegungen.</p>



<h2 id="h-gemeinschaften-sollen-starker-einbezogen-werden" class="wp-block-heading"><span id="gemeinschaften-sollen-staerker-einbezogen-werden">Gemeinschaften sollen stärker einbezogen werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parlamentsmitglied Kebba Lang Fofana betonte die Verantwortung der Bevölkerung bei der Verhinderung von Gewalt. Sicherheit beginne nicht erst bei Polizei und Justiz, sondern innerhalb der Familien und örtlichen Gemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind alle Polizisten“, sagte Fofana. „Frieden beginnt beim Einzelnen, schlägt zu Hause Wurzeln und breitet sich von dort auf die gesamte Gesellschaft aus.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er warb für lokale Friedensarbeit und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Bewohnern, Gemeindeverantwortlichen und Sicherheitsbehörden. Hinweise auf drohende Gewalttaten müssten frühzeitig weitergegeben und Konflikte möglichst vor einer Eskalation bearbeitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge zeigten unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die jüngsten Gewaltverbrechen bekämpft werden sollen. Während Gibba die abschreckende Wirkung der Todesstrafe hervorhob, forderten andere Abgeordnete ein umfassenderes Vorgehen gegen soziale Unsicherheit, Drogenmissbrauch und Schwächen im Sicherheitsapparat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übereinstimmung bestand in der Forderung nach schnellen Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit und zur Wiederherstellung des Vertrauens in Polizei, Regierung und Justiz.</p>
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		<item>
		<title>Burkina Faso ordnet Religionsfreiheit neu ein</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/burkina-faso-ordnet-religionsfreiheit-neu-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 12:47:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>„Eine rechtliche Lücke wurde geschlossen“: Burkina Faso gibt sich ein neues Religionsgesetz mit 112 Artikeln und verschärft die Regeln für Kultstätten, Predigten und religiöse Aktivitäten im öffentlichen Raum.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fburkina-faso-ordnet-religionsfreiheit-neu-ein%2F&amp;action_name=Burkina%20Faso%20ordnet%20Religionsfreiheit%20neu%20ein&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-ordnet-religionsfreiheit-neu-ein/">Burkina Faso ordnet Religionsfreiheit neu ein</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Burkina Fasos Übergangsparlament hat einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das religiöse Organisationen, Kultstätten, Prediger und deren Finanzierung umfassend regelt. Der Beschluss fiel in einer Sitzung der Übergangsgesetzgebenden Versammlung (ALP) in Ouagadougou. Das 112 Artikel umfassende Regelwerk bestätigt die Freiheit des Gewissens, des Glaubens und der Religionsausübung, verbindet sie jedoch mit Vorgaben zum Schutz der öffentlichen Ordnung und zur Bekämpfung religiös begründeter Radikalisierung. Verstöße können künftig mit gesetzlich festgelegten Sanktionen geahndet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung bezeichnet das Gesetz als Antwort auf eine bislang unzureichende rechtliche Regelung religiöser Aktivitäten. Es soll zugleich die unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften schützen und staatlichen Stellen mehr Möglichkeiten geben, gegen Missbrauch, extremistische Einflussnahme und die ungeordnete Nutzung öffentlicher Flächen vorzugehen.</p>



<h2 id="h-freiheit-des-glaubens-erhalt-einen-gesetzlichen-rahmen" class="wp-block-heading"><span id="freiheit-des-glaubens-erhaelt-einen-gesetzlichen-rahmen">Freiheit des Glaubens erhält einen gesetzlichen Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz legt erstmals in einem umfassenden Regelwerk fest, unter welchen Bedingungen religiöse Freiheiten im gesamten Staatsgebiet ausgeübt werden können. Es bestätigt das Recht auf Gewissens-, Glaubens- und Religionsfreiheit und stellt diese Grundsätze in den Zusammenhang von Frieden, Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Religiöse Gemeinschaften können ihre Aktivitäten weiterhin eigenständig organisieren. Sie müssen dabei jedoch die staatlichen Vorschriften, die öffentliche Sicherheit und die Rechte anderer Menschen beachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der für Religionsangelegenheiten zuständige Minister Émile Zerbo begrüßte die Verabschiedung des Gesetzes ausdrücklich. Nach seinen Worten habe Burkina Faso damit eine rechtliche Lücke geschlossen und sich einen modernen Rechtsrahmen gegeben. „Mit der Verabschiedung des Gesetzes über die Religionsfreiheiten hat sich unser Land einen modernen Text gegeben, der unsere aktuellen Realitäten berücksichtigt und es ermöglicht, eine friedliche Zukunft zu gestalten“, erklärte Zerbo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Minister widersprach zugleich Befürchtungen, das Gesetz richte sich gegen religiöse Gemeinschaften. Es solle vielmehr allen Gläubigen ermöglichen, ihren Glauben in Ruhe auszuüben, während gleichzeitig die öffentliche Ordnung und die geltenden Gesetze respektiert würden. „Dieses Gesetz kommt den Gläubigen zugute. Wer seinen Glauben ausüben möchte, ist in Burkina Faso willkommen. Freiheiten ohne Regulierung bergen Gefahren“, sagte er.</p>



<h2 id="h-neue-vorgaben-fur-moscheen-kirchen-und-gebetsstatten" class="wp-block-heading"><span id="neue-vorgaben-fuer-moscheen-kirchen-und-gebetsstaetten">Neue Vorgaben für Moscheen, Kirchen und Gebetsstätten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigener Teil des Gesetzes betrifft religiöse Gebäude und andere Kultstätten. Er regelt ihre Gründung, ihren Standort und ihren Betrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorschriften sollen verhindern, dass öffentliche Flächen ohne Genehmigung dauerhaft für religiöse Zwecke genutzt werden. Zugleich sollen Religionsgemeinschaften geeignete und rechtlich abgesicherte Orte für Gebete, Gottesdienste und weitere religiöse Aktivitäten erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatlichen Stellen können damit stärker kontrollieren, wo neue Kultstätten entstehen und ob die geltenden Sicherheits-, Bau- und Verwaltungsvorschriften eingehalten werden. Welche konkreten Genehmigungsverfahren und Fristen gelten, soll sich aus den einzelnen Ausführungsbestimmungen ergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch religiöse Veranstaltungen außerhalb bestehender Gebetsstätten fallen unter den neuen Rechtsrahmen. Die Behörden erhalten zusätzliche Möglichkeiten, Aktivitäten einzuschränken, wenn sie die öffentliche Ordnung, die Sicherheit oder das friedliche Zusammenleben gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zerbo verwies darauf, dass zahlreiche öffentliche Flächen im Laufe der Jahre durch religiöse Einrichtungen oder Bauwerke in Anspruch genommen worden seien. „Viele unserer öffentlichen Räume wurden von religiösen Einrichtungen oder Gebäuden besetzt. Es war notwendig, Ordnung zu schaffen und gleichzeitig die Religionsfreiheit zu garantieren“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.aib.media/153481-2/">Angaben</a> des Ministers bleibt das Gebet im öffentlichen Raum grundsätzlich erlaubt. Verboten werde jedoch die dauerhafte Abgrenzung öffentlicher Flächen und deren Umwandlung in sakrale Gebetsorte. „Beten ist nicht verboten. Verboten ist es, einen Bereich im öffentlichen Raum abzugrenzen und ihm einen heiligen Charakter zu verleihen, obwohl der öffentliche Dienst nicht dafür vorgesehen ist“, sagte Zerbo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus verbietet das Gesetz jede Diskriminierung aufgrund der Religion und soll den säkularen Charakter des burkinischen Staates bewahren.</p>



<h2 id="h-staat-will-prediger-starker-kontrollieren" class="wp-block-heading"><span id="staat-will-prediger-staerker-kontrollieren">Staat will Prediger stärker kontrollieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz schafft außerdem Regeln für Prediger und andere Personen, die öffentlich religiöse Lehren verbreiten. Die Regierung will damit gegen Aufrufe zu Gewalt, extremistische Botschaften und Praktiken vorgehen, die gesellschaftliche Spannungen verschärfen können.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="341" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1.jpg" alt="" class="wp-image-27758 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1-300x136.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Dr-Mohammed-Isaac-Kindo-Islam-priere-musulman-Tabaski-2022-scaled-1-380x173.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/burkina-faso-schliesst-grossmoschee-und-verhaftet-salafistischen-prediger-mohamed-ishaq-kindo/" type="post" id="27756">Zerbo erklärte, der Staat könne religiöse Predigten nun besser begleiten und problematische Aktivitäten früher erkennen.</a> Das Gesetz richte sich insbesondere gegen die Instrumentalisierung des Glaubens zur Rechtfertigung von Gewalt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Ministers erhalten sowohl staatliche Stellen als auch die Dachverbände der Religionsgemeinschaften neue Instrumente, um religiöse Aktivitäten besser zu begleiten. Dies betreffe insbesondere Predigten in Kultstätten sowie religiöse Veranstaltungen im öffentlichen Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Burkina Faso ist seit Jahren von einer anhaltenden terroristischen Bedrohung betroffen. Bewaffnete Gruppen nutzen teilweise religiöse Begründungen, um Kämpfer zu mobilisieren, staatliche Einrichtungen anzugreifen und ihren Einfluss in einzelnen Regionen auszubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Vorschriften sollen religiöse Überzeugungen nicht beschränken, sondern die Grenze zwischen geschützter Religionsausübung und strafbaren oder sicherheitsgefährdenden Handlungen genauer bestimmen.</p>



<h2 id="h-finanzstrome-religioser-organisationen-werden-transparenter" class="wp-block-heading"><span id="finanzstroeme-religioeser-organisationen-werden-transparenter">Finanzströme religiöser Organisationen werden transparenter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Finanzierung religiöser Organisationen. Diese sollen künftig transparenter darlegen, wie sie finanzielle Mittel beschaffen, verwalten und einsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regelungen zielen auch auf Geldflüsse aus dem Ausland. Der Staat will mögliche externe Einflussnahme und die Finanzierung extremistischer oder sektenähnlicher Strukturen früher erkennen, ohne die finanzielle und organisatorische Eigenständigkeit anerkannter Religionsgemeinschaften grundsätzlich aufzuheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisationen müssen ihre Ressourcen nach den im Gesetz festgelegten Vorgaben verwalten. Bei Verstößen gegen Transparenz- oder Registrierungspflichten können Sanktionen verhängt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Regelwerk enthält dazu straf- und verwaltungsrechtliche Bestimmungen. Sie sollen Handlungen erfassen, die gegen die Religionsfreiheit anderer Menschen, die öffentliche Ordnung oder die nationale Sicherheit verstoßen.</p>



<h2 id="h-schutz-von-kindern-vor-religios-begrundeter-ausbeutung" class="wp-block-heading"><span id="schutz-von-kindern-vor-religioes-begruendeter-ausbeutung">Schutz von Kindern vor religiös begründeter Ausbeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung verbindet die Reform auch mit einem stärkeren Schutz verletzlicher Menschen. Zerbo verwies insbesondere auf Kinder, die unter Berufung auf religiöse Traditionen zum Betteln gezwungen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Keine religiöse Erwägung kann solche Praktiken rechtfertigen“, erklärte der Minister. Die Behörden sollen künftig auf einer klareren Rechtsgrundlage gegen erzwungene Bettelei und andere Formen religiös begründeter Ausbeutung vorgehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz erfasst daneben sektiererische Praktiken und Handlungen, bei denen Menschen unter religiösem Vorwand finanziell, körperlich oder psychisch ausgebeutet werden. Religiöse Verantwortungsträger können zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie solche Praktiken organisieren, unterstützen oder dulden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Einschätzung Zerbos erhöht die Ausbeutung von Kindern durch erzwungene Bettelei deren gesellschaftliche Verwundbarkeit. Langfristig könne dies dazu beitragen, dass Jugendliche leichter von terroristischen Gruppen angeworben werden.</p>



<h2 id="h-regierung-plant-ubersetzungen-in-nationale-sprachen" class="wp-block-heading"><span id="regierung-plant-uebersetzungen-in-nationale-sprachen">Regierung plant Übersetzungen in nationale Sprachen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Übergangs- und Schlussbestimmungen regeln das Inkrafttreten und die schrittweise Anwendung des Gesetzes. Staatliche Stellen wollen Religionsgemeinschaften und Bevölkerung über die neuen Vorschriften informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu sind Übersetzungen in nationale Sprachen sowie Gesprächs- und Informationsveranstaltungen mit religiösen Organisationen vorgesehen. Die Regierung will dabei insbesondere die Regeln für Kultstätten, Prediger, Finanzierung und den Schutz Minderjähriger vermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden mit den Religionsgemeinschaften und der Bevölkerung sprechen. Der Text wird auch in den nationalen Sprachen verfügbar sein, damit jeder seinen Inhalt verstehen kann“, kündigte Zerbo an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz war bereits im März 2026 von der Regierung verabschiedet worden. Nach der Zustimmung des Übergangsparlaments steht nun noch die Verkündung durch den Präsidenten von Burkina Faso aus. Nach Angaben des Ministers sollen jene Bestimmungen, für die keine Übergangsfrist vorgesehen ist, unmittelbar nach Inkrafttreten angewendet werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Machtkampf in Senegal: Sonko warnt Faye und hält Misstrauensvotum offen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/machtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 13:35:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kein endgültiger Bruch, aber auch kein Blankoscheck: Ousmane Sonko will Senegals Regierung nicht aus persönlichen Motiven blockieren. Bei Streit über Schulden, Reformen oder Wahlen hält er ein Misstrauensvotum jedoch ausdrücklich offen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmachtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen%2F&amp;action_name=Machtkampf%20in%20Senegal%3A%20Sonko%20warnt%20Faye%20und%20h%C3%A4lt%20Misstrauensvotum%20offen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/machtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen/">Machtkampf in Senegal: Sonko warnt Faye und hält Misstrauensvotum offen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ousmane Sonko hat ein endgültiges Zerwürfnis mit Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye ausgeschlossen, zugleich aber den Druck auf die neue Regierung erhöht. Das Interview mit <em>France 24</em> und Radio France Internationale wurde am Montag, 15. Juni 2026, ausgestrahlt. Der Präsident der Nationalversammlung kündigte an, die Exekutive nicht aus parteipolitischen Motiven zu blockieren. Ein Misstrauensvotum bleibe jedoch möglich, falls Entscheidungen der Regierung aus seiner Sicht den Interessen Senegals widersprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Sonko sprach knapp vier Wochen nach seiner Entlassung als Premierminister über die politischen Spannungen innerhalb des früheren Führungsduos.</a> Differenzen könnten bestehen, sagte er. Sie dürften jedoch nicht zu einer Spaltung des Landes führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich kann allen versichern, dass es keinen Bruch geben wird“, erklärte Sonko. <a href="https://fokus-afrika.de/sonko-erklaert-bruch-mit-praesident-diomaye-und-stellt-neue-regierung-infrage/" type="post" id="27865">Es könne politische, praktische und programmatische Meinungsverschiedenheiten geben.</a> Senegal sei jedoch größer als diese Konflikte.</p>



<h2 id="h-institutionelle-zusammenarbeit-statt-politischer-versohnung" class="wp-block-heading"><span id="institutionelle-zusammenarbeit-statt-politischer-versoehnung">Institutionelle Zusammenarbeit statt politischer Versöhnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko stellte keine persönliche oder politische Aussöhnung mit Faye in Aussicht. Er verlagerte die Beziehung vielmehr auf die Ebene der staatlichen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung müsse ihre verfassungsmäßigen Aufgaben erfüllen. Die Nationalversammlung werde Gesetze beschließen, die Regierung kontrollieren und die Umsetzung öffentlicher Politik überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir müssen nicht unbedingt enge Freunde sein, damit es funktioniert“, sagte Sonko. Entscheidend sei, dass jede Institution ihre Befugnisse und die geltenden Regeln respektiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Entlassung bezeichnete er als Teil der politischen Geschichte Senegals. Er wolle seine Energie nun darauf konzentrieren, der Nationalversammlung die ihr zustehende Rolle zu geben. <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/" type="post" id="27842">Zugleich wünsche er der neuen Regierung Erfolg, weil das laufende Mandat auch mit der politischen Verantwortung seiner Partei verbunden sei.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko hatte seit April 2024 als Premierminister unter Faye regiert. Der Präsident entließ ihn am 22. Mai 2026 und löste die Regierung auf. Wenige Tage später wählte die von PASTEF dominierte Nationalversammlung Sonko zu ihrem Präsidenten.</p>



<h2 id="h-sonko-sieht-gebrochene-politische-versprechen" class="wp-block-heading"><span id="sonko-sieht-gebrochene-politische-versprechen">Sonko sieht gebrochene politische Versprechen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der PASTEF-Vorsitzende vermied im Interview den zuvor verwendeten Begriff des Verrats. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/" type="post" id="27064">Dieser gehöre eher in den Bereich der Moral und persönlicher Gefühle.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch entscheidend seien die Verpflichtungen, die PASTEF während zehn Jahren in der Opposition gegenüber der Bevölkerung eingegangen sei. Einige dieser Zusagen würden nicht eingehalten. Sonko erklärte zudem, er erkenne bei bestimmten Vorhaben keinen Willen mehr, sie umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit hält er an seiner Kritik am politischen Kurs des Präsidenten fest, ohne einen vollständigen institutionellen Bruch anzukündigen.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/7om4gOWZvFY?si=7MRBavasXTGmROsn" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Auch einen möglichen Ausschluss Fayes aus PASTEF schloss Sonko nicht grundsätzlich aus. Darüber könne jedoch nicht er allein entscheiden. Die Partei verfüge über festgelegte Verfahren und zuständige Gremien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind noch nicht an diesem Punkt“, sagte Sonko. Die Parteiorgane würden die Frage zum gegebenen Zeitpunkt bewerten.</p>



<h2 id="h-kein-blankoscheck-fur-die-neue-regierung" class="wp-block-heading"><span id="kein-blankoscheck-fuer-die-neue-regierung">Kein Blankoscheck für die neue Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko stellte klar, dass seine frühere Ankündigung, die Regierung nicht stürzen zu wollen, keine uneingeschränkte Unterstützung bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PASTEF werde kein Misstrauensvotum einsetzen, um persönliche Rechnungen zu begleichen oder die Arbeit der Exekutive aus politischen Gründen zu behindern. Die neue Regierung unter Premierminister Ahmadou Al Aminou Lo müsse zunächst Gelegenheit erhalten, ihre Arbeit aufzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt keinen Blankoscheck für den Präsidenten der Republik oder die Regierung“, sagte Sonko. Sollten Umstände ein Misstrauensvotum erforderlich machen, werde die Nationalversammlung nicht davor zurückschrecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeit besitzt politisches Gewicht, weil PASTEF über eine breite Mehrheit im Parlament verfügt. Ein Konflikt zwischen Partei, Nationalversammlung und Regierung könnte damit unmittelbar die Handlungsfähigkeit der Exekutive berühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko betonte zugleich, die wirtschaftliche und politische Lage verlange Zurückhaltung. Die parlamentarische Kontrolle dürfe nicht zu einem Instrument persönlicher Vergeltung werden.</p>



<h2 id="h-kommunalwahlen-sollen-im-januar-2027-stattfinden" class="wp-block-heading"><span id="kommunalwahlen-sollen-im-januar-2027-stattfinden">Kommunalwahlen sollen im Januar 2027 stattfinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Einer möglichen Verschiebung der Kommunalwahlen erteilte Sonko eine klare Absage. Die Abstimmungen sind für Januar 2027 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Wahlen können nicht verschoben werden. Es gibt keinen gültigen Grund für eine Verschiebung“, sagte der Präsident der Nationalversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Staatschef müsse die gesetzlich vorgesehenen Schritte rechtzeitig einleiten. Dazu gehören ein Dekret zur Festlegung des Wahltermins und die spätere Einberufung der Wählerschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Sonkos Darstellung läuft die Frist für das entsprechende Dekret Mitte Juli ab. Er gehe davon aus, dass Faye seine gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen werde. Unabhängig von möglichen politischen Manövern müssten die Wahlen zum vorgesehenen Zeitpunkt stattfinden.</p>



<h2 id="h-position-zur-schuldenrestrukturierung-wird-beweglicher" class="wp-block-heading"><span id="position-zur-schuldenrestrukturierung-wird-beweglicher">Position zur Schuldenrestrukturierung wird beweglicher</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schuldenpolitik ließ Sonko eine vorsichtigere Haltung erkennen als während seiner Amtszeit als Premierminister. Er sei nicht grundsätzlich auf eine unveränderliche Position festgelegt. Entscheidend seien die Bedingungen einer möglichen Lösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine von ihm als „wilde Restrukturierung“ bezeichnete Neuordnung der Schulden lehnt er weiterhin ab. Während seiner Regierungszeit hätten die Voraussetzungen dafür nicht vorgelegen, weil Senegal seine Zahlungsverpflichtungen noch erfüllt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen hätten sich die wirtschaftlichen Belastungen jedoch verschärft. Neben der Schuldenkrise verwies Sonko auf zusätzliche Spannungen infolge der Krise in der Golfregion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds könne notwendig sein. Sonko kritisierte jedoch, dass der Fonds Senegal bislang nicht ausreichend bei der Bewältigung der Lage unterstützt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte eine Schuldenlösung den angekündigten strukturellen Umbau Senegals kurzfristigen Finanzkennzahlen unterordnen, werde er sie nicht akzeptieren. In einem solchen Fall werde die Nationalversammlung ihre Befugnisse nutzen, um die Entscheidung abzulehnen.</p>



<h2 id="h-sonko-fordert-prufung-eines-schuldenerlasses" class="wp-block-heading"><span id="sonko-fordert-pruefung-eines-schuldenerlasses">Sonko fordert Prüfung eines Schuldenerlasses</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der frühere Premierminister sprach sich zugleich dafür aus, die Streichung eines Teils der Verbindlichkeiten zu prüfen. Teile der unter der vorherigen Regierung aufgenommenen Schulden bezeichnete er als „illegitim“ beziehungsweise „odios“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" type="post" id="27696">Für einen solchen Schritt sei politischer Mut notwendig. </a>Die heutige Exekutive müsse darüber mit den Gläubigern verhandeln und ihre Verantwortung übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko erklärte, während seiner Zeit als Premierminister nicht über alle notwendigen Entscheidungsbefugnisse verfügt zu haben. Die Position zur Schuldenverwaltung sei bis zum letzten Gespräch mit Faye grundsätzlich abgestimmt gewesen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1079" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1079px-Bassirou_Diomaye_Faye_-_2024_03.jpg" alt="Diomaye Faye" class="wp-image-10584 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Senegal verhandelt nach der nachträglichen Offenlegung erheblich höherer Staatsschulden über ein neues Programm mit dem Internationalen Währungsfonds. Die Auseinandersetzung über Restrukturierung, Schuldenerlass und staatliche Reformen gehört zu den zentralen Konfliktfeldern zwischen Sonko und der neuen Regierung.</p>
</div></div>



<h2 id="h-lgbtq-rechte-und-gesellschaftliche-debatten" class="wp-block-heading"><span id="lgbtq-rechte-und-gesellschaftliche-debatten">LGBTQ-Rechte und gesellschaftliche Debatten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zur Frage von LGBTQ-Rechten äußerte sich Sonko im Interview und bekräftigte seine bekannte Position. <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-parlament-verdoppelt-strafen-gegen-gleichgeschlechtliche-beziehungen/" type="post" id="25623">Senegal werde nach seiner Auffassung keine Legalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen oder eine Ausweitung entsprechender Rechte nach westlichem Vorbild vornehmen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko erklärte, die gesellschaftlichen und religiösen Werte des Landes müssten respektiert werden. Er kritisierte internationalen Druck auf afrikanische Staaten in Fragen der Sexualpolitik und betonte, dass Senegal seine Entscheidungen souverän treffen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Haltung entspricht der bisherigen Linie von PASTEF und spiegelt die mehrheitlich konservativen Einstellungen in der senegalesischen Gesellschaft wider. Menschenrechtsorganisationen kritisieren dagegen seit Jahren die strafrechtliche Verfolgung homosexueller Handlungen im Land.</p>



<h2 id="h-fussball-egal-wie-es-ausgeht-afrika-wird-afrika-schlagen" class="wp-block-heading"><span id="fussball-egal-wie-es-ausgeht-afrika-wird-afrika-schlagen">Fußball: „Egal wie es ausgeht, Afrika wird Afrika schlagen“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch auf den Fußball kam Sonko im Interview zu sprechen. Auf die Frage, wer ein mögliches Duell zwischen Frankreich und Senegal gewinnen würde, antwortete er mit einem Satz, der für Aufmerksamkeit sorgte: „Egal wie es ausgeht, Afrika wird Afrika schlagen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit spielte Sonko auf die zahlreichen Spieler afrikanischer Herkunft an, die für die französische Nationalmannschaft auflaufen. Unabhängig vom Ergebnis eines solchen Spiels würden nach seiner Auffassung afrikanische Talente auf beiden Seiten des Platzes stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bemerkung war weniger als sportliche Prognose gedacht als vielmehr als Hinweis auf den Einfluss afrikanischer Spieler im internationalen Fußball. Viele der erfolgreichsten Nationalmannschaften Europas profitierten von Athleten mit familiären Wurzeln auf dem afrikanischen Kontinent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko nutzte das Beispiel, um die Bedeutung afrikanischer Talente hervorzuheben und deren Beitrag zum weltweiten Fußball zu unterstreichen.</p>



<h2 id="h-prasidentschaftskandidatur-fur-2029-bleibt-offen" class="wp-block-heading"><span id="praesidentschaftskandidatur-fuer-2029-bleibt-offen">Präsidentschaftskandidatur für 2029 bleibt offen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/senegals-premierminister-ousmane-sonko-bekraeftigt-kandidatur-fuer-praesidentschaftswahl-2029/" type="post" id="22994">Zu einer möglichen Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2029 äußerte sich Sonko zurückhaltend. </a>Eine Entscheidung sei zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PASTEF werde seinen Kandidaten nach den parteiinternen Verfahren bestimmen. Sonko wollte sich auch nicht dazu äußern, ob Faye eine zweite Amtszeit anstreben werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Er hat seinen Weg, und ich habe meinen“, sagte Sonko über den Präsidenten. Seine unmittelbare Aufgabe liege nun an der Spitze der Nationalversammlung.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmachtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen%2F&action_name=Machtkampf%20in%20Senegal%3A%20Sonko%20warnt%20Faye%20und%20h%C3%A4lt%20Misstrauensvotum%20offen&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/machtkampf-in-senegal-sonko-warnt-faye-und-haelt-misstrauensvotum-offen/">Machtkampf in Senegal: Sonko warnt Faye und hält Misstrauensvotum offen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Machtkampf in Senegal: Sonko warnt Faye und hält Misstrauensvotum offen</media:title>
			<media:description type="html">Ousmane Sonko schließt einen Bruch mit Präsident Bassirou Diomaye Faye aus. Ein Misstrauensvotum gegen Senegals Regierung hält er dennoch für möglich.</media:description>
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			<media:title type="html">Diomaye Faye</media:title>
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		<item>
		<title>Nach Steuerstreit fordert Madagaskars Gen Z die Auflösung des Parlaments</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-steuerstreit-fordert-madagaskars-gen-z-die-aufloesung-des-parlaments/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 00:15:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Erst beschlossen, dann ausgesetzt und nun auch vom Parlamentspräsidenten infrage gestellt: Der Streit um Madagaskars Fahrzeugsteuer verschärft die institutionelle Krise. Gen Z fordert erneut die Auflösung der Nationalversammlung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-steuerstreit-fordert-madagaskars-gen-z-die-aufloesung-des-parlaments%2F&amp;action_name=Nach%20Steuerstreit%20fordert%20Madagaskars%20Gen%20Z%20die%20Aufl%C3%B6sung%20des%20Parlaments&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-steuerstreit-fordert-madagaskars-gen-z-die-aufloesung-des-parlaments/">Nach Steuerstreit fordert Madagaskars Gen Z die Auflösung des Parlaments</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Jugendbewegung Gen Z Madagaskar fordert nach dem Streit über eine neue Kraftfahrzeugsteuer erneut die Auflösung der madagassischen Nationalversammlung. Die Erklärung wurde am Samstag, 13. Juni 2026, über soziale Netzwerke verbreitet. Das Bündnis macht die Abgeordnetenkammer für die Einführung der inzwischen ausgesetzten Steuer mitverantwortlich und spricht ihr die politische Legitimität ab. Zugleich kündigt die Bewegung an, vor dem Nationalfeiertag auf größere Straßenaktionen zu verzichten, ohne ihre Forderungen zurückzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser der neuen Auseinandersetzung ist die Taxe sur les véhicules à moteur, kurz TVM. Die Abgabe war im November 2025 mit dem Staatshaushalt für 2026 von der Nationalversammlung beschlossen worden. Nach massiver Kritik setzte das Wirtschafts- und Finanzministerium ihre Umsetzung zunächst aus.</p>



<h2 id="h-fahrzeugsteuer-lost-breite-kritik-aus" class="wp-block-heading"><span id="fahrzeugsteuer-loest-breite-kritik-aus">Fahrzeugsteuer löst breite Kritik aus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generaldirektion für Steuern hatte die TVM am 9. Juni öffentlich angekündigt. Besitzer bereits zugelassener Fahrzeuge sollten die jährliche Abgabe ursprünglich bis zum 15. Juli entrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betroffen wären nicht nur private Autos und Motorräder gewesen. Die Steuer sollte auch für Nutzfahrzeuge, motorisierte Boote und Flugzeuge gelten. Ihre Zahlung war zudem mit mehreren Verwaltungsverfahren verbunden, darunter Versicherungen, Halterwechsel, technische Kontrollen und bestimmte Betriebsgenehmigungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörden begründeten die neue Abgabe mit höheren Staatseinnahmen und einer verbesserten Erfassung der Fahrzeuge. In sozialen Netzwerken stieß die Regelung jedoch rasch auf Widerstand. Kritiker verwiesen auf steigende Lebenshaltungskosten, sinkende Kaufkraft und die bereits bestehenden finanziellen Belastungen vieler Haushalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gen Z Madagasikara forderte eine grundsätzliche Überprüfung der Abgaben, die Fahrzeughaltern auferlegt werden. Einzelne Vertreter der Bewegung stellten auch die verpflichtende Versicherung zur Diskussion, falls die Fahrzeugsteuer beibehalten werden sollte.</p>



<h2 id="h-parlamentsprasident-fordert-rucknahme-einer-beschlossenen-steuer" class="wp-block-heading"><span id="parlamentspraesident-fordert-ruecknahme-einer-beschlossenen-steuer">Parlamentspräsident fordert Rücknahme einer beschlossenen Steuer</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-28149 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HG6mvnSasAECjFu.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach der wachsenden Kritik änderte auch die Führung der Nationalversammlung ihre Position. Parlamentspräsident Siteny Randrianasoloniako sprach sich dafür aus, die Bestimmungen zur TVM aus dem Nachtragshaushalt zu streichen, der derzeit in Tsimbazaza beraten wird.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gen Z Madagasikara wertet diesen Kurswechsel als Ausdruck institutioneller Widersprüche. Die Nationalversammlung habe die Steuer zunächst mit dem Haushalt beschlossen und fordere nun selbst ihre Abschaffung, nachdem die öffentliche Ablehnung deutlich geworden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/putsch-in-madagaskar-praesident-rajoelina-flieht-per-franzoesischem-militaerflugzeug/" type="post" id="20781">Die Bewegung sieht darin ein Zeichen mangelnder Vorbereitung und fehlender politischer Verantwortung.</a> Aus ihrer Sicht hat die Abgeordnetenkammer eine Maßnahme angenommen, ohne deren Folgen für Bürger und Wirtschaft ausreichend zu berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suspendierung der Steuer durch das Finanzministerium beendet den politischen Streit daher nicht. Gen Z Madagasikara richtet seine Kritik inzwischen nicht mehr allein gegen die Abgabe, sondern gegen die Funktionsweise der Nationalversammlung insgesamt.</p>



<h2 id="h-bewegung-spricht-abgeordneten-legitimitat-ab" class="wp-block-heading"><span id="bewegung-spricht-abgeordneten-legitimitaet-ab">Bewegung spricht Abgeordneten Legitimität ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Erklärung wirft die Jugendbewegung den Abgeordneten vor, sich von den Lebensbedingungen der Bevölkerung entfernt zu haben. Die Nationalversammlung könne die Erwartungen und Interessen der Bürger nicht mehr glaubwürdig vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Streit um die TVM ist dabei Teil einer umfassenderen Kritik. Gen Z verweist auf wiederholte Kurswechsel, öffentliche Auseinandersetzungen und aus ihrer Sicht widersprüchliche Entscheidungen innerhalb des Parlaments.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung fordert bereits seit mehreren Monaten die Auflösung der Nationalversammlung. Darüber hinaus richtet sich ihre Kritik gegen den Hohen Verfassungsgerichtshof und die unabhängige nationale Wahlkommission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gen Z Madagaskar hatte bei den Protesten des Jahres 2025 eine sichtbare Rolle gespielt. Inzwischen versucht das Bündnis, den öffentlichen Unmut über einzelne politische Entscheidungen in einen dauerhaften institutionellen Reformdruck zu überführen.</p>



<h2 id="h-konflikte-belasten-die-nationalversammlung" class="wp-block-heading"><span id="konflikte-belasten-die-nationalversammlung">Konflikte belasten die Nationalversammlung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Forderung fällt in eine Phase zunehmender Spannungen innerhalb der Abgeordnetenkammer. Das Verhältnis zwischen Parlamentspräsident Randrianasoloniako und Oppositionsführer Milavonjy Philobert gilt als stark belastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer <a href="https://madagascar-tribune.com/Les-tensions-se-multiplient-nouvel-echange-muscle-entre-Siteny.html">Sitzung</a> in Tsimbazaza kam es zuletzt zu einem scharfen Wortwechsel. Randrianasoloniako äußerte ironisch den Wunsch, Philobert möge „für immer“ Oppositionsführer bleiben, während die Mehrheit ebenfalls „für immer“ regieren werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Philobert wies die Äußerung anschließend zurück. Seine politische Zukunft werde nicht vom Präsidenten der Nationalversammlung bestimmt, erklärte der Abgeordnete aus Ambovombe Androy.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Konflikte betreffen die Aufhebung parlamentarischer Immunität, die Inhaftierung von Abgeordneten und das Ausscheiden von fünf Mandatsträgern, die dem früheren Regierungslager zugerechnet werden. Vertreter der Zivilgesellschaft führen diese Vorgänge als Belege für einen Glaubwürdigkeitsverlust des Parlaments an.</p>



<h2 id="h-gen-z-setzt-vorerst-auf-politischen-druck" class="wp-block-heading"><span id="gen-z-setzt-vorerst-auf-politischen-druck">Gen Z setzt vorerst auf politischen Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegung kündigte an, ihre Forderung nach der Auflösung der Nationalversammlung weiterzuverfolgen. Der politische Druck soll nach ihrer Darstellung kontinuierlich über öffentliche Erklärungen und organisierte Kampagnen aufrechterhalten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem madagassischen Nationalfeiertag will Gen Z jedoch eine Verschärfung der Sicherheitslage vermeiden. Das Bündnis erklärt, vorerst auf Aktionen zu verzichten, die zu Zusammenstößen oder Störungen der öffentlichen Ordnung führen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zurückhaltung bezieht sich nach Angaben der Bewegung ausschließlich auf die Form des Protests. An der Forderung nach einem Ende der laufenden Legislaturperiode hält Gen Z Madagasikara fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachtragshaushalt wird derzeit im Parlament beraten. Parlamentspräsident Randrianasoloniako verlangt, die Regelungen zur TVM daraus zu entfernen, nachdem die Abgabe bereits Bestandteil des im November 2025 verabschiedeten Haushaltsgesetzes für 2026 geworden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Nach Niederlage bei UN-Wahl streitet Bundestag über Deutschlands Glaubwürdigkeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 11:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschlands Niederlage bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat beschäftigt den Bundestag. Neben der AfD kritisieren auch SPD, Grüne und Linke Defizite bei Glaubwürdigkeit und Völkerrecht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit%2F&amp;action_name=Nach%20Niederlage%20bei%20UN-Wahl%20streitet%20Bundestag%20%C3%BCber%20Deutschlands%20Glaubw%C3%BCrdigkeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/nach-niederlage-bei-un-wahl-streitet-bundestag-ueber-deutschlands-glaubwuerdigkeit/">Nach Niederlage bei UN-Wahl streitet Bundestag über Deutschlands Glaubwürdigkeit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die gescheiterte deutsche Kandidatur für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat im Bundestag einen Streit über Deutschlands außenpolitische Glaubwürdigkeit ausgelöst. Die Aussprache fand am Mittwoch, 10. Juni 2026, statt. Während die AfD der Bundesregierung ein umfassendes außenpolitisches Versagen vorwarf, kritisierten auch Grüne, Linke und Teile der SPD den deutschen Umgang mit dem Völkerrecht. Vertreter von CDU und CSU bezeichneten das Wahlergebnis als schwere Enttäuschung, wiesen aber Forderungen nach einem Rückzug aus den Vereinten Nationen zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktuelle Stunde war von der AfD-Fraktion beantragt worden. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" type="post" id="27897">Anlass war die Niederlage Deutschlands bei der Wahl um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. </a>Deutschland konnte sich in der Generalversammlung nicht gegen Portugal und Österreich durchsetzen.</p>



<h2 id="h-auswartiges-amt-raumt-strategische-fehler-ein" class="wp-block-heading"><span id="auswaertiges-amt-raeumt-strategische-fehler-ein">Auswärtiges Amt räumt strategische Fehler ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Florian Hahn, Staatsminister im Auswärtigen Amt, sprach von einer „herben Enttäuschung“. Das Ergebnis sei jedoch kein „Weltuntergang“ und dürfe nicht dazu führen, das deutsche Engagement innerhalb der Vereinten Nationen zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-wackelt-stimmen-aus-afrika-werden-entscheidend/" type="post" id="27727">Hahn räumte zugleich Probleme bei der Aufstellung der Kandidatur ein.</a> Viele Mitgliedstaaten hätten nicht verstanden, weshalb Deutschland gegen die engen europäischen Partner Portugal und Österreich angetreten und zudem vergleichsweise spät in das Rennen eingestiegen sei.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1024x712.jpg" alt="" class="wp-image-28116 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1024x712.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1536x1068.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-800x556.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2-1160x806.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/5001729-2.jpg 2020w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-nennt-un-niederlage-herbe-enttaeuschung-und-wirbt-fuer-mehr-deutsche-praesenz-in-internationalen-organisationen/" type="post" id="28058">Deutschland habe sich in zentralen internationalen Konflikten deutlicher positioniert als seine beiden Mitbewerber. </a>Hahn verwies dabei auf die Unterstützung der Ukraine und das deutsche Bekenntnis zur Sicherheit Israels. Diese Positionen seien nicht überall auf Zustimmung gestoßen. Es gebe jedoch keinen Anlass, sich deshalb außenpolitisch zu „verbiegen“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der CDU-Abgeordnete Markus Koob argumentierte ähnlich. Das Wahlergebnis sei kein grundsätzliches Urteil über Deutschlands internationales Engagement.</p>



<h2 id="h-spd-fordert-klarere-haltung-gegenuber-partnern" class="wp-block-heading"><span id="spd-fordert-klarere-haltung-gegenueber-partnern">SPD fordert klarere Haltung gegenüber Partnern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte offenbarte zugleich unterschiedliche Bewertungen innerhalb der Regierungskoalition. Die SPD-Abgeordnete Derya Türk-Nachbaur kündigte an, Deutschland werde sich nach der Niederlage nicht „in die Schmollecke“ zurückziehen. Das Land müsse sein internationales Engagement verlässlich fortsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Aufarbeitung gehöre jedoch auch eine selbstkritische Prüfung der deutschen Positionen. „Dort, wo mehr Klarheit gefordert gewesen wäre, waren wir manchmal nicht klar genug“, sagte Türk-Nachbaur. Das Völkerrecht dürfe nicht relativiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer international gehört werden wolle, müsse unbequeme Wahrheiten auch gegenüber starken und engen Partnern aussprechen. Damit griff die SPD-Abgeordnete eine Kritik auf, die während der Aussprache vor allem von Grünen und Linken erhoben wurde.</p>



<h2 id="h-grune-kritisieren-selektiven-umgang-mit-volkerrecht" class="wp-block-heading"><span id="gruene-kritisieren-selektiven-umgang-mit-voelkerrecht">Grüne kritisieren selektiven Umgang mit Völkerrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Agnieszka Brugger von Bündnis 90/Die Grünen bezeichnete die Entscheidung, gleichzeitig gegen Österreich und Portugal anzutreten, als nicht besonders klug. Die Kandidatur habe jedoch nicht allein unter strategischen Fehlern gelitten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland sei nicht glaubwürdig aufgetreten, wenn es das Völkerrecht nur dann anspreche, „wenn es bequem ist“. Eine regelbasierte internationale Ordnung könne nur verteidigt werden, wenn rechtliche Maßstäbe konsequent und unabhängig vom jeweiligen Partner angewendet würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe/">Brugger kritisierte außerdem Kürzungen im Bundeshaushalt, die internationale Partnerschaften schwächten. </a>In einer zunehmend konfliktreichen Welt brauche Deutschland ein breites Netz verlässlicher Partner. „Aber dafür muss man selbst ein verlässlicher Freund sein, wenn andere uns brauchen“, sagte die Grünen-Politikerin.</p>



<h2 id="h-linke-sieht-doppelstandards-gegenuber-israel-und-usa" class="wp-block-heading"><span id="linke-sieht-doppelstandards-gegenueber-israel-und-usa">Linke sieht Doppelstandards gegenüber Israel und USA</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linken-Abgeordnete Lea Reisner wertete das Wahlergebnis als direkte Reaktion auf die deutsche Außenpolitik. „Die Welt hat sich Deutschland angeschaut und Nein gesagt“, erklärte sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reisner warf der Bundesregierung Doppelstandards bei der Anwendung des Völkerrechts vor. Sie verwies ausdrücklich auf den deutschen Umgang mit Israel und den Vereinigten Staaten. „Völkerrecht gilt entweder universell, oder es ist nichts wert“, sagte die Abgeordnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland nutze seine politische und wirtschaftliche Macht aus Sicht vieler Staaten nicht im Interesse der internationalen Gemeinschaft. Reisner verband diese Kritik zudem mit der deutschen Aufrüstungs- und Sicherheitspolitik.</p>



<h2 id="h-afd-spricht-von-aussenpolitischem-versagen" class="wp-block-heading"><span id="afd-spricht-von-aussenpolitischem-versagen">AfD spricht von außenpolitischem Versagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Markus Frohnmaier von der AfD erklärte, Deutschland sei international „durchgefallen“ und von den vermeintlichen „neuen Großmächten Portugal und Österreich“ verdrängt worden. Die Bundesrepublik spiele außenpolitisch allenfalls noch in der „Kreisliga“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ursache nannte Frohnmaier unter anderem eine aus seiner Sicht zu einseitige Unterstützung der Ukraine. Diese Politik stoße international nicht überall auf Zustimmung. Obwohl Deutschland zu den größten Geldgebern der Vereinten Nationen gehöre, werde es nicht mehr als „ehrlicher Makler“ wahrgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesrepublik sei vielmehr „nur noch ein offener Tresor für den Rest der Welt“, sagte Frohnmaier. Aus dem Umfang der deutschen Beiträge entstehe kein entsprechender politischer Einfluss. Union und SPD widersprachen dieser Darstellung und lehnten eine Kürzung des deutschen UN-Engagements ab.</p>



<h2 id="h-streit-uber-deutschlands-internationale-rolle" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-deutschlands-internationale-rolle">Streit über Deutschlands internationale Rolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussprache verlagerte sich damit von der Organisation der Kandidatur auf grundsätzliche Fragen der deutschen Außenpolitik. <a href="https://fokus-afrika.de/wadephul-kaempft-in-new-york-um-rueckkehr-in-den-un-sicherheitsrat/">Union und Auswärtiges Amt führten das Scheitern vor allem auf die Konkurrenz mit zwei engen europäischen Partnern, den späten Einstieg und klarere deutsche Positionierungen zurück.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">SPD, Grüne und Linke stellten dagegen die Glaubwürdigkeit Deutschlands bei der Verteidigung des Völkerrechts in den Vordergrund. Besonders der Umgang mit engen Partnern und die unterschiedliche Bewertung internationaler Konflikte prägten die Kritik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hatte bereits mehrfach einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat inne. Das Gremium trägt innerhalb der Vereinten Nationen die Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit.</p>
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			<media:description type="html">Florian Hahn, CDU/CSU, MdB, spricht zu TOP 25 (Bundeswehr) im Plenum des Deutschen Bundestages.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag verschärft Regeln für Vaterschaften nach Fall „Mr. Cash Money“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-verschaerft-regeln-fuer-vaterschaften-nach-fall-mr-cash-money/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 11:17:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Bundestag verschärft die Regeln gegen Scheinvaterschaften: Bei einem aufenthaltsrechtlichen Gefälle müssen Ausländerbehörden künftig zustimmen. Grüne und Linke warnen vor einem Generalverdacht gegen binationale Familien.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-verschaerft-regeln-fuer-vaterschaften-nach-fall-mr-cash-money%2F&amp;action_name=Bundestag%20versch%C3%A4rft%20Regeln%20f%C3%BCr%20Vaterschaften%20nach%20Fall%20%E2%80%9EMr.%20Cash%20Money%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat die Regeln für Vaterschaftsanerkennungen verschärft, wenn dadurch die deutsche Staatsangehörigkeit oder ein Aufenthaltsrecht erlangt werden könnte. Die Entscheidung fiel am Freitag, 12. Juni 2026. CDU/CSU und SPD stimmten für den Gesetzentwurf der Bundesregierung, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke dagegen, die AfD enthielt sich. Künftig müssen Ausländerbehörden in bestimmten Fällen zustimmen, bevor eine Vaterschaftsanerkennung rechtlich wirksam werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der namentlichen Abstimmung während der zweiten Beratung votierten 296 Abgeordnete für das Gesetz. 130 stimmten dagegen, 134 enthielten sich. Die Bundesregierung begründet die Verschärfung damit, dass die bisherigen Regelungen missbräuchliche Anerkennungen nicht wirksam genug verhindert hätten.</p>



<h2 id="h-zustimmung-der-auslanderbehorde-wird-pflicht" class="wp-block-heading"><span id="zustimmung-der-auslaenderbehoerde-wird-pflicht">Zustimmung der Ausländerbehörde wird Pflicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/so-viele-unerlaubte-einreisen-und-abschiebungen-zaehlt-die-bundesregierung-2025/" type="post" id="27508">Die neue Kontrolle greift bei einem sogenannten aufenthaltsrechtlichen Gefälle.</a> Gemeint sind Fälle, in denen der anerkennende Mann etwa deutscher Staatsbürger ist oder ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt, während die Mutter lediglich geduldet ist oder sich im laufenden Asylverfahren befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen Konstellationen soll die Anerkennung künftig grundsätzlich von der Zustimmung der zuständigen Ausländerbehörde abhängen. Liegt sie nicht vor, muss das Standesamt den Antrag ablehnen, den Mann als Vater in den Geburtseintrag des Kindes aufzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regelung kann damit auch deutsch-afrikanische und andere binationale Familien betreffen, wenn sich der aufenthaltsrechtliche Status der Eltern deutlich unterscheidet. Nicht die Staatsangehörigkeit allein löst das Verfahren aus, sondern die Verbindung aus Vaterschaftsanerkennung und einer möglichen Verbesserung des Aufenthaltsstatus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist auf Fälle, in denen deutsche Männer oder Männer mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht gegen Bezahlung die Vaterschaft für ein Kind anerkennen, zu dem keine biologische oder familiäre Beziehung besteht. Das Kind kann dadurch unter bestimmten Voraussetzungen die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben. Die Anerkennung kann zugleich den Aufenthaltsstatus der ausländischen Mutter begründen oder stärken.</p>



<h2 id="h-biologische-vater-und-gelebte-familien-sind-ausgenommen" class="wp-block-heading"><span id="biologische-vaeter-und-gelebte-familien-sind-ausgenommen">Biologische Väter und gelebte Familien sind ausgenommen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ist der anerkennende Mann nachweislich der biologische Vater, wird keine Zustimmung der Ausländerbehörde benötigt. Auch eine tatsächlich bestehende sozial-familiäre Beziehung zwischen Vater und Kind schließt nach dem Gesetz eine missbräuchliche Anerkennung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solche Beziehung liegt vor, wenn der Mann dauerhaft Verantwortung für das Kind übernimmt und tatsächlich an dessen Leben beteiligt ist. Können diese Verhältnisse durch Urkunden oder Registereinträge belegt werden, soll keine zusätzliche Missbrauchsprüfung erforderlich sein. Fehlen entsprechende Nachweise, kann die Ausländerbehörde die familiäre Beziehung überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im parlamentarischen Verfahren schränkten CDU/CSU und SPD den ursprünglichen Anwendungsbereich ein. Menschen mit einer Beschäftigungsduldung sollen nach Angaben der SPD nicht pauschal dem Zustimmungsvorbehalt unterliegen. Auch die Anforderungen an den Nachweis eines gemeinsamen Wohnsitzes wurden verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD-Abgeordnete Carmen Wegge erklärte, das Gesetz müsse präzise und verhältnismäßig angewendet werden. Echte Familien dürften nicht allein deshalb in aufwendige Verfahren geraten, weil ihre Lebensumstände auf dem Papier bestimmten Verdachtsmustern ähnelten.</p>



<h2 id="h-tauschung-und-falsche-angaben-werden-strafbar" class="wp-block-heading"><span id="taeuschung-und-falsche-angaben-werden-strafbar">Täuschung und falsche Angaben werden strafbar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausländerbehörde kann eine bereits erteilte Zustimmung zurücknehmen, wenn sie durch arglistige Täuschung, Drohung, Bestechung oder vorsätzlich falsche beziehungsweise unterlassene Angaben erwirkt wurde. Die Rücknahme soll nur innerhalb der verfassungsrechtlich zulässigen Grenzen erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falsche oder unvollständige Angaben, die gezielt zur Erteilung einer Zustimmung führen sollen, werden künftig strafrechtlich verfolgt. Strafbar soll auch der Gebrauch einer auf diese Weise erlangten Zustimmung im Rechtsverkehr sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Daniela Ludwig, bezeichnete missbräuchliche Vaterschaftsanerkennungen in der Bundestagsdebatte als „Schleuserei mit neuen Mitteln“. Männer würden gegen Bezahlung Kinder anerkennen, die nicht ihre eigenen seien, um anderen Personen einen dauerhaften Aufenthalt zu ermöglichen.</p>



<h2 id="h-opposition-warnt-vor-generalverdacht" class="wp-block-heading"><span id="opposition-warnt-vor-generalverdacht">Opposition warnt vor Generalverdacht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke lehnten das Gesetz ab. Beide Fraktionen befürchten, dass binationale Familien nicht erst aufgrund eines konkreten Missbrauchsverdachts, sondern bereits wegen der unterschiedlichen Aufenthaltstitel der Eltern überprüft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sprachen von einem „Sonderfamilienrecht“ für ausländische und binationale Familien. Die Ausländerbehörden erhielten damit Einfluss auf eine Entscheidung, die bislang vor allem dem Familien- und Abstammungsrecht zugeordnet sei. Die Fraktion verwies zudem auf einen offenen Brief von mehr als 50 Organisationen, die vor unverhältnismäßigen Eingriffen in das Familienleben gewarnt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte nannten Grüne und Linke unter Berufung auf Zahlen des Bundesjustizministeriums rund 73 festgestellte Missbrauchsfälle pro Jahr. Dem stünden nach ihrer Darstellung bis zu 65.000 zusätzliche Prüfverfahren gegenüber. Die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen betonten dagegen, dass biologische Väter und nachweislich gelebte Familienbeziehungen von der Zustimmungspflicht ausgenommen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die CDU/CSU erklärte, die Prüfung möglicher Missbrauchsfälle sei bei den Ausländerbehörden besser aufgehoben als bei den Standesämtern. Die Behörden verfügten über die notwendigen Informationen zum Aufenthaltsstatus und könnten gezielter zwischen tatsächlichen Familienbeziehungen und bezahlten Anerkennungen unterscheiden.</p>



<h2 id="h-fall-mr-cash-money-pragte-die-debatte" class="wp-block-heading"><span id="fall-mr-cash-money-praegte-die-debatte">Fall „Mr. Cash Money“ prägte die Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den bekanntesten Fällen, die in der politischen Diskussion über Scheinvaterschaften angeführt werden, gehört ein Mann, der sich in sozialen Medien „Mr. Cash Money“ nannte. Der deutsche Staatsbürger soll die Vaterschaft für 24 Kinder anerkannt haben, deren Mütter überwiegend aus Nigeria stammten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:26% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="168" height="300" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/images-14.jpeg" alt="" class="wp-image-28112 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bekannt wurde der Fall auch durch Auftritte in sozialen Netzwerken, in denen der offiziell mittellose Mann mit Luxusautos und Bargeld posierte. Die Anerkennungen sollen den betroffenen Kindern und Müttern den Zugang zu deutschen Aufenthaltstiteln und staatlichen Leistungen erleichtert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der AfD-Abgeordnete Stephan Brandner griff den Fall im Bundestag erneut auf. Seine Fraktion forderte ein noch umfassenderes Verfahren, bei dem die Ausländerbehörden immer beteiligt werden sollten, sobald ein Elternteil keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der AfD-Entwurf sah zudem vor, dass der anerkennende Mann die biologische Vaterschaft selbst nachweisen muss. Als möglicher Nachweis wurde eine DNA-Analyse genannt. Die übrigen Fraktionen lehnten den Gesetzentwurf ab.</p>



<h2 id="h-gesetz-enthalt-anderungen-zur-kritischen-infrastruktur" class="wp-block-heading"><span id="gesetz-enthaelt-aenderungen-zur-kritischen-infrastruktur">Gesetz enthält Änderungen zur kritischen Infrastruktur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Innenausschuss ergänzte den Gesetzentwurf kurz vor der Abstimmung um Regelungen, die nicht unmittelbar mit der Vaterschaftsanerkennung zusammenhängen. Betroffen sind das Kritis-Dachgesetz, das Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Energiewirtschaftsgesetz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kritis-Dachgesetz wird der Begriff der Anlagen unter anderem auf Software und IT-Dienste ausgeweitet. Das Gesetz regelt weiterhin vor allem die physische Widerstandsfähigkeit kritischer Einrichtungen, während die Anforderungen an deren digitale Sicherheit im BSI-Gesetz festgelegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Energiewirtschaftsgesetz korrigierte der Bundestag zudem die gerichtliche Zuständigkeit bei Streitigkeiten über Strom- und Gassperren. Entsprechende Verfahren sollen wieder vor den Amtsgerichten verhandelt werden, sodass für betroffene Haushalte kein Anwaltszwang vor einem Landgericht entsteht.</p>
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		<title>Bundestag streitet über 3 Milliarden Euro an humanitäre Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-streitet-ueber-3-milliarden-euro-an-humanitaere-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 23:19:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Geld, mehr Schutz für Helfer, weniger Politisierung: Der Bundestag debattiert über einen Grünen-Antrag zur Stärkung der humanitären Hilfe – inklusive der Forderung nach drei Milliarden Euro für humanitäre Hilfe ab 2026.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-streitet-ueber-3-milliarden-euro-an-humanitaere-hilfe%2F&amp;action_name=Bundestag%20streitet%20%C3%BCber%203%20Milliarden%20Euro%20an%20humanit%C3%A4re%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-streitet-ueber-3-milliarden-euro-an-humanitaere-hilfe/">Bundestag streitet über 3 Milliarden Euro an humanitäre Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat erstmals über einen Antrag der Grünen zur Stärkung der humanitären Hilfe beraten. Am Donnerstag wurde die Vorlage nach einer halbstündigen Aussprache an die Ausschüsse überwiesen. Federführend ist der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern mehr Geld, stärkeren Schutz für Hilfsorganisationen und eine konsequentere Verteidigung des humanitären Völkerrechts. Ihr Antrag trägt den Titel „Humanitäre Hilfe stärken, Völkerrecht verteidigen, international Verantwortung übernehmen“ und umfasst 22 Forderungen an die Bundesregierung. <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-drei-milliarden-euro-fuer-humanitaere-hilfe/" type="post" id="28070">Dazu gehört auch die Forderung, die deutsche humanitäre Hilfe im Jahr 2026 auf drei Milliarden Euro anzuheben.</a></p>



<h2 id="h-grune-sprechen-von-krise-des-hilfssystems" class="wp-block-heading"><span id="gruene-sprechen-von-krise-des-hilfssystems">Grüne sprechen von Krise des Hilfssystems</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion beschreibt eine Krise des internationalen humanitären Systems. Weltweit nähmen Kriege, bewaffnete Konflikte und klimabedingte Notlagen zu, während humanitäres Völkerrecht immer häufiger verletzt werde. Zugleich sei die Finanzierung internationaler Hilfe prekär.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Vorwurf lautet, humanitäre Hilfe werde von Staaten zunehmend nach politischen Interessen gesteuert. Die Grünen verlangen, Hilfe müsse sich am Maß der Not orientieren und unabhängig von politischen, wirtschaftlichen oder geostrategischen Interessen geleistet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boris Mijatović eröffnete die Debatte für die Grünen mit scharfer Kritik an der Bundesregierung. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-scheitert-mit-bewerbung-fuer-den-un-sicherheitsrat-merz-enttaeuscht-vom-ausgang/" type="post" id="27897">Deutschland habe die Wahl für einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verloren.</a> „Wer internationale Verantwortung beansprucht, muss sie glaubwürdig ausfüllen“, sagte Mijatović. Er warf Union und SPD vor, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zur Stärkung der humanitären Hilfe bislang nicht einzulösen.</p>



<h2 id="h-drei-milliarden-euro-fur-2026-gefordert" class="wp-block-heading"><span id="drei-milliarden-euro-fuer-2026-gefordert">Drei Milliarden Euro für 2026 gefordert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen den deutschen Beitrag zur internationalen humanitären Hilfe an einem Fair-Share-Modell ausrichten. Für 2026 nennen sie einen Betrag von drei Milliarden Euro. Damit soll Deutschland nach Vorstellung der Fraktion einen angemessenen Beitrag zur Bewältigung weltweiter Krisen leisten. Zugleich kritisieren die Grünen Kürzungen im Haushaltstitel für humanitäre Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verweist auf mehr als 60 Kriege und bewaffnete Konflikte weltweit. Nach neuer Berechnungsgrundlage sind mindestens 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nach früherer Berechnung wären es mehr als 300 Millionen Menschen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><span style="caret-color: rgb(0, 0, 0); color: rgb(0, 0, 0); font-family: -webkit-standard; white-space: normal;">Besonders betont die Fraktion den Schutz humanitärer Helferinnen und Helfer. Im Antrag wird auf Angriffe gegen Personal, blockierte Hilfslieferungen und zerstörte zivile Infrastruktur in Konflikten verwiesen. Mijatović sprach im Bundestag von mehr als 1.000 getöteten Helferinnen und Helfern in den vergangenen drei Jahren.</span></p>
</div></div>



<h2 id="h-bundesregierung-verweist-auf-reformbedarf" class="wp-block-heading"><span id="bundesregierung-verweist-auf-reformbedarf">Bundesregierung verweist auf Reformbedarf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bundesregierung sprach Lars Castellucci, Beauftragter für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Er wertete den Antrag als Unterstützung für ein System, das jede Hilfe gebrauchen könne. Zugleich verwies er auf begrenzte Haushaltsmittel und Reformbedarf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsbeauftragter-lars-castellucci-reist-in-den-ostkongo/" type="post" id="26849">Castellucci berichtete von einer Reise in die Demokratische Republik Kongo.</a> Dort sei kurz nach seinem Besuch erneut Ebola ausgebrochen. Hilfe vor Ort sei auch im deutschen Interesse, sagte er. „Wer anderen hilft, hilft eben auch ein Stück weit sich selbst.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regierungsbeauftragte betonte, Deutschland bleibe ein starkes Land und könne ein starker Partner für Staaten sein, die Unterstützung benötigen. Hilfsorganisationen hätten im Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe auf ein stabiles Spendenaufkommen in Deutschland verwiesen.</p>



<h2 id="h-koalition-setzt-auf-lokale-partner" class="wp-block-heading"><span id="koalition-setzt-auf-lokale-partner">Koalition setzt auf lokale Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Unionsfraktion betonte Jonas Geisler die internationale Verantwortung Deutschlands, verwies aber auf begrenzte Möglichkeiten. Das humanitäre System müsse reformiert werden. Als Ansatzpunkte nannte er mehr Lokalisierung, vorausschauende Hilfe und pragmatische humanitäre Diplomatie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lokale Partner seien häufig länger vor Ort, besser vernetzt und kostengünstiger als internationale Strukturen. Geisler verwies auf Nigeria, wo ein UN-Mitarbeiter ein Vielfaches einer lokalen Kraft koste. Vorausschauende Hilfe könne zudem Leid und höhere Folgekosten vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die SPD stellte humanitäre Hilfe in einen friedenspolitischen Zusammenhang. Gabriele Heinrich nannte sie einen Teil ziviler Friedensinfrastruktur. Humanitäre Hilfe müsse transparent, rechenschaftspflichtig und von den Vereinten Nationen koordiniert bleiben.</p>



<h2 id="h-streit-uber-volkerrecht-und-prioritaten" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-voelkerrecht-und-prioritaeten">Streit über Völkerrecht und Prioritäten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD lehnte den Ansatz der Grünen scharf ab und forderte eine stärkere Konzentration auf Deutschland. Rainer Rothfuß kritisierte Waffenlieferungen, Sanktionen und aus seiner Sicht bestehende Doppelstandards in der Außenpolitik. Martin Sichert sprach sich gegen höhere Ausgaben im Ausland aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke unterstützte die Grunddiagnose des Grünen-Antrags, warf der Bundesregierung aber ebenfalls Kürzungen und Doppelstandards beim Völkerrecht vor. Kathrin Frey nannte Gaza, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a>, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> als Beispiele für uneinheitliche Reaktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag liegt nun in den Ausschüssen. Neben dem Menschenrechtsausschuss werden weitere Gremien die Forderungen beraten. Im Zentrum stehen die Finanzierung humanitärer Hilfe, darunter die von den Grünen geforderte Aufstockung auf drei Milliarden Euro, der Schutz des Völkerrechts, die Rolle des Internationalen Strafgerichtshofs und die Frage, wie deutsche Hilfe unabhängiger, lokaler und vorausschauender organisiert werden kann.</p>
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			<media:title type="html">Blick in den Plenarsaal</media:title>
			<media:description type="html">Blick in den Plenarsaal</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung sieht Mauretanien als Schlüsselpartner im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 17:59:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mauretanien rückt stärker in den Fokus der deutschen Sahel-Politik: Die Bundesregierung verweist im Bundestag auf Sicherheit, Migration, Mali-Flüchtlinge und laufende Entwicklungsprojekte im Umfang von 275 Millionen Euro.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-mauretanien-als-schluesselpartner-im-sahel%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20sieht%20Mauretanien%20als%20Schl%C3%BCsselpartner%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung stuft Mauretanien als zentralen Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in der Sahel-Zone ein. Die Einschätzung fiel am Mittwoch in einer nichtöffentlichen Sitzung des Entwicklungsausschusses im Bundestag. Parlamentarischer Staatssekretär Johann Saathoff verwies auf die Rolle des Landes bei Sicherheit, Migration und der Aufnahme von Geflüchteten aus Mali.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien nimmt aus Sicht der Bundesregierung eine besondere Stellung in einer Region ein, die stark von Instabilität, Terrorismus und Fluchtbewegungen geprägt ist. Über die Europäische Union, die Nato und bilaterale Programme unterstützt Deutschland den Kapazitätsaufbau der mauretanischen Sicherheitskräfte. <a href="https://fokus-afrika.de/terror-allianz-koordiniert-angriffe-in-mali-russischer-hubschrauber-getroffen/" type="post" id="26860">Ziel ist es, ein Übergreifen von Terrorismus und Instabilität aus dem benachbarten Mali zu verhindern.</a></p>



<h2 id="h-berlin-setzt-auf-mauretanien-in-einer-instabilen-region" class="wp-block-heading"><span id="berlin-setzt-auf-mauretanien-in-einer-instabilen-region">Berlin setzt auf Mauretanien in einer instabilen Region</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Saathoff bezeichnete Mauretanien als einzigen demokratischen Staat in der Region. Das Land mit rund 5,5 Millionen Einwohnern liegt an einer geopolitisch sensiblen Schnittstelle zwischen Nordafrika, Westafrika und der Sahel-Zone. <a href="https://fokus-afrika.de/migration-wie-marokko-von-transitland-zum-zielland-wurde/" type="post" id="23409">Zugleich ist es ein wichtiges Transitland für Migranten auf der Atlantikroute in Richtung Europa.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verbindet in Mauretanien Entwicklungszusammenarbeit, Sicherheitskooperation und migrationspolitische Zusammenarbeit. Die laufenden deutschen Vorhaben haben nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung einen Umfang von 275 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwerpunkte liegen auf Frieden und gesellschaftlichem Zusammenhalt, nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung sowie dem Schutz natürlicher Lebensgrundlagen. <a href="https://maghreb-post.de/mauretanien-ein-land-ueber-welches-zu-wenig-gesprochen-wird/">Damit soll die staatliche Handlungsfähigkeit gestärkt und wirtschaftliche Perspektive vor Ort verbessert werden.</a></p>



<h2 id="h-mehr-als-310-000-gefluchtete-aus-mali" class="wp-block-heading"><span id="mehr-als-310-000-gefluechtete-aus-mali">Mehr als 310.000 Geflüchtete aus Mali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mauretanien hat mehr als 310.000 Geflüchtete aus Mali aufgenommen. Ein großer Teil von ihnen lebt im Flüchtlingslager Mbera im Südosten des Landes. <a href="https://fokus-afrika.de/mali-und-mauretanien-suchen-nach-vorwuerfen-ueber-terrorstuetzpunkte-einen-ausweg/" type="post" id="25874">Dort treffen die Folgen des Mali-Konflikts auf lokale Armut, Ernährungsunsicherheit und begrenzte staatliche Kapazitäten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt in Mbera und in den umliegenden Gemeinden gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm und dem Kinderhilfswerk Unicef die Integration der Geflüchteten. Die Hilfe soll nicht nur den Menschen aus Mali zugutekommen, sondern auch der mauretanischen Bevölkerung in den Aufnahmegemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Vertreterin des Ministeriums sprach im Ausschuss von einer Mammutaufgabe für die mauretanische Regierung. Sie nannte Registrierung und Versorgung der Geflüchteten als zentrale Herausforderungen. Zugleich solle verhindert werden, dass es zwischen Geflüchteten und lokaler Bevölkerung zu Verteilungskonflikten kommt.</p>



<h2 id="h-eu-migrationspartnerschaft-zeigt-wirkung" class="wp-block-heading"><span id="eu-migrationspartnerschaft-zeigt-wirkung">EU-Migrationspartnerschaft zeigt Wirkung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/eu-und-mauretanien-ruecken-sahel-sicherheit-ins-zentrum-ihrer-partnerschaft/" type="post" id="26821">Die Migrationspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und Mauretanien aus dem Jahr 2024 hat nach Einschätzung Saathoffs dazu geführt, dass deutlich weniger Boote von Mauretanien aus in Richtung EU starten. </a>Die Atlantikroute gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Migrationsrouten nach Europa.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland und die Europäische Union ist Mauretanien damit nicht nur ein entwicklungspolitischer Partner, sondern auch ein zentraler Akteur in der Migrationssteuerung. Die Bundesregierung sieht das Land zugleich unter Druck, weil es trotz eigener sozialer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten eine große Zahl von Schutzsuchenden aufgenommen hat.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Grünen-Abgeordnete berichtete nach einem Besuch mit der Parlamentariergruppe Magreb, das Lager Mbera sei überfüllt und umliegende Dörfer seien mit der Aufnahme der Menschen überfordert. Auch die Sorge vor einer Infiltration durch islamistischen Terrorismus sei groß. Deutsche und internationale Organisationen leisteten vor Ort wichtige Arbeit.</p>



<h2 id="h-menschenrechtsfall-bleibt-thema-in-gesprachen" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechtsfall-bleibt-thema-in-gespraechen">Menschenrechtsfall bleibt Thema in Gesprächen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion fragte nach dem Fall einer mauretanischen Studentin, die 2023 wegen angeblicher Blasphemie verhaftet wurde und von der Todesstrafe bedroht sein soll. Eine Vertreterin des Auswärtigen Amtes sagte, der Fall sei der Bundesregierung bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Botschaft und Vertreter der Europäischen Union sprächen den Fall regelmäßig in Gesprächen mit mauretanischen Regierungsvertretern an. Damit bleibt neben Sicherheits-, Entwicklungs- und Migrationsfragen auch die Menschenrechtslage Teil der bilateralen Gespräche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion erkundigte sich nach einem deutschen Projekt zur Förderung verantwortungsvoller Regierungsführung. Das Bundesentwicklungsministerium erklärte, Deutschland unterstütze Mauretanien dabei, staatliche Dienstleistungen vor allem auf kommunaler und lokaler Ebene auszubauen. Das solle Vertrauen in den Staat stärken, Terrorismus vorbeugen und die Registrierung sowie Eingliederung von Geflüchteten aus Mali erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion fragte nach künftigen Vorhaben im Bereich Ernährungssicherheit. Saathoff verwies darauf, dass die Schwerpunkte der Zusammenarbeit gemeinsam mit den Partnerländern festgelegt würden. Die nächsten Regierungskonsultationen mit Mauretanien sind für November geplant.</p>
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			<media:title type="html">Rednerbild von Johann Saathoff</media:title>
			<media:description type="html">Johann Saathoff, MdB, SPD, hält eine Rede im Deutschen Bundestag</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Grüne wollen Antidiskriminierungsgesetz auf Staat, KI und Wohnungsmarkt ausweiten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-wollen-antidiskriminierungsgesetz-auf-staat-ki-und-wohnungsmarkt-ausweiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 17:27:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=28063</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zwanzig Jahre nach Inkrafttreten des AGG wollen die Grünen den Diskriminierungsschutz deutlich ausweiten: auf staatliches Handeln, KI-Systeme, den Wohnungsmarkt und plattformbasierte Arbeit.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-wollen-antidiskriminierungsgesetz-auf-staat-ki-und-wohnungsmarkt-ausweiten%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20wollen%20Antidiskriminierungsgesetz%20auf%20Staat%2C%20KI%20und%20Wohnungsmarkt%20ausweiten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-wollen-antidiskriminierungsgesetz-auf-staat-ki-und-wohnungsmarkt-ausweiten/">Grüne wollen Antidiskriminierungsgesetz auf Staat, KI und Wohnungsmarkt ausweiten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen im Bundestag fordern eine umfassende Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und wollen den Schutz vor Diskriminierung deutlich ausbauen. Der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/063/2106337.pdf">Antrag</a> wurde am 9. Juni in den Bundestag eingebracht. Die Fraktion zielt auf neue Regeln für staatliches Handeln, künstliche Intelligenz, den Wohnungsmarkt, sexuelle Belästigung, Barrierefreiheit und die Rechte der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-diskriminierungsschutz-ausbauen/">Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ist seit 2006 der zentrale rechtliche Rahmen gegen Diskriminierung im Arbeitsleben und bei bestimmten privaten Rechtsgeschäften.</a> Die Grünen sehen zwanzig Jahre nach dem Inkrafttreten erhebliche Schutzlücken. Sie argumentieren, Deutschland verfüge im europäischen Vergleich über ein schwach ausgestaltetes Antidiskriminierungsrecht.</p>



<h2 id="h-agg-soll-schutz-auch-fur-staatliches-handeln-bieten" class="wp-block-heading"><span id="agg-soll-schutz-auch-fuer-staatliches-handeln-bieten">AGG soll Schutz auch für staatliches Handeln bieten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kernpunkt des Antrags betrifft den Staat selbst. Die Grünen wollen den Anwendungsbereich des AGG auf öffentlich-rechtliche Leistungen und Maßnahmen der Verwaltung ausweiten. Der Diskriminierungsschutz soll damit auch bei Bildung, Sozialleistungen, Gesundheitsversorgung und staatlich gesteuerten Zugangsentscheidungen greifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang ist staatliches Handeln nicht umfassend in das AGG einbezogen. Die Fraktion verweist darauf, dass Betroffene sich häufig auf verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbote oder Amtshaftungsansprüche stützen müssen. Diese Wege seien für viele Betroffene schwerer durchsetzbar, weil sie regelmäßig die Beweislast tragen und ein Verschulden nachweisen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen formulieren den Anspruch, dass die Maßstäbe, die der Staat privaten Akteuren vorgibt, auch für sein eigenes Handeln gelten sollen. Damit würde das AGG stärker in Bereiche hineinreichen, die für den Alltag vieler Menschen zentral sind.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-ruckt-ins-antidiskriminierungsrecht" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-rueckt-ins-antidiskriminierungsrecht">Künstliche Intelligenz rückt ins Antidiskriminierungsrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag greift auch den Einsatz automatisierter und KI-gestützter Entscheidungssysteme auf. Die Grünen wollen ausdrücklich klarstellen, dass das Benachteiligungsverbot des AGG auch für automatisierte und teilautomatisierte Entscheidungen sowie künstliche Intelligenz gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Systeme beeinflussen zunehmend Entscheidungen über Arbeit, Wohnraum, Kredite, Versicherungen, Gesundheitsleistungen und andere Zugänge. Die Fraktion sieht darin neue Risiken für mittelbare Diskriminierung, weil Betroffene oft nicht erkennen können, welche Daten und Kriterien in eine Entscheidung eingeflossen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb sollen Prüf-, Dokumentations- und Transparenzpflichten im Gesetz verankert werden. Betroffene sowie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und qualifizierte Verbände sollen verständliche Auskunft über den Einsatz solcher Systeme, die wesentlichen Datengrundlagen, die entscheidenden Faktoren und mögliche Diskriminierungsrisiken erhalten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes soll zudem als zuständige Behörde im Sinne der europäischen KI-Verordnung benannt werden. Damit würde sie eine größere Rolle beim Schutz vor diskriminierenden Auswirkungen algorithmischer Systeme erhalten.</p>



<h2 id="h-verbande-sollen-klagen-konnen" class="wp-block-heading"><span id="verbaende-sollen-klagen-koennen">Verbände sollen klagen können</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zur besseren Rechtsdurchsetzung fordern die Grünen ein Verbandsklagerecht im Antidiskriminierungsrecht. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Antidiskriminierungsverbände sollen unabhängig von eigenen Rechten gerichtlich feststellen lassen können, ob gegen das Benachteiligungsverbot verstoßen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das soll vor allem Fälle von allgemeiner Bedeutung und viele gleichgelagerte Fälle erfassen. Auch Betriebsräte und Gewerkschaften sollen zu den qualifizierten Stellen zählen. Die Fraktion begründet dies damit, dass Diskriminierung häufig nicht nur einzelne Personen betrifft, sondern strukturell wirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sollen die Fristen für die außergerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen verlängert werden. Statt kurzer Ausschlussfristen fordert die Fraktion eine Frist von zwölf Monaten. Während innerbetrieblicher Beschwerden, Beratungs- oder Schlichtungsverfahren soll diese Frist gehemmt werden.</p>



<h2 id="h-wohnungsmarkt-und-barrierefreiheit-im-fokus" class="wp-block-heading"><span id="wohnungsmarkt-und-barrierefreiheit-im-fokus">Wohnungsmarkt und Barrierefreiheit im Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Wohnungsmarkt wollen die Grünen die bestehenden Ausnahmen im AGG einschränken. Diskriminierung soll bereits bei der Auswahl von Mietinteressentinnen und Mietinteressenten sowie in der Phase der Vertragsanbahnung ausdrücklich untersagt werden. Auch Vermittler und andere an der Wohnungsvergabe beteiligte Dritte sollen erfasst werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26795 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-380x265.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2-1160x808.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5009336-2.jpg 1274w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert außerdem ein gesetzliches Verbot diskriminierender Wohnungsanzeigen. Dafür soll ein neuer Paragraf im AGG geschaffen werden. Die bisherigen Ausnahmeregelungen im Wohnbereich sollen enger gefasst werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Barrierefreiheit privater Anbieter von Gütern und Dienstleistungen soll verbindlicher geregelt werden. Die Grünen wollen, dass angemessene Vorkehrungen einklagbar werden. Damit richtet sich der Antrag auch auf alltägliche Zugänge zu Dienstleistungen, bei denen Menschen mit Behinderungen bislang auf Hürden stoßen können.</p>



<h2 id="h-antidiskriminierungsstelle-soll-mehr-befugnisse-erhalten" class="wp-block-heading"><span id="antidiskriminierungsstelle-soll-mehr-befugnisse-erhalten">Antidiskriminierungsstelle soll mehr Befugnisse erhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes soll nach dem Willen der Grünen unabhängiger und stärker ausgestattet werden. Die Fraktion fordert Weisungsfreiheit in organisatorischen, personellen und haushaltsrechtlichen Fragen sowie eine schrittweise Annäherung der Ausstattung an den europäischen Durchschnitt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem soll die Stelle umfassende Untersuchungs- und Auskunftsrechte erhalten. Sie soll Sach- und Rechtslagen in Diskriminierungsfällen feststellen, qualifizierte Stellungnahmen abgeben, sich in Gerichtsverfahren einbringen und im öffentlichen Interesse klagen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Antidiskriminierungsstelle soll außerdem eine Schlichtungsstelle gesetzlich verankert werden. Wenn ein zulässiger Antrag und konkrete Anhaltspunkte für Diskriminierung vorliegen, soll die Gegenseite an einem Schlichtungsverfahren teilnehmen müssen.</p>



<h2 id="h-reform-beruhrt-arbeit-plattformen-und-selbststandige" class="wp-block-heading"><span id="reform-beruehrt-arbeit-plattformen-und-selbststaendige">Reform berührt Arbeit, Plattformen und Selbstständige</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag geht über klassische Beschäftigungsverhältnisse hinaus. Auch selbstständige Tätigkeiten und plattformbasierte Arbeit sollen in den Schutzbereich des AGG aufgenommen werden. Digitale Plattformen und Dienstleistende sollen Verantwortung für diskriminierungsfreie Systeme tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Schutz vor sexueller Belästigung fordert die Fraktion eine Ausweitung auf Güter und Dienstleistungen sowie auf Selbstständige, Vorstandsmitglieder, Geschäftsführende und andere Organmitglieder. Diskriminierende Kündigungen sollen ebenfalls in den Schutzbereich des AGG einbezogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen zudem klarstellen, dass das Merkmal Geschlecht auch nicht binäre, transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Menschen umfasst. Der Katalog der Diskriminierungsmerkmale soll geprüft und möglicherweise offener gestaltet werden, um neue Formen der Benachteiligung besser erfassen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verbindet rechtliche Fragen mit wirtschaftlichen Folgen. Die Fraktion bezeichnet wirksamen Diskriminierungsschutz als Standortfaktor im Wettbewerb um internationale Fachkräfte. Damit berührt die Reformdebatte auch die Frage, wie Deutschland Menschen mit internationaler Biografie Zugang zu Arbeit, Wohnung, Bildung und Teilhabe ermöglicht.</p>
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			<media:title type="html">Abendsonne im Bundestag</media:title>
			<media:description type="html">Die tief stehende Sonne beleuchtet den Plenarsaal. Blick auf den Bundestagsadler. Blick ins Plenum.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestagsanhörung warnt vor Desinformation als Angriff auf Demokratien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestagsanhoerung-warnt-vor-desinformation-als-angriff-auf-demokratien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 16:57:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Russische Desinformation, KI-generierte Inhalte und die Macht großer Plattformen standen im Zentrum einer Bundestagsanhörung. Sachverständige warnen vor gezielten Kampagnen autoritärer Staaten gegen Demokratie und Menschenrechte.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestagsanhoerung-warnt-vor-desinformation-als-angriff-auf-demokratien%2F&amp;action_name=Bundestagsanh%C3%B6rung%20warnt%20vor%20Desinformation%20als%20Angriff%20auf%20Demokratien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Sachverständige im Bundestag warnen vor Desinformation durch autoritäre Staaten als Angriff auf Demokratie und Menschenrechte. Die öffentliche Anhörung fand am Mittwoch im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe statt. Im Zentrum standen russische Einflusskampagnen, künstliche Intelligenz, Medienkompetenz und die Regulierung großer Plattformen. Die Einschätzungen reichten von der Forderung nach stärkerer Bildung bis zu einer konsequenteren Anwendung des Digital Services Act der Europäischen Union.</p>



<h2 id="h-russland-im-fokus-der-anhorung" class="wp-block-heading"><span id="russland-im-fokus-der-anhoerung">Russland im Fokus der Anhörung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Journalistin Gesine Dornblüth bezeichnete russische Desinformation als „Sicherheitsrisiko“. Sie sei ein zentraler Bestandteil des russischen hybriden Krieges gegen demokratische und offene Gesellschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dornblüth verwies darauf, dass der Kreml seine Desinformation weiter ausbaue. Für 2026 sehe der russische Haushalt umgerechnet 1,5 Milliarden Euro für Propagandamedien vor. Inhaltlich zielten die Kampagnen vor allem darauf, Stimmung gegen die Ukraine und ihre Unterstützer zu machen und Zweifel an den Sanktionen gegen Russland zu verbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gegenmittel nannte Dornblüth eine stärkere Medienpädagogik in Schulen und in der Erwachsenenbildung. Menschen, die Funktionsweisen russischer Kampagnen erkennen und mit solchen Angriffen rechnen, seien weniger anfällig.</p>



<h2 id="h-vernetztes-system-aus-medien-trollen-und-ki" class="wp-block-heading"><span id="vernetztes-system-aus-medien-trollen-und-ki">Vernetztes System aus Medien, Trollen und KI</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ferdinand Alexander Gehringer von der Konrad-Adenauer-Stiftung sah Russland bei Desinformation „an vorderster Front“. Er bezeichnete das Land als größte Bedrohung für Deutschland in diesem Bereich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russische Kampagnen kombinierten „staatliche Medien, Geheimdienststrukturen, Troll-Netzwerke und KI-generierte Inhalte zu einem hochgradig vernetzten Ökosystem“, sagte Gehringer. <a href="https://fokus-afrika.de/bnd-bestaetigt-russische-desinformation-gegen-entwicklungspolitik/" type="post" id="27574">Das Ziel bestehe darin, gesellschaftliche Spaltung zu vertiefen, Vertrauen in demokratische Prozesse zu untergraben und die Handlungsfähigkeit westlicher Staaten zu schwächen.</a> Betroffen sei auch die Unterstützung der Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Politik- und Kommunikationsberater Johannes Hillje beschrieb Desinformation als Strategie der Informationsmanipulation. Vertrauen solle systematisch zerstört werden. „Die Menschen sollen nicht mehr wissen, was wahr ist und was falsch ist, die gemeinsame Faktenbasis soll eliminiert werden“, sagte Hillje.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-als-verstarker" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-als-verstaerker">Künstliche Intelligenz als Verstärker</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="844" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-844x1024.png" alt="" class="wp-image-28024 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-844x1024.png 844w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-247x300.png 247w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-768x932.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-380x461.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505-800x971.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/ChatGPT_–_wie_viel_22G22_im_Erdbeere_20250505.png 960w" sizes="(max-width: 844px) 100vw, 844px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hillje warnte besonders vor manipulierten Informationsräumen durch künstliche Intelligenz. KI-Modelle könnten strategisch mit Desinformation gefüttert werden. „Im schlimmsten Fall kommt es zu der Situation, dass man eine KI befragt zur Überprüfung einer Information und die Antwort dieser KI ist eigentlich vom Urheber der Desinformation.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort forderte Hillje mehr Medienbildung mit dem Ziel der Informationskompetenz. Menschen müssten besser einschätzen können, welche Quellen belastbar sind und welche Interessen hinter bestimmten Inhalten stehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Puma Shen, Abgeordneter im taiwanesischen Parlament für die Democratic Progressive Party, verwies auf ein strukturelles Problem demokratischer Staaten. In seiner schriftlichen Stellungnahme sprach er von einem „asymmetrischen Dilemma“. Autoritäre Staaten wie China oder Russland verfügten über Ressourcen und Kanäle für Kampagnen, die keiner demokratischen Kontrolle unterlägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Shen forderte, die strukturelle Architektur ausländischer Einflussnahme zu zerschlagen und zugleich Medienkompetenz zu fördern. <a href="https://fokus-afrika.de/au-legt-ki-strategie-fest/">Bürgerinnen und Bürger sollten ermutigt werden, einfachen Internetnarrativen die Komplexität der realen Welt entgegenzusetzen und sich auf primäre und differenzierte Informationen zu konzentrieren</a></p>



<h2 id="h-streit-uber-regulierung-und-medienlandschaft" class="wp-block-heading"><span id="streit-ueber-regulierung-und-medienlandschaft">Streit über Regulierung und Medienlandschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan Liebich von der Rosa-Luxemburg-Stiftung verwies auf die Schwächung lokaler Medien in Deutschland. Das schleichende Sterben von Lokalzeitungen verschärfe die Anfälligkeit für Desinformation. Gemeinnütziger Journalismus solle unterstützt werden, durch Spendenmodelle und dort, wo das nicht ausreiche, auch durch steuerliche Förderung des Staates.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liebich sprach sich zudem für eine stärkere Regulierung sozialer Netzwerke aus. Eine Verwässerung des Digital Services Act der Europäischen Union lehnte er ab. Mit Blick auf die Eigentümer großer Plattformen wie Elon Musk und Mark Zuckerberg sagte Liebich, daran werde deutlich, „was wir hier für ein Problem haben“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Digital Services Act soll große Onlineplattformen in der Europäischen Union stärker in die Verantwortung nehmen. Dabei geht es unter anderem um den Umgang mit illegalen Inhalten, Transparenzpflichten und Risiken für demokratische Prozesse.</p>



<h2 id="h-abweichende-sicht-auf-ungarn" class="wp-block-heading"><span id="abweichende-sicht-auf-ungarn">Abweichende Sicht auf Ungarn</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Perspektive brachte Jan Mainka, Chefredakteur und Herausgeber der „Budapester Zeitung“, in die Anhörung ein. Er beklagte ein „eklatantes Auseinanderklaffen“ zwischen dem Ungarnbild deutscher „Mainstreammedien“ und der Wirklichkeit vor Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mainka sagte, in Ungarn gebe es ausgeprägte Meinungsfreiheit. Medien könnten frei berichten, es gebe keine staatlichen Eingriffe in den redaktionellen Alltag und auch harte Kritik sei möglich. Als Beispiel verwies er auf Schmähungen gegen Premier Viktor Orban durch die Opposition, ohne dass dieser dagegen klage. Einen Straftatbestand der „Majestätsbeleidigung“ gebe es in Ungarn nicht.</p>



<h2 id="h-menschenrechte-im-digitalen-informationsraum" class="wp-block-heading"><span id="menschenrechte-im-digitalen-informationsraum">Menschenrechte im digitalen Informationsraum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörung verband Desinformation ausdrücklich mit Menschenrechten. Der Titel der Sitzung lautete „Desinformation durch autokratische Staaten mit dem Ziel der Schwächung von Demokratie und Bedrohung der Menschenrechte“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-kuenstliche-intelligenz-bei-wahlen-in-uganda/">Die Beiträge der Sachverständigen machten deutlich, dass Desinformation nicht allein als Kommunikationsproblem behandelt wird.</a> In der Debatte ging es um demokratische Widerstandsfähigkeit, den Schutz öffentlicher Debatten, die Rolle unabhängiger Medien und die Macht digitaler Plattformen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tansania weist EU-Druck zurück und vertieft Beziehungen zu Russland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tansania-weist-eu-druck-zurueck-und-vertieft-beziehungen-zu-russland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 12:21:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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<p>Tansania steht zwischen Brüssel und Moskau: Während EU-Ausschüsse Entwicklungsfinanzierung infrage stellen, setzt Präsidentin Samia in Russland auf Technologie, Industrie und neue Partnerschaften.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftansania-weist-eu-druck-zurueck-und-vertieft-beziehungen-zu-russland%2F&amp;action_name=Tansania%20weist%20EU-Druck%20zur%C3%BCck%20und%20vertieft%20Beziehungen%20zu%20Russland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tansania-weist-eu-druck-zurueck-und-vertieft-beziehungen-zu-russland/">Tansania weist EU-Druck zurück und vertieft Beziehungen zu Russland</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Tansania hat eine Ausschussabstimmung im Europäischen Parlament über Entwicklungsfinanzierung zurückgewiesen und gleichzeitig seine Zusammenarbeit mit Russland deutlich ausgeweitet. Während Ausschüsse des Europäischen Parlaments Einwände gegen ein EU-Programm im Umfang von rund 156 Millionen Euro erhoben, traf Präsidentin Samia Suluhu Hassan in Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die beiden Entwicklungen zeigen, wie Dar es Salaam außenpolitisch zwischen Brüssel und Moskau eigene Spielräume nutzt.</p>



<h2 id="h-eu-ausschusse-stellen-entwicklungsfinanzierung-infrage" class="wp-block-heading"><span id="eu-ausschuesse-stellen-entwicklungsfinanzierung-infrage">EU-Ausschüsse stellen Entwicklungsfinanzierung infrage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüsse für Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklung des Europäischen Parlaments stimmten mit 81 Stimmen bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen für einen Einspruch gegen die Finanzierung eines EU-Jahresaktionsplans für Tansania. Der Plan umfasst rund 156 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüsse fordern die Europäische Kommission auf, den Entwurf zurückzuziehen. Der Einspruch richtet sich gegen eine überarbeitete Fassung eines Programms, das bereits im November 2025 auf Widerstand im Parlament gestoßen war. Damals hatte die Kommission den Annahmeprozess ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beschluss der Ausschüsse beendet das Verfahren nicht. Damit der Einspruch die Finanzierung formell stoppt, muss das Plenum des Europäischen Parlaments noch darüber entscheiden. Dort sitzen mehr als 700 Abgeordnete.</p>



<h2 id="h-dar-es-salaam-spricht-von-internem-eu-verfahren" class="wp-block-heading"><span id="dar-es-salaam-spricht-von-internem-eu-verfahren">Dar es Salaam spricht von internem EU-Verfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das tansanische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und ostafrikanische Zusammenarbeit reagierte noch am selben Tag mit einer Erklärung. Die Abstimmung sei Teil interner Entscheidungsabläufe des Europäischen Parlaments. Bisher hätten nur zwei Ausschüsse über die Vorschläge zu Tansania beraten und abgestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung betonte, das Verfahren sei nicht abgeschlossen. Ausschussbeschlüsse müssten zunächst dem Plenum des Europäischen Parlaments vorgelegt werden. Deshalb stelle die Abstimmung keine endgültige Position des Europäischen Parlaments dar.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="zxx" dir="ltr"><a href="https://t.co/Y1XtbbwPkH">pic.twitter.com/Y1XtbbwPkH</a></p>— MFA Tanzania (@mfa_tanzania) <a href="https://x.com/mfa_tanzania/status/2062383256381640816?ref_src=twsrc%5Etfw">June 4, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-tansania-washington-prueft-die-bilateralen-beziehungen/" type="post" id="22669">Dar es Salaam wies zudem darauf hin, dass Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Partnerstaaten über die Europäische Kommission geführt würden.</a> Empfehlungen parlamentarischer Ausschüsse seien nicht als direkte Entscheidung über die Zukunft der Beziehungen zwischen Tansania und der EU zu verstehen.</p>



<h2 id="h-streit-um-wahlen-und-menschenrechte" class="wp-block-heading"><span id="streit-um-wahlen-und-menschenrechte">Streit um Wahlen und Menschenrechte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/wahlunruhen-in-tansania-ausnahmezustand-internetsperre-und-massenproteste/" type="post" id="21362">Die Einwände im Europäischen Parlament stehen im Zusammenhang mit der politischen Lage nach den Wahlen vom 29. Oktober 2025.</a> In dem Entwurf wird auf eine nationale Untersuchungskommission verwiesen, die am 23. April 2026 mindestens 518 Tote im Umfeld der Wahlgewalt anerkannt habe. Zugleich kritisieren die Ausschüsse, dass Verantwortliche nicht benannt und die Ergebnisse nicht veröffentlicht worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüsse führen außerdem an, dass Tansania im Mai 2026 einen Besuch einer Delegation des Unterausschusses für Menschenrechte des Europäischen Parlaments abgelehnt habe. Zudem habe die Regierung zentrale Forderungen früherer Entschließungen des Parlaments nicht erfüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tansania-vor-den-wahlen-2025-praesidentin-samia-suluhu-hassan-will-erste-wahl-gewinnen/" type="post" id="21021">Ein weiterer Punkt betrifft Oppositionsführer Tundu Lissu, den Vorsitzenden von Chadema. Er sitzt seit mehr als einem Jahr in Haft.</a> Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe können nach Darstellung des Europäischen Parlaments mit der Todesstrafe verbunden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tansanische Regierung erklärte dagegen, die Beziehungen zur Europäischen Union blieben stark und entwickelten sich weiter. Beide Seiten verfügten über etablierte Mechanismen für Konsultation und Dialog. Tansania bleibe daran interessiert, die langjährige Partnerschaft mit der EU im Interesse gemeinsamer Entwicklungsziele zu stärken.</p>



<h2 id="h-samia-und-putin-setzen-auf-technologie-und-industrie" class="wp-block-heading"><span id="samia-und-putin-setzen-auf-technologie-und-industrie">Samia und Putin setzen auf Technologie und Industrie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Debatte in Brüssel führte Präsidentin Samia Suluhu Hassan im Kreml Gespräche mit Wladimir Putin. Der russische Präsident empfing sie zu einem Staatsbesuch in Moskau. Nach Angaben des Kremls begannen die Gespräche in kleiner Runde und wurden anschließend in erweitertem Format fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Putin verwies auf den 65. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und Tansania. Er bezeichnete Samias Reise als positives Signal und hob hervor, dass sie Russland als Ziel ihrer ersten Auslandsreise nach der Amtseinführung gewählt habe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="631" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-1024x631.jpeg" alt="" class="wp-image-27921 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-1024x631.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-300x185.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-768x474.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-380x234.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-800x493.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ-1160x715.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOAXwAA3AUJ.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche deckten ein breites Spektrum ab. Dazu gehörten Energie, geologische Erkundung, Transport und Logistik, Gesundheitswesen, Bildung sowie internationale und regionale Fragen. Putin sagte, der bilaterale Handel sei im vergangenen Jahr um etwa 20 bis 25 Prozent gewachsen.</p>
</div></div>



<h2 id="h-von-politischer-solidaritat-zu-wirtschaftsprojekten" class="wp-block-heading"><span id="von-politischer-solidaritaet-zu-wirtschaftsprojekten">Von politischer Solidarität zu Wirtschaftsprojekten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Tansanische Regierungsangaben stellen den Besuch als neuen Abschnitt in den Beziehungen zu Russland dar. Im Mittelpunkt stehen demnach Technologietransfer, Industrialisierung, digitale Entwicklung und Innovation. Dar es Salaam will die Kooperation stärker auf konkrete Projekte, Investitionen und Ausbildung ausrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche knüpfen zugleich an die Geschichte der Beziehungen an. Tansanias Gründungspräsident Julius Nyerere hatte 1969 die damalige Sowjetunion besucht. Samia erinnerte in Moskau an die russische Unterstützung für afrikanische Befreiungsbewegungen in den 1960er Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Agenda unterscheidet sich von früheren Phasen, die stärker durch politische Solidarität geprägt waren. Tansania setzt heute auf industrielle Kapazitäten, Wertschöpfung, technisches Wissen und wirtschaftliche Modernisierung.</p>



<h2 id="h-kunstliche-intelligenz-gesundheit-und-bergbau" class="wp-block-heading"><span id="kuenstliche-intelligenz-gesundheit-und-bergbau">Künstliche Intelligenz, Gesundheit und Bergbau</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach tansanischen Angaben sollen gemeinsame Projekte in Bereichen wie künstlicher Intelligenz, digitalen Technologien, E-Government, Energie, Gesundheitswesen, Bildung, Landwirtschaft, Bergbau und Transport vorangetrieben werden. Auch Raumfahrtwissenschaft und wissenschaftliche Kooperation wurden genannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-1024x632.jpeg" alt="" class="wp-image-27920 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-1024x632.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-300x185.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-768x474.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-1536x948.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-380x234.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-800x494.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS-1160x716.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HJ92MOEXUAAgKvS.jpeg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Samia betonte Investitionsmöglichkeiten in Landwirtschaft, Düngemittelproduktion und wertschöpfenden Industrien. Tansania sei bereit, praktische Zusammenarbeit in produktiven Sektoren zu vertiefen. Sie sprach auch von Partnern, die Industrialisierung, Innovation und Qualifizierung junger Menschen beschleunigen könnten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gesundheitsbereich ging es um pharmazeutische Produktion, Impfstoffherstellung und Ausbildung medizinischer Fachkräfte. Im Bildungsbereich sollen Stipendien, akademischer Austausch und Zusammenarbeit in Wissenschaft, Technologie und Ingenieurwesen ausgebaut werden.</p>



<h2 id="h-aussenpolitische-balance-unter-wachsendem-druck" class="wp-block-heading"><span id="aussenpolitische-balance-unter-wachsendem-druck">Außenpolitische Balance unter wachsendem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die zeitgleiche Entwicklung in Brüssel und Moskau fällt in eine Phase, in der Tansania seine internationalen Partnerschaften breiter aufstellt. Die EU bleibt ein bedeutender Entwicklungs- und Investitionspartner. Die Europäische Union, ihre Mitgliedstaaten, die Europäische Investitionsbank und europäische Entwicklungsbanken hatten ihre Investitionen in Tansania über zehn Jahre bis 2024 auf rund drei Milliarden Euro beziffert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland bietet Dar es Salaam zugleich politische Symbolik, technische Kooperation und neue wirtschaftliche Formate. Die Gespräche im Kreml richten sich auf Bereiche, in denen Tansania industrielle Eigenständigkeit und Qualifizierung stärken will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tansanische Regierung versucht, die EU-Abstimmung als laufenden parlamentarischen Prozess einzuordnen und zugleich die Beziehungen zu Brüssel nicht infrage zu stellen. In Moskau präsentierte sie sich als Partner für eine strategischere Zusammenarbeit mit Russland, die stärker auf Technologie, Industrie und Investitionen ausgerichtet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>US-Kongress will diplomatischen Dienst neu ordnen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-kongress-will-diplomatischen-dienst-neu-ordnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 10:57:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der US-Kongress nimmt den diplomatischen Dienst ins Visier: Mit dem Foreign Service Modernization Act wollen Brian Mast und Mike Lawler Personalpolitik, Botschafterbefugnisse und Kriseneinsätze des Außenministeriums neu ordnen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-kongress-will-diplomatischen-dienst-neu-ordnen%2F&amp;action_name=US-Kongress%20will%20diplomatischen%20Dienst%20neu%20ordnen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Auswärtige Ausschuss des US-Repräsentantenhauses will den diplomatischen Dienst der Vereinigten Staaten erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten umfassend reformieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschussvorsitzende Brian Mast und Mike Lawler, Vorsitzender des Unterausschusses für Nahost und Nordafrika, brachten in Washington den Foreign Service Modernization Act ein. Der <a href="https://foreignaffairs.house.gov/news/press-releases/chairman-mast-lawler-introduce-foreign-service-modernization-act">Gesetzentwurf</a> soll den Foreign Service Act von 1980 überarbeiten, der zentrale Personalfragen des diplomatischen Dienstes der USA regelt.</p>



<h2 id="h-reform-nach-46-jahren" class="wp-block-heading"><span id="reform-nach-46-jahren">Reform nach 46 Jahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Foreign Service Modernization Act wäre die erste umfassende Überprüfung des Gesetzes seit dessen Inkrafttreten im Jahr 1980. Die Initiative setzt bei Rekrutierung, Ausbildung, Einsatzplanung und Führungsstrukturen des Außenministeriums an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27886 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/1_14_2025_Passing_the_Baton_2025_Securing_Americas_Future_in_an_Era_of_Strategic_Competition_54268764952.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mast erklärte, der Kongress habe das Außenministerium, Diplomaten und deren Arbeit lange nicht ausreichend kontrolliert. Der Foreign Service Act betreffe „jeden Diplomaten in Amerikas Botschaften im Ausland“. Zugleich verband er die Reform mit einer politischen Kritik an bisherigen Personal- und Projektentscheidungen. Das Außenministerium solle „die am besten Qualifizierten einstellen, nicht die am meisten Woken“, sagte Mast.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wortwahl zeigt, dass der Gesetzentwurf nicht nur als Verwaltungsreform angelegt ist. In der Begründung der Ausschussführung geht es auch um die politische Ausrichtung des diplomatischen Dienstes und um stärkere Kontrolle über die Arbeit amerikanischer Auslandsvertretungen.</p>



<h2 id="h-fast-280-auslandsvertretungen-betroffen" class="wp-block-heading"><span id="fast-280-auslandsvertretungen-betroffen">Fast 280 Auslandsvertretungen betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Lawler verwies auf die globale Dimension des diplomatischen Dienstes. Das US-Außenministerium unterhalte fast 280 Posten weltweit, an denen mehr als 14.000 Foreign Service Officers eingesetzt seien. Diese Diplomaten seien an jedem Standort „Gesicht, Stimme und Vertreter“ der amerikanischen Außenpolitik.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27887 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/Donald_J._Trump_delivers_remarks_on_the_economy_at_Rockland_Community_College_in_Suffern_New_York_on_Friday_May_22_2026_-_15.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Angesichts einer sich schnell verändernden geopolitischen Lage müsse der diplomatische Dienst stärker auf seine Mission ausgerichtet und für diese Aufgabe ausgestattet werden, erklärte Lawler. Der Gesetzentwurf zielt damit auf die Fähigkeit der USA, außenpolitische Interessen schneller, flexibler und enger geführt über ihre Botschaften und Konsulate zu vertreten.</p>
</div></div>



<h2 id="h-mehr-befugnisse-fur-botschafter" class="wp-block-heading"><span id="mehr-befugnisse-fuer-botschafter">Mehr Befugnisse für Botschafter</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der Reform ist die Stellung der Botschafter. Sie sollen an ihren Auslandsposten mehr Befugnisse und stärkere Aufsichtsmöglichkeiten bei der Umsetzung amerikanischer Außenpolitik erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Entwurf sieht außerdem ein Pilotprogramm für ein Diplomatic Reserve Corps vor. Dieses Reservekorps soll sich an Funktionen der Streitkräftereserve orientieren und Diplomaten bei Notlagen und Krisen schneller an Einsatzorte bringen. Damit reagiert der Ausschuss auf die wachsende Zahl internationaler Krisen, in denen Washington kurzfristig Personal und politische Präsenz mobilisieren will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Bestandteil betrifft die sogenannte “Expeditionary Diplomacy”. Gemeint ist diplomatische Arbeit außerhalb klassischer Botschaftsstrukturen, etwa an schwierigen oder wenig ausgebauten Standorten. Die Reform soll solche Einsätze in sogenannten austeren posts stärken, um amerikanische Interessen auch außerhalb geschützter diplomatischer Einrichtungen voranzubringen.</p>



<h2 id="h-personalpolitik-und-veteranen-als-schwerpunkt" class="wp-block-heading"><span id="personalpolitik-und-veteranen-als-schwerpunkt">Personalpolitik und Veteranen als Schwerpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzentwurf nimmt auch die Personal- und Ausbildungssysteme des Außenministeriums in den Blick. Die Technologie im Bereich Human Resources sowie Trainingsstrukturen sollen stärker auf moderne Anforderungen der nationalen Sicherheit ausgerichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sollen frühere Angehörige des Militärs leichter Zugang zum Foreign Service erhalten. Damit würde der diplomatische Dienst stärker für Bewerberinnen und Bewerber geöffnet, die Erfahrung in den Streitkräften gesammelt haben. Die Ausschussführung verbindet diesen Schritt mit dem Ziel, sicherheits- und krisenpolitische Kompetenzen stärker in die Diplomatie einzubinden.</p>



<h2 id="h-kontrolle-uber-das-aussenministerium" class="wp-block-heading"><span id="kontrolle-ueber-das-aussenministerium">Kontrolle über das Außenministerium</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative knüpft an die Linie von Mast an, die Kontrolle über das Außenministerium zu stärken. <a href="https://fokus-afrika.de/us-aussenministerium-baut-auswahl-und-ausbildung-des-diplomatischen-dienstes-um/">Der Ausschuss hatte im vergangenen Jahr die erste umfassende parteiübergreifende Reautorisierung des Außenministeriums seit mehr als zwei Jahrzehnten verabschiedet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Foreign Service Modernization Act soll im Juni im Gesamtausschuss beraten werden. Dort wird sich zeigen, welche Teile der Reform im weiteren Gesetzgebungsverfahren Bestand haben und wie weit der Kongress in Personalführung, Einsatzplanung und politische Steuerung des diplomatischen Dienstes eingreifen will.</p>
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			<media:description type="html">President Donald J. Trump delivers remarks on the economy at Rockland Community College in Suffern, New York on Friday, May 22, 2026.(Official White House Photo by Joyce N. Boghosian)</media:description>
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		<title>Senegal bekommt eine neue Regierung – ohne parlamentarische Mehrheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 01:10:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Senegal hat eine neue Regierung – aber ohne offizielle Beteiligung des PASTEF. Präsident Bassirou Diomaye Faye setzt auf ein Kabinett mit 30 Mitgliedern, während Ousmane Sonkos Partei den Bruch mit der Regierung offen erklärt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsenegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit%2F&amp;action_name=Senegal%20bekommt%20eine%20neue%20Regierung%20%E2%80%93%20ohne%20parlamentarische%20Mehrheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/senegal-bekommt-eine-neue-regierung-ohne-parlamentarische-mehrheit/">Senegal bekommt eine neue Regierung – ohne parlamentarische Mehrheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye hat eine neue Regierung unter Premierminister Ahmadou Alamine Mohamed Lo ernannt. Der entsprechende Erlass wurde am 1. Juni in Dakar veröffentlicht. Das Kabinett umfasst 30 Mitglieder und entsteht in einer Phase wachsender Spannungen zwischen dem Präsidenten und dem PASTEF von Ousmane Sonko. Die Partei erklärte kurz vor Bekanntgabe der Liste, sie werde sich nicht an der neuen Regierung beteiligen.</p>



<h2 id="h-pastef-erklart-seinen-ruckzug" class="wp-block-heading"><span id="pastef-erklaert-seinen-rueckzug">PASTEF erklärt seinen Rückzug</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierungsbildung wurde von einer Erklärung des PASTEF überschattet. Die Partei von Ousmane Sonko teilte mit, sie werde im neuen Kabinett durch keinen Minister vertreten sein. Vorausgegangen war ein Gespräch zwischen Sonko und Präsident Faye.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27844 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/06/HB3mTLUWgAA4NpY-2.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Erklärung heißt es, bei dem Austausch seien „Übereinstimmungen“ bestätigt worden, zugleich aber „Punkte des Dissenses, insbesondere über Platz und Rolle der Mehrheit im Exekutivapparat“. Nach einer Rückmeldung an die Parteigremien habe PASTEF neue Vorschläge an den Präsidenten übermittelt. Diese hätten keine positive Antwort erhalten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Folglich wird Pastef nicht an der nächsten Regierung teilnehmen und dort durch keinen Minister vertreten sein“, erklärte die Partei. <a href="https://fokus-afrika.de/warum-senegals-machtkampf-auch-international-zaehlt/" type="post" id="27696">Zugleich wünschte sie der neuen Mannschaft Erfolg.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schritt markiert einen offenen Bruch innerhalb des politischen Lagers, das Bassirou Diomaye Faye 2024 an die Macht gebracht hatte. <a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/" type="post" id="27589">Sonko war bis Mai 2026 Premierminister und steht inzwischen an der Spitze der Nationalversammlung.</a> Seine Partei bleibt eine zentrale Kraft im Parlament.</p>



<h2 id="persoenlichkeiten-aus-dem-umfeld-der-mehrheit-im-kabinett" class="wp-block-heading">Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Mehrheit im Kabinett</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liste enthält dennoch mehrere Persönlichkeiten, die in den vergangenen Jahren dem Machtlager oder dessen parlamentarischem Umfeld zugerechnet wurden. Abdoul Ahad Ndiaye wird Minister für Land- und Luftverkehr. Marie Angélique Mame Selbé Diouf übernimmt das Ministerium für Familie, soziale Aktion und Solidarität.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">EN DIRECT | Annonce de la composition du nouveau Gouvernement <a href="https://t.co/AzQbazA1sK">https://t.co/AzQbazA1sK</a></p>— Présidence Sénégal (@PR_Senegal) <a href="https://x.com/PR_Senegal/status/2061551132376228144?ref_src=twsrc%5Etfw">June 1, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.x.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/erdrutschsieg-fuer-pastef-parlamentswahlen-im-senegal-markieren-politischen-wandel/" type="post" id="12615">Beide gehörten bis zu ihrer Ernennung der Nationalversammlung an und wurden unter dem Banner des PASTEF in die 15. Legislaturperiode gewählt.</a> Mit ihrem Eintritt in die Regierung müssen sie ihre Mandate niederlegen, da Regierungsamt und Parlamentsmandat nicht miteinander vereinbar sind. Ihre Nachrücker sollen nach den Regeln des Wahlrechts bestimmt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Ibrahima Sy im Gesundheitsministerium und Moussa Bala Fofana im Ressort für Stadtplanung, Gebietskörperschaften und Raumordnung bleiben Teil der Regierungsstruktur. Die neue Zusammensetzung schafft damit eine politische Lage, in der PASTEF als Partei die Teilnahme ablehnt, während einzelne aus seinem Umfeld stammende Persönlichkeiten Regierungsämter übernehmen.</p>



<h2 id="h-opposition-zieht-vor-den-verfassungsrat" class="wp-block-heading"><span id="opposition-zieht-vor-den-verfassungsrat">Opposition zieht vor den Verfassungsrat </span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Regierungsbildung verschärft sich der institutionelle Konflikt um Ousmane Sonko. Abgeordnete der Opposition haben beim Verfassungsrat Beschwerde gegen seine Rückkehr in die Nationalversammlung eingelegt. Sie stellen die Rechtmäßigkeit seiner Wiedereingliederung als Abgeordneter nach seinem Ausscheiden aus der Regierung infrage. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/">Der Streit fällt in eine Phase politischer Neuordnung</a>. Sonko war am 22. Mai als Premierminister entlassen worden. Die Amtsübergabe an Ahmadou Alamine Mohamed Lo erfolgte am 30. Mai. Bis zur Bildung des neuen Kabinetts führten die bisherigen Minister die laufenden Geschäfte weiter. Präsident Faye soll den ersten Ministerrat in der neuen Zusammensetzung am Freitag, 5. Juni, leiten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundeswehr entlässt mehrere verfassungsfeindliche Soldaten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundeswehr-entlaesst-mehrere-verfassungsfeindliche-soldaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 14:53:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundeswehr hat 19 Soldaten wegen verfassungsfeindlicher Bestrebungen entlassen. Die Bundesregierung nennt erstmals konkrete Zahlen zur Anwendung des neuen § 46 Absatz 2a Soldatengesetz und erklärt, wann Personalamt und Militärischer Abschirmdienst tätig werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundeswehr-entlaesst-mehrere-verfassungsfeindliche-soldaten%2F&amp;action_name=Bundeswehr%20entl%C3%A4sst%20mehrere%20verfassungsfeindliche%20Soldaten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundeswehr hat 19 Soldaten auf Grundlage eines neuen Entlassungstatbestands im Soldatengesetz entlassen. Die Bundesregierung nennt die Zahl in ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/055/2105579.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Auslegung von § 46 Absatz 2a des Soldatengesetzes. Die Vorschrift soll die Entfernung von Soldatinnen und Soldaten beschleunigen, wenn sie schwerwiegende Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung verfolgen oder unterstützen.</p>



<h2 id="h-neuer-entlassungstatbestand-seit-2023" class="wp-block-heading"><span id="neuer-entlassungstatbestand-seit-2023">Neuer Entlassungstatbestand seit 2023</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hatte die gesetzliche Grundlage am 17. November 2023 beschlossen. Ziel war eine schnellere Entfernung verfassungsfeindlicher Soldatinnen und Soldaten aus der Bundeswehr. Im Mittelpunkt steht § 46 Absatz 2a des Soldatengesetzes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regelung betrifft Soldatinnen und Soldaten, die schwerwiegende verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgen oder Zusammenschlüsse nachdrücklich unterstützen, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind oder waren. Die Bundesregierung verweist dabei auf Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder gegen die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Entlassung ist möglich, wenn das Verhalten eine Gefahr für die militärische Ordnung oder das Vertrauen in die Bundeswehr darstellt. Die Regelung gilt für Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit, Wehrdienstleistende und Reservisten.</p>



<h2 id="h-prufung-liegt-beim-personalamt-der-bundeswehr" class="wp-block-heading"><span id="pruefung-liegt-beim-personalamt-der-bundeswehr">Prüfung liegt beim Personalamt der Bundeswehr</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entlassungsprüfung erfolgt nach Angaben der Bundesregierung ausschließlich durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Das Amt stützt sich dabei auf die interne Allgemeine Regelung „Extremismusbekämpfung“ A-2600/7 vom 5. Juli 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Volltext dieser internen Regelung legte die Bundesregierung nicht vor. Sie verweist darauf, dass das Informationsrecht der Abgeordneten nicht die Herausgabe interner Dokumente umfasse. Stattdessen beschreibt die Bundesregierung die Inhalte, soweit sie die Anfrage betreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach kann eine glaubhafte Abwendung von verfassungsfeindlichen Bestrebungen eine Entlassung verhindern. Damit bleibt die Entscheidung nicht allein an einen Verdacht gebunden, sondern an eine Prüfung des konkreten Einzelfalls.</p>



<h2 id="h-mad-wird-bei-tatsachlichen-anhaltspunkten-tatig" class="wp-block-heading"><span id="mad-wird-bei-tatsaechlichen-anhaltspunkten-taetig">MAD wird bei tatsächlichen Anhaltspunkten tätig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Militärische Abschirmdienst wird tätig, sobald tatsächliche Anhaltspunkte für extremistische Verhaltensweisen vorliegen. Das Bundesamt für das Personalmanagement prüft anschließend, ob eine bestimmte Verhaltensform einen extremistischen Ursprung hat, extremistisches Gedankengut fördert oder verbreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass diese Bewertung immer vom konkreten Einzelfall abhängt. Dabei spiele auch das innere Gefüge des betroffenen Bereichs eine Rolle. Weitere Angaben zu Datum, Verband oder Dienststelle der entlassenen Soldaten machte die Bundesregierung nicht. Sie begründet dies mit Datenschutz und möglichen Rückschlüssen auf Einzelpersonen.</p>



<h2 id="h-keine-weisung-mit-bezug-auf-die-afd" class="wp-block-heading"><span id="keine-weisung-mit-bezug-auf-die-afd">Keine Weisung mit Bezug auf die AfD</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="706" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-1024x706.jpg" alt="" class="wp-image-27779 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-1024x706.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-300x207.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-768x529.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-380x262.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-800x551.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961-1160x799.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/2023-08-03_Boris_Pistorius_0961.jpg 1419w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion fragte außerdem, ob es Anweisungen, Erlasse oder Rundschreiben der Leitung des Bundesverteidigungsministeriums gebe, wonach der Militärische Abschirmdienst bei Ermittlungen nach § 46 Absatz 2a des Soldatengesetzes auf die <a href="https://fokus-afrika.de/afd-fordert-abschaffung-des-entwicklungsministeriums/">AfD</a> Bezug nehmen solle.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verneint dies. Auch Änderungen von Dienstvorschriften oder Anweisungen beim Bundesverteidigungsministerium, beim Militärischen Abschirmdienst oder beim Bundesamt für das Personalmanagement infolge eines Urteils des Verwaltungsgerichts Köln vom 26. Februar 2026 gebe es nicht. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort macht damit erstmals im parlamentarischen Verfahren sichtbar, in welchem Umfang der neue Entlassungstatbestand bisher angewendet wurde. Zugleich hält die Bundesregierung zentrale Verfahrensgrundlagen intern und verweist bei personenbezogenen Angaben auf Datenschutz.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundeswehr-entlaesst-mehrere-verfassungsfeindliche-soldaten%2F&action_name=Bundeswehr%20entl%C3%A4sst%20mehrere%20verfassungsfeindliche%20Soldaten&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundeswehr-entlaesst-mehrere-verfassungsfeindliche-soldaten/">Bundeswehr entlässt mehrere verfassungsfeindliche Soldaten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Staatskrise im Senegal – Präsident Faye entlässt Premierminister Sonko und löst Regierung auf</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 23:05:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Senegal steht vor einem politischen Einschnitt: Präsident Faye entlässt Premierminister Sonko und löst die Regierung auf. Der Bruch trifft das Machtzentrum von Pastef.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fstaatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf%2F&amp;action_name=Staatskrise%20im%20Senegal%20%E2%80%93%20Pr%C3%A4sident%20Faye%20entl%C3%A4sst%20Premierminister%20Sonko%20und%20l%C3%B6st%20Regierung%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/staatskrise-im-senegal-praesident-faye-entlaesst-premierminister-sonko-und-loest-regierung-auf/">Staatskrise im Senegal – Präsident Faye entlässt Premierminister Sonko und löst Regierung auf</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye hat Premierminister Ousmane Sonko entlassen und das Kabinett aufgelöst. Die Entscheidung wurde am Freitagabend in Dakar bekanntgegeben. Die Minister der bisherigen Regierung sollen die laufenden Geschäfte weiterführen, bis eine neue Mannschaft ernannt ist. Der Schritt beendet eine Regierungsphase, in der die früheren Pastef-Verbündeten Faye und Sonko ihre politischen Differenzen zunehmend offen austrugen. </p>



<h2 id="h-ein-bruch-im-zentrum-der-macht" class="wp-block-heading"><span id="ein-bruch-im-zentrum-der-macht">Ein Bruch im Zentrum der Macht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entlassung wurde über den staatlichen Sender RTS bekanntgegeben. Ein Zeitplan für die Ernennung eines neuen Premierministers wurde zunächst nicht mitgeteilt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Auflösung der Regierung greift Faye in das politische Bündnis ein, das ihn 2024 an die Staatsspitze gebracht hatte. Sonko war damals die prägende Figur von Pastef, konnte aber wegen seiner juristischen Lage nicht selbst zur Präsidentschaftswahl antreten. Faye gewann die Wahl mit Unterstützung Sonkos und ernannte ihn anschließend zum Regierungschef.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Le Président Bassirou Diomaye Faye met fin aux fonctions du Premier ministre Ousmane Sonko et de son gouvernement.<br><br>🔗 Suivez le direct ici⤵️<a href="https://t.co/ks6Cmf7TSi">https://t.co/ks6Cmf7TSi</a> <a href="https://t.co/OtkGVa3fLp">pic.twitter.com/OtkGVa3fLp</a></p>— RTS SENEGAL (@RTS1_Senegal) <a href="https://twitter.com/RTS1_Senegal/status/2057941760941158682?ref_src=twsrc%5Etfw">May 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bruch trifft damit nicht nur das Kabinett, sondern auch das Machtzentrum des politischen Projekts, das den Wechsel nach der Ära Macky Sall getragen hatte. Die Entscheidung ist die Spitze einer Eskalation, welche nach Monaten wachsender Spannungen zwischen zwei früheren Verbündeten nun ihr Ende der Zusammenarbeit findet.</p>



<h2 id="h-sonkos-letzte-rede-beruhrte-mehrere-konfliktlinien" class="wp-block-heading"><span id="sonkos-letzte-rede-beruehrte-mehrere-konfliktlinien">Sonkos letzte Rede berührte mehrere Konfliktlinien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch am Tag seiner Entlassung trat Sonko in der Nationalversammlung auf. In seiner letzten parlamentarischen Erklärung als Premierminister sprach er über Transparenz, politische Fonds, Schulden, den Internationalen Währungsfonds, Verkehrspolitik, Visa-Reziprozität und die Rolle der Institutionen. </p>



<h3 id="h-sonko-wollte-die-kontrolle-uber-politische-gelder-neu-ordnen" class="wp-block-heading"><span id="sonko-wollte-die-kontrolle-ueber-politische-gelder-neu-ordnen">Sonko wollte die Kontrolle über politische Gelder neu ordnen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner letzten Rede vor der Nationalversammlung sprach Sonko ausführlich über die politischen Fonds des Staates. Gemeint sind Geldmittel, über die staatliche Stellen verfügen und die bisher nur begrenzt öffentlich nachvollziehbar sind. Sonko machte deutlich, dass er diese Gelder nicht länger in einer Grauzone belassen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der damalige Premierminister verlangte klare Regeln: Welche Fonds gibt es? Wer darf darüber verfügen? Für welche Zwecke dürfen sie eingesetzt werden? Und wie wird kontrolliert, ob das Geld tatsächlich rechtmäßig verwendet wird? Sonko betonte, dass es nicht um eine Abrechnung mit einzelnen Personen gehe, sondern um mehr Transparenz im Umgang mit staatlichen Mitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit berührte er einen politisch heiklen Punkt. Der Abgeordnete Guy Marius Sagna hatte bereits eine parlamentarische Initiative zur Kontrolle dieser Fonds angestoßen. Sonko widersprach nicht dem Ziel, aber dem Weg. Aus seiner Sicht musste die Regierung selbst einen solchen Entwurf vorlegen, weil die Verwaltung dieser Gelder in die Verantwortung der Exekutive fällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko schilderte, er habe Präsident Faye auf die Frage angesprochen. Der Präsident habe Zeit verlangt, um die Machbarkeit der Reform zu prüfen. Sonko kündigte daraufhin an, den Text selbst in den Ministerrat einzubringen, falls keine Entscheidung falle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit lag der Streit nicht allein in der Sache. Er berührte die Frage, wer im Staat Reformen setzt, wer das Tempo bestimmt und wie weit der Premierminister politische Initiative entfalten kann, wenn der Präsident zögert.</p>



<h3 id="h-schulden-iwf-und-nationale-prioritaten" class="wp-block-heading"><span id="schulden-iwf-und-nationale-prioritaeten">Schulden, IWF und nationale Prioritäten</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nationalversammlung wandte sich Sonko auch gegen eine Politik, die staatliche Prioritäten vollständig dem Schuldendienst unterordnet. Er sprach von der Notwendigkeit, Schulden zu messen, frühere Fehler nicht zu wiederholen und mit Partnern über Restrukturierung zu sprechen. Zugleich machte er deutlich, dass Senegal seine eigenen wirtschaftlichen Prioritäten nicht blockieren dürfe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-27593 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-1536x1023.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HDaGc7DWoAAtxea-2-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders scharf fiel seine Passage zum Internationalen Währungsfonds aus. Sonko sagte: „Der IWF ist nicht die Lösung.“ Als Gegenmodell nannte er natürliche Ressourcen, die Mobilisierung eigener Einnahmen über Steuern und eine Finanzpolitik, die die Wirtschaft nicht zum Stillstand bringt. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schuldenfrage war bereits vor der Entlassung eine der sensibelsten Linien zwischen Präsident und Premierminister. <em>Le Monde</em> berichtete Anfang Mai über Differenzen zwischen beiden Männern in der Haltung zum IWF und zur öffentlichen Verschuldung. Faye galt demnach als stärker auf Dialog mit dem Fonds ausgerichtet, während Sonko deutlich konfrontativer auftrat. </p>



<h2 id="h-souveranitat-als-wiederkehrendes-motiv" class="wp-block-heading"><span id="souveraenitaet-als-wiederkehrendes-motiv">Souveränität als wiederkehrendes Motiv</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sonko verband wirtschaftliche Fragen mit einem souveränistischen Ton. In der Rede sprach er über Visa-Reziprozität und die Stellung afrikanischer Staaten gegenüber internationalen Partnern. „Nur weil Afrika arm ist, darf seine Stimme nicht verstummen“, sagte er sinngemäß. Senegal habe ein Wort mitzureden und sei Teil der Weltgemeinschaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Verkehrspolitik stellte Sonko staatliche Eingriffe als Schutzmaßnahmen dar. Die Regierung habe Preissteigerungen beim Kraftstoff abgefedert, um Transportunternehmen zu stützen und Folgen für andere Preise zu begrenzen. Außerdem verwies er auf Maßnahmen zur Erneuerung des Fuhrparks und zur Verkehrssicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Passagen fügten sich in Sonkos politisches Profil ein: weniger technokratische Verwaltung, mehr direkte Ansprache an soziale Gruppen, verbunden mit Kritik an internationalem Druck und an alten finanzpolitischen Abhängigkeiten.</p>



<h2 id="h-institutionelle-ordnung-im-eigenen-lager" class="wp-block-heading"><span id="institutionelle-ordnung-im-eigenen-lager">Institutionelle Ordnung im eigenen Lager</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende seiner Rede sprach Sonko über die Rollen von Präsident, Premierminister und Nationalversammlung. Er erinnerte daran, dass der Premierminister vom Präsidenten ernannt werde und die für die Nation festgelegte Politik auszuführen habe. Zugleich hob er die Nationalversammlung als zentralen Ort der Gesetzgebung hervor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Passage erhielt durch die Entlassung wenige Stunden später besonderes Gewicht. Sonko beschrieb die institutionelle Hierarchie, in der Faye am Abend die entscheidende Befugnis nutzte. Der Premierminister könne Gesetze vorschlagen, aber nicht selbst darüber abstimmen. Die Abgeordneten könnten Gesetzesinitiativen einbringen, abstimmen und den Verfassungsrat anrufen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-27594 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HFeSCrrWIAAO3Gi-1.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Faye hatte seine präsidentielle Stellung bereits Anfang Mai öffentlich betont. <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-faye-stellt-vertrauen-in-premierminister-sonko-oeffentlich-in-frage/" type="post" id="27064">In einem Fernsehinterview warnte er vor der Personalisierung des gemeinsamen politischen Projekts und erinnerte daran, dass er über das Amt des Premierministers entscheide</a>. „Ich bin der Präsident und er ist der Premierminister“, bekräftigte er. Wenn sein Vertrauen nicht mehr bestehe, werde es einen neuen Premierminister geben. </p>
</div></div>



<h2 id="h-konsultationen-mit-fruheren-premierministern" class="wp-block-heading"><span id="konsultationen-mit-frueheren-premierministern">Konsultationen mit früheren Premierministern</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sturz Sonkos folgte unmittelbar auf eine Reihe politischer Konsultationen im Präsidentenpalast. Faye empfing am 21. Mai mehrere frühere Premierminister, darunter Cheikh Aguibou Soumaré, Abdoul Mbaye, Aminata Touré und Amadou Ba. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche wurden als Teil eines nationalen Dialogs beschrieben. Sie führten Persönlichkeiten zusammen, die aus unterschiedlichen politischen Lagern stammen und unter früheren Präsidenten Regierungsverantwortung trugen. Amadou Ba war 2024 Kandidat der damaligen Regierungskoalition und zählt inzwischen zur Opposition. Aminata Touré gehörte einst zum Lager Macky Salls und wurde später zu einer Kritikerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Dakar wurden die Konsultationen auch als Signal für eine breitere politische Neuordnung gelesen. Reform des Wahlrechts, Spannungen innerhalb der Exekutive und die Neuvermessung des Parteiensystems standen bereits vor der Entlassung im Raum. </p>



<h2 id="h-pastef-vor-neuer-machtprobe" class="wp-block-heading"><span id="pastef-vor-neuer-machtprobe">Pastef vor neuer Machtprobe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entlassung stellt Pastef vor eine neue Lage. Die Partei hatte ihren Aufstieg wesentlich über die enge politische Verbindung zwischen Faye und Sonko erzählt. Beide standen für den Bruch mit dem alten System, für stärkere Rechenschaft und für eine souveränere Wirtschafts- und Staatspolitik.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Alhamdoulillah. Ce soir je dormirai le cœur léger à la cité Keur Gorgui.</p>— Ousmane Sonko (@SonkoOfficiel) <a href="https://twitter.com/SonkoOfficiel/status/2057940495502839987?ref_src=twsrc%5Etfw">May 22, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Schon vor dem Kabinettsbruch hatten sich Differenzen über Tempo, Stil und Machtverteilung verstärkt. <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-premierminister-ousmane-sonko-bekraeftigt-kandidatur-fuer-praesidentschaftswahl-2029/" type="post" id="22994">Der Streit über den Umgang mit Vertretern des alten Regimes, über Posten im Staatsapparat, über die Schuldenpolitik und über eine Wahlrechtsreform, die auch Sonkos politische Zukunft berührte, wird möglicherweise durch Neuwahlen entschieden. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Regierung bleibt geschäftsführend im Amt. <a href="https://fokus-afrika.de/prasident-diomaye-faye-lost-nationalversammlung-auf/">Die Entscheidung über den nächsten Premierminister liegt formell bei Faye.</a></p>
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		<title>Grüne und AfD streiten um Kurs gegen globale Hungerkrise</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 15:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>45 Millionen Menschen könnten zusätzlich in Hunger geraten. Im Bundestag streiten Grüne, Union, Linke, AfD und Entwicklungsministerium über Kürzungen, Ernährungssouveränität und die Folgen der Blockade der Straße von Hormus.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20und%20AfD%20streiten%20um%20Kurs%20gegen%20globale%20Hungerkrise&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-und-afd-streiten-um-kurs-gegen-globale-hungerkrise/">Grüne und AfD streiten um Kurs gegen globale Hungerkrise</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen drängen die Bundesregierung zu höheren Ausgaben gegen Hunger und zu einem stärkeren Schutz armer Länder vor neuen Preis- und Lieferkrisen. <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel/" type="post" id="27566">Am Freitag wurde der Antrag im Bundestag beraten und anschließend an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen.</a> Die Debatte zeigte deutliche Differenzen über Kürzungen im Entwicklungsetat, die Rolle kleinbäuerlicher Landwirtschaft und den Einsatz moderner Agrartechnologien. Auslöser sind steigende Preise für Düngemittel, Energie und Nahrungsmittel infolge der Blockade der Straße von Hormus.</p>



<h2 id="h-antrag-zielt-auf-hilfe-reserven-und-entschuldung" class="wp-block-heading"><span id="antrag-zielt-auf-hilfe-reserven-und-entschuldung">Antrag zielt auf Hilfe, Reserven und Entschuldung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen verlangen von der Bundesregierung, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in besonders betroffenen Krisenregionen aufzustocken. Weitere Kürzungen in der Entwicklungsfinanzierung sollen ausbleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw21-de-ernaehrungssouveraenitaet-1174786">Antrag</a> nennt <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a> und Gaza ausdrücklich als Regionen, in denen humanitärer Zugang gesichert werden müsse. Partnerländer sollen zudem stärker beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt werden, um Abhängigkeiten von Ölpreisschocks und blockierten Lieferwegen zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf staatlichen Lebensmittelreserven. Sie sollen helfen, Preisspitzen und Lieferkettenschocks abzufedern. Hochverschuldete Länder des globalen Südens sollen nach dem Willen der Grünen schneller und umfassender entschuldet werden. Mittel für Ernährungssicherheit und klimaresiliente Landwirtschaft sollen Vorrang vor Schuldendienst bekommen.</p>



<h2 id="h-warnung-vor-45-millionen-zusatzlich-hungernden" class="wp-block-heading"><span id="warnung-vor-45-millionen-zusaetzlich-hungernden">Warnung vor 45 Millionen zusätzlich Hungernden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte verwiesen die Grünen auf Warnungen des Welternährungsprogramms. Sollte die Blockade der Straße von Hormus anhalten, könnten 45 Millionen Menschen zusätzlich in Hunger geraten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-27171 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Schahina-Gambir2.jpg 1417w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die grüne Abgeordnete Schahina Gambir verband die Forderungen mit Kritik an Kürzungen beim Welternährungsprogramm. Das Bundesentwicklungsministerium habe die Finanzierung um 70 Prozent reduziert, sagte sie im Bundestag. „Das sind keine abstrakten Kürzungen. Das sind Lebensmittel, die nicht mehr ankommen.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gambir nannte den Sahel, Sudan, Gaza und Afghanistan als betroffene Krisenräume. „Wer jetzt kürzt, riskiert Leben“, sagte sie. Sie warb für Ernährungssouveränität durch stärkere kleinbäuerliche Betriebe, geschütztes Saatgut und mehr lokale Widerstandsfähigkeit gegen Krisen. Jeder Euro für Resilienzmaßnahmen bringe nach Berechnungen des Welternährungsprogramms fünf Euro zurück.</p>



<h2 id="h-union-setzt-auf-technologie-und-effizienz" class="wp-block-heading"><span id="union-setzt-auf-technologie-und-effizienz">Union setzt auf Technologie und Effizienz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unionsfraktion teilte in der Aussprache Teile der Lagebeschreibung, widersprach aber zentralen Forderungen der Grünen. Der <a href="https://fokus-afrika.de/wolfgang-stefinger-marshallplan-mit-afrika-war-der-richtige-schritt/" type="post" id="14003">CDU-Abgeordnete Wolfgang Stefinger</a> sprach von einer dramatischen Situation in Sudan, Sahel und Libanon. <a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Der Iran-Konflikt verschärfe die Lage zusätzlich.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stefinger stellte die Folgen der Preissteigerungen gegenüber. „Was für uns teurer Sprit bedeutet, bedeutet in anderen Ländern einen Kampf ums Überleben“, sagte er.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-14004 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/pressefoto_wolfgang-stefinger_querformat.jpg 1464w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei den politischen Antworten setzte er andere Akzente als die Grünen. Die Weltbevölkerung lasse sich in Zeiten des Klimawandels nicht allein mit bisherigen Methoden ernähren. Nötig seien moderne Betriebsmittel, mineralischer Dünger, ertragreicheres Saatgut und Agrarforschung. Steffinger warb für Technologieoffenheit und verwies auf zwei Milliarden Euro, die jährlich für Ernährungssicherung, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ausgegeben würden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der CDU-Abgeordnete Johannes Volkmann betonte die Bedeutung von Düngemitteln. Knapp ein Drittel der globalen Stickstoffdüngerproduktion sei derzeit vom Weltmarkt abgeschnitten. Das treffe besonders Kleinbauern in Südasien und Afrika. „Wer heute nicht düngen kann, wird im Herbst weniger ernten und erwartbar im Winter hungern“, sagte Volkmann.</p>



<h2 id="h-entwicklungsministerium-verweist-auf-zwei-milliarden-euro" class="wp-block-heading"><span id="entwicklungsministerium-verweist-auf-zwei-milliarden-euro">Entwicklungsministerium verweist auf zwei Milliarden Euro</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bundesregierung verteidigte der Parlamentarische Staatssekretär Johann Saathoff die Linie des Bundesentwicklungsministeriums. Hunger destabilisiere Gesellschaften, verschärfe Konflikte, treibe Menschen in die Flucht und nehme ihnen Perspektiven.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Saathoff stellte Ernährungssicherheit als Frage von Frieden, Sicherheit und internationaler Verantwortung dar. Die Lage am Persischen Golf zeige, wie schnell blockierte Handelsrouten Preise für Lebensmittel, Wasser und Energie steigen ließen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Entwicklungsministerium investiere gezielt in Ernährungssicherheit im globalen Süden, sagte Saathoff. Dazu gehörten funktionierende lokale Märkte, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Zugang zu Saatgut, Wasser und Dünger sowie Beratung bei klimaangepasster Produktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nannte Saathoff <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a>. Dort unterstütze Deutschland Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der Herstellung organischer Düngemittel. Dadurch wirkten sich internationale Lieferengpässe weniger stark vor Ort aus.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Welternährungsprogramm und mit internationalen Partnern verwies Saathoff auf den School Meals Accelerator. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Bis 2030 sollen 100 Millionen zusätzliche Kinder Zugang zu Schulmahlzeiten erhalten. Dabei gehe es auch um regionale Produktion, lokale Handelsketten, regionale Wertschöpfung und Wissenstransfer in Familien.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf eine Zwischenfrage der Grünen zu Kürzungen bei Welternährung, Klimafinanzierung und Biodiversitätsschutz verwies Saathoff auf den Reformprozess des Ministeriums. Rund ein Fünftel der BMZ-Ausgaben, über zwei Milliarden Euro, fließe in Hunger und Ernährung. Der Kampf gegen Hunger, Armut und Ungleichheit gehöre zu den Kernpunkten der Reform.</p>



<h2 id="h-linke-kritisiert-schulden-konzerne-und-kurzungen" class="wp-block-heading"><span id="linke-kritisiert-schulden-konzerne-und-kuerzungen">Linke kritisiert Schulden, Konzerne und Kürzungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke unterstützte in der Debatte viele Grundlinien des Grünen-Antrags, griff die Bundesregierung aber schärfer an. Maren Kaminski sagte, weltweit litten mehr als 670 Millionen Menschen an Hunger. Mehr als 2,5 Milliarden könnten sich kein gesundes Essen leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaminski beschrieb die Ernährungskrise als Folge politischer Fehlentwicklungen, verschärft durch Pandemie, den russischen Angriff auf die Ukraine und den Krieg gegen Iran. Wenige Konzerne kontrollierten Saatgut, Düngemittel, Handel und Verarbeitung. Zugleich hänge das Ernährungssystem stark an fossiler Energie, vom Erdgas für Dünger bis zu globalen Kühlketten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke forderte Investitionen in Agrarökologie, lokale Märkte, eine kritische Zivilgesellschaft und ein Ende fossiler Abhängigkeiten im Ernährungssystem. Kaminski kritisierte Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe als „zutiefst menschenverachtend“.</p>



<h2 id="h-afd-lehnt-antrag-ab" class="wp-block-heading"><span id="afd-lehnt-antrag-ab">AfD lehnt Antrag ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD stellte sich gegen den Antrag. Der Abgeordnete Rocco Kever nannte ihn eine weitere Milliardenbelastung für deutsche Steuerzahler. Die Hauptursachen für Hunger lägen aus seiner Sicht in korrupten Regierungen, falscher Politik und kriegerischen Konflikten vor Ort, nicht in deutschen Kürzungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kever kritisierte die Ausrichtung auf Agrarökologie, kleinbäuerliche Strukturen und Vorgaben für Kooperationen mit der Privatwirtschaft. Hilfe müsse schnell, direkt und unbürokratisch über verlässliche Partner erfolgen. Deutschland dürfe sich nicht als unbegrenzter Geldgeber der Welt verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag der Grünen wurde nach der halbstündigen Aussprache nicht abgestimmt, sondern zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss überwiesen.</p>
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		<title>Grüne dringen auf mehr Hilfe gegen Hungerkrisen in Sudan und Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Hungersnot]]></category>
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		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Preisschocks, Finanzierungslücken, Sudan und Sahel: Die Grünen wollen die deutsche Hungerhilfe ausbauen und Ernährungssicherheit stärker gegen globale Krisen absichern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20dringen%20auf%20mehr%20Hilfe%20gegen%20Hungerkrisen%20in%20Sudan%20und%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-dringen-auf-mehr-hilfe-gegen-hungerkrisen-in-sudan-und-sahel/">Grüne dringen auf mehr Hilfe gegen Hungerkrisen in Sudan und Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen dringen im Bundestag auf mehr deutsche Hilfe gegen Hungerkrisen in Sudan, Sahel und weiteren Krisenregionen. Der Antrag soll am Freitag, 22. Mai 2026, <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/060/2106010.pdf">beraten</a> und anschließend an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen werden. Die Fraktion verweist auf steigende Preise für Düngemittel, Nahrungsmittel und Energie infolge der Blockade der Straße von Hormus. Zugleich fordert sie, Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit zurückzunehmen und Ernährungssicherheit stärker gegen Krisen, Konflikte und Klimafolgen abzusichern.</p>



<h2 id="h-preisschocks-treffen-krisenregionen-besonders-hart" class="wp-block-heading"><span id="preisschocks-treffen-krisenregionen-besonders-hart">Preisschocks treffen Krisenregionen besonders hart</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit in besonders betroffenen Regionen deutlich aufzustocken. Genannt werden Sudan, Sahel, Gaza und Afghanistan. Die Fraktion verlangt zugleich, keine weiteren deutschen Kürzungen vorzunehmen, die bestehende Finanzierungslücken vergrößern könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sudan waren nach Angaben im Antrag 2024 und 2025 mehr als 24,6 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. Im Sahel befanden sich Ende 2025 mehr als 41,8 Millionen Menschen in einer Nahrungsmittelkrise. Die Grünen verbinden diese Lage mit der Entwicklung an den Weltmärkten, mit Konflikten, Klimafolgen und einer sinkenden internationalen Finanzierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/afrika-steht-vor-schwerem-wirtschaftsschock-durch-iran-krieg/" type="post" id="26316">Die Blockade der Straße von Hormus wird im Antrag als möglicher Auslöser einer neuen globalen Nahrungsmittelkrise beschrieben.</a> Das Welternährungsprogramm warnt demnach, dass 45 Millionen Menschen zusätzlich in Hungersnot geraten könnten, sollte die Blockade anhalten. Die Grünen bezeichnen die Blockade als Reaktion des iranischen Regimes auf völkerrechtswidrige Angriffe der USA und Israels auf den Iran.</p>



<h2 id="h-forderung-nach-mehr-geld-fur-humanitare-hilfe" class="wp-block-heading"><span id="forderung-nach-mehr-geld-fuer-humanitaere-hilfe">Forderung nach mehr Geld für humanitäre Hilfe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion will die Bundesregierung auf eine verlässlichere Finanzierung verpflichten. Der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung soll wieder mindestens auf das Niveau von 2024 steigen. Für dieses Jahr nennt der Antrag 11,2 Milliarden Euro. Die Grünen verweisen darauf, dass der BMZ-Etat von 13,8 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf voraussichtlich 9,3 Milliarden Euro bis 2028 sinken soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Sonderinitiative zur Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme soll nach dem Willen der Fraktion auf mindestens 345 Millionen Euro pro Jahr erhöht und langfristig abgesichert werden. Zusätzlich verlangen die Grünen mehr Mittel für multilaterale Organisationen wie das Welternährungsprogramm, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, den Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung und UNICEF.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag stellt die Finanzierungslücken in einen internationalen Zusammenhang. <a href="https://fokus-afrika.de/usaid-schliessung-tiefgreifende-folgen-fuer-afrika-und-europas-entwicklungspolitik/" type="post" id="13946">Mit dem faktischen Ende von USAID</a> verliere das Welternährungsprogramm rund 40 Prozent seiner Finanzierung und könne etwa 16,7 Millionen Menschen pro Jahr weniger erreichen. Auch westliche Gebermittel für Ernährungsprogramme gegen Mangelernährung seien seit 2022 deutlich zurückgegangen.</p>



<h2 id="h-sudan-sahel-und-gaza-im-zentrum-der-forderungen" class="wp-block-heading"><span id="sudan-sahel-und-gaza-im-zentrum-der-forderungen">Sudan, Sahel und Gaza im Zentrum der Forderungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-24814 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/202410afr_ethiopia_Sudanese-refugee-in-camp.jpg.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Sudan und Sahel verlangen die Grünen gesicherten humanitären Zugang. Im Sahel soll die Finanzierungslücke als sicherheitspolitische Priorität geschlossen werden. In Gaza fordert die Fraktion ungehinderten Zugang für Hilfsgüter und Helfer sowie Unterstützung beim Wiederaufbau lokaler Nahrungsmittelproduktion. UNRWA, andere Organisationen der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen sollen dafür ausreichend finanziert werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Afghanistan soll die humanitäre Hilfe in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufrechterhalten werden. Die Grünen fordern zudem, darauf hinzuwirken, dass Frauen als Landwirtinnen und Fachkräfte für Ernährungssicherung zugelassen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag verbindet Hungerbekämpfung auch mit Konfliktprävention. Lokale Friedensprozesse und Konflikttransformation sollen in fragilen Staaten Teil von Programmen zur Ernährungssicherung werden, besonders bei Streit um Landnutzung, Wasser und Weiderechte.</p>



<h2 id="h-lebensmittelreserven-und-entschuldung-fur-krisenstaaten" class="wp-block-heading"><span id="lebensmittelreserven-und-entschuldung-fuer-krisenstaaten">Lebensmittelreserven und Entschuldung für Krisenstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern den Aufbau und die Stärkung strategischer staatlicher Lebensmittelreserven. Diese sollen helfen, Preisspitzen und Schocks in Lieferketten abzufedern. Besonders gefährdete und hoch verschuldete Länder sollen gezielt bei der Ernährungssicherheit unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf europäischer und internationaler Ebene soll sich die Bundesregierung für eine schnelle und umfassende Entschuldung hochverschuldeter Länder des globalen Südens einsetzen. Mittel für Ernährungssicherheit und klimaresiliente Landwirtschaft sollen Vorrang vor Schuldendienst erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion schlägt außerdem vor, bei ungerechtfertigten Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Düngemitteln eine Übergewinnsteuer auf Zufallsgewinne von Agrarhandels- und Düngemittelkonzernen zu prüfen. Eine solche Debatte solle gegebenenfalls auf EU- und G7-Ebene geführt werden.</p>



<h2 id="h-weniger-abhangigkeit-von-fossilen-lieferketten" class="wp-block-heading"><span id="weniger-abhaengigkeit-von-fossilen-lieferketten">Weniger Abhängigkeit von fossilen Lieferketten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Teil des Antrags richtet sich auf Energie- und Düngemittelabhängigkeiten. Partnerländer, besonders die am wenigsten entwickelten Länder, sollen stärker beim Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt werden. Dadurch sollen Ölpreisschocks und Lieferblockaden künftig weniger stark auf Ernährungssysteme durchschlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sehen auch die Abhängigkeit vieler Länder von mineralischen Düngemitteln als Risiko. Sie fordern mehr Förderung für lokale und regionale Produktion von Biodünger und biologischen Betriebsmitteln. Agrarökologische Ansätze, Mischkulturen, Agroforstwirtschaft und regional angepasste Sorten sollen in der Entwicklungszusammenarbeit stärker gefördert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stehen im Zentrum des Konzepts der Ernährungssouveränität. Der Antrag verweist darauf, dass Familienbetriebe und kleine Produzenten in Subsahara-Afrika und Asien einen großen Teil der Nahrungsmittel erzeugen. Gleichzeitig leben viele hungernde Menschen in ländlichen Regionen.</p>



<h2 id="h-afcfta-und-regionale-wertschopfung" class="wp-block-heading"><span id="afcfta-und-regionale-wertschoepfung">AfCFTA und regionale Wertschöpfung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die europäische Agrar- und Handelspolitik soll nach dem Willen der Grünen stärker an Ernährungssouveränität ausgerichtet werden. Die Bundesregierung soll darauf dringen, dass europäische Entwicklungsprogramme nachhaltige Ernährungssysteme, Klimaanpassung und den Schutz lokaler Produktion fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert außerdem Unterstützung für regionale Integration und die afrikanische Freihandelszone AfCFTA. Regionale Wertschöpfungsketten sollen gestärkt werden. Kleine und mittlere Unternehmen, Frauen, junge Menschen sowie Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sollen nach dem Antrag fair von wirtschaftlicher Integration profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sollen Pestizide, die in der Europäischen Union wegen Gesundheits- oder Umweltrisiken nicht genehmigt sind, nicht von Deutschland aus in Länder außerhalb der EU exportiert werden. Auch Anreize für die Nutzung von Lebensmitteln und Futterpflanzen als Kraftstoffe im Straßenverkehr sollen beendet werden.</p>
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		<title>232 Millionen € Sudan-Hilfe wird zum Streitfall im Bundestag</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/232-millionen-e-sudan-hilfe-wird-zum-streitfall-im-bundestag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 21:25:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>232 Millionen Euro deutsche Hilfe für Sudan, 1,5 Milliarden Euro internationale Zusagen, Millionen Menschen auf der Flucht: Im Bundestag prallen humanitäre Verantwortung, Migrationspolitik und der Streit über externe Kriegsakteure aufeinander.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/232-millionen-e-sudan-hilfe-wird-zum-streitfall-im-bundestag/">232 Millionen € Sudan-Hilfe wird zum Streitfall im Bundestag</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verteidigt ihre Hilfszusagen für den Sudan gegen Kritik aus der Opposition und will zugleich den Druck auf ausländische Unterstützer der Kriegsparteien erhöhen. Die <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw21-de-vereinbarte-debatte-sudan-1174718">Debatte</a> fand am Mittwochabend im Bundestag statt. Außenminister Johann Wadephul bezeichnete die deutschen Hilfen als „geboten“ und „richtig“. Die AfD sprach von „Geldkofferdiplomatie“, Grüne und Linke forderten mehr Druck auf Staaten und Netzwerke, die den Krieg im Sudan weiter befeuern. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadephul-verteidigt-232-millionen-euro-fur-sudan"><span id="wadephul-verteidigt-232-millionen-euro-fuer-sudan">Wadephul verteidigt 232 Millionen Euro für Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul stellte sich in der Debatte hinter die deutschen Zusagen für Sudan und seine Nachbarländer.<a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" type="post" id="26588"> Deutschland hatte bei der internationalen Sudan-Konferenz Mitte April in Berlin 232 Millionen Euro angekündigt.</a> Insgesamt kamen dort Zusagen von 1,5 Milliarden Euro zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sagte, Deutschland werde als große Industrienation seiner humanitären Verantwortung gerecht. „Das können wir uns leisten, das müssen wir uns leisten“, erklärte der CDU-Politiker. Die Hilfe diene Menschen, die durch Krieg, Hunger und Vertreibung in existenzieller Not seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister verband die Hilfe mit migrationspolitischen Interessen. Wenn Menschen vor Ort versorgt würden und nicht hungern müssten, sinke der Druck zur Flucht. Zugleich kündigte Wadephul an, Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei weiter auf ihre Verantwortung anzusprechen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-millionen-menschen-auf-der-flucht"><span id="millionen-menschen-auf-der-flucht">Millionen Menschen auf der Flucht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verwies auf die Dimension der Krise. <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Rund zwölf Millionen Sudanesinnen und Sudanesen seien auf der Flucht, 20 Millionen Menschen litten Hunger.</a> Sie sprach zudem von Tausenden Toten sowie von Frauen und Kindern, die sexualisierte Gewalt erlebt hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministerin wies Kritik an der deutschen Hilfe zurück. <a href="https://fokus-afrika.de/staatsministerin-serap-gueler-reist-nach-tschad-und-sudan/" type="post" id="20996">Deutschland müsse die Anrainerstaaten unterstützen, die Millionen Geflüchtete aufnehmen.</a> Zugleich gehe es darum, Schutzräume für Frauen und Kinder zu schaffen und die Grundlagen für ein Leben nach dem Krieg zu erhalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25084 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-2048x1426.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5013208.jpg 2405w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan sagte, Entwicklungszusammenarbeit arbeite auch daran, soziale und wirtschaftliche Strukturen zu bewahren. Als Beispiel nannte sie Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, damit die Wirtschaft im Krieg nicht vollständig zusammenbricht.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afd-kritisiert-deutsche-hilfszusagen"><span id="afd-kritisiert-deutsche-hilfszusagen">AfD kritisiert deutsche Hilfszusagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan Keuter von der AfD bezeichnete das Leid im Sudan als „Tragödie“, griff die Bundesregierung aber scharf an. Die Politik der „reinen Geldkofferdiplomatie“ müsse enden. Sie biete nur „Scheinlösungen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keuter sprach von <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-beschuldigt-vereinigte-arabische-emirate-und-aethiopien-nach-angriff-auf-flughafen-khartum/" type="post" id="27112">einem Stellvertreterkrieg ausländischer Mächte um Rohstoffe, Bodenschätze und Einfluss.</a> Er fragte, ob die Bundesregierung ernsthaft glaube, das Kalkül dieser Akteure „mit deutschen Scheckbüchern wegsubventionieren“ zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD forderte stärkeren diplomatischen Druck auf externe Unterstützer der Kriegsparteien. Zugleich verlangte Keuter mehr Schutz der deutschen und europäischen Außengrenzen vor möglichen Migrationsbewegungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berliner-prinzipien-sollen-zivilgesellschaft-einbinden"><span id="berliner-prinzipien-sollen-zivilgesellschaft-einbinden">Berliner Prinzipien sollen Zivilgesellschaft einbinden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Boris Mijatovic von den Grünen nannte die Berliner Sudan-Konferenz ein starkes Signal. Besonders hob er die Einbindung der sudanesischen Zivilgesellschaft hervor. Die Berliner Prinzipien und der „Joint Call to End the War“ seien wichtige Ergebnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mijatovic warnte zugleich, die Konferenz dürfe kein Endpunkt sein. Die Bundesregierung müsse nun helfen, Kriegsökonomien einzudämmen. Er nannte Gold, Gummi arabicum und Öl als Rohstoffe, über deren internationale Lieferketten der Krieg indirekt weiter finanziert werde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-27207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen forderten außerdem eine konsequente Überwachung des europäischen Waffenembargos. Auch Partnerstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Saudi-Arabien müssten sich daran halten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-linke-fordert-stopp-von-waffenlieferungen"><span id="linke-fordert-stopp-von-waffenlieferungen">Linke fordert Stopp von Waffenlieferungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vinzenz Glaser von der Linken warf der Bundesregierung Heuchelei vor. Sie spreche von humanitärer Verantwortung, behandle aber Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate weiter als wichtige Partner, obwohl deren Rolle im Sudan hoch umstritten sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glaser verwies auf die demokratische Revolution im Sudan und auf die Emergency Response Rooms, die vielerorts selbst organisierte Hilfe leisten. Diese Strukturen trügen heute einen großen Teil der Versorgung, während ihre Finanzierung unsicher bleibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke forderte einen Stopp aller Waffenlieferungen aus Deutschland. Außerdem verlangte Glaser strengere Regeln für Lieferketten und Sanktionen gegen illegale Handelsstrukturen, die Kriegswirtschaft im Sudan ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wadephul-kundigt-gesprache-mit-regionalmachten-an"><span id="wadephul-kuendigt-gespraeche-mit-regionalmaechten-an">Wadephul kündigt Gespräche mit Regionalmächten an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul wies den Vorwurf zurück, die Bundesregierung bleibe gegenüber externen Akteuren untätig. Er verwies auf Gespräche mit dem türkischen Außenminister und dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate in Berlin. Auch mit Saudi-Arabien und Ägypten wolle er über den Sudan sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Außenminister sagte, Deutschland werde diese Staaten an den Berliner Prinzipien messen. Wer Beziehungen zu den Kriegsparteien habe, müsse seiner internationalen und humanitären Verantwortung gerecht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wadephul sprach zudem den Goldhandel an. <a href="https://fokus-afrika.de/swp-sieht-emirate-als-stoerfaktor-in-afrikas-konflikten/" type="post" id="27403">Die Bundesregierung werde auf EU-Ebene darauf dringen, Akteure rund um diesen Handel stärker in den Blick zu nehmen und Sanktionen zu prüfen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-spd-abgeordnete-warnt-vor-wegsehen"><span id="spd-abgeordnete-warnt-vor-wegsehen">SPD-Abgeordnete warnt vor Wegsehen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD-Abgeordnete Sanae Abdi erklärte auf sozialen Medien, der Sudan dürfe nicht wieder von der politischen Agenda verschwinden. Sie sprach von mehr als 33 Millionen Menschen, die auf Hilfe angewiesen seien, von über 13 Millionen Vertriebenen und fast 30 Millionen Hungernden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="722" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1024x722.jpg" alt="" class="wp-image-14129 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1024x722.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-300x211.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-768x541.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-380x268.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-800x564.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae-1160x818.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/1532px-Abdi_Sanae.jpg 1532w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Abdi bezeichnete die Berliner Konferenz als wichtig, weil sie humanitäre Unterstützung mobilisiert und zugleich Druck für Waffenstillstand, humanitären Zugang und einen zivilen Friedensprozess aufgebaut habe. „Geld allein reicht nicht“, erklärte sie. Nötig sei auch politischer Druck auf Konfliktparteien und externe Akteure, die den Krieg weiter anheizten. </p>
</div></div>
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			<media:title type="html">Reem Alabali-Radovan spricht im Plenum</media:title>
			<media:description type="html">Reem Alabali-Radovan, SPD, MdB, hält Rede zu ZP 4 „Aktuelle Stunde – Pläne der Bundesregierung zur schnelleren Einbürgerung“ im Plenum.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD-Anfrage: 10% der Beschäftigten in Bundesverwaltung mit Einwanderungsgeschichte</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-anfrage-10-der-beschaeftigten-in-bundesverwaltung-mit-einwanderungsgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 11:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nur 9,9 Prozent der Beschäftigten in der Bundesverwaltung haben eine Einwanderungsgeschichte. Die Bundesregierung weist zugleich Quoten bei Einstellungen zurück und verweist auf das Prinzip der Bestenauslese.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afd-anfrage-10-der-beschaeftigten-in-bundesverwaltung-mit-einwanderungsgeschichte/">AfD-Anfrage: 10% der Beschäftigten in Bundesverwaltung mit Einwanderungsgeschichte</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beziffert den Anteil von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte in der Bundesverwaltung auf 9,9 Prozent. Für das Jahr 2024 stützt sie sich auf den Diversität und Chancengleichheit Survey. Auf eine <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/058/2105818.pdf">Kleine Anfrage</a> der AfD-Fraktion erklärte das Bundesinnenministerium zugleich, es gebe keine festen Quoten oder Vorauswahlen für Bewerberinnen und Bewerber mit Einwanderungsgeschichte. Personalentscheidungen müssten weiter an Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ausgerichtet sein. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-nennt-befragung-als-datengrundlage"><span id="bundesregierung-nennt-befragung-als-datengrundlage">Bundesregierung nennt Befragung als Datengrundlage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl beruht auf einer anonymisierten Beschäftigtenbefragung in der Bundesverwaltung. Das Konzept der „Personen mit Einwanderungsgeschichte“ folgt der Definition des Statistischen Bundesamts. Danach werden Personen erfasst, die selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben diesem Konzept nennt die Bundesregierung auch Zahlen zum weiter gefassten Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“. Nach dem Diversität und Chancengleichheit Survey lag ihr Anteil in der Bundesverwaltung 2024 bei 16,2 Prozent. Im Survey 2019 waren es 12 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist darauf, dass Menschen mit Einwanderungsgeschichte gemessen an ihrem Anteil in der Bevölkerung seltener in der Bundesverwaltung vertreten seien. <a href="https://fokus-afrika.de/personen-mit-einwanderungsgeschichte-praegen-gruendungsdynamik-in-deutschland/">Die Gründe dafür könnten unterschiedlich sein.</a> Die Diversitätsstrategie setze deshalb vor allem bei Stellenausschreibungen, Praktikumsplätzen und der Ansprache des Bundes als Arbeitgeber an. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-festen-quoten-bei-einstellungen"><span id="keine-festen-quoten-bei-einstellungen">Keine festen Quoten bei Einstellungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erklärte, in der Bundesverwaltung gebe es keine Vorauswahl und keine feste Quote zur Einladung von Bewerberinnen und Bewerbern mit Einwanderungsgeschichte. Unterschiedliche Bewerberlisten für Personen mit und ohne Einwanderungsgeschichte seien ihr für die Bundesverwaltung nicht bekannt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="950" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-1024x950.jpg" alt="" class="wp-image-27453 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-1024x950.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-300x278.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-768x712.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-380x352.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-800x742.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz-1160x1076.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Berlin_Mitte_Mohrenstrasse_37_Bundesministerium_der_Justiz.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch quantitative Zielvorgaben zur Erhöhung des Anteils von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte gebe es innerhalb der Bundesverwaltung nicht. Für Personalentscheidungen gelten nach Darstellung der Bundesregierung Artikel 33 Absatz 2 des Grundgesetzes sowie die Vorgaben des Bundesbeamtengesetzes. Maßgeblich seien Eignung, Befähigung und fachliche Leistung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält zugleich fest, dass Diversitätskompetenz kein eigenständiges Auswahlkriterium außerhalb dieser Vorgaben sei. Je nach Stelle könne ein Anforderungsprofil jedoch soziale Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt oder Kenntnisse des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes berücksichtigen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diversitatsstrategie-gilt-unverandert-fort"><span id="diversitaetsstrategie-gilt-unveraendert-fort">Diversitätsstrategie gilt unverändert fort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diversitätsstrategie der Bundesregierung wurde am 29. Januar 2025 vom Bundeskabinett beschlossen und gilt nach Angaben der Bundesregierung unverändert fort. Sie enthält größtenteils Empfehlungen, umfasst aber auch verpflichtende Elemente. Dazu zählen Schulungen für Beschäftigte und Führungskräfte sowie vielfaltssensible Stellenausschreibungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ressortübergreifende zusätzliche Umsetzungsvorschriften oder Anweisungen bestehen nach Angaben der Bundesregierung nicht. Vorgesetzte mit Personalverantwortung werden demnach auch nicht danach beurteilt, ob sie die Zahl der Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte in ihrem Bereich erhöhen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beschwerden-und-klagen-nur-eingeschrankt-erfasst"><span id="beschwerden-und-klagen-nur-eingeschraenkt-erfasst">Beschwerden und Klagen nur eingeschränkt erfasst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 wurden in den Ressorts rund 235 Beschwerden nach Paragraf 13 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes erfasst. Eine systematische, zentrale Erfassung gebe es nicht, erklärte die Bundesregierung. Die Angaben hätten deshalb nur eingeschränkte Aussagekraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Klagen wegen Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wurden seit 2020 rund 90 Verfahren gegen den Bund erfasst. Auch hier verweist die Bundesregierung auf eine fehlende zentrale Erfassung. Bei mehreren Verfahren ging es um ethnische Herkunft oder Religion, einige Verfahren sind noch anhängig. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schulungen-zu-diversitat-und-auswahlverfahren"><span id="schulungen-zu-diversitaet-und-auswahlverfahren">Schulungen zu Diversität und Auswahlverfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung hat seit 2025 insgesamt 21 Veranstaltungen zu Themen wie kultursensible Personalauswahl, interkulturelle Kompetenzen und „Unconscious Bias“ durchgeführt. Daran nahmen 260 Personen teil. Die Gesamtkosten lagen bei 61.113,62 Euro, davon 39.345 Euro für externe Dozierende.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/auswaertige-amt-weist-vorwurf-woker-projekte-der-afd-zurueck/">Zusätzlich wurden im Rahmen einer Ressortabfrage rund 390 Beschäftigte in Inhouse-Schulungen oder durch externe Dienstleister geschult.</a> Dafür entstanden Kosten von rund 98.000 Euro. Zwei Behörden bieten außerdem E-Learning-Angebote zum Thema „Unconscious Bias“ an.</p>
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			<media:title type="html">Berlin,_Mitte,_Mohrenstrasse_37,_Bundesministerium_der_Justiz</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Grüne verlangen Tempo bei der Aufarbeitung des Kolonialismus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-tempo-bei-der-aufarbeitung-des-kolonialismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 09:16:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kolonialgeschichte, Restitution, Erinnerungsort: Die Grünen setzen die Bundesregierung mit 31 Fragen zur Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus unter Druck.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgruene-verlangen-tempo-bei-der-aufarbeitung-des-kolonialismus%2F&amp;action_name=Gr%C3%BCne%20verlangen%20Tempo%20bei%20der%20Aufarbeitung%20des%20Kolonialismus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-verlangen-tempo-bei-der-aufarbeitung-des-kolonialismus/">Grüne verlangen Tempo bei der Aufarbeitung des Kolonialismus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen setzen die Bundesregierung beim geplanten Erinnerungskonzept zum Kolonialismus unter Druck. Am 13. Mai wurde dazu eine <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/058/2105859.pdf">Kleine Anfrage</a> im Bundestag bekannt. Die Fraktion verlangt konkrete Angaben zu Zeitplan, Standortsuche, Finanzierung und Beteiligung von Herkunftsgesellschaften. <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-verabschiedet-gesetz-zur-kriminalisierung-des-franzoesischen-kolonialismus/">Auch ein geplantes Restitutionsgesetz rückt damit erneut in den parlamentarischen Fokus. </a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-eigenen-erinnerungsort"><span id="streit-um-eigenen-erinnerungsort">Streit um eigenen Erinnerungsort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will die deutsche Kolonialgeschichte nicht in die im November 2025 beschlossene Gedenkstättenkonzeption des Bundes aufnehmen. <a href="https://fokus-afrika.de/kolonialismus-und-entwicklungspolitik-deutschland-setzt-auf-kritische-aufarbeitung/">Stattdessen soll ein eigenes Erinnerungskonzept zum Kolonialismus entstehen.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist zudem ein „würdiger Erinnerungsort“ vorgesehen. Die Grünen fragen nun, nach welchen Kriterien der Standort ausgewählt werden soll, welche Orte geprüft werden und wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion will außerdem wissen, ob Bildungs- und Forschungsangebote Teil des Erinnerungsortes werden sollen. Auch die Unterstützung von Erinnerungsorten in Herkunftsgesellschaften steht im Fragenkatalog.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-restitution-bleibt-offener-konfliktpunkt"><span id="restitution-bleibt-offener-konfliktpunkt">Restitution bleibt offener Konfliktpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Erinnerungspolitik greift die Anfrage die Rückgabe von Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten auf. Die Grünen fragen, wann die Bundesregierung einen Entwurf für ein Restitutionsgesetz vorlegen will und welches Ressort die Federführung übernimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher gibt es gemeinsame Leitlinien von Bund, Ländern und Kommunen. Eine gesetzliche Grundlage fehlt. Die Abgeordneten verlangen Angaben zu Zuständigkeiten, Entscheidungswegen, Übergangsregeln und zur Beteiligung von Herkunftsgesellschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Finanzierung steht im Fokus. Die Bundesregierung soll darlegen, welche Mittel 2026 für Rückführungen vorgesehen sind und wie viel davon bereits gebunden oder ausgegeben wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fragen-zu-schadel-sammlung-und-transparenz"><span id="fragen-zu-schaedel-sammlung-und-transparenz">Fragen zu Schädel-Sammlung und Transparenz</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-1024x712.jpg" alt="" class="wp-image-27355 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-1024x712.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-800x556.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/5030638-2.jpg 1255w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Anfrage umfasst insgesamt 31 Punkte. Darunter sind Fragen zur Provenienzforschung, zur geplanten zentralen Anlaufstelle für menschliche Überreste und zum Umgang mit rund 6.000 noch nicht erforschten Schädeln aus einer Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/rueckgaben-von-kulturgueter-aus-dem-kolonialismus-sollen-schneller-zurueckgefuehrt-werden/">Die Grünen fordern außerdem eine Übersicht über laufende und abgeschlossene Rückgabeprozesse.</a> Die Bundesregierung soll erklären, ob eine regelmäßig aktualisierte, öffentlich zugängliche Liste geplant ist.</p>
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			<media:title type="html">75 Jahre Europaeische Menschenrechtskonvention</media:title>
			<media:description type="html">75 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK): ein europäischer Triumph in Gefahr  - Hier Awet Tesfaiesus (l), Bündnis 90/Die Grünen, MdB, im Gespräch.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Südafrikas Präsident Ramaphosa lehnt Rücktritt nach Gerichtsurteil ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-lehnt-ruecktritt-nach-gerichtsurteil-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Südafrikas Präsident Ramaphosa steht erneut unter Druck: Das Parlament muss das Amtsenthebungsverfahren zur Phala-Phala-Affäre wieder aufnehmen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedafrikas-praesident-ramaphosa-lehnt-ruecktritt-nach-gerichtsurteil-ab%2F&amp;action_name=S%C3%BCdafrikas%20Pr%C3%A4sident%20Ramaphosa%20lehnt%20R%C3%BCcktritt%20nach%20Gerichtsurteil%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-praesident-ramaphosa-lehnt-ruecktritt-nach-gerichtsurteil-ab/">Südafrikas Präsident Ramaphosa lehnt Rücktritt nach Gerichtsurteil ab</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa lehnt einen Rücktritt trotz eines wieder aufgenommenen Amtsenthebungsverfahrens in der Phala-Phala-Affäre ab. Am Montagabend wandte er sich in einer Fernsehansprache an die Nation. Das Verfassungsgericht hatte zuvor einen Parlamentsbeschluss von 2022 aufgehoben, mit dem die damalige ANC-Mehrheit ein Verfahren gegen Ramaphosa gestoppt hatte. Nun muss der Bericht eines unabhängigen Gremiums an einen Amtsenthebungsausschuss der Nationalversammlung weitergeleitet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ramaphosa-stellt-sich-gegen-rucktrittsforderungen"><span id="ramaphosa-stellt-sich-gegen-ruecktrittsforderungen">Ramaphosa stellt sich gegen Rücktrittsforderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ramaphosa sagte, das Urteil des Verfassungsgerichts zwinge ihn nicht zum Rücktritt. Das Gericht habe keine Feststellung zu seinem Verhalten getroffen und auch nicht entschieden, ob mögliche Vorwürfe eine Amtsenthebung rechtfertigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich möchte mit allem Respekt klarstellen, dass ich nicht zurücktreten werde“, sagte Ramaphosa. Ein Rücktritt würde den in der Verfassung vorgesehenen Prozess vorwegnehmen, einem aus seiner Sicht fehlerhaften Bericht Gewicht verleihen und seine Verantwortung als Präsident aufgeben.</p>



<blockquote class="twitter-broadcast" data-broadcast-id="1RKZzjQdEOrKB"><a href="https://x.com/i/broadcasts/1RKZzjQdEOrKB">Broadcast</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident kündigte zugleich an, den Bericht des unabhängigen Gremiums gerichtlich überprüfen zu lassen. Er begründete den Schritt damit, dass die Arbeit des Parlaments auf einem Bericht beruhen würde, den er für rechtlich und sachlich fehlerhaft hält.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-phala-phala-affare-belastet-den-prasidenten-seit-2022"><span id="phala-phala-affaere-belastet-den-praesidenten-seit-2022">Phala-Phala-Affäre belastet den Präsidenten seit 2022</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorwürfe gehen auf einen Einbruch auf Ramaphosas Farm Phala Phala im Februar 2020 zurück. Dabei wurde Bargeld gestohlen, das auf dem Anwesen versteckt gewesen sein soll. Ramaphosa bestreitet Fehlverhalten und erklärte wiederholt, er habe kein öffentliches Geld gestohlen, keine Straftat begangen und seinen Amtseid nicht verletzt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="741" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDLpGfW4AAWDqM.jpeg" alt="" class="wp-image-27342 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDLpGfW4AAWDqM.jpeg 741w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDLpGfW4AAWDqM-300x276.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HIDLpGfW4AAWDqM-380x349.jpeg 380w" sizes="(max-width: 741px) 100vw, 741px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein unabhängiges Gremium der Nationalversammlung kam 2022 zu dem vorläufigen Schluss, dass Ramaphosa möglicherweise schweres Fehlverhalten begangen und gegen die Verfassung verstoßen haben könnte. Der Bericht warf Fragen dazu auf, wie das Bargeld auf die Farm gelangte, ob es ordnungsgemäß deklariert wurde und warum es nicht auf einem Bankkonto lag.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationalversammlung stimmte im Dezember 2022 gegen die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens. Damals verfügte der Afrikanische Nationalkongress noch über eine eigene Mehrheit im Parlament. Das Verfassungsgericht erklärte diesen Beschluss nun für ungültig und ordnete an, dass der Bericht an den zuständigen Ausschuss überwiesen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlament-muss-nachsten-schritt-einleiten"><span id="parlament-muss-naechsten-schritt-einleiten">Parlament muss nächsten Schritt einleiten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationalversammlung kann einen Präsidenten wegen schwerer Verfassungs- oder Gesetzesverstöße, schweren Fehlverhaltens oder Amtsunfähigkeit absetzen. Der Prozess läuft in mehreren Stufen. Zunächst prüft ein unabhängiges Gremium, ob ausreichende Anhaltspunkte bestehen. Danach entscheidet das Parlament, ob ein Amtsenthebungsausschuss eingesetzt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt der Ausschuss zu dem Schluss, dass der Präsident abgesetzt werden soll, stimmt die Nationalversammlung über seine Amtsenthebung ab. Dafür ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die Nationalversammlung hat 400 Sitze, Ramaphosas ANC verfügt seit der Wahl 2024 nur noch über 159 Sitze und regiert in einer Koalition mit der Democratic Alliance und kleineren Parteien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident könnte auch über ein Misstrauensvotum aus dem Amt gedrängt werden. Dafür reicht eine einfache Mehrheit. Die Parteien uMkhonto weSizwe und African Transformation Movement haben entsprechende Anträge eingebracht. Das Parlament hat noch nicht mitgeteilt, ob und wann darüber abgestimmt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-opposition-halt-druck-auf-ramaphosa-aufrecht"><span id="opposition-haelt-druck-auf-ramaphosa-aufrecht">Opposition hält Druck auf Ramaphosa aufrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/suedafrikas-oppositionsfuehrer-julius-malema-muss-fuenf-jahre-ins-gefaengnis/" type="post" id="26597">Economic Freedom Fighters</a> kritisieren Ramaphosas angekündigte gerichtliche Überprüfung des Gremienberichts als Verzögerungstaktik. Der südafrikanische Rechtsanalyst Mpumelelo Nyoka sagte dem <a href="https://www.sabcnews.com/sabcnews/ramaphosas-review-bid-cannot-halt-impeachment-process-analyst/">Sender <em>SABC</em></a>, der Präsident könne zwar eine gerichtliche Überprüfung anstreben, dies entbinde das Parlament aber nicht von seiner verfassungsrechtlichen Pflicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nyoka verwies darauf, dass Entscheidungen der Gerichte bindend seien und ohne Verzögerung umgesetzt werden müssten. Ein Versuch der Exekutive, das Parlament an der Erfüllung seiner Aufgaben zu hindern, hätte nach seiner Einschätzung geringe Erfolgsaussichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ANC-Führung hat südafrikanischen Medien zufolge ihre Spitzenfunktionäre für Dienstagabend zu einer Dringlichkeitssitzung in Kapstadt einberufen. Ramaphosa blieb seiner Ansprache zufolge bei seiner Linie, die verfassungsrechtlichen Verfahren zu respektieren und zugleich den Bericht des unabhängigen Gremiums vor Gericht anzugreifen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nachfolge-ware-nicht-automatisch-geklart"><span id="nachfolge-waere-nicht-automatisch-geklaert">Nachfolge wäre nicht automatisch geklärt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Rücktritt oder einer Amtsenthebung übernimmt zunächst ein amtierender Präsident. Die südafrikanische Verfassung sieht dafür eine Reihenfolge vor: zuerst der Vizepräsident, danach ein vom Kabinett bestimmter Minister oder die Parlamentspräsidentin.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="880" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-1024x880.jpeg" alt="" class="wp-image-27341 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-1024x880.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-300x258.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-768x660.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-1536x1320.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-380x327.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-800x688.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC-1160x997.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/HHy1mLhWAAEd8VC.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vizepräsident Paul Mashatile würde Ramaphosa bei einer Amtsenthebung oder einem Rücktritt nicht automatisch dauerhaft ersetzen. Das Parlament müsste einen neuen Präsidenten wählen. Die Kandidaten werden von Abgeordneten nominiert, gewählt wird in geheimer Abstimmung. Für die Wahl ist eine Mehrheit der Mitglieder der Nationalversammlung erforderlich.</p>
</div></div>
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		<title>AfD hakt nach: BMZ öffnet Entwicklungspolitik stärker für Unternehmen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 12:15:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>AfD fragt kritisch nach, das BMZ bestätigt den Kurs: Deutsche Entwicklungspolitik wird stärker mit Unternehmen, Rohstoffen, Energie und Fachkräften verknüpft.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-hakt-nach-bmz-oeffnet-entwicklungspolitik-staerker-fuer-unternehmen%2F&amp;action_name=AfD%20hakt%20nach%3A%20BMZ%20%C3%B6ffnet%20Entwicklungspolitik%20st%C3%A4rker%20f%C3%BCr%20Unternehmen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ bindet private Unternehmen stärker in die Entwicklungszusammenarbeit ein und verteidigt diesen Kurs nach Nachfragen der AfD-Fraktion als Teil deutscher Wirtschaftsinteressen. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/056/2105693.pdf">Antwort</a> der Bundesregierung wurde am 11. Mai durch den Bundestag veröffentlicht. Aktuell laufen Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft in 57 Ländern. Berlin nennt Energieversorgung, kritische Rohstoffe, neue Märkte und Fachkräfte als Gründe für die stärkere wirtschaftliche Ausrichtung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaft-wird-teil-der-entwicklungsstrategie"><span id="wirtschaft-wird-teil-der-entwicklungsstrategie">Wirtschaft wird Teil der Entwicklungsstrategie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion hatte wissen wollen, wie stark private Unternehmen inzwischen in der deutschen wirtschaftlichen Zusammenarbeit eingebunden sind und wie öffentliche Mittel dafür eingesetzt werden. Die Bundesregierung antwortet mit einer klaren Linie: Wirtschaftliche Zusammenarbeit nimmt eine zentrale Rolle in der Entwicklungspolitik ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ bündelt seine Programme seit Anfang 2024 unter der Dachmarke „Partners in Transformation“. Die Projekte laufen unter anderem in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/" type="category" id="78">Senegal</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a>, aber auch in Ländern außerhalb Afrikas wie Brasilien, Indien, Vietnam und der Ukraine.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-nennt-rohstoffe-energie-und-fachkrafte"><span id="berlin-nennt-rohstoffe-energie-und-fachkraefte">Berlin nennt Rohstoffe, Energie und Fachkräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt die Einbindung von Unternehmen nicht nur als Entwicklungspolitik. Sie verbindet sie ausdrücklich mit deutschen Interessen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="591" height="925" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2.jpg" alt="" class="wp-image-25086 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2.jpg 591w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2-192x300.jpg 192w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2-380x595.jpg 380w" sizes="(max-width: 591px) 100vw, 591px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland sei als Export- und Industrienation stärker auf verlässliche Partnerschaften angewiesen, „zum Beispiel bei der Energieversorgung, beim Zugang zu kritischen Rohstoffen und für neue Handels- und Investitionsmöglichkeiten sowie beim Werben um qualifizierte Fachkräfte“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das BMZ macht wirtschaftliche Zusammenarbeit deshalb zu einem Schwerpunkt. Partnerländer sollen von Investitionen, lokaler Wertschöpfung und Beschäftigung profitieren. Deutsche und europäische Unternehmen sollen zugleich bessere Bedingungen für Handel, Lieferketten und Investitionen erhalten.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offentliche-mittel-sinken-seit-2021"><span id="oeffentliche-mittel-sinken-seit-2021">Öffentliche Mittel sinken seit 2021</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Programme zur Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft stellte der Bund 2021 noch 267 Millionen Euro bereit. 2025 waren es 162,3 Millionen Euro. Trotz sinkender Mittel führt die Bundesregierung den Kurs fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Projekte betreffen zahlreiche Bereiche: Landwirtschaft, Industrie, Bildung, Gesundheit, Energie, Wasser, Transport, Kommunikation, Bergbau, Tourismus und Wiederaufbau. Die Bundesregierung ordnet sie BMZ-Themen wie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung, Klima und Energie sowie Ernährungssysteme zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angebot-an-die-privatwirtschaft"><span id="angebot-an-die-privatwirtschaft">Angebot an die Privatwirtschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt die Einbindung der Wirtschaft ausdrücklich ein Angebot an Unternehmen. Zwischen den betroffenen Ministerien werde abgestimmt, um dieses Angebot für Deutschland, Europa und Partnerländer zu verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei möglichen Zielkonflikten verweist Berlin auf politische Steuerung, Programmkontrolle und regelmäßigen Austausch mit Wirtschaftsakteuren. Die Zusammenarbeit werde überprüft und bei Bedarf angepasst.</p>
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			<media:title type="html">5026712-2</media:title>
			<media:description type="html">Der Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Wolfgang Stefinger ( rechts im Bild.), MdB, CDU/CSU, im Gespräch mit der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali-Radovan, MdB, SPD( Bildmitte) und Mitarbeitende</media:description>
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		<title>Berlin hält an Entwicklungszielen fest, lässt Finanzierung aber offen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/berlin-haelt-an-entwicklungszielen-fest-laesst-finanzierung-aber-offen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 10:58:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland richtet seine Entwicklungszusammenarbeit neu aus: mehr deutsche Interessen, mehr Europa, mehr Afrika-Fokus. Doch bei der Finanzierung bleibt die Bundesregierung vage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-haelt-an-entwicklungszielen-fest-laesst-finanzierung-aber-offen%2F&amp;action_name=Berlin%20h%C3%A4lt%20an%20Entwicklungszielen%20fest%2C%20l%C3%A4sst%20Finanzierung%20aber%20offen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-haelt-an-entwicklungszielen-fest-laesst-finanzierung-aber-offen/">Berlin hält an Entwicklungszielen fest, lässt Finanzierung aber offen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält trotz Reform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit an Armutsbekämpfung und internationalen Finanzierungszielen fest, macht aber keine Zusage zur künftigen Ausstattung des BMZ-Haushalts. Das geht aus einer am 11. Mai veröffentlichten <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/056/2105641.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik/" type="post" id="27170">Grünen-Fraktion</a> hervor. Die Agenda 2030 bleibe der „handlungsleitende Kompass“ für <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/" type="post" id="25083">die Neuausrichtung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.</a> Zugleich soll deutsche Entwicklungspolitik stärker europäisch ausgerichtet, interessengeleitet und mit wirtschafts- und sicherheitspolitischen Zielen verzahnt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-interessen-sollen-starker-einfliessen"><span id="deutsche-interessen-sollen-staerker-einfliessen">Deutsche Interessen sollen stärker einfließen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt deutsche Interessen in der Entwicklungszusammenarbeit als Ergebnis eines politischen Abwägungsprozesses. Dazu zählt sie entwicklungspolitische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische, geostrategische und menschenrechtliche Interessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Reformplan soll die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bis Sommer 2027 strukturell, finanziell und inhaltlich neu ausrichten. Vier Ziele prägen den Kurs: Armut, Hunger und Ungleichheiten überwinden, Frieden und Stabilität fördern, wirtschaftliche Zusammenarbeit für nachhaltiges Wachstum ermöglichen und strategische Allianzen für globale Lösungen stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen hatten nach möglichen Zielkonflikten gefragt, weil der Reformplan deutsche und europäische Eigeninteressen stärker betont. Die Bundesregierung verweist auf eine partnerorientierte Entwicklungspolitik, die deutsche Interessen offen benennen und zugleich Interessen der Partnerländer berücksichtigen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-0-7-prozent-ziel-bleibt-ohne-haushaltszusage"><span id="07-prozent-ziel-bleibt-ohne-haushaltszusage">0,7-Prozent-Ziel bleibt ohne Haushaltszusage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Finanzierung bleibt die Bundesregierung vorsichtig. <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verfehlt-2025-erneut-das-un-ziel-fuer-entwicklungshilfe/" type="post" id="26364">Die ODA-Quote von 0,7 Prozent sowie die Zusage von 0,2 Prozent für die am wenigsten entwickelten Länder blieben „wichtige internationale Ziele“.</a> Zur künftigen Ausgestaltung des BMZ-Haushalts macht sie jedoch keine Angaben und verweist auf die laufende Haushaltsaufstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beim erwarteten Rückgang des BMZ-Etats nennt die Bundesregierung keine konkrete Haushaltslinie. Die Mittel des Ministeriums sollen auf die Reformziele ausgerichtet und innerhalb der Ziele weiter priorisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Grünen ist die Frage der Finanzierung zentral, weil der BMZ-Etat nach den <a href="https://fokus-afrika.de/haushalt-2026-plus-fuer-das-auswaertiges-amt-abzuege-beim-bmz/" type="post" id="20020">Kürzungen 2025 und 2026 weiter unter Druck steht.</a> Die Bundesregierung prüft zudem Möglichkeiten, den Gewährleistungsrahmen im Zuständigkeitsbereich des BMZ auszuweiten. Kredite mit Bundesabsicherung über die KfW spielen nach ihrer Darstellung auch bei Klima- und Biodiversitätszielen eine Rolle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-ruckt-bei-ernahrung-starker-in-den-fokus"><span id="afrika-rueckt-bei-ernaehrung-staerker-in-den-fokus">Afrika rückt bei Ernährung stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ernährungspolitik sieht die Reform eine regionale Konzentration auf Partnerländer in Afrika vor. Laos ist nach Angaben der Bundesregierung das einzige am wenigsten entwickelte Land außerhalb Afrikas, das von dieser Fokussierung betroffen ist. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-startet-internationale-initiative-fuer-schulessen-und-bildung-von-100-millionen-kindern/" type="post" id="23631">Die Unterstützung dort soll über multilaterale Instrumente erfolgen.</a> Krisenkontexte bleiben von der regionalen Fokussierung ausgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei sozialer Sicherung verschiebt das BMZ bilaterale Programme regional. Die staatliche Zusammenarbeit in diesem Bereich soll sich künftig auf die EU-Nachbarschaft, Nordafrika und Nahost, das Horn von Afrika sowie die Sahelzone konzentrieren. Bilaterale Maßnahmen außerhalb dieser Fokusregionen sollen auslaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Wasser, Klima und Ernährung verweist die Bundesregierung auf <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-sagt-ecowas-49-millionen-euro-unterstuetzung-zu/" type="post" id="21856">Kooperationen mit afrikanischen Regionalorganisationen</a>. Genannt werden die Afrikanische Union, die Tschadseebeckenkommission und die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesundheit-soll-starker-multilateral-laufen"><span id="gesundheit-soll-staerker-multilateral-laufen">Gesundheit soll stärker multilateral laufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gesundheitsbereich will die Bundesregierung ihr Engagement künftig vor allem über multilaterale Organisationen umsetzen. Das BMZ konzentriert die bilaterale staatliche Zusammenarbeit in globaler Gesundheit auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte sowie auf die Zusammenarbeit mit Regionalorganisationen zur Pandemievorsorge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kooperationen mit der Gesundheitswirtschaft. <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-reist-nach-nairobi-und-setzt-auf-afrikanische-pharmaproduktion/" type="post" id="26877">Dazu zählt die Förderung regionaler Impfstoff- und Pharmaproduktion in Afrika.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Abwicklung bilateraler Gesundheitsvorhaben nennt die Bundesregierung Nigeria, Sierra Leone, Kambodscha, Nepal und Usbekistan als betroffene Partnerländer. Die konkrete Umsetzung werde mit den jeweiligen Regierungen geprüft. Kein Vorhaben solle abrupt beendet, sondern geordnet an Partner übergeben werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-ausrichtung-und-global-gateway"><span id="europaeische-ausrichtung-und-global-gateway">Europäische Ausrichtung und Global Gateway</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die stärkere europäische Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit soll über eine engere Verzahnung bilateraler und europäischer Maßnahmen erfolgen. Das BMZ will sich früher in europäische Initiativen wie <a href="https://fokus-afrika.de/au-eu-gipfel-in-luanda-25-jahre-partnerschaft-und-neue-zusagen-fuer-handel-klima-und-sicherheit/" type="post" id="22272">Team Europe</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Global Gateway einbringen und diese entlang deutscher Prioritäten mitgestalten.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ko-Finanzierungen sollen strategischer genutzt werden, um zusätzliche Mittel zu mobilisieren und die Wirkung deutscher Beiträge zu erhöhen. Investitionsvorschläge deutscher Unternehmen sollen darauf geprüft werden, ob sie zur Entwicklungsagenda des Partnerlandes passen und von diesem unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Global Gateway betont die Bundesregierung eine entwicklungsorientierte Ausgestaltung. Zugleich stellt sie klar, dass Ernährungssouveränität der lokalen Bevölkerung kein ausdrücklicher Schwerpunkt der Global-Gateway-Strategie ist, auch wenn einzelne Projekte landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten enthalten können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krisenpravention-mit-schwerpunkt-sahel-und-horn-von-afrika"><span id="krisenpraevention-mit-schwerpunkt-sahel-und-horn-von-afrika">Krisenprävention mit Schwerpunkt Sahel und Horn von Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Krisenprävention will die Bundesregierung stärker geografisch priorisieren. Genannt werden die EU-Nachbarschaft, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/" type="category" id="22">Nordafrika</a> und Nahost, das <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">Horn von Afrika</a> sowie die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelzone</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform verbindet Entwicklungspolitik enger mit Sicherheits- und Außenpolitik. Die Bundesregierung spricht dabei von einem Dreiklang aus Entwicklungs-, Sicherheits- und Außenpolitik. Dies entspreche der integrativen Herangehensweise der Agenda 2030.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich Schuldenpolitik unterstützt Berlin eine Weiterentwicklung des G20 Common Framework. Das Verfahren soll verbindlicher, schneller, geordneter und transparenter werden. Die Bundesregierung nennt unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/" type="category" id="46">Sambia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> als Länder, für die über <a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/" type="post" id="26919">das Instrument bereits Umschuldungsvereinbarungen erreicht wurden.</a></p>
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		<item>
		<title>Mehr Menschen scheitern an Integrationskursen in Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mehr-menschen-scheitern-an-integrationskursen-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 09:46:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Weniger neue Teilnehmer, weniger erfolgreiche Abschlüsse, mehr Inaktivitätsfälle: Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen deutliche Verschiebungen bei Integrationskursen in Deutschland.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmehr-menschen-scheitern-an-integrationskursen-in-deutschland%2F&amp;action_name=Mehr%20Menschen%20scheitern%20an%20Integrationskursen%20in%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland beginnen deutlich weniger Menschen einen Integrationskurs. Der Rückgang zeigt sich im Vergleich der Jahre 2024 und 2025. Die Zahl neuer Kursteilnehmer sank von 363.466 auf 307.030. Auch die Zahl erfolgreicher Kursaustritte ging zurück, von 167.579 auf 157.864.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung nennt die Zahlen in ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105716.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Bilanz der Integrationskurse und des Deutsch-Tests für Zuwanderer in den Jahren 2023 bis 2025. Der Integrationskurs soll Sprachkenntnisse vermitteln und mit dem Deutsch-Test für Zuwanderer sowie dem Test „Leben in Deutschland“ abgeschlossen werden. Für eine erfolgreiche Teilnahme ist grundsätzlich das Sprachniveau B1 im Deutsch-Test erforderlich, zusätzlich muss der Test „Leben in Deutschland“ bestanden werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zahl-neuer-kursteilnehmer-sinkt-um-mehr-als-56-000"><span id="zahl-neuer-kursteilnehmer-sinkt-um-mehr-als-56-000">Zahl neuer Kursteilnehmer sinkt um mehr als 56.000</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl neuer Kursteilnehmer lag 2023 noch bei 363.478 und blieb 2024 mit 363.466 nahezu unverändert. Im Jahr 2025 ging sie auf 307.030 zurück. Das entspricht einem Minus von 56.436 Personen gegenüber dem Vorjahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den neuen Teilnehmern machten Drittstaatsangehörige auch 2025 den größten Anteil aus. Ihre Zahl lag bei 276.521, das waren 91,1 Prozent der ausländischen Kursteilnehmer ohne Spätaussiedler. Staatsangehörige aus EU-Ländern kamen auf 26.867 neue Teilnehmer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Gruppe stellte weiter die Ukraine. 2025 begannen 92.518 Ukrainerinnen und Ukrainer einen Integrationskurs, nach 117.382 im Jahr 2024 und 168.078 im Jahr 2023. Danach folgten Syrien mit 47.964 neuen Teilnehmern, Afghanistan mit 22.526 und die Türkei mit 19.923. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-kursaustritte-aber-weniger-erfolgreiche-abschlusse"><span id="mehr-kursaustritte-aber-weniger-erfolgreiche-abschluesse">Mehr Kursaustritte, aber weniger erfolgreiche Abschlüsse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtzahl der Kursaustritte stieg trotz sinkender Neueintritte. Sie lag 2023 bei 362.408, 2024 bei 400.234 und 2025 bei 409.785. Die Bundesregierung verweist darauf, dass Integrationskurse oft über ein Kalenderjahr hinauslaufen und Teilnehmende flexibel einsteigen können. Neue Kursteilnehmer und Kursaustritte desselben Jahres lassen sich deshalb nicht direkt miteinander verrechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den erfolgreichen Kursaustritten zeigt sich dagegen ein Rückgang. 2023 lagen sie bei 155.331, 2024 bei 167.579 und 2025 bei 157.864. Unter den erfolgreichen Kursaustritten waren 2025 insgesamt 54.088 ukrainische Staatsangehörige, 27.759 syrische, 9.950 afghanische und 8.600 türkische Staatsangehörige. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsch-test-rund-55-prozent-erreichen-b1"><span id="deutsch-test-rund-55-prozent-erreichen-b1">Deutsch-Test: Rund 55 Prozent erreichen B1</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Deutsch-Test für Zuwanderer erreichten 2025 insgesamt 175.193 Teilnehmer das Sprachniveau B1. Das entsprach 55,0 Prozent aller erfassten DTZ-Teilnehmer. Weitere 102.663 Teilnehmer erreichten A2, 40.694 blieben unter A2.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit lag der B1-Anteil im Gesamtwert leicht unter den Vorjahren. 2023 erreichten 55,9 Prozent der DTZ-Teilnehmer B1, 2024 waren es 56,3 Prozent. In absoluten Zahlen wurden 2024 mit 180.507 mehr B1-Ergebnisse gezählt als 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlicher fällt die Veränderung bei Teilnehmern aus, die nur im Erstverfahren erfasst wurden. Dort erreichten 2023 noch 68,9 Prozent B1, 2024 waren es 62,9 Prozent und 2025 54,4 Prozent. Die Zahl der Erstverfahren stieg zugleich von 224.753 im Jahr 2024 auf 267.418 im Jahr 2025. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-inaktivitat-steigt-deutlich"><span id="inaktivitaet-steigt-deutlich">Inaktivität steigt deutlich</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-27247 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-1024x1024.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-768x768.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-380x380.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-800x800.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353-1160x1160.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Mekonnen_Mesghena_-_Geschichten_der_Migration_zwischen_Kosovo_und_Deutschland_9083956353.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Kursaustritte wegen Inaktivität nahm ebenfalls zu. 2023 waren 89.872 Fälle erfasst, 2024 waren es 105.453 und 2025 schließlich 127.133. Die Bundesregierung beschreibt diese Kategorie als statistische Einordnung. Darunter fallen Personen, die mindestens einen der beiden Tests nicht abgelegt haben und bei denen seit der letzten Kursaktivität mindestens neun Monate vergangen sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser Kategorie folgt nach Darstellung der Bundesregierung nicht automatisch, dass ein Kurs endgültig abgebrochen wurde. Auch eine spätere Wiederaufnahme ist möglich. 2025 entfielen 67.854 dieser Fälle auf Personen mit Teilnahmeverpflichtung und 59.279 auf Personen mit Teilnahmeberechtigung. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-herkunftslander-in-der-statistik"><span id="afrikanische-herkunftslaender-in-der-statistik">Afrikanische Herkunftsländer in der Statistik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den 30 häufigsten Staatsangehörigkeiten des Jahres 2025 finden sich mehrere afrikanische Länder. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalia</a> kam auf 3.493 neue Kursteilnehmer, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> auf 2.501, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> auf 2.091, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea/" type="category" id="71">Guinea</a> auf 1.601, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a> auf 1.473 und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> auf 1.461. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/eritrea/" type="category" id="34">Eritrea</a> wird zusätzlich nachrichtlich ausgewiesen und lag bei 1.341 neuen Teilnehmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den erfolgreichen Kursaustritten erreichte Somalia 2025 insgesamt 810 Fälle, Nigeria 895, Marokko 1.160, Guinea 428, Ägypten 786 und Tunesien 733. Eritrea lag nachrichtlich bei 645 erfolgreichen Kursaustritten.</p>
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			<media:description type="html">Mekonnen Mesghena (Heinrich-Böll-Stiftung), Foto: &#60;a href=&#34;http://www.stephan-roehl.de&#34;&#62;Stephan Röhl&#60;/a&#62;</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestagsdelegation wirbt in New York für Deutschlands Sitz im UN-Sicherheitsrat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestagsdelegation-wirbt-in-new-york-fuer-deutschlands-sitz-im-un-sicherheitsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 09:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland wirbt in New York für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Eine Bundestagsdelegation trifft Vertreter der Vereinten Nationen, spricht über Friedenssicherung, Finanzkrise und Reformen der Weltorganisation.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestagsdelegation-wirbt-in-new-york-fuer-deutschlands-sitz-im-un-sicherheitsrat%2F&amp;action_name=Bundestagsdelegation%20wirbt%20in%20New%20York%20f%C3%BCr%20Deutschlands%20Sitz%20im%20UN-Sicherheitsrat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine Delegation des Bundestags reist zu den Vereinten Nationen nach New York, um über Friedenssicherung, UN-Finanzierung und Deutschlands Kandidatur für den Sicherheitsrat zu sprechen. Die <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260507-delreise-zu-vn-newyork-1174698">Reise</a> ist vom 10. bis 14. Mai 2026 geplant. Auf dem Programm stehen Gespräche mit hochrangigen UN-Vertretern, Botschafterinnen und Botschaftern mehrerer Mitgliedstaaten sowie ein Besuch einer Sitzung des Sicherheitsrats.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterausschuss Internationale Ordnung, Vereinte Nationen und internationale Organisationen will dabei auch ausloten, wie die Vereinten Nationen angesichts wachsender Finanzprobleme gestärkt und reformiert werden können. Die Reise fällt in eine Phase, in der geopolitische Spannungen zunehmen und internationale Rechtsnormen unter Druck stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-uber-friedenssicherung-und-un-finanzierung"><span id="gespraeche-ueber-friedenssicherung-und-un-finanzierung">Gespräche über Friedenssicherung und UN-Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In New York sind Treffen zu zentralen Arbeitsfeldern der Vereinten Nationen vorgesehen. Dazu gehören Friedenssicherung, die Finanzierung der Organisation und die Konvention zur Verhütung von Folter. Die Delegation will außerdem mit Botschafterinnen und Botschaftern zahlreicher Mitgliedstaaten bei den Vereinten Nationen sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind auch Termine mit der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, und dem Koordinator für Nothilfe, Tom Fletcher. Zudem soll der Unterausschuss eine Sitzung des Sicherheitsrats besuchen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzkrise-setzt-vereinte-nationen-unter-druck"><span id="finanzkrise-setzt-vereinte-nationen-unter-druck">Finanzkrise setzt Vereinte Nationen unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt der Reise liegt auf der Finanzlage der Vereinten Nationen. <a href="https://fokus-afrika.de/un80-un-chef-guterres-sieht-tiefe-kuerzungen-im-haushalt/" type="post" id="22557">Die Organisation steht vor wachsenden finanziellen Problemen.</a> Die Abgeordneten wollen deshalb über Möglichkeiten sprechen, die Vereinten Nationen zu stärken und Reformen voranzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterausschuss verbindet die Gespräche mit der Frage, wie die Vereinten Nationen auf aktuelle internationale Spannungen reagieren können. Dazu zählt auch der Umgang mit einer Erosion internationaler Rechtsnormen und <a href="https://fokus-afrika.de/usa-ziehen-sich-aus-66-internationalen-organisationen-zurueck-konsequenzen-fuer-un-arbeit-in-afrika/" type="post" id="23396">dem Rückzug bedeutender Mitgliedstaaten aus UN-Strukturen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-kandidatur-fur-den-sicherheitsrat"><span id="deutsche-kandidatur-fuer-den-sicherheitsrat">Deutsche Kandidatur für den Sicherheitsrat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise soll zugleich <a href="https://fokus-afrika.de/es-ist-2026-nicht-1946-guterres-fordert-staendigen-sitz-fuer-afrika-im-sicherheitsrat/" type="post" id="24683">die deutsche Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen unterstützen</a>. Deutschland wirbt dafür bei Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Der Sicherheitsrat gehört zu den zentralen Gremien der Weltorganisation und befasst sich mit Fragen von Frieden und internationaler Sicherheit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-27207 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Boris_Mijatovic_2025.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Delegation wird vom Vorsitzenden des Unterausschusses Boris Mijatović von Bündnis 90/Die Grünen geleitet. Weitere Mitglieder sind Jan Metzler von der CDU/CSU und Stefan Keuter von der AfD.</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Grüne fordern mehr Mittel für EU-Entwicklungspolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 22:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>EU-Haushalt, Entwicklungspolitik, Migration: Die Grünen wollen verhindern, dass Europas Entwicklungszusammenarbeit stärker an kurzfristige Eigeninteressen gebunden wird.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gruene-fordern-mehr-mittel-fuer-eu-entwicklungspolitik/">Grüne fordern mehr Mittel für EU-Entwicklungspolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen die Bundesregierung im Bundestag auf eine stärkere europäische Entwicklungspolitik im kommenden EU-Finanzrahmen festlegen. Am Freitag steht der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/057/2105755.pdf">Antrag</a> auf der Tagesordnung. Im Kern geht es um die Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 und das geplante Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“. Die Fraktion warnt davor, Entwicklungszusammenarbeit stärker an geopolitische, wirtschaftliche oder migrationspolitische Interessen der EU zu binden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-die-richtung-von-global-europe"><span id="streit-um-die-richtung-von-global-europe">Streit um die Richtung von „Global Europe“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene für eine stärker abgesicherte Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Der Bundestag soll dazu eine Stellungnahme gegenüber der Bundesregierung nach Artikel 23 Absatz 3 des Grundgesetzes beschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag bezieht sich auf die laufenden Weichenstellungen für den langfristigen EU-Haushalt ab 2028. Die Europäische Kommission hat für das neue Außenfinanzierungsinstrument „Global Europe“ Mittel von rund 200 Milliarden Euro vorgeschlagen. Das Instrument soll die Außenfinanzierung der EU bündeln und eine größere Rolle im internationalen Handeln der Europäischen Union spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen sehen darin eine zentrale finanzielle Grundlage für die Entwicklungspolitik der kommenden Jahre. Zugleich warnen sie, dass entwicklungspolitische Ziele an Gewicht verlieren könnten, wenn strategische EU-Interessen stärker in den Vordergrund rücken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungshilfe-soll-nicht-an-migrationsziele-gebunden-werden"><span id="entwicklungshilfe-soll-nicht-an-migrationsziele-gebunden-werden">Entwicklungshilfe soll nicht an Migrationsziele gebunden werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders kritisch bewertet die Fraktion die Möglichkeit, Mittel stärker an migrationspolitische Bedingungen zu koppeln. Entwicklungspolitik solle nicht dazu genutzt werden, Partnerstaaten etwa bei der Rücknahme von Migrantinnen und Migranten unter Druck zu setzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049.jpg" alt="" class="wp-image-27172 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/A750049-800x534.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Ansicht der Grünen soll Entwicklungszusammenarbeit ein eigenständiges Politikfeld bleiben. Sie soll sich an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, dem Pariser Klimaabkommen, Armuts- und Hungerbekämpfung, Prävention und Resilienz orientieren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion fordert außerdem verbindliche Ausgabenziele im Rahmen von „Global Europe“. Dazu zählen Vorgaben für menschliche Entwicklung, Klima- und Umweltschutz, die am wenigsten entwickelten Länder sowie Geschlechtergerechtigkeit. Auch zivilgesellschaftliche Organisationen sollen aus Sicht der Grünen einen klar abgesicherten Anteil der Mittel erhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-kontrolle-durch-das-europaische-parlament"><span id="mehr-kontrolle-durch-das-europaeische-parlament">Mehr Kontrolle durch das Europäische Parlament</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Punkt des Antrags betrifft die politische Kontrolle. Die Grünen wollen die Rolle des Europäischen Parlaments bei Planung, Steuerung, Kontrolle und Monitoring von „Global Europe“ stärken. Die Fraktion fordert transparentere Verfahren, belastbare Wirkungsindikatoren und eine regelmäßige Bewertung der finanzierten Vorhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-bundesregierung-richtet-nationale-anlaufstelle-fuer-unternehmen-ein/" type="post" id="24652">Dabei geht es auch um Global Gateway, die Investitionsstrategie der EU für internationale Infrastrukturprojekte.</a> Die Grünen unterstützen Investitionen in nachhaltige Infrastruktur, verlangen aber, dass <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/" type="post" id="21384">Projekte an Entwicklungszielen, Menschenrechten, Umwelt- und Sozialstandards ausgerichtet bleiben.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufträge sollen transparent und fair vergeben werden. Lokale Unternehmen und von Frauen geführte Unternehmen in Partnerländern sollen stärker berücksichtigt werden. <a href="https://fokus-afrika.de/eu-angola-global-gateway-staerkt-lobito-korridor-und-diversifizierung/" type="post" id="20682">Infrastrukturprojekte sollen zudem keine nicht tragfähige Verschuldung verursachen.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundestag-berat-antrag-mit-weiteren-eu-haushaltsthemen"><span id="bundestag-beraet-antrag-mit-weiteren-eu-haushaltsthemen">Bundestag berät Antrag mit weiteren EU-Haushaltsthemen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag der Grünen steht gemeinsam mit weiteren Anträgen von Grünen und Linken zum neuen langfristigen EU-Haushalt auf der Tagesordnung. Nach der Beratung soll er an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überwiesen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Initiative will die Fraktion erreichen, dass der Bundestag der Bundesregierung für die EU-Verhandlungen eine Position zur europäischen Entwicklungspolitik mitgibt. Die Haushaltsverhandlungen für die Jahre 2028 bis 2034 bestimmen, wie die EU ihre internationalen Programme finanziell und politisch ausrichtet.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Von wegen Außenkanzler – Grünen-Chefin wirft Merz Führungsschwäche nach einem Jahr Regierung vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/von-wegen-aussenkanzler-gruenen-chefin-wirft-merz-fuehrungsschwaeche-nach-einem-jahr-regierung-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 23:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Ein Jahr Bundesregierung, und die Grünen verschärfen den Ton: Katharina Dröge wirft Friedrich Merz vor, seine Koalition zu destabilisieren und Deutschland international nicht ausreichend zu vertreten. Im Zentrum steht auch seine Nichtteilnahme an der Europäischen Politischen Gemeinschaft.<br />
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<p class="wp-block-paragraph">Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, seine Koalition zu destabilisieren und Deutschland international nicht ausreichend zu vertreten. Die <a href="https://www.gruene-bundestag.de/presse/2026/pm-april-2026/dienstag-statementkatharina-droege-zu-den-themen-ein-jahr-bundesregierung-entlastungen-fuer-buergerinnen-und-buerger-und-deutschland-international-vertreten/">Aussagen</a> fielen am Rande der Fraktionssitzung von Bündnis 90/Die Grünen am Tag vor dem Jahrestag des Amtsantritts der Bundesregierung. Dröge sprach von einer Regierung, die bei Personalentscheidungen, Reformen und außenpolitischen Aufgaben nicht handlungsfähig genug auftrete. Besonders kritisierte sie, dass Merz nicht an der Versammlung der Europäischen Politischen Gemeinschaft teilnimmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-opposition-die-der-regierung-kein-gutes-zeugnis-ausstellt"><span id="eine-opposition-die-der-regierung-kein-gutes-zeugnis-ausstellt">Eine Opposition, die der Regierung kein gutes Zeugnis ausstellt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Katharina Dröge zog ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung eine scharfe Bilanz. „Obwohl wir in der Opposition sind, hätte ich dem Land gewünscht, dass es besser läuft, als das aktuell der Fall ist“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie beschrieb Deutschland als Land, das „auf den Wellen wie ein Schiff ohne Steuermann“ taumle. In stürmischen Zeiten sei das ein großes Problem. Dröge knüpfte ihre Kritik an den Beginn der Kanzlerschaft von Friedrich Merz: Die Koalition sei nach seiner holprigen Kanzlerwahl „nie wieder so richtig auf die Füße gekommen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Angriff zielt auf das Bild einer Regierung, die sich aus Sicht der Grünen immer wieder selbst blockiert. Dröge verwies auf schwierige Personalentscheidungen und gescheiterte Vorhaben, darunter die Wahl von Richterinnen und Richtern zum Bundesverfassungsgericht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformen-enden-aus-sicht-der-grunen-im-minimalkompromiss"><span id="reformen-enden-aus-sicht-der-gruenen-im-minimalkompromiss">Reformen enden aus Sicht der Grünen im Minimalkompromiss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dröge warf Merz vor, große Reformen zunächst dramatisch anzukündigen, den Koalitionspartner zu attackieren und die Vorhaben anschließend selbst zu beschädigen. Am Ende stehe meist „nach zähem Gewürge nur ein Minimalkompromiss“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders persönlich wurde die Kritik beim Führungsstil des Kanzlers. „Der Kanzler selbst destabilisiert seine Koalition an vorderster Front, anstatt Führungsperson zu sein“, sagte Dröge. Es sei „kaum noch mit anzuschauen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen-Fraktionschefin stellte Merz als politischen Risikofaktor für seine eigene Regierung dar. Wenn der Kanzler vor eine Kamera trete, müsse man seiner Koalition „die Daumen drücken“, dass er nicht erneut eine Krise auslöse, jemanden beleidige oder die Koalition in Schwierigkeiten bringe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aussenpolitik-wird-zum-angriffspunkt"><span id="aussenpolitik-wird-zum-angriffspunkt">Außenpolitik wird zum Angriffspunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Schwerpunkt der Kritik betrifft die internationale Rolle Deutschlands. Dröge warf Merz vor, wegen des Zustands seiner Koalition außenpolitische Aufgaben liegenzulassen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="660" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-1024x660.jpg" alt="" class="wp-image-27153 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-1024x660.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-300x193.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-768x495.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-380x245.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-800x516.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440-1160x748.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Wahlkampf_Europawahl_2024_-_Buendnis_90-Die_Gruenen_-_Neptunplatz_Koeln_-_9440.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In dieser Woche tagt die Europäische Politische Gemeinschaft. Dröge sagte, erstmals seit Bestehen dieses Formats nehme kein deutscher Bundeskanzler daran teil. Gerade jetzt müsse <a href="https://fokus-afrika.de/merz-skizziert-europas-anspruch-auf-neue-partnerschaften/">Merz mit europäischen und internationalen Regierungschefs über Sicherheit, digitale Stärke und Energiepolitik sprechen.</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verband die Kritik mit dem Grünen-Vorschlag einer „Allianz der Gegenmacht“. <a href="https://fokus-afrika.de/bundeskanzler-merz-warnt-in-davos-vor-neuer-grossmaechteordnung/">Diese solle eine Antwort auf neue Zollandrohungen von Donald Trump sein.</a> Dröge sagte, Trump drohe wieder mit Zöllen, „nur weil Friedrich Merz irgendwo irgendwas gesagt hat, was ihm nicht gefällt“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-statt-europaische-buhne"><span id="berlin-statt-europaeische-buehne">Berlin statt europäische Bühne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dröge sieht den Verzicht auf die Teilnahme als Symptom innenpolitischer Schwäche. Der Kanzler bleibe in Berlin, „weil seine Koalition in so schwerem Fahrwasser ist“. Daraus leitete sie die Forderung ab, die Regierung müsse wieder handlungsfähig werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Deutschland braucht einen Bundeskanzler, der in der Lage ist, dieses Land auch international zu vertreten“, sagte Dröge. Der Kanzler müsse auf Krisen reagieren können und konkrete Probleme im Alltag lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Merz’ öffentliche Selbstdarstellung griff sie an. Deutschland habe mehr verdient als einen Kanzler, der sich hinstelle und sage, er habe es „total schwer“. Dröge warf ihm vor, sich selbst zu bemitleiden, statt die Probleme der Menschen in den Mittelpunkt seiner Regierungsarbeit zu stellen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Erschlichene Einbürgerung kann auch bei Staatenlosigkeit zurückgenommen werden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/erschlichene-einbuergerung-kann-auch-bei-staatenlosigkeit-zurueckgenommen-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 15:11:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Wer sich die deutsche Staatsangehörigkeit durch Täuschung oder falsche Angaben erschleicht, kann sie wieder verlieren. Die Rücknahme einer rechtswidrigen Einbürgerung kann in Ausnahmefällen sogar dann greifen, wenn dadurch Staatenlosigkeit entsteht.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferschlichene-einbuergerung-kann-auch-bei-staatenlosigkeit-zurueckgenommen-werden%2F&amp;action_name=Erschlichene%20Einb%C3%BCrgerung%20kann%20auch%20bei%20Staatenlosigkeit%20zur%C3%BCckgenommen%20werden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine rechtswidrig erlangte deutsche Staatsangehörigkeit kann unter engen Voraussetzungen rückwirkend zurückgenommen werden, auch wenn die betroffene Person dadurch staatenlos wird. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages verweisen auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Fällen, in denen eine Einbürgerung durch Täuschung, Drohung, Bestechung oder vorsätzlich falsche Angaben erwirkt wurde. Das Verbot der Entziehung der deutschen Staatsangehörigkeit bleibt davon unberührt. Entscheidend ist, ob die Person die Ursachen für die spätere Rücknahme selbst und in vorwerfbarer Weise gesetzt hat. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staatenlosigkeit-ist-nicht-in-jedem-fall-ausgeschlossen"><span id="staatenlosigkeit-ist-nicht-in-jedem-fall-ausgeschlossen">Staatenlosigkeit ist nicht in jedem Fall ausgeschlossen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Grundgesetz schützt die deutsche Staatsangehörigkeit besonders streng. Artikel 16 Absatz 1 bestimmt, dass sie nicht entzogen werden darf. Ein Verlust gegen den Willen der betroffenen Person darf grundsätzlich nur eintreten, wenn sie dadurch nicht staatenlos wird.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-740x1024.jpg" alt="" class="wp-image-27134 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-740x1024.jpg 740w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-217x300.jpg 217w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-768x1063.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-380x526.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634-800x1108.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Bundesverfassungsgericht_IMGP1634.jpg 960w" sizes="(max-width: 740px) 100vw, 740px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bei einer erschlichenen Einbürgerung gelten jedoch andere Maßstäbe. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Rücknahme einer durch Täuschung oder vergleichbares Fehlverhalten erlangten Einbürgerung nicht allein daran scheitern muss, dass dadurch Staatenlosigkeit entstehen kann. Wer sich eine deutsche Staatsangehörigkeit missbräuchlich verschafft hat, kann sich nicht auf dasselbe Vertrauen berufen wie Personen, die ihr Einbürgerungsverfahren korrekt geführt haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wissenschaftliche Dienst greift dabei eine zentrale Linie der Karlsruher Rechtsprechung auf: Der Schutz vor Staatenlosigkeit richtet sich gegen staatliche Willkür und historische Formen politischer Ausbürgerung. Er soll nicht dazu führen, dass eine durch Täuschung geschaffene Rechtsposition dauerhaft bestehen bleibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-rucknahme-nur-bei-schwerem-fehlverhalten"><span id="ruecknahme-nur-bei-schwerem-fehlverhalten">Rücknahme nur bei schwerem Fehlverhalten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rücknahme einer rechtswidrigen Einbürgerung richtet sich nach § 35 des Staatsangehörigkeitsgesetzes. Eine Behörde kann eine Einbürgerung danach nur zurücknehmen, wenn sie durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung erwirkt wurde. Gleiches gilt bei vorsätzlich unrichtigen oder unvollständigen Angaben, wenn diese für die Einbürgerung wesentlich waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit reicht nicht jeder Fehler im Verfahren aus. Maßgeblich ist ein vorwerfbares Verhalten der eingebürgerten Person. Die Staatsangehörigkeitsbehörde trägt die materielle Beweislast für die Voraussetzungen der Rücknahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt es zur Rücknahme, wirkt sie für die Vergangenheit. Die betroffene Person wird rechtlich so behandelt, als wäre die Einbürgerung nicht wirksam erfolgt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zustandig-ist-die-staatsangehorigkeitsbehorde-am-gewohnlichen-aufenthalt"><span id="zustaendig-ist-die-staatsangehoerigkeitsbehoerde-am-gewoehnlichen-aufenthalt">Zuständig ist die Staatsangehörigkeitsbehörde am gewöhnlichen Aufenthalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Behörde über eine Rücknahme entscheidet, richtet sich nach dem Aufenthaltsort der betroffenen Person. Zuständig ist grundsätzlich die Staatsangehörigkeitsbehörde am <a href="https://fokus-afrika.de/338-673-ausweisungen-registriert/">gewöhnlichen Aufenthalt</a>. Das gilt unabhängig davon, welche Behörde die ursprüngliche Einbürgerung vorgenommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lebt die betroffene Person im Ausland, ist das Bundesverwaltungsamt zuständig. Die Behörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, ob sie ein Verwaltungsverfahren einleitet. Eine ausdrückliche Pflicht zur Einleitung eines solchen Verfahrens sieht das Staatsangehörigkeitsgesetz nicht vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-migrationsverwaltung-digitalisieren/">Beginnt die Behörde ein Verfahren, muss sie den Sachverhalt von Amts wegen ermitteln.</a> Dabei sind auch Umstände zu berücksichtigen, die zugunsten der betroffenen Person sprechen. Vor einer belastenden Entscheidung muss die Person angehört werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strafverfahren-kann-parallel-laufen"><span id="strafverfahren-kann-parallel-laufen">Strafverfahren kann parallel laufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Verwaltungsverfahren kann auch ein Strafverfahren eingeleitet werden. § 42 des Staatsangehörigkeitsgesetzes stellt es unter Strafe, wesentliche Voraussetzungen der Einbürgerung durch unrichtige oder unvollständige Angaben vorzutäuschen oder solche Angaben zu benutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Staatsanwaltschaft gilt ein anderer Maßstab als für die Verwaltungsbehörde. Liegen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine Straftat vor, muss sie grundsätzlich einschreiten. In solchen Fällen kann die Staatsanwaltschaft personenbezogene Daten an die zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde übermitteln, wenn dies für eine Entscheidung über den Verlust oder Nichterwerb der deutschen Staatsangehörigkeit erforderlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen die Rücknahme einer Einbürgerung stehen der betroffenen Person Rechtsmittel offen. Je nach Landesrecht kommt zunächst ein Widerspruch oder unmittelbar eine Anfechtungsklage in Betracht.</p>
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			<media:title type="html">Bundesverfassungsgericht_IMGP1634</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Berlin beendet Leitlinien feministischer Außenpolitik, hält aber an LGBTIQ-Förderung fest</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/berlin-beendet-leitlinien-feministischer-aussenpolitik-haelt-aber-an-lgbtiq-foerderung-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 14:49:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Auswärtige Amt beendet die Leitlinien feministischer Außenpolitik. Doch LGBTIQ-, Gender- und Gesundheitsprojekte im Ausland laufen weiter. Der politische Druck wächst, aber der Förderkurs bleibt in vielen Bereichen bestehen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-beendet-leitlinien-feministischer-aussenpolitik-haelt-aber-an-lgbtiq-foerderung-fest%2F&amp;action_name=Berlin%20beendet%20Leitlinien%20feministischer%20Au%C3%9Fenpolitik%2C%20h%C3%A4lt%20aber%20an%20LGBTIQ-F%C3%B6rderung%20fest&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-beendet-leitlinien-feministischer-aussenpolitik-haelt-aber-an-lgbtiq-foerderung-fest/">Berlin beendet Leitlinien feministischer Außenpolitik, hält aber an LGBTIQ-Förderung fest</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung setzt die Leitlinien der feministischen Außenpolitik nicht fort, beendet aber keine Förderpraxis für LGBTIQ-, Gender- und Gesundheitsprojekte im Ausland. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/056/2105630.pdf">Antwort</a> des Auswärtigen Amts an den Bundestag stammt vom 23. April 2026. Damit gerät sichtbar auseinander, was politisch fallen gelassen wird und was in der internationalen Projektarbeit weiterläuft. Im Zentrum stehen Förderungen im Ausland, Pride-Auftritte deutscher Auslandsvertretungen und die Frage, wie weit Berlin unter öffentlichem Druck seinen bisherigen Kurs verändert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-ruckzug-unter-politischem-druck"><span id="ein-rueckzug-unter-politischem-druck">Ein Rückzug unter politischem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Druck auf das Auswärtige Amt kommt inzwischen nicht mehr nur aus Grundsatzdebatten über Sprache und Symbolik. Die AfD-Fraktion hat der Bundesregierung eine lange Liste konkreter Projekte, Veranstaltungen und Auftritte deutscher Auslandsvertretungen vorgelegt: LGBTIQ-Projekte in mehreren Weltregionen, queere Filmfestivals, Pride-Beteiligungen deutscher Diplomaten, Veranstaltungen des Goethe-Instituts und Förderungen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung antwortet darauf mit einer klaren Zäsur beim politischen Rahmen: „Die Leitlinien der feministischen Außenpolitik werden nicht fortgesetzt. Eine Evaluierung ist nicht geplant.“ Die feministische Entwicklungspolitik des Bundesentwicklungsministeriums wird dagegen evaluiert. <a href="https://fokus-afrika.de/bmz-zieht-nach-zehn-jahren-bund-laender-programm-bilanz/" type="post" id="26807">Diese Prüfung begann 2026 beim Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit</a>, eine Veröffentlichung ist für Ende 2027 vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit endet ein außenpolitisches Markenzeichen der vergangenen Bundesregierung nicht vollständig als Praxisfeld, aber als Leitbegriff des Auswärtigen Amts. Der Begriff verschwindet, während einzelne Förderlinien, Partnerstrukturen und diplomatische Signale weiter bestehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderstopp-ist-nicht-angekundigt"><span id="foerderstopp-ist-nicht-angekuendigt">Förderstopp ist nicht angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird das bei der International Planned Parenthood Federation. Die Bundesregierung plant derzeit keine Einstellung der Förderung. Zugleich erklärt sie, keine Maßnahmen im Ausland gefördert zu haben, die sich für ein Recht auf Abtreibung einsetzen. Ob oder in welcher Weise geförderte Projektträger im Ausland Positionen zu Fragen des Schwangerschaftsabbruchs vertreten, werde nicht erfasst. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-weist-afd-vorstoss-zu-gender-und-lgbtiq-foerderung-im-ausland-zurueck/" type="post" id="26078">Auch bei LGBTIQ-Projekten zieht sich die Bundesregierung nicht aus der Förderung zurück.</a> Sie verweist auf rechtliche Grundlagen, Haushaltsregeln und das Prinzip der Wirtschaftlichkeit. Bei sensiblen Projekten beruft sie sich zudem auf „Do No Harm“. Details könnten negative Folgen für Betroffene haben, wenn sie öffentlich werden. Das gelte auch für abgeschlossene Vorhaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort zeigt damit eine Linie, die politisch vorsichtiger klingt, aber praktisch keine pauschale Abkehr bedeutet. Der offene Konflikt dreht sich weniger um einzelne Haushaltsregeln als um die Frage, ob Deutschland solche Projekte weiter als Bestandteil seiner Außenpolitik versteht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-goethe-institut-bleibt-zentraler-akteur"><span id="goethe-institut-bleibt-zentraler-akteur">Goethe-Institut bleibt zentraler Akteur</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/goethe-institut-eroeffnet-in-dakar-neuen-standort-aus-lehm/">Viele der abgefragten Beispiele betreffen das Goethe-Institut.</a> Die Bundesregierung betont, dass das Institut institutionell gefördert wird und Projekte eigenverantwortlich auswählt und umsetzt. Für 2025 sind 224,7 Millionen Euro aus dem entsprechenden Haushaltstitel bewilligt, für 2026 sind 227,7 Millionen Euro vorgesehen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-27128 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-1024x680.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-768x510.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-800x531.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan-1160x770.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Goethe_Institut_Abidjan.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt das Goethe-Institut ein wichtiger Träger kultureller Außenpolitik. In der Anfrage werden unter anderem queere Filmfestivals, feministische Veranstaltungsreihen, Debattenformate und Projekte in Europa, Asien, Amerika und Afrika genannt. Die Bundesregierung trennt hier zwischen der institutionellen Förderung des Goethe-Instituts und der Verantwortung für einzelne Programmentscheidungen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-taucht-in-der-debatte-mehrfach-auf"><span id="afrika-taucht-in-der-debatte-mehrfach-auf">Afrika taucht in der Debatte mehrfach auf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Afrikanische Staaten spielen in der Liste der abgefragten Projekte eine sichtbare Rolle. Genannt werden unter anderem Ghana, Uganda, Namibia, Ruanda, Côte d’Ivoire, Südafrika, Südsudan, Malawi und die Demokratische Republik Kongo. In mehreren Fällen geht es um <a href="https://fokus-afrika.de/einzelprotest-gegen-das-anti-lgbtq-gesetz-aktivist-marschiert-in-accra/" type="post" id="10786">LGBTIQ-Rechte, Gender-Projekte, reproduktive Gesundheit oder feministische Kulturformate.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-veroeffentlicht-die-afrikapolitischen-leitlinien/">Die Bundesregierung äußert sich zu politischen Entwicklungen in anderen Staaten anlassbezogen.</a> Öffentliche Stellungnahmen des Auswärtigen Amts und deutscher Auslandsvertretungen seien über Webseiten und Social-Media-Kanäle abrufbar. Eine vollständige statistische Erfassung solcher Stellungnahmen, Pride-Beteiligungen oder Regenbogenfahnen an Auslandsvertretungen gibt es nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-pride-auftritte-werden-nicht-vollstandig-erfasst"><span id="pride-auftritte-werden-nicht-vollstaendig-erfasst">Pride-Auftritte werden nicht vollständig erfasst</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Teilnahme deutscher Diplomaten an Pride-Paraden legt die Bundesregierung keine abschließende Liste vor. Eine Einstufung solcher Teilnahmen als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ sei nicht vorgenommen worden. Zugleich verweist die Bundesregierung darauf, dass solche Beteiligungen statistisch nicht erfasst werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-27129 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-1024x686.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-800x536.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15-1160x777.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/Namibia_Pride_at_Christopher_Street_Day_Berlin_2023-07-22_15.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Einige deutsche Auslandsvertretungen nehmen am Format „Diplomats for Equality“ teil. Eine formale Mitgliedschaft Deutschlands in diesem Format gebe es nach Regierungsangaben jedoch nicht. An dem Outright Summit nahm die Ständige Vertretung Deutschlands in New York auf Arbeitsebene teil.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hält sich damit Spielräume offen. Sie beendet den Leitbegriff feministischer Außenpolitik, lässt aber diplomatische Beteiligungen, anlassbezogene Erklärungen und Projektarbeit weiter möglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-neue-linie-bleibt-bewusst-schmal"><span id="die-neue-linie-bleibt-bewusst-schmal">Die neue Linie bleibt bewusst schmal</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt nimmt den politischen Begriff zurück, ohne die darunter gewachsene Praxis vollständig abzuräumen. Das schafft eine neue Grauzone: weniger programmatische Sprache, weniger sichtbares Label, aber weiterhin Unterstützung für Projekte, Institutionen und internationale Formate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kritiker reicht das nicht, weil Förderungen, Pride-Auftritte und LGBTIQ-Projekte weiterlaufen. Für Befürworter solcher Programme verschiebt sich der Kurs zugleich weg von einer offensiven Selbstbeschreibung. Die Bundesregierung spricht nun stärker über Einzelfälle, Haushaltsrecht, Schutz von Betroffenen und institutionelle Zuständigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der politische Druck hat damit ein Ergebnis hervorgebracht: Die feministische Außenpolitik als Leitlinie des Auswärtigen Amts endet. Die internationale Förderung von LGBTIQ-, Gender- und Gesundheitsprojekten bleibt Teil deutscher Außen- und Entwicklungspolitik.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung will Migrationsverwaltung digitalisieren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-migrationsverwaltung-digitalisieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 16:58:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Weniger Behördentermine, schnellere Verfahren, mehr Daten im Ausländerzentralregister: Der Bundestag berät über die Digitalisierung der Migrationsverwaltung. Experten sehen Entlastung für Behörden, aber auch Risiken für Datenschutz und Grundrechte.<br />
<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-will-migrationsverwaltung-digitalisieren%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20will%20Migrationsverwaltung%20digitalisieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-will-migrationsverwaltung-digitalisieren/">Bundesregierung will Migrationsverwaltung digitalisieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Digitalisierung der Migrationsverwaltung erhält im Bundestag überwiegend Zustimmung von Sachverständigen, stößt aber auch auf deutliche Datenschutzbedenken. Am <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw19-pa-inneres-migrationsverwaltung-1170216">Montag</a> ging es im Innenausschuss um das Migrationsverwaltungsdigitalisierungsweiterentwicklungsgesetz, das Verfahren beschleunigen und Behörden entlasten soll. Im Zentrum stehen mehr digitale Datenübermittlungen, die Speicherung zusätzlicher Angaben im Ausländerzentralregister und die Nachnutzung biometrischer Daten. Kritiker sehen darin den weiteren Ausbau des Registers zu einer zentralen Ausländerdatei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weniger-behordentermine-mehr-daten-im-register"><span id="weniger-behoerdentermine-mehr-daten-im-register">Weniger Behördentermine, mehr Daten im Register</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will die Migrationsverwaltung stärker digital vernetzen. Ausländerbehörden, Sozialbehörden, Gerichte, Staatsanwaltschaften und Bundesstellen sollen Daten künftig einfacher und automatisiert austauschen können. Ziel ist, Medienbrüche zu vermeiden, Verfahren zu beschleunigen und kommunale Behörden zu entlasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Punkt betrifft elektronische Aufenthaltstitel. Biometrische Angaben wie Lichtbild, Fingerabdrücke und Unterschrift sollen bei Erwachsenen bis zu sieben Jahre und bei Kindern bis zu fünf Jahre für weitere Anträge genutzt werden können. Dadurch soll bei bestimmten Verlängerungen oder Änderungen eines Aufenthaltstitels nicht mehr jedes Mal eine persönliche Vorsprache nötig sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung rechnet dadurch mit einer Entlastung für Bürgerinnen und Bürger um rund 1,25 Millionen Stunden pro Jahr. Außerdem soll ein jährlicher Sachaufwand von rund 17,7 Millionen Euro entfallen. Für die Verwaltung wird eine jährliche Entlastung von rund 36,5 Millionen Euro erwartet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zustimmung-aus-landern-und-kommunen"><span id="zustimmung-aus-laendern-und-kommunen">Zustimmung aus Ländern und Kommunen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Anhörung unterstützten mehrere Sachverständige den Grundansatz. Prof. Dr. Dirk Heckmann von der Technischen Universität München bezeichnete das Ziel als „richtig und dringend“. Registergestützte Kommunikation, Nachnutzung vorhandener Daten und automatisierte Übermittlungen könnten Verfahren beschleunigen, Behörden entlasten und Betroffene vor Mehrfacherhebungen schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Klaus Ritgen vom Deutschen Landkreistag sprach im Namen der kommunalen Spitzenverbände von einem der wichtigsten Gesetzesvorhaben der vergangenen Jahre in diesem Bereich. Die Migrationsverwaltung stehe erheblich unter Druck und müsse dringend entlastet werden. Digitalisierung müsse dabei nicht automatisch Zentralisierung bedeuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Prof. Dr. Sarah Rachut von der Technischen Universität Braunschweig bewertete die vorgesehenen Regelungen grundsätzlich als sinnvoll und geeignet. Sie verwies auf die geplante medienbruchfreie Kommunikation, einheitliche Datentauschformate und Entlastungen bei der Antragstellung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-staatenlosigkeit-soll-genauer-erfasst-werden"><span id="staatenlosigkeit-soll-genauer-erfasst-werden">Staatenlosigkeit soll genauer erfasst werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung kam auch mit Blick auf die Erfassung von Staatenlosigkeit. Christiana Bukalo vom Verein Statefree begrüßte die geplante Speicherung von Angaben zur Identitätsklärung im Ausländerzentralregister. Sie sieht darin eine Möglichkeit, Verwaltungsverfahren einheitlicher und sicherer zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bukalo betonte, Staatenlosigkeit sei nicht nur eine Rechtsstellung, sondern auch ein identitätsbildendes Merkmal. Dafür brauche es qualitative Daten. Der Gesetzentwurf soll künftig auch Angaben erfassen, die zur Feststellung oder Nichtfeststellung von Staatenlosigkeit relevant sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-datenschutz-bleibt-der-zentrale-streitpunkt"><span id="datenschutz-bleibt-der-zentrale-streitpunkt">Datenschutz bleibt der zentrale Streitpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Sachverständige warnten vor Risiken für Grundrechte und Datenschutz. Prof. Dr. Matthias Friehe von der EBS Universität für Wirtschaft und Recht sah zwar ein Spannungsverhältnis zum Datenschutz und zum Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Die Ziele des Entwurfs könnten entsprechende Eingriffe aber rechtfertigen, wenn sie rechtlich sauber ausgestaltet würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich kritischer äußerte sich Hans-Hermann Schild, ehemaliger Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Wiesbaden. Er verwies auf europarechtliche Anforderungen und stellte infrage, ob die Regelungen zum Ausländerzentralregister insgesamt europarechtskonform seien. Eine Datenminimierung sei nicht erkennbar. Das Register könne durch seine Größe auch ein Angriffsziel für Externe werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Thilo Weichert vom Netzwerk Datenschutzexpertise forderte Schutzvorkehrungen für Betroffene. Die digitale Verfügbarkeit von Daten erhöhe die Gefahr unzulässiger Zweckänderungen und einer übermäßigen Datenspeicherung. Besonders kritisch sah er biometrische Datenerhebungen, wenn sie breite Gruppen von Nichtdeutschen erfassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-unklaren-grenzen-des-auslanderzentralregisters"><span id="kritik-an-unklaren-grenzen-des-auslaenderzentralregisters">Kritik an unklaren Grenzen des Ausländerzentralregisters</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-27087 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/05/20250914_Berlin_01.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dr. Philipp Wittmann, Richter am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, kritisierte den Gesetzentwurf als schwer lesbares Artikelgesetz mit vielen Detailregelungen. Risiken gebe es vor allem bei der Speicherung biometrischer Daten. Generell unzulässig sei diese nicht, sie setze aber klare Löschungsregeln und Verbote von Zweckänderungen voraus.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wittmann warnte vor einer Entwicklung des Ausländerzentralregisters zu einer zentralen Ausländerdatei. Dafür sei das Register weder rechtlich noch technisch ausgelegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-sozial-und-strafverfahrensdaten-betroffen"><span id="auch-sozial-und-strafverfahrensdaten-betroffen">Auch Sozial- und Strafverfahrensdaten betroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzentwurf geht über Aufenthaltstitel und Biometrie hinaus. Künftig sollen im Ausländerzentralregister auch Angaben zu Leistungskürzungen und Leistungsausschlüssen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gespeichert werden können. Behörden sollen dadurch schneller erkennen, ob bestimmte Mitteilungen tatsächlich zu Konsequenzen im Leistungsbezug geführt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Austausch zwischen Strafverfolgungsbehörden und Ausländerbehörden soll digitalisiert werden. Informationen, die bisher in vielen Fällen postalisch übermittelt werden, sollen künftig über das Register abrufbar oder automatisiert weitergeleitet werden können. Dadurch soll die Suche nach zuständigen Ausländerbehörden entfallen, etwa bei Zuständigkeitswechseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen hatte die Nachhaltigkeitsprüfung der Bundesregierung zuvor nicht beanstandet. Eine Prüfbitte sah der Beirat nicht als erforderlich an.</p>
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		<title>US-Kongress erhöht Druck auf UN-Missionen in Afrika</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-kongress-erhoeht-druck-auf-un-missionen-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 11:37:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[MINURSO]]></category>
		<category><![CDATA[MINUSCA]]></category>
		<category><![CDATA[MONUSCO]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Washington stellt die Vereinten Nationen stärker unter Druck: Im US-Kongress geht es um Milliardenbeiträge, Friedensmissionen in Afrika, die Westsahara und Chinas wachsenden Einfluss in UN-Strukturen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-kongress-erhoeht-druck-auf-un-missionen-in-afrika%2F&amp;action_name=US-Kongress%20erh%C3%B6ht%20Druck%20auf%20UN-Missionen%20in%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-kongress-erhoeht-druck-auf-un-missionen-in-afrika/">US-Kongress erhöht Druck auf UN-Missionen in Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der US-Kongress stellt die Finanzierung und Kontrolle der Vereinten Nationen stärker infrage und richtet den Blick dabei auch auf Friedensmissionen in Afrika. Die Anhörung fand am 29. April 2026 in einem Unterausschuss des Auswärtigen Ausschusses des Repräsentantenhauses statt. Im Zentrum standen US-Beiträge an das UN-System, Reformforderungen, Vorwürfe gegen einzelne UN-Organisationen und die Frage, wie Washington seinen finanziellen Einfluss künftig einsetzen soll. Die Debatte berührt unter anderem Missionen in der Demokratischen Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und der Westsahara sowie internationale Einsätze mit afrikanischen Sicherheitskräften.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-republikaner-wollen-us-gelder-starker-an-reformen-binden"><span id="republikaner-wollen-us-gelder-staerker-an-reformen-binden">Republikaner wollen US-Gelder stärker an Reformen binden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der republikanische Ausschussvorsitzende <a href="https://foreignaffairs.house.gov/news/press-releases/oversight-and-intelligence-subcommittee-chairman-mills-delivers-opening-remarks-at-subcommittee-hearing-on-us-accountability-at-the-united-nations">Cory Mills</a> stellte die Anhörung unter das Ziel, amerikanische Beiträge an die Vereinten Nationen stärker an US-Interessen, Kontrolle und Reformen zu koppeln. Mills kritisierte die UN als aufgebläht und ineffektiv. Er verwies auf 193 Mitgliedstaaten, mehr als 100.000 Beschäftigte und einen jährlichen Haushalt von 3,7 Milliarden Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mills warf den Vereinten Nationen vor, autoritäre Staaten zu schonen, Israel überproportional zu kritisieren und bei Menschenrechtsfragen unglaubwürdig zu handeln. Besonders griff er die Rolle Irans in UN-Gremien auf. Teheran sei für Funktionen in Gremien mit Bezug zu Menschenrechten, Terrorismusbekämpfung und nuklearer Nichtverbreitung ungeeignet, sagte Mills sinngemäß.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="320" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/mills-4-29.jpg.webp" alt="" class="wp-image-26997 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/mills-4-29.jpg.webp 480w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/mills-4-29.jpg-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/mills-4-29.jpg-380x253.webp 380w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschussvorsitzende forderte Reformen bei Budgetentscheidungen, Personalüberprüfung, internen Ermittlungen und strafrechtlicher Verantwortung innerhalb des UN-Systems. US-Steuergelder dürften nach seiner Darstellung nicht an Programme fließen, die amerikanischen Gegnern, ideologischen Projekten oder extremistischen Akteuren zugutekämen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-demokraten-warnen-vor-ruckzug-und-chinesischem-einfluss"><span id="demokraten-warnen-vor-rueckzug-und-chinesischem-einfluss">Demokraten warnen vor Rückzug und chinesischem Einfluss</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der demokratische Abgeordnete Jared Moskowitz unterstützte Teile der Kritik an der UN, sprach sich aber gegen einen grundsätzlichen Rückzug der USA aus. Wenn Washington internationale Organisationen verlasse oder Mittel kürze, entstehe ein Raum, den China füllen könne. Das gelte auch für Länder in Afrika und Lateinamerika, in denen Peking über Infrastruktur- und Investitionsprogramme politischen Einfluss auf UN-Abstimmungen gewinne.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="708" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-708x1024.jpg" alt="" class="wp-image-26998 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-708x1024.jpg 708w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-207x300.jpg 207w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-768x1111.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-380x550.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped-800x1158.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Rep._Jared_Moskowitz_-_118th_Congress_cropped.jpg 960w" sizes="(max-width: 708px) 100vw, 708px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Moskowitz bezeichnete die Vereinten Nationen trotz ihrer Schwächen als wichtige Plattform für US-Interessen, Verbündete und humanitäre Koordination. Bei Konfliktvermittlung, öffentlicher Gesundheit und Ernährungshilfe gebe es keinen gleichwertigen Ersatz für amerikanische Führung in multilateralen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verlief die Anhörung entlang einer zentralen Linie der US-Außenpolitik: Republikaner drängen stärker auf Druckmittel, Kürzungen und Austrittsoptionen. Demokraten setzen auf Reformen bei fortgesetzter Beteiligung, um China und anderen Rivalen nicht mehr Einfluss in internationalen Organisationen zu überlassen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-friedensmissionen-in-kongo-und-zentralafrika-geraten-in-die-kritik"><span id="friedensmissionen-in-kongo-und-zentralafrika-geraten-in-die-kritik">Friedensmissionen in Kongo und Zentralafrika geraten in die Kritik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rechtswissenschaftler Eugene Kontorovich nannte UN-Friedensmissionen als Hebel für dauerhafte Reformen. Anders als viele andere UN-Gremien müssten Friedenseinsätze regelmäßig im Sicherheitsrat verlängert werden. Die USA könnten als ständiges Mitglied mit Vetorecht solche Verlängerungen blockieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kontorovich verwies ausdrücklich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/monusco-bildet-ueber-200-kongolesische-soldaten-aus-kritik-aus-ruanda/" type="post" id="21733">Mission MONUSCO in der Demokratischen Republik Kongo</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/un-sicherheitsrat-verlaengert-minusca-mandat-bis-november-2026/" type="post" id="21972">MINUSCA in der Zentralafrikanischen Republik.</a> Beide Missionen seien seit Jahren mit Missbrauchsvorwürfen gegen Blauhelme verbunden. Er sprach von strukturellen Problemen und forderte, solche Einsätze nicht nur finanziell zu überprüfen, sondern auch als Druckmittel gegenüber anderen UN-Einrichtungen zu nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika ist diese Debatte besonders folgenreich, weil mehrere der größten und teuersten UN-Friedenseinsätze auf dem Kontinent liegen oder dort lange aktiv waren. Die USA bleiben als größter Finanzgeber ein zentraler Akteur, auch wenn amerikanische Soldaten in vielen Missionen nicht in großer Zahl eingesetzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-westsahara-mission-wird-teil-der-reformdebatte"><span id="westsahara-mission-wird-teil-der-reformdebatte">Westsahara-Mission wird Teil der Reformdebatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/usa-setzen-un-unter-reformdruck-und-nehmen-minurso-ins-visier/" type="post" id="25895">Auch die UN-Mission in der Westsahara wurde in der Anhörung erwähnt.</a> Brett D. Schaefer vom American Enterprise Institute sagte, die US-Regierung habe durch Vetodrohungen und konditionierte Finanzierung mehr Druck auf langjährige Friedensmissionen ausgeübt. Die Mission in der Westsahara unterstütze nun <a href="https://fokus-afrika.de/50-jahre-gruener-marsch-marokkos-weg-zur-un-resolution-2797/" type="post" id="21658">ausdrücklich eine realistische politische Lösung für das Gebiet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/minurso-marokko-siegt-im-sicherheitsrat-koenig-reicht-die-hand-fuer-dialog/" type="post" id="21428">Die Westsahara-Frage bleibt einer der dauerhaftesten Konflikte auf der UN-Agenda.</a> Die Mission MINURSO wurde 1991 eingerichtet und steht regelmäßig im Sicherheitsrat zur Verlängerung. Für Marokko, Algerien, Mauretanien und die Polisario hat jede Änderung im Mandat diplomatische Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaefer argumentierte, Washington verfüge durch Beiträge, Sicherheitsratsveto und bilateralen Einfluss über mehr Hebel als jeder andere Mitgliedstaat. Diese Macht müsse gezielter eingesetzt werden. Die USA sollten Organisationen unterstützen, die amerikanische Interessen förderten, und sich von Strukturen zurückziehen, die Kernaufgaben verfehlten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-uber-haiti-kenia-und-die-rolle-afrikanischer-sicherheitskrafte"><span id="streit-ueber-haiti-kenia-und-die-rolle-afrikanischer-sicherheitskraefte">Streit über Haiti, Kenia und die Rolle afrikanischer Sicherheitskräfte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mills griff auch die<a href="https://fokus-afrika.de/kenias-praesident-ruto-un-muss-sich-erneuern-oder-in-bedeutungslosigkeit-verfallen/" type="post" id="20157"> internationale Sicherheitsmission in Haiti auf, an der Kenia eine führende Rolle übernommen hat.</a> Er kritisierte die Kosten und die aus seiner Sicht unzureichenden Ergebnisse des Einsatzes. In seiner Darstellung hätten die USA hohe Summen für eine Mission gezahlt, die die Sicherheitslage nicht verbessert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Yeo, Präsident der Better World Campaign, widersprach einem Teil dieser Darstellung. Die Sicherheitsmission in Haiti werde nicht von den Vereinten Nationen geführt, sagte Yeo. Er stellte die Frage der UN-Reform in den Kontext amerikanischer Beiträge und warnte, zu starke Kürzungen könnten Programme und Reformverhandlungen zugleich schwächen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Streit zeigt, wie afrikanische Sicherheitskräfte zunehmend Teil internationaler Krisenbewältigung werden, auch außerhalb des Kontinents. Kenia spielt in Haiti eine sichtbare Rolle. <a href="https://fokus-afrika.de/tschad-entsendet-polizisten-nach-haiti/" type="post" id="26228">In der Anhörung wurden zudem Kräfte aus Tschad und anderen Ländern im Zusammenhang mit internationalen Sicherheitsarrangements erwähnt.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-beitrage-werden-zum-politischen-druckmittel"><span id="us-beitraege-werden-zum-politischen-druckmittel">US-Beiträge werden zum politischen Druckmittel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schaefer bezifferte die amerikanischen Beiträge an internationale Organisationen von 2015 bis 2024 auf rund 147 Milliarden Dollar. Mehr als drei Viertel davon seien an die UN und angeschlossene Einrichtungen geflossen. 2024 hätten die USA mit mehr als 14 Milliarden Dollar über 30 Prozent der staatlichen Beiträge zum UN-System getragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht Schaefer ergibt sich daraus erheblicher Einfluss. Er kritisierte jedoch, dass Washington diesen Hebel nicht immer konsequent nutze. Kürzungen und Aussetzungen von Mitteln könnten Reformen ermöglichen, müssten aber mit klaren Forderungen, nachvollziehbaren Begründungen und Anreizen verbunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yeo setzte einen anderen Akzent. Die USA schuldeten dem regulären UN-Haushalt und Friedensmissionen Milliardenbeträge, sagte er. Fehlende Zahlungen schwächten Friedensmissionen, humanitäre Programme und die Verhandlungsposition Washingtons. Reformen funktionierten nur, wenn andere Mitgliedstaaten darauf vertrauen könnten, dass die USA nach vereinbarten Änderungen auch ihre Zusagen einhielten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-und-china-bleiben-teil-der-grosseren-konfliktlinie"><span id="sudan-und-china-bleiben-teil-der-groesseren-konfliktlinie">Sudan und China bleiben Teil der größeren Konfliktlinie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Anhörung fiel auch der <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Sudan als Beispiel für eine Kris</a>e, bei der UN-Reaktionen aus Sicht einiger Abgeordneter nicht im gleichen Maßstab sichtbar seien wie bei anderen Konflikten. Moskowitz kritisierte doppelte Standards und nannte neben <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/" type="post_tag" id="338">Russland</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/iran/" type="post_tag" id="595">Iran</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/israel/" type="post_tag" id="593">Israel</a> auch den Krieg im Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> wurde parteiübergreifend als strategischer Faktor beschrieben. Während Republikaner und Demokraten unterschiedliche Mittel bevorzugen, teilen sie die Sorge über wachsenden chinesischen Einfluss in multilateralen Institutionen. Moskowitz verwies auf chinesische Investitionen und politische Netzwerke in Afrika und Lateinamerika. Schaefer sah dagegen vor allem ungenutzte amerikanische Hebel innerhalb des UN-Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anhörung macht deutlich, dass die künftige US-Politik gegenüber den Vereinten Nationen unmittelbare Folgen für Afrika haben kann. Friedensmissionen, humanitäre Programme, Sicherheitskooperationen und Abstimmungen in der UN-Generalversammlung hängen auch davon ab, ob Washington auf Kürzungen, Reformabkommen oder stärkere Beteiligung setzt.</p>
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			<media:title type="html">US-Kongress erhöht Druck auf UN-Missionen in Afrika</media:title>
			<media:description type="html">Der US-Kongress erhöht den Druck auf die Vereinten Nationen. In einer Anhörung ging es um Finanzierung, Reformen und UN-Missionen in Afrika.</media:description>
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		<title>Bundesregierung verweigert Details zur Arbeitsbelastung des Verfassungsschutzes</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verweigert-details-zur-arbeitsbelastung-des-verfassungsschutzes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 09:38:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtendienste]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehr Beobachtungsobjekte, geheime Stellenpläne, keine genaue Erfolgsmessung: Die Bundesregierung hält zentrale Details zur Arbeit des Verfassungsschutzes unter Verschluss und verweist auf das Staatswohl.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-verweigert-details-zur-arbeitsbelastung-des-verfassungsschutzes%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20verweigert%20Details%20zur%20Arbeitsbelastung%20des%20Verfassungsschutzes&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-verweigert-details-zur-arbeitsbelastung-des-verfassungsschutzes/">Bundesregierung verweigert Details zur Arbeitsbelastung des Verfassungsschutzes</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung macht aus Sicherheitsgründen keine detaillierten Angaben zur Arbeitsbelastung, Personalausstattung und Wirkungskontrolle des Bundesamts für Verfassungsschutz. Am 22. April 2026 veröffentlichte der Bundestag die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/055/2105558.pdf">Antwort</a> des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Die Bundesregierung verweist bei mehreren Fragen auf das Staatswohl und warnt vor Rückschlüssen auf Arbeitsmethoden, Aufklärungsprioritäten und operative Fähigkeiten des Inlandsnachrichtendienstes. Zugleich bestätigt sie, dass die Zahl der Beobachtungsobjekte in mehreren Extremismusbereichen seit 2020 insgesamt gestiegen ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-beobachtungsobjekte-in-mehreren-extremismusbereichen"><span id="mehr-beobachtungsobjekte-in-mehreren-extremismusbereichen">Mehr Beobachtungsobjekte in mehreren Extremismusbereichen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesamt für Verfassungsschutz sammelt und wertet Informationen über Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung sowie über sicherheitsgefährdende oder geheimdienstliche Tätigkeiten für fremde Mächte aus. Diese gesetzliche Aufgabenzuweisung wurde nach Darstellung der Bundesregierung seit 2020 nicht erweitert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig haben sich die Gesamtzahlen der Beobachtungsobjekte in mehreren Bereichen verändert. Im Rechts- und Linksextremismus sowie im Rechtsterrorismus und Linksterrorismus unterlagen sie leichten Schwankungen, stiegen insgesamt aber an. Im Bereich Islamismus und islamistischer Terrorismus blieb die Gesamtzahl nach Regierungsangaben insgesamt unverändert. Im auslandsbezogenen Extremismus erhöhte sie sich seit 2020. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitergehende Zahlen zu Beobachtungsobjekten, Verdachtsfällen und gesichert extremistischen Bestrebungen nennt die Bundesregierung nicht. Eine Offenlegung könne Rückschlüsse auf Erkenntnisstand, Aufklärungsbedarf, Arbeitsschwerpunkte und Prioritäten des Bundesamts ermöglichen. Beobachtete Personen könnten daraus Gegenmaßnahmen ableiten, wodurch die Arbeit des Dienstes gestört würde. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stellenplan-bleibt-geheim"><span id="stellenplan-bleibt-geheim">Stellenplan bleibt geheim</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch zur personellen Ausstattung nennt die Bundesregierung nur öffentlich verfügbare Angaben aus den jährlichen Verfassungsschutzberichten. Der Wirtschaftsplan des Bundesamts für Verfassungsschutz ist als Verschlusssache „GEHEIM“ eingestuft. Die Personalausstattung werde im Haushaltsverfahren überprüft und an Aufgabenentwicklungen sowie prioritären Bedarfen ausgerichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesinnenministerium beschreibt die Gewinnung von Fachkräften in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik als herausfordernd. Das Bundesamt decke fachliche Bedarfe zu einem hohen Anteil über eigene Ausbildungs- und Studiengänge. Auf steigende Anforderungen und Fallzahlen reagiere die Behörde im Rahmen der verfügbaren personellen, organisatorischen und haushaltsrechtlichen Möglichkeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Angaben zur Stellenverteilung, zu Engpässen und zu Bewertungskriterien lehnt die Bundesregierung ab. Sie begründet dies mit dem Schutz der Arbeitsmethoden, Aufklärungsfähigkeiten und Priorisierungen des Bundesamts. Schon Angaben zur Größenordnung des eingesetzten Personals könnten Rückschlüsse auf Schwerpunkte, technische Fähigkeiten und operative Methoden zulassen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hinweise-werden-gepruft-und-priorisiert"><span id="hinweise-werden-geprueft-und-priorisiert">Hinweise werden geprüft und priorisiert</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesamt für Verfassungsschutz prüft nach Regierungsangaben zunächst alle Hinweise und Vorgänge, die in seinen gesetzlichen Aufgabenbereich fallen. Im Verlauf der Bearbeitung könne entschieden werden, einzelne Hinweise oder Vorgänge wegen mangelnder Wertigkeit oder fehlendem Wahrheitsgehalt nicht weiterzuverfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bearbeitungsschwerpunkte werden regelmäßig überprüft, definiert und kategorisiert. Damit soll das Bundesamt auf Entwicklungen in den einzelnen Phänomenbereichen reagieren. Welche Hinweise zurückgestellt wurden, welche Beobachtungsfelder priorisiert werden und welche internen Verfahren dabei greifen, legt die Bundesregierung nicht offen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist erneut auf Sicherheitsinteressen. Angaben zu Zurückstellungen, Nichtverfolgungen oder internen Bewertungsverfahren könnten nach ihrer Darstellung die Arbeitsweise des Nachrichtendienstes offenlegen und Dritten ermöglichen, Abwehrstrategien zu entwickeln. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-erfolg-des-verfassungsschutzes-lasst-sich-nicht-wie-unternehmensleistung-messen"><span id="erfolg-des-verfassungsschutzes-laesst-sich-nicht-wie-unternehmensleistung-messen">Erfolg des Verfassungsschutzes lässt sich nicht wie Unternehmensleistung messen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Wirkungskontrolle beschreibt die Bundesregierung den Verfassungsschutz als Frühwarnsystem. Die Behörde erstellt Lagebilder und Analysen, informiert Regierung und Öffentlichkeit und übermittelt Erkenntnisse an Polizei und Staatsanwaltschaften. Diese Erkenntnisse können exekutive Maßnahmen unterstützen oder einleiten. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26981 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/BfV_Berlin_2015-2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Eine genaue Erfolgsmessung einzelner Tätigkeiten lehnt die Bundesregierung ab. Eine Skalierung wie bei wirtschaftlich tätigen Unternehmen sei nicht möglich, <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-weist-kritik-an-foerderpruefungen-durch-verfassungsschutz-zurueck/">weil Maßnahmen des Bundesamts regelmäßig erst gemeinsam mit Maßnahmen anderer Behörden Wirkung entfalteten.</a> Der jährliche Verfassungsschutzbericht beschreibe die Lage in einzelnen Phänomenbereichen, staatliche Maßnahmen und Gefährdungspotenziale. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Regelmäßige besondere Evaluationen der Befugnisse nennt die Bundesregierung nicht. Das Bundesamt stehe im Austausch mit den zuständigen Aufsichtsbehörden. Kontrolliert werde es durch das Bundesinnenministerium, das Parlamentarische Kontrollgremium, die G-10-Kommission, Verwaltungsgerichte und die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Besondere Evaluationen finden demnach anlassbezogen statt. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nachrichtendienstrecht-soll-neu-gefasst-werden"><span id="nachrichtendienstrecht-soll-neu-gefasst-werden">Nachrichtendienstrecht soll neu gefasst werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung plant eine grundlegende Novellierung des Rechts der Nachrichtendienste des Bundes. Sie verweist auf den Koalitionsvertrag und spricht von einer verfassungskonformen und systematischen Reform. Ziel seien gestärkte operative Fähigkeiten sowie effektivere und zielgerichtetere Kontrollstrukturen nach den Maßgaben des Bundesverfassungsgerichts. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet die Bundesregierung die Debatte über Arbeitsbelastung und Wirkungskontrolle mit einer größeren Reform des Nachrichtendienstrechts. Konkrete Zahlen zu Kapazitäten, Engpässen, Erfolgsindikatoren oder Priorisierungen bleiben jedoch unter Verschluss.</p>
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			<media:title type="html">BfV Berlin 2015-2</media:title>
			<media:description type="html">Berlin Office of Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), Federal Office for the Protection of the Constitution of the Federal Republic of Germany</media:description>
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		<item>
		<title>BMZ senkt develoPPP-Ausgaben auf 61 Millionen Euro</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bmz-senkt-developpp-ausgaben-auf-61-millionen-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 08:53:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das BMZ-Förderprogramm develoPPP schrumpft finanziell: 2025 lagen die Ausgaben bei 61,3 Millionen Euro. Zugleich konzentriert sich develoPPP Ventures auf sieben afrikanische Länder.<br />
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das Bundesentwicklungsministerium hat die Ausgaben für das Wirtschaftsprogramm develoPPP auf 61,3 Millionen Euro gesenkt, den niedrigsten Wert im Zeitraum von 2020 bis 2025. Die Bundesregierung nannte die Zahlen in einer Bundestagsantwort auf eine AfD-Anfrage. Das Programm verbindet private Unternehmensprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern mit entwicklungspolitischen Zielen. Im Start-up-Segment develoPPP Ventures laufen Projekte derzeit in sieben afrikanischen Ländern. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausgaben-sinken-seit-dem-hochststand-2021"><span id="ausgaben-sinken-seit-dem-hoechststand-2021">Ausgaben sinken seit dem Höchststand 2021</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die jährlichen Ausgaben für develoPPP erreichten 2021 mit 90,6 Millionen Euro ihren höchsten Wert im genannten Zeitraum. Danach gingen sie nahezu durchgehend zurück: 2022 auf 70,0 Millionen Euro, 2023 auf 68,9 Millionen Euro, 2024 auf 66,3 Millionen Euro und 2025 auf 61,3 Millionen Euro. Gegenüber 2021 entspricht das einem Rückgang um rund 29,4 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://fokus-afrika.de/ausbildung-und-beschaftigungsforderung-uber-developpp-for-jobs/">Programm</a> gehört zur Zusammenarbeit des Bundesentwicklungsministeriums mit der Privatwirtschaft. Unternehmen können Projektvorschläge über die Durchführungspartner Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und DEG Impulse einreichen. Gefördert werden Vorhaben, die wirtschaftlich tragfähig sein und zugleich zur nachhaltigen Entwicklung in Partnerländern beitragen sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-start-up-forderung-liegt-in-afrika"><span id="start-up-foerderung-liegt-in-afrika">Start-up-Förderung liegt in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programmsegment develoPPP Ventures richtet sich an Start-ups, die ihre Gründungsphase bereits abgeschlossen haben. Nach Angaben der Bundesregierung existieren entsprechende Projekte in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/cote-divoire/" type="category" id="68">Côte d’Ivoire</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/tansania/" type="category" id="44">Tansania</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/" type="category" id="40">Ruanda</a>. Die dafür bereitgestellten öffentlichen Mittel belaufen sich derzeit auf rund 28,6 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verbindet das Förderinstrument mit dem Ziel, privatwirtschaftliche Investitionen und entwicklungspolitische Wirkung zusammenzuführen. Für Unternehmen ist develoPPP Classic in über 60 Ländern verfügbar. Das Programmsegment Ventures setzt auf ein Matching-Fund-Modell für Wachstumsinvestitionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kenia-ghana-und-athiopien-als-grosse-schwerpunkte"><span id="kenia-ghana-und-aethiopien-als-grosse-schwerpunkte">Kenia, Ghana und Äthiopien als große Schwerpunkte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Projektlisten der beiden Durchführungspartner zeigen in Afrika mehrere große Schwerpunkte. Kenia kommt zusammen bei GIZ und DEG auf 94 Projekte mit rund 33,9 Millionen Euro öffentlichem Beitrag. Ghana wird mit 64 Projekten und rund 26,6 Millionen Euro geführt. Äthiopien kommt auf 56 Projekte mit rund 25,3 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/deg-mobilisiert-300-millionen-us-dollar-fuer-erneuerbare-energien-und-klimaresilienz-in-suedafrika/">Südafrika</a>, Tansania und Nigeria zählen zu den größeren Empfängerländern im afrikanischen Portfolio. In Südafrika sind 24 Projekte mit rund 21,1 Millionen Euro verzeichnet. Tansania kommt auf 58 Projekte mit rund 13,9 Millionen Euro. Nigeria wird mit 34 Projekten und rund 14,0 Millionen Euro geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> erscheint in den Projektlisten mit sechs Projekten und rund 4,4 Millionen Euro öffentlichem Beitrag. <a href="https://fokus-afrika.de/dynamischer-aufschwung-der-start-up-szene-in-marokko/">Davon entfallen fünf Projekte auf die GIZ und eines auf die DEG.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontrolle-uber-indikatoren-und-jahresberichte"><span id="kontrolle-ueber-indikatoren-und-jahresberichte">Kontrolle über Indikatoren und Jahresberichte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beschreibt die Kontrolle der Projekte über projektspezifische Indikatoren. Diese werden gemeinsam von den Durchführungsorganisationen und den Unternehmen festgelegt und in Abständen von sechs bis zwölf Monaten überwacht. Die Zielerreichung wird anhand festgelegter Meilensteine geprüft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Evaluierungen verweist die Bundesregierung auf die international anerkannten DAC-Kriterien: Relevanz, Kohärenz, Effektivität, Effizienz, entwicklungspolitische Wirkung und Nachhaltigkeit. Zusätzlich nennt sie interne Evaluierungen wie Halbzeitüberprüfungen und Sektoranalysen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Transparenz verweist das Bundesentwicklungsministerium auf Jahresberichte der Durchführungsorganisationen und regelmäßige Steuerungstreffen mit GIZ und DEG Impulse. Das Programm werde kontinuierlich weiterentwickelt und bei Bedarf in seiner Mittelausstattung angepasst, teilte die Bundesregierung mit.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland setzt bei UN-Reform auf Allianz mit dem Globalen Süden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:47:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Vereinten Nationen wollen sich mit UN80 reformieren. Deutschland unterstützt den Prozess, die USA drängen auf Einsparungen, Russland pocht auf Kontrolle durch Mitgliedstaaten und der Globale Süden fordert echte Mitbestimmung. Für Afrika geht es um Einfluss, Entwicklung und Friedenssicherung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden%2F&amp;action_name=Deutschland%20setzt%20bei%20UN-Reform%20auf%20Allianz%20mit%20dem%20Globalen%20S%C3%BCden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-bei-un-reform-auf-allianz-mit-dem-globalen-sueden/">Deutschland setzt bei UN-Reform auf Allianz mit dem Globalen Süden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland positioniert sich bei der UN-Reforminitiative UN80 als aktiver Unterstützer, während Staaten des Globalen Südens auf gleichberechtigte Mitbestimmung und den Schutz entwicklungspolitischer Prioritäten drängen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags. <a href="https://fokus-afrika.de/un-treibt-reformprogramm-un80-voran/">Der Reformprozess wurde 2025 von UN-Generalsekretär António Guterres zum 80-jährigen Bestehen der Vereinten Nationen angestoßen.</a> Im Zentrum stehen effizientere Strukturen, eine Überprüfung zehntausender UN-Mandate und mögliche Änderungen im Geflecht aus Sekretariat, Programmen, Fonds und Sonderorganisationen. Für afrikanische Staaten geht es dabei auch um Einfluss, Finanzierung und die Frage, ob Reformen die Vereinten Nationen handlungsfähiger machen oder vor allem Sparvorgaben großer Geber durchsetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-guterres-will-ein-schlankeres-un-system"><span id="guterres-will-ein-schlankeres-un-system">Guterres will ein schlankeres UN-System</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">UN80 ist der jüngste Versuch, die Vereinten Nationen an eine veränderte Weltlage anzupassen. Das UN-System ist seit 1945 stark gewachsen. Aus 51 Gründungsmitgliedern wurden 193 Staaten. Dazu kamen 16 Sonderorganisationen sowie zahlreiche Programme, Fonds und Nebenorgane wie UNICEF, UNDP, UNHCR und das Welternährungsprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guterres will die Organisation kohärenter, wirksamer und rechenschaftspflichtiger machen. Auslöser sind eine Finanzkrise der Vereinten Nationen, wachsende Konflikte, humanitäre Notlagen, schlecht finanzierte Mandate und Doppelstrukturen zwischen UN-Einheiten. Seit 2025 belasten vor allem Zahlungsrückstände und der Rückzug der USA aus mehreren UN-Organisationen die Finanzierung. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-26955 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71098607.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative ruht auf drei Säulen. Erstens sollen Verwaltung und Management effizienter werden. Zweitens sollen Mandate überprüft, gebündelt oder beendet werden, wenn sie sich überschneiden oder nicht mehr tragen. Drittens stehen strukturelle Veränderungen im gesamten UN-System zur Debatte, etwa bei Programmen, Sonderorganisationen und Arbeitsabläufen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-40-000-mandate-im-blick"><span id="mehr-als-40-000-mandate-im-blick">Mehr als 40.000 Mandate im Blick</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Reformpunkt ist die Kontrolle von UN-Mandaten. Ein Mandat kann eine Friedensmission, ein Sanktionsregime, ein thematisches Programm oder einen Sonderberichterstatter betreffen. Seit 1946 entstanden nach Angaben des UN-Generalsekretärs mehr als 40.000 Mandate. Selbst die Mitgliedstaaten hätten keinen vollständigen Überblick mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mandatsprüfung berührt damit direkt die politische Steuerung der Vereinten Nationen. Wenn Mandate ohne ausreichende Mittel beschlossen werden, entstehen Strukturen, die Erwartungen wecken, aber oft keine ausreichende Wirkung entfalten. Für afrikanische Staaten ist das besonders bedeutsam, weil viele UN-Friedensmissionen, humanitäre Programme und Entwicklungsprojekte auf dem Kontinent tätig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-mandate-kommen-auf-den-pruefstand/">Die Mandatsprüfung soll Doppelungen abbauen und Mittel stärker auf zentrale Aufgaben konzentrieren. </a>Zugleich bleibt die Entscheidung über Mandate bei den Mitgliedstaaten. Diese Grenze ist politisch wichtig, weil Staaten des Globalen Südens verhindern wollen, dass Reformen unter dem Druck großer Beitragszahler beschlossen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-will-un80-mitgestalten"><span id="deutschland-will-un80-mitgestalten">Deutschland will UN80 mitgestalten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26956 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71137881.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt UN80 ausdrücklich. Berlin stellt sich als Fürsprecher einer starken, schlanken und handlungsfähigen UN auf. Die Bundesregierung unterstützt alle drei Säulen und will eine breite Koalition von Mitgliedstaaten für die Reformen aufbauen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im deutschen Beitrag zur Mandatsprüfung betont Berlin, Reformen sollten die Fähigkeit der Vereinten Nationen stärken, konkrete Ergebnisse vor Ort zu liefern. Genannt werden Friedenssicherung, nachhaltige Entwicklung und Menschenrechte. Deutschland schließt sich dabei eng an die Linie der Europäischen Union an. Diese verlangt regelmäßige, systematische und institutionell verankerte Überprüfungen aller Mandate nach einheitlichen Kriterien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan erklärte im Umfeld der 80. UN-Generalversammlung, Deutschland steuere die UN-Reform mit und koordiniere im UN-Entwicklungssystem eine Allianz von zwanzig Staaten zur Umsetzung der Reformziele. Zugleich brachte sie die mögliche Ansiedlung weiterer UN-Sonderorganisationen am Standort Bonn ins Gespräch. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-namibia-und-deutschland-hatten-zukunftspakt-verhandelt"><span id="namibia-und-deutschland-hatten-zukunftspakt-verhandelt">Namibia und Deutschland hatten Zukunftspakt verhandelt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland verbindet UN80 auch mit dem Zukunftspakt der Vereinten Nationen, der 2024 von der Generalversammlung beschlossen wurde. Der Pakt wurde federführend von Namibia und Deutschland verhandelt. Er sollte die Vereinten Nationen auf neue globale Herausforderungen ausrichten, brachte aber keine tiefgreifende Reform des UN-Systems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Punkte wurden vertagt oder in Prüfaufträge überführt. Dennoch gilt der Zukunftspakt für Berlin und Brüssel als politischer Rahmen für UN80. Die EU sieht ihn als inhaltlichen Kompass, während UN80 Form, Ablauf und Umsetzung der Reformen definieren soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rolle Namibias zeigt, dass afrikanische Staaten nicht nur Adressaten von UN-Reformen sind, sondern auch an zentralen Verhandlungsprozessen beteiligt waren. Gerade bei Entwicklung, Klimafragen, Friedenssicherung und globaler Finanzordnung überschneiden sich die Interessen vieler afrikanischer Staaten mit den Zielen einer wirksameren UN.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-globaler-suden-warnt-vor-machtverschiebung"><span id="globaler-sueden-warnt-vor-machtverschiebung">Globaler Süden warnt vor Machtverschiebung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe der 77 und China bewertet UN80 grundsätzlich positiv, formuliert aber deutliche Vorbehalte. Die Reformen sollen die UN-Charta respektieren, die zwischenstaatliche Natur der Organisation erhalten und die Prioritäten von Entwicklungsländern berücksichtigen. Die G77 fordert Transparenz, breite Beteiligung und Konsultationen auf Konsensbasis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dahinter steht ein älterer Konflikt. Schon frühere Reformversuche stießen auf Widerstand der G77, wenn sie als Machtverschiebung zugunsten großer Geberstaaten oder des UN-Sekretariats wahrgenommen wurden. Bei UN80 richtet sich die Sorge erneut gegen Reformen, die unter dem Stichwort Effizienz Einsparungen durchsetzen könnten, ohne die Entwicklungsinteressen ärmerer Länder abzusichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die am wenigsten entwickelten Länder fordern, dass UN80 den Multilateralismus stärkt und nicht verwässert. Reformen sollen gerechte Teilhabe der Mitgliedstaaten sichern und die Anliegen besonders verwundbarer Staaten berücksichtigen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-drangen-starker-auf-einsparungen"><span id="usa-draengen-staerker-auf-einsparungen">USA drängen stärker auf Einsparungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA unterstützen UN80 grundsätzlich, sehen die Initiative aber vor allem als Schritt zu mehr Effizienz und geringeren Kosten. Washington bleibt einer der größten Geldgeber der Vereinten Nationen, ist Gastgeber des UN-Hauptsitzes in New York und verfügt als ständiges Mitglied des Sicherheitsrats über Vetomacht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-26958 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-1024x731.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-300x214.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-768x548.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-380x271.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-800x571.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149-1160x828.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN7159149.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der US-Vertreter bei den Vereinten Nationen, Michael Waltz, sprach sich für Kostensenkungen aus und unterstützte den Plan, Personalkosten um 20 Prozent zu reduzieren. Die USA betrachten UN80 als überfällig und aus ihrer Sicht nicht weitreichend genug. Einsparungen und Mandatsreduzierungen finden in Washington breite Unterstützung. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Linie berührt die Interessen des Globalen Südens direkt. Wenn Finanzierungsdruck und Reformvorgaben zusammenfallen, können Entwicklungsprogramme, Menschenrechtsarbeit und Friedensstrukturen unter Sparlogik geraten. Die G77 warnt deshalb davor, dass große Beitragszahler Reformen nutzen könnten, um eigene Zahlungspflichten zu reduzieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-russland-pocht-auf-kontrolle-durch-mitgliedstaaten"><span id="russland-pocht-auf-kontrolle-durch-mitgliedstaaten">Russland pocht auf Kontrolle durch Mitgliedstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Russland unterstützt UN80 politisch, warnt aber vor Reformen, die aus Moskauer Sicht zu stark vom UN-Sekretariat oder von westlichen Staaten geprägt werden. Moskau betont die Führungsrolle der Mitgliedstaaten und verlangt inklusive, transparente Prozesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland brachte im Juli 2025 eine Resolution in die Generalversammlung ein, die Reformbemühungen des Generalsekretärs begrüßte. Zugleich stellte der Text klar, dass die Mitgliedstaaten im Zentrum des Prozesses stehen sollen. Bei der Mandatsprüfung pocht Russland auf die ausschließliche Entscheidungsbefugnis der Staaten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau unterstützt strukturelle Anpassungen vor allem dort, wo Doppelstrukturen abgebaut und Kosten gesenkt werden. Reformen, die den Sicherheitsrat indirekt schwächen oder als Instrument westlicher Normsetzung erscheinen, lehnt Russland ab. Das betrifft auch die Debatte über eine Reform des Sicherheitsrats, die seit Jahrzehnten stockt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsrat-bleibt-der-schwierigste-reformpunkt"><span id="sicherheitsrat-bleibt-der-schwierigste-reformpunkt">Sicherheitsrat bleibt der schwierigste Reformpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/annalena-baerbock-verteidigt-die-un-als-unverzichtbare-institution/">Die Reform des UN-Sicherheitsrats bleibt der härteste Teil der UN-Debatte.</a> Viele Staaten fordern seit Jahren eine Erweiterung des Gremiums. <a href="https://fokus-afrika.de/un-mitgliedstaaten-draengen-auf-echte-reform-des-sicherheitsrats-afrika-und-veto-im-fokus/" type="post" id="22119">Afrika ist im Sicherheitsrat bislang nicht mit einem ständigen Sitz vertreten, obwohl zahlreiche Konflikte und Friedensmissionen des Rates den Kontinent betreffen.</a></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26957 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/UN71136876.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/un-generalversammlungspraesidentin-baerbock-verteidigt-die-un-charta-in-davos/" type="post" id="23810">Die Hürden für eine Änderung der UN-Charta sind hoch.</a> Eine Reform braucht nicht nur eine Zwei-Drittelmehrheit der Mitgliedstaaten, sondern auch die Ratifikation durch zwei Drittel der Mitglieder einschließlich aller fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder. Deshalb blieb die Charta seit 1945 weitgehend unverändert. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundestagsanalyse sieht bei der Sicherheitsratsreform keine schnelle Bewegung. Vetomächte wie Russland, China und die USA blockieren Fortschritte in unterschiedlichen Konstellationen. Auch Deutschlands Ziel eines ständigen Sitzes zusammen mit Brasilien, Indien und Japan stößt weiter auf Widerstände.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-zwischen-reformbedarf-und-finanzdruck"><span id="afrika-zwischen-reformbedarf-und-finanzdruck">Afrika zwischen Reformbedarf und Finanzdruck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Staaten fällt UN80 in eine Phase wachsender Krisendichte. Konflikte im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahel</a>, im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/" type="category" id="27">Sudan</a>, in Teilen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/" type="category" id="48">Zentralafrikas</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/brennpunkt-horn-von-afrika-parteien-versuchen-zu-deeskalieren/" type="post" id="10934">am Horn von Afrika </a>treffen auf steigenden humanitären Bedarf, schwache Staatshaushalte und sinkende Entwicklungsmittel. UN-Strukturen bleiben in vielen Ländern zentral für Nothilfe, Ernährungssicherung, Flüchtlingsschutz, Gesundheitsprogramme und Friedensarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine effizientere UN könnte Mittel schneller und gezielter einsetzen. Eine stark von Sparvorgaben dominierte Reform könnte jedoch Programme schwächen, die in ärmeren Ländern konkrete staatliche Lücken abfedern. Genau an dieser Stelle verläuft die politische Konfliktlinie zwischen großen Beitragszahlern, reformorientierten europäischen Staaten und dem Globalen Süden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland setzt auf Reformfähigkeit, Effizienz und eine stärkere Rolle des UN-Standorts Bonn. Die G77, viele Entwicklungsländer und die am wenigsten entwickelten Staaten bestehen auf Mitbestimmung, Entwicklung und gleichberechtigter Teilhabe. Die USA erhöhen den Spardruck. Russland verteidigt die Entscheidungsrolle der Staaten und seine Position im Sicherheitsrat.</p>
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		<title>Schuldenreport warnt vor neuer Krise im Globalen Süden</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 11:06:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>44 Staaten im Globalen Süden stehen laut Schuldenreport 2026 unter sehr hoher Auslandsschuldenlast. Angola muss 60 Prozent seiner Staatseinnahmen für Zahlungen an ausländische Gläubiger aufbringen, Senegal 39 Prozent. Der Krieg am Golf verschärft die Lage.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fschuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden%2F&amp;action_name=Schuldenreport%20warnt%20vor%20neuer%20Krise%20im%20Globalen%20S%C3%BCden&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/schuldenreport-warnt-vor-neuer-krise-im-globalen-sueden/">Schuldenreport warnt vor neuer Krise im Globalen Süden</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">44 Staaten im Globalen Süden stehen nach dem neuen Schuldenreport 2026 unter sehr hoher Auslandsschuldenlast. Der Bericht wurde am Dienstag, 28. April 2026, von erlassjahr.de und Misereor veröffentlicht. Besonders betroffen sind mehrere afrikanische Länder, darunter Angola, Senegal und Kenia. Der Krieg am Golf verschärft die Lage durch steigende Energie-, Lebensmittel- und Düngemittelpreise sowie höhere Kreditkosten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angola-und-senegal-besonders-stark-belastet"><span id="angola-und-senegal-besonders-stark-belastet">Angola und Senegal besonders stark belastet</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Staaten mit sehr hoher Auslandsschuldenlast müssen nach der Analyse mehr als 15 Prozent ihrer Staatseinnahmen für Zinsen und Tilgung an ausländische Gläubiger aufbringen. In Angola liegt diese Quote bei 60 Prozent, im Senegal bei 39 Prozent. Deutschland kommt dem Bericht zufolge auf rund zwei Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Damit fließt ein untragbar hoher Teil der öffentlichen Einnahmen in diesen Ländern nicht in elementare Staatsaufgaben wie Bildung, Gesundheit oder Infrastruktur, sondern an ausländische Gläubiger“, sagte Malina Stutz, politische Referentin bei erlassjahr.de.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den 44 sehr hoch belasteten Staaten gelten weitere 25 Länder als hoch belastet. In 15 Staaten besteht ein latentes Risiko. Im Durchschnitt müssen Länder des Globalen Südens 13 Prozent ihrer Staatseinnahmen für Zahlungen an ausländische Gläubiger aufbringen. In Ländern des Globalen Nordens liegt die Quote bei knapp sechs Prozent.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-krieg-am-golf-erhoht-druck-auf-staatshaushalte"><span id="krieg-am-golf-erhoeht-druck-auf-staatshaushalte">Krieg am Golf erhöht Druck auf Staatshaushalte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erlassjahr.de und Misereor warnen, dass der Krieg am Golf die Schuldenlage vieler Länder weiter verschärft. Steigende Energie- und Lebensmittelpreise belasten öffentliche Haushalte und Auslandsbilanzen. Höhere Kosten für Dünger können zudem Landwirtschaft und Ernährungssicherheit treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Benjamin Rosenthal, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei Misereor, sagte: „Hohe Energie- und Lebensmittelpreise belasten zusätzlich die Staatshaushalte und werden zu einem Abzug von Kapital und höheren Kreditkosten in vielen verschuldeten Ländern führen.“ Dadurch würden Schulen, Krankenhäuser und soziale Grundsicherung teurer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Rücküberweisungen von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten können sinken, wenn die <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor/" type="post" id="26834">wirtschaftliche Lage in der Golfregion schlechter wird</a>. Viele Beschäftigte dort stammen aus asiatischen und afrikanischen Ländern. Weniger Rücküberweisungen bedeuten geringere Deviseneinnahmen in ihren Herkunftsländern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kenia-zeigt-soziale-folgen-der-schuldenkrise"><span id="kenia-zeigt-soziale-folgen-der-schuldenkrise">Kenia zeigt soziale Folgen der Schuldenkrise</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schuldenreport beschreibt Auslandsschuldenkrisen auch als Belastung für öffentliche Grundversorgung. Wenn hohe Zahlungen an ausländische Gläubiger den Staatshaushalt binden, fehlt Geld für Krankenhäuser, Schulen, Wasserversorgung und soziale Sicherung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="799" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c.jpg" alt="" class="wp-image-26539 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c.jpg 799w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/54875035916_b2392d4a30_c-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kenia wird als Beispiel für Versorgungslücken genannt. In hoch verschuldeten Ländern treffen Kürzungen und Sparprogramme vor allem ärmere Bevölkerungsgruppen, Frauen und Menschen in ländlichen Regionen. Viele Staaten stehen unter Programmen, die Steuererhöhungen, Subventionskürzungen oder Einsparungen im öffentlichen Dienst vorsehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gastbeitrag der afrikanischen Regionalorganisation des Internationalen Gewerkschaftsbundes beschreibt Folgen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dazu zählen Lohnstopps im öffentlichen Dienst, Einstellungsstopps, höhere Verbrauchssteuern und schlechtere Arbeitsbedingungen. Besonders betroffen sind Lehrkräfte, Pflegepersonal und andere Beschäftigte in staatlichen Diensten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-private-glaubiger-halten-grossten-teil-der-forderungen"><span id="private-glaeubiger-halten-groessten-teil-der-forderungen">Private Gläubiger halten größten Teil der Forderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Private Gläubiger sind nach dem Schuldenreport die wichtigste Gläubigergruppe des Globalen Südens. Dazu zählen Investmentfonds, Banken, Versicherungen und Rohstoffunternehmen. Sie halten rund 65 Prozent der Forderungen gegenüber Ländern des Globalen Südens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Multilaterale Institutionen wie der <a href="https://fokus-afrika.de/iwf-senkt-kreditkosten-um-36/" type="post" id="12092">Internationale Währungsfonds</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/weltbank-jahrestagung-deutschland-setzt-auf-globale-partnerschaften/" type="post" id="20849">Weltbank</a> halten rund 28 Prozent der Forderungen. Bilaterale Gläubigerstaaten, darunter Deutschland, Frankreich und China, kommen zusammen auf rund zwölf Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Land stark. Im Libanon halten private Gläubiger rund 90 Prozent der Forderungen. In Laos ist <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a> der wichtigste bilaterale Gläubiger und hält mehr als 50 Prozent der Forderungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-deutschland-und-eu"><span id="kritik-an-deutschland-und-eu">Kritik an Deutschland und EU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erlassjahr.de und Misereor kritisieren die internationale Schuldenarchitektur als zu stark an den Interessen der Gläubiger ausgerichtet. Länder wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/" type="category" id="46">Sambia</a> hätten in den vergangenen Jahren Umschuldungen durchlaufen, wiesen aber weiterhin sehr hohe Belastungen auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rosenthal warf Ländern des Globalen Nordens vor, Reformen zu blockieren. „Reformen, die diese problematischen Strukturen aufbrechen, werden von Ländern des Globalen Nordens bisher blockiert. Darunter sind Deutschland und die EU“, sagte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisationen fordern <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-erlaesst-schulden-von-aegypten-und-tunesien/" type="post" id="24860">verbindliche Verfahren für Schuldenerleichterungen</a>, eine stärkere Beteiligung privater Gläubiger und mehr öffentliche Entwicklungsinvestitionen. Zudem sollen betroffene Länder bei internationalen Entscheidungen stärker mitbestimmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-linke-fordert-faire-schuldenregeln"><span id="linke-fordert-faire-schuldenregeln">Linke fordert faire Schuldenregeln</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-26920 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-768x1024.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-380x507.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa-800x1067.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/schubert_lisa.jpg 864w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch im Bundestag löste der Schuldenreport Kritik an der deutschen Politik aus. Lizzy Schubert, Sprecherin der Linken für Geld- und Finanzmarktpolitik, sprach von einer strukturellen Schuldenkrise im Globalen Süden. Hochverschuldete Staaten gäben teilweise mehr Geld für Schuldendienst aus, als sie aus der Entwicklungszusammenarbeit erhielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schubert kritisierte die Bundesregierung und forderte eine andere Linie bei den Vereinten Nationen, der G7, dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. „Es braucht dringend eine Einbindung privater Gläubiger. Banken und Investmentfonds müssen zu Schuldenerlassen verpflichtet werden, anstatt die Lasten nur auf staatliche Akteure abzuwälzen“, erklärte Schubert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linke sieht auch die neue Strategie des Bundesentwicklungsministeriums kritisch. Historische Kürzungen und mehr Entwicklungskredite könnten Abhängigkeiten und Verschuldung weiter verstärken, so Schubert.</p>
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		<title>Deutschland bereitet Unterstützung am Persischen Golf vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 09:59:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland blickt stärker auf den Persischen Golf: Alexander Radwan spricht nach der IPU-Tagung in Istanbul über Hormus, Partnerstaaten am Golf, den Ukrainekrieg und die humanitäre Krise im Sudan.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor%2F&amp;action_name=Deutschland%20bereitet%20Unterst%C3%BCtzung%20am%20Persischen%20Golf%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-bereitet-unterstuetzung-am-persischen-golf-vor/">Deutschland bereitet Unterstützung am Persischen Golf vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will sich an der Sicherung der Meerenge von Hormus beteiligen, sobald zwischen Iran und den USA die Waffen schweigen. Das sagte Alexander Radwan, Leiter der deutschen Delegation zur Interparlamentarischen Union, nach der Frühjahrstagung in Istanbul. Der CDU/CSU-Außenpolitiker verwies auf eine Zusage des Bundeskanzlers zur Minenräumung und Absicherung der wichtigen Schifffahrtsroute. Die Debatte verbindet den Krieg am Persischen Golf mit der Frage, wie viel sicherheitspolitische Verantwortung Deutschland gegenüber Partnern in Europa und auf der arabischen Halbinsel übernehmen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hormus-ruckt-in-den-fokus-deutscher-sicherheitspolitik"><span id="hormus-rueckt-in-den-fokus-deutscher-sicherheitspolitik">Hormus rückt in den Fokus deutscher Sicherheitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meerenge von Hormus gehört zu den empfindlichsten Engstellen der Weltwirtschaft. Durch die Route zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel läuft ein großer Teil des internationalen Energie- und Warenverkehrs. Der Krieg am Persischen Golf hat ihre Bedeutung erneut sichtbar gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Radwan sagte, Deutschland wolle als Teil einer europäisch-westlichen Initiative seinen Beitrag leisten. Es gehe darum, die internationale Ordnung zu stützen und Verbündeten sowie Partnern beizustehen. Die Bundeswehr könne dabei eine Rolle übernehmen, bleibe aber an die parlamentarische Kontrolle gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Bundeskanzler hat zugesichert, dass Deutschland sich an der Minenräumung und Absicherung der Meerenge von Hormus beteiligen wird, wenn zwischen Iran und den USA die Waffen schweigen“, sagte Radwan.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-golfstaaten-suchen-engere-sicherheitspolitische-zusammenarbeit"><span id="golfstaaten-suchen-engere-sicherheitspolitische-zusammenarbeit">Golfstaaten suchen engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der 152. Versammlung der Interparlamentarischen Union traf die deutsche Delegation Vertreter mehrerer Golfstaaten. Gespräche gab es mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain und Irak. Weitere bilaterale Treffen fanden mit Delegationen aus Großbritannien und der Ukraine statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Radwan beschrieb die Golfstaaten als Partner, deren Verhältnis zu den USA derzeit ähnlich geprüft werde wie die europäische Sicherheitsordnung durch den Krieg in der Ukraine. Daraus ergebe sich eine gemeinsame Linie: Partnerschaften mit Washington sollen bestehen bleiben, zugleich müsse Europa mehr eigene Verantwortung übernehmen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="764" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-1024x764.jpg" alt="" class="wp-image-26836 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-1024x764.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-768x573.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-1536x1145.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-2048x1527.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-380x283.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-800x597.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-1160x865.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/3977330-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Kooperation mit den Staaten am Golf dürfe sich nicht auf Energie und Handel beschränken. „Die Sicherheit ist neben der Wirtschaft das wesentliche Element, in der Golfregion wie in Europa auch“, sagte Radwan. Die Regierungen müssten diese Zusammenarbeit nun konkretisieren.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ipu-berat-uber-kriege-sudan-und-globale-ordnung"><span id="ipu-beraet-ueber-kriege-sudan-und-globale-ordnung">IPU berät über Kriege, Sudan und globale Ordnung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frühjahrstagung der Interparlamentarischen Union fand vom 14. bis 19. April 2026 in Istanbul statt. Die deutsche Bundestagsdelegation wurde von Radwan geleitet. Der Delegation <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260409-152-ipu-versammlung-1162134">gehörten</a> außerdem Dr. Malte Kaufmann und Stefan Keuter von der AfD, Dr. Rolf Mützenich von der SPD, Claudia Roth von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Fey von der Linken sowie Dr. Lena Gumnior von Bündnis 90/Die Grünen über den Sitz für junge Parlamentarier an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generaldebatte stand unter dem Titel „Hoffnung nähren, Frieden sichern und Gerechtigkeit für künftige Generationen gewährleisten“. Im Zentrum standen bewaffnete Konflikte, soziale Ungleichheit, Klimakrise, technologische Umbrüche, parlamentarische Diplomatie und das Vertrauen in demokratische Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Radwan sagte, jede Delegation bringe eigene regionale Krisen mit. Zugleich entstehe in der IPU eine globale Perspektive. Neben dem Krieg am Persischen Golf seien auch der russische Krieg gegen die Ukraine und die humanitäre Krise im Sudan behandelt worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudan-bleibt-ein-blinder-fleck-der-aufmerksamkeit"><span id="sudan-bleibt-ein-blinder-fleck-der-aufmerksamkeit">Sudan bleibt ein blinder Fleck der Aufmerksamkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Radwan verwies besonders auf die Lage im Sudan. <a href="https://fokus-afrika.de/sudan-konferenz-in-berlin-mobilisiert-15-milliarden-euro-an-hilfen/" type="post" id="26588">Die Krise finde in Deutschland nur begrenzt Aufmerksamkeit</a>, treffe aber auch Staaten in Europas Nachbarschaft. Ägypten sei von den Folgen der Fluchtbewegungen betroffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg" alt="" class="wp-image-20643 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1536x1028.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-800x535.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1160x776.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week.jpg 1704w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Momentan erleben wir im Sudan eine fürchterliche humanitäre Katastrophe“, sagte Radwan. Die Menschen kämpften ums Überleben, um Nahrung und gegen Terror.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentarier müssten nach Radwans Worten ihre Kontrollfunktion gegenüber Regierungen wahrnehmen und zugleich für Opfer von Krieg, Gewalt und Terror sprechen. „Wir sind die Stimme der Schwachen“, sagte er.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutschland-will-mehr-verantwortung-ubernehmen"><span id="deutschland-will-mehr-verantwortung-uebernehmen">Deutschland will mehr Verantwortung übernehmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Radwan verband die Debatte über den Golf mit einer breiteren Rolle Deutschlands in der Welt. International werde genau beobachtet, ob die Bundesregierung in Konflikten eher zurückhaltend auftrete oder mehr Engagement zeige. Auch die Staaten auf der arabischen Halbinsel nähmen diese Entwicklung wahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland müsse Prioritäten setzen, sagte Radwan. Der Krieg in der Ukraine, die eigene Verteidigungsfähigkeit und die Partnerschaft mit den USA stünden weit oben. Der Golf bleibe dennoch im Blick, auch weil höhere Weltmarktpreise Deutschland selbst dann träfen, wenn es weniger Energie aus der Region beziehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die junge Generation dürfe globale Verantwortung nicht allein über Klimaschutz definieren, sagte Radwan in Bezug auf die IPU-Debatte. Frieden sei die Grundlage für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Wo Krieg herrsche, könne Entwicklung nicht stabil entstehen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag streitet über Milliardäre und den Kurs der Entwicklungspolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-streitet-ueber-milliardaere-und-den-kurs-der-entwicklungspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 19:06:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Milliardäre, Vermögensteuern und Entwicklungspolitik: Im Bundestag ist eine scharfe Debatte über globale Ungleichheit, das 0,7-Prozent-Ziel und den künftigen Kurs deutscher Entwicklungszusammenarbeit entbrannt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-streitet-ueber-milliardaere-und-den-kurs-der-entwicklungspolitik%2F&amp;action_name=Bundestag%20streitet%20%C3%BCber%20Milliard%C3%A4re%20und%20den%20Kurs%20der%20Entwicklungspolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-streitet-ueber-milliardaere-und-den-kurs-der-entwicklungspolitik/">Bundestag streitet über Milliardäre und den Kurs der Entwicklungspolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat einen Vorstoß der Linksfraktion gegen den Einfluss von Milliardären und für mehr Umverteilung in der Entwicklungspolitik an den Ausschuss überwiesen. Am Mittwoch debattierten die Abgeordneten in erster Lesung 30 Minuten lang über den <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/050/2105029.pdf">Antrag</a>. Die Linke verlangt höhere Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit, neue Steuern auf große Vermögen und einen klaren Fokus auf globale Ungleichheit. Regierung, Union und AfD wiesen den Vorstoß im Plenum aus unterschiedlichen Gründen zurück.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-linke-will-mehr-geld-fur-entwicklung-und-neue-steuern-auf-grosse-vermogen"><span id="linke-will-mehr-geld-fuer-entwicklung-und-neue-steuern-auf-grosse-vermoegen">Linke will mehr Geld für Entwicklung und neue Steuern auf große Vermögen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrem Antrag fordert die Linksfraktion eine neue Strategie der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Oberstes Ziel soll der Abbau globaler Ungleichheit sein. Dazu verlangt sie unter anderem, dass Deutschland wieder mindestens 0,7 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit bereitstellt, davon mindestens 0,2 Prozent für die ärmsten Länder und 0,1 Prozent für die globale Gesundheitszusammenarbeit. Hinzu kommen Forderungen nach einer Vermögensteuer, einer einmaligen Vermögensabgabe für die reichsten 0,7 Prozent im Land, einer Reform der Erbschaftsteuer sowie nach international koordinierten Steuern auf große Vermögen, Unternehmen und Finanztransaktionen. </p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion begründet ihren Vorstoß mit einer wachsenden Konzentration von Reichtum und politischer Macht. In ihrem Antrag heißt es, das reichste Prozent der Weltbevölkerung habe seit dem Jahr 2000 41 Prozent des neu entstandenen Vermögens angehäuft, während die ärmere Hälfte der Menschheit nur 1 Prozent erhalten habe. Zugleich wirft die Fraktion der Bundesregierung vor, den Etat des Entwicklungsministeriums deutlich zu kürzen und Entwicklungspolitik stärker an Sicherheits-, Rohstoff- und Wirtschaftsinteressen auszurichten. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-im-plenum-prallen-zwei-sichtweisen-aufeinander"><span id="im-plenum-prallen-zwei-sichtweisen-aufeinander">Im Plenum prallen zwei Sichtweisen aufeinander</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Linke sagte Charlotte Antonia Neuhäuser, die Macht großer Vermögen sei gefährlich und verschärfe Ungleichheit weltweit. „Wir müssen über die Macht der Milliardäre reden“, erklärte sie im Bundestag. Aus Sicht ihrer Fraktion soll Entwicklungszusammenarbeit stärker als Instrument gegen Armut und ungleiche Vermögensverteilung eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen stellten sich in der Debatte in Teilen hinter diese Diagnose. Sie kritisierten die <a href="https://fokus-afrika.de/haushalt-2026-plus-fuer-das-auswaertiges-amt-abzuege-beim-bmz/" type="post" id="20020">Kürzungen im Entwicklungsetat</a> und warfen der Bundesregierung vor, das international vereinbarte 0,7-Prozent-Ziel erneut zu verfehlen. In der Debatte verwiesen sie auf steigende Nahrungs- und Energiepreise sowie auf die Folgen internationaler Krisen für Menschen in ärmeren Ländern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-halt-an-ihrem-reformkurs-fest"><span id="regierung-haelt-an-ihrem-reformkurs-fest">Regierung hält an ihrem Reformkurs fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bundesregierung sagte der <a href="https://fokus-afrika.de/reform-der-entwicklungszusammenarbeit-prof-joerg-faust-praesentiert-analyse-im-bundestag/" type="post" id="22673">Parlamentarische Staatssekretär Johann Saathoff</a>, die Überwindung von Armut und Ungleichheit bleibe ein Kernanliegen deutscher Entwicklungspolitik. Zugleich stellte er klar, dass Entwicklungspolitik in einer konfliktreicheren Welt auch strategische Bedeutung habe. Die Bundesregierung setzt nach seinen Worten stärker auf Partnerschaften, auf eine Konzentration der Mittel in Regionen mit besonders großer Armut und auf konkrete Programme etwa für Ernährung, Wasser und Landwirtschaft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-26796 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/5030948-2.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit stellte sich die Regierung gegen den Kurswechsel, den die Linke verlangt. Sie verteidigte stattdessen ihre Reformlinie, die Entwicklungspolitik stärker auf Wirksamkeit, Stabilität und internationale Kooperation ausrichten will.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-union-und-afd-lehnen-den-antrag-grundsatzlich-ab"><span id="union-und-afd-lehnen-den-antrag-grundsaetzlich-ab">Union und AfD lehnen den Antrag grundsätzlich ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Union kam scharfe Kritik an den Umverteilungsplänen. CDU- und CSU-Abgeordnete warfen der Linken vor, überholte Konzepte zu wiederholen und wirtschaftliche Dynamik zu bremsen. Statt höherer Steuern und neuer Abgaben setze die Union auf <a href="https://fokus-afrika.de/wolfgang-stefinger-marshallplan-mit-afrika-war-der-richtige-schritt/" type="post" id="14003">Marktzugang, Privatsektor, Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftliche Entwicklung in Partnerländern. </a>Entwicklungszusammenarbeit müsse aus ihrer Sicht auch deutschen Sicherheits- und Interessenlagen Rechnung tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD lehnte den Antrag ebenfalls ab, allerdings mit einem grundsätzlich anderen Ton. Sie wandte sich gegen zusätzliche Entwicklungsgelder, <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-verfehlt-2025-erneut-das-un-ziel-fuer-entwicklungshilfe/" type="post" id="26364">gegen eine höhere ODA-Quote</a> und gegen neue Vermögens- oder Milliardärssteuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der ersten Beratung überwies der Bundestag den Antrag an den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.</p>
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			<media:title type="html">Rednerbild von Johann Saathoff</media:title>
			<media:description type="html">Johann Saathoff, MdB, SPD, hält eine Rede im Deutschen Bundestag</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Sanierungsbedarf der Auslandsliegenschaften des Bundes steigt auf 2,82 Milliarden Euro</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/sanierungsbedarf-der-auslandsliegenschaften-des-bundes-steigt-auf-282-milliarden-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 18:06:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>2,82 Milliarden Euro Sanierungsbedarf, dazu monatlich Millionen für Betrieb, Mieten und Bau: Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen, wie teuer die Auslandsliegenschaften des Bundes inzwischen sind.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsanierungsbedarf-der-auslandsliegenschaften-des-bundes-steigt-auf-282-milliarden-euro%2F&amp;action_name=Sanierungsbedarf%20der%20Auslandsliegenschaften%20des%20Bundes%20steigt%20auf%202%2C82%20Milliarden%20Euro&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Sanierungsbedarf bei den Auslandsliegenschaften des Bundes ist auf rund 2,82 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hervor. Allein auf Liegenschaften des Auswärtigen Amts entfallen demnach rund 2,8 Milliarden Euro. Hinzu kommen 7,4 Millionen Euro im Bereich des Verteidigungsministeriums und rund 12 Millionen Euro bei Einrichtungen des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die laufenden Kosten bleiben hoch. Für Betrieb, Instandhaltung und Ausstattung fallen demnach im Durchschnitt rund 1,7 Millionen Euro pro Monat an. Die monatlichen Mietkosten liegen bei rund 3,45 Millionen Euro, die Ausgaben für Baumaßnahmen bei knapp 9,75 Millionen Euro. Damit summieren sich allein diese drei Kostenblöcke auf deutlich mehr als 14 Millionen Euro pro Monat. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auswartiges-amt-tragt-den-grossten-kostenblock"><span id="auswaertiges-amt-traegt-den-groessten-kostenblock">Auswärtiges Amt trägt den größten Kostenblock</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="510" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2.jpg" alt="" class="wp-image-23026 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-300x149.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-768x383.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-380x189.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Auswaertiges_Amt_01-2-800x398.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Den größten Anteil trägt das Auswärtige Amt. Dort belaufen sich die monatlichen Kosten für Betrieb, Instandhaltung und Ausstattung auf durchschnittlich 1,236 Millionen Euro. Für Baumaßnahmen werden monatlich im Schnitt 9,586 Millionen Euro aufgewendet, darunter auch größere Projekte wie Botschaftsneubauten. Die monatlichen Mietkosten liegen bei 3,283 Millionen Euro. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geschäftsbereich des Verteidigungsministeriums fallen monatlich durchschnittlich 434.000 Euro für Betrieb, Instandhaltung und Ausstattung an. Für Baumaßnahmen nennt die Bundesregierung 160.000 Euro pro Monat, für Mieten 163.000 Euro. Beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien liegen die monatlichen Betriebskosten bei 35.000 Euro, die Baukosten bei 5.000 Euro. Mietkosten entstehen dort nicht, weil sich die Auslandsliegenschaften ausschließlich im Bundeseigentum befinden. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-seit-anfang-2025-mehrere-verkaufe-und-ein-zukauf"><span id="seit-anfang-2025-mehrere-verkaeufe-und-ein-zukauf">Seit Anfang 2025 mehrere Verkäufe und ein Zukauf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 1. Januar 2025 hat sich der Bestand der Auslandsliegenschaften vor allem im Ressort des Auswärtigen Amts verändert. In Dschuba wurden drei Dienstwohnungen erworben. Verkauft wurden jeweils zwei Dienstwohnungen in Lusaka und Antananarivo. Außerdem trennte sich der Bund von einem unbebauten Grundstück in Brasília sowie von den ehemaligen Kanzleien in Pretoria und São Paulo. Im Eigentumsbestand des Verteidigungsministeriums und des Kulturstaatsministeriums gab es keine Veränderungen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-40-bundeseigene-liegenschaften-im-ausland-derzeit-ungenutzt"><span id="40-bundeseigene-liegenschaften-im-ausland-derzeit-ungenutzt">40 bundeseigene Liegenschaften im Ausland derzeit ungenutzt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Kosten nennt die Bundesregierung auch Zahlen zu ungenutzten Immobilien. Im Bereich des Auswärtigen Amts stehen derzeit 37 bundeseigene Liegenschaften leer, davon 23 mit Veräußerungsabsicht. Als Gründe nennt die Bundesregierung unter anderem vorübergehende Schließungen von Auslandsvertretungen, Sanierungen, geplante Neubauten und laufende Prüfungen zur weiteren Verwertung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Bundeswehr sind drei Auslandsliegenschaften ungenutzt, zwei davon sollen verkauft werden. Genannt werden Bedarfsmangel, Sanierungsbedarf und Kernsanierung. Die Liegenschaften des Kulturstaatsministeriums sind nach Angaben der Bundesregierung vollständig in Nutzung. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-verweist-auf-internes-immobilienkonzept"><span id="bundesregierung-verweist-auf-internes-immobilienkonzept">Bundesregierung verweist auf internes Immobilienkonzept</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Management der Auslandsliegenschaften verweist das Auswärtige Amt auf bestehende Leitlinien für das Immobilienmanagement im Ausland. Zu weiteren geplanten Verkäufen, Käufen oder Anmietungen macht die Bundesregierung keine detaillierten Angaben. Begründet wird das mit laufenden internen Abstimmungen und Vertragsverhandlungen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsanierungsbedarf-der-auslandsliegenschaften-des-bundes-steigt-auf-282-milliarden-euro%2F&action_name=Sanierungsbedarf%20der%20Auslandsliegenschaften%20des%20Bundes%20steigt%20auf%202%2C82%20Milliarden%20Euro&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/sanierungsbedarf-der-auslandsliegenschaften-des-bundes-steigt-auf-282-milliarden-euro/">Sanierungsbedarf der Auslandsliegenschaften des Bundes steigt auf 2,82 Milliarden Euro</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Auswärtiges_Amt_01-2</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>BMZ gibt zu: Mittelverteilung des Afrika-Fonds über Jahrzehnte unklar</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bmz-gibt-zu-mittelverteilung-des-afrika-fonds-ueber-jahrzehnte-unklar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 14:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=26602</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion bringt den Afrika-Fonds des BMZ in den Bundestag: Die Bundesregierung kann Wirkung, Nachhaltigkeit und genaue Mittelverteilung über 24 Jahre nur teilweise beziffern.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbmz-gibt-zu-mittelverteilung-des-afrika-fonds-ueber-jahrzehnte-unklar%2F&amp;action_name=BMZ%20gibt%20zu%3A%20Mittelverteilung%20des%20Afrika-Fonds%20%C3%BCber%20Jahrzehnte%20unklar&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bmz-gibt-zu-mittelverteilung-des-afrika-fonds-ueber-jahrzehnte-unklar/">BMZ gibt zu: Mittelverteilung des Afrika-Fonds über Jahrzehnte unklar</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Studien- und Fachkräftefonds für Afrika des Bundesentwicklungsministeriums wirft neue Fragen nach Transparenz, Kontrolle und Wirkung deutscher Entwicklungsprojekte auf. In einer Antwort an den Bundestag räumt die Bundesregierung ein, dass sich für den Fonds über einen Zeitraum von 24 Jahren weder viele Einzelmaßnahmen noch ihre Ergebnisse, Wirkungen und Mittelverteilungen vollständig aufschlüsseln lassen. Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/050/2105097.pdf">Antwort</a> wurde am 15. April bekannt. Betroffen ist ein Instrument, über das Studien, Gutachten und kleinere Maßnahmen in zahlreichen afrikanischen Ländern vorbereitet oder finanziert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Bundesregierung wurden über den Fonds zwischen 1995 und 2018 Ausgaben von rund 72,3 Millionen Euro erfasst. Zugleich macht sie deutlich, dass wegen der Vielzahl der Einzelmaßnahmen innerhalb der Frist keine vollständige Auswertung möglich gewesen sei. Auch mit Blick auf eine noch laufende Nachfolgephase liege keine Gesamtbewertung des Volumens vor. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-viele-massnahmen-aber-kein-klares-gesamtbild"><span id="viele-massnahmen-aber-kein-klares-gesamtbild">Viele Maßnahmen, aber kein klares Gesamtbild</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fonds diente nach Darstellung der Bundesregierung dazu, Vorhaben der Technischen Zusammenarbeit vorzubereiten und zu prüfen. Darüber hinaus konnten auch Studien, Gutachten und kleinere Maßnahmen finanziert werden. Gerade dieser breite Zuschnitt erklärt mit, warum heute zentrale Fragen offen bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So erklärt die Bundesregierung, die Datenerfassung unterscheide nicht sauber danach, ob Mittel für die Vorbereitung größerer Vorhaben, für Studien oder für kleinere Projekte eingesetzt wurden. Eine Einzelauswertung aller Leistungspakete sei in der vorgegebenen Zeit nicht möglich gewesen. Für ein breites Publikum heißt das vor allem: Der Bund kann zwar das Instrument beschreiben, aber viele konkrete Wirkungen und Geldflüsse nicht mehr vollständig darstellen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-unabhangige-evaluierung"><span id="keine-unabhaengige-evaluierung">Keine unabhängige Evaluierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders brisant ist, dass für den Studien- und Fachkräftefonds Afrika nach Angaben der Bundesregierung bislang keine unabhängige Evaluierung vorliegt. Der Fonds sei bisher nicht in die Auswahl der zu evaluierenden Maßnahmen aufgenommen worden. Damit fehlt eine übergreifende Prüfung, die zeigen würde, wie wirksam der Fonds tatsächlich war, welche Projekte dauerhaft etwas verändert haben und wo Mittel womöglich ohne klaren nachweisbaren Effekt eingesetzt wurden. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch bei der Nachhaltigkeit bleibt vieles offen. Die Bundesregierung schreibt, dass wegen der Vielzahl der Einzelmaßnahmen innerhalb des langen Betrachtungszeitraums keine Antwort zu den einzelnen Folgewirkungen möglich sei. Eine zusammenfassende Bewertung der Effizienz des Fonds könne ebenfalls nicht vorgenommen werden. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-schwerpunkte-reichen-von-bildung-bis-krisenbewaltigung"><span id="afrika-schwerpunkte-reichen-von-bildung-bis-krisenbewaeltigung">Afrika-Schwerpunkte reichen von Bildung bis Krisenbewältigung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Finanziert wurden Maßnahmen in zahlreichen afrikanischen Staaten. Besonders oft nennt die Bundesregierung <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/" type="category" id="52">Tschad</a> mit 15 Maßnahmen, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/" type="category" id="286">Äthiopien</a> mit 8 und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/kamerun/" type="category" id="50">Kamerun</a> mit 6. Hinzu kommen 77 Vorhaben mit überregionalem Bezug. Thematisch reichte das Spektrum von beruflicher Bildung, Gesundheit und Demokratieförderung bis zu Krisen, Konflikten und Katastrophen. Auffällig ist zugleich, dass 49 Maßnahmen keinem einzelnen Themenbereich zugeordnet werden konnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Mittel flossen nach Regierungsangaben nach Äthiopien, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/botsuana/" type="category" id="59">Botswana</a>. Inhaltliche Schwerpunkte lagen dort bei beruflicher Bildung und Arbeitsmarkt, Dezentralisierung, Stadt- und Regionalentwicklung, ländlicher Entwicklung und Agrarwirtschaft sowie Krisenbewältigung. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geld-floss-nicht-direkt-an-afrikanische-partner"><span id="geld-floss-nicht-direkt-an-afrikanische-partner">Geld floss nicht direkt an afrikanische Partner</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der Antwort betrifft die Frage, wer das Geld eigentlich erhielt. Die Bundesregierung betont, dass bei Vorhaben der deutschen Technischen Zusammenarbeit grundsätzlich keine finanziellen Mittel direkt an die Partner fließen. Finanziert würden vor allem Leistungen zugunsten der Partner, vor allem Beratungsleistungen. Nur in geringem Umfang seien Zuschüsse oder Beschaffungen über die GIZ möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die politische Debatte in Deutschland ist das relevant, weil genau hier eine häufige Streitfrage liegt: Wie viel Geld kommt tatsächlich bei lokalen Institutionen an und wie viel bleibt in Durchführungsstrukturen, Verwaltung und Beratung gebunden. Eine vollständige Gegenüberstellung der Mittel, die direkt vor Ort wirksam wurden, und der in Deutschland oder über die GIZ abgewickelten Kosten legt die Bundesregierung in ihrer Antwort nicht vor. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verwaltungskosten-sind-bezifferbar-viele-personaldaten-nicht"><span id="verwaltungskosten-sind-bezifferbar-viele-personaldaten-nicht">Verwaltungskosten sind bezifferbar, viele Personaldaten nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beziffern kann die Bundesregierung die Verwaltungskosten der GIZ für den Fonds. Für den Zeitraum von 1995 bis 2018 seien dafür rund 741.956 Euro angefallen, also etwa ein Prozent des Auftragsvolumens. Begründet wird das mit Personalkosten für Kalkulation, Abstimmung von Arbeitsvorschlägen, Berichterstattung, Datenerfassung und Aktenablage. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht erfasst wurde dagegen, wie viele deutsche oder internationale Fachkräfte in Deutschland und wie viele in Afrika im Einsatz waren. Auch das zeigt, wie lückenhaft manche übergreifenden Daten heute sind. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-partnerbeitrage-spielten-nur-eine-nebenrolle"><span id="partnerbeitraege-spielten-nur-eine-nebenrolle">Partnerbeiträge spielten nur eine Nebenrolle</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kofinanzierung durch Partner lag laut Bundesregierung bei knapp 4 Millionen Euro und spielte nur eine untergeordnete Rolle. Genannt werden lediglich zwei Kofinanzierungen durch die Regierung von Botswana. Sie entfielen auf Maßnahmen zur Umsetzung nationaler Entwicklungsziele und zur Stärkung beschäftigungsorientierter Berufsbildung. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundestagsantwort-legt-ein-grundproblem-offen"><span id="bundestagsantwort-legt-ein-grundproblem-offen">Bundestagsantwort legt ein Grundproblem offen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort der Bundesregierung auf die AfD-Anfrage macht damit vor allem ein strukturelles Problem sichtbar: Über ein Instrument, das fast ein Vierteljahrhundert lief, in vielen Ländern eingesetzt wurde und dutzende Themenfelder berührte, gibt es kein geschlossenes Bild über Wirkung, Nachhaltigkeit und genaue Mittelverwendung. Für die deutsche Afrika- und Entwicklungspolitik ist das heikel, weil gerade dort, wo mit öffentlichen Geldern flexible und schnell einsetzbare Instrumente finanziert werden, Transparenz und überprüfbare Ergebnisse besonders wichtig sind. </p>
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			<media:title type="html">Berlin 2012</media:title>
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		<title>UN-Hochkommissar Türk will Menschenrechte im Internet verteidigen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/un-hochkommissar-tuerk-will-menschenrechte-im-internet-verteidigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 23:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Volker Türk schlägt in Berlin Alarm: Der UN-Menschenrechtskommissar warnt vor einer weltweiten Erosion von Freiheitsrechten, vor KI-gestützter Überwachung und vor einer Straflosigkeit, die neue Krisen befeuern könne. Bis 2028 will er deshalb eine globale Allianz für Menschenrechte aufbauen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fun-hochkommissar-tuerk-will-menschenrechte-im-internet-verteidigen%2F&amp;action_name=UN-Hochkommissar%20T%C3%BCrk%20will%20Menschenrechte%20im%20Internet%20verteidigen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/un-hochkommissar-tuerk-will-menschenrechte-im-internet-verteidigen/">UN-Hochkommissar Türk will Menschenrechte im Internet verteidigen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat vor einer weltweiten Zuspitzung der Menschenrechtslage gewarnt und dabei auch digitale Bedrohungen in den Mittelpunkt gerückt. Am <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1165646">Mittwoch</a> sagte Türk im Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Grundrechte gerieten in vielen Ländern zunehmend unter Druck, offline wie online. Er verwies auf eingeschränkte Spielräume für die Zivilgesellschaft, Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten sowie den wachsenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz für Überwachung, Manipulation und Desinformation. Zugleich kündigte er den Aufbau einer globalen Allianz für Menschenrechte bis 2028 an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-turk-beschreibt-weltweite-erosion-von-freiheitsrechten"><span id="tuerk-beschreibt-weltweite-erosion-von-freiheitsrechten">Türk beschreibt weltweite Erosion von Freiheitsrechten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gespräch mit den Abgeordneten zeichnete der Hohe Kommissar für Menschenrechte der Vereinten Nationen ein düsteres Bild der Lage. In vielen Staaten werde der Raum für zivilgesellschaftliches Engagement immer kleiner, teils unter dem Verweis auf nationale Sicherheit. Türk nannte auch eine zunehmende Militarisierung von Polizeiapparaten, etwa in El Salvador oder Ecuador.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Umfeld von Wahlen komme es in einzelnen Ländern zu exzessiver Gewalt durch staatliche Stellen. Politische Gegner würden unterdrückt, sagte Türk. Auch Medienschaffende stünden weltweit unter Druck, würden verfolgt, inhaftiert oder getötet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-journalistenmorde-bleiben-meist-ohne-strafe"><span id="journalistenmorde-bleiben-meist-ohne-strafe">Journalistenmorde bleiben meist ohne Strafe</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wurde Türk beim Blick auf die Lage von Journalistinnen und Journalisten. In den vergangenen dreieinhalb Jahren seien weltweit 310 Journalisten ermordet worden. In 85 Prozent dieser Fälle sei keine Bestrafung erfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rückte Türk das Thema Straflosigkeit ins Zentrum seiner Warnung. Wo schwere Verbrechen ohne Folgen blieben, entstünden neue Krisen und Konflikte, sagte er vor dem Ausschuss.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sorge-uber-gewalt-gegen-frauen-und-madchen"><span id="sorge-ueber-gewalt-gegen-frauen-und-maedchen">Sorge über Gewalt gegen Frauen und Mädchen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als weiteren Schwerpunkt nannte der UN-Hochkommissar die Rechte von Frauen und Mädchen. Die Zunahme von Gewalt gegen Frauen sei ein globaler Notstand, sagte Türk.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26581 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HF90WKyXUAAX9Mv-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit verband er seine Warnung vor einer breiteren Erosion grundlegender Rechte. Menschenrechte seien nicht nur in <a href="https://fokus-afrika.de/un-menschenrechtskommissar-volker-tuerk-erwarte-nur-schlimmeres-in-sudan/">bewaffneten Konflikten</a> oder autoritär regierten Staaten bedroht, sondern auch dort, wo <a href="https://fokus-afrika.de/un-kommisar-volker-tuerk-das-absichtliche-toeten-ist-ein-kriegsverbrechen/">Schutzmechanismen geschwächt und gesellschaftliche Gewalt normalisiert würden.</a></p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechte-geraten-auch-im-netz-unter-druck"><span id="menschenrechte-geraten-auch-im-netz-unter-druck">Menschenrechte geraten auch im Netz unter Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders eindringlich warnte Türk vor den Folgen des technologischen Wandels. Algorithmen entschieden zunehmend darüber, welche Informationen sichtbar seien, oft in manipulativer Weise. Hassrede gewinne an Gewicht, während Staaten und andere Akteure Künstliche Intelligenz zur Überwachung und zur Verbreitung von Desinformation nutzten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Krieg würden Deepfakes immer stärker als Propagandainstrument eingesetzt, sagte Türk. Damit weitete er die Menschenrechtsdebatte ausdrücklich auf den digitalen Raum aus und verband klassische Freiheitsrechte mit neuen technologischen Risiken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-globale-allianz-bis-2028-angekundigt"><span id="globale-allianz-bis-2028-angekuendigt">Globale Allianz bis 2028 angekündigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort auf den wachsenden Druck kündigte Türk eine internationale Initiative an. Bis zum 80. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Jahr 2028 wolle er eine globale Allianz für die Menschenrechte schmieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir müssen aus der Defensive in die Offensive kommen“, sagte Türk. Ziel sei ein neues Bekenntnis zu den Menschenrechten. Auf einem Gipfel Ende 2028 solle ein Aktionsprogramm verabschiedet werden, das auch Fragen wie Ungleichheit, Klimawandel und Ernährungssicherheit aufgreift.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strafgerichtshof-und-weltrechtsprinzip-sollen-gestarkt-werden"><span id="strafgerichtshof-und-weltrechtsprinzip-sollen-gestaerkt-werden">Strafgerichtshof und Weltrechtsprinzip sollen gestärkt werden</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Austausch mit den Abgeordneten ging es auch um den <a href="https://fokus-afrika.de/1-000-kriegstag-in-sudan-zwischen-drohnen-oel-und-diplomatie/" type="post" id="23270">Krieg im Sudan</a>, Einschränkungen der Meinungsfreiheit in der Europäischen Union und die Schwächung internationaler Menschenrechtsmechanismen. Türk nannte dabei auch den Internationalen Strafgerichtshof als Institution, die gestärkt werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich warb er dafür, das Weltrechtsprinzip in mehr Staaten zu verankern. Derzeit werde dieses Prinzip laut Türk nur von rund 40 Ländern angewandt. Es ermöglicht, schwere Verbrechen des Völkerstrafrechts auch dann vor Gericht zu bringen, wenn sie in einem anderen Staat begangen wurden. Eine Verdopplung dieser Zahl wäre aus seiner Sicht bereits ein Erfolg.</p>
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		<title>Boualem Sansal kündigt Klage gegen Algeriens Präsidenten Tebboune an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/boualem-sansal-kuendigt-klage-gegen-algeriens-praesidenten-tebboune-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 17:22:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Boualem Sansal kündigt eine Klage gegen Algeriens Präsidenten Tebboune an und spricht von einem Kampf aus Prinzip. Fünf Monate nach seiner Freilassung rechnet der Schriftsteller mit der algerischen Führung ab.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fboualem-sansal-kuendigt-klage-gegen-algeriens-praesidenten-tebboune-an%2F&amp;action_name=Boualem%20Sansal%20k%C3%BCndigt%20Klage%20gegen%20Algeriens%20Pr%C3%A4sidenten%20Tebboune%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/boualem-sansal-kuendigt-klage-gegen-algeriens-praesidenten-tebboune-an/">Boualem Sansal kündigt Klage gegen Algeriens Präsidenten Tebboune an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der algerisch-französische Schriftsteller Boualem Sansal will juristisch gegen Algeriens Präsidenten Abdelmadjid Tebboune vorgehen und den Fall vor internationale Gerichte bringen. Am Dienstag bekräftigte Sansal diesen Schritt in einem Interview mit <em>Public Sénat</em>. Zuvor hatte er sich bereits bei einer Veranstaltung in der französischen Nationalversammlung in dieselbe Richtung geäußert. Damit bekommt der Fall eines der bekanntesten Regierungskritiker Algeriens neue politische Brisanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sansal verbindet die angekündigte Klage ausdrücklich mit seinem Verständnis von Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit in Algerien. „Ich kämpfe für mein Land, für die Demokratie in meinem Land, für meine Meinungsfreiheit“, sagte er. Zugleich machte er deutlich, dass es ihm nicht allein um ein Urteil geht, sondern auch um ein <a href="https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/">politisches und juristisches Signal.</a> „Es ist eine Frage des Prinzips.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sansal-will-tebboune-vor-internationale-gerichte-bringen"><span id="sansal-will-tebboune-vor-internationale-gerichte-bringen">Sansal will Tebboune vor internationale Gerichte bringen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1042" height="717" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Abdelmadjid_Tebboune_-_Radio_Algerienne.jpg" alt="" class="wp-image-11040 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sansal sagte, er wolle keine Klage in Frankreich anstrengen, sondern internationale Instanzen anrufen. Welche Gerichtsbarkeit am Ende zuständig sein könnte, ließ er offen. Sein Anwalt François Zimeray habe die Unterlagen bereits vorbereitet, sagte der Schriftsteller. Einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht, sprach aber vom „richtigen Moment“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bei seinem Auftritt in der <a href="https://fokus-afrika.de/frankreichs-nationalversammlung-stimmt-fuer-aufkuendigung-des-einwanderungsabkommens-mit-algerien/" type="post" id="21386">französischen Nationalversammlung</a> hatte Sansal angekündigt, bis zum Äußersten gehen zu wollen. Dort warf er der algerischen Führung vor, ihn mit einer <a href="https://fokus-afrika.de/macron-fordert-die-sofortige-freilassung-von-boualem-sansal-algerien-reagiert-empoert/">Vielzahl schwerer Anschuldigungen überzogen zu haben</a>, darunter Terrorismus, Spionage und Gefährdung der Staatssicherheit. „Ich werde Herrn Tebboune verklagen, denn er ist es, der mich verurteilt hat“, sagte er dort. Sansal kündigte an, er wolle „bis zum Ende“ gehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sansal-schildert-haft-als-bleibende-belastung"><span id="sansal-schildert-haft-als-bleibende-belastung">Sansal schildert Haft als bleibende Belastung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Monate nach seiner Freilassung beschreibt Sansal die Folgen der Haft als schwerwiegend. Im Interview sprach er von körperlichen und psychischen Belastungen. Er stehe weiter unter medizinischer Beobachtung und werde regelmäßig behandelt.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich fiel seine Kritik an den Umständen seiner Entlassung aus. Sansal sagte, er habe keine Begnadigung gewollt, sondern einen neuen Prozess mit internationalen Beobachtern. Eine Begnadigung hebe die Verurteilung nicht auf, argumentierte er. Deshalb gelte er in Algerien aus seiner Sicht weiterhin als verurteilter Straftäter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich erklärte er, ihm drohten weiterreichende Konsequenzen wie der Verlust seines Passes oder seines Eigentums in Algerien. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schwere-vorwurfe-gegen-die-algerische-justiz"><span id="schwere-vorwuerfe-gegen-die-algerische-justiz">Schwere Vorwürfe gegen die algerische Justiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sansal wirft den algerischen Behörden seit längerem vor, ihn politisch verfolgt zu haben. Er sagt, er habe kein echtes Verfahren mit Anwälten und internationalen Beobachtern erhalten. Er war <a href="https://fokus-afrika.de/boualem-sansal-schildert-seine-haftzeit-in-algerien/" type="post" id="22258">mehr als ein Jahr in Algerien inhaftiert</a> und wurde 2025 zu fünf Jahren Haft verurteilt. <a href="https://fokus-afrika.de/bundespraesident-steinmeier-bittet-algerien-um-begnadigung-des-schriftstellers-boualem-sansal/" type="post" id="21873">Im November kam er frei auf Bitte des Bundespräsidenten Steinmeier frei.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall ist auch deshalb heikel, weil Algerien seit Jahren wegen des <a href="https://fokus-afrika.de/algerien-bestaetigt-siebenjaehrige-haftstrafe-gegen-franzoesischen-journalisten-christophe-gleizes/" type="post" id="22633">Umgangs mit Kritikern, Journalisten und Dissidenten unter Druck steht.</a> Immer wieder gibt es den Vorwurf, dass <a href="https://fokus-afrika.de/frankreich-wirft-algerien-spionage-und-druck-auf-doppelstaatler-vor/" type="post" id="23942">schwere Straftatbestände wie Terrorismus oder Spionage genutzt werden</a>, um abweichende Stimmen mundtot zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-freilassung-beendete-den-konflikt-nicht"><span id="freilassung-beendete-den-konflikt-nicht">Freilassung beendete den Konflikt nicht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Sansal ist der Fall mit seiner Freilassung offenkundig nicht abgeschlossen. Er dankte zwar Unterstützern und internationalen Vermittlern, machte aber zugleich klar, dass er den juristischen und politischen Konflikt weiterführen will. Selbst ein mögliches Scheitern der Klage hält ihn nach eigenen Worten nicht davon ab. „Man greift an, und wenn man abgewiesen wird, sucht man einen anderen Weg.“</p>
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			<media:title type="html">Boualem Sansal kündigt Klage gegen Algeriens Präsidenten Tebboune an</media:title>
			<media:description type="html">Boualem Sansal kündigt eine Klage gegen Algeriens Präsidenten Tebboune an und spricht von einem Kampf aus Prinzip.</media:description>
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		<title>Claudia Roth führt Bundestagsdelegation nach Marokko an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/claudia-roth-fuehrt-bundestagsdelegation-nach-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 14:15:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Eine Bundestagsdelegation reist nach Marokko, um die bilateralen Beziehungen zu vertiefen. Auf der Agenda stehen Gespräche über Innenpolitik, Außenpolitik, Menschenrechte, Energie und Klima.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/claudia-roth-fuehrt-bundestagsdelegation-nach-marokko/">Claudia Roth führt Bundestagsdelegation nach Marokko an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine Delegation der Parlamentariergruppe Maghreb-Staaten des Bundestags <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2026/pm-260407-parlamentariergruppe-marokko-1161766">reist</a> vom 8. bis 10. April nach Marokko. Im Zentrum stehen Gespräche zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Königreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geleitet wird die Delegation von der Vorsitzenden der Parlamentariergruppe, <a href="https://fokus-afrika.de/claudia-roth-entwicklungszusammenarbeit-ist-kein-nice-to-have/" type="post" id="22069">Claudia Roth von Bündnis 90/Die Grünen</a>. Zur Delegation gehören auch Carl-Philipp Sassenrath von der CDU/CSU als stellvertretender Vorsitzender der Gruppe sowie Johann Martel von der AfD.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-uber-innenpolitik-aussenpolitik-und-menschenrechte"><span id="gespraeche-ueber-innenpolitik-aussenpolitik-und-menschenrechte">Gespräche über Innenpolitik, Außenpolitik und Menschenrechte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Marokko sind Treffen mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern des Parlaments vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen die innenpolitische Lage, außenpolitische Fragen, Menschenrechte sowie Energie und Klima.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Moroccan_Parliament_Building-2-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-26376 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Moroccan_Parliament_Building-2-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Moroccan_Parliament_Building-2-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Moroccan_Parliament_Building-2-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Moroccan_Parliament_Building-2-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Moroccan_Parliament_Building-2-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Moroccan_Parliament_Building-2-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/Moroccan_Parliament_Building-2.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Carl-Philipp Sassenrath hob vor dem Start des Programms die Bedeutung Marokkos für Deutschland und Europa hervor. „Zum Maghreb gehört Marokko – ein für Deutschland und Europa wichtiges Land!“, sagte er in Rabat.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-besuch-bei-der-heinrich-boll-stiftung-in-rabat"><span id="besuch-bei-der-heinrich-boell-stiftung-in-rabat">Besuch bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Rabat</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Vortag besuchte Claudia Roth das marokkanische Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Rabat. Die Stiftung schrieb in den Sozialen Medien, dort habe ein Austausch mit Partnern über gemeinsame Projekte stattgefunden, insbesondere in kulturellen Bereichen.</p>



<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/DW6MkLegpgr/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/DW6MkLegpgr/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/DW6MkLegpgr/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">Ein Beitrag geteilt von Heinrich Böll Stiftung – Rabat (@hbsrabat)</a></p></div></blockquote>
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<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet die Delegationsreise parlamentarische Gespräche mit Kontakten zu zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-ist-fur-deutschland-ein-zentraler-partner-in-nordafrika"><span id="marokko-ist-fuer-deutschland-ein-zentraler-partner-in-nordafrika">Marokko ist für Deutschland ein zentraler Partner in Nordafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auswärtige Amt beschreibt Marokko als politisch, kulturell und wirtschaftlich wichtiges Bindeglied zwischen Nord und Süd sowie als zentralen Partner der <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-eu-vertiefen-partnerschaft/" type="post" id="12800">Europäischen Union</a> und Deutschlands in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/" type="category" id="22">Nordafrika</a>. Beide Länder vereinbarten im August 2022 in einer gemeinsamen Erklärung eine erweiterte, auf die Zukunft ausgerichtete Partnerschaft.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-26377 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-1536x1152.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/555446634_1252783863555358_5658691017544136418_n.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Marokko spielt aus Sicht Berlins zudem eine <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-spanien-zerschlagen-is-zelle/">wichtige Rolle für Stabilität</a> und nachhaltige Entwicklung in der Region. Genannt werden unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/eu-marokko-gemeinsamer-parlamentarischer-ausschuss-diskutiert-ueber-sahel-mittelmeer-und-migration/" type="post" id="21500">der Sahel</a>, das <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-kuendigt-beteiligung-an-stabilisierungsmission-fuer-gaza-an/" type="post" id="24842">angekündigte Engagement in Gaza</a> und die seit 2020 normalisierten <a href="https://fokus-afrika.de/koenigliche-mitteilung-marokko-ruft-zu-dauerhaften-frieden-in-gaza-auf/" type="post" id="13541">Beziehungen des Landes zu Israel</a>.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftsbeziehungen-haben-an-gewicht-gewonnen"><span id="wirtschaftsbeziehungen-haben-an-gewicht-gewonnen">Wirtschaftsbeziehungen haben an Gewicht gewonnen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/deutsch-marokkanische-wirtschaftsbeziehungen-sechs-trends-die-den-kurs-bestimmen/" type="post" id="22214">Auch wirtschaftlich sind die Beziehungen enger geworden</a>. Marokko ist für Deutschland inzwischen der zweitwichtigste Investitionsstandort und der drittwichtigste Handelspartner in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2025 importierte Deutschland aus Marokko Waren im Wert von mehr als 3,4 Milliarden Euro. Die <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-stellt-sein-investitionsprofil-in-deutschland-vor/" type="post" id="22788">deutschen Exporte nach Marokko</a> lagen bei knapp 3,9 Milliarden Euro. Etwa 300 deutsche Unternehmen sind in Marokko vertreten, rund 30 davon mit Produktionsstätten oder Dienstleistungsniederlassungen. Sie schaffen dort etwa 35.000 Arbeitsplätze.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungszusammenarbeit-bleibt-ein-zentraler-pfeiler"><span id="entwicklungszusammenarbeit-bleibt-ein-zentraler-pfeiler">Entwicklungszusammenarbeit bleibt ein zentraler Pfeiler</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland gehört zu den <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-und-deutschland-vereinbaren-630-millionen-euro-fuer-gemeinsame-zukunftsprojekte/" type="post" id="22424">größten bilateralen Entwicklungspartnern</a> Marokkos. Bei Regierungsverhandlungen im November 2025 in Berlin wurden 634 Millionen Euro zugesagt, der Großteil davon als rückzahlbare Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="ar" dir="rtl">عُقد بمقر البرلمان بالرباط لقاء بين مجموعة الصداقة المغرب–ألمانيا ونظيرتها بالبوندستاغ لتعزيز الحوار والتعاون البرلماني. وتم التأكيد على متانة العلاقات ودعم الشراكة خاصة في مجالات الطاقة والاستثمار.<a href="https://twitter.com/Bundestag?ref_src=twsrc%5Etfw">@Bundestag</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%BA%D8%B1%D8%A8?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#المغرب</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%A3%D9%84%D9%85%D8%A7%D9%86%D9%8A%D8%A7?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#ألمانيا</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%A7%D9%84%D8%AF%D8%A8%D9%84%D9%88%D9%85%D8%A7%D8%B3%D9%8A%D8%A9_%D8%A7%D9%84%D8%A8%D8%B1%D9%84%D9%85%D8%A7%D9%86%D9%8A%D8%A9?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#الدبلوماسية_البرلمانية</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%A7%D9%84%D8%AA%D8%B9%D8%A7%D9%88%D9%86_%D8%A7%D9%84%D8%AF%D9%88%D9%84%D9%8A?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#التعاون_الدولي</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%A7%D9%84%D8%B7%D8%A7%D9%82%D8%A9?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#الطاقة</a> <a href="https://t.co/Ugk30hDRwm">pic.twitter.com/Ugk30hDRwm</a></p>— Naima Elfathaoui (@nelfathaoui) <a href="https://twitter.com/nelfathaoui/status/2042542683390918675?ref_src=twsrc%5Etfw">April 10, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, <a href="https://fokus-afrika.de/botschafter-robert-doelger-3-000-auszubildende-in-deutschland/" type="post" id="12726">Ausbildung und Beschäftigung</a> sowie auf Klima, Energie und eine sozialverträgliche Energiewende. Hinzu kommen Migration, darunter Fachkräftegewinnung, und gute Regierungsführung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsches-netzwerk-in-marokko-ist-breit-aufgestellt"><span id="deutsches-netzwerk-in-marokko-ist-breit-aufgestellt">Deutsches Netzwerk in Marokko ist breit aufgestellt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Marokko sind neben Außenhandelskammer, Gesellschaft für Zusammenarbeit, Germany Trade and Invest, Kreditanstalt für Wiederaufbau und Physikalisch-Technischer Bundesanstalt auch mehrere deutsche politische Stiftungen vertreten. Dazu zählen die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Hanns-Seidel-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung und die <a href="https://fokus-afrika.de/zusammenarbeit-zwischen-marokko-deutschland-ist-erfolgreich/" type="post" id="11521">Konrad-Adenauer-Stiftung</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Standorte des Goethe-Instituts in Casablanca und Rabat, zahlreiche Partnerschulen, mehr als 80 Kooperationen im Hochschulbereich sowie ein Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Rabat. Auch das Deutsche Archäologische Institut ist in Marokko im Bereich Kulturerhalt tätig.</p>
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		<title>118 Gesetze in einem Jahr: Bundestag arbeitet nach der Wahl mit neuem Schwerpunkt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/118-gesetze-in-einem-jahr-bundestag-arbeitet-nach-der-wahl-mit-neuem-schwerpunkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 11:28:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Deutsche Bundestag hat im Jahr 2025 insgesamt 118 Gesetze verabschiedet, davon 96 nach der Konstituierung des 21.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F118-gesetze-in-einem-jahr-bundestag-arbeitet-nach-der-wahl-mit-neuem-schwerpunkt%2F&amp;action_name=118%20Gesetze%20in%20einem%20Jahr%3A%20Bundestag%20arbeitet%20nach%20der%20Wahl%20mit%20neuem%20Schwerpunkt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/118-gesetze-in-einem-jahr-bundestag-arbeitet-nach-der-wahl-mit-neuem-schwerpunkt/">118 Gesetze in einem Jahr: Bundestag arbeitet nach der Wahl mit neuem Schwerpunkt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Deutsche Bundestag hat im Jahr 2025 insgesamt 118 Gesetze verabschiedet, davon 96 nach der Konstituierung des 21. Parlaments. Am 25. März endete mit der ersten Sitzung des neuen Bundestages die 20. Wahlperiode. Damit fiel der deutlich größere Teil der Gesetzgebung in die ersten 51 Sitzungstage der neuen schwarz-roten Koalition aus CDU/CSU und SPD. Zugleich zeigen die Parlamentszahlen, dass die AfD bei Anträgen und Anfragen die aktivste Oppositionskraft war.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-gesetze-in-der-21-wahlperiode"><span id="mehr-gesetze-in-der-21-wahlperiode">Mehr Gesetze in der 21. Wahlperiode</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 118 verabschiedeten Gesetzen entfielen 22 auf die letzten sechs Sitzungstage der 20. Wahlperiode und 96 auf die ersten 51 Sitzungstage der 21. Wahlperiode. 77 der in der neuen Wahlperiode beschlossenen Gesetze gingen auf Vorlagen der Bundesregierung zurück. 19 Gesetze beruhten auf Initiativen aus dem Bundestag selbst, dabei handelte es sich um Entwürfe der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in den letzten Wochen der 20. Wahlperiode blieb das Parlament gesetzgeberisch aktiv. Dort verabschiedete der Bundestag elf Gesetze auf eigene Initiative und elf weitere auf Vorlage der damaligen Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-schuldenbremse-und-sondervermogen-als-zentrale-entscheidung"><span id="schuldenbremse-und-sondervermoegen-als-zentrale-entscheidung">Schuldenbremse und Sondervermögen als zentrale Entscheidung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den wichtigsten Beschlüssen der auslaufenden 20. Wahlperiode gehörte die Änderung des Grundgesetzes zur Reform der Schuldenbremse. Für den Entwurf stimmten 512 Abgeordnete, 206 votierten dagegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Neuregelung sieht vor, dass Ausgaben für Verteidigung und bestimmte sicherheitspolitische Maßnahmen ab einer festgelegten Höhe nicht mehr auf die Schuldenregel des Grundgesetzes angerechnet werden. Außerdem wurde ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 ermöglicht. Auch diese Kredite sollen von der Schuldenregel ausgenommen werden. Zudem erhalten die Länder mehr Spielraum für eigene Verschuldung bei der Haushaltsaufstellung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-220-gesetzentwurfe-eingebracht"><span id="220-gesetzentwuerfe-eingebracht">220 Gesetzentwürfe eingebracht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2025 gingen insgesamt 220 Gesetzentwürfe beim Bundestag ein. 198 davon wurden bereits in der 21. Wahlperiode eingebracht, 22 noch in der 20. Legislaturperiode.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der neuen Wahlperiode kamen 115 Vorlagen von der Bundesregierung, 36 vom Bundesrat und 21 von den Fraktionen der Koalition aus CDU/CSU und SPD. Die AfD brachte 14 Gesetzentwürfe ein, die Grünen neun und die Linke drei. In den letzten Wochen der 20. Wahlperiode stammten die Initiativen noch aus einem breiteren Spektrum, darunter Vorlagen der Bundesregierung, der FDP, von Grünen und SPD sowie der CDU/CSU.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afd-dominiert-bei-antragen-und-kleinen-anfragen"><span id="afd-dominiert-bei-antraegen-und-kleinen-anfragen">AfD dominiert bei Anträgen und Kleinen Anfragen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird die Rolle der Opposition bei den <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-weist-afd-vorstoss-zu-gender-und-lgbtiq-foerderung-im-ausland-zurueck/">selbstständigen Anträgen</a>. Insgesamt wurden 2025 im Bundestag 292 <a href="https://fokus-afrika.de/afd-fordert-abschaffung-des-entwicklungsministeriums/">solcher Anträge</a> eingebracht, davon 265 in der 21. Wahlperiode. Die AfD stellte mit 142 Anträgen im Gesamtjahr die meisten, gefolgt von den Grünen mit 72 und der Linken mit 43.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei den Kleinen Anfragen lag die AfD vorn. Von insgesamt 1318 Kleinen Anfragen kamen 731 von ihrer Fraktion. Die Linke stellte 251, die Grünen 195. Kleine Anfragen sind ein zentrales Instrument der parlamentarischen Kontrolle, weil die Bundesregierung darauf in der Regel binnen zwei Wochen schriftlich antworten muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Großen Anfragen griff die AfD ebenfalls am häufigsten zu diesem Mittel und reichte in der 21. Wahlperiode vier ein. Die Linke stellte zwei.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fast-6000-schriftliche-fragen-an-die-bundesregierung"><span id="fast-6000-schriftliche-fragen-an-die-bundesregierung">Fast 6000 schriftliche Fragen an die Bundesregierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten richteten 2025 insgesamt 5954 schriftliche und 782 mündliche Fragen an die Bundesregierung. Die meisten schriftlichen Fragen kamen von Abgeordneten der AfD mit 2315 im Gesamtjahr, gefolgt von den Grünen mit 1502 und der Linken mit 1111.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den mündlichen Fragen lagen die Grünen mit 302 vorn. Danach folgten die AfD mit 251 und die Linke mit 176. SPD-Abgeordnete stellten im Jahr 2025 keine mündlichen Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Fragen debattierte der Bundestag in 31 Aktuellen Stunden über <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-initiativen-zur-entwicklungszusammenarbeit/">kurzfristige politische Entwicklungen</a>. In zwölf Fragestunden stellten sich Regierungsvertreter den Fragen der Abgeordneten. Hinzu kamen 13 Regierungsbefragungen zu aktuellen Kabinettsbeschlüssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vier-regierungserklarungen-von-friedrich-merz"><span id="vier-regierungserklaerungen-von-friedrich-merz">Vier Regierungserklärungen von Friedrich Merz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden 2025 sechs Regierungserklärungen im Bundestag abgegeben. Eine hielt der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz Ende Januar zu innenpolitischen Themen, eine weitere Wirtschaftsminister Robert Habeck zum Jahreswirtschaftsbericht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bundeskanzler Friedrich Merz gab nach dem Wechsel zur 21. Wahlperiode vier Regierungserklärungen ab. Dabei ging es um das Regierungsprogramm sowie um die Beratungen vor Nato-Gipfel und Europäischen Rat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tausende-drucksachen-dokumentieren-die-parlamentsarbeit"><span id="tausende-drucksachen-dokumentieren-die-parlamentsarbeit">Tausende Drucksachen dokumentieren die Parlamentsarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Arbeit des Jahres spiegelt sich auch im Umfang der veröffentlichten Unterlagen wider. 2025 erschienen 7409 Bundestagsdrucksachen. Dazu zählen Gesetzentwürfe, Anträge, Änderungsanträge, Berichte, Große und Kleine Anfragen sowie Unterrichtungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Protokolle der sechs Sitzungstage der 20. Wahlperiode umfassten 805 Seiten, die der 51 Sitzungstage der 21. Wahlperiode 6175 Seiten. Zudem wurden im Jahresverlauf 40 namentliche Abstimmungen veröffentlicht.</p>
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		<title>Südsudans Präsident Kiir setzt Parlamentsführung ab</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedsudans-praesident-kiir-setzt-parlamentsfuehrung-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 22:54:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Südsudans Präsident Salva Kiir hat die Führung des Übergangsparlaments abgesetzt und die Spitze der Legislative neu besetzt. Am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedsudans-praesident-kiir-setzt-parlamentsfuehrung-ab%2F&amp;action_name=S%C3%BCdsudans%20Pr%C3%A4sident%20Kiir%20setzt%20Parlamentsf%C3%BChrung%20ab&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Südsudans Präsident Salva Kiir hat die Führung des Übergangsparlaments abgesetzt und die Spitze der Legislative neu besetzt. Am 7. April 2026 verloren Parlamentspräsidentin Jemma Nunu Kumba und ihr Stellvertreter Paramena Awerial ihre Ämter nach einem Beschluss der SPLM-Fraktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch am selben Tag ernannte Kiir Joseph Ngere Paciko zum neuen Sprecher der Übergangs-Nationalversammlung und Abuk Payiti Ayik zu seiner Stellvertreterin. Der Wechsel folgte auf ein Misstrauensvotum der SPLM gegen die bisherige Führung. Politisch fällt die Entscheidung in eine sensible Phase, weil Ngere seine erste Rede sofort mit einem zentralen Versprechen verband: Das Friedensabkommen von 2018 solle schneller umgesetzt und die Kontrolle der Regierung ausgebaut werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-splm-setzt-wechsel-an-der-parlamentsspitze-durch"><span id="splm-setzt-wechsel-an-der-parlamentsspitze-durch">SPLM setzt Wechsel an der Parlamentsspitze durch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der SPLM-Chief-Whip Tulio Odongi verlas die Entscheidung <a href="https://www.radiotamazuj.org/en/news/article/parliament-moves-to-replace-speaker-kumba-amid-row">während einer Sitzung</a> des Übergangsparlaments im August House. Kiir stützte den Schritt auf eine Resolution der SPLM-Fraktion, auf das <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-sicherheitsrat-draengt-auf-fortschritte-im-friedensprozess/" type="post" id="13858">revitalisierte Friedensabkommen von 2018</a>, insbesondere auf Klausel 1.14.4, sowie auf die Verfassung der SPLM.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Schritt war ein Misstrauensvotum der Fraktion gegen Kumba und Awerial vorausgegangen. Die SPLM warf beiden Fehlverhalten und Korruption vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den beiden Dekreten griff Kiir direkt in die Führung der Legislative ein. Die Neubesetzung erfolgte ohne längere Übergangsphase.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-joseph-ngere-paciko-ubernimmt-das-parlament"><span id="joseph-ngere-paciko-uebernimmt-das-parlament">Joseph Ngere Paciko übernimmt das Parlament</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einem zweiten Dekret berief Kiir Joseph Ngere Paciko an die Spitze der Übergangs-Nationalversammlung. Abuk Payiti Ayik wurde zur stellvertretenden Sprecherin ernannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Personalien wurden während derselben Parlamentssitzung bekanntgegeben. Damit bekam das Übergangsparlament noch am Tag der Absetzung eine neue Führung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schritt ist institutionell bedeutsam, weil das Parlament in der Übergangsordnung eine zentrale Rolle bei Gesetzgebung, Machtbalance und der Umsetzung politischer Vereinbarungen spielt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neuer-sprecher-stellt-friedensabkommen-in-den-mittelpunkt"><span id="neuer-sprecher-stellt-friedensabkommen-in-den-mittelpunkt">Neuer Sprecher stellt Friedensabkommen in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner ersten Rede vor dem Parlament erklärte Ngere das revitalisierte Friedensabkommen von 2018 zum politischen Rahmen für Einheit und Entwicklung in Südsudan. Er kündigte an, seine Amtszeit an Verfassungstreue, Fairness, Gerechtigkeit und Transparenz auszurichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ngere sagte, seine Aufgabe sei für ihn „eine Pflicht und kein Privileg“. Zugleich appellierte er an die Abgeordneten, parteipolitische Spannungen zurückzustellen und sich auf die Übergangsphase zu konzentrieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="594" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HDYbBe6XEAEWYPn-1024x594.jpeg" alt="" class="wp-image-26325 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HDYbBe6XEAEWYPn-1024x594.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HDYbBe6XEAEWYPn-300x174.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HDYbBe6XEAEWYPn-768x446.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HDYbBe6XEAEWYPn-380x221.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HDYbBe6XEAEWYPn-800x464.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HDYbBe6XEAEWYPn-1160x673.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HDYbBe6XEAEWYPn.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er forderte die Exekutive auf, die Bestimmungen des Friedensabkommens zügig vollständig umzusetzen. Die Abgeordneten rief er dazu auf, „das Kriegsbeil zu begraben und sich auf die Einheit zu konzentrieren, unabhängig von politischer Zugehörigkeit, Region oder Geschlecht“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit machte der neue Sprecher schon in seiner ersten Ansprache deutlich, dass er das Parlament enger auf den Übergangsprozess ausrichten will.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlament-soll-regierung-scharfer-kontrollieren"><span id="parlament-soll-regierung-schaerfer-kontrollieren">Parlament soll Regierung schärfer kontrollieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ngere kündigte außerdem an, die <a href="https://fokus-afrika.de/praesident-kiir-korrigiert-ernennung-eines-verstorbenen-in-wahlgremium/">Aufsichtsfunktion</a> des Parlaments gegenüber der Regierung zu stärken. Gesetzesvorhaben sollten schneller behandelt werden, zugleich müssten Abgeordnete mehr Raum bekommen, das Handeln der Exekutive zu prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er verband diese Linie ausdrücklich mit dem Kampf gegen Korruption und Wirtschaftskriminalität. Seine Verwaltung werde den Abgeordneten eine faire Grundlage geben, „um die Exekutive zu befragen und zu kontrollieren“ und dafür sorgen, dass Mitarbeiter und Parlamentarier „ohne Angst und ohne Ansehen der Person“ handeln könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der politischen Arbeit sprach Ngere auch die Arbeitsbedingungen im Parlament an. Er stellte Verbesserungen für Mitarbeiter und Abgeordnete in Aussicht, damit die Institution funktionsfähiger arbeiten könne.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fuhrungswechsel-fallt-in-eine-empfindliche-ubergangsphase"><span id="fuehrungswechsel-faellt-in-eine-empfindliche-uebergangsphase">Führungswechsel fällt in eine empfindliche Übergangsphase</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umbesetzung an der Spitze des Parlaments kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Übergangsordnung des Friedensabkommens von 2018 weiterhin den politischen Rahmen Südsudans bestimmt. Ngeres erste Rede zeigt, dass die neue Parlamentsführung ihren Kurs eng an dieses Abkommen bindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich macht der Ablauf deutlich, wie eng parteiinterne Entscheidungen der SPLM und institutionelle Veränderungen im Staat miteinander verknüpft bleiben. Die Absetzung der bisherigen Spitze und die sofortige Ernennung ihrer Nachfolger verbinden parteipolitische Disziplin mit einer unmittelbaren Neuordnung der Legislative.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Entwicklung steht damit nicht nur der personelle Austausch. Entscheidend ist, dass die neue Parlamentsführung ihr Amt mit dem Anspruch begonnen hat, den Übergangsprozess zu beschleunigen, die Regierung schärfer zu kontrollieren und das Parlament politisch neu zu ordnen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Algerien setzt Parlamentswahl für den 2. Juli an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/algerien-setzt-parlamentswahl-fuer-den-2-juli-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 18:40:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune hat die Parlamentswahl für den 2. Juli 2026 angesetzt. Das Dekret wurde im Amtsblatt&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falgerien-setzt-parlamentswahl-fuer-den-2-juli-an%2F&amp;action_name=Algerien%20setzt%20Parlamentswahl%20f%C3%BCr%20den%202.%20Juli%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune hat die Parlamentswahl für den 2. Juli 2026 angesetzt. Das <a href="https://www.tsa-algerie.com/algerie-tebboune-fixe-la-date-des-legislatives-2026/">Dekret</a> wurde im Amtsblatt veröffentlicht. Am 12. April beginnt die außerordentliche Überarbeitung der Wahllisten. Sie endet am 26. April. Gewählt werden 407 Abgeordnete der Nationalen Volksversammlung, der ersten Kammer des algerischen Parlaments.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Wahltermin stehen auch zentrale Regeln für den <a href="https://fokus-afrika.de/neue-regierung-durch-praesident-tebboune-ernannt/" type="post" id="12625">Urnengang</a> fest. Die Nationale Unabhängige Wahlbehörde Anie hat die Voraussetzungen für Kandidaturen von Parteien und unabhängigen Listen veröffentlicht. Die Wahl findet damit unter einem klar abgesteckten rechtlichen Rahmen statt. Zugleich kehren mehrere Oppositionsparteien in den Wahlprozess zurück, die 2021 nicht angetreten waren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahltermin-und-fristen-stehen-fest"><span id="wahltermin-und-fristen-stehen-fest">Wahltermin und Fristen stehen fest</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wahlkörper ist für Donnerstag, den 2. Juli 2026, einberufen. Die außerordentliche Revision der Wahllisten beginnt am 12. April und läuft bis zum 26. April.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im selben Amtsblatt wurde auch das neue Organgesetz zum Wahlrecht veröffentlicht. Damit startet die Vorbereitung der Parlamentswahl auf Grundlage der zuletzt geänderten Wahlregeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wer-kandidieren-darf"><span id="wer-kandidieren-darf">Wer kandidieren darf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlbehörde Anie nennt mehrere Voraussetzungen für eine Kandidatur. Bewerber müssen die algerische Staatsangehörigkeit besitzen, im Wahlregister ihres Wahlkreises eingetragen sein und am Wahltag mindestens 25 Jahre alt sein. Sie müssen außerdem ihren Wehrdienst abgeleistet haben oder davon befreit sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kandidaten im Ausland gilt zusätzlich, dass sie in der Region wohnen müssen, die sie vertreten wollen. Nicht kandidieren darf, wer rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe wegen eines Verbrechens oder eines Delikts verurteilt wurde, ausgenommen fahrlässige Delikte, sofern keine Rehabilitierung erfolgt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die steuerliche Situation ist nun ausdrücklich Teil der Zulassungsvoraussetzungen. Bewerber müssen nachweisen, dass offene Beträge beglichen wurden, eine Ratenregelung besteht oder keine Steuerpflicht vorliegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-vorgaben-fur-politische-listen"><span id="neue-vorgaben-fuer-politische-listen">Neue Vorgaben für politische Listen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Zusammensetzung der Listen gelten feste Quoten. Mindestens ein Drittel der Kandidaten muss weiblich sein. Die Hälfte der Kandidaten muss jünger als 40 Jahre sein. Außerdem muss mindestens ein Drittel der Bewerber einen Hochschulabschluss nachweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Liste muss mehr Namen enthalten als Sitze im jeweiligen Wahlkreis zu vergeben sind. Bei ungerader Sitzzahl sind es sieben zusätzliche Kandidaten, bei gerader Sitzzahl sechs. Niemand darf auf mehr als einer Liste oder in mehr als einem Wahlkreis antreten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parteien-und-unabhangige-brauchen-teils-viele-unterschriften"><span id="parteien-und-unabhaengige-brauchen-teils-viele-unterschriften">Parteien und Unabhängige brauchen teils viele Unterschriften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parteien können ohne zusätzliche Unterstützungsunterschriften antreten, wenn sie bei der vergangenen Parlamentswahl im jeweiligen Wahlkreis mehr als vier Prozent der Stimmen erreicht haben oder dort mindestens zehn gewählte Mandatsträger stellen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2.jpg" alt="" class="wp-image-25521 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement_chambre_basse_dAlger_en_2025-2-380x285.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt oder erstmals antritt, muss pro zu vergebendem Sitz 150 Unterschriften von Wahlberechtigten im jeweiligen Wahlkreis sammeln. Für unabhängige Listen innerhalb Algeriens gilt dieselbe Regel. Bei Kandidaturen im Ausland sind 100 Unterschriften pro Sitz erforderlich.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den einzureichenden Unterlagen gehören unter anderem Geburtsurkunde, Wählerkarte, Nachweis zum Wehrdienst, Steuerunterlagen, Studiennachweis, Passfoto, Informationsblatt und Wahlprogramm.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mandatsbegrenzung-und-ausschlusse"><span id="mandatsbegrenzung-und-ausschluesse">Mandatsbegrenzung und Ausschlüsse</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Parlamentsmandate ist begrenzt. Wer bereits zwei Mandate als Abgeordneter ausgeübt hat, ob direkt hintereinander oder mit Unterbrechung, kann nicht erneut kandidieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Kandidatur ausgeschlossen sind außerdem Angehörige bestimmter staatlicher Körperschaften bis ein Jahr nach dem Ende ihrer Funktion.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-opposition-tritt-wieder-an"><span id="opposition-tritt-wieder-an">Opposition tritt wieder an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die vergangenen Parlamentswahlen fanden am 12. Juni 2021 vorgezogen statt. Die Wahlbeteiligung lag bei 23 Prozent. Die Nationale Befreiungsfront FLN gewann 98 Sitze. Es folgten die Bewegung der Gesellschaft für den Frieden MSP mit 65 Sitzen und die Nationale Demokratische Sammlung RND mit 58 Mandaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2021 hatten mehrere Oppositionsparteien den Urnengang nicht mitgetragen. Die Sozialistischen Kräftefront FFS, die Sammlung für Kultur und Demokratie RCD, die Arbeiterpartei PT und Jil Jadid wollen sich diesmal beteiligen. Damit wird das politische Feld breiter als bei der letzten Wahl.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutschland setzt Tansania nach der Wahl politisch unter Druck</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-tansania-nach-der-wahl-politisch-unter-druck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 19:17:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung hat nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Tansania ihre Erwartungen an die Regierung in Daressalam deutlich verschärft.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutschland-setzt-tansania-nach-der-wahl-politisch-unter-druck%2F&amp;action_name=Deutschland%20setzt%20Tansania%20nach%20der%20Wahl%20politisch%20unter%20Druck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutschland-setzt-tansania-nach-der-wahl-politisch-unter-druck/">Deutschland setzt Tansania nach der Wahl politisch unter Druck</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Tansania ihre Erwartungen an die Regierung in Daressalam deutlich verschärft. Am 25. März erklärte sie in einer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/049/2104976.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der Grünen an den Bundestag, sie unterstütze das kritische EU-Statement zu den Wahlen „vollumfänglich“, verlange eine unabhängige Aufarbeitung des <a href="https://fokus-afrika.de/wahlunruhen-in-tansania-ausnahmezustand-internetsperre-und-massenproteste/" type="post" id="21362">Wahlprozesses</a> und der Gewalt sowie die Freilassung willkürlich Festgenommener. Zugleich haben sich die EU-Geber, darunter Deutschland, darauf verständigt, vorerst keine neuen Zusagen in der Entwicklungszusammenarbeit zu machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbindet Berlin politische Kritik erstmals offen mit entwicklungspolitischen Konsequenzen. Die Höhe der für 2026 geplanten Neuzusagen wird nach Angaben der Bundesregierung derzeit überprüft. Das Bundesentwicklungsministerium will in den kommenden Monaten den „kritischen Dialog“ mit der tansanischen Regierung suchen und dabei weiter auf transparente Aufklärung drängen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-fordert-aufarbeitung-der-gewalt"><span id="bundesregierung-fordert-aufarbeitung-der-gewalt">Bundesregierung fordert Aufarbeitung der Gewalt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung erklärt, sie stehe mit der tansanischen Regierung im Austausch und formuliere dabei klar ihre Erwartungen. Dazu zählen die Untersuchung der Gewalt rund um den Wahltag, die Aufklärung von Verschleppungsfällen und die Freilassung willkürlich Festgenommener. Berlin verweist zugleich darauf, dass Tansania inzwischen eine Untersuchungskommission zur Gewalt um den Wahltag eingesetzt habe. Deren Abschlussbericht liege aber noch nicht vor. Außerdem habe die Regierung in Daressalam die Einrichtung einer nationalen Versöhnungskommission angekündigt. </p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">🇹🇿 Tanzania’s presidential election ended in chaos with troops deployed, brutal crackdowns, and reports of extrajudicial killings.<br><br>Mass protests erupted in Dar es Salaam over government interference and the persecution of opposition figures. <br><br>Local media reported buses set on… <a href="https://t.co/6o6euo2Cde">pic.twitter.com/6o6euo2Cde</a></p>— Visegrád 24 (@visegrad24) <a href="https://twitter.com/visegrad24/status/1983630950895333695?ref_src=twsrc%5Etfw">October 29, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Zahl der Todesopfer bleibt die Bundesregierung vorsichtig. Sie verweist auf den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, der von Hunderten Getöteten spricht. Eigene weitergehende Erkenntnisse lägen Berlin nicht vor. Auch Berichte über einen möglichen Tötungsbefehl an Sicherheitskräfte seien der Bundesregierung zwar bekannt, sie könne diese aber nicht aus eigener Kenntnis bestätigen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tansania-bemuht-sich-in-schadensbegrenzung"><span id="tansania-bemueht-sich-in-schadensbegrenzung">Tansania bemüht sich in Schadensbegrenzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während Berlin auf Aufklärung und politische Konsequenzen drängt, versucht Präsidentin Samia Suluhu Hassan nun sichtbar, den innenpolitischen Dialog wieder zu öffnen. Nach Angaben des Präsidialamts traf sie am 31. März in der State House in Daressalam Präsidentschaftskandidaten aus 16 Parteien, die an der Wahl 2025 teilgenommen hatten. Nach der Erklärung des Präsidialamts kamen die Teilnehmer auf eigenen Wunsch zu Beratungen mit der Präsidentin zusammen. Im Mittelpunkt standen Versöhnung nach der Wahl, die Stärkung des Mehrparteiensystems, nationale Geschlossenheit und die Bedeutung eines respektvollen politischen Umgangs.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">PUBLIC STATEMENT <a href="https://t.co/4rYQupu0mu">pic.twitter.com/4rYQupu0mu</a></p>— ikulu_Tanzania (@ikulumawasliano) <a href="https://twitter.com/ikulumawasliano/status/2039325557146472635?ref_src=twsrc%5Etfw">April 1, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-26177 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/04/HErtBuSXAAA8ynb.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung betont außerdem Führungsverantwortung, Rechenschaftspflicht und politische Toleranz als Voraussetzungen für Stabilität und langfristige Entwicklung. Hervorgehoben wird auch, dass ein geeintes politisches Umfeld wichtig sei, um wirtschaftliches Wachstum zu sichern und die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Das Präsidialamt stellt das Treffen damit als Teil eines fortgesetzten Kurses für offenen politischen Dialog dar.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eu-kritik-und-afrikanische-zweifel"><span id="eu-kritik-und-afrikanische-zweifel">EU-Kritik und afrikanische Zweifel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin widerspricht zugleich dem Eindruck, es habe sich von der frühen europäischen Kritik distanziert. In der Antwort heißt es ausdrücklich, die Bundesregierung habe das EU-Statement vom 2. November 2025 vollständig unterstützt. Darin hatte die Europäische Union ihre Sorge über Gewalt, die Abschaltung des Internets und Berichte über Unregelmäßigkeiten im Wahlprozess deutlich gemacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Kritik der Afrikanischen Union an der Wahl greift die Bundesregierung auf. Ihr sei der vorläufige Bericht der <a href="https://fokus-afrika.de/tansania-wahlkampf-2025-nimmt-fahrt-auf/" type="post" id="13568">AU-Wahlbeobachtungsmission</a> bekannt, in dem die Wahlen als nicht im Einklang mit den demokratischen Grundsätzen und Standards der Union beschrieben wurden. Berlin hebt hervor, dass die AU-Mission im Unterschied zu 2020 diesmal überhaupt einen Bericht veröffentlicht habe. Der Abschlussbericht stehe noch aus. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungszusammenarbeit-wird-uberpruft"><span id="entwicklungszusammenarbeit-wird-ueberprueft">Entwicklungszusammenarbeit wird überprüft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders deutlich wird die Bundesregierung bei der Entwicklungszusammenarbeit. Mitte November hätten sich die EU-Geber darauf verständigt, zunächst keine Neuzusagen zu machen. Deutschland trägt diesen Kurs mit. Welche Mittel 2026 noch zugesagt werden, werde aktuell überprüft. In die weitere Ausgestaltung der Zusammenarbeit sollen nach Angaben der Bundesregierung mehrere Faktoren einfließen: die Armutsbekämpfung, der Biodiversitätsschutz, der Schutz der Menschenrechte und der Zugang zu Recht, aber auch geostrategische und wirtschaftliche Interessen Deutschlands. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig macht Berlin deutlich, dass die Zusammenarbeit nicht vollständig auf Eis liegt. Maßnahmen in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Rechenschaftspflicht und Zivilgesellschaft laufen weiter. Die Bundesregierung fördert in Tansania nach eigenen Angaben Programme zum besseren Zugang zum Recht, zur Stärkung der Rechenschaftspflicht im staatlichen Finanzwesen und zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt. Sie arbeitet dabei mit staatlichen Stellen und mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-gerichte-erhohen-den-druck"><span id="auch-gerichte-erhoehen-den-druck">Auch Gerichte erhöhen den Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlichen Druck auf das politische System in Tansania bringt inzwischen die Justiz. Die Bundesregierung verweist darauf, dass der Afrikanische Gerichtshof für Menschenrechte und Rechte der Völker am 6. März 2026 entschieden hat, Tansania müsse seine Verfassung ändern, damit Gerichte Ergebnisse von Präsidentschaftswahlen überprüfen und Wahlklagen zulassen können. Damit rückt ein zentraler Streitpunkt der Opposition in den Mittelpunkt: Bislang gibt es in Tansania keine Möglichkeit, das offizielle Ergebnis einer Präsidentschaftswahl gerichtlich anzufechten. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-historische-nahe-politischer-abstand"><span id="historische-naehe-politischer-abstand">Historische Nähe, politischer Abstand</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland ist der Konflikt politisch besonders sensibel. Die Bundesregierung nennt die <a href="https://fokus-afrika.de/kathrin-henneberger-dekolonialisierung-bleibt-zentrale-herausforderung/" type="post" id="13849">koloniale Vergangenheit</a> ausdrücklich einen wichtigen Bezugspunkt der bilateralen Beziehungen zu Tansania. Gerade deshalb ist die jetzige Linie bemerkenswert: Berlin hält am Dialog fest, verbindet ihn aber mit klaren Forderungen, europäischer Abstimmung und einer Überprüfung der weiteren Entwicklungszusammenarbeit.</p>
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		<title>Hitzige Debatte im Bundestag über muslimisches Leben in Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/hitzige-debatte-im-bundestag-ueber-muslimisches-leben-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 21:08:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Bundestag hat erstmals einen Antrag der Grünen beraten, der muslimisches Leben in Deutschland stärker institutionell verankern soll.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhitzige-debatte-im-bundestag-ueber-muslimisches-leben-in-deutschland%2F&amp;action_name=Hitzige%20Debatte%20im%20Bundestag%20%C3%BCber%20muslimisches%20Leben%20in%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat erstmals einen Antrag der Grünen beraten, der muslimisches Leben in Deutschland stärker institutionell verankern soll. Am Donnerstag, 26. März, wurde die Vorlage nach einer halbstündigen Debatte an die Ausschüsse überwiesen, federführend an den Innenausschuss. Im Kern geht es um mehr staatlich-religiöse Zusammenarbeit mit muslimischen Gemeinden, um Seelsorge, Religionsunterricht, Schutz vor Diskriminierung und um die Frage, wie muslimische Organisationen künftig stärker eingebunden werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative trifft damit einen politischen Konflikt, der im Plenum sofort sichtbar wurde. Während die Grünen von einem überfälligen Schritt zu mehr Teilhabe sprechen, warf die Union dem Antrag an mehreren Stellen Überdehnung und ein zu starkes Vertrauen in staatliche Förderung vor. Aus der AfD kamen pauschale Angriffe auf den Antrag und auf muslimisches Leben in Deutschland, die im weiteren Verlauf der Debatte scharfen Widerspruch auslösten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-was-die-grunen-konkret-verlangen"><span id="was-die-gruenen-konkret-verlangen">Was die Grünen konkret verlangen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen wollen, dass die Bundesregierung eine unabhängige Kommission aus Praxis und Wissenschaft einsetzt. Sie soll einen nationalen Aktionsplan für die staatlich-religiöse Zusammenarbeit mit muslimischen Gemeinden erarbeiten und auch Modelle jenseits klassischer Kirchenstrukturen prüfen. Außerdem fordert die Fraktion eine modernisierte und dauerhaft besser ausgestattete Deutsche Islamkonferenz, eine neue Studie zu muslimischem Leben in Deutschland und mehr Einbindung progressiver muslimischer Gemeinden und zivilgesellschaftlicher Organisationen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen Forderungen mit direkter praktischer Wirkung. Dazu zählen eine dauerhafte muslimische Militärseelsorge in der Bundeswehr, mehr Unterstützung für muslimische Frauenverbände, ein Ausbau islamischer Seelsorge in Justizvollzugsanstalten sowie in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, flächendeckende islamische Grabfelder, islamischer Religionsunterricht in deutscher Sprache und der Abbau von Hürden im öffentlichen Dienst, etwa bei Kopftuchverboten. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/042/2104291.pdf">Antrag</a> begründet das mit einer strukturellen Schieflage. Muslimische Gemeinden hätten in vielen Bereichen nicht dieselben institutionellen Voraussetzungen wie christliche Kirchen. Als Beispiele nennt die Vorlage fehlende Anerkennung als Religionsgemeinschaft, Defizite bei Religionsunterricht und Seelsorge sowie Benachteiligungen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Laut Antrag leben rund 5,6 Millionen Musliminnen und Muslime in Deutschland. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kaddor-stellt-teilhabe-in-den-mittelpunkt"><span id="kaddor-stellt-teilhabe-in-den-mittelpunkt">Kaddor stellt Teilhabe in den Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen-Abgeordnete Lamya Kaddor rückte in ihrer Rede ausdrücklich das Alltagsleben von Musliminnen und Muslimen in den Vordergrund. „Heute geht es um sie – nicht um die Gefahren des Islamismus, nicht um das Thema Migration“, sagte sie im Bundestag. Es gehe um Menschen, die in Deutschland leben, arbeiten und Teil der Gesellschaft seien. </p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="de" dir="ltr">5,6 Mio. Muslim*innen gehören zu uns. Sie sollen ihre Religion genauso frei ausleben können wie alle anderen. Die nötigen Strukturen, die bei anderen Religionen seit Jahrzehnten bestehen, fehlen aber oft. Mit unserem Antrag wollen wir das ändern. Für echte Religionsfreiheit! <a href="https://t.co/cddLmA8l6U">pic.twitter.com/cddLmA8l6U</a></p>— Grüne im Bundestag 🇪🇺🏳️‍🌈 (@GrueneBundestag) <a href="https://twitter.com/GrueneBundestag/status/2037530062870749301?ref_src=twsrc%5Etfw">March 27, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Kaddor nannte konkrete Beispiele, an denen sich die Debatte entzündet. Sie verwies auf den aus ihrer Sicht unzureichenden islamischen Religionsunterricht, auf fehlende islamische Bestattungsmöglichkeiten in Teilen Deutschlands, auf eingeschränkten Zugang kopftuchtragender Musliminnen zum Staatsdienst und auf die bisher nicht flächendeckend abgesicherte muslimische Militärseelsorge für Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr. Ihr zentraler Satz lautete: „Es geht um Teilhabe, es geht um gleiche Rechte.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-union-signalisiert-zustimmung-in-einzelpunkten-lehnt-den-antrag-aber-ab"><span id="union-signalisiert-zustimmung-in-einzelpunkten-lehnt-den-antrag-aber-ab">Union signalisiert Zustimmung in Einzelpunkten, lehnt den Antrag aber ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der CDU/CSU kam ein zweigeteiltes Signal. Mehrere Redner machten deutlich, dass sie einzelne Punkte des Antrags für nachvollziehbar halten. Dr. Hendrik Hoppenstedt sagte, die Einführung muslimischer Militärseelsorge werde ausdrücklich unterstützt. Zugleich wandte er sich gegen Teile des Antrags, besonders gegen den Begriff „antimuslimischer Rassismus“, den er als politischen Kampfbegriff bezeichnete. Er plädierte für eine „freundliche, zugewandte, aber zugleich auch kritische Auseinandersetzung“ mit muslimischem Leben in Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Heiko Hain stellte fest, muslimisches Leben gehöre zu Deutschland. Millionen Musliminnen und Muslime seien Teil der Gesellschaft und prägten das Land im Alltag mit. Den Grünenantrag lehnte die Union dennoch ab. Hain kritisierte zusätzliche Kommissionen, neue Förderstrukturen und eine aus seiner Sicht zu weitgehende staatliche Steuerung. Statt dauerhafter Förderung setzte er auf Integration durch Bildung, Arbeit und Eigenverantwortung.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Caroline Bosbach argumentierte ähnlich. Sie verwies darauf, dass es bereits islamischen Religionsunterricht, staatlich finanzierte Zentren für Islamische Theologie und zum Teil Staatsverträge mit muslimischen Verbänden gebe. Aus ihrer Sicht ist es nicht Aufgabe des Staates, einzelne Religionen sichtbarer zu machen oder besonders zu fördern. Religion sei Privatsache, der Staat solle vor allem die Ausübung der Religionsfreiheit schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-spd-wirbt-fur-sachlichere-debatte"><span id="spd-wirbt-fuer-sachlichere-debatte">SPD wirbt für sachlichere Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD versuchte in der Debatte, sowohl Muslimfeindlichkeit als auch islamistische Tendenzen als Probleme zu benennen, ohne beides gleichzusetzen. Hakan Demir sagte, die große Mehrheit der Musliminnen und Muslime lebe friedlich in Deutschland, zugleich gebe es Diskriminierung im Alltag, etwa bei der Wohnungssuche oder im Berufsleben. Er verwies auf interreligiöse Begegnungen als Teil des gesellschaftlichen Alltags und sprach sich für Maßnahmen aus, die Menschen zusammenbringen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022.jpg" alt="" class="wp-image-21353 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dr. Lars Castellucci mahnte, die Debatte über muslimisches Leben dürfe nicht sofort wieder mit Sicherheitsfragen vermischt werden. Zugleich nannte er die Polarisierung des Themas ein Problem. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wachsender Muslimfeindlichkeit gebe es auch bedrückende Zahlen zu islamismusaffinen Einstellungen unter jungen Muslimen. Beides müsse ernst genommen werden. Castellucci verwies außerdem auf politische Ansätze, die bereits laufen, etwa den schrittweisen Ausbau in Deutschland ausgebildeter Imame.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-scharfer-streit-nach-afd-rede"><span id="scharfer-streit-nach-afd-rede">Scharfer Streit nach AfD-Rede</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den stärksten Konflikt löste die Rede des AfD-Abgeordneten Gottfried Curio aus. Er verband den Antrag mit pauschalen Warnungen vor Islamismus, Migration und Kriminalität. Mehrere Abgeordnete anderer Fraktionen widersprachen unmittelbar. SPD-Politiker Hakan Demir sprach von der „rassistischste[n] Rede“, die er in diesem Haus gehört habe, weil eine ganze Gruppe von Menschen pauschal mit Kriminalität verbunden worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Sitzungsleitung griff ein. Vizepräsidentin Josephine Ortleb kündigte an, einen Ordnungsruf zu prüfen, nachdem aus den Reihen der AfD während einer anderen Rede ein Zwischenruf gefallen war, den sie als „wirklich unparlamentarisches Verhalten“ bezeichnete.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-worum-es-im-kern-jetzt-weitergeht"><span id="worum-es-im-kern-jetzt-weitergeht">Worum es im Kern jetzt weitergeht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Überweisung in die Ausschüsse ist über den Grünen-Antrag noch nicht entschieden. Die Vorlage wird nun federführend im Innenausschuss weiterberaten, dazu in mehreren weiteren Ausschüssen. Schon die erste Lesung hat jedoch gezeigt, dass die politische Auseinandersetzung nicht nur um einzelne Maßnahmen kreist, sondern um eine grundsätzliche Frage: ob muslimisches Leben in Deutschland stärker institutionell sichtbar und staatlich eingebunden werden soll oder ob genau darin eine problematische Ausweitung staatlicher Förderung gesehen wird. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag weist AfD-Vorstoß zu Gender- und LGBTIQ-Förderung im Ausland zurück</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-weist-afd-vorstoss-zu-gender-und-lgbtiq-foerderung-im-ausland-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 22:53:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Bundestag hat einen AfD-Antrag gegen die internationale Förderung von LGBTIQ-, Gender- und reproduktiven Gesundheitsprojekten deutlich zurückgewiesen. Am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-weist-afd-vorstoss-zu-gender-und-lgbtiq-foerderung-im-ausland-zurueck%2F&amp;action_name=Bundestag%20weist%20AfD-Vorsto%C3%9F%20zu%20Gender-%20und%20LGBTIQ-F%C3%B6rderung%20im%20Ausland%20zur%C3%BCck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-weist-afd-vorstoss-zu-gender-und-lgbtiq-foerderung-im-ausland-zurueck/">Bundestag weist AfD-Vorstoß zu Gender- und LGBTIQ-Förderung im Ausland zurück</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat einen AfD-Antrag gegen die internationale Förderung von LGBTIQ-, Gender- und reproduktiven Gesundheitsprojekten deutlich zurückgewiesen. Am Donnerstag, 26. März 2026, stimmten CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke gegen den Vorstoß, mit dem die AfD Deutschland außenpolitisch enger an den Kurs der USA binden und sogenannte „woke Positionen“ international zurückdrängen wollte. Parallel überwies das Parlament einen weiteren AfD-Antrag zur Beendigung der deutschen Finanzierung des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA an die Ausschüsse. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bekam eine kulturpolitisch aufgeladene Debatte im Bundestag einen klaren parlamentarischen Ausgang. Die AfD stellte die deutsche Unterstützung für LGBTIQ-Projekte, Genderpolitik und reproduktive Gesundheit im Ausland <a href="https://fokus-afrika.de/afd-fordert-abschaffung-des-entwicklungsministeriums/">grundsätzlich infrage</a>. Union, SPD, Grüne und Linke hielten dagegen und verteidigten die internationale Zusammenarbeit bei Menschenrechten, Gesundheitsversorgung und Schutz besonders gefährdeter Gruppen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afd-zielt-auf-kurswechsel-in-der-aussenpolitik"><span id="afd-zielt-auf-kurswechsel-in-der-aussenpolitik">AfD zielt auf Kurswechsel in der Außenpolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Debatte stand ein AfD-<a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/033/2103319.pdf">Antrag</a>, der deutsche Auslandsvertretungen und Einrichtungen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik anweisen wollte, keine Regenbogenflaggen mehr zu hissen und keine offiziellen Teilnahmen an Pride-Paraden mehr zuzulassen. Zudem sollte die Bundesregierung in internationalen Organisationen gemeinsam mit den USA dafür eintreten, dass keine Rechte auf „sexuelle Identität“, Abtreibung oder besondere LGBTIQ-Rechte anerkannt werden. Der Auswärtige Ausschuss hatte diesen Antrag bereits im Januar zur Ablehnung empfohlen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="764" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-1024x764.jpg" alt="" class="wp-image-26080 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-1024x764.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-768x573.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-1536x1145.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-2048x1527.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-380x283.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-800x597.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2-1160x865.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/3994986-2.jpg 2100w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter AfD-Antrag richtete sich gegen den UN-Bevölkerungsfonds. Die Fraktion forderte, nach dem Vorbild der Trump-Administration alle Zahlungen an UNFPA einzustellen. In der Begründung bezeichnete sie den Fonds als Förderer von Abtreibung, Bevölkerungsreduktion und Genderpolitik und verlangte einen sofortigen Finanzierungsstopp. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-widerspricht-zentralen-vorwurfen"><span id="bundesregierung-widerspricht-zentralen-vorwuerfen">Bundesregierung widerspricht zentralen Vorwürfen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hatte der AfD bereits in ihrer Antwort auf die Große Anfrage in mehreren zentralen Punkten widersprochen. Sie erklärte, dass es im Völkerrecht weder ein ausdrücklich kodifiziertes Recht auf Schwangerschaftsabbruch noch ein ausdrücklich kodifiziertes Recht auf die Wahl der sexuellen Identität gebe. Zugleich stellte sie klar, dass sie keine Maßnahmen im Ausland fördere, die sich für ein Recht auf Abtreibung einsetzen. Auch unterstützte internationale Organisationen setzten sich nach Angaben der Regierung nicht für ein solches Recht ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verteidigte die Bundesregierung ihre Politik zum Schutz queerer Menschen und zur Förderung reproduktiver Gesundheit. Sie verwies darauf, dass reproduktive Gesundheit ein breites Feld von Verhütung über Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung bis zur Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten umfasst. Schwangerschaftsabbrüche seien darin nur ein einzelner medizinischer Eingriff und nicht mit dem Gesamtbegriff gleichzusetzen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-projekte-zahlen-und-geheimhaltung"><span id="streit-um-projekte-zahlen-und-geheimhaltung">Streit um Projekte, Zahlen und Geheimhaltung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch besonders brisant war in der Debatte die Frage, welche Projekte Deutschland im Ausland konkret unterstützt. Die Bundesregierung verwies darauf, dass zahlreiche Angaben zu einzelnen LGBTIQ- und Genderprojekten nicht öffentlich gemacht werden, weil <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-parlament-verdoppelt-strafen-gegen-gleichgeschlechtliche-beziehungen/" type="post" id="25623">zivilgesellschaftliche Partner in vielen Ländern bedroht würden</a> und ihre Nennung ein Sicherheitsrisiko darstellen könne. Betroffen sind nach der Regierungsantwort mehrere Antworten und Anlagen, die nur als Verschlusssache für den Dienstgebrauch im Parlament hinterlegt wurden. </p>



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<p class="wp-block-paragraph">Zur Finanzierung einzelner Organisationen nannte die Regierung dennoch Zahlen. So erhielt die International Planned Parenthood Federation seit 2022 nach Regierungsangaben insgesamt 63 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Zugleich erklärte die Bundesregierung, sie lehne Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen ausdrücklich als Menschenrechtsverletzungen ab. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierungslager-verteidigt-menschenrechts-und-gesundheitsansatz"><span id="regierungslager-verteidigt-menschenrechts-und-gesundheitsansatz">Regierungslager verteidigt Menschenrechts- und Gesundheitsansatz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Aussprache stellten Abgeordnete von Union, SPD und Grünen die Förderung internationaler Gesundheits- und Schutzprogramme gegen den AfD-Vorwurf einer ideologischen Außenpolitik. Aus der Union kam der Hinweis, UNFPA finanziere keine Abtreibungen und sei unter anderem bei der Senkung der Müttersterblichkeit, beim Schutz vor Kinderehen und bei der Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung aktiv. SPD und Grüne verteidigten reproduktive Gesundheit und Gleichstellungspolitik als Bestandteil internationaler Menschenrechtsarbeit.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23024 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt verlief damit entlang einer klaren Trennlinie. Die AfD machte aus den Auslandsprojekten eine Grundsatzfrage über nationale Souveränität, Werteordnung und den Einsatz deutscher Steuergelder. Die übrigen Fraktionen behandelten dieselben Programme vor allem als Teil deutscher Außen-, Entwicklungs- und Menschenrechtspolitik.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-klare-mehrheiten-im-parlament"><span id="klare-mehrheiten-im-parlament">Klare Mehrheiten im Parlament</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende fiel die Entscheidung eindeutig aus. Der Bundestag lehnte den AfD-Antrag gegen internationale LGBTIQ-, Gender- und Abtreibungspositionen mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken ab. Nur die AfD stimmte dafür. Der Antrag zur Beendigung der UNFPA-Finanzierung wurde nicht sofort abgestimmt, sondern zur weiteren Beratung an mehrere Ausschüsse überwiesen, darunter den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, den Auswärtigen Ausschuss, den Finanzausschuss sowie die Ausschüsse für Familie und Gesundheit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit bleibt der Streit über Deutschlands internationale Förderpolitik zwar auf der politischen Tagesordnung. Im Parlament gibt es dafür derzeit aber keine Mehrheit für einen Kurswechsel.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung räumt Visa-Engpässe ein und verteidigt TLScontact-System</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-raeumt-visa-engpaesse-ein-und-verteidigt-tlscontact-system/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 20:02:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
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		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung hat anhaltende Engpässe bei Schengen-Visa eingeräumt und zugleich am Einsatz externer Dienstleister wie TLScontact festgehalten. Am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-raeumt-visa-engpaesse-ein-und-verteidigt-tlscontact-system%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20r%C3%A4umt%20Visa-Engp%C3%A4sse%20ein%20und%20verteidigt%20TLScontact-System&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat anhaltende Engpässe bei Schengen-Visa eingeräumt und zugleich am Einsatz externer Dienstleister wie TLScontact festgehalten. Am 18. März 2026 <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/048/2104851.pdf">antwortete</a> sie auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zu Terminproblemen, Bot-Angriffen und der Aufsicht des Auswärtigen Amts. Betroffen sind auch mehrere afrikanische Staaten, darunter Marokko, Ägypten, Kenia, Südafrika, Tunesien, Uganda und Tansania. Die Bundesregierung betont, dass neue Termine regelmäßig freigeschaltet werden und die Auslandsvertretungen die größtmögliche Zahl an Antragsfenstern bereitstellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rückt ein Problem in den Fokus, das für Familien, Reisende und Geschäftsleute in mehreren Ländern spürbar ist. Zwar sollen externe Dienstleister nach den Vorgaben des Auswärtigen Amts genug Termine anbieten, um die Nachfrage ohne Wartezeiten zu bedienen. In der Praxis stoßen diese Systeme nach Darstellung der Bundesregierung jedoch an Grenzen, wenn die Bearbeitungskapazitäten der Visastellen nicht ausreichen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-terminlage-bleibt-in-mehreren-landern-angespannt"><span id="terminlage-bleibt-in-mehreren-laendern-angespannt">Terminlage bleibt in mehreren Ländern angespannt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt der Anfrage war ein Fall aus Ägypten. Dort soll die Ehefrau eines deutschen Staatsbürgers über Monate keinen regulären Termin für ein Schengen-Visum erhalten haben. In der Anfrage werden außerdem Berichte über fehlende Termine in Marokko, Algerien, Nigeria und Indien erwähnt. Zugleich standen Vorwürfe im Raum, dass automatisierte Zugriffe und inoffizielle Vermittler freie Termine abgreifen und weiterverkaufen könnten. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="814" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Brass_sign_of_a_closed_Consulate_General_of_the_Federal_Republic_of_Germany-814x1024.jpg" alt="" class="wp-image-26031 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Brass_sign_of_a_closed_Consulate_General_of_the_Federal_Republic_of_Germany-814x1024.jpg 814w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Brass_sign_of_a_closed_Consulate_General_of_the_Federal_Republic_of_Germany-238x300.jpg 238w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Brass_sign_of_a_closed_Consulate_General_of_the_Federal_Republic_of_Germany-768x966.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Brass_sign_of_a_closed_Consulate_General_of_the_Federal_Republic_of_Germany-380x478.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Brass_sign_of_a_closed_Consulate_General_of_the_Federal_Republic_of_Germany-800x1007.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Brass_sign_of_a_closed_Consulate_General_of_the_Federal_Republic_of_Germany.jpg 960w" sizes="(max-width: 814px) 100vw, 814px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung widerspricht dem Grundvorwurf eines strukturell versperrten Zugangs nicht ausdrücklich, verweist aber auf den weltweiten Anstieg der Visanachfrage. Dieser führe zu Engpässen und längeren Wartezeiten. Für Ägypten nennt sie ein konkretes Beispiel: In Kairo gebe es bei touristischen Schengen-Visa Engpässe, bei Besuchsaufenthalten von Ehegatten und Kindern dagegen derzeit keine Wartezeiten. Im Annahmezentrum Hurghada würden täglich neue Termine freigeschaltet, die innerhalb der nächsten drei Monate verfügbar seien, aber schnell ausgebucht würden. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auswartiges-amt-setzt-auf-kontrollen-und-technische-schutzmassnahmen"><span id="auswaertiges-amt-setzt-auf-kontrollen-und-technische-schutzmassnahmen">Auswärtiges Amt setzt auf Kontrollen und technische Schutzmaßnahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">An dem Modell mit externen Dienstleistern will die Bundesregierung festhalten. Sie verweist darauf, dass diese nur die Annahme, Weiterleitung und Rückgabe von Anträgen übernehmen. Die Entscheidung über Visa bleibe eine hoheitliche Aufgabe der deutschen Auslandsvertretungen. Externe Anbieter hätten keinen Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig räumt die Bundesregierung ein, dass im Umfeld von Visastellen Agenturen mit eigenen Geschäftsmodellen auftreten. Diese böten Antragstellenden an, schneller an Termine zu kommen, stünden aber in keiner vertraglichen Beziehung zu den deutschen Auslandsvertretungen oder den beauftragten Dienstleistern. Das Auswärtige Amt und die Visastellen warnen nach eigenen Angaben auf Internetseiten, in sozialen Medien und per Aushang vor solchen Angeboten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schutz der Terminvergabe nennt die Bundesregierung Geofencing, Bot-Erkennung, Captchas und die Pflicht zur Vorabzahlung des Serviceentgelts. Hinzu kommen regelmäßige Kontrollen. Die Visumannahmezentren würden mindestens dreimal pro Jahr unangekündigt durch die zuständigen Auslandsvertretungen überprüft. Außerdem gebe es weitere Kontrollen im Rahmen von Organisationsberatungsreisen sowie unabhängige Prüfungen durch EU-Kommission, Bundesrechnungshof und die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-sieht-keinen-reformbedarf"><span id="bundesregierung-sieht-keinen-reformbedarf">Bundesregierung sieht keinen Reformbedarf</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der anhaltenden Beschwerden sieht die Bundesregierung keinen grundsätzlichen Änderungsbedarf bei der Auslagerung konsularischer Dienstleistungen. Sie verweist stattdessen auf laufende Verbesserungen wie Terminwartelisten und den Ausbau von Bearbeitungskapazitäten. Auch prüfbare Protokolle zur Terminvergabe lägen vor. Nach Darstellung der Bundesregierung erfolgt die Vergabe über Wartelisten vollständig automatisiert, sodass sich die chronologische Zuteilung nachvollziehen lasse. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Schengen_uniform_visa_format_Germany_2018-1024x712.png" alt="" class="wp-image-26032 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Schengen_uniform_visa_format_Germany_2018-1024x712.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Schengen_uniform_visa_format_Germany_2018-300x208.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Schengen_uniform_visa_format_Germany_2018-768x534.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Schengen_uniform_visa_format_Germany_2018-380x264.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Schengen_uniform_visa_format_Germany_2018-800x556.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Schengen_uniform_visa_format_Germany_2018.png 1049w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für dringende humanitäre oder medizinische Fälle nennt die Bundesregierung zwei Auswege. Antragstellende können sich per E-Mail an die jeweilige Auslandsvertretung wenden und einen Sondertermin beantragen. In besonderen Notfällen kann die Antragsannahme auch direkt an der Visastelle erfolgen, etwa bei lebensrettender medizinischer Behandlung oder beim Tod naher Angehöriger. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade für afrikanische Staaten ist die Debatte politisch heikel. In mehreren Ländern des Kontinents läuft die Visavergabe für Deutschland über externe Dienstleister. TLScontact ist nach Angaben der Bundesregierung unter anderem in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/" type="category" id="23">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/" type="category" id="35">Kenia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mauritius/" type="category" id="38">Mauritius</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/" type="category" id="220">Namibia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/tansania/" type="category" id="44">Tansania</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/" type="category" id="45">Uganda</a> mit der Annahme von Schengen-Visumanträgen beauftragt. Weitere externe Dienstleister sind auch in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a> im Einsatz.</p>
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			<media:title type="html">Brass sign of a closed Consulate  General of the Federal Republic of Germany</media:title>
			<media:description type="html">Brass sign of a closed Consulate  General of the Federal Republic of Germany</media:description>
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		<title>Bundestag macht Weg für schnellere Anerkennung ausländischer Heilberufe frei</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-macht-weg-fuer-schnellere-anerkennung-auslaendischer-heilberufe-frei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 19:29:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland will Ärztinnen, Ärzte, Apotheker, Zahnärzte und Hebammen mit ausländischem Abschluss schneller in den Beruf bringen. Am Donnerstag,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-macht-weg-fuer-schnellere-anerkennung-auslaendischer-heilberufe-frei%2F&amp;action_name=Bundestag%20macht%20Weg%20f%C3%BCr%20schnellere%20Anerkennung%20ausl%C3%A4ndischer%20Heilberufe%20frei&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-macht-weg-fuer-schnellere-anerkennung-auslaendischer-heilberufe-frei/">Bundestag macht Weg für schnellere Anerkennung ausländischer Heilberufe frei</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland will Ärztinnen, Ärzte, Apotheker, Zahnärzte und Hebammen mit ausländischem Abschluss schneller in den Beruf bringen. Am Donnerstag, 26. März 2026, beschloss der Bundestag ein Gesetz, das die Anerkennungsverfahren für Heilberufe beschleunigen soll. CDU/CSU, SPD und Grüne stimmten dafür, die AfD dagegen, die Linke enthielt sich. Im Zentrum steht ein <a href="https://fokus-afrika.de/verbaende-unterstuetzen-bessere-anerkennung-auslaendischer-abschluesse-in-heilberufen/">politisches Ziel</a>, das seit Jahren drängt: mehr Tempo bei der Anerkennung, ohne die fachlichen Anforderungen abzusenken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Bewerberinnen und Bewerber aus Drittstaaten dürfte sich das Verfahren damit spürbar verändern. Künftig soll die direkte Kenntnisprüfung bei ärztlichen, zahnärztlichen und pharmazeutischen Berufen zum Regelfall werden. Bei Hebammen kommt ein Wahlrecht hinzu: Sie können entweder die dokumentenbasierte Gleichwertigkeitsprüfung durchlaufen oder direkt den Weg über eine Kenntnisprüfung mit möglichem Anpassungslehrgang wählen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-weniger-papier-mehr-tempo"><span id="weniger-papier-mehr-tempo">Weniger Papier, mehr Tempo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der bisherige Weg war oft lang, teuer und schwer überschaubar. Wer einen ausländischen Abschluss anerkennen lassen wollte, musste häufig umfangreiche Unterlagen beschaffen, übersetzen, beglaubigen und einreichen. Genau hier setzt das Gesetz an.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Für die meisten Antragsteller aus Drittstaaten entfällt nun ein großer Teil dieses Aufwands. Curricula und andere Ausbildungsnachweise müssen in vielen Fällen nicht mehr vervielfältigt, übersetzt und beglaubigt werden. Der Gesundheitsausschuss geht davon aus, dass Bürgerinnen und Bürger dadurch um rund 7.000 Stunden und etwa 12 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Länder sollen weniger Aufwand haben. In der Bundestagsvorlage ist von einer Entlastung der Verwaltungen um rund 3,9 Millionen Euro pro Jahr die Rede. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fachkraftemangel-bleibt-der-politische-hintergrund"><span id="fachkraeftemangel-bleibt-der-politische-hintergrund">Fachkräftemangel bleibt der politische Hintergrund</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Druck hinter der Reform ist hoch. In der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/049/2104990.pdf">Vorlage</a> wird der Fachkräftemangel in den Heilberufen ausdrücklich als Problem benannt. Zugleich hält der Bundestag fest, dass schnellere Verfahren nicht zulasten des Patientenschutzes gehen sollen. Die Reform greift deshalb in erster Linie bei den Abläufen ein, nicht bei den fachlichen Standards.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="930" height="532" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2016_Charite_Hospital.jpg" alt="" class="wp-image-26026 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2016_Charite_Hospital.jpg 930w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2016_Charite_Hospital-300x172.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2016_Charite_Hospital-768x439.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2016_Charite_Hospital-380x217.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/2016_Charite_Hospital-800x458.jpg 800w" sizes="(max-width: 930px) 100vw, 930px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders relevant ist das für Berufe, in denen Deutschland seit Jahren Personal sucht. Allein bei Ärztinnen und Ärzten gehen die Berechnungen in der Vorlage von mehr als 6.200 neuen Anerkennungsanträgen pro Jahr aus. Ein großer Teil davon betrifft Abschlüsse aus Drittstaaten. </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-auch-in-sozialen-medien"><span id="debatte-auch-in-sozialen-medien">Debatte auch in sozialen Medien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse war zuletzt auch außerhalb des Parlaments ein Thema. In sozialen Medien forderten Community-Seiten und migrantische Netzwerke schnellere und praxisnähere Verfahren. Ein Instagram-Beitrag, der Interessenvertretung „<a href="https://fokus-afrika.de/marokkaner-in-deutschland-eine-starke-stimme-fuer-die-marokkanische-diaspora/" type="post" id="13159">Marokkaner in Deutschland</a>“, kritisierte den Widerspruch, dass es zwar einen Fachkräftemangel gebe, aber kein schnelles und faires Anerkennungssystem. </p>



<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/DUJpOfIjP6L/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/DUJpOfIjP6L/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/DUJpOfIjP6L/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">Ein Beitrag geteilt von Marokkaner in Deutschland (@marokkaner.in.deutschland)</a></p></div></blockquote>
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<p class="wp-block-paragraph">Für Deutschland ist die Reform deshalb mehr als ein verwaltungstechnischer Schritt. Sie betrifft die Frage, wie schnell qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland tatsächlich in Kliniken, Praxen, Apotheken und der Geburtshilfe arbeiten können, während viele Einrichtungen seit Jahren nach Personal suchen. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afd-antrage-scheitern-im-parlament"><span id="afd-antraege-scheitern-im-parlament">AfD-Anträge scheitern im Parlament</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="764" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-1024x764.jpg" alt="" class="wp-image-26025 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-1024x764.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-768x573.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-1536x1145.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-2048x1527.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-380x283.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-800x597.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3-1160x865.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/4015587-3.jpg 2100w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu wies der Bundestag <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw13-de-heilberufe-1156756">drei Anträge</a> der AfD zurück. Dabei ging es um schärfere Kontrollen bei Ärzten aus Drittstaaten, ein stärkeres Vorgehen gegen gefälschte Nachweise im Pflegebereich und verpflichtende Kenntnisse des deutschen Gesundheitssystems für Ärzte mit ausländischem Studienabschluss. Union, SPD, Grüne und Linke lehnten diese Vorlagen ab. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auseinandersetzung dahinter ist klar. Die Regierungsseite setzt auf schnellere und schlankere Verfahren, um qualifizierte Fachkräfte rascher in die Versorgung zu bringen. Die AfD wollte die Anerkennung stärker mit zusätzlichen Prüf- und Kontrollinstrumenten verknüpfen. Der Bundestag entschied sich am Ende für den Weg der Beschleunigung.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-macht-weg-fuer-schnellere-anerkennung-auslaendischer-heilberufe-frei%2F&action_name=Bundestag%20macht%20Weg%20f%C3%BCr%20schnellere%20Anerkennung%20ausl%C3%A4ndischer%20Heilberufe%20frei&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-macht-weg-fuer-schnellere-anerkennung-auslaendischer-heilberufe-frei/">Bundestag macht Weg für schnellere Anerkennung ausländischer Heilberufe frei</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<item>
		<title>Frauenrechte unter Druck: NGOs warnen im Bundestag vor internationalem Rückschritt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frauenrechte-unter-druck-ngos-warnen-im-bundestag-vor-internationalem-rueckschritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 21:16:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Vertreterinnen von Nichtregierungsorganisationen und der Bundesregierung haben im Bundestag vor einem weltweiten Rückschritt bei Frauenrechten gewarnt. Im Entwicklungsausschuss&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrauenrechte-unter-druck-ngos-warnen-im-bundestag-vor-internationalem-rueckschritt%2F&amp;action_name=Frauenrechte%20unter%20Druck%3A%20NGOs%20warnen%20im%20Bundestag%20vor%20internationalem%20R%C3%BCckschritt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/frauenrechte-unter-druck-ngos-warnen-im-bundestag-vor-internationalem-rueckschritt/">Frauenrechte unter Druck: NGOs warnen im Bundestag vor internationalem Rückschritt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Vertreterinnen von Nichtregierungsorganisationen und der Bundesregierung haben im Bundestag vor einem weltweiten Rückschritt bei Frauenrechten gewarnt. Im <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1158020">Entwicklungsausschuss</a> verwiesen sie auf wachsenden politischen Druck, sinkende Budgets und neue Hürden für internationale Frauenrechtsarbeit. Am Mittwoch, 25. März, rückte dabei auch die jüngste UN-Frauenrechtekonferenz in New York in den Fokus, deren Abschlusserklärung erstmals nicht im Konsens beschlossen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Sicht der Beteiligten zeigt sich der Streit längst nicht mehr nur in einzelnen Ländern, sondern auch auf multilateraler Ebene. Besonders deutlich wurde das an der 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission, die vom 9. bis 19. März stattfand. Im Mittelpunkt stand dort der Zugang von Frauen und Mädchen zu Rechtssystemen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-bei-un-konferenz-verscharft-die-sorge"><span id="streit-bei-un-konferenz-verschaerft-die-sorge">Streit bei UN-Konferenz verschärft die Sorge</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, Bärbel Kofler, erklärte im Ausschuss, die sogenannten „Agreed Conclusions“ seien erstmals in der Geschichte der Konferenz nicht im Konsens verabschiedet worden. Von 44 teilnehmenden Staaten hätten 37 zugestimmt, bei sechs Enthaltungen. Die USA stimmten gegen die gemeinsame Abschlusserklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Kofler ist das ein politisches Signal weit über die Konferenz hinaus. Der Rückschritt in der Frauenpolitik, der sich in den USA unter Präsident Donald Trump zeige, habe damit die multilaterale Ebene erreicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-warnt-vor-einschnitten-bei-schutz-und-teilhabe"><span id="bundesregierung-warnt-vor-einschnitten-bei-schutz-und-teilhabe">Bundesregierung warnt vor Einschnitten bei Schutz und Teilhabe</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-baerbel-kofler-01-2-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26000 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-baerbel-kofler-01-2-1-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-baerbel-kofler-01-2-1-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-baerbel-kofler-01-2-1-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-baerbel-kofler-01-2-1-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-baerbel-kofler-01-2-1-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-baerbel-kofler-01-2-1-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/portraet-baerbel-kofler-01-2-1.jpg 1434w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kofler sprach von zunehmend harten Einschnitten bei der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen und Mädchen, bei ihrem Schutz sowie bei sexuellen und reproduktiven Rechten. Diese Fragen seien zentral, auch weil weltweit weiterhin Frauen an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt sterben. Nach ihren Worten stirbt alle zwei Minuten eine Frau infolge von Schwangerschaft oder Geburt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich versicherte sie, die Bundesregierung wolle im Einsatz für Gleichstellung und universelle Menschenrechte ein verlässlicher Partner bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ngos-sehen-globale-frauenrechtsarbeit-unter-wachsendem-druck"><span id="ngos-sehen-globale-frauenrechtsarbeit-unter-wachsendem-druck">NGOs sehen globale Frauenrechtsarbeit unter wachsendem Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Noch deutlicher fiel die Warnung aus der Zivilgesellschaft aus. Uta Hergenröther, Geschäftsführerin von UN Women Deutschland, bezeichnete den Einsatz für Frauenrechte als dringlicher denn je. Es gehe nicht mehr nur um weiteren Fortschritt, sondern zunehmend darum, bereits erreichte Standards zu verteidigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Problem nannte sie nicht nur die Haltung der USA, sondern auch massive Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit durch mehrere Staaten. Davon sei auch Deutschland betroffen. Hinzu komme, dass die USA aus UN Women ausgetreten seien und über die sogenannte Global Gag Rule Finanzmittel für Organisationen strichen, wenn diese sich für Diversität, Geschlechtergleichstellung oder sexuelle und reproduktive Rechte einsetzten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderung-nach-klarer-prioritat-fur-gleichstellung"><span id="forderung-nach-klarer-prioritaet-fuer-gleichstellung">Forderung nach klarer Priorität für Gleichstellung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hergenröther forderte die Bundesregierung auf, Geschlechtergleichstellung angesichts dieser Entwicklung strategisch höher zu gewichten. Politischer Wille müsse sich in konkreten Maßnahmen zeigen. Dazu zähle vor allem eine langfristige Förderung lokaler Frauenrechtsorganisationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit rückte im Ausschuss auch die Frage in den Vordergrund, wie Deutschland auf internationale Rückschritte reagieren will. Aus Sicht der Organisationen reicht symbolische Unterstützung nicht aus, wenn gleichzeitig Mittel gekürzt oder Strukturen geschwächt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-care-warnt-vor-starkerem-einfluss-organisierter-gegenbewegungen"><span id="care-warnt-vor-staerkerem-einfluss-organisierter-gegenbewegungen">CARE warnt vor stärkerem Einfluss organisierter Gegenbewegungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Carla Dietzel von Care Deutschland beschrieb die Lage als verschärften Machtkampf. Während feministische Organisationen und Aktivistinnen um ihr Überleben kämpften, gewännen Anti-Menschenrechtsakteure an Einfluss. Diese seien finanziell gut ausgestattet und gingen strategisch koordiniert vor, um weltweit auf Politik und Gesetzgebung einzuwirken.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN821299-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-26001 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN821299-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN821299-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN821299-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN821299-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN821299-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN821299-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN821299.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dietzel verwies auch auf neue praktische Hürden. Mittelkürzungen und restriktivere Visa-Bestimmungen hätten dazu geführt, dass viele Menschenrechtsverteidiger aus dem Globalen Süden nicht an der diesjährigen UN-Frauenrechtekonferenz teilnehmen konnten. Ihre Stimmen hätten damit bei einem zentralen internationalen Forum gefehlt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-folgen-fur-frauen-und-aktivistinnen-weltweit"><span id="folgen-fuer-frauen-und-aktivistinnen-weltweit">Folgen für Frauen und Aktivistinnen weltweit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der Organisationen bleiben die Entwicklungen nicht auf diplomatische Debatten beschränkt. Dietzel warnte vor unmittelbaren Folgen für das Leben und Überleben von Frauen und Mädchen weltweit. Zugleich wachse das Risiko für diejenigen, die sich für Frauen- und Menschenrechte engagierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Aktivistinnen und Menschenrechtsverteidiger setzten inzwischen ihr Leben aufs Spiel. Dietzel forderte deshalb, der Schutz von Frauen und Menschenrechtsverteidigern müsse sich nicht nur in politischen Erklärungen, sondern konkret in Finanzierung, Gesetzgebung und Regierungspraxis niederschlagen.</p>
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			<media:description type="html">Foto: Steffen Kugler

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Mobil: +49 179 4648532
Mail@steffenkugler.de</media:description>
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		<title>Tunesien will engere Partnerschaft mit Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 20:50:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Tunesien hat bei einem Besuch von Außenminister Mohamed Ali Nafti in Berlin für einen Ausbau der Beziehungen zu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland%2F&amp;action_name=Tunesien%20will%20engere%20Partnerschaft%20mit%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-will-engere-partnerschaft-mit-deutschland/">Tunesien will engere Partnerschaft mit Deutschland</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Tunesien hat bei einem Besuch von Außenminister Mohamed Ali Nafti in Berlin für einen Ausbau der Beziehungen zu Deutschland geworben. Im Mittelpunkt standen Investitionen in Branchen mit hoher Wertschöpfung, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit, Migration sowie die Rückführung veruntreuter Vermögenswerte. Am Mittwoch, 25. März, traf Nafti dazu unter anderem seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul, Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch fällt in das Jahr des 70. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Tunis nutzte die Gespräche, um die bilaterale Zusammenarbeit politisch aufzuwerten und stärker an den tunesischen Entwicklungsplan 2026 bis 2030 zu binden. Dabei rückten vor allem Wirtschaft, nachhaltige Entwicklung und Fachkräfte stärker in den Vordergrund.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berlin-besuch-soll-kooperation-breiter-aufstellen"><span id="berlin-besuch-soll-kooperation-breiter-aufstellen">Berlin-Besuch soll Kooperation breiter aufstellen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti und Wadephul leiteten in Berlin eine gemeinsame Arbeitssitzung beider Delegationen und traten anschließend vor die Presse. Beide Seiten bekräftigten die Grundlagen ihrer Beziehungen, darunter gegenseitigen Respekt, staatliche Souveränität sowie das Bekenntnis zu Gerechtigkeit und Unabhängigkeit.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">70 years of diplomatic ties are worth celebrating! <a href="https://twitter.com/hashtag/Germany?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Germany</a> and <a href="https://twitter.com/hashtag/Tunisia?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Tunisia</a> stand together for the rules-based international order & a strong economic partnership. We look forward to new momentum in our cooperation. Thank you for your visit to Berlin, <a href="https://twitter.com/MohamedAliNafti?ref_src=twsrc%5Etfw">@MohamedAliNafti</a>. 🇹🇳🤝🇩🇪 <a href="https://t.co/beuE6HRA0t">pic.twitter.com/beuE6HRA0t</a></p>— Johann Wadephul (@AussenMinDE) <a href="https://twitter.com/AussenMinDE/status/2036828333367783595?ref_src=twsrc%5Etfw">March 25, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich sollte die Partnerschaft inhaltlich breiter werden. Tunesien sieht Deutschland als wichtigen Handels- und Investitionspartner in Nordafrika und im Nahen Osten. Besonders hervorgehoben wurden Bereiche mit hoher Wertschöpfung wie die Automobilzulieferindustrie, Elektronik, Textilien und moderne Technologien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-fokus-auf-investitionen-und-entwicklungsplan-2026-bis-2030"><span id="fokus-auf-investitionen-und-entwicklungsplan-2026-bis-2030">Fokus auf Investitionen und Entwicklungsplan 2026 bis 2030</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Gesprächen mit Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan stellte Nafti mehrere Schwerpunkte der tunesischen Wirtschaftspolitik vor. Genannt wurden unter anderem Wasserwirtschaft, Energie- und Digitalwende, nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, Berufsbildung und Beschäftigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorhaben sollen eng mit dem tunesischen Entwicklungsplan 2026 bis 2030 verknüpft werden. Tunis drängt darauf, künftige Projekte stärker an nationalen Prioritäten auszurichten. Besondere Bedeutung haben aus tunesischer Sicht Umweltprojekte, der Umgang mit den Folgen des Klimawandels, die Entwicklung von Waldgebieten, ein besseres Wassermanagement und der Schutz der Küsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti hob zudem die Rolle der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und der Kreditanstalt für Wiederaufbau hervor. Beide Institutionen seien zentrale Träger der bilateralen Kooperation.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunis-strebt-strategische-aufwertung-der-beziehungen-an"><span id="tunis-strebt-strategische-aufwertung-der-beziehungen-an">Tunis strebt strategische Aufwertung der Beziehungen an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Gesprächen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung warb die tunesische Seite dafür, die Zusammenarbeit auf die Ebene einer strategischen Partnerschaft zu heben. Die deutsche Seite signalisierte Unterstützung für die Entwicklungsanstrengungen Tunesiens und zeigte sich offen für die Prüfung vorgeschlagener Programme und Projekte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="677" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-1024x677.webp" alt="" class="wp-image-25988 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-1024x677.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-300x198.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-768x508.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-380x251.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-800x529.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg-1160x767.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/reem-alabali-1.jpg.webp 1281w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dabei spielte auch der <a href="https://fokus-afrika.de/tunesien-wirbt-in-berlin-um-neue-deutsche-investitionen/">Privatsektor eine wichtige Rolle.</a> Reem Alabali Radovan sprach sich dafür aus, Unternehmen stärker einzubinden und den Austausch von Wirtschaftsdelegationen auszubauen. Das soll sowohl Projekte im öffentlichen als auch im privaten Bereich voranbringen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-und-fachkrafte-als-gemeinsames-thema"><span id="migration-und-fachkraefte-als-gemeinsames-thema">Migration und Fachkräfte als gemeinsames Thema</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt war die Migrationspolitik. Tunesien warb in Berlin für einen Ansatz, der nicht nur auf Grenzkontrolle setzt, sondern auf die Ursachen irregulärer Migration zielt. Dazu zählen aus Sicht von Tunis die Bekämpfung krimineller Schleusernetzwerke, die Förderung freiwilliger Rückkehr und Reintegration sowie ein Ausbau legaler Migrationswege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti verwies zugleich auf die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/deutsch-afrikanische-beziehungen/diaspora/" type="category" id="20">tunesische Gemeinschaft in Deutschland</a>. Seit dem Ende der 1960er Jahre habe sie zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung beigetragen. In den vergangenen Jahren seien zudem viele Ärzte, Ingenieure, junge Unternehmer, Pflegekräfte und andere qualifizierte Arbeitskräfte aus Tunesien nach Deutschland gekommen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Damit erhielt der Berlin-Besuch auch eine <a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-fachkraefteeinwanderungsgesetz/" type="post" id="12602">arbeitsmarktpolitische Dimension</a>. Die tunesische Seite rückte Fachkräfte, Ausbildung und Wissenstransfer sichtbar in den Mittelpunkt der Beziehungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunesien-bittet-deutschland-um-unterstutzung-bei-veruntreuten-vermogenswerten"><span id="tunesien-bittet-deutschland-um-unterstuetzung-bei-veruntreuten-vermoegenswerten">Tunesien bittet Deutschland um Unterstützung bei veruntreuten Vermögenswerten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Treffen mit Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sprach Nafti auch ein Thema an, das über die klassische Wirtschafts- und Entwicklungspolitik hinausgeht. Tunesien hofft auf besondere Unterstützung europäischer Partner, vor allem Deutschlands, bei der Rückführung veruntreuter Vermögenswerte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="802" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-1024x802.jpg" alt="" class="wp-image-25986 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-1024x802.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-300x235.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-768x601.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-1536x1202.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-380x297.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-800x626.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473-1160x908.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030473.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es um Gelder und andere Vermögenswerte aus dem Umfeld des früheren Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali und des alten Machtapparats, die der tunesische Staat als unrechtmäßig entzogen und ins Ausland verbracht betrachtet. Dazu zählen unter anderem Bankguthaben, Firmenbeteiligungen, Immobilien und weitere finanzielle Anlagen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nafti betonte, diese Gelder gehörten dem tunesischen Volk und seien unverjährbar. Damit platzierte Tunis die Frage der Vermögensrückführung als politischen Punkt auf hoher Ebene in Berlin.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auch-das-verhaltnis-zur-eu-stand-auf-der-agenda"><span id="auch-das-verhaeltnis-zur-eu-stand-auf-der-agenda">Auch das Verhältnis zur EU stand auf der Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Gesprächen mit Klöckner kam zudem das Verhältnis zwischen Tunesien und der Europäischen Union zur Sprache. Nafti drängte auf eine Überarbeitung des <a href="https://fokus-afrika.de/kais-saied-protestiert-gegen-eu-botschafter-perrone/" type="post" id="22420">Partnerschaftsabkommens mit der EU</a>, das vor 30 Jahren geschlossen wurde. Aus tunesischer Sicht soll das Verhältnis ausgewogener werden und besser zu den heutigen regionalen und internationalen Realitäten passen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei verband Tunis europäische Fragen mit den Themen Migration, wirtschaftliche Entwicklung und regionale Stabilität. Deutschland soll nach tunesischer Vorstellung eine aktivere Rolle dabei spielen, dem tunesisch-europäischen Verhältnis neue Impulse zu geben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nahost-konflikt-als-weiterer-gesprachspunkt"><span id="nahost-konflikt-als-weiterer-gespraechspunkt">Nahost-Konflikt als weiterer Gesprächspunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den bilateralen Themen ging es auch um die Lage im Nahen Osten. Beide Seiten betonten die Bedeutung von Dialog, Abstimmung und der Achtung des Völkerrechts. Nafti bekräftigte, die Palästina-Frage bleibe für Tunesien zentral. Dauerhafte Sicherheit und Stabilität in der Region seien aus tunesischer Sicht nur möglich, wenn die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes verwirklicht würden und ein unabhängiger, souveräner Staat mit Jerusalem als Hauptstadt entstehe.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-25987 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-768x534.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/5030477.jpg 1772w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch im Gespräch mit Julia Klöckner wurden die Spannungen im Nahen Osten und ihre Folgen für Frieden, Sicherheit und die Weltwirtschaft angesprochen. Beide Seiten bekannten sich dabei zu internationalen Regeln, diplomatischen Lösungen und zum Vorrang des Dialogs.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im zweiten Halbjahr soll Wadephul nach Tunesien reisen. Der Besuch soll ebenfalls im Zeichen des 70. Jahrestags der diplomatischen Beziehungen stehen und neue Felder der Zusammenarbeit öffnen.</p>
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			<media:title type="html">Tunesien will engere Partnerschaft mit Deutschland</media:title>
			<media:description type="html">Tunesien wirbt in Berlin für engere Beziehungen zu Deutschland: engere Entwicklungszusammenarbeit und ein heikles Thema.</media:description>
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			<media:title type="html">Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt S. E. Herrn Mohamed Ali Nafti</media:title>
			<media:description type="html">Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (1vr), CDU/CSU, MdB, empfängt S. E. Herrn Mohamed Ali Nafti, Minister für auswärtige Angelegenheiten, Migration und Tunesier im Ausland der Tunesischen Republik.</media:description>
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			<media:title type="html">Bundestagspräsidentin Julia Klöckner empfängt S. E. Herrn Mohamed Ali Nafti</media:title>
			<media:description type="html">Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (1vr), CDU/CSU, MdB, empfängt S. E. Herrn Mohamed Ali Nafti, Minister für auswärtige Angelegenheiten, Migration und Tunesier im Ausland der Tunesischen Republik.</media:description>
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		<title>Berlin stoppt Förderung für zivile Seenotrettung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/berlin-stoppt-foerderung-fuer-zivile-seenotrettung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 21:53:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung hat die finanzielle Förderung ziviler Seenotrettungsorganisationen nach dem Regierungswechsel im Frühjahr 2025 beendet. Am Dienstag wurde&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fberlin-stoppt-foerderung-fuer-zivile-seenotrettung%2F&amp;action_name=Berlin%20stoppt%20F%C3%B6rderung%20f%C3%BCr%20zivile%20Seenotrettung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/berlin-stoppt-foerderung-fuer-zivile-seenotrettung/">Berlin stoppt Förderung für zivile Seenotrettung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat die finanzielle Förderung ziviler Seenotrettungsorganisationen nach dem Regierungswechsel im Frühjahr 2025 beendet. Am Dienstag wurde im Bundestag bekannt, dass die betroffenen Organisationen in den Jahren 2023 und 2024 noch jeweils mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt worden waren. Damit ist ein Förderinstrument ausgelaufen, das in den vergangenen beiden Jahren noch fest zum deutschen Engagement im Mittelmeer gehörte. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kurswechsel-nach-dem-regierungsantritt"><span id="kurswechsel-nach-dem-regierungsantritt">Kurswechsel nach dem Regierungsantritt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wechsel ist politisch klar markiert. Während die frühere Förderung 2023 und 2024 jeweils fortgeführt wurde, setzte die aktuelle Bundesregierung diese Praxis nach ihrem Amtsantritt nicht mehr fort. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die zivile Seenotrettung ist das mehr als eine haushaltstechnische Entscheidung. Die staatliche Unterstützung aus Deutschland war politisch aufgeladen, weil sie regelmäßig mit der Frage verknüpft wurde, welche Rolle zivile Organisationen bei Rettungseinsätzen im Mittelmeer übernehmen sollen und wie weit staatliche Rückendeckung reichen darf.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-uber-verantwortung-im-mittelmeer"><span id="debatte-ueber-verantwortung-im-mittelmeer">Debatte über Verantwortung im Mittelmeer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/046/2104673.pdf">Anfrage</a> der Grünen knüpft an zehn Jahre zivile Seenotrettung im Mittelmeer an. In ihrer Begründung verweist die Fraktion auf tausende Tote und Vermisste entlang der Fluchtrouten nach Europa und auf den Rückzug staatlicher Rettungseinsätze seit 2015. Gleichzeitig beschreibt sie eine zunehmende Belastung für zivile Helfer durch Repressionen, bürokratische Hürden und politische Auseinandersetzungen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25958 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/1280px-Sea-Eye.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Damit rückt erneut eine Grundsatzfrage in den Mittelpunkt: Wer rettet im Mittelmeer, wenn staatliche Missionen zurückgehen oder sich auf Grenzschutz konzentrieren? Gerade für Deutschland ist das heikel, weil Berlin einerseits auf europäische Zusammenarbeit verweist, andererseits aber die direkte Förderung ziviler Akteure nun beendet hat.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunesien-und-libyen-rucken-starker-in-den-fokus"><span id="tunesien-und-libyen-ruecken-staerker-in-den-fokus">Tunesien und Libyen rücken stärker in den Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Anfrage zeigt auch, wie stark sich die Debatte inzwischen auf Nordafrika verlagert hat. Ein größerer Teil der Fragen zielt auf die Rolle der libyschen und tunesischen Küstenwache, auf Berichte über Gewalt gegen Schutzsuchende und Seenotretter sowie auf die Zusammenarbeit europäischer Staaten mit diesen Akteuren. Auch die Frage, ob Tunesien oder Libyen als sicherer Ort für die Ausschiffung Geretteter gelten können, wird ausdrücklich aufgeworfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Entscheidung zur Förderbeendigung fällt in eine Phase, in der nordafrikanische Staaten für Europas Migrationspolitik <a href="https://fokus-afrika.de/mindestens-53-migranten-sterben-bei-bootsunglueck-vor-libyen/">weiter an Bedeutung</a> gewinnen. Je stärker die Kontrolle von <a href="https://fokus-afrika.de/migration-wie-marokko-von-transitland-zum-zielland-wurde/" type="post" id="23409">Fluchtrouten</a> in den Vordergrund rückt, desto schärfer wird auch der Streit über die Rolle ziviler Seenotrettung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderung-endet-politische-kontroverse-bleibt"><span id="foerderung-endet-politische-kontroverse-bleibt">Förderung endet, politische Kontroverse bleibt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ende der deutschen Zuschüsse ist die Debatte nicht abgeschlossen. Im Gegenteil: Die Antwort aus Berlin dürfte die Auseinandersetzung darüber verschärfen, ob humanitäre Rettung auf See stärker staatlich abgesichert oder politisch weiter zurückgedrängt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fest steht vorerst nur der Kurswechsel selbst: Nach zwei Jahren mit jeweils rund 1,5 Millionen Euro Bundesmitteln erhalten zivile Seenotrettungsorganisationen von der aktuellen Bundesregierung keine finanzielle Unterstützung mehr. </p>
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			<media:title type="html">1280px-Sea-Eye</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>BMZ-Programm zu Migration und Diaspora kostete 89,25 Millionen Euro</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bmz-programm-zu-migration-und-diaspora-kostete-8925-millionen-euro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 13:19:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Programm „Migration und Diaspora“ des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) ist beendet und hat den Bund in gut vier Jahren&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbmz-programm-zu-migration-und-diaspora-kostete-8925-millionen-euro%2F&amp;action_name=BMZ-Programm%20zu%20Migration%20und%20Diaspora%20kostete%2089%2C25%20Millionen%20Euro&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das Programm „Migration und Diaspora“ des <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/">Bundesentwicklungsministeriums</a> (BMZ) ist beendet und hat den Bund in gut vier Jahren 89,25 Millionen Euro gekostet. So lautet die <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1156434">Antwort</a> der Bundesregierung auf eine AfD-Anfrage im Deutschen Bundestag. Zwischen Mai 2019 und Juli 2023 wurden mit dem Programm Fachkräfteeinsätze, Gründungsunterstützung und Projekte mit Diaspora-Bezug in mehreren Partnerländern gefördert. Die Bundesregierung betont zugleich, das Vorhaben habe nicht der aktiven Anwerbung von Fachkräften für Deutschland gedient. Zeitlich lief das Programm von Mai 2019 bis Juli 2023. Zu den Partnerländern gehörten unter anderem <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/" type="category" id="282">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/kamerun/" type="category" id="50">Kamerun</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-700-arbeitsplatze-durch-begleitete-grundungen"><span id="mehr-als-700-arbeitsplaetze-durch-begleitete-gruendungen">Mehr als 700 Arbeitsplätze durch begleitete Gründungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung führt als zentrale Wirkung des Programms an, dass in den Partnerländern 126 Gründungen begleitet wurden. Dadurch seien vor Ort mehr als 700 Arbeitsplätze entstanden. Zusätzlich wurden 462 Einsätze von Diaspora-Experten bei Institutionen in den Partnerländern gefördert. 412 Partnerinstitutionen, also 82 Prozent der geförderten Einrichtungen, bewerteten den Kompetenzzuwachs als positiv für ihre fachliche Entwicklung und Leistungsfähigkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kamen 96 geförderte Projekte von <a href="https://fokus-afrika.de/marokkaner-in-deutschland-eine-starke-stimme-fuer-die-marokkanische-diaspora/" type="post" id="13159">Diaspora-Organisationen</a> in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern. Von 73 befragten Partnerorganisationen stuften 71 die Projekte als erfolgreich ein. Die Bundesregierung wertet die Programmbestandteile deshalb als wirksam. </p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-weist-braindrain-kritik-zuruck"><span id="bundesregierung-weist-braindrain-kritik-zurueck">Bundesregierung weist Braindrain-Kritik zurück</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung stellt dem Vorwurf entgegen, das Programm könne einen Braindrain verstärken. Das Vorhaben sei nicht in der aktiven Fachkräfteanwerbung tätig gewesen. Im Mittelpunkt standen Beratung zu legalen Wegen der Migration nach Deutschland und zu den Risiken irregulärer Migration, damit Interessierte ihre Möglichkeiten realistischer einschätzen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angebote für Diaspora-Experten, Gründungsunterstützung und Projektförderung richteten sich an Menschen aus der Diaspora, die bereits in Deutschland leben. Begleitete Unternehmensgründungen in den Herkunftsländern sollten Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Rückkehrende Fachkräfte wirkten nach Darstellung der Bundesregierung einem Braindrain zusätzlich entgegen, weil sie bei lokalen Arbeitgebern beschäftigt seien.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Äthiopien trauert um 70 Tote nach Erdrutsch in Gamo-Zone</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aethiopien-trauert-um-70-tote-nach-erdrutsch-in-gamo-zone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 19:06:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Nach dem tödlichen Erdrutsch in der Gamo-Zone in Südäthiopien hat Äthiopien eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen und die Hilfsmaßnahmen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faethiopien-trauert-um-70-tote-nach-erdrutsch-in-gamo-zone%2F&amp;action_name=%C3%84thiopien%20trauert%20um%2070%20Tote%20nach%20Erdrutsch%20in%20Gamo-Zone&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nach dem tödlichen Erdrutsch in der Gamo-Zone in Südäthiopien hat Äthiopien eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen und die Hilfsmaßnahmen in der Katastrophenregion verstärkt. Die Trauerzeit begann am 14. März. Nach offiziellen Angaben kamen bei dem Unglück mindestens 70 Menschen ums Leben, viele weitere wurden vertrieben. Regierungschef Abiy Ahmed reiste am Samstag in die Region, um der Opfer zu gedenken und sich ein Bild von den laufenden Hilfseinsätzen zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-erdrutsch-im-suden-von-athiopien"><span id="erdrutsch-im-sueden-von-aethiopien">Erdrutsch im Süden von Äthiopien</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die äthiopische Regierung erklärte, der Erdrutsch habe am 10. März mehrere Distrikte der Gamo-Zone getroffen. Betroffen war nach Angaben des Parlaments unter anderem Laka Kebele. In den Tagen danach bestätigten die Behörden den Tod von 70 Menschen. Zugleich liefen Such- und Rettungseinsätze weiter, weil weitere Menschen vermisst wurden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-25736 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDTfK2vXAAAqTJL.jpeg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung sprach den Angehörigen der Opfer sowie den Menschen in der Gamo-Zone und in der Region Südäthiopien ihr Beileid aus. Zugleich wurden hochrangige Vertreter von Bund und Region in das Katastrophengebiet entsandt, um die Notfallmaßnahmen zu koordinieren und betroffene Gemeinden zu unterstützen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlament-ordnet-dreitagige-staatstrauer-an"><span id="parlament-ordnet-dreitaegige-staatstrauer-an">Parlament ordnet dreitägige Staatstrauer an</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das äthiopische Repräsentantenhaus kündigte am 13. März eine dreitägige Staatstrauer an. Grundlage ist nach offiziellen Angaben die Flaggenproklamation Nr. 654/2001. Seit dem 14. März werden die Nationalflaggen an staatlichen Einrichtungen, auf äthiopischen Schiffen und an diplomatischen Vertretungen im Ausland auf halbmast gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Entscheidung reagierten die staatlichen Institutionen auf eines der schwersten Unglücke der vergangenen Tage in Südäthiopien. Das Parlament verwies auf die hohen Opferzahlen und auf die anhaltenden Rettungseinsätze in der Region.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierung-mobilisiert-nothilfe-fur-vertriebene"><span id="regierung-mobilisiert-nothilfe-fuer-vertriebene">Regierung mobilisiert Nothilfe für Vertriebene</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu brachte die Regionalverwaltung gemeinsam mit der Kommission für Katastrophenrisikomanagement Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete. Im Vordergrund stehen Lebensmittel, Unterkunftsmaterial und weitere lebenswichtige Güter für Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich betonten die Behörden, die Hilfe solle nicht auf die unmittelbare Nothilfe beschränkt bleiben. Die Regierung kündigte an, Überlebende auch bei der Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen zu unterstützen. Dazu gehören nach ihren Angaben Maßnahmen, die den Alltag in den betroffenen Distrikten schrittweise wieder normalisieren sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abiy-ahmed-reist-nach-arbaminch"><span id="abiy-ahmed-reist-nach-arbaminch">Abiy Ahmed reist nach Arbaminch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ministerpräsident Abiy Ahmed flog am 14. März nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt nach Arbaminch. Nach Angaben des Büros des Premierministers wollte er dort den Opfern in Arbaminch und in weiteren Gemeinden der Gamo-Zone die Ehre erweisen und laufende Hilfsmaßnahmen vor Ort überprüfen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDX4HLjXwAADrQZ-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-25737 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDX4HLjXwAADrQZ-1024x682.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDX4HLjXwAADrQZ-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDX4HLjXwAADrQZ-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDX4HLjXwAADrQZ-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDX4HLjXwAADrQZ-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDX4HLjXwAADrQZ-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDX4HLjXwAADrQZ.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Später äußerte er sich auch öffentlich zu der Katastrophe. Er sprach von großer Trauer über die Todesopfer des durch Belg-Regen ausgelösten Erdrutsches in Gacho Baba und anderen Distrikten der Gamo-Zone. Zugleich sagte er weitere staatliche Unterstützung zu und forderte Untersuchungen sowie dauerhafte Maßnahmen, um ähnliche Katastrophen künftig besser zu verhindern.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-starke-regenfalle-verscharfen-die-lage"><span id="starke-regenfaelle-verschaerfen-die-lage">Starke Regenfälle verschärfen die Lage</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lage wurde durch tagelange starke Regenfälle zusätzlich verschärft. Überschwemmungen und Erdrutsche trafen mehrere Orte in der Region. Besonders der angeschwollene Kulfo-Fluss setzte Wohngebiete unter Wasser und beschädigte Häuser, landwirtschaftliche Flächen und lokale Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb brachten die Behörden Bewohner aus besonders gefährdeten Gebieten in sicherere Zonen. Zugleich rief die Regierung die Bevölkerung, vor allem in Hochlagen und erosionsgefährdeten Regionen, zu besonderer Vorsicht auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-solidaritat-nimmt-zu"><span id="internationale-solidaritaet-nimmt-zu">Internationale Solidarität nimmt zu</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-24627 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1024x632.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-300x185.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-768x474.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-380x235.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-800x494.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023-1160x716.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Vladimir_Putin_24.06.2023.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mit Beginn der Staatstrauer gingen auch internationale Beileidsbekundungen ein. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach dem äthiopischen Präsidenten Taye Atske-Selassie und Ministerpräsident Abiy Ahmed in einem Schreiben sein Mitgefühl aus. Er übermittelte den Familien der Opfer sein Beileid und wünschte den Verletzten eine rasche Genesung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am selben Tag telefonierte Abiy Ahmed mit Putin. Im Mittelpunkt standen die bilateralen Beziehungen und weitere Themen von gemeinsamem Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/somalia/" type="category" id="42">Somalias</a> Präsident Hassan Sheikh Mohamud kondolierte der äthiopischen Regierung und der Bevölkerung. In einer über soziale Medien verbreiteten Botschaft sprach er den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus und erklärte, Somalia stehe in dieser schwierigen Zeit an der Seite Äthiopiens.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrikanische-union-bekundet-beistand"><span id="afrikanische-union-bekundet-beistand">Afrikanische Union bekundet Beistand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Afrikanische Union reagierte auf die Katastrophe. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, äußerte seine tiefe Bestürzung über die Erdrutsche in der Gamo-Zone. Er sprach der Regierung und der Bevölkerung Äthiopiens sein Beileid aus und bekundete Solidarität mit den betroffenen Gemeinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Youssouf würdigte zudem die Arbeit von Rettungskräften, humanitären Helfern und lokalen Freiwilligen, die in den betroffenen Gebieten im Einsatz sind. Die Kommission der Afrikanischen Union erklärte, sie unterstütze die laufenden Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen während der nationalen Trauerzeit.</p>
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		<title>US-Senatoren wollen Polisario per Gesetz als Terrororganisation einstufen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 12:41:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mehrere republikanische US-Senatoren wollen den außenpolitischen Druck auf die Polisario mit einer neuen Gesetzesinitiative deutlich erhöhen. Am 13.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen%2F&amp;action_name=US-Senatoren%20wollen%20Polisario%20per%20Gesetz%20als%20Terrororganisation%20einstufen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-senatoren-wollen-polisario-per-gesetz-als-terrororganisation-einstufen/">US-Senatoren wollen Polisario per Gesetz als Terrororganisation einstufen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mehrere republikanische US-Senatoren wollen den außenpolitischen Druck auf die Polisario mit einer neuen Gesetzesinitiative deutlich erhöhen. Am 13. März brachten Ted Cruz, Tom Cotton und Rick Scott den „Polisario Front Terrorist Designation Act of 2026“ in den Senat ein. Der Entwurf sieht vor, dass Außenminister Marco Rubio dem Kongress einen Bericht über mögliche Verbindungen der Polisario zu bereits gelisteten iranischen Terrororganisationen vorlegen muss. Wird eine solche Zusammenarbeit bestätigt, soll die Einstufung der Polisario als Terrororganisation folgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der <a href="https://www.congress.gov/bill/119th-congress/senate-bill/4063?overview=closed">Initiative</a> steht damit nicht eine sofortige Einstufung, sondern ein formelles Prüfverfahren mit klarer politischer Stoßrichtung. Für die Debatte um die Westsahara ist der Vorstoß dennoch relevant, weil er das Thema aus der regionalen Ebene stärker in die amerikanische Sicherheits- und Iranpolitik zieht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-berichtspflicht-fur-das-us-aussenministerium"><span id="berichtspflicht-fuer-das-us-aussenministerium">Berichtspflicht für das US-Außenministerium</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="707" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-1024x707.jpg" alt="" class="wp-image-25690 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-1024x707.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-300x207.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-768x530.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-380x262.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-800x553.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003-1160x801.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202603050003.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Gesetzentwurf verpflichtet das US-Außenministerium, den zuständigen Ausschüssen im Senat und im Repräsentantenhaus einen Bericht vorzulegen. Darin soll geklärt werden, ob die Polisario mit iranisch verbundenen Gruppen kooperiert hat, die in den Vereinigten Staaten bereits als Terrororganisationen eingestuft sind. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret geht es um mögliche militärische, logistische und nachrichtendienstliche Unterstützung. Der Bericht soll unter anderem prüfen, ob bewaffnete Hilfe, Waffensysteme, Drohnen, Bauteile für Drohnen oder Aufklärungs- und Zieldaten übermittelt wurden. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, ob aus amerikanischer Sicht nur politische Kontakte bestehen oder ob belastbare Hinweise auf operative Zusammenarbeit vorliegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ted-cruz-verknupft-die-polisario-direkt-mit-iran"><span id="ted-cruz-verknuepft-die-polisario-direkt-mit-iran">Ted Cruz verknüpft die Polisario direkt mit Iran</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="654" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-1024x654.jpg" alt="" class="wp-image-25688 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-1024x654.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-300x191.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-768x490.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-380x243.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-800x511.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491-1160x740.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Ted_Cruz_in_El_Salvador_in_August_2025_54747144491.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ted Cruz formulierte den <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/" type="post" id="24300">Vorstoß</a> in scharfen Worten. Er erklärte, das iranische Regime versuche, die Polisario in eine Art Huthi-Struktur in Westafrika zu verwandeln. Nach seiner Darstellung arbeite die Polisario mit iranischen Terrorgruppen zusammen, erhalte Drohnen von den Revolutionsgarden und transportiere Waffen im Interesse Teherans.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Aussagen verschärft Cruz die Tonlage in einer Debatte, die in Washington seit Monaten an Fahrt gewinnt. Der Gesetzentwurf verlangt deshalb nicht nur eine Prüfung, sondern zielt im Fall einer Bestätigung ausdrücklich auf weitreichende Antiterror-Sanktionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sanktionen-waren-weitreichend"><span id="sanktionen-waeren-weitreichend">Sanktionen wären weitreichend</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte es zu einer Terror-Einstufung kommen, hätte das erhebliche praktische Folgen. In der Mitteilung zur Gesetzesinitiative heißt es, die Polisario und ihre Führung würden dann vom Zugang zum globalen Finanzsystem, zu internationalen Reisen und zu weiteren Ressourcen abgeschnitten, die für ihre Aktivitäten wichtig sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verbinden die Initiatoren des Vorstoßes sicherheitspolitische und finanzielle Hebel. Aus einem politischen Konflikt um Statusfragen in Nordwestafrika würde aus Sicht der USA noch deutlicher ein Fall für Sanktions- und Terrorrecht.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neuer-vorstoss-baut-auf-fruheren-initiativen-auf"><span id="neuer-vorstoss-baut-auf-frueheren-initiativen-auf">Neuer Vorstoß baut auf früheren Initiativen auf</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="820" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-820x1024.jpg" alt="" class="wp-image-25689 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-820x1024.jpg 820w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-240x300.jpg 240w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-768x959.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-1230x1536.jpg 1230w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-1640x2048.jpg 1640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-380x474.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-800x999.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5-1160x1448.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Joe_Wilson_official_congressional_photo_4x5.jpg 1894w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle Gesetzentwurf kommt nicht aus dem Nichts. Bereits am 24. Juni 2025 hatten der <a href="https://fokus-afrika.de/kongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus/" type="post" id="13864">Republikaner Joe Wilson</a> und der Demokrat Jimmy Panetta im Repräsentantenhaus einen Vorstoß eingebracht, der ebenfalls auf Sanktionen gegen die Polisario zielte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Schritt im Senat erhöht nun den politischen Druck, auch wenn solche Vorlagen im Kongress häufig ein langes Gesetzgebungsverfahren durchlaufen. Ob der Entwurf tatsächlich beide Kammern passiert, bleibt offen. Neu ist vor allem, dass die Forderung nun von Senatoren mit direktem Verweis auf Iran, Drohnen und sicherheitspolitische Risiken für die USA und ihre Verbündeten vorgetragen wird.  </p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-marokko-sieht-sich-in-seiner-linie-bestatigt"><span id="marokko-sieht-sich-in-seiner-linie-bestaetigt">Marokko sieht sich in seiner Linie bestätigt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Marokko greift die Initiative ein Argument auf, das Rabat seit Jahren vorträgt. Die marokkanische Regierung hatte ihre <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-verurteilt-iranische-raketenangriffe-und-sichert-golfstaaten-unterstuetzung-zu/" type="post" id="25224">diplomatischen Beziehungen</a> zu Iran bereits am 1. Mai 2018 abgebrochen und den Schritt damals mit militärischer Unterstützung der Hisbollah für die Polisario begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorstoß aus Washington knüpft daran an und verleiht diesen Vorwürfen neue politische Sichtbarkeit in den USA. Im Kern geht es dabei um die Frage, ob die Polisario in der amerikanischen Debatte künftig nicht mehr nur als <a href="https://fokus-afrika.de/westsahara-usa-bringen-marokko-algerien-polisario-und-mauretanien-an-einen-tisch/">Konfliktpartei</a> in der Westsahara, sondern zunehmend als Teil eines größeren sicherheitspolitischen Gefüges rund um Iran betrachtet wird.</p>
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			<media:title type="html">Matthew_Anderson_Senate_Confirmation_Hearing_(NHQ202603050003)</media:title>
			<media:description type="html">Sen. Ted Cruz, R-Texas, Chairman of the Senate Committee on Commerce, Science, and Transportation, questions Matthew Anderson, President Trumps&#039; nominee to be Deputy Administrator of the National Aeronautics and Space Administration, during a confirmation hearing, Thursday, March 5, 2026, at the Russell Senate Office Building in Washington. Photo Credit: (NASA/Bill Ingalls)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Niger weist EU-Resolution zur Freilassung von Ex-Präsident Bazoum zurück</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/niger-weist-eu-resolution-zur-freilassung-von-ex-praesident-bazoum-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 22:36:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Niger]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Regierung des Niger hat eine Resolution des Europäisches Parlament zur Freilassung des gestürzten Präsidenten Mohamed Bazoum scharf zurückgewiesen und der Europäischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fniger-weist-eu-resolution-zur-freilassung-von-ex-praesident-bazoum-zurueck%2F&amp;action_name=Niger%20weist%20EU-Resolution%20zur%20Freilassung%20von%20Ex-Pr%C3%A4sident%20Bazoum%20zur%C3%BCck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/niger-weist-eu-resolution-zur-freilassung-von-ex-praesident-bazoum-zurueck/">Niger weist EU-Resolution zur Freilassung von Ex-Präsident Bazoum zurück</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung des Niger hat eine Resolution des Europäisches Parlament zur Freilassung des gestürzten Präsidenten Mohamed Bazoum scharf zurückgewiesen und der Europäischen Union „Einmischung“ in innere Angelegenheiten vorgeworfen. Wenige Stunden nach der Abstimmung in Straßburg wurde die amtierende Leiterin der EU-Delegation in Niamey, Nicoletta Avella, ins Außenministerium einbestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaisches-parlament-fordert-freilassung-bazoums"><span id="europaeisches-parlament-fordert-freilassung-bazoums">Europäisches Parlament fordert Freilassung Bazoums</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten des Europäisches Parlament verabschiedeten am 12. März eine Resolution, in der sie die „willkürliche Inhaftierung“ des ehemaligen Präsidenten und seiner Ehefrau verurteilen und ihre „sofortige und bedingungslose Freilassung“ verlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text wurde mit großer Mehrheit angenommen. Insgesamt stimmten 524 Abgeordnete dafür, zwei dagegen, während sich 29 enthielten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-450073-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25631 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-450073-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-450073-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-450073-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-450073-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-450073-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-450073-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-450073.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bazoum war am 26. Juli 2023 durch einen Militärputsch gestürzt worden. Seitdem wird er gemeinsam mit seiner Ehefrau in der Präsidentenresidenz in Niamey festgehalten. Die Resolution äußert außerdem Sorge über Berichte, wonach der frühere Präsident nur eingeschränkten Zugang zu Anwälten, Familienkontakten und medizinischer Versorgung habe.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-niamey-spricht-von-paternalistischer-haltung-der-eu"><span id="niamey-spricht-von-paternalistischer-haltung-der-eu">Niamey spricht von „paternalistischer“ Haltung der EU</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung in Niger reagierte unmittelbar auf die Entscheidung des Europäischen Parlaments. Das Außenministerium bestellte Nicoletta Avella, die derzeit die EU-Delegation in Niamey leitet, ein und übergab ihr eine offizielle Protestnote.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.actuniger.com/politique/21842-resolution-du-parlement-europeen-sur-le-cas-bazoum-niamey-denonce-une-ingerence-et-sindigne-contre-lattitude-paternaliste-et-condescendante-de-lue.html">Angaben</a> der Diplomatie des Niger sollte der EU-Vertreterin damit die „Empörung der Regierung“ über die Resolution mitgeteilt werden. In dem Schreiben verurteilte Niamey die Entscheidung der europäischen Abgeordneten als „Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Niger“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung erklärte zudem, sie lehne eine „paternalistische und herablassende Haltung der Europäischen Union“ ab und werde „keine Anweisungen akzeptieren, von wo auch immer sie kommen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-angespannte-beziehungen-seit-dem-militarputsch"><span id="angespannte-beziehungen-seit-dem-militaerputsch">Angespannte Beziehungen seit dem Militärputsch</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Sturz Bazoums im Juli 2023 sind die Beziehungen zwischen Niger und der Europäische Union stark belastet. Nach dem Putsch setzte die EU einen <a href="https://fokus-afrika.de/eu-zieht-botschafter-aus-niger-ab/" type="post" id="12749">Großteil ihrer Zusammenarbeit mit dem Sahelstaat aus</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Monaten gab es <a href="https://fokus-afrika.de/geopolitische-dynamiken-in-niger-russland-verstaerkt-einfluss-spannungen-mit-der-eu/" type="post" id="12877">vorsichtige diplomatische Kontakte</a>, die auf eine mögliche Wiederannäherung hindeuteten. Beobachter sehen jedoch das Risiko, dass die neue Resolution die Spannungen erneut verschärfen könnte.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-12878 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100-1536x864.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/tiani-100.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Machtwechsel brachte den Nationalen Rat zur Sicherung des Vaterlandes an die Spitze des Staates. Dessen Vorsitzender, General Abdourahamane Tiani, übernahm anschließend die <a href="https://fokus-afrika.de/10-jahre-militaerische-uebergangszeit-in-niger-moeglich/">Führung des Landes als Übergangspräsident.</a></p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eu-verweist-auf-menschenrechte-und-demokratische-ordnung"><span id="eu-verweist-auf-menschenrechte-und-demokratische-ordnung">EU verweist auf Menschenrechte und demokratische Ordnung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-844068-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25632 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-844068-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-844068-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-844068-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-844068-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-844068-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-844068-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/P060245-844068.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der verabschiedeten Resolution betonen die Abgeordneten, dass Bazoum der demokratisch gewählte Präsident gewesen sei. Sie äußern außerdem Sorge über Einschränkungen für politische Opposition, Zivilgesellschaft und Medien seit dem Putsch.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich ruft das Parlament die EU-Mitgliedstaaten, die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/" type="post_tag" id="352">Afrikanische Union</a> und weitere internationale Akteure auf, ihre diplomatischen Bemühungen zur Freilassung des ehemaligen Staatschefs zu verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel verweist der Text auf die verschlechterte Sicherheits- und humanitäre Lage in der Sahelregion sowie auf die Bedeutung demokratischer Institutionen für die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Stabilität der Region</a>.</p>
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			<media:description type="html">Bild: ORTN - Télé Sahel</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Senegals Parlament verdoppelt Strafen gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/senegals-parlament-verdoppelt-strafen-gegen-gleichgeschlechtliche-beziehungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 19:56:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Senegals Nationalversammlung hat eine Gesetzesverschärfung beschlossen, die die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen von fünf auf zehn Jahre Haft&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsenegals-parlament-verdoppelt-strafen-gegen-gleichgeschlechtliche-beziehungen%2F&amp;action_name=Senegals%20Parlament%20verdoppelt%20Strafen%20gegen%20gleichgeschlechtliche%20Beziehungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-parlament-verdoppelt-strafen-gegen-gleichgeschlechtliche-beziehungen/">Senegals Parlament verdoppelt Strafen gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Senegals Nationalversammlung hat eine Gesetzesverschärfung beschlossen, die die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen von fünf auf zehn Jahre Haft anhebt. Das neue Gesetz sieht zudem Strafen für die Förderung oder Finanzierung solcher Beziehungen vor. Der Text wurde am Mittwoch mit breiter Mehrheit verabschiedet und muss nun noch von Präsident Bassirou Diomaye Faye unterzeichnet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus der Parlamentsdebatte stimmten 135 Abgeordnete für das Gesetz, es gab keine Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Die Verschärfung erfolgt vor dem Hintergrund jüngster Festnahmen im Zusammenhang mit den bereits bestehenden Anti-LGBTQ-Bestimmungen des Landes.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-haftstrafen-und-geldbussen-werden-deutlich-erhoht"><span id="haftstrafen-und-geldbussen-werden-deutlich-erhoeht">Haftstrafen und Geldbußen werden deutlich erhöht</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="666" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMClSpbgAAOyIo.jpeg" alt="" class="wp-image-25624 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMClSpbgAAOyIo.jpeg 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMClSpbgAAOyIo-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMClSpbgAAOyIo-768x511.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMClSpbgAAOyIo-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/HDMClSpbgAAOyIo-800x533.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz stellt sogenannte „widernatürliche Handlungen“, ein in Senegal verwendeter Begriff für gleichgeschlechtliche Beziehungen, künftig mit Freiheitsstrafen von fünf bis zehn Jahren unter Strafe. Bislang lag der Strafrahmen bei einem bis fünf Jahren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich werden Geldbußen von zwei bis zehn Millionen CFA-Franc vorgesehen. Zuvor lagen die vorgesehenen Geldstrafen zwischen 100.000 und 1,5 Millionen CFA-Franc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer nach dem neuen Text für gleichgeschlechtliche Beziehungen eintritt oder sie fördert, muss mit drei bis sieben Jahren Haft rechnen. Auch die Finanzierung solcher Beziehungen wird strafrechtlich erfasst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-festnahmewelle-seit-februar"><span id="festnahmewelle-seit-februar">Festnahmewelle seit Februar</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Medien berichten seit Februar über zahlreiche Festnahmen auf Grundlage der bestehenden Anti-LGBTQ-Gesetze. Zu <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-justizministerin-nennt-26-inhaftierte-wegen-homosexualitaet/">Beginn dieser jüngsten Serie von Verhaftungen</a> nahm die Polizei zwölf Männer fest, darunter zwei bekannte Persönlichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berichten zufolge stützten sich Festnahmen häufig auf Anschuldigungen und auf Durchsuchungen von Mobiltelefonen. Die Namen der Festgenommenen wurden demnach vielfach öffentlich gemacht.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="599" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/assemblee-nationale-Senegal.jpg" alt="Assemblee Nationale Senegal" class="wp-image-10811 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der neue Gesetzestext enthält zugleich eine Bestimmung gegen unbelegte Beschuldigungen. Wer einer anderen Person gleichgeschlechtliche Handlungen „ohne Beweise“ vorwirft, kann ebenfalls belangt werden.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-und-gesellschaftliche-debatte-verscharft-sich"><span id="politische-und-gesellschaftliche-debatte-verschaerft-sich">Politische und gesellschaftliche Debatte verschärft sich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesetzesverschärfung war ein Wahlversprechen von Präsident Bassirou Diomaye Faye und Premierminister Ousmane Sonko. Sonko hatte angekündigt, gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen schärfer vorzugehen. Nach den vorliegenden Informationen behält das Delikt jedoch weiterhin seinen bisherigen strafrechtlichen Status.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">🇸🇳 L&#39;Assemblée nationale sénégalaise a voté mercredi une loi qui double les peines réprimant les relations homosexuelles, punies désormais de cinq à dix ans de prison, sur fond de vague d&#39;homophobie et d&#39;arrestations pour homosexualité présumée ⤵️ <a href="https://t.co/pyXd2XakOt">pic.twitter.com/pyXd2XakOt</a></p>— Agence France-Presse (@afpfr) <a href="https://twitter.com/afpfr/status/2032037836728181131?ref_src=twsrc%5Etfw">March 12, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Regierungssprecher Amadou Moustapha Ndieck Sarré erklärte, die Mehrheit der senegalesischen Bevölkerung lehne Homosexualität ab. Konservative Bewegungen hatten seit längerem strengere Gesetze gefordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Parlamentsdebatte sagte die Abgeordnete Diaraye Ba: „Homosexuelle werden in diesem Land nicht mehr frei atmen. Homosexuelle werden in diesem Land keine Meinungsfreiheit mehr haben.“ Die Äußerung wurde nach den vorliegenden Berichten von Teilen des Plenums mit Beifall aufgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesundheitsakteure-warnen-vor-folgen-fur-hiv-arbeit"><span id="gesundheitsakteure-warnen-vor-folgen-fuer-hiv-arbeit">Gesundheitsakteure warnen vor Folgen für HIV-Arbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zusammenhang mit den jüngsten Festnahmen wurden einzelnen Betroffenen auch Vorwürfe gemacht, HIV absichtlich übertragen zu haben. Das hat die öffentliche Debatte weiter verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich äußerten sich Stimmen aus dem Gesundheitsbereich besorgt. Safiétou Thiam vom Nationalen Rat zur Bekämpfung von Aids erklärte laut BBC News Afrique, die aktuelle Entwicklung könne die Ergebnisse jahrzehntelanger Arbeit im Kampf gegen HIV gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Gesundheitsministeriums leben in Senegal zwischen 42.000 und 44.000 Menschen mit HIV. Die Prävalenz unter Erwachsenen liegt demnach bei etwa 0,3 Prozent.</p>
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			<media:description type="html">Assemblee Nationale Senegal</media:description>
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		<item>
		<title>Madagaskars Präsident entlässt Premierminister und Regierung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/madagaskars-praesident-entlaesst-premierminister-und-regierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 12:21:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Putsch]]></category>
		<category><![CDATA[Übergangsregierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Präsident von Madagaskar hat Premierminister Herintsalama Rajaonarivelo und das gesamte Kabinett entlassen. Die Entscheidung fällt wenige Monate nach dem Machtwechsel infolge der Protestbewegung gegen den früheren Präsidenten Andry Rajoelina.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmadagaskars-praesident-entlaesst-premierminister-und-regierung%2F&amp;action_name=Madagaskars%20Pr%C3%A4sident%20entl%C3%A4sst%20Premierminister%20und%20Regierung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Madagaskars Präsident Michael Randrianirina hat Premierminister Herintsalama Rajaonarivelo und die gesamte Regierung ihres Amtes enthoben. Das Präsidialamt teilte mit, dass das Kabinett aufgelöst wurde und ein neuer Regierungschef nach den verfassungsrechtlichen Verfahren ernannt werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung wurde am 9. März in einer <a href="https://madagascar-tribune.com/Le-gouvernement-dissout-une-demi-victoire-pour-la-Gen-Z-et-Y.html">offiziellen Mitteilung</a> der Präsidentschaft bekanntgegeben. Bis zur Bildung einer neuen Regierung übernehmen die Generalsekretäre der Ministerien die laufenden Amtsgeschäfte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierungsumbildung-wenige-monate-nach-machtwechsel"><span id="regierungsumbildung-wenige-monate-nach-machtwechsel">Regierungsumbildung wenige Monate nach Machtwechsel</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Randrianirina war im Oktober 2025 an die <a href="https://fokus-afrika.de/putsch-in-madagaskar-militaer-uebernimmt-die-macht/" type="post" id="20827">Macht gekommen</a>. Der damalige Oberst übernahm die Präsidentschaft nach <a href="https://fokus-afrika.de/armeeeinheit-schliesst-sich-den-genz-protesten-in-madagaskar-an/" type="post" id="20730">einer Protestbewegung</a>, die vor allem von jungen Aktivisten getragen wurde und den Rücktritt des früheren Präsidenten Andry Rajoelina erzwang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident kündigte nun an, dass in den kommenden Wochen ein neuer Premierminister ernannt werde. Die Ernennung muss nach den geltenden Verfahren mit der Nationalversammlung abgestimmt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wachsende-kritik-aus-jugendbewegungen"><span id="wachsende-kritik-aus-jugendbewegungen">Wachsende Kritik aus Jugendbewegungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Offizielle Gründe für die <a href="https://fokus-afrika.de/herintsalama-rajaonarivelo-wird-neuer-premierminister-in-madagaskar/" type="post" id="21031">Entlassung des Premierministers</a> nannte die Präsidentschaft nicht. In politischen Kreisen wird die Entscheidung jedoch mit zunehmendem Druck aus Teilen der Jugendbewegungen in Verbindung gebracht.</p>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">Der entlassene Premierminister Herintsalama Rajaonarivelo. Bild: Präsidentschaft Madagaskar</span>   </figcaption>


<p class="wp-block-paragraph">Aktivisten der sogenannten Generation Z hatten Anfang März die Regierung öffentlich kritisiert. Vertreter der Bewegung erklärten, viele der während der Proteste angekündigten politischen Veränderungen seien bisher nicht umgesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Aktivisten warfen der Regierung zudem vor, dass weiterhin Persönlichkeiten aus dem Umfeld des früheren Präsidenten Einfluss auf politische Entscheidungen ausübten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderungen-nach-institutionellen-reformen"><span id="forderungen-nach-institutionellen-reformen">Forderungen nach institutionellen Reformen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Protestbewegung forderte zuletzt weitreichende institutionelle Veränderungen. Dazu zählen nach ihren Angaben die Auflösung der Nationalversammlung, der unabhängigen Wahlkommission sowie des Verfassungsgerichts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Generation Z und der Generation Y erklärten, diese Institutionen würden nach ihrer Ansicht tiefgreifende politische Reformen behindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele der Aktivisten gehörten bereits zu den zentralen Organisatoren der Proteste im September 2025, die schließlich zum Machtwechsel in Antananarivo führten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlament-spielt-rolle-bei-ernennung-des-neuen-regierungschefs"><span id="parlament-spielt-rolle-bei-ernennung-des-neuen-regierungschefs">Parlament spielt Rolle bei Ernennung des neuen Regierungschefs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bildung einer neuen Regierung hängt nun von den Mehrheitsverhältnissen im Parlament ab. Die Nationalversammlung muss Kandidaten für das Amt des Premierministers vorschlagen, bevor der Präsident eine Ernennung vornehmen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mehrheit im Parlament besteht aus Abgeordneten, die ursprünglich dem früheren Präsidenten Rajoelina nahestanden, nach dem politischen Umbruch jedoch ihre Unterstützung für die neue Führung erklärten.</p>
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		<title>Ex-Präsidentin Sirleaf fordert Staatsbürgerschaft für Weiße</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ex-praesidentin-sirleaf-fordert-staatsbuergerschaft-fuer-weisse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 20:47:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liberia]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die frühere Präsidentin Liberias, Ellen Johnson Sirleaf, hat das Parlament ihres Landes zu umfassenden Verfassungsreformen aufgerufen. In einer&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fex-praesidentin-sirleaf-fordert-staatsbuergerschaft-fuer-weisse%2F&amp;action_name=Ex-Pr%C3%A4sidentin%20Sirleaf%20fordert%20Staatsb%C3%BCrgerschaft%20f%C3%BCr%20Wei%C3%9Fe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die frühere Präsidentin Liberias, Ellen Johnson Sirleaf, hat das Parlament ihres Landes zu umfassenden Verfassungsreformen aufgerufen. In einer <a href="https://frontpageafricaonline.com/news/liberia-ex-president-sirleaf-urges-legislature-to-lead-constitutional-reform-calls-for-citizenship-rights-for-non-negroes-in-historic-address/">Rede</a> vor dem Repräsentantenhaus in Monrovia forderte sie insbesondere eine Änderung der Bestimmung, die die liberianische Staatsbürgerschaft auf Personen „schwarzer Abstammung“ beschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sirleaf verwies auf Artikel 27(b) der Verfassung von 1986. Dieser legt fest, dass nur Personen „negroider Herkunft oder schwarzer Abstammung“ die Staatsbürgerschaft Liberias durch Geburt oder Einbürgerung erhalten können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-rassischer-beschrankung-der-staatsburgerschaft"><span id="kritik-an-rassischer-beschraenkung-der-staatsbuergerschaft">Kritik an rassischer Beschränkung der Staatsbürgerschaft</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sirleaf erklärte vor den Abgeordneten, diese Regelung entspreche nicht mehr den politischen und gesellschaftlichen Realitäten des Landes.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-25473 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-2048x1365.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/G_B41ORWgAAMhxq-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Liberia ist heute weiter als zur Zeit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1847“, sagte sie. Deshalb müsse das Land strukturelle Reformen vornehmen, um mit der Entwicklung anderer afrikanischer Staaten Schritt zu halten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehemalige Präsidentin bezeichnete die Klausel als diskriminierende Bestimmung und forderte das Parlament auf, eine entsprechende Verfassungsänderung einzuleiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-debatte-uber-staatsburgerschaftsrecht"><span id="debatte-ueber-staatsbuergerschaftsrecht">Debatte über Staatsbürgerschaftsrecht</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Liberia wurde 1847 von ehemaligen afroamerikanischen Sklaven gegründet. Die Staatsbürgerschaft wurde historisch an Personen afrikanischer Abstammung gebunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren wurden einzelne Regelungen bereits reformiert. Das Parlament änderte unter anderem das Staatsbürgerschaftsgesetz von 1973, um Doppelstaatsbürgerschaft für gebürtige Liberianer zu ermöglichen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Liberian_Capitol_Building.jpg" alt="" class="wp-image-25476 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Liberian_Capitol_Building.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Liberian_Capitol_Building-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Liberian_Capitol_Building-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Liberian_Capitol_Building-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Liberian_Capitol_Building-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Liberian_Capitol_Building-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Liberian_Capitol_Building-800x600.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2024 beschloss das Repräsentantenhaus zudem eine Gesetzesänderung, die es Liberianern im Ausland erleichtert, bei Wahlen zu kandidieren, ohne ihre zweite Staatsbürgerschaft frühzeitig aufgeben zu müssen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser Reformen bestehen weiterhin Einschränkungen. Doppelstaatsbürger dürfen beispielsweise keine bestimmten hohen Staatsämter übernehmen, darunter das Präsidentenamt, das Finanz- oder Verteidigungsministerium sowie die Leitung der Zentralbank.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-warnung-vor-landkonflikten"><span id="warnung-vor-landkonflikten">Warnung vor Landkonflikten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71117324-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25474 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71117324-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71117324-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71117324-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71117324-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71117324-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71117324-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/UN71117324.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben der Verfassungsdebatte warnte Sirleaf vor zunehmenden Landkonflikten im Land. Sie erklärte, große Landflächen würden von Institutionen oder Einzelpersonen gehalten, ohne genutzt zu werden, während andere Menschen Land besetzten, das ihnen nicht gehöre.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Konflikte könnten nach ihren Worten zu größeren gesellschaftlichen Spannungen führen, wenn staatliche Institutionen die Streitigkeiten nicht klären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreter der Liberia Land Authority hatten zuvor ebenfalls vor möglichen Konflikten gewarnt, insbesondere in den bevölkerungsreichen Regionen Bong und Nimba.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-infrastruktur-und-frauenreprasentation"><span id="kritik-an-infrastruktur-und-frauenrepraesentation">Kritik an Infrastruktur und Frauenrepräsentation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sirleaf äußerte zudem Besorgnis über den Zustand der Infrastruktur in der Hauptstadt Monrovia. Wichtige Straßen und Gebäude spiegelten nach ihren Worten nicht mehr das Bild wider, das Liberia international vermitteln wolle.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tenth_WTO_Ministerial_Conference_-_Day_2_-_Plenary_session_23780732686-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25475 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tenth_WTO_Ministerial_Conference_-_Day_2_-_Plenary_session_23780732686-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tenth_WTO_Ministerial_Conference_-_Day_2_-_Plenary_session_23780732686-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tenth_WTO_Ministerial_Conference_-_Day_2_-_Plenary_session_23780732686-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tenth_WTO_Ministerial_Conference_-_Day_2_-_Plenary_session_23780732686-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tenth_WTO_Ministerial_Conference_-_Day_2_-_Plenary_session_23780732686-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tenth_WTO_Ministerial_Conference_-_Day_2_-_Plenary_session_23780732686-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tenth_WTO_Ministerial_Conference_-_Day_2_-_Plenary_session_23780732686.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die geringe Beteiligung von Frauen im Parlament kritisierte sie deutlich. Im 73 Sitze umfassenden Repräsentantenhaus sind derzeit neun Frauen vertreten, im 30 Mitglieder starken Senat zwei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sirleaf forderte gesetzliche Maßnahmen, um die politische Beteiligung von Frauen zu erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Richard Nagbe Koon, erklärte, das Parlament sei bereit, zentrale Gesetze zu überprüfen und Reformen zu diskutieren.</p>
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			<media:description type="html">Day 2 of the 10th WTO Ministerial Conference, Nairobi, 16 December 2015.  Photos may be reproduced provided attribution is given to the WTO and the WTO is informed.  Photos: © WTO. Courtesy of Admedia Communication.</media:description>
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		<item>
		<title>Äthiopien startet Wählerregistrierung für Parlamentswahl 2026</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aethiopien-startet-waehlerregistrierung-fuer-parlamentswahl-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 20:15:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Äthiopien hat mit der Registrierung von Wählerinnen und Wählern für die Parlamentswahl am 1. Juni 2026 begonnen. Die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faethiopien-startet-waehlerregistrierung-fuer-parlamentswahl-2026%2F&amp;action_name=%C3%84thiopien%20startet%20W%C3%A4hlerregistrierung%20f%C3%BCr%20Parlamentswahl%202026&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Äthiopien hat mit der Registrierung von Wählerinnen und Wählern für die Parlamentswahl am 1. Juni 2026 begonnen. Die Nationale Wahlbehörde Äthiopiens (National Election Board of Ethiopia, NEBE) setzte für den Registrierungsprozess eine Frist bis zum 7. April fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Registrierung folgt auf die bereits abgeschlossene Kandidatenmeldung. Insgesamt haben sich 10.934 Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl registriert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehr-als-10-000-kandidaten-fur-nationale-und-regionale-mandate"><span id="mehr-als-10-000-kandidaten-fuer-nationale-und-regionale-mandate">Mehr als 10.000 Kandidaten für nationale und regionale Mandate</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.thereporterethiopia.com/49609/">Angaben</a> der Wahlbehörde treten rund 2.198 Kandidaten für Sitze im nationalen Parlament, dem House of Peoples’ Representatives, an. Weitere 8.736 Kandidaten bewerben sich um Mandate in Regionalräten und Stadtverwaltungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="363" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/497500381_1149032097263783_705059850343913922_n-1024x363.jpg" alt="" class="wp-image-25462 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/497500381_1149032097263783_705059850343913922_n-1024x363.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/497500381_1149032097263783_705059850343913922_n-300x106.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/497500381_1149032097263783_705059850343913922_n-768x272.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/497500381_1149032097263783_705059850343913922_n-380x135.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/497500381_1149032097263783_705059850343913922_n-800x284.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/497500381_1149032097263783_705059850343913922_n-1160x411.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/497500381_1149032097263783_705059850343913922_n.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Kandidaten liegt damit deutlich über der vorherigen Parlamentswahl im Jahr 2021, bei der 8.209 Bewerber registriert waren.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kandidaten stammen aus 47 politischen Parteien, darunter zwei Parteienbündnisse und eine politische Front. Zusätzlich treten mindestens 73 unabhängige Kandidaten an, darunter vier Frauen. Rund drei Viertel der Kandidaten sind Männer.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlbehorde-sieht-logistische-herausforderungen"><span id="wahlbehoerde-sieht-logistische-herausforderungen">Wahlbehörde sieht logistische Herausforderungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlbehörde hatte ursprünglich geplant, die Wählerregistrierung bereits im Februar zu starten. Der Zeitplan wurde jedoch angepasst. Mit dem Beginn am 7. März verbleiben nach Angaben der NEBE nur noch 87 Tage bis zur Wahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorsitzende der Wahlbehörde, Melatwork Hailu, erklärte bei einer Pressekonferenz, die Organisation der Registrierung stehe vor logistischen Herausforderungen. Wahlmaterialien seien bereits in regionale Zentren geliefert worden, der Transport in einzelne Distrikte sei jedoch teilweise schwierig.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="405" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/National_Election_Board_of_Ethiopia_logo.svg.png" alt="" class="wp-image-25461 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/National_Election_Board_of_Ethiopia_logo.svg.png 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/National_Election_Board_of_Ethiopia_logo.svg-300x127.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/National_Election_Board_of_Ethiopia_logo.svg-768x324.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/National_Election_Board_of_Ethiopia_logo.svg-380x160.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/National_Election_Board_of_Ethiopia_logo.svg-800x338.png 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Wahlbehörde hätten einige Regionalverwaltungen bislang nicht die notwendigen Transportkapazitäten bereitgestellt, um Materialien in abgelegene Gebiete zu bringen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-in-einigen-regionen"><span id="sicherheitslage-in-einigen-regionen">Sicherheitslage in einigen Regionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben logistischen Fragen beschäftigt die Wahlbehörde auch die Sicherheitslage in mehreren Landesteilen. Melatwork erklärte, dass einige Wahllokale aufgrund möglicher Risiken kategorisiert worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Behörde unterscheidet dabei zwischen Wahllokalen mit niedrigem, mittlerem und hohem Sicherheitsrisiko. Vertreter der Wahlbehörde und der politischen Parteien wollen in weiteren Gesprächen über diese Einstufungen beraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oppositionsparteien äußerten zuletzt Zweifel an den Voraussetzungen für eine landesweite Wahl. Die Wahlbehörde erklärte hingegen, dass die Bedingungen grundsätzlich geeignet seien, um die Abstimmung durchzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kontroversen bestehen weiterhin um Wahlkreise in Gebieten, die zwischen den <a href="https://fokus-afrika.de/tigray-gibt-es-bald-krieg-zwischen-aethiopien-und-eritrea/" type="post" id="24540">Regionalstaaten Tigray</a> und Amhara umstritten sind. Die Wahlbehörde äußerte sich zu dieser Frage nicht.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko setzt Parlamentswahl für den 23. September 2026 an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-setzt-parlamentswahl-fuer-den-23-september-2026-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 21:03:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Marokko hat den Termin für die nächsten Parlamentswahlen festgelegt.Die Wahl zur Erneuerung der Abgeordnetenkammer soll am Mittwoch, dem&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-setzt-parlamentswahl-fuer-den-23-september-2026-an%2F&amp;action_name=Marokko%20setzt%20Parlamentswahl%20f%C3%BCr%20den%2023.%20September%202026%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Marokko hat den Termin für die nächsten Parlamentswahlen festgelegt.<br>Die Wahl zur Erneuerung der Abgeordnetenkammer soll am Mittwoch, dem 23. September 2026, stattfinden. Die Entscheidung gab Regierungssprecher Mustapha Baitas nach einer Sitzung des Regierungsrats bekannt. Gewählt werden die Mitglieder der Abgeordnetenkammer für eine neue Legislaturperiode.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlkampf-startet-am-10-september"><span id="wahlkampf-startet-am-10-september">Wahlkampf startet am 10. September</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der offizielle Wahlkampf beginnt am Donnerstag, dem 10. September 2026. Er endet um Mitternacht in der Nacht vom Dienstag, dem 22. September, auf den Mittwoch, den 23. September.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="521" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement-2.jpeg" alt="" class="wp-image-25378 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement-2.jpeg 700w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement-2-300x223.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement-2-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement-2-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Parlement-2-380x283.jpeg 380w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentswahl bestimmt die Zusammensetzung der Abgeordnetenkammer, die Teil des marokkanischen Parlaments ist. Die Abgeordnetenkammer wird in allgemeinen Wahlen gewählt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parteien-stellen-sich-auf-das-wahljahr-ein"><span id="parteien-stellen-sich-auf-das-wahljahr-ein">Parteien stellen sich auf das Wahljahr ein</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Terminsetzung fällt in eine Phase interner Weichenstellungen in der Parteienlandschaft. Anfang Februar 2026 <a href="https://fr.hespress.com/461712-rni-elu-sans-rival-chaouki-prend-la-releve-dakhannouch.html">wählte</a> die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/parteien/" type="post_tag" id="545">Regierungspartei</a> Rassemblement National des Indépendants (RNI) den bisherigen Fraktionsvorsitzenden Mohamed Chaouki zum neuen Parteivorsitzenden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="536" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RVwCMlJa-1024x536.jpeg" alt="" class="wp-image-25377 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RVwCMlJa-1024x536.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RVwCMlJa-300x157.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RVwCMlJa-768x402.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RVwCMlJa-380x199.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RVwCMlJa-800x419.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RVwCMlJa-1160x607.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/RVwCMlJa.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Chaouki folgt auf Aziz Akhannouch. Der Parteitag fand in El Jadida statt. Chaouki trat als einziger Kandidat an. Akhannouch ordnete den Führungswechsel als Teil der Vorbereitung auf die politischen Termine des Jahres 2026 ein.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abgeordnetenkammer-als-zentrale-institution-der-gesetzgebung"><span id="abgeordnetenkammer-als-zentrale-institution-der-gesetzgebung">Abgeordnetenkammer als zentrale Institution der Gesetzgebung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Parlament Marokkos besteht aus zwei Kammern. Die Abgeordnetenkammer spielt eine zentrale Rolle in der Gesetzgebung und in der Kontrolle der Regierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem nun festgelegten Wahltermin beginnt für Parteien und Institutionen die formalisierte Vorbereitungsphase auf die Abstimmung im September.</p>
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			<media:title type="html">Parlement&#8211;2</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung sieht Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Tunesien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 18:41:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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<p>Die Bundesregierung bestätigt eine Verschlechterung der menschenrechtlichen Lage in Tunesien und verweist auf wiederholte Verfahren gegen Oppositionelle, Journalisten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20sieht%20Einschr%C3%A4nkungen%20der%20Meinungsfreiheit%20in%20Tunesien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung bestätigt eine Verschlechterung der menschenrechtlichen Lage in Tunesien und verweist auf wiederholte Verfahren gegen Oppositionelle, Journalisten und zivilgesellschaftliche Akteure. Das geht aus ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/043/2104310.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen Einschränkungen der Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit sowie die Zusammenarbeit Deutschlands mit tunesischen Sicherheitsbehörden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ausnahmezustand-bis-ende-2026-verlangert"><span id="ausnahmezustand-bis-ende-2026-verlaengert">Ausnahmezustand bis Ende 2026 verlängert</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-25310 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Tunesien-Fanblock_Nr._1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Bundesregierung garantiert die tunesische Verfassung von 2022 zwar grundlegende Freiheitsrechte. Gleichzeitig werde jedoch seit 2015 ein Ausnahmezustand angewendet, der zuletzt per Präsidialdekret bis Ende 2026 verlängert worden sei.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausnahmezustand ermögliche weitreichende Eingriffe in Freizügigkeit und Versammlungsfreiheit. Zudem komme es <a href="https://fokus-afrika.de/prasidentschaftskandidat-festgenommen-spannungen-vor-den-wahlen-steigen/" type="post" id="9793">regelmäßig zu Verhaftungen</a> und Verfahren gegen oppositionelle Politiker, kritische Journalisten und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen. Auch das Dekret Nr. 54 zur Bekämpfung von Falschinformation und Hassrede werde auf regierungs- oder präsidentenkritische Äußerungen angewendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Belastbare Zahlen zu strafrechtlichen Verfahren gegen Medienschaffende oder Menschenrechtsverteidiger lägen der Bundesregierung nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unhcr-reduziert-prasenz-deutlich"><span id="unhcr-reduziert-praesenz-deutlich">UNHCR reduziert Präsenz deutlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat seine Präsenz in Tunesien im Jahr 2025 nach Angaben der Bundesregierung um rund zwei Drittel des Personals reduziert. In der Folge seien operative Daten zur Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden seltener verfügbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu weiteren Reduzierungen lägen keine Informationen vor. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass sie keine eigene Statistik zu Abfangaktionen auf See oder zu Disembarkationen anderer Staaten führt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zusammenarbeit-im-migrations-und-sicherheitsbereich"><span id="zusammenarbeit-im-migrations-und-sicherheitsbereich">Zusammenarbeit im Migrations- und Sicherheitsbereich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der <a href="https://fokus-afrika.de/wahl-in-tunesien-14-wahlbeteiligung/" type="post" id="11669">angespannten innenpolitischen Lage</a> bezeichnet die Bundesregierung Tunesien als wichtigen Partner in zahlreichen Politikbereichen. Sie begleitet nach eigenen Angaben die Umsetzung des EU-Tunesien-Memorandum of Understanding von Juli 2023 auf EU-Ebene und setzt sich für die Einhaltung menschenrechtlicher und humanitärer Standards ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 bestehen mehrere bilaterale Projekte im Bereich Migration, Sicherheit und Grenzmanagement. Diese Zusammenarbeit reiche von Programmen zur Prävention von Gewalt und Radikalisierung im Strafvollzug bis zu Vorhaben zur regulären Arbeitsmigration zwischen Nordafrika und Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-polizei-ist-in-afrika-im-einsatz/" type="post" id="21271">Bundespolizei beteiligt sich zudem im Rahmen eines EU-Projekts</a> an der Erweiterung der Ausbildungskapazitäten der tunesischen Küstenwache. Eine Militärhilfemission der Bundeswehr in Tunesien besteht derzeit nicht. Die frühere Military Assistance Mission „Fennek“ wurde im Juni 2024 beendet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-menschenrechtliche-risikoanalysen"><span id="menschenrechtliche-risikoanalysen">Menschenrechtliche Risikoanalysen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass die Menschenrechtssituation in Partnerländern laufend beobachtet werde. Bei Planung und Durchführung bilateraler Maßnahmen würden ressortübergreifend Risikoanalysen vorgenommen. Projekte sollten keine Akteure stärken, die an Menschenrechtsverletzungen beteiligt seien.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Hinweise darauf, dass von Deutschland bereitgestellte Ausrüstung bei sogenannten „Desert Dumps“ oder kollektiven Zurückweisungen eingesetzt worden sei, lägen der Bundesregierung nicht vor.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstreicht, dass sie in Gesprächen mit der tunesischen Regierung regelmäßig die Einhaltung menschenrechtlicher Standards anmahnt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien%2F&action_name=Bundesregierung%20sieht%20Einschr%C3%A4nkungen%20der%20Meinungsfreiheit%20in%20Tunesien&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-sieht-einschraenkungen-der-meinungsfreiheit-in-tunesien/">Bundesregierung sieht Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Tunesien</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Tunesien-Fanblock_Nr._1</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>338.673 Ausweisungen registriert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/338-673-ausweisungen-registriert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 13:01:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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<p>In Deutschland sind zum Jahresende 2025 insgesamt 338.673 Ausweisungsverfügungen im Ausländerzentralregister gespeichert. Das geht aus der Antwort der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2F338-673-ausweisungen-registriert%2F&amp;action_name=338.673%20Ausweisungen%20registriert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland sind zum Jahresende 2025 insgesamt 338.673 Ausweisungsverfügungen im Ausländerzentralregister gespeichert. Das geht aus der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/042/2104261.pdf">Antwort</a> der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Allein in den Jahren 2024 und 2025 wurden demnach 9.277 beziehungsweise 8.232 neue Ausweisungen erfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten geben einen umfassenden Überblick über Staatsangehörigkeiten, Aufenthaltsstatus und regionale Verteilung der Betroffenen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mehrheit-der-betroffenen-mannlich"><span id="mehrheit-der-betroffenen-maennlich">Mehrheit der Betroffenen männlich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 338.673 erfassten Personen waren 292.103 männlich, 45.902 weiblich und 16 divers registriert. In 652 Fällen war kein Geschlecht hinterlegt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Stop_deportations_protest_Berlin_2021-02-06_03-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25303 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Stop_deportations_protest_Berlin_2021-02-06_03-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Stop_deportations_protest_Berlin_2021-02-06_03-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Stop_deportations_protest_Berlin_2021-02-06_03-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Stop_deportations_protest_Berlin_2021-02-06_03-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Stop_deportations_protest_Berlin_2021-02-06_03-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Stop_deportations_protest_Berlin_2021-02-06_03-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/Stop_deportations_protest_Berlin_2021-02-06_03.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Altersstruktur zeigt einen deutlichen Schwerpunkt bei Erwachsenen zwischen 36 und 60 Jahren mit 164.158 Personen. Weitere 131.852 Betroffene waren 60 Jahre oder älter. Minderjährige machten nur einen geringen Anteil aus.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abschiebungen-nach-nordafrika"><span id="abschiebungen-nach-nordafrika">Abschiebungen nach Nordafrika </span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Gruppe unter den erfassten Personen stammt aus der Türkei mit 51.635 Fällen. Es folgen Personen mit der im Register noch geführten Staatsangehörigkeit „Jugoslawien (ehemals)“ mit 27.341 Einträgen sowie Staatsangehörige aus der Ukraine mit 18.004 Fällen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere häufig vertretene Herkunftsländer sind Albanien, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a>, Serbien, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a> und Georgien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Jahr 2025 wurden die meisten neuen Ausweisungen gegen Staatsangehörige aus Georgien, Albanien und der Türkei registriert. 2024 standen Albanien, Georgien und die Türkei an der Spitze.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-36-533-personen-weiterhin-aufhaltig"><span id="36-533-personen-weiterhin-aufhaeltig">36.533 Personen weiterhin aufhältig</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von allen erfassten Personen waren zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 36.533 als „aufhältig“ gespeichert. 302.140 galten als „nicht aufhältig“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-24106 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2-1536x1070.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2-380x265.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2-1160x808.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/5011793-2.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung weist darauf hin, dass aus den Registerdaten nicht valide ermittelt werden kann, wie viele Betroffene freiwillig ausgereist oder abgeschoben worden sind. Erfasst ist lediglich, dass 301.323 Personen mit Ausreise und 817 als verstorben gespeichert sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Regional lebten die meisten noch aufhältigen Personen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aufenthaltsstatus-vor-ausweisung"><span id="aufenthaltsstatus-vor-ausweisung">Aufenthaltsstatus vor Ausweisung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von 70.703 Personen war im Register ein vorheriger Aufenthaltsstatus gespeichert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darunter befanden sich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>3.720 mit unbefristetem Aufenthaltsrecht</li>



<li>17.477 mit befristetem Aufenthaltsrecht</li>



<li>16.869 mit Duldung</li>



<li>1.217 mit Aufenthaltsgestattung</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt der letzten Ausweisungsverfügung waren 1.409 Personen als anerkannte Flüchtlinge, Asylberechtigte oder subsidiär Schutzberechtigte erfasst.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-befristete-wirkung-uberwiegt"><span id="befristete-wirkung-ueberwiegt">Befristete Wirkung überwiegt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirkung der Ausweisung ist in der Mehrzahl der Fälle befristet. 314.347 Einträge sind mit befristeter Wirkung gespeichert, 24.326 mit unbefristeter Wirkung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zeitraum 2024 und 2025 wurden drei Maßnahmen nach Paragraf 56 Aufenthaltsgesetz im Kontext der Arbeitsgruppe „Statusrechtliche Begleitmaßnahmen“ im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum registriert.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag reflektiert eigene Rolle in der Außen- , Entwicklung- und Verteidigungspolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-reflektiert-eigene-rolle-in-der-aussen-entwicklung-und-verteidigungspolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 20:53:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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<p>Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat eine aktuelle Ausarbeitung zur Rolle des Parlaments in der Außen-, Entwicklungs-&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-reflektiert-eigene-rolle-in-der-aussen-entwicklung-und-verteidigungspolitik%2F&amp;action_name=Bundestag%20reflektiert%20eigene%20Rolle%20in%20der%20Au%C3%9Fen-%20%2C%20Entwicklung-%20und%20Verteidigungspolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat eine aktuelle Ausarbeitung zur Rolle des Parlaments in der Außen-, Entwicklungs- und Verteidigungspolitik vorgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/1150866/WD-2-006-26_EN.pdf">Mittelpunkt</a> steht die Frage, wie stark der Bundestag in zentrale Entscheidungen der sogenannten „externen Politikfelder“ eingebunden ist. Dazu zählen außenpolitische Maßnahmen, Entwicklungszusammenarbeit sowie Verteidigungspolitik.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-parlamentsmehrheit-als-grundlage-der-regierungspolitik"><span id="parlamentsmehrheit-als-grundlage-der-regierungspolitik">Parlamentsmehrheit als Grundlage der Regierungspolitik</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausarbeitung beschreibt zunächst die institutionelle Verzahnung zwischen Bundesregierung und Parlament. Anders als in präsidentiellen Systemen wird der Bundeskanzler vom Bundestag gewählt. Regierungshandeln ist damit grundsätzlich auf eine parlamentarische Mehrheit gestützt. Dieses Modell wird als „Gewaltenverschränkung“ bezeichnet.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verfügen Bundestag und Ausschüsse über umfassende Kontrollrechte. Minister können vorgeladen werden, Abgeordnete haben Fragerechte. Einschränkungen bestehen nur in eng definierten Kernbereichen exekutiver Eigenverantwortung, etwa bei sensiblen sicherheitsrelevanten Informationen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zentrale-rolle-bei-krieg-einsatzen-und-vertragen"><span id="zentrale-rolle-bei-krieg-einsaetzen-und-vertraegen">Zentrale Rolle bei Krieg, Einsätzen und Verträgen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Bedeutung kommt dem Bundestag bei Fragen von Krieg und Frieden zu. Der sogenannte Verteidigungsfall muss mit einer Zweidrittelmehrheit festgestellt werden. Zudem unterliegen Auslandseinsätze der Bundeswehr grundsätzlich der vorherigen Zustimmung des Parlaments. Diese Parlamentsbeteiligung geht auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1994 zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei völkerrechtlichen Verträgen ist das Parlament eingebunden. Während die Bundesregierung verhandelt, muss der Bundestag zentrale Abkommen ratifizieren, sofern sie die internationalen Beziehungen oder Bundesgesetzgebung betreffen oder europarechtliche Grundlagen verändern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-haushaltsrecht-als-politisches-steuerungsinstrument"><span id="haushaltsrecht-als-politisches-steuerungsinstrument">Haushaltsrecht als politisches Steuerungsinstrument</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres wesentliches Instrument ist das Haushaltsrecht. Der Bundestag entscheidet über die Mittelvergabe und kann so politische Prioritäten setzen. Besonders deutlich wird dieser Einfluss in der Entwicklungszusammenarbeit sowie bei größeren Rüstungsbeschaffungen. Verteidigungsvorhaben über 25 Millionen Euro müssen vom Haushalts- und Verteidigungsausschuss gebilligt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kontrolle-von-rustungsexporten-und-nachrichtendiensten"><span id="kontrolle-von-ruestungsexporten-und-nachrichtendiensten">Kontrolle von Rüstungsexporten und Nachrichtendiensten</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung legt dem Parlament jährlich einen Bericht zu Rüstungsexporten vor. Zudem existiert ein Unterausschuss zu Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23013 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Deutscher_Bundestag_7905072240.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für die Kontrolle der Nachrichtendienste ist das Parlamentarische Kontrollgremium zuständig. Dessen Existenz ist im Grundgesetz verankert. Es überwacht unter anderem den Bundesnachrichtendienst sowie den Militärischen Abschirmdienst.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-diplomatie-und-internationale-vernetzung"><span id="parlamentarische-diplomatie-und-internationale-vernetzung">Parlamentarische Diplomatie und internationale Vernetzung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben formalen Zuständigkeiten hebt die Ausarbeitung die Rolle <a href="https://fokus-afrika.de/delegationsreise-der-parlamentariergruppe-westafrika-nach-senegal-und-cabo-verde/">parlamentarischer Diplomatie</a> hervor. Der Bundestag unterhält 47 <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-delegation-besucht-aethiopien-und-suedsudan/">Parlamentarierfreundschaftsgruppen</a>. Abgeordnete wirken zudem in <a href="https://fokus-afrika.de/claudia-roth-entwicklungszusammenarbeit-ist-kein-nice-to-have/" type="post" id="22069">internationalen parlamentarischen Versammlungen</a> mit, darunter die Interparlamentarische Union, die Parlamentarische Versammlung des Europarates und die NATO-Parlamentarierversammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin des Bundestages nimmt regelmäßig repräsentative Aufgaben wahr und empfängt ausländische Staats- und Regierungsvertreter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse zeigt, dass der Bundestag nicht nur Kontrollorgan der Bundesregierung ist, sondern in zentralen Fragen der Außen-, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik eigenständige Mitwirkungs- und Entscheidungsrechte besitzt.</p>
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			<media:title type="html">Blick in den Plenarsaal</media:title>
			<media:description type="html">Blick in den Plenarsaal</media:description>
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			<media:title type="html">Berlin 2012</media:title>
			<media:description type="html">Berlin 2012</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutscher Bundestag analysiert Beziehungen zu Nigeria</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutscher-bundestag-analysiert-beziehungen-zu-nigeria/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 14:04:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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<p>Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages haben in einer aktuellen Ausarbeitung die politischen, wirtschaftlichen, entwicklungs- und sicherheitspolitischen Beziehungen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutscher-bundestag-analysiert-beziehungen-zu-nigeria%2F&amp;action_name=Deutscher%20Bundestag%20analysiert%20Beziehungen%20zu%20Nigeria&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages haben in einer aktuellen Ausarbeitung die politischen, wirtschaftlichen, entwicklungs- und sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria umfassend dargestellt. Die Analyse mit dem <a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/1150646/WD-2-004-26.pdf">Aktenzeichen WD 2 – 3000 – 004/26</a> beleuchtet insbesondere die sicherheitspolitische Dimension der Partnerschaft.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-und-wirtschaftliche-verflechtung"><span id="politische-und-wirtschaftliche-verflechtung">Politische und wirtschaftliche Verflechtung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beziehungen gelten als breit aufgestellt. Deutschland stuft Nigeria als zentralen Partner in Subsahara-Afrika ein – nicht zuletzt wegen seiner Rolle als bevölkerungsreichstes Land des Kontinents und als regionale Führungsmacht in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/" type="post_tag" id="451">Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft</a> ECOWAS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im wirtschaftlichen Bereich erreichte das bilaterale Handelsvolumen 2025 rund drei Milliarden Euro. Deutschland exportiert vor allem Maschinen, Fahrzeuge und chemische Erzeugnisse, während Nigeria primär Erdöl und Erdgas liefert. Eine deutsch-nigerianische Energiepartnerschaft besteht seit 2008, ergänzt durch ein Wasserstoff-Diplomatiebüro in Abuja seit 2021.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entwicklungszusammenarbeit-mit-hohem-finanzvolumen"><span id="entwicklungszusammenarbeit-mit-hohem-finanzvolumen">Entwicklungszusammenarbeit mit hohem Finanzvolumen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="674" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-674x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-25202 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-674x1024.jpeg 674w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-197x300.jpeg 197w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-768x1167.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-1011x1536.jpeg 1011w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-380x577.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-800x1215.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ-1160x1762.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/03/XyGcyRjGFxr_rJFAQJuNzJrBoICpH295LBSL4De7CkNYZIGJpZ0xEm78vJ1Zs7_XfSuDEX_6HJ38BazOGImOurIgsYdEnhxX3BP_n9hRmTQ.jpeg 1348w" sizes="(max-width: 674px) 100vw, 674px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nigeria zählt zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Für 2023 werden Zusagen in Höhe von rund 640 Millionen Euro genannt, verteilt auf verschiedene Programme und Instrumente. Schwerpunkte sind nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Berufsbildung, Ernährungssicherung, erneuerbare Energien sowie Gesundheitsstrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verweist die Analyse auf geplante Reformen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Zuge sinkender Haushaltsmittel, deren konkrete Auswirkungen auf Nigeria noch offen seien.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-als-zentrale-herausforderung"><span id="sicherheitslage-als-zentrale-herausforderung">Sicherheitslage als zentrale Herausforderung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonderes Gewicht legt die Ausarbeitung auf die innere Sicherheitslage Nigerias. Genannt werden <a href="https://fokus-afrika.de/sahel-als-globaler-schwerpunkt-des-terrorismus-un-sicherheitsrat-fordert-koordinierte-antworten-fuer-westafrika/" type="post" id="22105">islamistische Gruppen wie Boko Haram und ISWAP</a>, wachsende organisierte Kriminalität, Entführungen sowie Konflikte zwischen sesshaften Bauern und Viehhirten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse weist darauf hin, dass Gewaltkonflikte häufig <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-gewalt-verschaerft-humanitaere-krise-jenseits-religioeser-konfliktlinien/" type="post" id="24175">vorschnell als rein religiös interpretiert würden</a>, während sozioökonomische Faktoren, Ressourcenkonflikte und staatliche Schwächen eine zentrale Rolle spielten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland unterstützt Nigeria im Rahmen der <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-und-deutschland-intensivieren-zusammenarbeit-in-energie-und-regionalpolitik/" type="post" id="13073">sogenannten Ertüchtigungsinitiative</a> unter Federführung des Bundesverteidigungsministeriums durch Beratung, Ausbildung und begrenzte Ausstattungshilfe für Sicherheitskräfte. Zudem beteiligt sich Deutschland indirekt an der Unterstützung der Multinational Joint Task Force gegen Boko Haram.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-strategische-bedeutung"><span id="strategische-bedeutung">Strategische Bedeutung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftlichen Dienste kommen zu dem Schluss, dass Nigeria für Deutschland sowohl energiepolitisch als auch sicherheitspolitisch ein Schlüsselland in Westafrika bleibt. Die Beziehungen seien zunehmend in einen europäischen Rahmen eingebettet und umfassten Dialogformate, Energiekooperation, Entwicklungsprogramme sowie sicherheitspolitische Unterstützung.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Kongress legt Bericht zur Christenverfolgung in Nigeria vor und fordert Sanktionen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-kongress-legt-bericht-zur-christenverfolgung-in-nigeria-vor-und-fordert-sanktionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 20:37:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sanktionen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=25142</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Haushalts- und Außenpolitikausschüsse des US-Repräsentantenhauses haben dem Weißen Haus einen gemeinsamen Bericht zur Lage von Christen in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-kongress-legt-bericht-zur-christenverfolgung-in-nigeria-vor-und-fordert-sanktionen%2F&amp;action_name=US-Kongress%20legt%20Bericht%20zur%20Christenverfolgung%20in%20Nigeria%20vor%20und%20fordert%20Sanktionen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-kongress-legt-bericht-zur-christenverfolgung-in-nigeria-vor-und-fordert-sanktionen/">US-Kongress legt Bericht zur Christenverfolgung in Nigeria vor und fordert Sanktionen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Haushalts- und Außenpolitikausschüsse des US-Repräsentantenhauses haben dem Weißen Haus einen <a href="https://mcusercontent.com/e585eec970e20145fb02e3825/files/c4bd2b10-881e-fd46-fd3c-df956d671e44/joint_nigeria_report_scanned.pdf">gemeinsamen Bericht</a> zur Lage von Christen in Nigeria übermittelt. Am 25. Februar 2026 teilten die Ausschüsse in Washington mit, dass der Bericht auf eine umfassende Untersuchung mit Anhörungen, Expertenbefragungen und Delegationsreisen nach Nigeria folgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt ist die erneute Einstufung Nigerias als „Country of Particular Concern“ durch Präsident Donald Trump. Mit dieser Bezeichnung nach US-Recht werden Staaten benannt, in denen systematische, anhaltende und schwerwiegende Verletzungen der Religionsfreiheit festgestellt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-wirft-nigeria-systematische-gewalt-vor"><span id="usa-wirft-nigeria-systematische-gewalt-vor">USA wirft Nigeria systematische Gewalt vor</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In dem Bericht wird Nigeria als <a href="https://fokus-afrika.de/nigeria-weist-trumps-vorwurf-eines-christen-genozids-zurueck/" type="post" id="21480">besonders gefährlicher Ort für die Ausübung des christlichen Glaubens beschrieben</a>. Extremistische Netzwerke nutzten demnach schwache Rechtsdurchsetzung und begrenzte Rechenschaftspflicht aus, um koordinierte Gewalt gegen Zivilisten auszuüben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/4sp6PiriAi2ZhVSxShUmvZdRkvLyxA-TCzhIgKQLNYPv1HjrP3eKdBr8p01_eeRqIVvLf6oIez4ZL9bkdSUnYkVPOqAag67vfGr6-_EuVU0-2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-25145 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/4sp6PiriAi2ZhVSxShUmvZdRkvLyxA-TCzhIgKQLNYPv1HjrP3eKdBr8p01_eeRqIVvLf6oIez4ZL9bkdSUnYkVPOqAag67vfGr6-_EuVU0-2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/4sp6PiriAi2ZhVSxShUmvZdRkvLyxA-TCzhIgKQLNYPv1HjrP3eKdBr8p01_eeRqIVvLf6oIez4ZL9bkdSUnYkVPOqAag67vfGr6-_EuVU0-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/4sp6PiriAi2ZhVSxShUmvZdRkvLyxA-TCzhIgKQLNYPv1HjrP3eKdBr8p01_eeRqIVvLf6oIez4ZL9bkdSUnYkVPOqAag67vfGr6-_EuVU0-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/4sp6PiriAi2ZhVSxShUmvZdRkvLyxA-TCzhIgKQLNYPv1HjrP3eKdBr8p01_eeRqIVvLf6oIez4ZL9bkdSUnYkVPOqAag67vfGr6-_EuVU0-2-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/4sp6PiriAi2ZhVSxShUmvZdRkvLyxA-TCzhIgKQLNYPv1HjrP3eKdBr8p01_eeRqIVvLf6oIez4ZL9bkdSUnYkVPOqAag67vfGr6-_EuVU0-2-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/4sp6PiriAi2ZhVSxShUmvZdRkvLyxA-TCzhIgKQLNYPv1HjrP3eKdBr8p01_eeRqIVvLf6oIez4ZL9bkdSUnYkVPOqAag67vfGr6-_EuVU0-2-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/4sp6PiriAi2ZhVSxShUmvZdRkvLyxA-TCzhIgKQLNYPv1HjrP3eKdBr8p01_eeRqIVvLf6oIez4ZL9bkdSUnYkVPOqAag67vfGr6-_EuVU0-2.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kongressdelegationen verwiesen auf Gespräche mit Betroffenen, religiösen Führern und Regierungsvertretern sowie auf Besuche bei Binnenvertriebenen. Der Bericht sieht die Gewalt auch als Bedrohung für regionale Stabilität und US-Sicherheitsinteressen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-konkrete-forderungen-an-us-regierung"><span id="konkrete-forderungen-an-us-regierung">Konkrete Forderungen an US-Regierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausschüsse empfehlen mehrere Maßnahmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://fokus-afrika.de/usa-und-nigeria-vertiefen-zusammenarbeit-zu-religionsfreiheit-und-sicherheit/" type="post" id="23912">Abschluss eines bilateralen Abkommens</a> zwischen den Vereinigten Staaten und Nigeria zum Schutz gefährdeter christlicher Gemeinschaften und zur Bekämpfung extremistischer Gewalt</li>



<li>Umsetzung des Haushaltsgesetzes für das Finanzjahr 2026, das Mittel für die nigerianische Regierung zurückhält, solange keine Schritte gegen Gewalt gegen Christen erfolgen</li>



<li>Öffentliche Anwendung präsidialer Direktiven im Rahmen der CPC-Einstufung</li>



<li>Sanktionen gegen Gruppen und Einzelpersonen, die an Gewalt gegen Christen beteiligt sind oder diese dulden</li>



<li>Fortsetzung von Visabeschränkungen für Verantwortliche</li>



<li>Forderung nach Aufhebung von Scharia-Vorschriften und strafrechtlichen Blasphemiegesetzen</li>



<li>Prüfung wirtschaftlicher Hebel, um bewaffnete Gruppen, darunter Fulani-Hirtenmilizen, zur Entwaffnung zu bewegen</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-us-abgeordnete-wollen-druck-auf-nigeria-erhohen"><span id="us-abgeordnete-wollen-druck-auf-nigeria-erhoehen">US-Abgeordnete wollen Druck auf Nigeria erhöhen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere republikanische Ausschussvorsitzende betonten, Religionsfreiheit sei ein zentrales außenpolitisches Anliegen der Vereinigten Staaten. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Tom Cole, erklärte, der Bericht konzentriere sich auf den Schutz von Menschenleben, die Verteidigung der Religionsfreiheit und die Bekämpfung extremistischer Gewalt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="750" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mario-Diaz-Balart.webp" alt="" class="wp-image-25143 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mario-Diaz-Balart.webp 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mario-Diaz-Balart-300x300.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mario-Diaz-Balart-150x150.webp 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mario-Diaz-Balart-80x80.webp 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mario-Diaz-Balart-110x110.webp 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Mario-Diaz-Balart-380x380.webp 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mario Díaz-Balart, Vorsitzender des Unterausschusses für nationale Sicherheit und Außenprogramme, verwies auf eigene Reisen nach Nigeria und <a href="https://foreignaffairs.house.gov/news/press-releases/icymi-hfac-joins-appropriators-in-delivering-joint-report-on-christian-persecution-in-nigeria-to-the-white-house">sprach</a> von „schrecklicher Gewalt“ gegen Christen. Riley Moore, stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für die Legislative, bezeichnete die Neuausweisung Nigerias als „Country of Particular Concern“ als Gelegenheit für grundlegende Veränderungen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Brian Mast, erklärte, die Vereinigten Staaten würden Christenverfolgung nicht ignorieren. Der Vorsitzende des Afrika-Unterausschusses, <a href="https://fokus-afrika.de/christopher-smith-us-kongress-kuendigt-druckmittel-zur-durchsetzung-der-washington-accords-an/" type="post" id="24641">Chris Smith</a>, warf der nigerianischen Regierung vor, extremistische Gewalt nicht konsequent zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Initiative von Haushalts- und Außenpolitikausschuss unterstreicht die parteiinterne Priorität, die Republikaner im Kongress dem Thema beimessen. Der Bericht enthält Empfehlungen für mögliche diplomatische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Schritte der US-Regierung gegenüber Nigeria.</p>
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			<media:title type="html">Mario-Diaz-Balart</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Alabali Radovan verteidigt Reformplan des BMZ gegen Kritik im Bundestag</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 22:37:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat die geplanten Reformen ihres Hauses gegen Kritik aus der Opposition verteidigt und die&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Falabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag%2F&amp;action_name=Alabali%20Radovan%20verteidigt%20Reformplan%20des%20BMZ%20gegen%20Kritik%20im%20Bundestag&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-verteidigt-reformplan-des-bmz-gegen-kritik-im-bundestag/">Alabali Radovan verteidigt Reformplan des BMZ gegen Kritik im Bundestag</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat die geplanten Reformen ihres Hauses gegen Kritik aus der Opposition verteidigt und die Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bekräftigt. Am Mittwoch, 25. Februar 2026, nahm sie im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Bundestages <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1150176">Stellung</a> zu Vorwürfen, der Reformplan stelle <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-entwicklungspolitik-neu-ausgerichtet-afrika-rueckt-strategisch-in-den-mittelpunkt/">deutsche Interessen über internationale Entwicklungsziele</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPD-Politikerin erklärte, die Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sowie die Bewältigung globaler Krisen blieben zentrale Ziele deutscher Entwicklungszusammenarbeit. Die Bundesregierung verstehe Entwicklungszusammenarbeit als Teil eines „Dreiklangs“ aus Verteidigung, Diplomatie und Entwicklungspolitik.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-strategischer-neuausrichtung"><span id="kritik-an-strategischer-neuausrichtung">Kritik an strategischer Neuausrichtung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abgeordnete der Linksfraktion und der Grünen hatten den im Januar vorgelegten Reformplan des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kritisiert. Nach ihrer Darstellung lege dieser weniger Gewicht auf die Ziele der UN-Agenda 2030, Menschenrechte und Partnerorientierung, sondern rücke stärker deutsche wirtschaftliche und geopolitische Interessen in den Vordergrund.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="802" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713-1024x802.jpg" alt="" class="wp-image-25085 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713-1024x802.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713-300x235.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713-768x601.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713-1536x1202.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713-380x297.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713-800x626.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713-1160x908.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026713.jpg 1575w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Alabali Radovan entgegnete, auch zahlreiche der insgesamt 65 <a href="https://fokus-afrika.de/alabali-radovan-rueckt-entwicklungspolitik-bei-muenchner-sicherheitskonferenz-in-den-fokus/">Partnerländer Deutschlands wünschten sich eine klarere Formulierung deutscher Kooperationsziele</a>. Mit einzelnen Partnerländern habe bereits ein Dialog begonnen, um beiderseitige Ziele zu besprechen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Auf Fragen aus den Reihen von CDU/CSU und AfD verwies sie darauf, dass entsprechende Gespräche Teil der laufenden Neuausrichtung seien.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regierungsverhandlungen-mit-partnerlandern-laufen"><span id="regierungsverhandlungen-mit-partnerlaendern-laufen">Regierungsverhandlungen mit Partnerländern laufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Ministerin werden die Reformpläne derzeit umgesetzt. Mit mehreren Partnerländern liefen bereits Regierungsverhandlungen. Ziel sei es, die Entwicklungszusammenarbeit fokussierter, strategischer und partnerschaftlicher zu gestalten. Zudem solle die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Bundesministerien verstärkt und die Privatwirtschaft stärker eingebunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein künftiger Schwerpunkt der bilateralen Zusammenarbeit werde auf der Unterstützung der am wenigsten entwickelten Länder liegen. Dabei nannte Alabali Radovan insbesondere die Bereiche Ernährungssicherheit und Gesundheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-programme-fur-frauen-und-globale-finanzierungslucken"><span id="programme-fuer-frauen-und-globale-finanzierungsluecken">Programme für Frauen und globale Finanzierungslücken</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="591" height="925" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2.jpg" alt="" class="wp-image-25086 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2.jpg 591w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2-192x300.jpg 192w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/5026712-2-380x595.jpg 380w" sizes="(max-width: 591px) 100vw, 591px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf Nachfrage aus der SPD-Fraktion betonte die Ministerin die Bedeutung von Programmen zur Förderung von Frauen sowie ihrer sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Es gebe eine hohe Evidenz für deren Wirksamkeit. So sei die Müttersterblichkeit in den vergangenen 25 Jahren durch internationale Entwicklungszusammenarbeit um 40 Prozent gesunken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich verwies Alabali Radovan auf Finanzierungslücken infolge eines weitgehenden Rückzugs der Vereinigten Staaten aus der globalen Entwicklungsfinanzierung. Nach ihren Angaben fehlen dadurch rund 30 Milliarden US-Dollar. Die US-Regierung habe zudem Mittel für Programme gestrichen, die Diversität, Inklusion und von ihr als „Genderideologie“ bezeichnete Themen betreffen.</p>
</div></div>
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			<media:title type="html">5026713</media:title>
			<media:description type="html">Der Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Wolfgang Stefinger, MdB, CDU/CSU, begrüßt die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali-Radovan, MdB, SPD</media:description>
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			<media:title type="html">5026712-2</media:title>
			<media:description type="html">Der Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Wolfgang Stefinger ( rechts im Bild.), MdB, CDU/CSU, im Gespräch mit der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali-Radovan, MdB, SPD( Bildmitte) und Mitarbeitende</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Vor den Wahlen in São Tomé und Príncipe beschließt das Parlament neue Wahlgesetze</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/vor-den-wahlen-in-sao-tome-und-principe-beschliesst-das-parlament-neue-wahlgesetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 20:10:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[São Tomé und Príncipe]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Parlament von São Tomé und Príncipe hat einstimmig ein neues Gesetz zur Wählerregistrierung verabschiedet. Mit 54 Ja-Stimmen wurde das&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvor-den-wahlen-in-sao-tome-und-principe-beschliesst-das-parlament-neue-wahlgesetze%2F&amp;action_name=Vor%20den%20Wahlen%20in%20S%C3%A3o%20Tom%C3%A9%20und%20Pr%C3%ADncipe%20beschlie%C3%9Ft%20das%20Parlament%20neue%20Wahlgesetze&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vor-den-wahlen-in-sao-tome-und-principe-beschliesst-das-parlament-neue-wahlgesetze/">Vor den Wahlen in São Tomé und Príncipe beschließt das Parlament neue Wahlgesetze</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Parlament von São Tomé und Príncipe hat einstimmig ein neues Gesetz zur Wählerregistrierung verabschiedet. Mit 54 Ja-Stimmen wurde das Gesetz in der Schlussabstimmung angenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kern der Reform ist die Einführung eines automatischen und permanenten Wählerregisters. Künftig sollen Daten direkt aus dem Zivilregister elektronisch an die Nationale Wahlkommission übertragen werden. Der Prozess soll auf einem neuen IT-System basieren und die Datenschutzbestimmungen für natürliche Personen berücksichtigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-automatische-registrierung-mit-18-jahren"><span id="automatische-registrierung-mit-18-jahren">Automatische Registrierung mit 18 Jahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.stp-press.st/2026/02/20/parlamento-aprova-por-unanimidade-nova-lei-de-recenseamento-eleitoral/">Angaben</a> von Abgeordneten wird mit der neuen Regelung sichergestellt, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit Vollendung des 18. Lebensjahres automatisch in die Datenbank der Wahlkommission aufgenommen werden. Damit werden sie ohne gesonderten Antrag in die Wählerlisten eingetragen, sofern sie die Voraussetzungen für das aktive Wahlrecht erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reform soll die Effizienz erhöhen und Verwaltungskosten senken. Kritische Stimmen verwiesen jedoch auf die bevorstehenden Wahltermine. Präsidentschaftswahlen sind für den 19. Juli und den 27. September angesetzt, Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen für den 27. September. Es wurde die Frage aufgeworfen, welche rechtlichen Schritte vorgesehen sind, falls es bei der Umsetzung der neuen Regelung zu operativen Schwierigkeiten kommt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-neue-richter-fur-das-verfassungsgericht"><span id="neue-richter-fuer-das-verfassungsgericht">Neue Richter für das Verfassungsgericht</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In derselben Plenarsitzung bestätigte die Nationalversammlung die Ernennung von fünf neuen Richtern des Verfassungsgerichts. Mit 29 Stimmen dafür und zwei Gegenstimmen wurden Artur Vera Cruz, Jonas Gentil, Ludimila da Glória, Marta Sacramento und Rolando Neto in das Amt berufen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-24898 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c-1536x1025.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Kq1ohkhc-EDQ8rEfAoHjMS6qb_BOxVv9u49r69rMwMYfVWQ3pRkqH4vdZZ4Y2Re8wYphwZ5yF-25w0_bqoRC5qEwHaUcXjRcCc3VPW6du7c.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung folgt auf die Aufhebung einer zuvor verabschiedeten interpretativen Gesetzesänderung, die zur Absetzung der bisherigen Richter geführt hatte. Die Abstimmung fand in einem politisch angespannten Umfeld statt, in dem Teile der Opposition den Sitzungssaal vor der Abstimmung verließen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wahlgesetz-fur-2026-verabschiedet"><span id="wahlgesetz-fuer-2026-verabschiedet">Wahlgesetz für 2026 verabschiedet</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Reform des Wählerregisters verabschiedete das Parlament ebenfalls einstimmig ein neues Wahlgesetz für die Wahlen 2026. Das Gesetz geht auf einen Reformprozess zurück, der nach den Empfehlungen der europäischen Wahlbeobachtungsmission von 2022 eingeleitet wurde und durch Unterstützung der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/" type="post_tag" id="374">Europäischen Union</a> sowie der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/portugal/" type="post_tag" id="548">portugiesischen</a> Entwicklungszusammenarbeit begleitet wurde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg-1024x576.webp" alt="" class="wp-image-24899 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg-1024x576.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg-300x169.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg-768x432.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg-1536x864.webp 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg-380x214.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg-800x450.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg-1160x653.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Parlamento-novo-.jpg.webp 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich wurde ein Gesetz angenommen, das es dem Plenum ermöglicht, für einen Zeitraum von 30 Tagen bestimmte Kompetenzen des Verwaltungsrats der Nationalversammlung zu übernehmen. Die Maßnahme wurde von der Parlamentsmehrheit mit dem Ziel begründet, institutionelle Blockaden zu verhindern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Beschlüsse markieren einen umfassenden institutionellen Reformschritt in <a href="https://fokus-afrika.de/sao-tome-und-principe-setzt-praesidentschafts-und-parlamentswahlen-fuer-2026-an/">Vorbereitung auf die anstehenden</a> Wahlen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvor-den-wahlen-in-sao-tome-und-principe-beschliesst-das-parlament-neue-wahlgesetze%2F&action_name=Vor%20den%20Wahlen%20in%20S%C3%A3o%20Tom%C3%A9%20und%20Pr%C3%ADncipe%20beschlie%C3%9Ft%20das%20Parlament%20neue%20Wahlgesetze&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/vor-den-wahlen-in-sao-tome-und-principe-beschliesst-das-parlament-neue-wahlgesetze/">Vor den Wahlen in São Tomé und Príncipe beschließt das Parlament neue Wahlgesetze</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung hat keine verbindlichen Rohstoffabkommen mit Partnerstaaten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-hat-keine-verbindlichen-rohstoffabkommen-mit-partnerstaaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 15:32:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Deutschland hat mit mehreren rohstoffreichen Staaten keine völkerrechtlich verbindlichen Rohstoffabkommen geschlossen, sondern setzt auf bilaterale Partnerschaften und Kooperationen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-hat-keine-verbindlichen-rohstoffabkommen-mit-partnerstaaten%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20hat%20keine%20verbindlichen%20Rohstoffabkommen%20mit%20Partnerstaaten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-hat-keine-verbindlichen-rohstoffabkommen-mit-partnerstaaten/">Bundesregierung hat keine verbindlichen Rohstoffabkommen mit Partnerstaaten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Deutschland hat mit mehreren rohstoffreichen Staaten keine völkerrechtlich verbindlichen Rohstoffabkommen geschlossen, sondern setzt auf bilaterale Partnerschaften und <a href="https://fokus-afrika.de/neue-afrikapolitische-leitlinien-mehr-mut-und-klarheit-erforderlich/">Kooperationen</a> mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Das geht aus einer <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1148928">Antwort</a> der Bundesregierung vom 18. Februar 2026 auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach bestehen mit Kanada, Australien, Chile, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/" type="category" id="70">Ghana</a>, Brasilien, Usbekistan, Peru, der Mongolei und Kasachstan keine formalen Abkommen, sondern sogenannte Rohstoffpartnerschaften oder -kooperationen. Ziel dieser Instrumente ist es laut Bundesregierung, die Versorgungssicherheit mit kritischen Rohstoffen zu gewährleisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sudliches-afrika-im-strategischen-fokus"><span id="suedliches-afrika-im-strategischen-fokus">Südliches Afrika im strategischen Fokus</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <a href="https://fokus-afrika.de/fuenf-laender-unterzeichnen-absichtserklaerung-fuer-suedlichen-wasserstoffkorridor/">ohne formalisierte</a> Partnerschaften steht das <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/" type="category" id="58">südliche Afrika</a> im Fokus deutscher Rohstoffpolitik. Besonders genannt werden <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/" type="category" id="63">Südafrika</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/angola/" type="category" id="49">Angola</a> und die <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/" type="category" id="280">Demokratische Republik Kongo</a>. Diese Region gilt aufgrund ihrer Rohstoffvorkommen als von besonderem Interesse.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bohrplattform_bei_Walvis_Bay_2017-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-24212 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bohrplattform_bei_Walvis_Bay_2017-1024x678.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bohrplattform_bei_Walvis_Bay_2017-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bohrplattform_bei_Walvis_Bay_2017-768x509.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bohrplattform_bei_Walvis_Bay_2017-380x252.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bohrplattform_bei_Walvis_Bay_2017-800x530.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bohrplattform_bei_Walvis_Bay_2017-1160x769.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bohrplattform_bei_Walvis_Bay_2017.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in ausgewählten rohstoffreichen Ländern Kompetenzzentren für Bergbau und Rohstoffe an den deutschen Außenhandelskammern. Pilotzentren wurden 2012 in Chile und Kanada eingerichtet. Es folgten Südliches Afrika im Jahr 2013, Australien und Brasilien 2015, Peru 2015 sowie Ghana 2020.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterstutzung-fur-eu-rohstoffpartnerschaften"><span id="unterstuetzung-fuer-eu-rohstoffpartnerschaften">Unterstützung für EU-Rohstoffpartnerschaften</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus unterstützt Deutschland strategische Rohstoffpartnerschaften der Europäischen Union mit Argentinien, Kanada, Chile, der Demokratischen Republik Kongo, Grönland, Kasachstan, Namibia, Ruanda, der Ukraine, Usbekistan, Serbien, Sambia, Norwegen, Aserbaidschan, Australien und Südafrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Bundesregierung verhandelt die EU derzeit zudem über Rohstoffpartnerschaften mit Brasilien und den Vereinigten Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort macht deutlich, dass die Bundesregierung auf flexible Kooperationsformate setzt, um den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu sichern, statt auf rechtlich bindende Abkommen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-hat-keine-verbindlichen-rohstoffabkommen-mit-partnerstaaten%2F&action_name=Bundesregierung%20hat%20keine%20verbindlichen%20Rohstoffabkommen%20mit%20Partnerstaaten&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-hat-keine-verbindlichen-rohstoffabkommen-mit-partnerstaaten/">Bundesregierung hat keine verbindlichen Rohstoffabkommen mit Partnerstaaten</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag wirbt in Senegal und Kap Verde für Stabilität und Migrationssteuerung</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-wirbt-in-senegal-und-kap-verde-fuer-stabilitaet-und-migrationssteuerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 15:33:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kap Verde]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Eine Delegation der Parlamentariergruppe Westafrika des Deutschen Bundestages hat bei einer Reise nach Senegal und Kap Verde für&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-wirbt-in-senegal-und-kap-verde-fuer-stabilitaet-und-migrationssteuerung%2F&amp;action_name=Bundestag%20wirbt%20in%20Senegal%20und%20Kap%20Verde%20f%C3%BCr%20Stabilit%C3%A4t%20und%20Migrationssteuerung&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-wirbt-in-senegal-und-kap-verde-fuer-stabilitaet-und-migrationssteuerung/">Bundestag wirbt in Senegal und Kap Verde für Stabilität und Migrationssteuerung</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Eine Delegation der Parlamentariergruppe Westafrika des Deutschen Bundestages hat bei <a href="https://fokus-afrika.de/delegationsreise-der-parlamentariergruppe-westafrika-nach-senegal-und-cabo-verde/" type="post" id="24147">einer Reise</a> nach Senegal und Kap Verde für eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Stabilität, Entwicklung und Migration geworben. Vom 1. bis 7. Februar 2026 führten die Abgeordneten Gespräche mit Parlamenten, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen in Dakar und Praia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorsitzender der Parlamentariergruppe ist Josef Oster. Er bezeichnete Senegal und Cabo Verde als „Stabilitätsanker in der Region“ und betonte, Deutschland habe ein fundamentales Interesse daran, die politische Stabilität in beiden Staaten zu unterstützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-in-dakar-und-praia"><span id="gespraeche-in-dakar-und-praia">Gespräche in Dakar und Praia</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="388" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/20231119_vue_panoramique_du_phare_des_Mamelle_Dakar.jpg" alt="" class="wp-image-24799 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/20231119_vue_panoramique_du_phare_des_Mamelle_Dakar.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/20231119_vue_panoramique_du_phare_des_Mamelle_Dakar-300x182.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/20231119_vue_panoramique_du_phare_des_Mamelle_Dakar-380x230.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Senegal besuchte die Delegation die Assemblée nationale in Dakar, in Cabo Verde die Assembleia Nacional in Praia. Nach Angaben Osters standen in Senegal Fragen von Entwicklung und Sicherheit im Vordergrund, während in Cabo Verde wirtschaftliche Modernisierung, Umwelt und Energiepolitik thematisiert wurden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten informierten sich zudem über Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. In einem Dorf im Senegal besichtigten sie ein von der katholischen Hilfsorganisation Misereor unterstütztes Projekt, bei dem eine solarbetriebene Getreidemühle den Bewohnern die Mehlproduktion erleichtert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Insel Santiago in Cabo Verde standen ein Technologiepark, ein Ausbildungszentrum für erneuerbare Energien und industrielle Instandhaltung sowie ein Windpark mit Energiespeichersystem auf dem Programm.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-und-stabilitat-im-fokus"><span id="migration-und-stabilitaet-im-fokus">Migration und Stabilität im Fokus</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-23024 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestag_Berlin_Ank_Kumar_06.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Oster stellte die Reise in einen sicherheitspolitischen Zusammenhang. Ziel sei es, irreguläre Migration nach Europa zu begrenzen und den Migrationsdruck auf Senegal als Transitland zu verringern. Dieser entstehe vor allem durch Instabilität in Nachbarstaaten der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/" type="post_tag" id="515">Sahelregion</a> wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/" type="category" id="76">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/" type="category" id="74">Mali</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Senegal selbst gehöre zu den sicheren Herkunftsländern. Es gebe dort keine politische Verfolgung, sagte Oster. Zugleich verwies er auf die Bedeutung wirtschaftlicher Perspektiven vor Ort, um Migrationsbewegungen langfristig zu reduzieren. Investitionen in Bildung und berufliche Qualifizierung seien dafür entscheidend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Senegal ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nach Angaben Osters investieren zudem deutsche Unternehmen in das westafrikanische Land. Seit 30 Jahren besteht ein deutsch-senegalesisches Investitionsschutzabkommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wettbewerb-um-partnerschaften-in-afrika"><span id="wettbewerb-um-partnerschaften-in-afrika">Wettbewerb um Partnerschaften in Afrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oster verwies darauf, dass Länder wie Senegal und Cabo Verde zunehmend von mehreren Großmächten umworben würden, darunter die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/" type="post_tag" id="336">USA</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/indien/" type="post_tag" id="584">Indien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a>. Europas Präsenz müsse daher über klassische Entwicklungshilfe hinausgehen und wirtschaftliche sowie sicherheitspolitische Kooperation einschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentariergruppen des Bundestages <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw08-pg-westafrika-1146198">verstünden</a> sich als ergänzendes Instrument der deutschen Außenpolitik. Sie dienten der Vernetzung mit politischen, parlamentarischen und gesellschaftlichen Akteuren in den Partnerländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im März plant die Parlamentariergruppe Westafrika ein Treffen mit den Botschaftern westafrikanischer Staaten in Berlin. Zur Delegation gehörten neben Josef Oster die Abgeordneten Detlef Seif, Sven Wendorf, Gabriela Heinrich und Lena Gumnior.</p>
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		<title>EU-Parlament verurteilt Vorgehen nach Wahl in Uganda und fordert Freilassung von Bobi Wine</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-parlament-verurteilt-vorgehen-nach-wahl-in-uganda-und-fordert-freilassung-von-bobi-wine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 15:54:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Europäische Parlament hat die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Uganda scharf kritisiert und ein Ende der Repression gegen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-parlament-verurteilt-vorgehen-nach-wahl-in-uganda-und-fordert-freilassung-von-bobi-wine%2F&amp;action_name=EU-Parlament%20verurteilt%20Vorgehen%20nach%20Wahl%20in%20Uganda%20und%20fordert%20Freilassung%20von%20Bobi%20Wine&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-parlament-verurteilt-vorgehen-nach-wahl-in-uganda-und-fordert-freilassung-von-bobi-wine/">EU-Parlament verurteilt Vorgehen nach Wahl in Uganda und fordert Freilassung von Bobi Wine</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das Europäische Parlament hat die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Uganda scharf kritisiert und ein Ende der Repression gegen Opposition und Zivilgesellschaft gefordert. Am 12. Februar 2026 verabschiedeten die Abgeordneten im EU-Parlament in Straßburg eine Resolution zur Lage nach der Wahl in Uganda vom 15. Januar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entschließung wurde mit 514 Stimmen angenommen, bei 3 Gegenstimmen und 56 Enthaltungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach <a href="https://www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20260205IPR33628/human-rights-violations-in-iran-turkiye-and-uganda">Darstellung</a> des Parlaments waren die Wahlen von Missbräuchen, weitverbreiteter Einschüchterung von Oppositionsfiguren, Betrug, Gewalt und einer landesweiten Internetabschaltung begleitet. <a href="https://fokus-afrika.de/uganda-wahl-2026-museveni-bleibt-praesident/" type="post" id="23626">Laut offiziellen Ergebnissen wurde Präsident Yoweri Museveni für eine siebte Amtszeit erklärt.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-belagerung-von-bobi-wine-und-forderung-nach-freilassung"><span id="belagerung-von-bobi-wine-und-forderung-nach-freilassung">Belagerung von Bobi Wine und Forderung nach Freilassung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="792" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bobi_Wine_2024.png" alt="" class="wp-image-24648 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bobi_Wine_2024.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bobi_Wine_2024-242x300.png 242w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Bobi_Wine_2024-380x470.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der Resolution verurteilen die Abgeordneten ausdrücklich das Vorgehen gegen den Oppositionsführer und Präsidentschaftskandidaten der National Unity Platform (NUP), Robert Kyagulanyi, bekannt als Bobi Wine. Nach Angaben des Parlaments wurde seine Residenz vom Militär belagert, Familienangehörige und Mitarbeiter seien angegriffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Parlament fordert die ugandischen Behörden auf, alle willkürlich Inhaftierten unverzüglich und bedingungslos freizulassen, darunter auch den langjährigen Oppositionspolitiker Dr. Kizza Besigye. Besigye war über ein Jahr vor der Wahl inhaftiert worden und sieht sich einem Verfahren wegen Hochverrats gegenüber.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wird die Tötung des NUP-Unterstützers Mesach Okello bei einer Kundgebung im November 2025 ausdrücklich verurteilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-von-gewalt-verschwindenlassen-und-militarprozessen"><span id="vorwuerfe-von-gewalt-verschwindenlassen-und-militaerprozessen">Vorwürfe von Gewalt, Verschwindenlassen und Militärprozessen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten zeigen sich besorgt über <a href="https://fokus-afrika.de/wahlen-in-uganda-au-gratuliert-museveni-bobi-wine-weist-ergebnisse-zurueck/">Berichte zu Hunderten willkürlichen Festnahmen vor dem Wahltag und weiteren Verhaftungen danach</a>. Es gebe Hinweise auf Folter und Misshandlungen in Haft. Mehrere regionale NUP-Funktionäre seien nach der Wahl verschwunden und weiterhin nicht auffindbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Parlament fordert ein Ende von Militärverfahren gegen Zivilpersonen und verlangt, dass gerichtliche Verfahren mit verfassungsrechtlichen Garantien und internationalen Standards für faire Prozesse in Einklang gebracht werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-forderung-nach-reformen-und-uberprufung-der-eu-zusammenarbeit"><span id="forderung-nach-reformen-und-ueberpruefung-der-eu-zusammenarbeit">Forderung nach Reformen und Überprüfung der EU-Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution ruft die ugandischen Behörden zu umfassenden Wahl- und Institutionenreformen auf, darunter zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Wahlkommission und der Justiz. Zudem sollen weitere Internetsperren unterbleiben.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24649 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/55091974160_6a67246e1d_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Europäische Parlament fordert die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf, die Zusammenarbeit mit Uganda zu überprüfen, um die Einhaltung europäischer Grundsätze sicherzustellen. Dazu gehören gezielte Sanktionen sowie eine stärkere Unterstützung von Zivilgesellschaft, Menschenrechtsverteidigern, LGBTIQ+-Aktivisten und Journalisten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich verlangt die Entschließung unabhängige und unparteiische Untersuchungen möglicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch politische und militärische Führungspersonen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Christopher Smith: US-Kongress kündigt Druckmittel zur Durchsetzung der „Washington Accords“ an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/christopher-smith-us-kongress-kuendigt-druckmittel-zur-durchsetzung-der-washington-accords-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 15:35:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
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		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Christopher Smith, Vorsitzender des Afrika-Unterausschusses im US-Repräsentantenhaus, hat im Interview mit Hariana Verás Victória die „Washington Accords“ zwischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fchristopher-smith-us-kongress-kuendigt-druckmittel-zur-durchsetzung-der-washington-accords-an%2F&amp;action_name=Christopher%20Smith%3A%20US-Kongress%20k%C3%BCndigt%20Druckmittel%20zur%20Durchsetzung%20der%20%E2%80%9EWashington%20Accords%E2%80%9C%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/christopher-smith-us-kongress-kuendigt-druckmittel-zur-durchsetzung-der-washington-accords-an/">Christopher Smith: US-Kongress kündigt Druckmittel zur Durchsetzung der „Washington Accords“ an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Christopher Smith, Vorsitzender des Afrika-Unterausschusses im US-Repräsentantenhaus, hat im Interview mit Hariana Verás Victória die „Washington Accords“ zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda als zentrale Grundlage für einen Ausweg aus dem langjährigen Konflikt beschrieben. Smith kündigte an, dass der <a href="https://fokus-afrika.de/washington-accords-us-kongressausschuss-setzt-auf-neuen-friedensansatz-fuer-dr-kongo-und-ruanda/">Kongress den Prozess eng begleiten</a> und bei Verstößen gegen Zusagen auch Sanktionen unterstützen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kongressabgeordnete sagte, sein Ziel sei, „das Blutvergießen zu stoppen“ und sicherzustellen, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden. Die Gewalt habe trotz der Unterzeichnung nicht nachgelassen. Als Beispiel nannte Smith einen Angriff in Kisangani, der aus seiner Sicht zeige, dass es Akteure gebe, die den Friedensprozess sabotieren wollten.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Schon in seiner <a href="https://foreignaffairs.house.gov/news/press-releases/africa-subcommittee-chairman-chris-smith-delivers-opening-remarks-at-hearing-on-advancing-peace-in-drc-and-rwanda-0">Eröffnungsrede</a> bei der jüngsten Anhörung des Afrika-Unterausschusses hatte Smith die Vereinbarungen als „historisch“ beschrieben und angekündigt, der Kongress werde darauf drängen, dass beide Seiten die im Dezember unterzeichneten Verpflichtungen einhalten. Die Attacke in Kisangani bezeichnete er dabei als Warnsignal, dass Friedensfortschritte von „Spoilern“ untergraben werden könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kongressrolle-gesetzgebung-kontrolle-finanzierung"><span id="kongressrolle-gesetzgebung-kontrolle-finanzierung">Kongressrolle: Gesetzgebung, Kontrolle, Finanzierung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Smith erläuterte, dass die US-Regierung die Außenpolitik umsetze, der Kongress aber über zentrale Hebel verfüge. Dazu zählt er die Haushalts- und Finanzhoheit, die Verabschiedung von Gesetzen sowie parlamentarische Kontrolle durch Anhörungen und Untersuchungen. Smith verwies auf von ihm mitverfasste Gesetze, darunter den „Trafficking Victims Protection Act“ von 2000, und erklärte, wie der Kongress über gesetzliche Vorgaben Rahmenbedingungen für Menschenrechtsstandards setze.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="320" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/dsc01921.jpg.webp" alt="" class="wp-image-24642 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/dsc01921.jpg.webp 480w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/dsc01921.jpg-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/dsc01921.jpg-380x253.webp 380w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er erinnerte an frühere Anhörungen zu Vorwürfen sexueller Gewalt durch UN-Friedenssoldaten und sagte, die US-Politik habe in diesem Bereich auf Reformen gedrängt. Ziel müsse sein, Täter strafrechtlich zu verfolgen und nicht lediglich in ihre Herkunftsländer zurückzuschicken.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-gegen-m23-und-druck-auf-ruanda"><span id="vorwuerfe-gegen-m23-und-druck-auf-ruanda">Vorwürfe gegen M23 und Druck auf Ruanda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Smith machte M23 als eine der bewaffneten Gruppen verantwortlich, die nach seiner Darstellung weiter Gewalt ausüben. Er bezeichnete einen erneuten Vormarsch kurz nach der Unterzeichnung als „Bad Faith“ und sprach sich dafür aus, „ernsthafte Sanktionen“ gegen „jeden Bad Actor“ zu verhängen, notfalls bis in höchste Führungsebenen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Im Interview sagte Smith, Ruandas Präsident Paul Kagame müsse „zur Rechenschaft gezogen“ werden und öffentlich anordnen, dass das Töten aufhöre. Er forderte, die illegale Ausbeutung von Rohstoffen müsse enden und Einnahmen dürften „nicht einmal einen Cent“ aus solchen Strukturen generieren. Smith verwies auf US-Sanktionsinstrumente, insbesondere das Global-Magnitsky-Regime, das Geschäftsbeziehungen in den USA blockieren und Visa verweigern könne.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-lieferketten-kinderarbeit-und-cobalt-supply-chain-act"><span id="lieferketten-kinderarbeit-und-cobalt-supply-chain-act">Lieferketten, Kinderarbeit und COBALT Supply Chain Act</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Rolle von Rohstoffen, insbesondere Kobalt. Smith sagte, große Teile der Lieferketten seien mit Gewalt, Ausbeutung und Korruption verbunden. Er verwies auf Kinderarbeit im kongolesischen Bergbau und kündigte an, mit dem von ihm erneut eingebrachten Gesetzesvorhaben H.R.2310, dem „COBALT Supply Chain Act“, den Import von Produkten in die USA zu verhindern, wenn Kobalt in der Lieferkette in China raffiniert wurde und nicht nachgewiesen werden könne, dass keine Kinder- oder Zwangsarbeit eingesetzt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Smith ordnete dies auch geopolitisch ein. Die USA sollten aus seiner Sicht Abhängigkeiten von Lieferketten verringern, die die chinesische Staatswirtschaft stärken. Er kritisierte, dass sich Akteure entlang der Wertschöpfungsketten bereicherten, während die Bevölkerung in der Demokratischen Republik Kongo nicht von den Rohstoffen profitiere.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zivilgesellschaft-kirchen-und-schutz-von-akteuren-vor-ort"><span id="zivilgesellschaft-kirchen-und-schutz-von-akteuren-vor-ort">Zivilgesellschaft, Kirchen und Schutz von Akteuren vor Ort</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Smith betonte, dass ein stabiler Frieden nicht allein durch Regierungen erreicht werde. Er hob die Rolle kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Netzwerke hervor und nannte die Nationale Bischofskonferenz des Kongo (CENCO) sowie die Kirche Christi im Kongo (ECC) als zentrale Akteure. Diese könnten nationale Dialogformate ermöglichen, die politische Parteien, zivilgesellschaftliche Bewegungen und weitere Gruppen einbeziehen. Smith sagte, die persönliche Sicherheit von zivilgesellschaftlichen Akteuren müsse geschützt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-lage-mehr-unterstutzung-und-robustere-einsatze"><span id="humanitaere-lage-mehr-unterstuetzung-und-robustere-einsaetze">Humanitäre Lage: mehr Unterstützung und robustere Einsätze</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage nach der Lage in Flüchtlingslagern, unter anderem in Burundi, erklärte Smith, die USA leisteten humanitäre Hilfe, es müsse aber mehr getan werden. Er verwies auch auf die Situation in Sudan und nannte Lebensmittel, Medizin und Unterkünfte als Schwerpunkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich kritisierte Smith, dass internationale Missionen nicht immer effektiv arbeiteten. Er sagte, Friedenskräfte müssten „robuster“ eingesetzt werden, um Gewalt tatsächlich zu verhindern. Dafür seien klare Einsatzregeln entscheidend.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-botschaft-an-bevolkerung-in-kongo-und-ruanda"><span id="botschaft-an-bevoelkerung-in-kongo-und-ruanda">Botschaft an Bevölkerung in Kongo und Ruanda</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="626" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg" alt="" class="wp-image-20559 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1024x626.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-300x183.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-768x469.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-380x232.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-800x489.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854-1160x709.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Secretary_Rubio_Hosts_Democratic_Republic_of_the_Congo-Rwanda_Peace_Agreement_54618027854.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss richtete Smith eine direkte Botschaft an Menschen in der Region. Die USA arbeiteten daran, die Gewalt zu beenden, und wollten, dass Rohstoffe „zu Ihrem Nutzen“ eingesetzt würden, um Lebensstandard und Perspektiven zu verbessern. Gleichzeitig forderte er die politische Führung in Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo auf, die unterzeichneten Zusagen einzuhalten und den Friedensprozess nicht scheitern zu lassen.</p>
</div></div>
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			<media:title type="html">Christopher Smith: US-Kongress kündigt Druckmittel zur Durchsetzung der „Washington Accords“ an</media:title>
			<media:description type="html">US-Kongressabgeordneter Christopher Smith warnt: Frieden in Kongo und Ruanda scheitert ohne Konsequenzen.</media:description>
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			<media:description type="html">Secretary Marco Rubio hosts a Democratic Republic of the Congo-Rwanda Peace Agreement signing ceremony between Democratic Republic of the Congo Foreign Minister Thérèse Kayikwamba Wagner and Rwandan Foreign Minister Olivier Nduhungirehe at the Department of State in Washington, D.C., June 27, 2025. (Official State Department photo by Freddie Everett)</media:description>
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		<title>Migration: Europäische Debatte über Drittstaatenlösungen betrifft Afrika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 16:24:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Diskussion über die Eindämmung irregulärer Migration und mögliche Lager in Drittstaaten gewinnt in Europa an Dynamik und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmigration-europaeische-debatte-ueber-drittstaatenloesungen-betrifft-afrika%2F&amp;action_name=Migration%3A%20Europ%C3%A4ische%20Debatte%20%C3%BCber%20Drittstaatenl%C3%B6sungen%20betrifft%20Afrika&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/migration-europaeische-debatte-ueber-drittstaatenloesungen-betrifft-afrika/">Migration: Europäische Debatte über Drittstaatenlösungen betrifft Afrika</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion über die Eindämmung irregulärer Migration und mögliche Lager in Drittstaaten gewinnt in Europa an Dynamik und betrifft zunehmend afrikanische Staaten als Herkunfts- und Transitländer. In der Parlamentarischen Versammlung des Europarates sprach sich der CDU-Außenpolitiker Knut Abraham für Abkommen mit sicheren Drittstaaten aus, um Migration zu begrenzen und zugleich den Schutz der Menschenrechte zu wahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte fand während der ersten Sitzungswoche der Parlamentarischen Versammlung Ende Januar in Straßburg statt. Abraham betonte, dass irreguläre Migration reduziert und Abschiebungen von Straftätern ohne Bleiberecht ermöglicht werden müssten, ohne die Europäische Menschenrechtskonvention zu verändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drittstaaten-als-teil-europaischer-migrationspolitik"><span id="drittstaaten-als-teil-europaeischer-migrationspolitik">Drittstaaten als Teil europäischer Migrationspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abrahams Darstellung könnten Abkommen der Europäischen Union mit sicheren Drittstaaten ab Sommer 2026 ein zentrales Instrument werden. Ziel sei es, irreguläre Migration zu kontrollieren und Verfahren außerhalb der EU durchzuführen, ohne bestehende Menschenrechtsstandards aufzugeben. Afrikanische Staaten spielen in diesen Überlegungen eine zentrale Rolle, da sie sowohl als Herkunfts- als auch als Transitländer für Migration Richtung Europa fungieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/knut-abraham-bild-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-24537 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/knut-abraham-bild-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/knut-abraham-bild-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/knut-abraham-bild-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/knut-abraham-bild-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/knut-abraham-bild-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/knut-abraham-bild-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/knut-abraham-bild.jpg 1180w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mehrere EU-Staaten prüfen seit längerem Modelle, bei denen Asylverfahren oder Rückführungen in Drittstaaten organisiert werden. Diese Ansätze stehen im Kontext der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems und der Suche nach wirksamen Steuerungsinstrumenten entlang der Migrationsrouten über <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/" type="category" id="22">Nord</a>– und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/" type="category" id="64">Westafrika</a>.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-geplanten-lagern-in-drittstaaten"><span id="kritik-an-geplanten-lagern-in-drittstaaten">Kritik an geplanten Lagern in Drittstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Scharfe Kritik an diesen Überlegungen kommt aus der Opposition im Deutschen Bundestag. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Clara Bünger, wandte sich gegen Pläne zur Einrichtung sogenannter „Return Hubs“ in Drittstaaten. Nach ihrer <a href="https://www.dielinkebt.de/presse/pressemitteilungen/detail/dobrindt-will-lager-in-drittstaaten-errichten/">Darstellung</a> handelt es sich dabei um lagerähnliche Einrichtungen, in denen abgelehnte Asylsuchende oder Personen mit als unzulässig eingestuften Anträgen auf unbestimmte Zeit festgesetzt werden könnten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24536 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Clara_Buenger_in_Dresden_2024.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bünger erklärte, solche Modelle liefen auf eine faktische Auslagerung des europäischen Asylsystems hinaus und gefährdeten grundlegende Rechte. Sie warnte davor, dass Deutschland sich an einem System beteiligen könnte, das den Zugang zu Asyl einschränkt und menschenrechtliche Garantien unterläuft. Die Hoffnung richte sich darauf, dass Gerichte entsprechende Vorhaben überprüfen und begrenzen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-zwischen-kooperation-und-verantwortung"><span id="afrika-zwischen-kooperation-und-verantwortung">Afrika zwischen Kooperation und Verantwortung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für afrikanische Staaten werfen die europäischen Debatten komplexe Fragen auf. Kooperationen mit der EU können finanzielle Unterstützung, Investitionen in Grenzmanagement oder entwicklungspolitische Programme nach sich ziehen. Gleichzeitig stehen Regierungen vor der Herausforderung, Verantwortung für Migrantinnen und Migranten zu übernehmen, die häufig nicht ihre Staatsangehörigen sind, aber auf ihrem Territorium aufgegriffen werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="425" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Migration_Actions_Monday_June_4.jpg" alt="" class="wp-image-24538 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Migration_Actions_Monday_June_4.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Migration_Actions_Monday_June_4-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Migration_Actions_Monday_June_4-380x252.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Menschenrechtsorganisationen verweisen seit Jahren auf Risiken wie unklare Rechtsstatus, lange Aufenthaltszeiten in Lagern und begrenzten Zugang zu Rechtsmitteln in Transitstaaten. Diese Aspekte sind besonders relevant für Länder in Nordafrika und der Sahelzone, die bereits stark von politischen Instabilitäten und wirtschaftlichem Druck betroffen sind.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-offene-linien-der-auseinandersetzung"><span id="offene-linien-der-auseinandersetzung">Offene Linien der Auseinandersetzung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Positionen in Europa bleiben gegensätzlich. Während Befürworter von Drittstaatenlösungen diese als notwendigen Schritt zur Kontrolle irregulärer Migration darstellen, sehen Kritiker darin eine Verlagerung von Verantwortung auf afrikanische Staaten mit schwächeren Schutzsystemen. Die weitere Ausgestaltung europäischer Migrationspolitik dürfte daher nicht nur innerhalb der EU, sondern auch in den Beziehungen zu afrikanischen Partnerländern an Bedeutung gewinnen.</p>
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		<title>US-Senator Kennedy warnt vor Gefährdung der Militärbasis Diego Garcia</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-senator-kennedy-warnt-vor-gefaehrdung-der-militaerbasis-diego-garcia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 21:18:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
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		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kolonialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der republikanische US-Senator John Kennedy hat den britischen Premierminister Keir Starmer aufgefordert, die geplante Übertragung der Souveränität über&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senator-kennedy-warnt-vor-gefaehrdung-der-militaerbasis-diego-garcia%2F&amp;action_name=US-Senator%20Kennedy%20warnt%20vor%20Gef%C3%A4hrdung%20der%20Milit%C3%A4rbasis%20Diego%20Garcia&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-senator-kennedy-warnt-vor-gefaehrdung-der-militaerbasis-diego-garcia/">US-Senator Kennedy warnt vor Gefährdung der Militärbasis Diego Garcia</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der republikanische US-Senator John Kennedy hat den britischen Premierminister Keir Starmer aufgefordert, die geplante Übertragung der Souveränität über die Chagos-Inseln an Mauritius zu stoppen. In einer Rede vor dem US-Senat bezeichnete Kennedy das Vorhaben als schwerwiegenden Fehler mit sicherheitspolitischen Konsequenzen für die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich. Besonders betroffen sei der gemeinsame Militärstützpunkt auf Diego Garcia, einem der strategisch wichtigsten Standorte der US-Streitkräfte weltweit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zentrale-rolle-von-diego-garcia"><span id="zentrale-rolle-von-diego-garcia">Zentrale Rolle von Diego Garcia</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kennedy erklärte, der Plan werde international nur von sehr wenigen Akteuren positiv bewertet. Neben Premierminister Starmer sehe er lediglich Chinas Staatspräsident Xi Jinping als klaren Profiteur. China habe sich seit Jahren systematisch um engere Beziehungen zu Mauritius bemüht. Sollte Mauritius formell die Kontrolle über die Chagos-Inseln erhalten, werde Peking politischen Druck ausüben, um Einfluss auf die Nutzung des Militärstützpunkts zu gewinnen, einschließlich möglicher Inspektionen militärischer Ausrüstung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-24393 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182-1024x681.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182-800x532.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_9406182.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Senator verwies darauf, dass Diego Garcia zu den wenigen Stützpunkten gehöre, an denen US-U-Boote neu bewaffnet werden könnten. Der Standort spiele eine zentrale Rolle bei Operationen im Nahen Osten, in Afrika und im Indopazifik. Zuletzt seien dort strategische Bomber stationiert worden, um auf regionale Spannungen zu reagieren. Die Bedeutung des Stützpunkts könne kaum überschätzt werden.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-historischer-hintergrund-der-chagos-inseln"><span id="historischer-hintergrund-der-chagos-inseln">Historischer Hintergrund der Chagos-Inseln</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kennedy zeichnete in seiner Rede die historische Entwicklung nach. Die Chagos-Inseln seien 1814 von Frankreich an das Vereinigte Königreich abgetreten worden. Mauritius, das ebenfalls unter britischer Verwaltung stand, habe die Inselgruppe nie besessen. Zwar seien die Chagos-Inseln zeitweise von Mauritius aus verwaltet worden, Eigentümer sei jedoch stets das Vereinigte Königreich geblieben.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Mit der Unabhängigkeit von Mauritius im Jahr 1968 habe London die Chagos-Inseln ausdrücklich behalten. In der Folge sei gemeinsam mit den Vereinigten Staaten der Militärstützpunkt auf Diego Garcia errichtet worden. Erst Jahre später habe Mauritius den Internationalen Gerichtshof angerufen und Anspruch auf die Inselgruppe erhoben. Das Gericht habe zwar zugunsten von Mauritius entschieden, verfüge jedoch über keine Durchsetzungsgewalt gegenüber den Vereinigten Staaten oder dem Vereinigten Königreich.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HMS_Tamar_Diego_Garcia_7638542-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-24392 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HMS_Tamar_Diego_Garcia_7638542-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HMS_Tamar_Diego_Garcia_7638542-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HMS_Tamar_Diego_Garcia_7638542-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HMS_Tamar_Diego_Garcia_7638542-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HMS_Tamar_Diego_Garcia_7638542-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HMS_Tamar_Diego_Garcia_7638542-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HMS_Tamar_Diego_Garcia_7638542.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem habe die britische Regierung unter Premierminister Starmer angekündigt, die Souveränität über die Inseln an Mauritius zu übertragen. Gleichzeitig sei vorgesehen, den Militärstützpunkt für 99 Jahre von Mauritius zurückzuleasen – verbunden mit erheblichen Zahlungen aus britischen Haushaltsmitteln.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kennedy kritisierte dieses Vorgehen scharf. Das Vereinigte Königreich gebe Eigentum auf, das es rechtmäßig besitze, und zahle anschließend für die Nutzung einer Infrastruktur, in die die USA und Großbritannien über Jahrzehnte Milliarden investiert hätten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-china-mauritius-und-geopolitische-risiken"><span id="china-mauritius-und-geopolitische-risiken">China, Mauritius und geopolitische Risiken</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Senator verwies auf die wachsende Nähe zwischen Mauritius und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">China</a>. Mauritius habe sich mehreren von China unterstützten <a href="https://fokus-afrika.de/mauritius-aussenminister-ramful-will-staendigen-sicherheitsratssitz-fuer-indien/">internationalen Initiativen</a> angeschlossen, darunter Abkommen zur Schaffung nuklearwaffenfreier Zonen in Afrika sowie zur sicherheits- und handelspolitischen Zusammenarbeit mit Peking. Diese Verpflichtungen könnten nach Kennedys Einschätzung künftig genutzt werden, um Einschränkungen für den Betrieb des Stützpunkts durchzusetzen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24394 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_DD_102_9406477.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sollte Mauritius formell Eigentümer der Chagos-Inseln werden, bestehe die Gefahr, dass China auf Inspektionsrechte dränge oder politische Hebel nutze, um den militärischen Handlungsspielraum der USA einzuschränken. Dies stelle ein erhebliches Risiko für die westliche Sicherheitsarchitektur dar.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kennedy erinnerte daran, dass US-Präsident Donald Trump dem Vorhaben in seiner zweiten Amtszeit zunächst zugestimmt habe, diese Position jedoch inzwischen revidiert habe. In Großbritannien selbst wachse der politische Widerstand. Mitglieder des House of Lords stellten zunehmend kritische Fragen, ebenso Teile der Öffentlichkeit. Sollte es zu einem Regierungswechsel kommen, habe die Reform Party angekündigt, Zahlungen im Rahmen des geplanten Leasing-Abkommens einzustellen. Ein solcher Schritt könnte das gesamte Vertragswerk hinfällig machen und die Kontrolle über den Stützpunkt weiter verkomplizieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-usa-soll-die-chagos-inseln-kaufen"><span id="usa-soll-die-chagos-inseln-kaufen">USA soll die Chagos-Inseln kaufen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Falls die britische Regierung an der Abgabe der Inseln festhalte, forderte Kennedy eine andere Lösung. Die Vereinigten Staaten sollten die Chagos-Inseln vom Vereinigten Königreich erwerben. Er kündigte an, entsprechende Gesetzgebung im US-Senat zu unterstützen, um die Finanzierung zu sichern. Auf diese Weise könne der Militärstützpunkt unter voller US-Kontrolle bleiben, ohne dass Mauritius oder China Einfluss erhielten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24395 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/HM1_and_IT2_Frocking_9484156.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kennedy ordnete die Debatte in einen größeren geopolitischen Zusammenhang ein. Russland, China und Iran verfolgten nach seiner Einschätzung eine koordinierte Strategie zur Ausweitung ihres Einflusses in Europa, im Nahen Osten, im Indopazifik sowie in Afrika und Südamerika. In diesem Kontext sei Diego Garcia ein unverzichtbarer Pfeiler der US-amerikanischen Sicherheitsarchitektur.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-politische-debatte-halt-an"><span id="politische-debatte-haelt-an">Politische Debatte hält an</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in den <a href="https://www.kennedy.senate.gov/public/2025/1/kennedy-us-should-not-bow-to-un-plan-to-turn-over-key-military-base-to-country-with-ties-to-china">vergangenen Jahren</a> hatte Kennedy wiederholt vor der geplanten Übertragung der Chagos-Inseln gewarnt. Er veröffentlichte mehrere Meinungsbeiträge in britischen und US-amerikanischen Medien, wandte sich schriftlich an das US-Außenministerium und brachte das Thema mehrfach im US-Senat zur Sprache. Auch hochrangige Vertreter der US-Regierung äußerten Bedenken und verwiesen auf die sicherheitspolitische Bedeutung des Stützpunkts im Indischen Ozean.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="567" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/867470C7D8FA6EE3EBF872ABC95813B4C59D0A4F51722862C327CBDBBE259311.screenshot-2025-01-21-at-4.47.33-pm-2-1024x567.png" alt="" class="wp-image-24390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/867470C7D8FA6EE3EBF872ABC95813B4C59D0A4F51722862C327CBDBBE259311.screenshot-2025-01-21-at-4.47.33-pm-2-1024x567.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/867470C7D8FA6EE3EBF872ABC95813B4C59D0A4F51722862C327CBDBBE259311.screenshot-2025-01-21-at-4.47.33-pm-2-300x166.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/867470C7D8FA6EE3EBF872ABC95813B4C59D0A4F51722862C327CBDBBE259311.screenshot-2025-01-21-at-4.47.33-pm-2-768x425.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/867470C7D8FA6EE3EBF872ABC95813B4C59D0A4F51722862C327CBDBBE259311.screenshot-2025-01-21-at-4.47.33-pm-2-380x210.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/867470C7D8FA6EE3EBF872ABC95813B4C59D0A4F51722862C327CBDBBE259311.screenshot-2025-01-21-at-4.47.33-pm-2-800x443.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/867470C7D8FA6EE3EBF872ABC95813B4C59D0A4F51722862C327CBDBBE259311.screenshot-2025-01-21-at-4.47.33-pm-2.png 1102w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Kennedy appellierte abschließend erneut an Premierminister Starmer, die Entscheidung zu überdenken. Die Zukunft eines der <a href="https://fokus-afrika.de/maritime-sicherheit-im-indischen-ozean-uebung-cutlass-express-2026-startet-in-mauritius/">wichtigsten Militärstützpunkte der westlichen Allianz</a> dürfe nicht aus historischen Schulddebatten oder politischem Druck heraus aufs Spiel gesetzt werden.</p>
</div></div>
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			<media:title type="html">US-Senator Kennedy warnt vor Gefährdung der Militärbasis Diego Garcia</media:title>
			<media:description type="html">Diego Garcia im Fokus: Ein US-Senator warnt vor der Abtretung der Chagos-Inseln an Mauritius und Folgen für die Militärbasis.</media:description>
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			<media:title type="html">BTF-_KC-135s_Lengthen_Lancers_Flights_(9406182)</media:title>
			<media:description type="html">A U.S. Air Force B-1B Lancer from the 9th Expeditionary Bomb Squadron, conducts aerial refueling with a KC-135 Stratotanker assigned to the 909th Air Refueling Squadron, Kadena Air Base, Japan, during a bomber task force mission over the Indian Ocean Nov. 10, 2025. BTF missions familiarize aircrew with air bases and operations in different areas of operations to enable strategic access in an effort to deter global conflict. (U.S. Air Force photo by Staff Sgt. Cedrique Oldaker)</media:description>
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			<media:title type="html">HMS_Tamar_Diego_Garcia_(7638542)</media:title>
			<media:description type="html">DIEGO GARCIA, British Indian Ocean Territory – Sailors assigned to U.S. Navy Support Facility Diego Garcia watch as HMS Tamar (P233), the fourth of the five Batch 2 River-class offshore patrol vessels operated by the Royal Navy, arrives in Diego Garcia for a scheduled port visit Feb. 15, 2023. The visit underscored the strategic importance of Diego Garcia to an enduring free and open Indo-Pacific by enabling presence, assuring access, and providing defense to the global commons. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Jesus O. Aguiar)</media:description>
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			<media:title type="html">NSF_Diego_Garcia_leadership_tours_JS_Harusame_(DD_102)_(9406477)</media:title>
			<media:description type="html">251110-N-ML137-1027 DIEGO GARCIA, British Indian Ocean Territory (Nov. 10, 2025) Japan Maritime Self-Defense Force Cmdr. Makoto Ozawa, commanding officer of the Murasame-class destroyer JS Harusame (DD 102), gives a tour of the ship’s fo’c’sle to U.S. Navy Capt. William Guheen, commanding officer of Navy Support Facility Diego Garcia, Nov. 10, 2025. Harusame is in Diego Garcia for a scheduled port visit. NSF Diego Garcia’s mission is to provide critical support to U.S. and allied forces forward deployed to the Indian Ocean, while supporting multi-theater forces operating in the CENTCOM, AFRICOM, EUCOM and PACOM areas of responsibilities in support of overseas contingency operations. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Samantha Jetzer)</media:description>
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			<media:title type="html">HM1_and_IT2_Frocking_(9484156)</media:title>
			<media:description type="html">Senior Chief Hospital Corpsman José Martinez reads a Certificate of Appointment during Information Systems Technician 3rd Class Robert Rosario, left, and Hospital Corpsman 2nd Class Mason Jeffries’, center, assigned to Navy Medical Training and Readiness Unit Diego Garcia, frocking ceremony onboard Navy Support Facility Diego Garcia, Jan. 9, 2026. NSF Diego Garcia&#039;s mission is to provide critical support to U.S. and allied forces forward deployed to the Indian Ocean, while supporting multi-theater forces operating in the CENTCOM, AFRICOM, EUCOM AND PACOM areas of responsibilities in support of overseas contingency operations. (U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist Seaman Kamaren Hill)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 17:08:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Nordafrika]]></category>
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		<category><![CDATA[5]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Bei einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats zur Terrorismusbekämpfung in Nordafrika ist es zu einer scharfen Auseinandersetzung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel%2F&amp;action_name=US-Senat%3A%20Kontroverse%20um%20Polisario-Front%20und%20Terrorismus%20im%20Sahel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Anhörung des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats zur Terrorismusbekämpfung in Nordafrika ist es zu einer scharfen Auseinandersetzung über die Rolle der Polisario-Front gekommen. Der republikanische Senator <strong>Ted Cruz</strong> warf Vertretern des US-Außenministeriums vor, mutmaßliche Verbindungen der Bewegung zu terroristischen Akteuren bewusst nicht zu benennen. Die <a href="https://www.foreign.senate.gov/hearings/countering-terrorism-in-north-africa-opportunities-and-challenges">Anhörung</a> fand vor dem Hintergrund anhaltender Instabilität im Sahel sowie wachsender sicherheitspolitischer Spannungen in Nordafrika statt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-anhorung-zu-terrorismus-in-nordafrika"><span id="anhoerung-zu-terrorismus-in-nordafrika">Anhörung zu Terrorismus in Nordafrika</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte entfaltete sich im Rahmen der Sitzung „Countering Terrorism in North Africa: Opportunities and Challenges“ des Senatsunterausschusses für den Nahen Osten, Südasien, Zentralasien und Terrorismusbekämpfung. Ziel der Anhörung war es, die US-Strategie zur Eindämmung <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-terrorismus-in-subsahara-afrika/" type="post" id="11697">terroristischer Bedrohungen</a> in Nordafrika und im Sahel zu beleuchten. Als Zeugen traten <strong>Robert J. Palladino</strong>, leitender Beamter im Bureau of Near Eastern Affairs des US-Außenministeriums, sowie <strong>Joel Borkert</strong>, stellvertretender Koordinator im Bureau of Counterterrorism, auf.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/QTmULZjZrxg?si=MWb-MX2corJcANLj" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Palladino hob in seiner <a href="https://www.foreign.senate.gov/imo/media/doc/137af5b9-d09d-f7cd-d673-ab0f5453f6b4/020326_Palladino_Testimony.pdf">vorbereiteten Stellungnahme</a> hervor, dass Nordafrika für die US-Sicherheitsinteressen von zentraler Bedeutung sei. Die Vereinigten Staaten arbeiteten eng mit regionalen Partnern zusammen, um terroristische Aktivitäten frühzeitig zu unterbinden und ein Übergreifen der Gewalt aus dem Sahel zu verhindern. Besonders Staaten wie <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/" type="category" id="24">Algerien</a>, Marokko und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/" type="category" id="28">Tunesien</a> hätten ihre Fähigkeiten in der Terrorismusbekämpfung in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Laut Angaben des US-Außenministeriums seien diese Länder zunehmend in der Lage, sicherheitspolitische Verantwortung über die eigenen Grenzen hinaus zu übernehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-algerien-und-russland-warnung-vor-caatsa-sanktionen-wegen-kampfjet-kaufen"><span id="algerien-und-russland-warnung-vor-caatsa-sanktionen-wegen-kampfjet-kaeufen">Algerien und Russland: Warnung vor CAATSA-Sanktionen wegen Kampfjet-Käufen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Debatte um Terrorismus im Sahel und die Polisario-Front wurde Algeriens Rüstungsbeschaffung thematisiert. Auf eine Nachfrage der demokratischen Senatorin Jeanne Shaheen sagte Palladino, man habe entsprechende Medienberichte gesehen und halte sie für „besorgniserregend“. Derartige Transaktionen könnten Sanktionen nach dem US-Gesetz CAATSA auslösen. Palladino betonte, Washington verfolge die Lage „sehr genau“ und könne Details in einem vertraulichen Rahmen mit Senatorinnen und Senatoren erörtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algerien kündigte im Februar 2025 an, Kampfjets der fünften Generation vom Typ Su-57 aus Russland zu erhalten. Zugleich wurde bekannt, dass algerische Piloten zur Ausbildung für diese Flugzeuge nach Russland entsandt wurden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-von-ted-cruz-an-ausweichenden-antworten"><span id="kritik-von-ted-cruz-an-ausweichenden-antworten">Kritik von Ted Cruz an „ausweichenden Antworten“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Anhörung stand die wiederholte Nachfrage von Ted Cruz zur Polisario-Front. Der Senator bezog sich auf Passagen aus Palladinos schriftlicher Aussage, in denen Algerien als „kritische Säule regionaler Stabilität“ bezeichnet und zugleich auf „terroristische Aktivitäten im Sahel“ verwiesen wurde. Cruz fragte, ob <a href="https://fokus-afrika.de/menschenrechtsverletzungen-in-den-tindouf-lagern-bei-un-sitzung-in-genf-angeprangert/" type="post" id="10960">diese Hinweise</a> die Polisario-Front beträfen, die im Kontext des Westsahara-Konflikts agiert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-24302 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1024x678.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-300x199.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-768x508.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-380x251.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-800x529.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004-1160x768.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_NHQ202504090004.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Cruz erklärte, der Iran versuche, die Polisario-Front zu einer Stellvertreterkraft nach dem Vorbild der Huthi-Bewegung im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/yemen/" type="post_tag" id="589">Jemen</a> aufzubauen. Er verwies auf mutmaßliche Verbindungen zu iranischen Akteuren sowie auf Waffenlieferungen und logistische Unterstützung. „Ich glaube, sie sollten als Terrororganisation eingestuft werden“, sagte Cruz und bestätigte, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorbereitet zu haben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Palladino wich einer direkten Antwort aus und betonte stattdessen die US-Position, alle Konfliktparteien in der Westsahara in Gespräche einzubinden, um eine „dauerhafte und tragfähige Lösung“ zu erreichen. Die US-Regierung bewerte fortlaufend Bedrohungen für das amerikanische Staatsgebiet, erklärte der Beamte, ohne die Polisario-Front explizit zu nennen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-des-bureau-of-counterterrorism"><span id="rolle-des-bureau-of-counterterrorism">Rolle des Bureau of Counterterrorism</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="764" height="992" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert.png" alt="" class="wp-image-24304 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert.png 764w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert-231x300.png 231w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Joel-M.-Borkert-380x493.png 380w" sizes="(max-width: 764px) 100vw, 764px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch Joel Borkert vermied es, die Polisario-Front ausdrücklich in den Kreis der von den USA beobachteten terroristischen Bedrohungen einzubeziehen. In seiner <a href="https://www.foreign.senate.gov/imo/media/doc/137af5b9-d09d-f7cd-d673-ab0f5453f6b4/020326_Borkert_Testimony.pdf">Stellungnahme</a> schilderte er ein komplexes Sicherheitsumfeld, in dem instabile Grenzregionen im Sahel terroristischen Netzwerken Bewegungsfreiheit böten. Iranische Stellvertreterorganisationen, die Aktivitäten des <a href="https://fokus-afrika.de/africom-setzt-auf-sicherheit-und-wirtschaftliche-stabilitaet-in-afrika/" type="post" id="24278">sogenannten Islamischen Staates</a> sowie ungelöste Konflikte im Nahen Osten wirkten destabilisierend auf Nordafrika und Westafrika.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Borkert verwies auf konkrete Erfolge der US-Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Partnern. So hätten US-ausgebildete Sicherheitskräfte in Tunesien Anfang 2026 eine mutmaßliche IS-Zelle zerschlagen. <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/" type="category" id="26">Marokko</a> wiederum nutze US-unterstützte Ausbildungsprogramme, um Sicherheitskräfte aus Ländern südlich der Sahara zu schulen. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, <a href="https://fokus-afrika.de/zusammenarbeit-im-kampf-gegen-terrorismus-zwei-is-unterstuetzer-in-spanien-verhaftet/">terroristische Netzwerke</a> zu schwächen, bevor sie US-Interessen oder Verbündete bedrohen könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorwurfe-zu-iranischen-und-regionalen-verbindungen"><span id="vorwuerfe-zu-iranischen-und-regionalen-verbindungen">Vorwürfe zu iranischen und regionalen Verbindungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Cruz kritisierte die Antworten der Regierungsvertreter als „voller Worte, aber ohne Substanz“. Er fragte beide Zeugen direkt, ob sie angewiesen worden seien, nichts Negatives über die Polisario-Front zu sagen. Sowohl Palladino als auch Borkert verneinten dies. Cruz kommentierte daraufhin, der Eindruck einer bewussten Auslassung bleibe dennoch bestehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="552" height="692" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1.png" alt="" class="wp-image-24303 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1.png 552w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1-239x300.png 239w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/02/Palladino-scaled-1-380x476.png 380w" sizes="(max-width: 552px) 100vw, 552px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte knüpft an eine breitere Diskussion in den USA an, in der Teile des Kongresses eine härtere Gangart gegenüber der Polisario-Front fordern. Bereits 2025 hatten mehrere republikanische Abgeordnete Gesetzesinitiativen eingebracht, die eine Einstufung der Bewegung als ausländische Terrororganisation prüfen lassen sollen. Befürworter verweisen auf Berichte über Verbindungen zu extremistischen Netzwerken im Sahel sowie auf die geopolitische Dimension des <a href="https://fokus-afrika.de/usa-wollen-endgueltige-loesung-der-westsahara-frage/" type="post" id="21301">Westsahara-Konflikts</a>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein <a href="https://s3.us-east-1.amazonaws.com/media.hudson.org/The+Strategic+Case+for+Designating+the+Polisario+Front+as+a+Foreign+Terrorist+Organization+Zineb+Riboua.pdf">Policy-Papier des Hudson Institute</a> argumentiert, die Aktivitäten der Polisario-Front erfüllten die gesetzlichen Kriterien für eine Terrorlistung. Genannt werden unter anderem die Verletzung von Waffenstillstandsvereinbarungen, die Zweckentfremdung humanitärer Hilfe und mutmaßliche Kooperationen mit Akteuren wie der Hisbollah sowie mit iranischen Strukturen. Die Autorin sieht darin nicht nur ein regionales, sondern auch ein <a href="https://fokus-afrika.de/usa-justieren-afrika-strategie-neu/" type="post" id="24245">strategisches Problem für US-Interessen</a> in Afrika.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fus-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel%2F&action_name=US-Senat%3A%20Kontroverse%20um%20Polisario-Front%20und%20Terrorismus%20im%20Sahel&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/us-senat-kontroverse-um-polisario-front-und-terrorismus-im-sahel/">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">US-Senat: Kontroverse um Polisario-Front und Terrorismus im Sahel</media:title>
			<media:description type="html">US-Anhörung zu Terrorismus in Nordafrika: Senator Ted Cruz fordert Klarheit zur Polisario-Front – das Außenministerium bleibt vage.</media:description>
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			<media:title type="html">Jared_Isaacman_Senate_Confirmation_Hearing_(NHQ202504090004)</media:title>
			<media:description type="html">Sen. Ted Cruz, R-Texas, Chairman of the Senate Committee on Commerce, Science, and Transportation, questions Jared Isaacman, President Donald Trump’s nominee to be the next administrator of NASA, during a hearing, Wednesday, April 9, 2025, at the Russell Senate Office Building in Washington. Photo Credit: (NASA/Bill Ingalls)</media:description>
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			<media:title type="html">Joel-M.-Borkert</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Washington Accords: US-Kongressausschuss setzt auf neuen Friedensansatz für DR Kongo und Ruanda</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/washington-accords-us-kongressausschuss-setzt-auf-neuen-friedensansatz-fuer-dr-kongo-und-ruanda/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 08:28:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Vorsitzende des Afrika-Unterausschusses im Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses, Chris Smith, hat letzte Woche in Washington die Eröffnungsrede zu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwashington-accords-us-kongressausschuss-setzt-auf-neuen-friedensansatz-fuer-dr-kongo-und-ruanda%2F&amp;action_name=Washington%20Accords%3A%20US-Kongressausschuss%20setzt%20auf%20neuen%20Friedensansatz%20f%C3%BCr%20DR%20Kongo%20und%20Ruanda&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/washington-accords-us-kongressausschuss-setzt-auf-neuen-friedensansatz-fuer-dr-kongo-und-ruanda/">Washington Accords: US-Kongressausschuss setzt auf neuen Friedensansatz für DR Kongo und Ruanda</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende des Afrika-Unterausschusses im Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses, <strong>Chris Smith</strong>, hat letzte Woche in Washington die Eröffnungsrede zu einer Anhörung über den Friedensprozess zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda gehalten. Thema der Sitzung war die Umsetzung der sogenannten „Washington Accords“, die unter der Präsidentschaft von Donald Trump ausgehandelt wurden und einen neuen politischen und wirtschaftlichen Rahmen für die Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts in der Region schaffen sollen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie Frieden, Sicherheit und wirtschaftliche Integration zwischen beiden Ländern konkret vorangebracht werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-jahrzehnte-us-engagement-im-kontext-des-konflikts"><span id="drei-jahrzehnte-us-engagement-im-kontext-des-konflikts">Drei Jahrzehnte US-Engagement im Kontext des Konflikts</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Smith verwies in seinen vorbereiteten Bemerkungen auf sein mehr als 30-jähriges Engagement im Kontext der Konflikte zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda. Dieses reiche von der internationalen Reaktion auf den Völkermord in Ruanda 1994 bis hin zu den aktuellen Washington Accords. Das Abkommen markiere aus seiner Sicht einen Wendepunkt, da es erstmals gelungen sei, beide Konfliktparteien an einen Verhandlungstisch zu bringen und verbindliche Zusagen zu erzielen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">⭐RAPPEL : 🟢 LE CONSTAT DU CONGRESSMAN CHRIS SMITH SUR L&#39;ACCORD DE PAIX DE WASHINGTON ENTRE LA <a href="https://twitter.com/hashtag/RDC?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#RDC</a> ET LE <a href="https://twitter.com/hashtag/RWANDA?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#RWANDA</a>, MAIS VIOLÉ PAR CE DERNIE 🟢<br><br>📜Contexte de l’audition<br><br>Chris Smith, président de la sous-commission Afrique du House Foreign Affairs Committee, a dirigé cette… <a href="https://t.co/pMdiS5tT42">pic.twitter.com/pMdiS5tT42</a></p>— MPOZEMBIZI Théophile (@TheoMpoze) <a href="https://twitter.com/TheoMpoze/status/2015320159091605745?ref_src=twsrc%5Etfw">January 25, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende sprach von einem historischen Schritt, da es sich um den ersten ernsthaften Fortschritt dieser Art in der modernen Geschichte des Konflikts handele. Die Vereinbarungen seien darauf ausgelegt, sowohl politische als auch wirtschaftliche Vorteile für die Demokratische Republik Kongo, Ruanda und die Vereinigten Staaten zu schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verpflichtungen-und-umsetzung-der-washington-accords"><span id="verpflichtungen-und-umsetzung-der-washington-accords">Verpflichtungen und Umsetzung der Washington Accords</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zentraler Punkt der Anhörung war die <a href="https://fokus-afrika.de/washington-abkommen-friedensbarometer-fordert-von-der-dr-kongo-rasches-vorgehen-gegen-fdlr/">Frage der Umsetzung</a>. Smith betonte, dass die Einhaltung der im Dezember unterzeichneten Verpflichtungen nicht nur im nationalen Interesse der USA liege, sondern auch im Interesse der Millionen Menschen, die unter den Folgen des Konflikts litten. Er erinnerte an die geschätzten sechs Millionen Todesopfer, die der jahrzehntelange Krieg gefordert habe, und bezeichnete diese Bilanz als „staggering and intolerable“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="321" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/smith.jpeg.webp" alt="" class="wp-image-23974 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/smith.jpeg.webp 480w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/smith.jpeg-300x201.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2026/01/smith.jpeg-380x254.webp 380w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren habe der Unterausschuss elf Anhörungen durchgeführt, die sich ausschließlich mit der politischen Krise und der Gewalt in der Region befasst hätten. Diese hätten immer wieder gezeigt, dass sowohl die internationale Gemeinschaft als auch die USA lange Zeit nur halbherzig reagiert hätten. Unter der aktuellen US-Regierung sei der Ansatz jedoch „stark, nachhaltig und dauerhaft“.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-wirtschaftliche-integration-als-friedensinstrument"><span id="regionale-wirtschaftliche-integration-als-friedensinstrument">Regionale wirtschaftliche Integration als Friedensinstrument</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kernelement der Washington Accords ist der sogenannte „Regional Economic Integration Framework“. Dieser verpflichtet die Regierungen der Demokratischen Republik Kongo und Ruandas zur Entwicklung eines strukturierten Fahrplans für wirtschaftliche Integration. Vorgesehen sind Kooperationen entlang von Rohstofflieferketten, im Infrastrukturbereich, in der Energieversorgung, im Tourismus sowie in weiteren Sektoren. Ziel ist es, Frieden durch gemeinsame wirtschaftliche Interessen zu stabilisieren und Investitionen zu fördern.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Washington Accords for Peace and Prosperity between the 🇨🇩 DRC and 🇷🇼 Rwanda paved a way for lasting peace, improved security, and opportunity to rebuild communities devastated by DECADES of violence.<br><br>🇺🇸 President Trump is the PEACE PRESIDENT. <a href="https://t.co/ActlNEJ7Sz">pic.twitter.com/ActlNEJ7Sz</a></p>— House Foreign Affairs Committee Majority (@HouseForeignGOP) <a href="https://twitter.com/HouseForeignGOP/status/2015497909630836805?ref_src=twsrc%5Etfw">January 25, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf aufbauend sieht das Abkommen strategische Partnerschaften zwischen den USA und beiden afrikanischen Staaten vor. Diese sollen wirtschaftliche Reformen, Governance im Bereich kritischer Mineralien und sicherheitspolitische Zusammenarbeit miteinander verknüpfen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Kinder- und Zwangsarbeit im Bergbausektor durch vollständige Transparenz, Sorgfaltspflichten und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferketten nach international anerkannten Standards.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsdimension-fdlr-m23-und-truppenabzug"><span id="sicherheitsdimension-fdlr-m23-und-truppenabzug">Sicherheitsdimension: FDLR, M23 und Truppenabzug</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonders sensibler Aspekt der Vereinbarungen betrifft die Sicherheitslage im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Washington Accords enthalten ein vierphasiges Einsatzkonzept, das den Abzug ruandischer Truppen an konkrete Fortschritte bei der Zerschlagung der FDLR-Miliz knüpft. Smith bezeichnete die Präsenz der FDLR und ihre genozidale Ideologie als anhaltendes zentrales Sicherheitsproblem für Ruanda.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">@ US House of Rep Subcttee on Africa. Congratulated Hon. Chairman Chris Smith and Witness for strong eloquent stances: appreciation for DRC written position, congress consensus to Sanction Rwanda and pull out its troops, bill (projet de loi) underway. <a href="https://twitter.com/hashtag/rwandaleavedrcnow?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#rwandaleavedrcnow</a>! <a href="https://t.co/FG1KLRtM74">pic.twitter.com/FG1KLRtM74</a></p>— Amb. Kapinga Y. Ngandu (@yngandu) <a href="https://twitter.com/yngandu/status/2014607744368595147?ref_src=twsrc%5Etfw">January 23, 2026</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig äußerte er die Erwartung, konkrete Maßnahmen zur Demobilisierung entsprechender Kämpfer zu sehen, insbesondere in Gebieten, die unter Kontrolle der M23-Miliz und Ruandas stehen sollen. Die Darstellung der M23 als unabhängige Gruppierung wies Smith zurück und sprach von einem klaren Muster der Koordination mit Kigali. Auch der kongolesischen Armee attestierte er Defizite im Umgang mit bewaffneten Gruppen, insbesondere beim Entwaffnen und Umsiedeln von Akteuren, die den Vereinbarungen widersprächen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sanktionen-rohstoffe-und-internationale-dimension"><span id="sanktionen-rohstoffe-und-internationale-dimension">Sanktionen, Rohstoffe und internationale Dimension</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Smith verwies zudem auf US-Sanktionsmaßnahmen gegen Unternehmen mit Sitz in Hongkong und auf dem <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/" type="post_tag" id="385">chinesischen</a> Festland, denen vorgeworfen wird, bewaffnete Gruppen wie M23 zu finanzieren. Genannt wurde unter anderem die Congo-Dongyang Mining Corporation, die beschuldigt wird, Mineralien aus Konfliktgebieten zu beziehen und über ruandische Lieferketten nach China weiterzuleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in früheren Anhörungen hatte Smith den Zusammenhang zwischen Rohstofflieferketten und Gewalt thematisiert. Die Abhängigkeit von kritischen Mineralien, die zur Finanzierung bewaffneter Akteure beitrügen, müsse durchbrochen werden, um externe Einflussnahme und anhaltende Instabilität zu begrenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-washington-accords-als-politischer-rahmen"><span id="washington-accords-als-politischer-rahmen">Washington Accords als politischer Rahmen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend ordnete Smith die Washington Accords nicht nur als rohstoff- oder sicherheitspolitisches Instrument ein, sondern als umfassenden <a href="https://fokus-afrika.de/minister-sitzung-zur-krise-zwischen-ruanda-und-dr-kongo/">politischen Rahmen</a> zur Beendigung von Krieg und Leid in der Region. Die Vereinbarungen zielten darauf ab, ethnische Spannungen, wirtschaftliche Ausbeutung und sicherheitspolitische Rivalitäten gemeinsam zu adressieren und damit eine Grundlage für nachhaltigen Frieden zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda zu schaffen.</p>
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		<item>
		<title>Bundesregierung weist Vorwurf einer „Nebenaußenpolitik“ politischer Stiftungen zurück</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-weist-vorwurf-einer-nebenaussenpolitik-politischer-stiftungen-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 15:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung hat dem Deutschen Bundestag eine umfassende Übersicht zu den Auslandsaktivitäten deutscher politischer Stiftungen vorgelegt. In der&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-weist-vorwurf-einer-nebenaussenpolitik-politischer-stiftungen-zurueck%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20weist%20Vorwurf%20einer%20%E2%80%9ENebenau%C3%9Fenpolitik%E2%80%9C%20politischer%20Stiftungen%20zur%C3%BCck&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-weist-vorwurf-einer-nebenaussenpolitik-politischer-stiftungen-zurueck/">Bundesregierung weist Vorwurf einer „Nebenaußenpolitik“ politischer Stiftungen zurück</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat dem Deutschen Bundestag eine umfassende Übersicht zu den Auslandsaktivitäten deutscher politischer Stiftungen vorgelegt. In der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/031/2103175.pdf">Antwort</a> auf eine Kleine Anfrage werden Umfang, regionale Schwerpunkte und finanzielle Förderung der Projekte für das Jahr 2025 und Folgejahre detailliert aufgeführt. Ein erheblicher Teil der Aktivitäten entfällt auf Afrika, insbesondere auf Programme zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Konfliktprävention, Migration und gesellschaftlicher Transformation.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-stiftungen-und-ihre-rolle-im-ausland"><span id="politische-stiftungen-und-ihre-rolle-im-ausland">Politische Stiftungen und ihre Rolle im Ausland</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Darstellung der Bundesregierung verfolgen die sechs parteinahen politischen Stiftungen aus Deutschland keine eigenständige Außenpolitik. Vielmehr agieren sie rechtlich unabhängig und setzen Projekte eigenverantwortlich um, die mit Zustimmung und finanzieller Unterstützung des Bundes erfolgen. Ziel ist es laut Bundesregierung, durch Kontakte zu zivilgesellschaftlichen Akteuren, politischen Gruppen und Multiplikatoren demokratische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen zu fördern sowie Völkerverständigung zu unterstützen. Die Stiftungen sind dabei weder Durchführungs- noch Mittlerorganisationen der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="603" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Reichstagsgebaeude_von_Westen-1-1024x603.jpg" alt="" class="wp-image-23015 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Reichstagsgebaeude_von_Westen-1-1024x603.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Reichstagsgebaeude_von_Westen-1-300x177.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Reichstagsgebaeude_von_Westen-1-768x452.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Reichstagsgebaeude_von_Westen-1-380x224.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Reichstagsgebaeude_von_Westen-1-800x471.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Reichstagsgebaeude_von_Westen-1-1160x683.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Reichstagsgebaeude_von_Westen-1.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Diese Einordnung ist Teil der Vorbemerkung der Bundesregierung zur parlamentarischen Anfrage, die von Abgeordneten der AfD-Fraktion eingebracht wurde. Die Antwort wurde am 8. Dezember 2025 vom Auswärtigen Amt übermittelt und umfasst eine umfangreiche Anlage mit Projektlisten, Laufzeiten, Ländern und Fördersummen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-als-zentraler-schwerpunkt-der-projektarbeit"><span id="afrika-als-zentraler-schwerpunkt-der-projektarbeit">Afrika als zentraler Schwerpunkt der Projektarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Übersicht geht hervor, dass Afrika südlich der Sahara sowie Nord- und Westafrika zu den wichtigsten Einsatzregionen deutscher politischer Stiftungen zählen. Mehrere Stiftungen führen dort großvolumige Programme durch, die über mehrere Jahre angelegt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Friedrich-Ebert-Stiftung etwa ist in Afrika mit Programmen zur demokratischen Beteiligung in Konfliktregionen, zu Migration und Flucht sowie zur gesellschaftspolitischen Beratung vertreten. Für Projekte in Subsahara-Afrika sind laut Regierungsangaben für den Zeitraum 2023 bis 2025 Fördermittel in Höhe von rund 43,7 Millionen Euro vorgesehen. Hinzu kommen weitere Programme zu Friedens- und sicherheitspolitischem Dialog in West- und Ostafrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Konrad-Adenauer-Stiftung weist umfangreiche Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent aus. Für ein Regionalprogramm Afrika südlich der Sahara im Zeitraum 2023 bis 2025 sind Fördermittel von rund 24,5 Millionen Euro eingeplant. Thematisch stehen dabei Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Medienförderung und politische Bildung im Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Heinrich-Böll-Stiftung führt ein eigenes Regionalprogramm Afrika südlich der Sahara für die Jahre 2025 bis 2027 durch, das mit mehr als 15 Millionen Euro gefördert wird. Der Fokus liegt auf gesellschaftspolitischer Bildung, Demokratisierung, Klima- und Umweltpolitik sowie Fragen der internationalen Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist mit mehreren Programmen in Nord-, West-, Ost- und Südafrika präsent. Dazu zählen Vorhaben zur sozial-ökologischen Transformation, zur Stärkung demokratischer Strukturen sowie zur Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure. Einzelne Programme in Afrika bewegen sich im einstelligen bis zweistelligen Millionenbereich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-thematische-schwerpunkte-demokratie-migration-sicherheit"><span id="thematische-schwerpunkte-demokratie-migration-sicherheit">Thematische Schwerpunkte: Demokratie, Migration, Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Übergreifend lassen sich mehrere thematische Schwerpunkte erkennen. Ein zentraler Bereich ist die Demokratieförderung, einschließlich politischer Bildung, Stärkung von Zivilgesellschaft und Förderung rechtsstaatlicher Strukturen. Daneben spielen Migration und Flucht eine wichtige Rolle, etwa durch Programme zur Bekämpfung von Fluchtursachen oder zur Reintegration von Geflüchteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheits- und friedenspolitische Fragestellungen werden ebenfalls adressiert, unter anderem durch Dialogformate zu Konfliktprävention und regionaler Stabilisierung. Ergänzt werden diese Themen durch Programme zu Klimapolitik, sozial-ökologischer Transformation und nachhaltiger Entwicklung, die insbesondere in afrikanischen Ländern mit Blick auf strukturelle Herausforderungen umgesetzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kontrolle-und-rechtlicher-rahmen-der-forderung"><span id="kontrolle-und-rechtlicher-rahmen-der-foerderung">Kontrolle und rechtlicher Rahmen der Förderung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort, dass Projekte nur gefördert werden, wenn ein erhebliches Bundesinteresse besteht und die Vorhaben mit dem Grundgesetz sowie den außenpolitischen Interessen Deutschlands vereinbar sind. Eine missbräuchliche Verwendung von Bundesmitteln lasse sich aus bisherigen Prüfungen nicht ableiten. Zwar komme es vereinzelt zu Rückforderungen aufgrund formaler Mängel bei der Mittelverwendung, diese beträfen jedoch Dokumentationspflichten und nicht inhaltliche Verstöße.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gesonderte verfassungsrechtliche Überprüfung der Auslandsprojekte durch Sicherheitsbehörden ist laut Bundesregierung nicht vorgesehen. Stattdessen erfolgt eine sorgfältige Prüfung der Projektanträge und Partner im Rahmen der bestehenden zuwendungsrechtlichen Verfahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-debatte-im-bundestag"><span id="politische-debatte-im-bundestag">Politische Debatte im Bundestag</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Offenlegung der Auslandsaktivitäten ist Teil einer <a href="https://fokus-afrika.de/betreiben-politische-stiftungen-eine-nebenaussenpolitik/">anhaltenden politischen Debatte über Rolle, Einfluss und Finanzierung politischer Stiftungen</a>. Während die Bundesregierung die Arbeit der Stiftungen als Beitrag zur internationalen Verständigung und Demokratieförderung bewertet, wird insbesondere von Seiten der Opposition hinterfragt, in welchem Umfang und mit welchen Zielen Bundesmittel im Ausland eingesetzt werden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die nun vorgelegte Antwort liefert erstmals für das Jahr 2025 eine detaillierte und nach Stiftungen aufgeschlüsselte Übersicht und ermöglicht damit eine genauere Einordnung der deutschen Stiftungsarbeit in Afrika und anderen Weltregionen</p>
</div></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag debattiert Friedensperspektive für den Sudan</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-debattiert-friedensperspektive-fuer-den-sudan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 12:31:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
		<category><![CDATA[UAE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Bundestag hat am 4. Dezember 2025 zwei Anträge der Opposition zur Lage im Sudan beraten. Die Diskussion&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-debattiert-friedensperspektive-fuer-den-sudan%2F&amp;action_name=Bundestag%20debattiert%20Friedensperspektive%20f%C3%BCr%20den%20Sudan&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-debattiert-friedensperspektive-fuer-den-sudan/">Bundestag debattiert Friedensperspektive für den Sudan</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat am 4. Dezember 2025 zwei Anträge der Opposition zur Lage im Sudan beraten. Die Diskussion fand vor dem Hintergrund eines anhaltenden Konflikts statt, der Millionen Menschen betrifft und die internationale Staatengemeinschaft vor erhebliche humanitäre und sicherheitspolitische Herausforderungen stellt. In der halbstündigen Aussprache wurden die Positionen der Oppositionsfraktionen zu humanitärer Hilfe, Waffenembargos und diplomatischen Initiativen erörtert. Laut <a href="https://dserver.bundestag.de/btp/21/21047.pdf">Bundestagsdokumentation</a> wurde ein Antrag der Grünen abgelehnt, während ein Antrag der Linken zur weiteren Beratung in den Auswärtigen Ausschuss überwiesen wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abgelehnter-antrag-der-grunen-zu-humanitarer-hilfe-und-waffenembargos"><span id="abgelehnter-antrag-der-gruenen-zu-humanitaerer-hilfe-und-waffenembargos">Abgelehnter Antrag der Grünen zu humanitärer Hilfe und Waffenembargos</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (<a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/030/2103037.pdf">21/3037</a>) zielte auf eine Stärkung des deutschen Engagements im Sudan ab. Die Abgeordneten verwiesen auf die humanitäre Lage, wonach rund 30 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen seien und über 19 Millionen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen seien. Die Bundesregierung sollte nach Vorstellung der Fraktion ihre Mittel für die humanitäre Hilfe deutlich erhöhen.</p>



<iframe width="640" height="360" src="https://webtv.bundestag.de/pservices/player/embed/nokey?e=bt-od&ep=69&a=144277506&c=7645932&t=https%3A%2F%2Fdbtg.tv%2Fcvid%2F7645932" allowfullscreen="true" referrerpolicy="origin" allow="geolocation; autoplay" sandbox="allow-same-origin allow-scripts allow-forms allow-modals allow-popups"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen forderten zudem, sich aktiv für einen Waffenstillstand einzusetzen und auf die konsequente Umsetzung des bestehenden EU-Waffenembargos hinzuwirken. Ein umfassender Sanktionsansatz sollte nach Auffassung der Fraktion beide Kriegsparteien sowie Netzwerke in unterstützenden Staaten erfassen. Dazu gehöre auch, Drittstaaten von jeglicher Unterstützung der Konfliktparteien abzuhalten, sofern diese zu Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht oder die Menschenrechte beitragen könnte. Der Antrag wurde von SPD, Union und AfD abgelehnt. Die Linke enthielt sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antrag-der-linken-zur-weiteren-beratung-im-ausschuss"><span id="antrag-der-linken-zur-weiteren-beratung-im-ausschuss">Antrag der Linken zur weiteren Beratung im Ausschuss</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Fraktion Die Linke forderte in ihrem Antrag (<a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/030/2103028.pdf">21/3028</a>) einen Ausbau der humanitären Hilfe sowie verstärkte Anstrengungen für Friedensverhandlungen. Nach Angaben der Antragsteller sind mehr als 30 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung angewiesen, darunter zwölf Millionen Binnenvertriebene und zwei Millionen Geflüchtete in Nachbarstaaten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich auf diplomatischer Ebene stärker für einen dauerhaften Waffenstillstand einzusetzen. Dazu solle auch Druck auf am Konflikt beteiligte Drittstaaten aufgebaut werden, insbesondere auf die Vereinigten Arabischen Emirate, die nach Angaben der Fraktion die Rapid Support Forces (RSF) unterstützen. Weiterhin plädiert der Antrag für eine Ausweitung des bestehenden UN-Waffenembargos für Darfur auf den gesamten Sudan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Linksfraktion spricht sich darüber hinaus für einen Stopp von Rüstungsexporten an die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uae/">Vereinigten Arabischen Emirate</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/saudi-arabien/">Saudi-Arabien</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> aus, um mögliche Weiterleitungen deutscher Rüstungsgüter in das Konfliktgebiet zu verhindern. Auch eine Aufstockung der deutschen Mittel für Nothilfe wird gefordert. Die bisherigen Zusagen in Höhe von 141 Millionen Euro reichten nach Darstellung der Antragsteller nicht aus, um den vom Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten ermittelten Bedarf zu decken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarisches-verfahren-und-weitere-schritte"><span id="parlamentarisches-verfahren-und-weitere-schritte">Parlamentarisches Verfahren und weitere Schritte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Antrag der Grünen keine Mehrheit fand, wurde der Antrag der Linken zur weiteren Beratung an den Auswärtigen Ausschuss überwiesen. Die parlamentarischen Beratungen werden damit auf Fachebene fortgesetzt. Die Debatte verdeutlichte die unterschiedlichen Schwerpunkte der Oppositionsfraktionen im Umgang mit dem Konflikt im Sudan, insbesondere hinsichtlich humanitärer Maßnahmen, diplomatischer Initiativen und Exportkontrollen.</p>
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			<media:title type="html">Blick in den Plenarsaal</media:title>
			<media:description type="html">Blick in den Plenarsaal</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Reform der Entwicklungszusammenarbeit: Prof. Jörg Faust präsentiert Analyse im Bundestag</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/reform-der-entwicklungszusammenarbeit-prof-joerg-faust-praesentiert-analyse-im-bundestag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2025 00:48:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=22673</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) hat nach Ansicht von Jörg Faust, Direktor des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit (DEval), in&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Freform-der-entwicklungszusammenarbeit-prof-joerg-faust-praesentiert-analyse-im-bundestag%2F&amp;action_name=Reform%20der%20Entwicklungszusammenarbeit%3A%20Prof.%20J%C3%B6rg%20Faust%20pr%C3%A4sentiert%20Analyse%20im%20Bundestag&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) hat nach Ansicht von Jörg Faust, Direktor des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit (DEval), in den vergangenen Jahrzehnten wesentliche Beiträge zur Unterstützung von Staaten des Globalen Südens geleistet. Dazu zählen Fortschritte im Bereich nachhaltiger Entwicklung sowie Beiträge zu globalen öffentlichen Gütern wie Klima- und Biodiversitätsschutz. Gleichzeitig habe die EZ nationale Interessen Deutschlands im Kontext von Migrations- und Außenwirtschaftspolitik gefördert. Dennoch bleibe das Wirkungspotenzial aus Sicht des DEval unzureichend ausgeschöpft. Wie das <em><a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1128990">hib</a></em> berichtet, benannte Faust in einer Sitzung des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung strukturelle Defizite insbesondere bei Planung, Umsetzung und Evaluierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bewertung-der-wirksamkeit-und-bestehender-defizite"><span id="bewertung-der-wirksamkeit-und-bestehender-defizite">Bewertung der Wirksamkeit und bestehender Defizite</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Faust machte deutlich, dass zentrale Prozesse der EZ nicht in dem Maße koordiniert seien, das erforderlich wäre, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Trotz positiver Gesamteffekte fehlt es demnach weiterhin an kohärenten Steuerungsstrukturen. Mehrere Ministerien gestalten die EZ in Teilen parallel, was zu Überschneidungen und fehlender Abstimmung in strategischen und operativen Fragen führt. Aus Sicht des DEval hemmt diese Fragmentierung die Wirkung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Partnerländern und erschwert die Messbarkeit erzielter Resultate.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-22677 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-1024x682.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-768x511.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-1536x1022.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-2048x1363.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259-1160x772.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Joerg_Faust_14094981259.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Befund betrifft die inhaltliche Ausrichtung der Länderportfolios. Diese seien zu breit gefächert, sodass Wirkungsziele verwässert werden. Um strategische Klarheit zu erreichen, brauche es weniger Themen, die jedoch passgenau den prioritären Interessen Deutschlands und der jeweiligen Partnerländer entsprechen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-empfehlungen-des-deval-fur-eine-wirksamere-entwicklungszusammenarbeit"><span id="empfehlungen-des-deval-fuer-eine-wirksamere-entwicklungszusammenarbeit">Empfehlungen des DEval für eine wirksamere Entwicklungszusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Faust skizzierte mehrere zentrale Ansatzpunkte für eine Reform. Erstens sollte Deutschland seine Rolle als größter Geber in der EU stärker nutzen, um eine kohärentere europäische EZ voranzutreiben. Eine abgestimmte europäische Vorgehensweise könne die Wirkung von Entwicklungsmaßnahmen erhöhen und Doppelstrukturen vermeiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens sei eine engere Verzahnung der zuständigen Bundesministerien erforderlich. Planung, Steuerung und Evaluierung müssten nach Einschätzung des DEval stärker aufeinander abgestimmt werden, um konsistente Strategien zu ermöglichen. Drittens empfahl Faust die Fokussierung der Länderportfolios. Ein klarer Bezug zu deutschen und partnerländerspezifischen Prioritäten könne die Wirkung der Zusammenarbeit verbessern und Ressourcen gezielter einsetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-aufgabenprofil-des-deval-und-geplante-evaluierungsvorhaben"><span id="aufgabenprofil-des-deval-und-geplante-evaluierungsvorhaben">Aufgabenprofil des DEval und geplante Evaluierungsvorhaben</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das DEval unterstützt staatliche und nicht-staatliche Akteure der deutschen EZ mit wissenschaftlicher Evidenz. Es analysiert Strategien, Programme und Instrumente und leitet daraus Empfehlungen für politische und operative Akteure ab. Beauftragt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt das Institut regelmäßig systematische Projektevaluierungen durch und entwickelt zudem eigene Forschungsvorhaben.</p>



<iframe src="https://www.linkedin.com/embed/feed/update/urn:li:share:7402405857101250560?collapsed=1" height="414" width="504" frameborder="0" allowfullscreen="" title="Eingebetteter Beitrag"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Für das kommende Jahr kündigte Faust verschiedene Evaluierungen an. Geplant ist eine Metaevaluierung zur Effizienz, die im kommenden Jahr abgeschlossen werden soll. Zudem seien Untersuchungen zur Wirksamkeit von Demokratieförderung und zur feministischen Entwicklungszusammenarbeit vorgesehen. Bereits angelaufen ist eine Evaluierung zur Kooperation mit der Wirtschaft, die bestehende Formate und Instrumente hinsichtlich ihrer Effektivität analysiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stand-der-reform-der-deutschen-entwicklungspolitik"><span id="stand-der-reform-der-deutschen-entwicklungspolitik">Stand der Reform der deutschen Entwicklungspolitik</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="451" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Johann_Saathoff_2021.jpg" alt="" class="wp-image-22676 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Johann_Saathoff_2021.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Johann_Saathoff_2021-300x211.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Johann_Saathoff_2021-380x268.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Parlamentarische Staatssekretär im BMZ, Johann Saathoff (SPD), informierte den Ausschuss über den Fortschritt der von Ministerin Reem Alabali Radovan angekündigten Reform der deutschen Entwicklungspolitik. Die Ausarbeitung befinde sich in der Schlussphase. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel sei es, festzulegen, in welchen Bereichen Deutschland den größten Beitrag leisten könne und bei welchen Verfahren Bürokratie reduziert und Abläufe vereinfacht werden müssten. Saathoff betonte, dass Deutschland in der internationalen Entwicklungspolitik eine Führungsrolle anstrebe und trotz angespannter Haushaltslagen ein verlässlicher Partner bleiben wolle.</p>
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			<media:title type="html">Jörg_Faust_(14094981259)</media:title>
			<media:description type="html">Jörg Faust (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn), Foto: www.stephan-roehl.de</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Gaza: Ägyptischer Außenminister Badr Abdelatty in Deutschland</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gaza-aegyptischer-aussenminister-badr-abdelatty-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 19:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzler]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=22619</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Kairo und Berlin vertiefen ihre politischen und parlamentarischen Gespräche. In zwei hochrangigen Treffen betonte der ägyptische Außenminister Badr&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgaza-aegyptischer-aussenminister-badr-abdelatty-in-deutschland%2F&amp;action_name=Gaza%3A%20%C3%84gyptischer%20Au%C3%9Fenminister%20Badr%20Abdelatty%20in%20Deutschland&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Kairo und Berlin vertiefen ihre politischen und parlamentarischen Gespräche. In zwei hochrangigen Treffen betonte der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty die Priorität parlamentarischer und diplomatischer Kanäle in den bilateralen Beziehungen. Wie das ägyptische Außenministerium mitteilte, empfing Abdelatty am 3. Dezember 2025 die Deutsch-Ägyptische Parlamentariergruppe des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bundestag/">Deutschen Bundestags</a> und würdigte die politischen, wirtschaftlichen und investiven Beziehungen beider Staaten. Er beschrieb diese Beziehungen als stark und zunehmend ausgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdelatty unterstrich zudem die laufenden wirtschaftlichen Reformen und Infrastrukturprojekte in Ägypten, die darauf abzielen, internationale Investitionen anzuziehen. Bei dem Treffen verwies er auf Parlamentskontakte, darunter den jüngsten Besuch des Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan in Kairo. Die ägyptische Seite hob hervor, dass derartige Austauschformate die Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten verstärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-entwicklungen-und-agyptens-position-zu-gaza"><span id="regionale-entwicklungen-und-aegyptens-position-zu-gaza"><strong>Regionale Entwicklungen und Ägyptens Position zu Gaza</strong></span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnDEXkAEAhN5-682x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-22621 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnDEXkAEAhN5-682x1024.jpeg 682w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnDEXkAEAhN5-200x300.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnDEXkAEAhN5-768x1153.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnDEXkAEAhN5-1023x1536.jpeg 1023w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnDEXkAEAhN5-380x570.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnDEXkAEAhN5-800x1201.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnDEXkAEAhN5.jpeg 1066w" sizes="(max-width: 682px) 100vw, 682px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein wesentlicher Teil der Gespräche mit der deutschen Delegation betraf die Lage in Gaza. Abdelatty bekräftigte Ägyptens Position zugunsten eines palästinensischen Staates auf Grundlage der Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt. Der Minister rief zu koordinierten internationalen Bemühungen auf, um den Gaza-Waffenstillstand zu stabilisieren, die Umsetzung der Resolution 2803 des Sicherheitsrats sicherzustellen und eine internationale Stabilisierungstruppe zu entsenden. Er betonte die Notwendigkeit, humanitäre, medizinische und sonstige Hilfsgüter ungehindert an die Zivilbevölkerung zu liefern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ägypten setze sich, so der Minister, weiterhin für politische Lösungen in der Region ein und messe der Achtung staatlicher Souveränität große Bedeutung bei. Partnerschaften zur Förderung regionaler Stabilität blieben ein zentrales Element der ägyptischen Außenpolitik.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesprache-in-berlin-forderung-nach-internationaler-stabilisierungstruppe"><span id="gespraeche-in-berlin-forderung-nach-internationaler-stabilisierungstruppe"><strong>Gespräche in Berlin: Forderung nach internationaler Stabilisierungstruppe</strong></span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="521" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC6XMAMJfFL-521x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-22622 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC6XMAMJfFL-521x1024.jpeg 521w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC6XMAMJfFL-153x300.jpeg 153w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC6XMAMJfFL-380x746.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC6XMAMJfFL.jpeg 646w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 2. Dezember 2025 führte Abdelatty ein Gespräch mit Günther Sautter, dem Nationalen Sicherheitsberater im Bundeskanzleramt. Während des Treffens erneuerte er seine Forderung nach einer schnellen Entsendung einer internationalen Stabilisierungstruppe nach Gaza, um einen dauerhaften Waffenstillstand zu sichern und Resolution 2803 vollständig umzusetzen. Er erläuterte die ägyptischen Vermittlungsbemühungen der vergangenen zwei Jahre, die darauf zielten, die Gewalt im Gazastreifen zu beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Sprechers des ägyptischen Außenministeriums informierte Abdelatty seinen Gesprächspartner über die Vorbereitungen für die internationale Konferenz zur frühen Erholung und zum Wiederaufbau des Gazastreifens. Er hob hervor, dass Ägypten und die Vereinigten Staaten diese Konferenz gemeinsam leiten und sich mit Washington über einen Termin abstimmen. Die ägyptische Seite äußerte die Erwartung, dass Deutschland in den Bereichen Infrastruktur und humanitäre Unterstützung eine aktive Rolle übernehmen werde.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neue-konsultationsmechanismen-und-wirtschaftspolitische-akzente"><span id="neue-konsultationsmechanismen-und-wirtschaftspolitische-akzente"><strong>Neue Konsultationsmechanismen und wirtschaftspolitische Akzente</strong></span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="994" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC9WEAEmkvF-994x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-22624 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC9WEAEmkvF-994x1024.jpeg 994w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC9WEAEmkvF-291x300.jpeg 291w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC9WEAEmkvF-768x791.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC9WEAEmkvF-380x391.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC9WEAEmkvF-800x824.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC9WEAEmkvF-1160x1195.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7QnnC9WEAEmkvF.jpeg 1243w" sizes="(max-width: 994px) 100vw, 994px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Während des Berlin-Besuchs bekräftigten beide Seiten die Einführung eines neuen Mechanismus politischer Konsultationen auf Ebene der Außenministerien. Dieser Schritt wird als Ausdruck der gewachsenen bilateralen Beziehungen gewertet. Abdelatty lud deutsche Unternehmen ein, ihre Investitionen in Ägypten auszuweiten. Besondere Aufmerksamkeit widmete er dem Ausbau und der Lokalisierung der Automobilindustrie. Er verwies auf staatliche Anreize für ausländische Investoren und auf die Verbesserungen bei Infrastruktur und Investitionsbedingungen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gespräche umfassten zudem Kooperationsfelder wie Energie, erneuerbare Energien und Klimapolitik. Weiterhin wurde die Migration qualifizierter Arbeitskräfte erörtert, die Abdelatty als Möglichkeit mit beiderseitigem Nutzen beschrieb.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsch-agyptische-abstimmungen-zur-lage-in-der-westbank"><span id="deutsch-aegyptische-abstimmungen-zur-lage-in-der-westbank"><strong>Deutsch-ägyptische Abstimmungen zur Lage in der Westbank</strong></span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1-683x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-22623 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1-683x1024.jpeg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1-200x300.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1-768x1151.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1-1025x1536.jpeg 1025w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1-380x570.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1-800x1199.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1-1160x1739.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7K9E7FXkAA-Nc1.jpeg 1366w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen weiterer Gespräche in Berlin hielt Abdelatty eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem deutschen Politiker Johann Wadephul ab. Er erklärte, dass Kairo und Washington die Abstimmung zu einer internationalen Wiederaufbaukonferenz für Gaza intensivierten. Die Konferenz solle nach dem Ende der zweijährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen stattfinden und von Ägypten und den Vereinigten Staaten gemeinsam geleitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Entwicklungen in der Westbank äußerte Abdelatty, die Lage sei gravierender als jene im Gazastreifen. Er verwies auf Übergriffe durch Siedler auf Zivilpersonen. Dieses Thema wurde in Berlin als Teil der umfassenden regionalen Lagebewertung erörtert.</p>
</div></div>
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		<item>
		<title>Faure Gnassingbé legt Prioritäten für Togo vor – Opposition warnt vor „stummem Parlament“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/faure-gnassingbe-legt-prioritaeten-fuer-togo-vor-opposition-warnt-vor-stummem-parlament/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 18:11:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Abgeordneten des togolesischen Parlaments sind am 2. Dezember in Lomé zu einem Kongress zusammengekommen, um die Ansprache&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffaure-gnassingbe-legt-prioritaeten-fuer-togo-vor-opposition-warnt-vor-stummem-parlament%2F&amp;action_name=Faure%20Gnassingb%C3%A9%20legt%20Priorit%C3%A4ten%20f%C3%BCr%20Togo%20vor%20%E2%80%93%20Opposition%20warnt%20vor%20%E2%80%9Estummem%20Parlament%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/faure-gnassingbe-legt-prioritaeten-fuer-togo-vor-opposition-warnt-vor-stummem-parlament/">Faure Gnassingbé legt Prioritäten für Togo vor – Opposition warnt vor „stummem Parlament“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten des togolesischen Parlaments sind am 2. Dezember in Lomé zu einem Kongress zusammengekommen, um die Ansprache des Präsidenten des Rates, Faure Gnassingbé, zur Lage der Nation zu hören. Der Redner nutzte den verfassungsrechtlich vorgesehenen Termin, um die politischen, institutionellen und strategischen Leitlinien des neuen Regimes der Fünften Republik zu skizzieren. Laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur <em>ATOP</em> stellte er die Reform ausdrücklich als „historischen Wendepunkt“ hin zu einem modernisierten parlamentarischen System dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu meldete sich die Opposition zu Wort. Die Oppositionspolitikerin Brigitte Adjamagbo-Johnson kritisierte den Ablauf der Sitzung und sprach von einem demokratischen Defizit, da auf die institutionelle Rede kein parlamentarischer Schlagabtausch folgte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neuer-institutioneller-rahmen-der-funften-republik"><span id="neuer-institutioneller-rahmen-der-fuenften-republik">Neuer institutioneller Rahmen der Fünften Republik</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="968" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD-1024x968.jpeg" alt="" class="wp-image-22614 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD-1024x968.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD-300x284.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD-768x726.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD-1536x1452.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD-380x359.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD-800x756.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD-1160x1096.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPThW4AAgVfD.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Ansprache stand die neue Verfassungsordnung der Fünften Republik, die nun auf einem „modernisierten parlamentarischen Regime“ beruht. Faure Gnassingbé präsentierte die Reform nicht als rein technische Anpassung, sondern als grundlegende Neuausrichtung des politischen Systems. Ziel sei es, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu vertiefen und die öffentliche Hand näher an die Bürgerinnen und Bürger heranzuführen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident des Rates betonte die zentrale Rolle des Parlaments in der politischen Architektur: Die Nationalversammlung sei der Ort, „an dem die Politik der Nation bestimmt wird“. Er forderte Mehrheit und Opposition auf, ihre institutionelle Verantwortung im Rahmen dieses Systems wahrzunehmen. Die parlamentarische Mehrheit trage gemeinsam mit ihm die Verantwortung für das Regierungshandeln, die Opposition habe die Aufgabe der Kontrolle und der inhaltlichen Vorschläge. Beide Seiten, so seine Formulierung, seien „Artisanen des demokratischen Pakts“, der den Wandel tragen solle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-drei-leitachsen-schutzen-bundeln-transformieren"><span id="drei-leitachsen-schuetzen-buendeln-transformieren">Drei Leitachsen: schützen, bündeln, transformieren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierungslinie fasste Faure Gnassingbé in drei Handlungsachsen zusammen: schützen, rassembler, transformer – schützen, raffen, transformieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Aspekt „schützen“ verortete er die Sicherheit der Bevölkerung, die Souveränität des Staates und die außenpolitische Handlungsfähigkeit Togos. Angesichts der regionalen Bedrohungslage, insbesondere im Norden des Landes, kündigte er die Fortsetzung einer umfassenden Sicherheitsstrategie an. Diese verbinde Prävention, Stärkung der Resilienz lokaler Gemeinschaften und den Ausbau der Verteidigungsfähigkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Schwerpunkt „bündeln“ umfasst aus seiner Sicht die republikanische Konsolidierung, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Dezentralisierung. Hier verwies er auf die Notwendigkeit, nationale Kohäsion zu stärken und regionale wie kommunale Ebenen stärker einzubinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „transfomieren“ schließlich knüpfte der Präsident des Rates an wirtschaftliche und soziale Prioritäten an. Die Transformation solle sich auf Entwicklung, Modernisierung und die Anpassung des Landes an internationale Rahmenbedingungen richten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-diplomatie-und-panafrikanische-orientierung"><span id="sicherheit-diplomatie-und-panafrikanische-orientierung">Sicherheit, Diplomatie und panafrikanische Orientierung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="712" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq-1024x712.jpeg" alt="" class="wp-image-22615 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq-1024x712.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq-300x209.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq-768x534.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq-1536x1068.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq-380x264.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq-800x557.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq-1160x807.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/G7LkPTbWIAAdPKq.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im sicherheitspolitischen Teil der Rede verwies Faure Gnassingbé auf die anhaltenden Bedrohungen im Sahel und in den Grenzregionen. Die Sicherheitsstrategie Togos sei so angelegt, dass sie nicht nur militärische Antworten gebe, sondern auch soziale und institutionelle Faktoren berücksichtige. Prävention und die Einbindung der Bevölkerung in betroffenen Regionen wurden als Bestandteile dieser „globalen“ Sicherheitsarchitektur hervorgehoben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Außenpolitik stellte der Präsident des Rates eine „Diplomatie der Stabilität, des Einflusses und der Kooperation“ in Aussicht. Er verwies auf eine Ausrichtung, die panafrikanische Positionierungen, regionale Integration und die Einbindung der Diaspora verbindet. Die Regierung wolle Partnerschaften ausbauen, die auf wechselseitigem Nutzen beruhen und zugleich den Anspruch eines „modernen Panafrikanismus“ widerspiegeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-dezentralisierung-gerechtigkeit-und-institutionelle-reformen"><span id="dezentralisierung-gerechtigkeit-und-institutionelle-reformen">Dezentralisierung, Gerechtigkeit und institutionelle Reformen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Politisch und territorial stellte Faure Gnassingbé die Dezentralisierung in den Mittelpunkt. Regionale und kommunale Gebietskörperschaften sollen nach seinen Worten zu „echten Entscheidungs- und Entwicklungszentren“ werden. Die zentrale Verwaltung soll dabei schrittweise entlastet und die Nähe zu lokalen Realitäten gestärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der Justiz kündigte er Modernisierungsschritte sowie Maßnahmen gegen Korruption an. Die Regierung setze auf einen verbesserten Zugang zu Rechten und eine funktionsfähige, rechtsstaatlich verankerte Gerichtsbarkeit. Im Zusammenhang damit erwähnte er Überlegungen zu gezielten Gnadenmaßnahmen. Diese könnten sich auf Gefangene am Ende ihrer Haftzeit, schwer erkrankte Personen oder Verurteilungen wegen minderschwerer Delikte beziehen. Schwere Verbrechen schloss er aus diesem Rahmen ausdrücklich aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die künftige Regierungsführung soll nach seinen Ausführungen stärker ergebnisorientiert ausgerichtet sein. Jedes Ressort werde auf der Grundlage präziser Zielvorgaben bewertet. Ein Regierungs-Dashboard soll die Umsetzung der Verpflichtungen gegenüber dem Parlament abbilden und regelmäßige Berichte ermöglichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-okonomische-und-soziale-prioritaten-in-einem-schwierigen-kontext"><span id="oekonomische-und-soziale-prioritaeten-in-einem-schwierigen-kontext">Ökonomische und soziale Prioritäten in einem schwierigen Kontext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz eines aus seiner Sicht schwierigen internationalen Umfelds hob Faure Gnassingbé die „Resilienz der togolesischen Wirtschaft“ hervor. Er nannte eine Reihe von Sektoren, in denen die Regierung die Anstrengungen verstärken will: Verkehrsinfrastruktur, Landwirtschaft, Logistik, Energiewende, digitale Wirtschaft und Stärkung des Humankapitals.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Fidèle à la tradition républicaine, le Président du Conseil, <a href="https://twitter.com/FEGnassingbe?ref_src=twsrc%5Etfw">@FEGnassingbe</a>, a solennellement présenté, ce mardi 2 décembre 2025, l’état de la Nation devant le Parlement réuni en Congrès. <br>Dans un hémicycle attentif et chargé d’attentes, il a tracé les orientations fondamentales… <a href="https://t.co/sRmXWNAwhR">pic.twitter.com/sRmXWNAwhR</a></p>— Présidence du Conseil du Togo (@presidencecstg) <a href="https://twitter.com/presidencecstg/status/1996172922386329654?ref_src=twsrc%5Etfw">December 3, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Im Agrarsektor sollen Produktivität und Wertschöpfung erhöht werden. Die Logistik – insbesondere angesichts der Lage Togos als Transitland – versteht die Regierung als Hebel für regionalen Handel und Investitionen. Im Energiebereich verwies der Präsident des Rates auf die Notwendigkeit eines schrittweisen Ausbaus der Versorgung und der Nutzung erneuerbarer Ressourcen. Der digitale Sektor und die Ausbildung seien aus seiner Sicht zentrale Faktoren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Erwerbschancen zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-an-form-und-inhalt-des-parlamentskongresses"><span id="kritik-an-form-und-inhalt-des-parlamentskongresses">Kritik an Form und Inhalt des Parlamentskongresses</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="610" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/EoFwtouWMAMhmM1-1024x610.jpeg" alt="" class="wp-image-22616 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/EoFwtouWMAMhmM1-1024x610.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/EoFwtouWMAMhmM1-300x179.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/EoFwtouWMAMhmM1-768x458.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/EoFwtouWMAMhmM1-380x227.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/EoFwtouWMAMhmM1-800x477.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/EoFwtouWMAMhmM1-1160x692.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/EoFwtouWMAMhmM1.jpeg 1300w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar nach der Rede meldete sich die Opposition zu Wort. Brigitte Adjamagbo-Johnson, eine profilierte Kritikerin des Regimes, stellte in einer schriftlichen Erklärung die demokratische Qualität des Verfahrens infrage. Aus ihrer Sicht entspricht das aktuelle institutionelle Gefüge nicht den Standards einer parlamentarischen Demokratie.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„In einer Demokratie, die diesen Namen verdient, eröffnet eine Rede zur Lage der Nation eine Debatte“, hielt sie fest. Das Parlament müsse nach ihrer Auffassung hinterfragen, prüfen und konfrontieren. Stattdessen habe es weder Fragen noch Widerspruch, sondern ausschließlich eine „von oben nach unten“ gerichtete Ansprache gegeben, vor einer „tetanisierten“ Volksvertretung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Adjamagbo-Johnson erklärte, sie habe der Sitzung bewusst ferngeblieben – aus Kenntnis des Regimes und aus Solidarität mit jenen Togolesinnen und Togolesen, die die Fünfte Republik ablehnen. Sie sprach von einem „stummen Plenarsaal“ als Warnsignal und formulierte die Sorge, dass Demokratie dort zurückweiche, wo Parlamente schweigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-demokratische-kontrolle-und-verfassungsreform"><span id="streit-um-demokratische-kontrolle-und-verfassungsreform">Streit um demokratische Kontrolle und Verfassungsreform</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Oppositionspolitikerin betonte, eine Rede zur Lage der Nation dürfe nicht zu einem rein zeremoniellen Akt werden, der vor einem „gehorsamen“ Publikum stattfinde. Für sie markiert ein solcher Auftritt den Ausgangspunkt republikansicher Kontrolle. Diese Aufgabe, so kündigte sie an, werde man weiterhin einfordern – mit Beständigkeit, mit strenger Haltung und „im Namen des togolesischen Volkes“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unterschiedlichen Reaktionen spiegeln einen politischen Kontext, der von Auseinandersetzungen um die Verfassungsreform und die Einführung der Fünften Republik geprägt ist. Während der Präsident des Rates diese als modernisierte parlamentarische Ordnung beschreibt, sehen oppositionelle Akteure darin einen Rückschritt. In der Erklärung wird auf eine öffentliche Stimmung verwiesen, die diese Reform überwiegend ablehne und als Einschränkung demokratischer Spielräume interpretiere.</p>
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		<title>Auf Antrag der Linken und Grünen: Deutscher Bundestag ringt um Kurs im Sudan-Krieg</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/auf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 17:25:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Krieg im Sudan, der im April 2023 offen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) unter Abdel Fattah al-Burhan&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fauf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg%2F&amp;action_name=Auf%20Antrag%20der%20Linken%20und%20Gr%C3%BCnen%3A%20Deutscher%20Bundestag%20ringt%20um%20Kurs%20im%20Sudan-Krieg&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/auf-antrag-der-linken-und-gruenen-deutscher-bundestag-ringt-um-kurs-im-sudan-krieg/">Auf Antrag der Linken und Grünen: Deutscher Bundestag ringt um Kurs im Sudan-Krieg</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan, der im April 2023 offen zwischen der sudanesischen Armee (SAF) unter Abdel Fattah al-Burhan und den Rapid Support Forces (RSF) unter Mohammed Hamdan Daglo eskalierte, beschäftigt nun auch den Deutschen Bundestag in neuer Schärfe. Zwei aktuelle Anträge der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen umreißen, wie Deutschland seiner Verantwortung in einer der derzeit größten humanitären Krisen der Welt nachkommen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-krieg-mit-globalen-verflechtungen"><span id="ein-krieg-mit-globalen-verflechtungen">Ein Krieg mit globalen Verflechtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Initiativen setzen an demselben Ausgangspunkt an: Der Machtkampf zweier Militärblöcke hat einen bereits zuvor fragilen Übergangsprozess nach der Revolution von 2019 zerstört, die sudanesische Zivilgesellschaft massiv zurückgedrängt und eine Notlage geschaffen, in der Millionen Menschen auf externe Unterstützung angewiesen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-katastrophe-hunger-vertreibung-gewalt"><span id="humanitaere-katastrophe-hunger-vertreibung-gewalt">Humanitäre Katastrophe: Hunger, Vertreibung, Gewalt</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg" alt="" class="wp-image-20643 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1024x685.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-768x514.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1536x1028.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-800x535.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week-1160x776.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Screengrab_of_refugee_camp_from_Number_of_Refugees_Who_Fled_Sudan_for_Chad_Double_in_Week.jpg 1704w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Anträge zeichnen ein weitgehend deckungsgleiches Bild der Lage im Land. Rund 30 Millionen Menschen sind demnach auf humanitäre Hilfe angewiesen, ein großer Teil der Bevölkerung leidet unter akuter Ernährungsunsicherheit. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">In einzelnen Regionen wird bereits von Hungersnot gesprochen. Frauen und Mädchen sind in besonderem Maße von sexualisierter Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Sklaverei, Menschenhandel und Zwangsheirat betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kampfhandlungen haben <a href="https://fokus-afrika.de/horror-im-sudan-berichte-uber-hinrichtungen/">Millionen Menschen zur Flucht</a> gezwungen. Mehr als zwölf Millionen gelten als Binnenvertriebene, weitere Hunderttausende sind in Nachbarstaaten wie Tschad, Südsudan oder Ägypten geflohen. Gleichzeitig breiten sich Krankheiten wie Cholera, Malaria und Masern aus, während der UN-Hilfsappell für den Sudan und für sudanesische Geflüchtete in den Nachbarländern nur zu einem Bruchteil finanziert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehoben wird die <a href="https://fokus-afrika.de/gespraeche-zwischen-armee-und-rsf-in-washington-rsf-nimmt-el-fasher-ein/">Einnahme von El Fasher</a> (Al-Faschir) durch die RSF Ende Oktober 2025. Satellitenanalysen und Berichte internationaler Organisationen deuten auf Massentötungen, ethnisch motivierte Hinrichtungen, Blockaden von Fluchtwegen, Massenvergewaltigungen, Plünderungen sowie Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer hin. Sudanese Ärztenetzwerke sprechen in diesem Zusammenhang von Völkermord.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-externe-akteure-waffenstrome-und-konfliktgold"><span id="externe-akteure-waffenstroeme-und-konfliktgold">Externe Akteure, Waffenströme und Konfliktgold</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Anträge rücken die Rolle externer Akteure ins Zentrum. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) werden als zentraler Unterstützer der RSF benannt. Über sie laufen laut unterschiedlichen Recherchen umfangreiche Lieferketten für Waffen, Treibstoff, Drohnen, Munition und Söldner. Zugleich werden Ägypten, Saudi-Arabien, Iran, Russland und die Türkei als Staaten genannt, die die SAF militärisch unterstützen oder in anderer Form Einfluss nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt wird zudem über Rohstoffe finanziert. Der Handel mit sudanesischem Gold, das in großen Mengen über die VAE und Nachbarländer exportiert wird, ist nach Angaben der Anträge ein maßgeblicher Finanzierungsstrang insbesondere für die RSF. Damit sind internationale Finanzplätze, Raffinerien und Handelshäuser direkt oder indirekt in die Kriegsökonomie eingebunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antrag-der-linksfraktion-fokus-auf-waffenembargo-und-fluchtwege"><span id="antrag-der-linksfraktion-fokus-auf-waffenembargo-und-fluchtwege">Antrag der Linksfraktion: Fokus auf Waffenembargo und Fluchtwege</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="669" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png" alt="" class="wp-image-22608 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-300x196.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-768x502.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-380x248.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Die_Linke_im-Bundestag_Logo_Standard_RGB.svg-800x523.png 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1128856">Antrag</a> der Fraktion Die Linke stellt die deutsche und europäische Verantwortung im Bereich Rüstungsexporte und Wirtschaftsbeziehungen in den Mittelpunkt. Verwiesen wird auf die strategische Partnerschaft Deutschlands mit den VAE und ein bilaterales Handelsvolumen von über 14 Milliarden Euro im Jahr 2023. Zusätzlich werden Rüstungsexporte im Wert von 150 Millionen Euro im Jahr 2024 an die Emirate genannt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund fordert die Linke, genehmigte Rüstungsexporte an die VAE, Saudi-Arabien und Ägypten zu beenden und den Weiterexport deutscher Waffen in den Sudan zu unterbinden. Dazu sollen systematische Vor-Ort- und Endverbleibskontrollen etabliert und genutzt werden. Parallel dazu soll Deutschland sich innerhalb der EU für eine wirksame Überwachung und Umsetzung des bestehenden Waffenembargos gegen den Sudan einsetzen und eine Ausweitung des VN-Embargos von Darfur auf das gesamte Land unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kampf gegen den illegalen Handel mit sudanesischem Gold. Gefordert werden schärfere EU-Goldstandards, insbesondere eine Novellierung der EU-Konfliktmineralien-Verordnung, mehr Transparenzpflichten für Raffinerien und unabhängige Audits entlang der Lieferketten. Ziel ist, die Finanzierungsbasis der Konfliktparteien einzuschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem dringt die Linke auf eine Ausweitung sicherer Fluchtwege. Die Aussetzung der Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge über das UNHCR-Resettlementprogramm soll aufgehoben und durch zusätzliche humanitäre Aufnahmeprogramme ergänzt werden, um Verletzte und besonders gefährdete Personen aus dem Sudan herauszubringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-antrag-der-grunen-humanitare-hilfe-und-sanktionsregime"><span id="antrag-der-gruenen-humanitaere-hilfe-und-sanktionsregime">Antrag der Grünen: Humanitäre Hilfe und Sanktionsregime</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="563" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-1024x563.png" alt="" class="wp-image-22609 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-1024x563.png 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-300x165.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-768x422.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-380x209.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg-800x440.png 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/12/Bundestagsfraktion_Buendnis_90-Die_Gruenen_Logo.svg.png 1128w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1128966">Antrag</a> von Bündnis 90/Die Grünen betont die langfristige Transformation des Landes und die Rolle der sudanesischen Zivilgesellschaft. Ausgangspunkt ist die Revolution von 2019, die das Regime von Omar al-Bashir stürzte, jedoch in einem von Militärinterventionen unterbrochenen Übergangsprozess mündete. Die jetzige Gewalt wird als Ergebnis dieses gescheiterten Übergangs beschrieben</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grünen fordern eine signifikante Aufstockung der deutschen humanitären Hilfe für Sudan und die Region sowie sicheren, dauerhaften Zugang für internationale Organisationen und lokale Akteure. Lokale Netzwerke wie die „Emergency Response Rooms“ und von Frauen geführte Organisationen sollen gezielt und auch direkt über internationale Nichtregierungsorganisationen finanziell unterstützt werden, da sie vielerorts die einzigen Strukturen mit Zugang zur Bevölkerung darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu wird ein umfassender Sanktionsansatz auf EU-Ebene vorgeschlagen, der beide Kriegsparteien und ihre Unterstützernetzwerke in Drittstaaten adressiert. Dazu zählen verschärfte Endverbleibskontrollen für Rüstungsgüter, eine strengere Überwachung von Gold- und Ressourcenimporten sowie die Anwendung internationaler Geldwäsche-Standards der Financial Action Task Force.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wesentlich ist außerdem der Schutz vor sexualisierter Gewalt: Der Antrag fordert Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen, medizinische und psychologische Betreuung für Überlebende, Zugang zu Verhütungsmitteln, sicheren Schwangerschaftsabbrüchen und zur Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-prozess-strafverfolgung-und-internationale-rolle-deutschlands"><span id="politischer-prozess-strafverfolgung-und-internationale-rolle-deutschlands">Politischer Prozess, Strafverfolgung und internationale Rolle Deutschlands</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="762" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1024x762.jpg" alt="" class="wp-image-13646 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1024x762.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-300x223.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-768x571.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-380x283.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-800x595.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht-1160x863.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/1452px-Deutscher_Bundestag_Plenarsaal_Seitenansicht.jpg 1452w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Beide Anträge legen Wert auf die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure in einen möglichen politischen Prozess. Zivilgesellschaft und Diaspora werden als „Rückgrat“ eines nachhaltigen Friedens beschrieben. Frauen und junge Menschen sollen demnach gleichberechtigt in allen Phasen humanitärer Hilfe und eines späteren Friedensprozesses beteiligt werden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich der internationalen Strafverfolgung plädieren die Initiativen für eine stärkere Unterstützung des Internationalen Strafgerichtshofs und der UN-Untersuchungsmechanismen. Genannt werden die Bereitstellung forensischer Kapazitäten, nachrichtendienstlicher Hinweise, Zeug*innenschutz und finanzielle Mittel. Zusätzlich wird auf nationaler Ebene die Nutzung des Weltrechtsprinzips angeregt, um mutmaßliche Täter mit Bezug zu Deutschland zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich schlagen die Grünen vor, dass Deutschland eine größere koordinierende Rolle übernimmt – etwa durch die Ausrichtung einer hochrangigen internationalen Geberkonferenz zum Sudan in Berlin im April 2026 und den Aufbau einer Koalition von Staaten, die zivile Kräfte im Sudan langfristig unterstützen. Vermittlungsinitiativen anderer Akteure wie der von USA, Saudi-Arabien, Ägypten und den VAE getragenen Quad-Initiative sollen dabei konstruktiv begleitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Humanitäre Krise im Sudan: Bundesregierung erläutert Umfang der deutschen Hilfe</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/humanitaere-krise-im-sudan-bundesregierung-erlaeutert-umfang-der-deutschen-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 18:41:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Krieg im Sudan hat nach Angaben der Bundesregierung eine der schwersten humanitären Notlagen weltweit ausgelöst. In ihrer&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fhumanitaere-krise-im-sudan-bundesregierung-erlaeutert-umfang-der-deutschen-hilfe%2F&amp;action_name=Humanit%C3%A4re%20Krise%20im%20Sudan%3A%20Bundesregierung%20erl%C3%A4utert%20Umfang%20der%20deutschen%20Hilfe&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/humanitaere-krise-im-sudan-bundesregierung-erlaeutert-umfang-der-deutschen-hilfe/">Humanitäre Krise im Sudan: Bundesregierung erläutert Umfang der deutschen Hilfe</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg im Sudan hat nach Angaben der Bundesregierung eine der schwersten humanitären Notlagen weltweit ausgelöst. In ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/028/2102847.pdf">Antwort</a> auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion Die Linke beschreibt die Bundesregierung, dass die anhaltenden Kämpfe Millionen Menschen in die Flucht treiben und die Versorgungslage im gesamten Land kollabiert ist. Die Bundesregierung spricht von der „größten humanitären Krise weltweit“ im Jahr 2025.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-humanitare-hilfe-und-finanzielle-zusagen"><span id="humanitaere-hilfe-und-finanzielle-zusagen">Humanitäre Hilfe und finanzielle Zusagen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland zählt zu den größten humanitären Gebern für den Sudan und die angrenzenden Staaten. Laut Regierungsangaben sind im Jahr 2025 bislang mehr als 141 Millionen Euro deutsche humanitäre Hilfe an den Sudan und dessen Nachbarländer geflossen. Diese Mittel unterstützen internationale Hilfsorganisationen bei der Versorgung von Geflüchteten, der Bereitstellung von Nahrungsmitteln, medizinischer Hilfe und der Aufrechterhaltung grundlegender Infrastruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu besteht ein umfangreiches Programmportfolio des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die laufenden BMZ-Maßnahmen im Sudan umfassen rund 500 Millionen Euro. Diese Programme zielen darauf ab, strukturelle Stabilisierung und Versorgungsleistungen langfristig aufrechtzuerhalten, trotz der kriegsbedingten Lage.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-diplomatische-initiativen-und-politischer-druck"><span id="diplomatische-initiativen-und-politischer-druck">Diplomatische Initiativen und politischer Druck</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass sie sich auf bilateraler Ebene, innerhalb der Europäischen Union und in den Vereinten Nationen für eine politische Lösung des Konflikts einsetzt. Deutschland unterstützt international koordinierte Bemühungen für einen Waffenstillstand, den Zugang für humanitäre Hilfe und einen zivil geführten Übergangsprozess.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Element ist die Unterstützung des Quad-Friedensplans, getragen von Ägypten, Saudi-Arabien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ziel dieses Formats ist die Stabilisierung der Lage und die Schaffung eines Rahmens für politische Gespräche zwischen den Konfliktparteien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Ebene der Europäischen Union wurden Sanktionen gegen Vertreter der sudanesischen Konfliktparteien beschlossen. Die Bundesregierung verweist darauf, dass diese Maßnahmen insbesondere militärische Akteure adressieren, die für Eskalation und systematische Blockaden humanitärer Zugänge verantwortlich gemacht werden. Die Sanktionen sind Teil eines umfassenden Ansatzes, um politischen Druck aufzubauen und Verantwortliche für Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht zu adressieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-auswirkungen-auf-nachbarlander"><span id="regionale-auswirkungen-auf-nachbarlaender">Regionale Auswirkungen auf Nachbarländer</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg wirkt weit über die Grenzen des Sudan hinaus. Millionen Menschen sind in Nachbarländer wie Tschad, Südsudan, Äthiopien und Eritrea geflohen. Die Bundesregierung hebt hervor, dass ein erheblicher Teil der deutschen Mittel den humanitären Bedarf in diesen Aufnahmestaaten adressiert, die selbst unter strukturellen Belastungen stehen. Die Maßnahmen reichen von der Bereitstellung medizinischer Versorgung bis hin zur Unterstützung lokaler und internationaler Hilfsstrukturen in Grenzregionen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21822 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5EINtXX0AAEIt0-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Krieg wirkt weit über die Grenzen des Sudan hinaus. Millionen Menschen sind in Nachbarländer wie Tschad, Südsudan, Äthiopien und Eritrea geflohen. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hebt hervor, dass ein erheblicher Teil der deutschen Mittel den humanitären Bedarf in diesen Aufnahmestaaten adressiert, die selbst unter strukturellen Belastungen stehen. Die Maßnahmen reichen von der Bereitstellung medizinischer Versorgung bis hin zur Unterstützung lokaler und internationaler Hilfsstrukturen in Grenzregionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung unterstreicht, dass ein ungehinderter humanitärer Zugang Voraussetzung für jede effektive Hilfe bleibt. Angesichts der Blockaden, der Zerstörung von Infrastruktur und der Prekarisierung urbaner Zentren sei der Schutz der Zivilbevölkerung eine zentrale Herausforderung. Internationale Organisationen berichten von stark eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten, Angriffen auf zivile Einrichtungen und systematischer Behinderung von Hilfslieferungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort der Bundesregierung macht deutlich, dass sie den Konflikt im Sudan nicht isoliert betrachtet. Der Krieg verschärft regionale Spannungen, beeinflusst Handelswege, destabilisiert politische Ordnungen im Horn von Afrika und verschlechtert die Sicherheitslage im Sahel und im Roten Meer. Die Bundesregierung verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung multilateraler Abstimmung in der EU und den Vereinten Nationen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung fordert Rückzug ruandischer Truppen aus Ostkongo</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-fordert-rueckzug-ruandischer-truppen-aus-ostkongo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 18:08:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Wie aus der Regierungsantwort auf die Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervorgeht, fordert die Bundesregierung den vollständigen Rückzug ruandischer&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-fordert-rueckzug-ruandischer-truppen-aus-ostkongo%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20fordert%20R%C3%BCckzug%20ruandischer%20Truppen%20aus%20Ostkongo&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-fordert-rueckzug-ruandischer-truppen-aus-ostkongo/">Bundesregierung fordert Rückzug ruandischer Truppen aus Ostkongo</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Wie aus der Regierungsantwort auf die <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/028/2102856.pdf">Kleine Anfrage</a> der Grünen-Bundestagsfraktion hervorgeht, fordert die Bundesregierung den vollständigen Rückzug ruandischer Streitkräfte aus dem Osten der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/kongo/">Demokratischen Republik Kongo</a>. Gleichzeitig verlangt sie ein Ende der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">ruandischen</a> Unterstützung für die bewaffnete Gruppe M23. Die Regierung verweist auf ihre Position, wonach militärische Interventionen und externer Einfluss auf bewaffnete Akteure die Sicherheitslage im Ostkongo verschärfen und politische Prozesse behindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundesregierung-dringt-auf-beendigung-der-unterstutzung-fur-die-m23"><span id="bundesregierung-dringt-auf-beendigung-der-unterstuetzung-fuer-die-m23">Bundesregierung dringt auf Beendigung der Unterstützung für die M23</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im März 2025 wurden nach Angaben der Bundesregierung bilaterale staatliche Neuzusagen an Ruanda im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit ausgesetzt. Dieser Schritt wurde im Kontext der eskalierenden Kämpfe in Nord-Kivu und der Vorwürfe internationaler Akteure zur Rolle Ruandas in der Region getroffen. Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort, dass die Entscheidung Teil einer breiter angelegten europäischen und internationalen Linie sei, die auf die Einhaltung des Waffenembargos und die Reduzierung externer Einflüsse abzielt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo <a href="https://twitter.com/hashtag/Au%C3%9Fenpolitik?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Außenpolitik</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Antwort?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Antwort</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Bundestag?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Bundestag</a> Die Bundesregierung setzt sich für den Rückzug ruandischer Streitkräfte aus dem Osten der Demokratischen Republik Kongo ein, wie sie in… <a href="https://t.co/L4u8P1dxa0">https://t.co/L4u8P1dxa0</a></p>— Heute im Bundestag (@hib_Nachrichten) <a href="https://twitter.com/hib_Nachrichten/status/1993327583350436134?ref_src=twsrc%5Etfw">November 25, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-ebene-sanktionen-gegen-bewaffnete-akteure-und-rohstoffnetzwerke"><span id="europaeische-ebene-sanktionen-gegen-bewaffnete-akteure-und-rohstoffnetzwerke">Europäische Ebene: Sanktionen gegen bewaffnete Akteure und Rohstoffnetzwerke</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union habe auf Forderung Deutschlands zusätzliche Individualsanktionen gegen militärische Konfliktbeteiligte und Akteure im Rohstoffsektor beschlossen. Im Fokus stehen Personen und Netzwerke, die durch Unterstützung bewaffneter Gruppen oder durch die Umgehung des Embargos zur Instabilität beitragen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/csm_duering-deborah-wp20-169_cdb8ca4339.jpg-1024x683.webp" alt="" class="wp-image-22308 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/csm_duering-deborah-wp20-169_cdb8ca4339.jpg-1024x683.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/csm_duering-deborah-wp20-169_cdb8ca4339.jpg-300x200.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/csm_duering-deborah-wp20-169_cdb8ca4339.jpg-768x512.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/csm_duering-deborah-wp20-169_cdb8ca4339.jpg-380x253.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/csm_duering-deborah-wp20-169_cdb8ca4339.jpg-800x533.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/csm_duering-deborah-wp20-169_cdb8ca4339.jpg-1160x773.webp 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/csm_duering-deborah-wp20-169_cdb8ca4339.jpg.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auf Nachfrage der Grünen Bundestagsfraktion unterstreicht die Bundesregierung, dass die europäische Sanktionspolitik ein zentraler Bestandteil der regionalen Sicherheitsstrategie sei. Die Maßnahmen sollen zugleich sicherstellen, dass die wirtschaftlichen Grundlagen bewaffneter Gruppen ausgetrocknet werden. Dazu gehört besonders der informelle Handel mit mineralischen Rohstoffen, der seit Jahren als Finanzierungsquelle für Milizen gilt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitsinteressen-im-ostkongo"><span id="sicherheitsinteressen-im-ostkongo">Sicherheitsinteressen im Ostkongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont, dass legitime ruandische Sicherheitsinteressen grundsätzlich anerkannt werden. In der Antwort wird auf die historisch komplexe Sicherheitslage im Grenzgebiet zu Nord-Kivu verwiesen, wo weiterhin bewaffnete Gruppen wie die FDLR aktiv sind. Die Regierung unterstreicht jedoch, dass Sicherheitsbedenken keine Rechtfertigung für eine Unterstützung der M23 darstellen dürfen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">M23 & <a href="https://twitter.com/hashtag/Ruanda?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Ruanda</a> müssen ihren Vormarsch auf <a href="https://twitter.com/hashtag/Bukavu?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Bukavu</a> stoppen. Über die dramatische Lage in <a href="https://twitter.com/hashtag/Ostkongo?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Ostkongo</a><br>sprach @ABaerbock mit ihrer Kollegin <a href="https://twitter.com/kayikwambaT?ref_src=twsrc%5Etfw">@kayikwambaT</a>. Die territoriale Integrität der <a href="https://twitter.com/hashtag/DRKongo?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#DRKongo</a> muss genauso respektiert werden, wie legitime Sicherheitsbedürfnisse Ruandas. <a href="https://twitter.com/hashtag/MSC2025?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#MSC2025</a> 1/2 <a href="https://t.co/JLZUGpM1AJ">pic.twitter.com/JLZUGpM1AJ</a></p>— Auswärtiges Amt (@AuswaertigesAmt) <a href="https://twitter.com/AuswaertigesAmt/status/1890431904110751953?ref_src=twsrc%5Etfw">February 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel verweist die Bundesregierung auf die Notwendigkeit, effektiv gegen Hassrede und gegen die Mobilisierung bewaffneter Gruppen vorzugehen. Sie hebt hervor, dass die regionale Eskalation nicht allein auf militärische Faktoren zurückzuführen ist, sondern auch auf Desinformation, ethnische Spannungen und unzuverlässige Kommunikationskanäle in Krisengebieten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-vermittlungsbemuhungen-in-den-grossen-seen"><span id="europaeische-vermittlungsbemuehungen-in-den-grossen-seen">Europäische Vermittlungsbemühungen in den Großen Seen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Auffassung der Bundesregierung bleibt der Sonderbeauftragte der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU</a> für die Region der Großen Seen eine zentrale Figur der diplomatischen Bemühungen. Seine Arbeit umfasst die Koordinierung europäischer Positionen, die Unterstützung regionaler Konsultationsformate und die Vermittlung zwischen den Regierungen in Kigali und Kinshasa.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">En tant que présidente du Groupe de contact international <a href="https://twitter.com/hashtag/GrandsLacs?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#GrandsLacs</a>, l‘Allemagne 🇩🇪 salue l&#39;accord-cadre de Doha conclu entre la RDC 🇨🇩 et le M23/AFC, qui constitue une étape décisive vers une paix durable dans l&#39;est de la RDC. <a href="https://t.co/bxG4CsIUKT">pic.twitter.com/bxG4CsIUKT</a></p>— Gesa Bräutigam (@GERonAfrica) <a href="https://twitter.com/GERonAfrica/status/1990004236059652367?ref_src=twsrc%5Etfw">November 16, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die diplomatischen Initiativen ziele weiterhin auf die Deeskalation der Lage und die Wiederaufnahme politischer Gespräche ab. Dazu gehört auch die Einbindung regionaler Organisationen wie der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eac/">Ostafrikanischen Gemeinschaft</a>. Die EU bemühte sich in den vergangenen Jahren verstärkt um ein konsistentes Engagement in der Region, um parallele oder widersprüchliche Vermittlungsprozesse zu vermeiden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-deutsche-beitrage-zur-stabilisierung-und-reintegration"><span id="deutsche-beitraege-zur-stabilisierung-und-reintegration">Deutsche Beiträge zur Stabilisierung und Reintegration</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1080" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/1080px-2020-02-13_Deutscher_Bundestag_IMG_3438_by_Stepro.jpg" alt="" class="wp-image-11450 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung gibt gegenüber dem Bundestag an, dass Deutschland zwischen 2015 und 2024 mehr als neun Millionen Euro in den Stabilization Coherence Fund eingebracht habe. Dieser Fonds dient der Unterstützung von Demobilisierungs- und Reintegrationmaßnahmen sowie der Stabilisierung lokaler Strukturen in Krisenregionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Demobilisierung bleibe ein entscheidender Bestandteil der Friedensbemühungen. Unterstützungsmaßnahmen umfassen unter anderem Programme zur Reintegration ehemaliger Kämpfer, die Förderung lokaler Verwaltungsstrukturen und die Stabilisierung von Gemeinden in Konfliktnähe. Laut der schriftlichen Antwort sollen diese Maßnahmen dazu beitragen, lokale Resilienz zu stärken und die Abhängigkeit der Gemeinden von externen bewaffneten Akteuren zu reduzieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-kontext-des-konflikts-im-ostkongo"><span id="politischer-kontext-des-konflikts-im-ostkongo">Politischer Kontext des Konflikts im Ostkongo</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo zählt seit Jahren zu den komplexesten Krisen in Afrika. Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort auf die Vielzahl bewaffneter Gruppen, die in Nord-Kivu, Ituri und angrenzenden Provinzen operieren. Die Lage wird zusätzlich durch Rohstoffkonflikte, grenzüberschreitende Interessen und unzureichende staatliche Strukturen erschwert.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Presseerklärung SC/16230 des Sicherheitsrats zur Situation in der Demokratischen Republik Kongo <a href="https://t.co/O6XvtTq9T1">https://t.co/O6XvtTq9T1</a> <a href="https://t.co/mzf1RhiXsa">pic.twitter.com/mzf1RhiXsa</a></p>— UN German Translation (@UNgts) <a href="https://twitter.com/UNgts/status/1993064573101130176?ref_src=twsrc%5Etfw">November 24, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung ordnet die aktuelle Eskalation in ein breiteres regionales Umfeld ein, das durch historische Belastungen, ungelöste Fragen der Staatsautorität und Rivalitäten im Rohstoffsektor geprägt ist. Die Spannungen zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo wirken dabei als Konfliktmultiplikator, der politische Dialogprozesse erschwert.</p>
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			<media:title type="html">Blick in den Plenarsaal</media:title>
			<media:description type="html">Blick in den Plenarsaal</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>EU-Parlament und Panafrikanisches-Parlament wollen in Zukunft stärker kooperieren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-parlament-und-panafrikanisches-parlament-wollen-in-zukunft-staerker-kooperieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 09:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im Vorfeld des 7. Gipfels von Afrikanischer Union und Europäischer Union in Luanda haben sich Abgeordnete des Pan-Afrikanischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-parlament-und-panafrikanisches-parlament-wollen-in-zukunft-staerker-kooperieren%2F&amp;action_name=EU-Parlament%20und%20Panafrikanisches-Parlament%20wollen%20in%20Zukunft%20st%C3%A4rker%20kooperieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-parlament-und-panafrikanisches-parlament-wollen-in-zukunft-staerker-kooperieren/">EU-Parlament und Panafrikanisches-Parlament wollen in Zukunft stärker kooperieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld des <a href="https://fokus-afrika.de/7-gipfel-afrikanische-union-europaeische-union-findet-ende-november-in-luanda-statt/">7. Gipfels</a> von Afrikanischer Union und Europäischer Union in Luanda haben sich Abgeordnete des Pan-Afrikanischen Parlaments und des Europäischen Parlaments zu einem parlamentarischen Vortreffen in Midrand, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a>, versammelt. Unter dem Motto „Renewing Africa-Europe Parliamentary Cooperation in a Changing Global Context“ diskutierten sie, wie die Zusammenarbeit zwischen beiden Kontinenten politisch und institutionell weiterentwickelt werden soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarisches-vortreffen-in-midrand"><span id="parlamentarisches-vortreffen-in-midrand">Parlamentarisches Vortreffen in Midrand</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum stand die Frage, welche Rolle Parlamente nach 25 Jahren AU-EU-Partnerschaft in der Steuerung und Kontrolle dieser Beziehungen einnehmen sollen. Die Abgeordneten formulierten gemeinsame Botschaften und Empfehlungen, die in den Gipfelprozess der Staats- und Regierungschefs einfließen sollen. Leitplanken bilden dabei die Agenda 2063 der Afrikanischen Union und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-grundprinzipien-der-erneuerten-zusammenarbeit"><span id="grundprinzipien-der-erneuerten-zusammenarbeit">Grundprinzipien der erneuerten Zusammenarbeit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-22283 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-1024x768.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-1536x1152.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3-1160x870.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G6ipKtdW4AAroT3.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Linie der Abgeordneten beruht auf einigen zentralen Grundsätzen. Erstens wird die Partnerschaft zwischen Afrika und Europa ausdrücklich als Beziehung von gleichberechtigten Partnern beschrieben, die auf Demokratie, Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit und Rechenschaftspflicht basiert. Diese Grundprinzipien werden als Voraussetzung für dauerhafte Stabilität und Entwicklung verstanden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens betonen die Parlamentarier die Bedeutung des Multilateralismus. Internationale Zusammenarbeit und parlamentarische Diplomatie sollen genutzt werden, um komplexe politische, sicherheitspolitische und sozioökonomische Herausforderungen auf beiden Kontinenten zu bearbeiten. Das gilt für Themen der Friedenssicherung ebenso wie für wirtschaftliche und soziale Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens rückt die Rolle der Parlamente selbst stärker in den Vordergrund. Sie sollen nicht nur Gesetzgebung und Haushaltskontrolle in den jeweiligen Unionsstrukturen ausüben, sondern auch die Umsetzung gemeinsamer AU-EU-Beschlüsse politisch begleiten, hinterfragen und öffentlich sichtbar machen. Parlamentarische Kontrolle wird als zentrales Element verstanden, damit Partnerschaftsprogramme messbare Ergebnisse für Bürgerinnen und Bürger liefern.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-reformen-von-finanzarchitektur-handel-und-globalen-rahmenbedingungen"><span id="reformen-von-finanzarchitektur-handel-und-globalen-rahmenbedingungen">Reformen von Finanzarchitektur, Handel und globalen Rahmenbedingungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Agenda greift auch die Debatte über die internationale Finanz- und Wirtschaftsordnung auf. Die Abgeordneten plädieren für eine Reform der globalen Finanzarchitektur und der Governance-Strukturen, einschließlich einer stärkeren Vertretung Afrikas in zentralen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören unter anderem Forderungen nach veränderten Entscheidungsstrukturen in internationalen Organisationen, einer gerechteren Behandlung afrikanischer Staaten bei Schuldenfragen sowie verbesserten Zugängen zu langfristigen, planbaren Finanzierungsquellen für Infrastruktur, Klima- und Entwicklungsprojekte. Handelspolitisch zielt die Zusammenarbeit darauf, wirtschaftliche Integration in Afrika voranzubringen und gleichzeitig den Marktzugang zwischen beiden Kontinenten zu vertiefen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich nachhaltiger Entwicklung werden globale Gesundheit, belastbare Agrar- und Ernährungssysteme sowie Klimaanpassung genannt. Afrika-EU-Programme in diesen Bereichen sollen so gestaltet werden, dass sie auf lokalen Prioritäten beruhen und gleichzeitig in übergreifende Strategien auf kontinentaler Ebene eingebettet sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-frieden-und-sicherheit-als-gemeinsames-handlungsfeld"><span id="frieden-und-sicherheit-als-gemeinsames-handlungsfeld">Frieden und Sicherheit als gemeinsames Handlungsfeld</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt der parlamentarischen Zusammenarbeit liegt auf der Friedens- und Sicherheitspolitik. Die Abgeordneten betonen, dass Sicherheit in Afrika und Europa eng miteinander verknüpft ist und sich Konflikte, Instabilität und Terrorismus über Regionen hinweg auswirken.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Pre-African Union-European Union Summit Meeting kicks off in Midrand <br><br>The Pan-African Parliament (PAP) and the <a href="https://twitter.com/Europarl_EN?ref_src=twsrc%5Etfw">@Europarl_EN</a> (EP) have commenced a two-day Parliamentary meeting under the theme: “Renewing Africa-Europe Parliamentary Cooperation in a Changing Global Context.”… <a href="https://t.co/8eMIv7pSXf">pic.twitter.com/8eMIv7pSXf</a></p>— Pan-African Parliament (@AfrikParliament) <a href="https://twitter.com/AfrikParliament/status/1989364302956965905?ref_src=twsrc%5Etfw">November 14, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt stehen Prinzipien wie die Achtung des Völkerrechts, politische Stabilität durch demokratische Verfahren und verantwortliche Regierungsführung. Militärische Machtübernahmen und verfassungswidrige Veränderungen von Regierungen werden abgelehnt. Stattdessen wird auf politische Dialogformate, inklusive Prozesse und afrikanisch geführte Lösungen gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentarier heben afrikanische Friedensinitiativen ausdrücklich hervor und verknüpfen diese mit der Frage der Finanzierung. Instrumente wie der Friedensfonds der Afrikanischen Union und europäische Finanzierungsmechanismen sollen so ausgestaltet werden, dass sie afrikanische Eigenverantwortung stärken, transparente Entscheidungsprozesse ermöglichen und gemeinsame Prioritäten abbilden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-dimension-der-sicherheitspolitik"><span id="parlamentarische-dimension-der-sicherheitspolitik">Parlamentarische Dimension der Sicherheitspolitik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Finanzierung geht es um die Rolle der Parlamente in sicherheitspolitischen Fragen. Die Abgeordneten sehen die Notwendigkeit, Einsätze, Mandate und sicherheitspolitische Initiativen enger parlamentarisch zu begleiten. Dies betrifft sowohl nationale Parlamente als auch das Pan-Afrikanische Parlament und das Europäische Parlament in ihrer jeweiligen Funktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei spielen Themen wie Rüstungskontrolle, der Schutz der Zivilbevölkerung, der Zugang humanitärer Hilfe und der Umgang mit neuen Bedrohungsformen eine Rolle. Sicherheits- und Friedenspolitik wird nicht als exklusives Feld der Exekutiven verstanden, sondern als Bereich, in dem Parlamente Transparenz einfordern und politische Richtungsentscheidungen mitgestalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-25-jahre-au-eu-partnerschaft-und-die-rolle-der-parlamente"><span id="25-jahre-au-eu-partnerschaft-und-die-rolle-der-parlamente">25 Jahre AU-EU-Partnerschaft und die Rolle der Parlamente</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund von 25 Jahren institutionalisierter AU-EU-Beziehungen wird die parlamentarische Ebene als Bereich mit Entwicklungspotenzial beschrieben. Während Gipfeltreffen, Kommissionsdialoge und bilaterale Regierungskanäle die Partnerschaft prägen, bleibt der Beitrag der Parlamente in vielen Feldern im Vergleich dazu weniger sichtbar.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The Pan-African Parliament (PAP) and the <a href="https://twitter.com/Europarl_EN?ref_src=twsrc%5Etfw">@Europarl_EN</a> have issued a Joint Declaration following the <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion?ref_src=twsrc%5Etfw">@_AfricanUnion</a> –European Union Parliamentary Pre-Summit Meeting held in Midrand, South Africa, on 14–15 November 2025.<br><br>Adopted today ahead of the 7th <a href="https://twitter.com/hashtag/AU?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AU</a>–<a href="https://twitter.com/hashtag/EU?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#EU</a> Summit, currently… <a href="https://t.co/q6BihrDygv">pic.twitter.com/q6BihrDygv</a></p>— Pan-African Parliament (@AfrikParliament) <a href="https://twitter.com/AfrikParliament/status/1993070188959334547?ref_src=twsrc%5Etfw">November 24, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle parlamentarische Agenda knüpft daher an die bisherigen Erfahrungen an und setzt drei Schwerpunkte. Erstens sollen parlamentarische Dialoge regelmäßiger, strukturierter und thematisch fokussierter werden. Zweitens soll die Überwachung von gemeinsamen Programmen – etwa in Handel, Infrastruktur, Klima oder Sicherheit – durch parlamentarische Gremien intensiviert werden. Drittens sollen Bürgerbeteiligung, regionale Vielfalt und die Perspektiven junger Menschen stärker in die bi-regionale Debatte eingebunden werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-kooperation-als-teil-einer-breiteren-agenda"><span id="parlamentarische-kooperation-als-teil-einer-breiteren-agenda">Parlamentarische Kooperation als Teil einer breiteren Agenda</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die parlamentarische Zusammenarbeit wird damit zu einem Teil einer breiteren politischen Agenda zwischen Afrika und Europa. Sie reicht von wirtschaftlicher Integration über Rohstoff- und Handelspolitik bis hin zu Klima, Migration, digitalem Wandel und Sicherheitsfragen. Die Abgeordneten verknüpfen diesen breiten Themenkatalog mit der Erwartung, dass parlamentarische Gremien die Umsetzung politischer Zusagen dauerhaft begleiten und auf Kohärenz zwischen verschiedenen Politikfeldern achten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Guinea-Bissau: Vorzeitige Stimmabgabe und intensive Wahlbeobachtung vor den Wahlen am 23. November</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/guinea-bissau-vorzeitige-stimmabgabe-und-intensive-wahlbeobachtung-vor-den-wahlen-am-23-november/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 15:57:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Guinea-Bissau]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Nationale Wahlkommission von Guinea-Bissau hat am 20. November mit der vorzeitigen Stimmabgabe für bestimmte Berufsgruppen begonnen. Parallel&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fguinea-bissau-vorzeitige-stimmabgabe-und-intensive-wahlbeobachtung-vor-den-wahlen-am-23-november%2F&amp;action_name=Guinea-Bissau%3A%20Vorzeitige%20Stimmabgabe%20und%20intensive%20Wahlbeobachtung%20vor%20den%20Wahlen%20am%2023.%20November&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/guinea-bissau-vorzeitige-stimmabgabe-und-intensive-wahlbeobachtung-vor-den-wahlen-am-23-november/">Guinea-Bissau: Vorzeitige Stimmabgabe und intensive Wahlbeobachtung vor den Wahlen am 23. November</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Nationale Wahlkommission von Guinea-Bissau hat am 20. November mit der vorzeitigen Stimmabgabe für bestimmte Berufsgruppen begonnen. Parallel dazu haben Wahlbeobachtungsmissionen der ECOWAS und der CPLP ihre Konsultationen mit den nationalen Institutionen intensiviert, um die Rahmenbedingungen für die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 23. November zu bewerten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-vorzeitige-stimmabgabe-fur-einsatzkrafte-und-reisende"><span id="vorzeitige-stimmabgabe-fuer-einsatzkraefte-und-reisende">Vorzeitige Stimmabgabe für Einsatzkräfte und Reisende</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationale Wahlkommission (CNE) eröffnete am Donnerstagmorgen die Urnen für eine vorzeitige Abstimmung von Militärangehörigen, Paramilitärs, Reisenden und Bediensteten, die am eigentlichen Wahlsonntag im Dienst stehen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Abubacar Sidico Sambú, Präsident der Regionalen Wahlkommission Bissau (CRE), ist die Hauptstadt in sechs Wahlkreise unterteilt. In jedem dieser Kreise wurde ein Wahllokal speziell für die vorzeitige Stimmabgabe eingerichtet, um den besonderen Bedarf dieser Wählergruppen abzudecken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sambú erklärte, dass die CRE noch nicht über vollständige Listen aller betroffenen Wähler verfüge, da die Aufstellungen weiterhin eingereicht werden. Stimmberechtigt in diesen besonderen Wahllokalen sind ausschließlich Wählerinnen und Wähler, die in der Hauptstadt Bissau registriert sind. Ziel ist es, den Wahlkalender einzuhalten und zugleich sicherzustellen, dass Einsatzkräfte und Reisende ihr Stimmrecht ausüben können, ohne den Wahlablauf am Sonntag zu beeinträchtigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ecowas-mission-pruft-vorbereitung-und-rahmenbedingungen"><span id="ecowas-mission-prueft-vorbereitung-und-rahmenbedingungen">ECOWAS-Mission prüft Vorbereitung und Rahmenbedingungen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 19. November führte die Wahlbeobachtungsmission der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/ecowas/">Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten</a> (ECOWAS) Vorgespräche mit der CNE. Die Delegation, geleitet von Serigne Mamadou Ka, Interimsdirektor der ECOWAS-Division für Wahlhilfe, traf den interimistischen Präsidenten der Wahlkommission, Npabi Cabi, und sein Team.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt standen der Stand der Wahlvorbereitungen, die operative Leistungsfähigkeit der CNE, logistische Vorkehrungen sowie institutionelle Garantien für Transparenz, Glaubwürdigkeit und Inklusion des Wahlprozesses. Die ECOWAS-Mission bekräftigte, dass sie ihren Auftrag in strikter Neutralität und unter Achtung der nationalen Souveränität ausübt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">LA CEDEAO FORME DES JOURNALISTES EN GUINÉE-BISSAU POUR PROMOUVOIR L&#39;INTÉGRITÉ DE L&#39;INFORMATION ET LUTTER CONTRE LES FAUSSES NOUVELLES, LA DÉSINFORMATION ET LA MÉTINFORMATION EN AFRIQUE DE L&#39;OUEST <a href="https://t.co/mhOJX2BhOL">pic.twitter.com/mhOJX2BhOL</a></p>— Ecowas – Cedeao (@ecowas_cedeao) <a href="https://twitter.com/ecowas_cedeao/status/1990712773932614092?ref_src=twsrc%5Etfw">November 18, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Npabi Cabi unterstrich seinerseits das Engagement der Wahlkommission, die Wahl im Einklang mit dem nationalen Recht zu organisieren und den öffentlichen Vertrauensaufbau durch kontinuierliche Zusammenarbeit mit der ECOWAS zu stärken. Die Beobachtermission basiert auf dem ECOWAS-Protokoll über Demokratie und gute Regierungsführung und umfasst kurz- und mittelfristige Einsätze mit Gesprächen mit Regierung, politischen Akteuren, Sicherheitsorganen, Zivilgesellschaft und internationalen Partnern.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-cplp-beobachter-fokussieren-technische-ablaufe-im-wahlprozess"><span id="cplp-beobachter-fokussieren-technische-ablaeufe-im-wahlprozess">CPLP-Beobachter fokussieren technische Abläufe im Wahlprozess</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="869" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1-1024x869.jpeg" alt="" class="wp-image-22132 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1-1024x869.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1-300x255.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1-768x652.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1-1536x1304.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1-380x323.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1-800x679.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1-1160x985.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/missao-de-observacao-eleitoral-da-cplp-reuniu-se-com-cne-da-guine-bissau-1.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu arbeitet eine Wahlbeobachtungsmission der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/cplp/">Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder</a> (CPLP) in Bissau. Die Mission wird von dem pensionierten Generalleutnant Luis Diogo de Carvalho geleitet, ehemaliger Direktor des Zentrums für Strategische Analyse der CPLP.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. November traf die Delegation mit dem interimistischen CNE-Präsidenten N’Pabi Cabi zusammen. Diskutiert wurden technische und logistische Aspekte des Wahlprozesses, darunter der Stand der operativen Organisation, das Management des Wahlmaterials, das rechtliche Rahmenwerk, Kontrollmechanismen, Sicherheitsfragen und Transparenzgarantien. Die Mission erhielt zusätzliche Auskünfte zu den Vorbereitungsphasen und zur Koordination mit anderen akkreditierten internationalen Beobachtergruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die CPLP-Mission plant, Beobachter in den Regionen Bissau, Gabú, Bafatá, Biombo, Cacheu und Oio zu entsenden. Sie soll die Schlussphase des Wahlkampfs, den Wahltag selbst, die Auszählung der Stimmen und die Ergebniserfassung begleiten und auf Grundlage der gesammelten Beobachtungen einen technischen Bericht vorlegen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-des-aussenministeriums-und-bedeutung-internationaler-beobachtung"><span id="rolle-des-aussenministeriums-und-bedeutung-internationaler-beobachtung">Rolle des Außenministeriums und Bedeutung internationaler Beobachtung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="783" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58-1024x783.jpeg" alt="" class="wp-image-22131 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58-1024x783.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58-300x230.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58-768x588.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58-1536x1175.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58-380x291.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58-800x612.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58-1160x887.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/whatsapp-image-2025-11-19-at-23-26-58.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 18. November hatte der guineische Außenminister Carlos Pinto Pereira, zugleich Vorsitzender des CPLP-Ministerrats, die CPLP-Mission empfangen. Er betonte die strategische Bedeutung der Präsenz von CPLP und ECOWAS bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen und bezeichnete beide Organisationen als zentrale internationale Partner.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung misst den Bewertungen dieser Beobachtermissionen hohe Bedeutung bei, da deren Einschätzungen als entscheidend für die Glaubwürdigkeit des Wahlprozesses gelten. Zugleich verwies der Minister auf die laufenden institutionellen Anstrengungen, um einen friedlichen und transparenten Wahlablauf sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Beobachtung in Kombination mit der vorzeitigen Stimmabgabe für sicherheitsrelevante Berufsgruppen und Reisende ist damit ein wesentlicher Baustein, um organisatorische Herausforderungen zu bewältigen und das Vertrauen der Bevölkerung in den Wahlprozess zu stärken.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundeshaushalt 2026: Änderungen im Außen- und Entwicklungsressort betreffen auch Afrikapolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundeshaushalt-2026-aenderungen-im-aussen-und-entwicklungsressort-betreffen-auch-afrikapolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 13:21:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Auswärtiges Amt]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Freitag in seiner Bereinigungssitzung mehrere Änderungen am Etat des Auswärtigen Amts für&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundeshaushalt-2026-aenderungen-im-aussen-und-entwicklungsressort-betreffen-auch-afrikapolitik%2F&amp;action_name=Bundeshaushalt%202026%3A%20%C3%84nderungen%20im%20Au%C3%9Fen-%20und%20Entwicklungsressort%20betreffen%20auch%20Afrikapolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundeshaushalt-2026-aenderungen-im-aussen-und-entwicklungsressort-betreffen-auch-afrikapolitik/">Bundeshaushalt 2026: Änderungen im Außen- und Entwicklungsressort betreffen auch Afrikapolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Freitag in seiner Bereinigungssitzung mehrere Änderungen am Etat des Auswärtigen Amts für das Jahr 2026 beschlossen. Die Ausgaben sollen 6,03 Milliarden Euro betragen, etwas mehr als im Vorjahr (2025: 5,89 Milliarden Euro), jedoch 33,84 Millionen Euro weniger als im Regierungsentwurf vorgesehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-anpassungen-im-etat-des-auswartigen-amts"><span id="anpassungen-im-etat-des-auswaertigen-amts">Anpassungen im Etat des Auswärtigen Amts</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="319" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Auswaertiges_Amt_01.jpg" alt="" class="wp-image-22041 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Auswaertiges_Amt_01.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Auswaertiges_Amt_01-300x150.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Auswaertiges_Amt_01-380x189.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Verpflichtungsermächtigungen steigen auf 2,64 Milliarden Euro und liegen damit rund 129 Millionen Euro über dem ursprünglichen Entwurf. Grundlage der Änderungen ist die Vorlage des Bundesfinanzministeriums.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Anpassungen gehört auch die Fortschreibung eines Beschlusses aus dem Haushalt 2025, der im Regierungsentwurf für 2026 noch nicht enthalten war. Zusätzlich erhalten die politischen Stiftungen 86,03 Millionen Euro – rund zehn Millionen Euro mehr als geplant. Die Aufstockung wird mit einem gestiegenen Bedarf für gesellschafts- und europapolitische Projekte begründet.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-vorsorge-fur-mogliche-namibia-vereinbarung"><span id="vorsorge-fuer-moegliche-namibia-vereinbarung">Vorsorge für mögliche Namibia-Vereinbarung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Haushaltsplan wird zudem Vorsorge getroffen, falls die Vereinbarung über <a href="https://fokus-afrika.de/nama-traditionalisten-lehnen-vereinbarung-zu-voelkermord-reparationen-ab/">Versöhnungsleistungen</a> mit <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/">Namibia</a> erst im Jahr 2026 abgeschlossen werden kann. Dafür wurde eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 46 Millionen Euro aufgenommen, deren Zahlung sich über den Zeitraum von 2027 bis 2043 erstrecken soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Position betrifft zentral die deutsch-namibischen Beziehungen und die laufenden Gespräche über historische Verantwortung und mögliche Ausgleichsmechanismen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-etat-fur-entwicklungszusammenarbeit-leicht-erhoht-aber-einsparungen-im-bilateralen-bereich"><span id="etat-fuer-entwicklungszusammenarbeit-leicht-erhoeht-aber-einsparungen-im-bilateralen-bereich">Etat für Entwicklungszusammenarbeit leicht erhöht – aber Einsparungen im bilateralen Bereich</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag berät am 26. November den Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der Regierungsentwurf sah Ausgaben von 9,94 Milliarden Euro vor, doch der Haushaltsausschuss erhöhte den Mittelansatz auf 10,05 Milliarden Euro. Dennoch liegen die Werte weiterhin unter dem Niveau von 2025 (10,31 Milliarden Euro).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einzelplan 23 bleibt mit geplanten Investitionen von 6,11 Milliarden Euro der zweitgrößte Investitionshaushalt des Bundes.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kurzungen-bei-der-bilateralen-zusammenarbeit"><span id="kuerzungen-bei-der-bilateralen-zusammenarbeit">Kürzungen bei der bilateralen Zusammenarbeit</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-22042 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-1536x864.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-2048x1152.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Bonn_ehemaliges_Bundeskanzleramt-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Besonders betroffen sind die Mittel für die bilaterale staatliche Entwicklungszusammenarbeit. Diese sollen 2026 auf 4,64 Milliarden Euro sinken – nach 4,85 Milliarden Euro im Jahr 2025. Die finanzielle Zusammenarbeit mit Partnerstaaten reduziert sich von 2,07 Milliarden Euro auf 1,95 Milliarden Euro.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Bereich „Krisenbewältigung und Wiederaufbau, Infrastruktur“ sind Einsparungen vorgesehen. 2026 sollen hierfür 695,77 Millionen Euro zur Verfügung stehen, rund 26 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-weniger-mittel-fur-internationale-organisationen"><span id="weniger-mittel-fuer-internationale-organisationen">Weniger Mittel für internationale Organisationen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ansatz für die europäische und internationale Entwicklungszusammenarbeit sinkt ebenfalls. Die Ausgaben sollen 2026 insgesamt 1,75 Milliarden Euro betragen (2025: 1,93 Milliarden Euro).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu zählen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>der deutsche Beitrag zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM), der um 82 Millionen Euro auf 288 Millionen Euro reduziert wird</li>



<li>der Beitrag zu den Europäischen Entwicklungsfonds, der um 22,4 Millionen Euro auf 144,1 Millionen Euro sinkt</li>



<li>die Beiträge an die Vereinten Nationen und internationale NGOs, die von 556,51 Millionen Euro auf 501,1 Millionen Euro zurückgehen sollen</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-anstieg-bei-multilateralen-entwicklungsbanken"><span id="anstieg-bei-multilateralen-entwicklungsbanken">Anstieg bei multilateralen Entwicklungsbanken</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu den Kürzungen im bilateralen Bereich plant die Bundesregierung höhere Beiträge an multilaterale Entwicklungsbanken. Während 2025 noch 995,13 Millionen Euro vorgesehen waren, sollen die Mittel 2026 auf 1,22 Milliarden Euro steigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwerpunktverschiebung zeigt eine stärkere Ausrichtung auf internationale Finanzinstitutionen und gemeinsame Instrumente der Entwicklungsfinanzierung.</p>
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	</item>
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		<title>Bundestag verlängert Bundeswehrmandate für „Sea Guardian“ und „Eunavfor Med Irini“ im Mittelmeer</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-verlaengert-bundeswehrmandate-fuer-sea-guardian-und-eunavfor-med-irini-im-mittelmeer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 22:16:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Deutsche Bundestag hat am 13. November 2025 die Beteiligung der Bundeswehr an zwei maritimen Auslandseinsätzen im Mittelmeer&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-verlaengert-bundeswehrmandate-fuer-sea-guardian-und-eunavfor-med-irini-im-mittelmeer%2F&amp;action_name=Bundestag%20verl%C3%A4ngert%20Bundeswehrmandate%20f%C3%BCr%20%E2%80%9ESea%20Guardian%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EEunavfor%20Med%20Irini%E2%80%9C%20im%20Mittelmeer&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-verlaengert-bundeswehrmandate-fuer-sea-guardian-und-eunavfor-med-irini-im-mittelmeer/">Bundestag verlängert Bundeswehrmandate für „Sea Guardian“ und „Eunavfor Med Irini“ im Mittelmeer</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Deutsche Bundestag hat am 13. November 2025 die Beteiligung der Bundeswehr an zwei maritimen Auslandseinsätzen im Mittelmeer um jeweils ein Jahr verlängert. In namentlichen Abstimmungen billigten die Abgeordneten sowohl das Nato-geführte Mandat „Sea Guardian“ als auch die EU-Operation „Eunavfor med Irini“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verlangerung-zweier-mandate-mit-mittelmeer-und-libyen-bezug"><span id="verlaengerung-zweier-mandate-mit-mittelmeer-und-libyen-bezug">Verlängerung zweier Mandate mit Mittelmeer- und Libyen-Bezug</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie der Deutsche Bundestag berichtet, stimmten für die Fortsetzung von „Sea Guardian“ 388 Abgeordnete, 169 votierten dagegen, drei enthielten sich. Die Verlängerung der EU-Mission „Eunavfor med Irini“ wurde mit 315 Ja-Stimmen bei 182 Nein-Stimmen und 69 Enthaltungen angenommen. Beide Mandate sind bis Ende November 2026 befristet und knüpfen unmittelbar an die zum 30. November 2025 auslaufenden Einsatzgrundlagen an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nato-mission-sea-guardian-seeraumuberwachung-und-terrorismusbekampfung"><span id="nato-mission-sea-guardian-seeraumueberwachung-und-terrorismusbekaempfung">Nato-Mission „Sea Guardian“: Seeraumüberwachung und Terrorismusbekämpfung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-21955 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5ZnvD8WQAABf6Z.jpeg 1365w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung will sich weiterhin an der Nato-geführten maritimen Sicherheitsoperation „Sea Guardian“ beteiligen. Das Einsatzgebiet umfasst das Mittelmeer außerhalb der Küstenmeere, die Straße von Gibraltar mit ihren Zugängen sowie den darüber liegenden Luftraum. Ziel ist es, im Mittelmeerraum zur Seeraumüberwachung, zum Lagebildaustausch, zum maritimen Kampf gegen den Terrorismus und zur Beschränkung des Waffenschmuggels im maritimen Umfeld beizutragen. Nach Darstellung der Bundesregierung soll das Bündnis damit die maritime Sicherheit im Mittelmeer stärken.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bisher können bis zu 550 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr eingesetzt werden. Ein Einsatz in Küstenmeeren ist nur unter engen Voraussetzungen möglich. Er setzt die Zustimmung des jeweiligen Anrainerstaates voraus und – sofern dieser kein Nato-Mitglied ist – einen Beschluss des Nordatlantikrates sowie die Zustimmung des Deutschen Bundestages. Damit bleibt die parlamentarische Kontrolle des Einsatzes gewahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtliche Grundlage sind mehrere Nato-Beschlüsse seit Juli 2016 sowie Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, insbesondere die Resolution 2292 (2016) vom 14. Juni 2016, die zuletzt durch Resolution 2780 (2025) verlängert wurde. Das neue Mandat ist bis Ende November 2026 befristet. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben beziffert die Bundesregierung auf rund 0,8 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In die Bundestagsberatung eingeflossen sind neben dem Antrag der Bundesregierung (Drucksache 21/2069) auch eine Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (21/2650) und ein Bericht des Haushaltsausschusses zur Finanzierbarkeit gemäß Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages (21/2651).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eu-operation-eunavfor-med-irini-umsetzung-des-un-waffenembargos-gegen-libyen"><span id="eu-operation-eunavfor-med-irini-umsetzung-des-un-waffenembargos-gegen-libyen">EU-Operation „Eunavfor med Irini“: Umsetzung des UN-Waffenembargos gegen Libyen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o.jpeg" alt="" class="wp-image-21953 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o-300x212.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o-768x543.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o-380x269.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4kjexzWIAAwx7o-800x566.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur Nato-Mission beschloss der Bundestag die Fortsetzung der Beteiligung an der EU-geführten Militäroperation „Eunavfor med Irini“ im Mittelmeer. Das Mandat zielt nach Angaben der Bundesregierung darauf ab, das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a> durchzusetzen und zur Unterbindung von Menschenschmuggel und illegalen Öl-Exporten beizutragen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundeswehr übernimmt in diesem Rahmen insbesondere Aufgaben der Seeraumüberwachung und -aufklärung. Hierfür können wie bisher bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten entsandt werden. Das Mandat läuft nun bis zum 30. November 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Begründung verweist die Bundesregierung auf fortdauernde Verstöße gegen das UN-Waffenembargo, etwa durch die Zufuhr von Waffen, Material und Kämpfern an bewaffnete Akteure in Ost- und Westlibyen. Entgegen der 2020 geschlossenen Waffenstillstandsvereinbarung hielten sich weiterhin ausländische Kämpfer, Kräfte und Söldner auf beiden Seiten im Land auf. Ein vollständiger Abzug dieser Kräfte sowie ein geordneter Prozess zur Entwaffnung und Demobilisierung der libyschen Milizen stünden noch aus. Teilweise sei auch deren Überführung in reguläre Sicherheitsstrukturen vorgesehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="643" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Eunvafor_seal.png" alt="" class="wp-image-21954 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Eunvafor_seal.png 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Eunvafor_seal-300x300.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Eunvafor_seal-150x150.png 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Eunvafor_seal-80x80.png 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Eunvafor_seal-110x110.png 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/Eunvafor_seal-380x382.png 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund betont die Bundesregierung, dass der von den Vereinten Nationen geführte Friedensprozess in Libyen weiterhin diplomatisch, militärisch und entwicklungspolitisch unterstützt werden müsse. Die Operation „Irini“ wird in diesem Rahmen als Instrument betrachtet, um die Umsetzung des Waffenembargos zu überwachen und so zu einer langfristigen politischen Stabilisierung Libyens beizutragen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag folgte in seiner Entscheidung einer Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (21/2648) und einem Bericht des Haushaltsausschusses zur Finanzierbarkeit des Einsatzes (21/2649).</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Parlamentstreffen zwischen EU und Südafrika vor den G20 und AU-EU Gipfel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/parlamentstreffen-zwischen-eu-und-suedafrika-vor-den-g20-und-au-eu-gipfel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 21:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=21844</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Vom 5. bis 6. November 2025 fand im Europäischen Parlament in Brüssel die 29. Interparlamentarische Sitzung zwischen der Europäischen Union und Südafrika (EU–SA&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fparlamentstreffen-zwischen-eu-und-suedafrika-vor-den-g20-und-au-eu-gipfel%2F&amp;action_name=Parlamentstreffen%20zwischen%20EU%20und%20S%C3%BCdafrika%20vor%20den%20G20%20und%20AU-EU%20Gipfel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/parlamentstreffen-zwischen-eu-und-suedafrika-vor-den-g20-und-au-eu-gipfel/">Parlamentstreffen zwischen EU und Südafrika vor den G20 und AU-EU Gipfel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Vom <strong>5. bis 6. November 2025</strong> fand im <strong>Europäischen Parlament in Brüssel</strong> die <strong>29. Interparlamentarische Sitzung zwischen der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">Europäischen Union</a> und Südafrika (EU–SA IPM)</strong> statt. Das Treffen diente der Vorbereitung auf den bevorstehenden <strong>G20-Gipfel in Südafrika</strong> sowie den <strong>AU–EU-Gipfel in Luanda</strong> und stand im Zeichen multilateraler Zusammenarbeit, wirtschaftlicher Resilienz und nachhaltiger Entwicklung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eu-und-sudafrika-haben-gemeinsame-verantwortung-in-einer-multipolaren-welt"><span id="eu-und-suedafrika-haben-gemeinsame-verantwortung-in-einer-multipolaren-welt">EU und Südafrika haben gemeinsame Verantwortung in einer multipolaren Welt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung wurde geleitet von <strong>Udo Bullmann</strong>, Vorsitzender der EU-Delegation für die Beziehungen zu Südafrika, und <strong>Supra Mahumapelo</strong>, Vorsitzender des Ausschusses für internationale Beziehungen und Kooperation des südafrikanischen Parlaments.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Eröffnungsreden betonten <strong>Tokozile Xasa</strong>, Botschafterin der Republik Südafrika bei der EU, und <strong>Mathieu Briens</strong>, stellvertretender Direktor für Afrika im Europäischen Auswärtigen Dienst (EEAS), die Bedeutung einer gleichberechtigten Partnerschaft.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The 29th 🇪🇺EU-South Africa🇿🇦 Inter-Parliamentary Meeting (IPM) wrapped up yesterday at the <a href="https://twitter.com/Europarl_EN?ref_src=twsrc%5Etfw">@europarl_EN</a>.<br><br>Parliamentarians from the <a href="https://twitter.com/hashtag/EU?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#EU</a> and <a href="https://twitter.com/hashtag/SouthAfrica?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#SouthAfrica</a> focused on South Africa’s <a href="https://twitter.com/hashtag/G20?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#G20</a> Presidency, strengthening multilateralism, energy transformation and the Clean Trade and…</p>— European Parliament Diplomacy (@ep_diplomacy) <a href="https://twitter.com/ep_diplomacy/status/1986808106962038812?ref_src=twsrc%5Etfw">November 7, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission, darunter <strong>EU-Kommissarin Jutta Urpilainen</strong> (internationale Partnerschaften), <strong>Kerstin Jorna</strong> (Binnenmarkt, Industrie und KMU) sowie <strong>Björn Seibert</strong>, Kabinettschef von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, nahmen an den Beratungen teil.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-g20-prasidentschaft-sudafrikas-und-multilaterale-reformen"><span id="g20-praesidentschaft-suedafrikas-und-multilaterale-reformen">G20-Präsidentschaft Südafrikas und multilaterale Reformen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5On1MIWUAAdz3V-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-21846 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5On1MIWUAAdz3V-768x1024.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5On1MIWUAAdz3V-225x300.jpeg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5On1MIWUAAdz3V-1152x1536.jpeg 1152w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5On1MIWUAAdz3V-380x507.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5On1MIWUAAdz3V-800x1067.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5On1MIWUAAdz3V-1160x1547.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5On1MIWUAAdz3V.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Schwerpunkt war die bevorstehende <strong>südafrikanische G20-Präsidentschaft</strong>. Die Delegationen betonten die Rolle Afrikas in globalen Entscheidungsprozessen und unterstützten die Reform des <strong>UN-Sicherheitsrats</strong>, um eine stärkere Repräsentation afrikanischer Staaten zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diskutiert wurden Fragen der <strong>Schuldennachhaltigkeit</strong>, der <strong>gerechten Energiewende</strong> und der <strong>Krisenvorsorge</strong> im Rahmen multilateraler Institutionen. Beide Seiten sprachen sich für eine engere Abstimmung in internationalen Foren aus, insbesondere bei der Umsetzung der Agenda 2030 und der Klimaziele von Paris.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-energie-transformation-und-nachhaltige-entwicklung"><span id="energie-transformation-und-nachhaltige-entwicklung">Energie, Transformation und nachhaltige Entwicklung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Umsetzung der <strong>Just Energy Transition Partnership (JETP)</strong> zwischen der EU, Südafrika und internationalen Partnern. Ziel ist die Förderung erneuerbarer Energien, die Schaffung grüner Arbeitsplätze und der Schutz betroffener Beschäftigter in Regionen mit hohem Kohleanteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU stellte aktuelle Fortschritte im Rahmen der Initiative <strong>Global Gateway</strong> vor, die Investitionen in saubere Energie, Wasserstoffproduktion und nachhaltige Infrastruktur fördert.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-handel-investitionen-und-industrielle-wertschopfung"><span id="handel-investitionen-und-industrielle-wertschoepfung">Handel, Investitionen und industrielle Wertschöpfung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Themenkomplex widmete sich der Vertiefung der <strong>wirtschaftlichen Zusammenarbeit</strong>. Im Mittelpunkt standen die neue <strong>Clean Trade and Investment Partnership (CTIP)</strong> sowie ein geplantes <strong>Memorandum of Understanding über kritische Rohstoffe</strong>, das am Rande des G20-Gipfels unterzeichnet werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Initiativen sollen die <strong>lokale Wertschöpfung</strong>, <strong>nachhaltige Industrialisierung</strong> und die <strong>Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen</strong> stärken. Dabei wurde betont, dass wirtschaftliche Partnerschaften mit sozialer Verantwortung und ökologischer Nachhaltigkeit einhergehen müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gemeinsame-erklarung-und-ausblick"><span id="gemeinsame-erklaerung-und-ausblick">Gemeinsame Erklärung und Ausblick</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5F9T88XQAA5u7J.jpeg" alt="" class="wp-image-21847 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5F9T88XQAA5u7J.jpeg 1000w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5F9T88XQAA5u7J-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5F9T88XQAA5u7J-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5F9T88XQAA5u7J-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G5F9T88XQAA5u7J-800x534.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In der verabschiedeten <strong>Gemeinsamen Erklärung</strong> bekannten sich die Delegationen zu einer <strong>regelbasierten internationalen Ordnung</strong>, zu <strong>Transparenz in Handelsbeziehungen</strong> und zu einer <strong>gerechten globalen Energiewende</strong>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamente vereinbarten, die Fortschritte bei CTIP und JETP jährlich zu überprüfen und die Ergebnisse in die nationalen Gremien einzubringen. Zudem soll die parlamentarische Kooperation im Bereich der <strong>Klimapolitik, Digitalisierung und Ausbildung</strong> intensiviert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der Brüsseler Gespräche fließen in die Vorbereitungen des <strong>G20-Gipfels in Südafrika</strong> (22.–23. November) und des <strong>AU–EU-Gipfels in Angola</strong> (24.–25. November) ein. Beide Seiten betonten ihren Willen, die Partnerschaft zwischen Europa und Afrika zu einem Modell für multilaterale Zusammenarbeit im 21. Jahrhundert weiterzuentwickeln.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>EU–Marokko: Gemeinsamer Parlamentarischer Ausschuss diskutiert über Sahel, Mittelmeer und Migration</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/eu-marokko-gemeinsamer-parlamentarischer-ausschuss-diskutiert-ueber-sahel-mittelmeer-und-migration/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 18:52:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am 29. Oktober 2025 tagte in Rabat der 12. Gemeinsame Parlamentarische Ausschuss (JPC) zwischen dem Europäischen Parlament und&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Feu-marokko-gemeinsamer-parlamentarischer-ausschuss-diskutiert-ueber-sahel-mittelmeer-und-migration%2F&amp;action_name=EU%E2%80%93Marokko%3A%20Gemeinsamer%20Parlamentarischer%20Ausschuss%20diskutiert%20%C3%BCber%20Sahel%2C%20Mittelmeer%20und%20Migration&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/eu-marokko-gemeinsamer-parlamentarischer-ausschuss-diskutiert-ueber-sahel-mittelmeer-und-migration/">EU–Marokko: Gemeinsamer Parlamentarischer Ausschuss diskutiert über Sahel, Mittelmeer und Migration</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Oktober 2025 tagte in Rabat der 12. Gemeinsame Parlamentarische Ausschuss (JPC) zwischen dem Europäischen Parlament und dem Parlament des Königreichs Marokko. Die Sitzung fand unter dem gemeinsamen Vorsitz von Lahcen Haddad (Marokko) und Ruggero Razza (EU) statt. Nach über zweijähriger Unterbrechung stand das Treffen im Zeichen wachsender sicherheitspolitischer, wirtschaftlicher und klimatischer Herausforderungen in der Euro-Mediterranen Region. Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, die strategische Partnerschaft auf Basis von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Werten zu vertiefen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-sicherheit-und-entwicklung-im-sahel-und-im-mittelmeerraum"><span id="sicherheit-und-entwicklung-im-sahel-und-im-mittelmeerraum">Sicherheit und Entwicklung im Sahel und im Mittelmeerraum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschuss hob die angespannte Sicherheitslage im Sahel hervor. Der Vormarsch bewaffneter Gruppen und krimineller Netzwerke gefährde nicht nur regionale, sondern auch europäische Stabilität. Beide Seiten betonten die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes, der Sicherheitsmaßnahmen, politische Dialoge, Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Unterstützung miteinander verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Diskussion stand die von König Mohammed VI. initiierte <strong><a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-die-sahara-bleibt-die-erste-prioritaet-aller-marokkaner/">Atlantik-Initiative Marokkos</a></strong>, die darauf abzielt, die atlantische Integration der afrikanischen Staaten zu fördern. Marokko bezeichnete die Öffnung des Atlantiks für die Sahelstaaten als strategischen Schritt, um deren wirtschaftliche Entwicklung, Handelsdiversifizierung und Stabilisierung angesichts sicherheits- und klimapolitischer Belastungen zu unterstützen. Die EU-Delegation lud Marokko ein, die Initiative in Brüssel vorzustellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-regionale-integration-und-sud-sud-kooperation"><span id="regionale-integration-und-sued-sued-kooperation">Regionale Integration und Süd-Süd-Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten äußerten Besorgnis über die fortdauernden Grenzschließungen zwischen einzelnen Maghreb-Staaten, die Handel, Investitionen und Mobilität behindern. Mitglieder des Europäischen Parlaments erinnerten daran, dass die EU bilaterale Partnerschaften mit allen Ländern der Region pflege und regionale Zusammenarbeit als Schlüssel für wirtschaftliche Resilienz und Stabilität betrachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschuss würdigte Marokkos Bemühungen, wirtschaftliche und politische Dialoge im südlichen Mittelmeerraum zu fördern und Süd-Süd-Kooperationen zu stärken.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-migration-und-menschliche-sicherheit"><span id="migration-und-menschliche-sicherheit">Migration und menschliche Sicherheit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung hob Marokkos Fortschritte bei der Eindämmung <a href="https://fokus-afrika.de/tag/migration/">irregulärer Migration</a> hervor. Beide Seiten bekannten sich zu einem <strong>ganzheitlichen Ansatz im Rahmen des EU-Migrationspakts</strong>, der Grenzmanagement, Schutz vulnerabler Gruppen und legale Migrationswege umfasst.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21502 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-1536x1024.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-2048x1366.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G4bXz3iWIAAvB3x-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das gemeinsame Ziel sei es, Schleusernetzwerke zu bekämpfen und dabei Menschenrechte sowie das Prinzip der Nichtzurückweisung (Non-Refoulement) zu wahren. Mitglieder der Delegationen betonten die Bedeutung von Prävention und der Bekämpfung der Ursachen irregulärer Migration durch wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigung und Bildung.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neuer-pakt-fur-das-mittelmeer"><span id="neuer-pakt-fuer-das-mittelmeer">Neuer „Pakt für das Mittelmeer“</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschuss begrüßte die Einführung des neuen <strong>Pakts für das Mittelmeer</strong>, der als historischer Rahmen für eine moderne, partnerschaftliche Zusammenarbeit im Euro-Mediterranen Raum dienen soll. Der Pakt soll auf Jugend, nachhaltige Entwicklung, grüne Investitionen und digitale Vernetzung setzen. Beide Seiten bezeichneten ihn als Chance, eine Zone des Mitwachstums und der geteilten Verantwortung zu schaffen, die lokale Akteure, Kommunen, Frauen, Jugendliche und die Zivilgesellschaft einbindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wirtschaftliche-landwirtschaftliche-und-handelspolitische-kooperation"><span id="wirtschaftliche-landwirtschaftliche-und-handelspolitische-kooperation">Wirtschaftliche, landwirtschaftliche und handelspolitische Kooperation</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegationen betonten die strategische Bedeutung Marokkos als <strong>verlässlicher industrieller Partner und Nearshoring-Standort für Europa</strong>. Marokko trage durch seine Industrie zur wirtschaftlichen Stabilität der Region bei. Fortschritte bei der Wiederaufnahme und Stärkung des landwirtschaftlichen Abkommens wurden anerkannt.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">L&#39;invité : Retour sur la Commission parlementaire mixte Maroc – UE avec Lahcen Haddad<a href="https://twitter.com/hashtag/LaMatinale?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#LaMatinale</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Maroc?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Maroc</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/UE?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#UE</a> <a href="https://t.co/9u7AIObn27">pic.twitter.com/9u7AIObn27</a></p>— MEDI1TV (@Medi1TV) <a href="https://twitter.com/Medi1TV/status/1984218614552297654?ref_src=twsrc%5Etfw">October 31, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten erklärten, dass sie weiterhin an konstruktiven Lösungen arbeiten, um wirtschaftliche und rechtliche Planungssicherheit für alle Akteure zu gewährleisten. Zudem vereinbarten sie einen regelmäßigen <strong>Dialog vor Änderungen von Zöllen oder Handelsregeln</strong>. Ein Forum für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) soll künftig im Europäischen oder im marokkanischen Parlament stattfinden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nahost-und-humanitare-lage-in-gaza"><span id="nahost-und-humanitaere-lage-in-gaza">Nahost und humanitäre Lage in Gaza</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitglieder äußerten tiefe Besorgnis über die humanitäre Situation im Gazastreifen. Sie forderten die Einhaltung und Verstetigung des Waffenstillstands, den Schutz der Zivilbevölkerung sowie ungehinderten humanitären Zugang. Bezugnehmend auf das <strong>Sharm-el-Sheikh-Friedensabkommen</strong> würdigten sie internationale Vermittlungsbemühungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Seiten hoben die Rolle von König Mohammed VI. als Vorsitzendem des <strong>Al-Quds-Komitees</strong> hervor, der sich für die Bewahrung des rechtlichen und spirituellen Status Jerusalems und eine Zwei-Staaten-Lösung auf Grundlage der Grenzen von 1967 einsetzt. Die EU-Delegation bekräftigte ihre Unterstützung für Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten. Die <strong>Union für das Mittelmeer (UfM)</strong> wurde als wichtiges Forum für Dialog und Vertrauensbildung gewürdigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-starkung-der-parlamentarischen-zusammenarbeit"><span id="staerkung-der-parlamentarischen-zusammenarbeit">Stärkung der parlamentarischen Zusammenarbeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss der Tagung wurde vereinbart, den Gemeinsamen Parlamentarischen Ausschuss künftig als <strong>ständiges Forum für Austausch und Abstimmung zwischen Abgeordneten beider Parlamente</strong> zu etablieren. Der Ausschuss soll Besuche, Debatten und Kooperationsprojekte koordinieren und den parlamentarischen Dialog zwischen Marokko und der EU vertiefen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wahlkampf in Guinea-Bissau: Präsident Embaló meldet vereitelte „Putschversuch“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wahlkampf-in-guinea-bissau-praesident-embalo-meldet-vereitelte-putschversuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 13:34:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Guinea-Bissau]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Streitkräfte von Guinea-Bissau haben die Festnahme mehrerer ranghoher Offiziere bekannt gegeben. Präsident Umaro Sissoco Embaló erklärte, es&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwahlkampf-in-guinea-bissau-praesident-embalo-meldet-vereitelte-putschversuch%2F&amp;action_name=Wahlkampf%20in%20Guinea-Bissau%3A%20Pr%C3%A4sident%20Embal%C3%B3%20meldet%20vereitelte%20%E2%80%9EPutschversuch%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Streitkräfte von Guinea-Bissau haben die Festnahme mehrerer ranghoher Offiziere bekannt gegeben. Präsident Umaro Sissoco Embaló erklärte, es habe eine „versuchte Machtübernahme“ gegeben, die darauf abgezielt habe, den Wahlprozess zu verhindern. Die Lage sei „unter Kontrolle“. Der stellvertretende Generalstabschef Mamadu Turé sagte, die Operation habe darauf abgezielt, „den Wahlprozess zu unterbrechen“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlen zu den festgenommenen Offizieren nannte er nicht. Unter den Inhaftierten ist demnach Brigadegeneral Daba Nawalna, Direktor eines militärischen Ausbildungszentrums nördlich von Bissau. Turé zufolge sind weitere Offiziere flüchtig. Falls Zivilpersonen beteiligt gewesen seien, würden diese ebenfalls festgenommen. Wie <em>Jeune Afrique</em> berichtet, bestätigte Präsident Embaló telefonisch, es handele sich um eine „versuchte Machtübernahme, um die Abhaltung der Wahlen zu verhindern“, und kündigte Ermittlungen an.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-verschwinden-und-inhaftierungen-ranghoher-militars"><span id="verschwinden-und-inhaftierungen-ranghoher-militaers">Verschwinden und Inhaftierungen ranghoher Militärs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in den Vortagen wurden nach übereinstimmenden Berichten Festnahmen und mutmaßliche Entführungen innerhalb der Streitkräfte gemeldet. Der stellvertretende Militärstaatsanwalt Major Domingos Nhanque wurde zu Wochenbeginn in ungeklärten Umständen inhaftiert. Am Abend des 29. Oktober sei Brigadegeneral Daba Nawalna, ehemaliger Präsident des Obersten Militärgerichts und aktuell Leiter der Militärschule von Cumeré, von bewaffneten Soldaten abgeführt worden und seitdem verschwunden. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1017" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-1017x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-21470 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-1017x1024.jpeg 1017w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-298x300.jpeg 298w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-768x773.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-380x382.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC-800x805.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2W77mcXcAAMoZC.jpeg 1073w" sizes="(max-width: 1017px) 100vw, 1017px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls als vermisst gilt Oberst Júlio Naquidanque, Leiter der Direktion für Operationen und Ausbildung des Heeres, der nach einer Einbestellung nach Bissau nicht zurückkehrte. Familien der Betroffenen erhielten nach diesen Berichten keine offizielle Auskunft. Die Abfolge nicht mandatierter Festnahmen und ungeklärter Verschleppungen hat innerhalb der Streitkräfte und in der Zivilgesellschaft Besorgnis ausgelöst. Dies berichten portugiesischsprachige Medien wie <em><a href="https://e-global.pt/noticias/lusofonia/guine-bissau/guine-bissau-detencoes-e-desaparecimento-de-militares-abalam-forcas-armadas/">e-Global</a></em>.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-institutionelles-spannungsfeld-in-den-sicherheitsorganen"><span id="institutionelles-spannungsfeld-in-den-sicherheitsorganen">Institutionelles Spannungsfeld in den Sicherheitsorganen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Offiziell betont die Regierung die Neutralität der Streitkräfte und deren Rolle bei der Sicherung der Wahlen. Die genannten Festnahmen und das Ausbleiben transparenter Informationen verstärken jedoch die Wahrnehmung politischer Einflussnahme auf militärische und justizielle Institutionen. Intern wird auf Bruchlinien innerhalb des Heeres verwiesen, unter anderem auf Kontroversen um die anhaltende Amtszeit von General Biagué Na Ntan als Generalstabschef. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2VpDLqWYAAxBba-2-2-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21475 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2VpDLqWYAAxBba-2-2-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2VpDLqWYAAxBba-2-2-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2VpDLqWYAAxBba-2-2-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2VpDLqWYAAxBba-2-2-380x254.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2VpDLqWYAAxBba-2-2-800x534.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2VpDLqWYAAxBba-2-2-1160x774.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/G2VpDLqWYAAxBba-2-2.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Stimmen innerhalb der Truppe sehen darin ein Symbol fehlender Erneuerung und unzureichender institutioneller Distanz zum politischen Machtzentrum. Eine öffentliche Stellungnahme des Generalstabs zu diesen Vorgängen lag den genannten Berichten zufolge nicht vor.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlprozess-unter-juristischen-und-politischen-vorzeichen"><span id="wahlprozess-unter-juristischen-und-politischen-vorzeichen">Wahlprozess unter juristischen und politischen Vorzeichen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ereignisse fallen in die unmittelbare Vorphase der Wahlkampagne, die am 1. November beginnt. Für den 23. November sind Präsidentschafts- und Parlamentswahlen geplant. Der Oberste Gerichtshof hatte zuvor die Teilnahme der von der historischen Unabhängigkeitspartei PAIGC getragenen Koalition PAI–Terra Ranka und ihres Vorsitzenden Domingos Simões Pereira ausgeschlossen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von <em>e-Global</em> sind insgesamt elf weitere Parteien für die Legislativwahlen zugelassen worden, darunter mehrere Neugründungen seit 2020. Die Plattform „Nô Kumpu Guiné“, die die Wiederwahl von Präsident Embaló unterstützt, trat in der Vorkampagne sichtbar auf, während große programmatische Debatten ausblieben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-reaktionen-politischer-akteure-und-zivilgesellschaft"><span id="reaktionen-politischer-akteure-und-zivilgesellschaft">Reaktionen politischer Akteure und Zivilgesellschaft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Opposition und zivilgesellschaftliche Gruppen kritisieren ein Klima der Einschüchterung, verweisen auf eine starke militärische Präsenz im öffentlichen Raum und auf begrenzte Versammlungsfreiheit. Die PAIGC kündigte an, die Legitimität des Wahlprozesses politisch und symbolisch in Frage zu stellen. Einzelne Oppositionsvertreter suchten Medienberichten zufolge die PAIGC-Spitze zu Solidaritätsbesuchen auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinweise auf breit angelegte Straßenproteste lagen demnach zunächst nicht vor. Der Koordinator der Plattform „Nô Kumpu Guiné“, Botche Candé, bezog sich in einer öffentlichen Erklärung auf die PAIGC und warf ihr mangelnde Flexibilität vor. Er erklärte sinngemäß, die Verantwortung für ein mögliches Fernbleiben bei der Wahl liege bei Domingos Simões Pereira, da er den Dialog mit dem Präsidenten suchen könne. Die PAIGC bekräftigte ihrerseits, ohne ihre Teilnahme sei der Wahlprozess nicht glaubwürdig.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlbeteiligung-zulassungen-und-krafteverhaltnisse"><span id="wahlbeteiligung-zulassungen-und-kraefteverhaeltnisse">Wahlbeteiligung, Zulassungen und Kräfteverhältnisse</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Assembleia_Nacional_da_Guine-Bissau.jpg" alt="" class="wp-image-21472 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Assembleia_Nacional_da_Guine-Bissau.jpg 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Assembleia_Nacional_da_Guine-Bissau-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Assembleia_Nacional_da_Guine-Bissau-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Assembleia_Nacional_da_Guine-Bissau-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Assembleia_Nacional_da_Guine-Bissau-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Assembleia_Nacional_da_Guine-Bissau-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/11/960px-Assembleia_Nacional_da_Guine-Bissau-800x600.jpg 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Den vorliegenden Berichten zufolge tritt die Plattform „Nô Kumpu Guiné“ in 21 der 29 Wahlkreise an, was ihre Ausgangsposition für die Parlamentswahlen stärkt. Beobachter verweisen darauf, dass damit eine deutliche Mandatsbasis in einem Parlament mit 102 Sitzen möglich erscheint. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Präsidentschaftsebene gelten mehrere Kandidaturen als maßgeblich, darunter ehemalige Amtsinhaber und unabhängige Bewerber. Aufgrund des Ausschlusses des PAIGC-Lagers richtet sich die Aufmerksamkeit auf verbleibende Kandidaten, die die Politik des Amtsinhabers kritisch bewerten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-und-wahlkampfumfeld"><span id="sicherheitslage-und-wahlkampfumfeld">Sicherheitslage und Wahlkampfumfeld</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sicherheitskräfte wurden nach Medienangaben in Bereitschaft versetzt. In der Hauptstadt und in Provinzstädten sind verstärkte Patrouillen gemeldet worden. Einzelne Zusammenstöße und Festnahmen wurden dokumentiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wahlkampf beginnt in einem Umfeld, das von juristischen Auseinandersetzungen, organisatorischen Herausforderungen und einer öffentlichen Debatte über die Trennlinien zwischen politischer Führung, Justiz und Verteidigungsapparat geprägt ist. Die wiederholten Unterbrechungen des verfassungsmäßigen Gleichgewichts in der jüngeren Geschichte des Landes bilden den Hintergrund, vor dem sich die aktuelle Lage entfaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Guinea-Bissau verzeichnet seit der Unabhängigkeit mehrere erfolgreiche Staatsstreiche und eine hohe Zahl gescheiterter Putschversuche. Diese Chronik institutioneller Instabilität prägt die Erwartungen an Wahlprozesse und die Rolle der Sicherheitsorgane. Vor diesem Hintergrund erhalten Berichte über Festnahmen, Verschwindenlassen und interne Friktionen innerhalb der Armee besondere Relevanz, insbesondere in unmittelbarer Nähe zu einem Wahltermin.</p>
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		<item>
		<title>Elfenbeinküste wählt am 27. Dezember neues Parlament</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/elfenbeinkueste-waehlt-am-27-dezember-neues-parlament/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 17:34:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Côte d’Ivoire]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Unabhängige Wahlkommission (CEI) der Côte d’Ivoire hat am 30. Oktober 2025 in Abidjan den offiziellen Zeitplan für die kommenden Parlamentswahlen vorgestellt.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Felfenbeinkueste-waehlt-am-27-dezember-neues-parlament%2F&amp;action_name=Elfenbeink%C3%BCste%20w%C3%A4hlt%20am%2027.%20Dezember%20neues%20Parlament&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/elfenbeinkueste-waehlt-am-27-dezember-neues-parlament/">Elfenbeinküste wählt am 27. Dezember neues Parlament</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Unabhängige Wahlkommission (CEI)</strong> der Côte d’Ivoire hat am 30. Oktober 2025 in Abidjan den offiziellen Zeitplan für die kommenden <strong>Parlamentswahlen</strong> vorgestellt. Bei einer Informationsveranstaltung im Stadtteil Cocody erläuterte CEI-Präsident <strong>Ibrahime Coulibaly-Kuibiert</strong> die einzelnen Etappen des Wahlprozesses, an der Vertreter politischer Parteien, Gruppierungen und potenzielle Kandidaten teilnahmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-zeitrahmen-fur-kandidaturen-und-kampagne"><span id="zeitrahmen-fuer-kandidaturen-und-kampagne">Zeitrahmen für Kandidaturen und Kampagne</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem veröffentlichten <strong>Wahlkalender</strong> beginnt die Einreichungsfrist für Kandidaturen am <strong>31. Oktober</strong> und endet am <strong>12. November 2025</strong>, was einer Dauer von 13 Tagen entspricht. Im Anschluss prüft der <strong>Verfassungsrat</strong> ab dem <strong>19. November</strong> die Zulässigkeit der Bewerbungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Wahlkampagne</strong> ist vom <strong>19. bis 26. Dezember 2025</strong> vorgesehen und dauert acht Tage. „Die Kampagne endet ausnahmsweise am Vortag des Urnengangs, um die Feierlichkeiten zu Weihnachten zu berücksichtigen“, erklärte Coulibaly-Kuibiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Abstimmung selbst findet am Samstag, den 27. Dezember 2025</strong>, statt. Die Bekanntgabe der Ergebnisse ist zwischen dem <strong>28. und 30. Dezember</strong> vorgesehen. Streitfälle im Zusammenhang mit der Wahl sollen spätestens bis zum <strong>5. Januar 2026</strong> beim Verfassungsrat eingereicht werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-transparente-und-friedliche-wahlen-angekundigt"><span id="transparente-und-friedliche-wahlen-angekuendigt">Transparente und friedliche Wahlen angekündigt</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="739" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/B05I4581.jpg" alt="" class="wp-image-21407 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/B05I4581.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/B05I4581-300x217.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/B05I4581-768x554.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/B05I4581-380x274.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/B05I4581-800x577.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der Wahlkommission bekräftigte das Ziel, den gesamten Prozess <strong>transparent, gerecht und im Einklang mit den gesetzlichen Fristen</strong> zu gestalten. „Wir sind entschlossen, die Parlamentswahlen unter Bedingungen des Friedens, der Glaubwürdigkeit und des Respekts vor dem Wählerwillen durchzuführen“, sagte Coulibaly-Kuibiert laut der <em><a href="https://www.aip.ci/273843/cote-divoire-aip-legislatives-2025-la-cei-annonce-le-chronogramme-electoral/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=cote-divoire-aip-legislatives-2025-la-cei-annonce-le-chronogramme-electoral">Agence Ivoirienne de Presse (AIP)</a></em>.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die CEI will in den kommenden Wochen Informationskampagnen und Schulungen für Wahlhelfer und lokale Kommissionen durchführen, um eine reibungslose Durchführung der Abstimmung zu gewährleisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-bedeutung-der-parlamentswahl"><span id="politische-bedeutung-der-parlamentswahl">Politische Bedeutung der Parlamentswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Boykott der Präsidentschaftswahlen am 25. Oktober wenden sich die Demokratische Partei Côte d’Ivoire (PDCI-DDR) und ihr Präsident nun den Parlamentswahlen am 27. Dezember zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl am 27. Dezember 2025 wird entscheidend für die politische Balance des Landes. Nach den Präsidentschaftswahlen 2025, bei denen Stabilität und institutionelle Kontinuität im Mittelpunkt standen, gilt das Parlamentsvotum als Gradmesser für die Stärke der Regierungsmehrheit und den Einfluss der Opposition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die CEI hatte in den vergangenen Jahren wiederholt betont, dass die <strong>Wahltransparenz</strong> und die <strong>Einbindung aller politischen Akteure</strong> Priorität haben. Beobachter verweisen darauf, dass das Vertrauen in den Wahlprozess zentral für die politische Stabilität des Landes bleibt</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frankreichs Nationalversammlung stimmt für Aufkündigung des Einwanderungsabkommens mit Algerien</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/frankreichs-nationalversammlung-stimmt-fuer-aufkuendigung-des-einwanderungsabkommens-mit-algerien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 15:15:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die französische Nationalversammlung hat am 30. Oktober 2025 eine Resolution verabschiedet, die zur Aufkündigung des bilateralen Einwanderungsabkommens mit Algerien&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffrankreichs-nationalversammlung-stimmt-fuer-aufkuendigung-des-einwanderungsabkommens-mit-algerien%2F&amp;action_name=Frankreichs%20Nationalversammlung%20stimmt%20f%C3%BCr%20Aufk%C3%BCndigung%20des%20Einwanderungsabkommens%20mit%20Algerien&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die französische Nationalversammlung hat am 30. Oktober 2025 eine Resolution verabschiedet, die zur <strong>Aufkündigung des bilateralen Einwanderungsabkommens mit Algerien von 1968</strong> aufruft. Die Entscheidung fiel mit <strong>185 Stimmen zu 184</strong> denkbar knapp aus und wurde vom rechtsextremen <strong>Rassemblement National (RN)</strong> initiiert. Erstmals in seiner Geschichte brachte der RN damit einen eigenen Antrag erfolgreich durch das Parlament.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-historischer-beschluss-mit-symbolischer-sprengkraft"><span id="historischer-beschluss-mit-symbolischer-sprengkraft">Historischer Beschluss mit symbolischer Sprengkraft</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="760" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-1024x760.jpg" alt="" class="wp-image-21389 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-1024x760.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-300x223.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-768x570.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-380x282.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-800x594.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk-1160x861.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P1030530_Paris_VII_Palais-Bourbon_de_nuit_rwk.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung erhielt die Partei von Abgeordneten der <strong>Les Républicains (LR)</strong> und der Partei <strong>Horizons</strong> des früheren Premierministers Édouard Philippe. Das Ergebnis zeigt, wie tief die französische Politik in der Frage der Migration und ihrer Beziehungen zu Algerien gespalten ist.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ein-umstrittenes-abkommen-mit-langer-geschichte"><span id="ein-umstrittenes-abkommen-mit-langer-geschichte">Ein umstrittenes Abkommen mit langer Geschichte</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das am <strong>27. Dezember 1968 in Algier</strong> geschlossene Abkommen regelt seit über fünf Jahrzehnten die <strong>Einreise, den Aufenthalt und die Beschäftigung algerischer Staatsbürger in Frankreich</strong>. Es gewährt ihnen einen Sonderstatus, der über die allgemeinen Bestimmungen des französischen Ausländerrechts hinausgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem <strong>am 30. Oktober 2025 </strong><a href="https://www.assemblee-nationale.fr/dyn/17/textes/l17t0177_texte-adopte-seance"><strong>angenommenen Resolutionstext</strong> (n°177)</a> habe dieses Sonderregime seine Legitimität verloren. In der Begründung heißt es, es gebe „keinen Grund mehr, warum algerische Staatsbürger weiterhin von einem erleichterten Aufenthaltsrecht profitieren sollten“. Zudem wirft die Nationalversammlung Algerien vor, bei der <strong>Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern und illegalen Migranten</strong> nicht ausreichend zu kooperieren und gegen das <strong>internationale Recht</strong> zu verstoßen, indem es die Rücknahme eigener Staatsbürger verweigere.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🔎 Pour découvrir l&#39;analyse du scrutin sur la proposition de résolution visant à dénoncer les accords franco-algériens du 27 décembre 1968 : <a href="https://t.co/wcaaCASy1L">https://t.co/wcaaCASy1L</a> <a href="https://t.co/ZcJ8HP9WjW">pic.twitter.com/ZcJ8HP9WjW</a></p>— Assemblée nationale (@AssembleeNat) <a href="https://twitter.com/AssembleeNat/status/1983840644012331213?ref_src=twsrc%5Etfw">October 30, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution kritisiert darüber hinaus die <strong>Menschenrechtslage in Algerien</strong>, verweist auf Berichte von <strong>Amnesty International</strong> und <strong>Human Rights Watch</strong> sowie auf die <a href="https://fokus-afrika.de/algerischer-schriftsteller-boualem-sansal-inhaftiert-mena-direktor-tobias-tunkel-irritiert/">Inhaftierung des Schriftstellers <strong>Boualem Sansal</strong></a> und des Journalisten <strong>Christophe Gleizes</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-macron-zwischen-symbolischer-abstimmung-und-diplomatischer-realitat"><span id="macron-zwischen-symbolischer-abstimmung-und-diplomatischer-realitaet">Macron zwischen symbolischer Abstimmung und diplomatischer Realität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution hat <strong>keine rechtliche Bindung</strong>. Über eine tatsächliche Kündigung des Abkommens kann nur die Exekutive entscheiden. Dennoch ist das Votum ein <strong>politisches Signal</strong> – und eine Herausforderung für Präsident <strong>Emmanuel Macron</strong>, dessen Regierung auf eine vorsichtige <strong>Wiederannäherung an Algerien</strong> setzt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="805" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-805x1024.jpg" alt="" class="wp-image-21388 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-805x1024.jpg 805w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-236x300.jpg 236w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-768x977.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-380x483.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez-800x1018.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/960px-Laurent_Nunez.jpg 960w" sizes="(max-width: 805px) 100vw, 805px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Innenminister <strong>Laurent Nuñez</strong> und Außenminister <strong>Jean-Noël Barrot</strong> hatten zuletzt betont, dass die Aufkündigung des Abkommens „nicht auf der Agenda“ stehe. Nuñez erklärte am 19. Oktober im französischen Radio, das Abkommen „funktioniere, wenn auch nicht perfekt“. Barrot warnte am 21. Oktober im Auswärtigen Ausschuss, eine Abschaffung könne zwar die <strong>Familienmigration verringern</strong>, dafür aber die <strong>wirtschaftliche und studentische Migration</strong> erhöhen – mit unklaren Folgen für die bilateralen Beziehungen.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ein-riss-durch-die-politischen-lager"><span id="ein-riss-durch-die-politischen-lager">Ein Riss durch die politischen Lager</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abstimmungsergebnis offenbart tiefe Gräben. Während der <strong>Rassemblement National</strong> den Erfolg als „historischen Tag“ feierte, blieb das Regierungslager <strong>Ensemble pour la République (EPR)</strong> gespalten – nur 30 der 92 Abgeordneten stimmten gegen die Resolution, viele blieben der Abstimmung fern.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">Ils étaient où les macronistes ? G Attal absent ! À 1 voix près Horizon (E Philippe), LR et l’extrême droite votent ensemble la fin de l’accord de 1968 avec l’Algérie. <a href="https://t.co/psYxNZW4he">pic.twitter.com/psYxNZW4he</a></p>— Olivier Faure (@faureolivier) <a href="https://twitter.com/faureolivier/status/1983837906214207701?ref_src=twsrc%5Etfw">October 30, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Der sozialistische Parteichef <strong>Olivier Faure</strong> kritisierte den Rückzug der Regierungsfraktion scharf: „Wo waren die Macronisten?“, fragte er nach der Abstimmung. Auch im bürgerlich-konservativen Lager zeigte sich Uneinigkeit. Zwar unterstützten viele Abgeordnete der <strong>Les Républicains</strong> den Antrag, doch einige warnten vor einer Eskalation mit Algier.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auswirkungen-auf-die-franzosisch-algerischen-beziehungen"><span id="auswirkungen-auf-die-franzoesisch-algerischen-beziehungen">Auswirkungen auf die französisch-algerischen Beziehungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Votum kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Beziehungen zwischen <strong>Paris und Algier seit über einem Jahr praktisch eingefroren</strong> sind. Die diplomatische Kommunikation war zuletzt von Misstrauen geprägt – unter anderem wegen Streitigkeiten über Visa, Rückführungen und den Umgang mit der algerischen Diaspora in Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachter werten die Abstimmung als <strong>symbolischen Druck</strong> auf Macron, die Migrationspolitik gegenüber Algerien neu zu bewerten. Eine tatsächliche Aufkündigung des Abkommens wäre jedoch ein drastischer Schritt, der weitreichende Folgen hätte – für <strong>Hunderttausende Algerier in Frankreich</strong>, für die <strong>bilaterale Wirtschaft</strong> und für die <strong>Sicherheitskooperation im Mittelmeerraum</strong>.</p>
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		<title>Global Gateway finanziert chinesische Firmen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 14:56:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die EU wollte mit Global Gateway ein starkes Signal setzen – als demokratische, nachhaltige und transparente Alternative zu Chinas gewaltiger&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fglobal-gateway-finanziert-chinesische-firmen%2F&amp;action_name=Global%20Gateway%20finanziert%20chinesische%20Firmen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/global-gateway-finanziert-chinesische-firmen/">Global Gateway finanziert chinesische Firmen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die EU wollte mit <strong>Global Gateway</strong> ein starkes Signal setzen – als demokratische, nachhaltige und transparente Alternative zu Chinas gewaltiger Infrastrukturstrategie, der „Neuen Seidenstraße“. Doch nun sorgt ein Bericht des Europäischen Parlaments für Irritationen: In mehreren Projekten sollen <strong>chinesische Unternehmen von EU-Geldern profitiert haben</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europas-antwort-auf-die-neue-seidenstrasse-gerat-in-erklarungsnot"><span id="europas-antwort-auf-die-neue-seidenstrasse-geraet-in-erklaerungsnot">Europas Antwort auf die Neue Seidenstraße gerät in Erklärungsnot</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sollte Global Gateway genau das Gegenteil sein – ein Gegenentwurf zu Peking, das mit Krediten, Häfen, Straßen und Netzen weltweit seinen Einfluss ausbaut. Seit dem Start 2021 hat die EU rund <strong>306 Milliarden Euro</strong> für über 270 Projekte mobilisiert, vor allem in Afrika, Lateinamerika und Asien. Der Anspruch war groß: faire Partnerschaften, transparente Verträge und nachhaltige Entwicklung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kritik-aus-dem-parlament-fehlende-kontrolle-schwache-governance"><span id="kritik-aus-dem-parlament-fehlende-kontrolle-schwache-governance">Kritik aus dem Parlament: Fehlende Kontrolle, schwache Governance</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Entwurf eines Parlamentsberichts vom Oktober 2025 heißt es nun, die Initiative leide unter <strong>mangelnder Transparenz</strong>, einer <strong>zentralistischen Steuerung durch die Kommission</strong> und einer <strong>unklaren Projektlogik</strong>. Das Global-Gateway-Board, das eigentlich strategisch über die Schwerpunkte entscheiden soll, tagt selten. Die Abgeordneten fordern mehr <strong>parlamentarische Kontrolle</strong> und eine <strong>stärkere Beteiligung der Partnerländer</strong>, um politische wie wirtschaftliche Zielkonflikte zu vermeiden.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="765" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-1024x765.jpeg" alt="" class="wp-image-20701 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-1024x765.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-768x574.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-380x284.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-800x598.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ-1160x866.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G20WSe9XoAAbPBQ.jpeg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der größte Kritikpunkt: In mehreren Fällen seien <strong>chinesische Firmen an EU-finanzierten Vorhaben beteiligt</strong> – also ausgerechnet an Projekten, die als Gegengewicht zur chinesischen „Belt and Road Initiative“ gedacht waren. „Das untergräbt das Ziel, eine glaubwürdige europäische Alternative zu schaffen“, heißt es im Bericht.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afrika-im-mittelpunkt-der-debatte"><span id="afrika-im-mittelpunkt-der-debatte">Afrika im Mittelpunkt der Debatte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders <strong>Afrika</strong> steht im Zentrum der Global-Gateway-Strategie. Der Kontinent ist für Brüssel Schlüsselregion und Partner zugleich – reich an Ressourcen, jung, wachsend, geopolitisch umkämpft. Hier konkurrieren europäische, chinesische, russische und zunehmend auch arabische Akteure um Einfluss, Investitionen und Zugang zu Rohstoffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="533" height="799" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P-068036_00-05_03-MED-112058.jpg" alt="" class="wp-image-20676 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P-068036_00-05_03-MED-112058.jpg 533w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P-068036_00-05_03-MED-112058-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/P-068036_00-05_03-MED-112058-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 533px) 100vw, 533px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für viele afrikanische Staaten zählt vor allem Pragmatismus: Wer Straßen, Häfen, Stromnetze oder Internet liefert, schafft Entwicklung. Doch wenn die EU dabei auf Zulieferer aus China zurückgreift, sendet das widersprüchliche Signale. „Das schwächt die Glaubwürdigkeit der europäischen Erzählung“, urteilen Beobachter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kern geht es um <strong>Vertrauen</strong> – und darum, ob die EU ihre eigenen Standards tatsächlich durchsetzt. Global Gateway soll faire Wettbewerbsbedingungen, Umwelt- und Sozialstandards und langfristige Partnerschaften sichern. Doch wenn Aufträge an Drittstaaten gehen, die selbst nicht an diese Regeln gebunden sind, droht das Modell zum <strong>technokratischen Etikett</strong> zu werden.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-konkurrenz-auf-den-baustellen-der-zukunft"><span id="konkurrenz-auf-den-baustellen-der-zukunft">Konkurrenz auf den Baustellen der Zukunft</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Afrika konzentriert sich Global Gateway auf vier Felder: <strong>Energie, Digitalisierung, Transport und kritische Rohstoffe</strong>. Projekte reichen vom Ausbau erneuerbarer Energien in Namibia über Glasfasertrassen in Ostafrika bis zu neuen Handelsrouten entlang des Atlantiks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade in diesen Bereichen sind jedoch auch <strong>chinesische Unternehmen fest etabliert</strong> – etwa bei der Stromnetztechnik, im Bergbau oder im Bau großer Infrastrukturprojekte. Sie bieten oft schnellere Umsetzung und niedrigere Preise, während die EU auf Ausschreibungen, Auflagen und Umweltprüfungen setzt. Viele afrikanische Regierungen begrüßen zwar die europäischen Qualitätsstandards, beklagen aber, dass Verfahren <strong>zu bürokratisch und zu langsam</strong> seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Brüssel am Ende doch auf chinesische Zulieferer zurückgreift, um Projekte voranzutreiben, verschwimmt die Grenze zwischen Wettbewerb und Kooperation. „Das ist kein Verrat an der Idee, aber ein Rückschritt in der Strategie“, sagt ein EU-Diplomat.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-streit-um-die-zukunft-des-programms"><span id="streit-um-die-zukunft-des-programms">Streit um die Zukunft des Programms</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Europäische Parlament will nun Reformen. Die Initiative solle <strong>gesetzlich verankert</strong>, ihre Finanzierungswege klar geregelt und ihre Ziele überprüfbar werden. Besonders wichtig: <strong>Afrikanische Partner</strong> sollen künftig von Beginn an eingebunden werden – von der Projektplanung bis zur Umsetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem fordern die Abgeordneten, dass <strong>lokale Unternehmen</strong> stärker profitieren. Bislang gingen viele Aufträge an große europäische Konzerne oder internationale Konsortien, selten aber an afrikanische Mittelständler. Dabei war genau das Ziel von Global Gateway: Investitionen, die <strong>lokale Wertschöpfung</strong> fördern und <strong>neue Arbeitsplätze vor Ort</strong> schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kritik richtet sich auch an die <strong>Europäische Investitionsbank (EIB Global)</strong>, die zentrale Finanzierungsrolle spielt. Sie soll ihre Verfahren vereinfachen und transparenter gestalten, um kleineren Akteuren Zugang zu ermöglichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-der-geopolitische-testfall"><span id="der-geopolitische-testfall">Der geopolitische Testfall</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="799" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G25Wgn3XwAAJMYE.jpeg" alt="" class="wp-image-20688 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G25Wgn3XwAAJMYE.jpeg 799w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G25Wgn3XwAAJMYE-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G25Wgn3XwAAJMYE-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G25Wgn3XwAAJMYE-380x253.jpeg 380w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Für Afrika ist Global Gateway mehr als ein Finanzinstrument. Es ist ein Symbol europäischer Präsenz – in einer Zeit, in der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russland</a> militärisch, China wirtschaftlich und die Golfstaaten finanziell an Einfluss gewinnen. Ob das Projekt hält, was es verspricht, entscheidet mit über Europas Rolle auf dem Kontinent.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die EU tatsächlich als <strong>verlässlicher Partner</strong> wahrgenommen werden will, muss sie zeigen, dass sie ihre eigenen Werte ernst nimmt. Denn wer seine Konkurrenz mitfinanziert, verliert nicht nur politisches Kapital, sondern auch das Vertrauen der Partner, die zwischen den Großmächten um Souveränität ringen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesregierung bestätigt Ende der Förderung ziviler Seenotrettung im Mittelmeer</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundesregierung-bestaetigt-ende-der-foerderung-ziviler-seenotrettung-im-mittelmeer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 22:56:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung hat bestätigt, dass die finanzielle Förderung ziviler Seenotrettungsorganisationen im Mittelmeer Ende März 2025 eingestellt wurde. Das&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundesregierung-bestaetigt-ende-der-foerderung-ziviler-seenotrettung-im-mittelmeer%2F&amp;action_name=Bundesregierung%20best%C3%A4tigt%20Ende%20der%20F%C3%B6rderung%20ziviler%20Seenotrettung%20im%20Mittelmeer&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundesregierung-bestaetigt-ende-der-foerderung-ziviler-seenotrettung-im-mittelmeer/">Bundesregierung bestätigt Ende der Förderung ziviler Seenotrettung im Mittelmeer</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat bestätigt, dass die finanzielle Förderung ziviler Seenotrettungsorganisationen im Mittelmeer Ende März 2025 eingestellt wurde. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor (<a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/023/2102381.pdf">BT-Drs. 21/2381</a>), die den Besuch des Menschenrechtsbeauftragten Dr. Lars Castellucci (SPD) bei <em>Sea Watch</em> und anderen Hilfsorganisationen thematisierte.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-beendete-fordermittel-und-empfanger"><span id="beendete-foerdermittel-und-empfaenger">Beendete Fördermittel und Empfänger</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Auswärtigen Amts erhielten bis zum 31. März 2025 mehrere Organisationen noch Mittel aus dem Titel <em>Humanitäre Hilfsmaßnahmen im Ausland</em>. Zu den geförderten Projekten gehörten unter anderem <em>SOS Humanity</em>, <em>SOS Méditerranée</em>, <em>Sea-Eye</em> und <em>RESQSHIP</em>.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Organisation</th><th>Fördersumme (Euro)</th></tr></thead><tbody><tr><td>SOS Humanity</td><td>215.000</td></tr><tr><td>SOS Méditerranée</td><td>201.694,50</td></tr><tr><td>RESQSHIP</td><td>34.994,40</td></tr><tr><td>Sea-Eye</td><td>169.156</td></tr><tr><td>Sant’Egidio</td><td>279.000</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Ablauf des ersten Quartals 2025 wurden die Zuwendungen eingestellt. Neue Förderungen oder Folgeanträge liegen laut Bundesregierung derzeit nicht vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-dienstreise-nach-italien-und-gesprache-vor-ort"><span id="dienstreise-nach-italien-und-gespraeche-vor-ort">Dienstreise nach Italien und Gespräche vor Ort</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022.jpg" alt="" class="wp-image-21353 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/LarsCastellucciimBT2022-800x533.jpg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dr. Castellucci hatte vom 28. bis 30. Juli 2025 Italien besucht, darunter Palermo und Lampedusa. Im Mittelpunkt der Gespräche standen humanitäre Fragen der Migration, die Lage in den Ankunftszentren und die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Gesprächspartnern gehörten Vertreter der katholischen Gemeinschaft <em>Sant’Egidio</em>, von <em>Ärzte ohne Grenzen</em> und der Seenotrettungsorganisation <em>Sea Watch</em>. Laut Bundesregierung fand der Austausch „im Rahmen des Mandats des Menschenrechtsbeauftragten“ statt und diente der Information über die Lage vor Ort.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaische-verantwortung-und-zustandigkeit-der-kustenstaaten"><span id="europaeische-verantwortung-und-zustaendigkeit-der-kuestenstaaten">Europäische Verantwortung und Zuständigkeit der Küstenstaaten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betonte, dass die Hauptverantwortung für Such- und Rettungsmaßnahmen auf See nach internationalem Recht bei den Anrainerstaaten liegt. Deutschland stehe zwar in regelmäßigem Austausch mit der Europäischen Kommission und den betroffenen Mitgliedstaaten, plane aber derzeit keine gemeinsame europäische Seenotrettungsmission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem verwies die Bundesregierung darauf, dass keine eigenen Erkenntnisse zu den von der AfD-Fraktion angesprochenen Vorwürfen vorlägen, etwa zu angeblich ignorierten Notrufen oder Angriffen auf Rettungsschiffe durch <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">libysche</a> Milizen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-keine-politische-aufwertung-der-seenotrettung"><span id="keine-politische-aufwertung-der-seenotrettung">Keine politische Aufwertung der Seenotrettung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung stellte klar, dass der Menschenrechtsbeauftragte in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt eigenständig über seine Arbeitsschwerpunkte entscheide. Eine politische Aufwertung der Seenotrettung sei mit seiner Reise nicht verbunden gewesen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">In einer Welt zunehmender humanitärer Krisen geraten viele Themen schnell wieder aus dem Blick. Das Sterben im Mittelmeer ist eines davon. Als Menschenrechtsbeauftragter ist der Schutz von Leben meine oberste Prämisse. Deshalb bin ich heute Morgen nach Italien aufgebrochen. 1/2</p>— Menschenrechtsbeauftragter Lars Castellucci (@DEonHumanRights) <a href="https://twitter.com/DEonHumanRights/status/1949869494681162187?ref_src=twsrc%5Etfw">July 28, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Castelluccis Dienstreisen in diesem Jahr umfassten unter anderem Wien, Warschau, Brüssel und Genf. Thematisch standen dort Menschenrechtsfragen, OSZE- und EU-Konsultationen sowie UN-Verhandlungen im Vordergrund.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-differenzierte-haltung-zwischen-humanitarem-engagement-und-staatlicher-zustandigkeit"><span id="differenzierte-haltung-zwischen-humanitaerem-engagement-und-staatlicher-zustaendigkeit">Differenzierte Haltung zwischen humanitärem Engagement und staatlicher Zuständigkeit</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Antwort auf die parlamentarische Anfrage zieht die Bundesregierung eine klare Linie zwischen staatlicher Verantwortung und zivilgesellschaftlichem Engagement. Während humanitäre Aspekte betont werden, bleibt die politische Zuständigkeit bei den betroffenen Mittelmeeranrainern und europäischen Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich weist die Bundesregierung die von der AfD-Fraktion erhobenen Vorwürfe und Wortwahl als nicht sachgerecht zurück und bekräftigt ihre Position, dass Menschenrechte und humanitäre Standards unabhängig von migrationspolitischen Debatten zu wahren seien.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutsche Polizei ist in Afrika im Einsatz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsche-polizei-ist-in-afrika-im-einsatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2025 16:14:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Grenze]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=21271</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung hat dem Deutschen Bundestag eine umfassende Antwort zu den Auslandseinsätzen deutscher Sicherheitskräfte in den Jahren 2023&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsche-polizei-ist-in-afrika-im-einsatz%2F&amp;action_name=Deutsche%20Polizei%20ist%20in%20Afrika%20im%20Einsatz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat dem Deutschen Bundestag eine umfassende Antwort zu den Auslandseinsätzen deutscher Sicherheitskräfte in den Jahren 2023 bis 2025 vorgelegt. Laut der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/023/2102337.pdf"><em>Drucksache 21/2337</em></a> engagiert sich Deutschland zunehmend in Afrika – sowohl durch polizeiliche Ausbildungsmissionen als auch durch umfangreiche Ausstattungshilfen an Partnerbehörden wie AFRIPOL. Ziel ist die Stärkung lokaler Sicherheitsstrukturen, die Bekämpfung irregulärer Migration und der Aufbau rechtsstaatlicher Polizeiarbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-polizeieinsatze-in-afrika-fokus-auf-ausbildung-und-grenzsicherung"><span id="polizeieinsaetze-in-afrika-fokus-auf-ausbildung-und-grenzsicherung">Polizeieinsätze in Afrika: Fokus auf Ausbildung und Grenzsicherung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundespolizei ist laut Bericht in mehreren afrikanischen Staaten im Einsatz, insbesondere in <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/">Tunesien</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/">Ghana</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/gambia/">Gambia</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/nigeria/">Nigeria</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mauretanien/">Mauretanien</a></strong> und <strong><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a></strong>. Diese Aktivitäten erfolgen im Rahmen der sogenannten <em>Polizeilichen Aufbauhilfe</em> (PAH), einem Instrument der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Die Einsätze umfassen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Beratung und Ausbildung lokaler Polizeikräfte</strong> in Grenzschutz, Dokumentenprüfung und Terrorismusbekämpfung,</li>



<li><strong>technische Unterstützung</strong> bei der Modernisierung von Sicherheitsinfrastrukturen,</li>



<li><strong>Bereitstellung von Ausrüstung</strong> für Polizeiakademien, Schulungszentren und Grenzbehörden.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Innenministerium verfolgt die Bundesregierung damit das Ziel, „Partnernationen in der Bekämpfung von Schleusungskriminalität, irregulärer Migration und grenzüberschreitender Kriminalität zu ertüchtigen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-tunesien-als-schwerpunktpartner-deutscher-unterstutzung"><span id="tunesien-als-schwerpunktpartner-deutscher-unterstuetzung">Tunesien als Schwerpunktpartner deutscher Unterstützung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Empfängerstaat deutscher Polizeihilfe ist <strong>Tunesien</strong>. 2023 und 2024 erhielt die tunesische <em>Garde Nationale</em> umfangreiche materielle und infrastrukturelle Unterstützung. Dazu gehörten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die <strong>Errichtung und Ausstattung von Ausbildungs- und Werkstattgebäuden</strong> in Zarzis, Sfax, Oued Zarga und Bir Bouregba,</li>



<li><strong>Lieferungen von Fahrzeugen, Booten, Nachtsichtgeräten und Notstromaggregaten</strong>,</li>



<li><strong>medizinische Ausrüstung</strong> sowie <strong>Werkstatt- und Schulungsmaterial</strong>.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesamtwert dieser Maßnahmen überstieg laut Bundesinnenministerium mehrere Millionen Euro. Deutschland fördert in Tunesien zudem die <strong>maritime Sicherheit</strong>, unter anderem durch die Bereitstellung schneller Patrouillenboote und die Ausbildung technischer Einsatzkräfte der Garde Nationale Maritime.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-nigeria-ghana-und-gambia-technische-ausstattung-und-grenzmanagement"><span id="nigeria-ghana-und-gambia-technische-ausstattung-und-grenzmanagement">Nigeria, Ghana und Gambia: Technische Ausstattung und Grenzmanagement</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In <strong>Nigeria</strong> wurden Geländewagen, Handfunkgeräte, Schutzbekleidung und Ausrüstung für Grenzdienststellen bereitgestellt. Auch der <strong>Ghana Immigration Service</strong> erhielt Fahrzeuge, Werkstattausrüstung und IT-Systeme zur Verbesserung der operativen Grenzkontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gambia</strong> profitierte 2024 von der Lieferung eines Patrouillenbootes, Uniformen und der Modernisierung von Ausbildungsräumen am Flughafen Banjul. Diese Projekte stehen in direktem Zusammenhang mit der EU-Unterstützung bei Rückführungsabkommen und Migrationskontrolle.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-mauretanien-marokko-und-senegal-ausbildung-und-digitaltechnik"><span id="mauretanien-marokko-und-senegal-ausbildung-und-digitaltechnik">Mauretanien, Marokko und Senegal: Ausbildung und Digitaltechnik</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In <strong>Mauretanien</strong> unterstützt Deutschland den Ausbau der <strong>Polizeiakademie in Nouakchott</strong>, während in <strong>Marokko</strong> digitale Forensiksysteme und Urkundenprüfgeräte geliefert wurden. Auch die marokkanische <em>Gendarmerie Royale</em> erhielt neue Visotec-Systeme zur Dokumentenprüfung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Senegal</strong> wurde mit IT- und Fahrzeugequipment für die Grenzpolizei in Dakar ausgestattet. Ziel ist laut Bundesregierung die „Gewährleistung des gesetzlichen Auftrages zur Kontrolle der Ein- und Ausreisen am Flughafen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-afripol-ausbildung-und-rechtsstaatlichkeit-im-mittelpunkt"><span id="afripol-ausbildung-und-rechtsstaatlichkeit-im-mittelpunkt">AFRIPOL: Ausbildung und Rechtsstaatlichkeit im Mittelpunkt</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung betont in der Antwort, dass die Ausbildung ausländischer Sicherheitskräfte auf „demokratischen und rechtsstaatlichen Grundprinzipien unter besonderer Berücksichtigung der Menschenrechte“ basiere. Die Schulungsmaßnahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der EU und internationalen Organisationen. Neben der Bundespolizei sind auch Länderpolizeien und das Bundeskriminalamt beteiligt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/facade_b5582fa7fce1077e57a356188a4f9d95-1024x512.jpg" alt="" class="wp-image-21272 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/facade_b5582fa7fce1077e57a356188a4f9d95-1024x512.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/facade_b5582fa7fce1077e57a356188a4f9d95-300x150.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/facade_b5582fa7fce1077e57a356188a4f9d95-768x384.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/facade_b5582fa7fce1077e57a356188a4f9d95-380x190.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/facade_b5582fa7fce1077e57a356188a4f9d95-800x400.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/facade_b5582fa7fce1077e57a356188a4f9d95-1160x580.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/facade_b5582fa7fce1077e57a356188a4f9d95.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht führt aus, dass sich die Maßnahmen auf EU-Beitrittskandidaten, afrikanische Partnerstaaten und internationale Organisationen wie <strong>AFRIPOL</strong> erstrecken. AFRIPOL erhielt 2024 ausbildungsbegleitende Ausstattungsmaßnahmen im Wert von rund <strong>360.000 Euro</strong>.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-bedeutung-der-einsatze"><span id="politische-bedeutung-der-einsaetze">Politische Bedeutung der Einsätze</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auslandseinsätze deutscher Polizeikräfte in Afrika sind Teil einer <strong>Vorverlagerungsstrategie</strong>, die darauf abzielt, Sicherheitsrisiken frühzeitig in Herkunfts- und Transitstaaten zu bekämpfen. Durch die Stärkung afrikanischer Behörden sollen irreguläre Migration, Schleusungskriminalität und organisierte Kriminalität eingedämmt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig verdeutlichen die Einsätze die wachsende Rolle Deutschlands in der europäischen Sicherheitsarchitektur, insbesondere im Rahmen der <strong>EU-GSVP-Missionen</strong> und der Kooperation mit <strong>Frontex</strong>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wird Spanien den algerischen Senator Abdelkader Djedei ausliefern?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wird-spanien-den-algerischen-senator-abdelkader-djedei-ausliefern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2025 22:30:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[UK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=21161</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Menschenrechtsorganisation SHOAA for Human Rights, mit Sitz in London, hat in einer Erklärung vor einer „besorgniserregenden Eskalation“ im&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwird-spanien-den-algerischen-senator-abdelkader-djedei-ausliefern%2F&amp;action_name=Wird%20Spanien%20den%20algerischen%20Senator%20Abdelkader%20Djedei%20ausliefern%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Menschenrechtsorganisation <strong>SHOAA for Human Rights</strong>, mit Sitz in <a href="https://fokus-afrika.de/tag/uk/">London</a>, hat in einer <a href="https://shoaa.org/shoaa-calls-for-an-end-to-the-arbitrary-prosecution-of-senator-abdelkader-djedei-and-urges-spain-to-reject-algerias-extradition-request/">Erklärung</a> vor einer „besorgniserregenden Eskalation“ im Fall des algerischen Senators <strong>Abdelkader Djedei</strong> gewarnt. Der Parlamentarier aus der <strong>Wilaya Ouargla</strong>, Mitglied des <strong>algerischen Nationalrats (Conseil de la Nation)</strong>, sieht sich in Spanien mit einem Auslieferungsantrag der algerischen Behörden konfrontiert. SHOAA spricht von einem „politisch motivierten Verfahren“ und fordert die spanischen Behörden auf, die Auslieferung abzulehnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-parlamentarier-im-exil"><span id="ein-parlamentarier-im-exil">Ein Parlamentarier im Exil</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Djedei, der 2019 in den algerischen Senat gewählt wurde, verließ das Land Berichten zufolge auf einem <strong>Boot von „Harragas“ – irregulären Migranten</strong>, um einer drohenden Verhaftung zu entkommen. Hintergrund sind <strong>Ermittlungen und eine Verurteilung wegen angeblicher „Störung der öffentlichen Ordnung“ und „Beleidigung staatlicher Institutionen“</strong>, die SHOAA als „willkürlich und repressiv“ bezeichnet. Dieser <a href="https://fokus-afrika.de/algeriens-ex-geheimdienstchef-abdelkader-haddad-flieht-nach-spanien/">Fall erinnert an den kürzlich geflohenen Geheimdienstchef Abdelkader Haddad.</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konflikt mit der Justiz begann nach einer <strong>Parlamentsdebatte im Dezember 2019</strong>, bei der Djedei öffentlich die <strong>ungleiche Entwicklung zwischen Nord- und Südalgerien</strong>, <strong>mangelnde Transparenz in der Energiepolitik</strong> sowie die <strong>fehlende Beteiligung der lokalen Bevölkerung an Entscheidungen über Schiefergasförderung und Umweltschutz</strong> kritisiert hatte. Diese Aussagen, so die NGO, fielen unter die <strong>verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit</strong> und seine <strong>parlamentarische Immunität</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-eine-umstrittene-aufhebung-der-immunitat"><span id="eine-umstrittene-aufhebung-der-immunitaet">Eine umstrittene Aufhebung der Immunität</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im <strong>November 2023</strong> entschied die <strong>algerische Verfassungsgerichtsbarkeit</strong>, Djedeis Immunität aufzuheben – ohne Anhörung des Betroffenen und ohne öffentliche Abstimmung im Senat, wie es die Geschäftsordnung vorsieht. SHOAA bezeichnete diese Entscheidung als <strong>„verfassungswidrig“</strong> und als „schwere Verletzung der Unabhängigkeit des Gesetzgebers“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenige Tage nach der Entscheidung erließ das <strong>Gericht von Touggourt</strong> ein <strong>Ausreiseverbot</strong> gegen den Senator. Im <strong>Februar 2024</strong> wurde er zu <strong>drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 500.000 Dinar</strong> verurteilt. Die Anklage lautete auf <strong>„Beleidigung einer Behörde“, „Schädigung des nationalen Interesses“</strong> und <strong>„Störung der öffentlichen Ordnung“</strong>.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">SHOAA for Human Rights expresses deep concern over the arbitrary prosecution of Algerian Senator Abdelkader Djedei, who currently resides in Spain after being forced to leave the country in involuntary exile, following the opening of judicial proceedings against him in 2023 that… <a href="https://t.co/F0DFQUgpQU">pic.twitter.com/F0DFQUgpQU</a></p>— شعاع لحقوق الإنسان SHOAA for Human Rights (@shoaa_org) <a href="https://twitter.com/shoaa_org/status/1981399974379237479?ref_src=twsrc%5Etfw">October 23, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von SHOAA stehen diese Vorwürfe exemplarisch für die <strong>Kriminalisierung politischer Meinungsäußerungen</strong> in Algerien.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-der-internationale-aspekt-spaniens-entscheidung-am-3-november"><span id="der-internationale-aspekt-spaniens-entscheidung-am-3-november">Der internationale Aspekt: Spaniens Entscheidung am 3. November</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2025 erhielt Djedei eine <strong>Vorladung der spanischen Audiencia Nacional</strong>, die über den von Algerien eingereichten <strong>Auslieferungsantrag</strong> entscheiden wird. Die Anhörung ist für den <strong>3. November 2025</strong> im <strong>Gericht von El Campello (Provinz Alicante)</strong> angesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NGO warnt, dass eine Auslieferung Djedeis an Algerien <strong>„sein Leben und seine Freiheit gefährden“</strong> würde und gegen das <strong>Völkerrechtliche Prinzip der Nichtauslieferung aus politischen Gründen</strong> (Art. 3 des Europäischen Auslieferungsübereinkommens und Art. 13 des ICCPR) verstoße. SHOAA appelliert an die spanische Justiz, <strong>„dem Druck Algeriens nicht nachzugeben“</strong> und die <strong>Rechte des Senators auf Asyl und Schutz vor Verfolgung</strong> zu gewährleisten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ein-prufstein-fur-algeriens-internationale-verpflichtungen"><span id="ein-pruefstein-fuer-algeriens-internationale-verpflichtungen">Ein Prüfstein für Algeriens internationale Verpflichtungen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>23. Oktober 2025</strong> reagierte auch die <strong>Interparlamentarische Union (IPU)</strong> in Genf: Der <strong>Governing Council</strong> nahm einstimmig eine von SHOAA eingereichte Beschwerde an und <strong>setzte Algerien auf die sogenannte „Yellow List“</strong> – eine Beobachtungsliste für Staaten, in denen Parlamentsmitglieder wegen politischer Äußerungen verfolgt werden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">🟧The Governing Council of the Inter-Parliamentary Union (IPU) unanimously adopted, on Thursday, 23 October 2025, during its 151st session held in Geneva, a decision to accept the complaint submitted by SHOAA for Human Rights, on behalf of Senator Abdelkader Djedei, to the… <a href="https://t.co/7MTPgsepci">pic.twitter.com/7MTPgsepci</a></p>— شعاع لحقوق الإنسان SHOAA for Human Rights (@shoaa_org) <a href="https://twitter.com/shoaa_org/status/1981680367066022359?ref_src=twsrc%5Etfw">October 24, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Entscheidung äußerte die <strong>IPU-Kommission für die Rechte von Parlamentariern</strong> „tiefe Besorgnis über die unverhältnismäßige Strafe“ und betonte, dass Djedeis Äußerungen „<strong>keine Beleidigungen, sondern legitime politische Kritik</strong>“ darstellten. Die Kommission forderte die algerische Regierung auf, sämtliche Verfahren einzustellen und die <strong>Meinungsfreiheit aller Abgeordneten des Staatsrats</strong> zu gewährleisten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ipu-anhorungen-in-genf-und-madrid"><span id="ipu-anhoerungen-in-genf-und-madrid">IPU: Anhörungen in Genf und Madrid</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="799" height="533" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54875890822_4da12225f7_c.jpg" alt="" class="wp-image-21163 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54875890822_4da12225f7_c.jpg 799w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54875890822_4da12225f7_c-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54875890822_4da12225f7_c-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/54875890822_4da12225f7_c-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 799px) 100vw, 799px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vor der IPU-Sitzung am <strong>19. Oktober 2025</strong> legten Senator Djedei und <strong>Rachid Aouine</strong>, Direktor von SHOAA, einen Bericht über die Verfassungs- und Verfahrensverstöße im Fall Djedei vor. Am <strong>21. Oktober</strong> nahm auch eine <strong>offizielle algerische Delegation</strong> an einer Anhörung teil und verteidigte das Vorgehen der Justizbehörden – ohne jedoch die politischen Hintergründe des Falls überzeugend zu entkräften, so Beobachter in Genf.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu bereitet sich die <strong>spanische Justiz</strong> auf die Anhörung zur <strong>algerischen Auslieferungsanfrage</strong> vor. SHOAA sieht darin eine gefährliche Ausweitung der Repression jenseits der Landesgrenzen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Diese Auslieferung wäre ein alarmierendes Signal – sie würde zeigen, dass Dissens selbst im Exil nicht sicher ist“, erklärte die Organisation.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem Bericht fordert SHOAA die algerische Regierung auf, die Verurteilung aufzuheben, die Ermittlungen einzustellen und Djedeis Sicherheit sowie die seiner Familie zu gewährleisten. Das Verfahren zeige, so die Organisation, wie <strong>die Justiz zunehmend als politisches Instrument eingesetzt wird</strong>, um <strong>kritische Stimmen im Parlament und in der Zivilgesellschaft zum Schweigen zu bringen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NGO sieht in diesem Fall einen <strong>Test für die internationale Glaubwürdigkeit Algeriens</strong> in Fragen der <strong>Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und parlamentarischen Unabhängigkeit</strong>.</p>
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		<title>Abgeordneter Abe Michael Ndra in Kamerun entführt und getötet</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/abgeordneter-abe-michael-ndra-in-kamerun-entfuehrt-und-getoetet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 22:37:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kamerun]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der kamerunische Parlamentsabgeordnete Abe Michael Ndra, Vertreter des Wahlkreises Ako/Mesaje in der Nordwestregion, wurde nach seiner Entführung von mutmaßlichen Separatisten ermordet.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fabgeordneter-abe-michael-ndra-in-kamerun-entfuehrt-und-getoetet%2F&amp;action_name=Abgeordneter%20Abe%20Michael%20Ndra%20in%20Kamerun%20entf%C3%BChrt%20und%20get%C3%B6tet&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/kamerun/">kamerunische</a> Parlamentsabgeordnete <strong>Abe Michael Ndra</strong>, Vertreter des Wahlkreises <strong>Ako/Mesaje</strong> in der Nordwestregion, wurde nach seiner Entführung von mutmaßlichen Separatisten ermordet. Der Vorfall ereignete sich wenige Tage nach der Präsidentschaftswahl vom 12. Oktober 2025, in einem politischen Klima, das in den anglophonen Regionen weiterhin von Unsicherheit und Gewalt geprägt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-entfuhrung-nach-der-prasidentschaftswahl"><span id="entfuehrung-nach-der-praesidentschaftswahl">Entführung nach der Präsidentschaftswahl</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben lokaler Quellen wurde der Abgeordnete <strong>in der Ortschaft Ndu</strong> im Département <strong>Donga Mantung</strong> verschleppt, als er von politischen Terminen zurückkehrte. Er befand sich in Begleitung mehrerer Personen, die ebenfalls entführt wurden. Die Gruppe der Entführer, mutmaßlich separatistische Kämpfer, forderte zunächst <strong>ein Lösegeld von 15 Millionen CFA-Francs</strong> (rund 22.800 Euro) für seine Freilassung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-21121 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-1024x768.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-300x225.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-768x576.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-200x150.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-260x195.jpg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-380x285.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-800x600.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899-1160x870.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/206_5899.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Laut Familienkreisen gelang es den Angehörigen, <strong>etwa sechs Millionen CFA-Francs</strong> aufzubringen und den Entführern zu übergeben. Trotz der Teilzahlung erhöhten die Täter jedoch den Druck auf die Familie und verlangten den restlichen Betrag. Wenig später sei der Abgeordnete getötet worden. Über das Schicksal der anderen Entführten ist bislang nichts bekannt.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-michael-ndra-ein-opfer-einer-eskalierenden-gewaltspirale"><span id="michael-ndra-ein-opfer-einer-eskalierenden-gewaltspirale">Michael Ndra: Ein Opfer einer eskalierenden Gewaltspirale</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abe Michael Ndra war Mitglied der <strong>Finanz- und Haushaltskommission</strong> der Nationalversammlung und galt als engagierter Politiker, der sich für Friedensinitiativen und Entwicklungsprojekte in seiner Region einsetzte. Sein Tod löste Bestürzung im Parlament und in seiner Heimatgemeinde aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region <strong>Nordwest- und Südwestkamerun</strong> ist seit Jahren Schauplatz eines bewaffneten Konflikts zwischen Regierungstruppen und separatistischen Gruppen, die einen unabhängigen Staat „Ambazonien“ ausrufen wollen. Entführungen, Erpressungen und gezielte Angriffe auf Vertreter des Staates und der Zivilgesellschaft gehören dort mittlerweile zum Alltag.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ermittlungen-und-reaktionen"><span id="ermittlungen-und-reaktionen">Ermittlungen und Reaktionen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die kamerunischen Sicherheitsbehörden haben eine <strong>Untersuchung</strong> eingeleitet, um die Täter zu identifizieren und die noch vermissten Personen zu befreien. Offizielle Stellungnahmen der Regierung oder des Parlaments blieben bislang knapp.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Politische Beobachter weisen darauf hin, dass der Mord an einem Abgeordneten kurz nach einer nationalen Wahl ein besorgniserregendes Signal für die Stabilität des Landes ist. Lokale Medien fordern verstärkte Schutzmaßnahmen für Politiker und Verwaltungsbeamte in den anglophonen Regionen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Tansania vor den Wahlen 2025: Präsidentin Samia Suluhu Hassan will erste Wahl gewinnen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tansania-vor-den-wahlen-2025-praesidentin-samia-suluhu-hassan-will-erste-wahl-gewinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 15:12:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[EAC]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[SADC]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In wenigen Tagen, am 29. Oktober 2025, finden in Tansania die allgemeinen Wahlen statt. Gewählt werden der Präsident der Vereinigten Republik&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftansania-vor-den-wahlen-2025-praesidentin-samia-suluhu-hassan-will-erste-wahl-gewinnen%2F&amp;action_name=Tansania%20vor%20den%20Wahlen%202025%3A%20Pr%C3%A4sidentin%20Samia%20Suluhu%20Hassan%20will%20erste%20Wahl%20gewinnen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">In wenigen Tagen, am <strong>29. Oktober 2025</strong>, finden in Tansania die <strong>allgemeinen Wahlen</strong> statt. Gewählt werden der Präsident der Vereinigten Republik Tansania, die Mitglieder des <strong>Nationalparlaments</strong> sowie <strong>Kommunalvertreter</strong> in den Wahlkreisen. Parallel dazu werden auf <strong>Sansibar</strong> Präsident und Abgeordnetenhaus in separaten Wahlen bestimmt. Insgesamt sind laut der <strong>Unabhängigen Nationalen Wahlkommission (INEC)</strong> rund <strong>37,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger</strong> registriert.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ExQQIM-WgAEizJu-1-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-21027 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ExQQIM-WgAEizJu-1-1024x576.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ExQQIM-WgAEizJu-1-300x169.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ExQQIM-WgAEizJu-1-768x432.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ExQQIM-WgAEizJu-1-380x214.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ExQQIM-WgAEizJu-1-800x450.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ExQQIM-WgAEizJu-1-1160x653.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/ExQQIM-WgAEizJu-1.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Abstimmung erfolgt nach dem Mehrheitsprinzip („first past the post“). Präsidentin <strong>Samia Suluhu Hassan</strong>, Kandidatin der Regierungspartei <strong>Chama Cha Mapinduzi (CCM)</strong>, bewirbt sich um ihr erstes volles Mandat, nachdem sie 2021 das Amt des verstorbenen John Magufuli übernommen hatte. Ihre Mitbewerber stammen überwiegend aus kleinen Parteien oder unabhängigen Gruppierungen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-organisation-der-wahlen-in-tansania"><span id="organisation-der-wahlen-in-tansania">Organisation der Wahlen in Tansania</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlen werden von der <strong>INEC</strong> und der <strong>Zanzibar Electoral Commission (ZEC)</strong> organisiert. Die <strong>Wahlkampagne</strong> läuft seit dem 28. August und endet kurz vor dem Wahltag. Der Urnengang markiert die erste nationale Wahl unter den 2024 verabschiedeten <strong>neuen Wahlgesetzen</strong>, die laut Regierung mehr Transparenz schaffen sollen – Kritiker bemängeln jedoch, dass sie den <strong>Einfluss der Exekutive</strong> auf den Wahlprozess weiterhin sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Parlament umfasst <strong>264 direkt gewählte Abgeordnete</strong>, ergänzt durch <strong>102 Sitze für Frauen</strong>, <strong>5 Vertreter Sansibars</strong>und bis zu <strong>10 vom Präsidenten ernannte Mitglieder</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>biometrische Wählerregistrierung</strong> soll Manipulationen verhindern, doch zivilgesellschaftliche Organisationen berichten von <strong>mangelnder Aufklärung</strong>, eingeschränkter Unabhängigkeit der Verwaltung und <strong>ungleichem Zugang zu Medien</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kandidaten-und-ausschlusse-der-opposition"><span id="kandidaten-und-ausschluesse-der-opposition">Kandidaten und Ausschlüsse der Opposition</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die INEC ließ <strong>17 Präsidentschaftskandidaten</strong> zu, darunter zahlreiche Vertreter kleinerer Parteien. Auffällig ist das <strong>Fehlen prominenter Oppositionspolitiker</strong>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-21023 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Tundu_Lissu.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tundu Lissu</strong>, Vorsitzender der <strong>Chadema</strong>, wurde im April wegen „Anstiftung“ und „Hochverrats“ festgenommen und kurz darauf von der Wahl ausgeschlossen. Die Partei selbst wurde vom Wahlprozess ausgeschlossen, nachdem sie ein Verhaltenskodex-Dokument nicht unterzeichnet hatte.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Luhaga Mpina</strong> von der <strong>ACT-Wazalendo</strong> wurde im August disqualifiziert, angeblich wegen Formfehlern.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/TANZANIA?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#TANZANIA</a>: AMNESTY INTERNATIONAL SLAMS TANZANIA’S 2025 ELECTION AS “UNOPPOSED, UNCHECKED AND UNJUST”<br>Amnesty International has condemned Tanzania’s upcoming general election, describing it as “Unopposed, Unchecked and Unjust” in a report released on October 20, 2025.<br><br>The rights… <a href="https://t.co/PSyH1YCItC">pic.twitter.com/PSyH1YCItC</a></p>— MwanzoTV (@MwanzoTv) <a href="https://twitter.com/MwanzoTv/status/1980566954441068841?ref_src=twsrc%5Etfw">October 21, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Beobachter sprechen von einer <strong>systematischen Einschränkung politischer Freiheiten</strong>: Medienzensur, Verhaftungen und das Verschwinden von Oppositionellen prägen den Wahlkontext. Amnesty International kritisierte in seinem Bericht <em>„Unopposed, Unchecked and Unjust“</em> vom 20. Oktober eine „Atmosphäre der Angst und Repression“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-internationale-beobachtung-sadc-mission-eingetroffen"><span id="internationale-beobachtung-sadc-mission-eingetroffen">Internationale Beobachtung: SADC-Mission eingetroffen</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. Oktober traf die <strong>Wahlbeobachtungsmission der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC-SEOM)</strong> in Daressalam ein. Die Delegation unter Leitung des ehemaligen malawischen Parlamentspräsidenten <strong>Richard Msowoya</strong> wird die Abstimmung bis zur Amtseinführung Anfang November begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>tansanische Außenminister Mahmoud Thabit Kombo</strong> begrüßte die Delegation und betonte die Verpflichtung seines Landes, „Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit während der Wahlperiode zu wahren“.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/SADC?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#SADC</a> successfully concluded a 4-day training programme for its Election Observation Mission to the General Election of U.R. Tanzania. The training, equipped observers from 10 SADC Member States with necessary skills & knowledge to conduct their duties effectively. <a href="https://twitter.com/EliasMagosi?ref_src=twsrc%5Etfw">@EliasMagosi</a> <a href="https://t.co/NT3Xfhmjy1">pic.twitter.com/NT3Xfhmjy1</a></p>— SADC Secretariat (@SADC_News) <a href="https://twitter.com/SADC_News/status/1979982744064029111?ref_src=twsrc%5Etfw">October 19, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Msowoya erklärte, die SADC werde ihre Arbeit „im Einklang mit Artikel 8 der SADC-Prinzipien für demokratische Wahlen“ durchführen, ohne die Souveränität Tansanias zu verletzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sadc/">SADC</a> sind auch Vertreter der <strong><a href="https://fokus-afrika.de/tag/eac/">EAC</a></strong>, <strong>der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanischen Union</a></strong> sowie <strong>mehrerer diplomatischer Vertretungen</strong> als Beobachter akkreditiert, wenngleich der Zugang im Vergleich zu früheren Wahlen eingeschränkt ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zivilgesellschaft-und-religiose-autoritaten-rufen-zu-friedlicher-wahl-auf"><span id="zivilgesellschaft-und-religioese-autoritaeten-rufen-zu-friedlicher-wahl-auf">Zivilgesellschaft und religiöse Autoritäten rufen zu friedlicher Wahl auf</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch lokale Akteure beteiligen sich an der Mobilisierung für einen friedlichen Ablauf. In der Region <strong>Kilimandscharo</strong> riefen traditionelle <strong>Maasai-Älteste (Malaigwanan)</strong> am Montag zu einem respektvollen Wahlkampf und hoher Wahlbeteiligung auf.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="759" height="756" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/248643259_1036603987116228_2507964523639252445_n.jpg" alt="" class="wp-image-21022 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/248643259_1036603987116228_2507964523639252445_n.jpg 759w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/248643259_1036603987116228_2507964523639252445_n-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/248643259_1036603987116228_2507964523639252445_n-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/248643259_1036603987116228_2507964523639252445_n-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/248643259_1036603987116228_2507964523639252445_n-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/248643259_1036603987116228_2507964523639252445_n-380x378.jpg 380w" sizes="(max-width: 759px) 100vw, 759px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Jede Stimme zählt. Mit eurer Stimme entscheidet ihr, wer unser Land führen wird“, sagte <strong>Jeremia Laizer</strong>, Generalsekretärin der Maasai-Ältestenversammlung. Sie betonte die Bedeutung des friedlichen Zusammenlebens: „Frieden beginnt bei uns selbst. Indem wir verantwortungsvoll wählen, schützen wir unsere Familien und unsere Zukunft.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">An dem Treffen nahm auch <strong>Namelok Sokoine</strong>, Mitglied des CCM-Zentralkomitees, teil. Sie lobte den Einsatz der traditionellen Autoritäten für Stabilität und wies auf die wirtschaftlichen Fortschritte unter der sechsten Regierung hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die Regierung und Sicherheitsbehörden zur Ruhe aufrufen, bleibt die politische Lage angespannt. Oppositionelle fordern faire Bedingungen, während Menschenrechtsorganisationen vor <strong>Einschüchterung und übermäßiger Polizeipräsenz</strong> warnen.</p>
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		<item>
		<title>Entwicklungsausschuss des Bundestages plant Delegationsreise nach Sambia und Kenia</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/entwicklungsausschuss-des-bundestages-plant-delegationsreise-nach-sambia-und-kenia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 10:32:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Sambia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages wird vom 26. Oktober bis 2. November 2025 eine Delegationsreise&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fentwicklungsausschuss-des-bundestages-plant-delegationsreise-nach-sambia-und-kenia%2F&amp;action_name=Entwicklungsausschuss%20des%20Bundestages%20plant%20Delegationsreise%20nach%20Sambia%20und%20Kenia&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungsausschuss-des-bundestages-plant-delegationsreise-nach-sambia-und-kenia/">Entwicklungsausschuss des Bundestages plant Delegationsreise nach Sambia und Kenia</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages wird vom <strong>26. Oktober bis 2. November 2025</strong> eine Delegationsreise nach <strong>Sambia und Kenia</strong> durchführen. Ziel der Reise ist es, zentrale Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vor Ort zu evaluieren und den Stand der bilateralen Kooperation mit beiden afrikanischen Partnerstaaten zu überprüfen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fokus-effizienz-der-entwicklungszusammenarbeit-und-politische-verzahnung"><span id="fokus-effizienz-der-entwicklungszusammenarbeit-und-politische-verzahnung">Fokus: Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit und politische Verzahnung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:46% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="654" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-654x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20627 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-654x1024.jpg 654w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-192x300.jpg 192w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-768x1203.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-981x1536.jpg 981w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-1308x2048.jpg 1308w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-380x595.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-800x1253.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-1160x1816.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/5027947-min-scaled.jpg 1635w" sizes="(max-width: 654px) 100vw, 654px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt der Reise steht die Frage, wie sich die von der Bundesregierung formulierten Ziele einer <strong>besseren Verzahnung von Entwicklungs-, Außen- und Sicherheitspolitik</strong> sowie einer <strong>höheren Wirksamkeit bei begrenzten Haushaltsmitteln</strong> konkret in den Partnerstaaten umsetzen lassen. Beide Länder gelten als klassische Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegation möchte vor Ort prüfen, wie diese politischen Vorgaben praktisch umgesetzt werden und welche Anpassungen im Rahmen der deutschen Entwicklungsstrategie erforderlich sind. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Beziehung zwischen finanzieller Förderung, politischer Steuerung und sicherheitsrelevanten Aspekten in den Partnerländern.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-politische-gesprache-und-projekteinblicke-in-sambia-und-kenia"><span id="politische-gespraeche-und-projekteinblicke-in-sambia-und-kenia">Politische Gespräche und Projekteinblicke in Sambia und Kenia</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant sind Gespräche mit:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Regierungsvertretern <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/sambia/">Sambias</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/">Kenias</a></li>



<li>Parlamentariern beider Länder</li>



<li>Repräsentanten deutscher Institutionen wie <strong>GIZ</strong> und <strong>KfW</strong></li>



<li>Vertretern politischer Stiftungen sowie lokaler zivilgesellschaftlicher Akteure</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich sind <strong>Projektbesichtigungen</strong> vorgesehen, um direkte Einblicke in laufende Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit zu erhalten – unter anderem in den Bereichen Infrastruktur, Energiezugang, Governance und lokale Wirtschaftsstrukturen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderes Augenmerk gilt der <strong>Koordination zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren</strong> sowie den Wechselwirkungen zwischen Entwicklungsprojekten und sicherheitspolitischen Maßnahmen – insbesondere im Hinblick auf regionale Stabilität, Migration und wirtschaftliche Transformation.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-delegation"><span id="parlamentarische-delegation">Parlamentarische Delegation</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise steht unter der Leitung von <strong>Dr. Wolfgang Stefinger (CDU/CSU)</strong>, Vorsitzender des Entwicklungsausschusses. Teil der Delegation sind folgende Abgeordnete:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Diana Herbstreuth (CDU/CSU)</strong></li>



<li><strong>Thomas Rachel (CDU/CSU)</strong></li>



<li><strong>Rocco Kever (AfD)</strong></li>



<li><strong>Claudia Roth (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)</strong></li>



<li><strong>Maren Kaminski (DIE LINKE)</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sind alle im Bundestag vertretenen Fraktionen in der Zusammensetzung repräsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise nach Sambia und Kenia erfolgt in einer Phase, in der das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Fokus zunehmend auf <strong>Partnerschaften mit Reformorientierung</strong> und auf <strong>Wirkungsnachweise</strong> legt. Die Delegationsgespräche sollen dazu beitragen, die künftige parlamentarische Steuerung und Evaluierung von Entwicklungsprogrammen im Bundestag zu präzisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der Reise werden in die Beratungen des Ausschusses zur <strong>Neuausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit</strong> einfließen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fentwicklungsausschuss-des-bundestages-plant-delegationsreise-nach-sambia-und-kenia%2F&action_name=Entwicklungsausschuss%20des%20Bundestages%20plant%20Delegationsreise%20nach%20Sambia%20und%20Kenia&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/entwicklungsausschuss-des-bundestages-plant-delegationsreise-nach-sambia-und-kenia/">Entwicklungsausschuss des Bundestages plant Delegationsreise nach Sambia und Kenia</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokko bereitet Wahlen vor: Regeln gegen Korruption, mehr Chancen für junge Kandidaten und Frauen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokko-bereitet-wahlen-vor-regeln-gegen-korruption-mehr-chancen-fuer-junge-kandidaten-und-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Oct 2025 21:58:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
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<p>Der vom König Mohammed VI. am 19. Oktober in Rabat geleitete Ministerrat hat zentrale Wahlrechts- und Parteirechtsreformen beschlossen,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokko-bereitet-wahlen-vor-regeln-gegen-korruption-mehr-chancen-fuer-junge-kandidaten-und-frauen%2F&amp;action_name=Marokko%20bereitet%20Wahlen%20vor%3A%20Regeln%20gegen%20Korruption%2C%20mehr%20Chancen%20f%C3%BCr%20junge%20Kandidaten%20und%20Frauen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/marokko-bereitet-wahlen-vor-regeln-gegen-korruption-mehr-chancen-fuer-junge-kandidaten-und-frauen/">Marokko bereitet Wahlen vor: Regeln gegen Korruption, mehr Chancen für junge Kandidaten und Frauen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der vom <a href="https://fokus-afrika.de/tag/konig/">König</a> Mohammed VI. am 19. Oktober in Rabat geleitete Ministerrat hat zentrale Wahlrechts- und Parteirechtsreformen beschlossen, die die Integrität der kommenden <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wahlen/">Parlamentswahlen</a> stärken und die Repräsentation von Frauen und jungen Menschen ausbauen sollen. Kernpunkte sind der Ausschluss vorbestrafter Kandidierender, verschärfte Sanktionen gegen Wahlstraftaten, vereinfachte Kandidaturbedingungen für unter 35-Jährige mit substanziellem Kampagnenkostenzuschuss sowie neu zugeschnittene regionale Wahlkreise ausschließlich für Frauen. Wie aus dem <a href="https://www.mapnews.ma/ar/activites-royales/جلالة-الملك-يترأس-مجلسا-وزاريا-15">Kommuniqué des Königlichen Kabinetts</a> hervorgeht, zielen die Maßnahmen auf Transparenz, rechtliche Klarheit und eine breitere politische Teilhabe.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-neues-wahlrecht-integritat-sichern-zugang-verbreitern"><span id="neues-wahlrecht-integritaet-sichern-zugang-verbreitern">Neues Wahlrecht: Integrität sichern, Zugang verbreitern</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="750" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0959.jpg-19102025_184317608994189108.jpg" alt="" class="wp-image-20947 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0959.jpg-19102025_184317608994189108.jpg 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0959.jpg-19102025_184317608994189108-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC0959.jpg-19102025_184317608994189108-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Organische Gesetzesnovelle zur Abgeordnetenkammer verankert einen verbindlichen Integritätsfilter: Personen, gegen die ein rechtskräftiges Urteil mit Verlust der Wählbarkeit vorliegt, sind künftig von der Kandidatur ausgeschlossen. Parallel werden Tatbestände der Wahlfälschung – von der unzulässigen Beeinflussung bis zu Eingriffen in Auszählungs- und Ergebnisschritte – mit deutlich schärferen Strafandrohungen belegt. Der Regelungszweck ist doppelter Natur: präventiv durch Abschreckung und repressiv durch effektivere Ahndung, um die Rechtsstaatlichkeit des gesamten Wahlzyklus ab Kandidatennominierung bis Ergebnisfeststellung abzusichern.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-jugend-im-parlament-vereinfachte-zugange-und-bis-zu-75-kampagnenforderung"><span id="jugend-im-parlament-vereinfachte-zugaenge-und-bis-zu-75-kampagnenfoerderung">Jugend im Parlament: vereinfachte Zugänge und bis zu 75 % Kampagnenförderung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Senkung faktischer Eintrittsbarrieren werden die formalen Kandidaturvoraussetzungen für Personen unter 35 Jahren vereinfacht – sie können nun innerhalb parteigebundener Nominierungen als auch parteiunabhängig antreten. Wesentlich ist ein neuer finanzieller Fördermechanismus: Künftig können 75 % der wahlkampfrelevanten Ausgaben für diese Gruppe erstattet werden. Damit adressiert der Gesetzgeber zwei strukturelle Hürden – Ressourcenknappheit und Organisationsdefizite – und rückt die Verjüngung politischer Eliten in den Rang eines expliziten Steuerungsziels.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-regionale-frauenwahlkreise-soll-paritat-starken"><span id="regionale-frauenwahlkreise-soll-paritaet-staerken">Regionale Frauenwahlkreise soll Parität stärken</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Stärkung der gleichberechtigten Repräsentation richtet die Novelle regionale Wahlkreise ein, die exklusiv Frauen vorbehalten sind. Die Maßnahme erweitert über bisherige Quotenmodelle hinaus die strukturellen Chancen weiblicher Kandidaturen, indem sie wettbewerbliche Räume schafft, in denen die Listenbildung nicht mehr gegen etablierte Männerlisten konkurrieren muss. Die Regelung ist als dauerhafte, wahlzyklusübergreifende Architekturkomponente angelegt und soll die Präsenz von Frauen in der Abgeordnetenkammer messbar erhöhen. </p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-moderner-parteirahmen-governance-finanzierung-nachwuchs"><span id="moderner-parteirahmen-governance-finanzierung-nachwuchs">Moderner Parteirahmen: Governance, Finanzierung, Nachwuchs</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1280px-Parlement_Rabat-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-20949 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1280px-Parlement_Rabat-1024x576.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1280px-Parlement_Rabat-300x169.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1280px-Parlement_Rabat-768x432.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1280px-Parlement_Rabat-380x214.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1280px-Parlement_Rabat-800x450.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1280px-Parlement_Rabat-1160x653.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1280px-Parlement_Rabat.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das Organische Parteiengesetz wird umfassend modernisiert. Im Mittelpunkt stehen klare Governance-Standards mit innerparteilichen Regeln, transparente Finanzierungs- und Rechnungslegungspflichten sowie förderrechtliche und satzungsorganisatorische Erleichterungen für Frauen und junge Menschen bei Parteigründungen und in Führungspositionen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Systematik zielt darauf, Parteien als verlässliche Träger demokratischer Willensbildung zu stärken und den Nachwuchs strategisch zu verankern. Wie der Analyst <a href="https://marocmag.com/8762.html">Anouar Qoria</a> zusammenfasst, rückt Marokko damit Transparenz, Jugend und Parität in den Mittelpunkt des Wahlrechtsrahmens.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-finanzrahmen-2026-vier-prioritaten-und-sektorale-schwerpunkte"><span id="finanzrahmen-2026-vier-prioritaeten-und-sektorale-schwerpunkte">Finanzrahmen 2026: vier Prioritäten und sektorale Schwerpunkte</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor skizzierte die Finanzministerin die Leitlinien des Haushalts für das Jahr 2026. Für 2025 rechnet die Regierung mit einem Wachstum von 4,8 Prozent, einer Inflationsrate von 1,1 Prozent und einem Defizit von 3,5 Prozent des BIP. Vier Arbeitslinien prägen 2026:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Wirtschaft konsolidieren:</strong> private Investitionen anreizen (nationale und ausländische), Investitionscharta umsetzen, öffentlich-private Partnerschaften ausbauen, Angebot für grünen Wasserstoff entwickeln. Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen erhalten technische Begleitung und Finanzierung.</li>



<li><strong>Territoriale Programme:</strong> regionale Stärken nutzen, fortgeschrittene Regionalisierung vertiefen, besonders benachteiligte Gebiete (u. a. Bergregionen, Oasen) priorisieren, Küstenraum nachhaltig entwickeln, ländliche Zentren modernisieren.</li>



<li><strong>Sozialstaat festigen:</strong> Sozialschutz ausweiten, Direktbeihilfen für rund vier Millionen Haushalte weiter umsetzen; monatliche Kinderbeihilfen (50–100 Dirham für die ersten drei Kinder) anheben; Unterstützung für Waisen und von Einrichtungen betreute Kinder; Eintritt in Rentenregime verbreitern und Arbeitslosenunterstützung generalisieren; Programm für den Erwerb von Erstwohnungen fortführen.</li>



<li><strong>Strukturreformen und solide Finanzen:</strong> Reform der Haushaltsordnung (Ziel- und Ergebnisorientierung), Portfoliosteuerung staatlicher Unternehmen verbessern, Justizsystem modernisieren.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorgehoben werden Gesundheit und Bildung mit einer gemeinsamen Budgetzuteilung von 140 Mrd. Dirham sowie über 27.000 neuen Stellen. Vorgesehen sind u. a. die Inbetriebnahme der Universitätskliniken Agadir und Laâyoune, der Baufortschritt am CHU Ibn Sina (Rabat) sowie Modernisierungsprogramme für 90 Krankenhäuser. Im Bildungsbereich stehen vorschulische Generalisierung und Qualitätsverbesserungen im Vordergrund. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Deutsche Sicherheitspolitik im Mittelmeer: Bundestag berät Verlängerung der Mandate für „Irini“ und „Sea Guardian“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deutsche-sicherheitspolitik-im-mittelmeer-bundestag-beraet-verlaengerung-der-mandate-fuer-irini-und-sea-guardian/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 12:14:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
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		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Bundestag befasst sich am 15. Oktober 2025 mit zwei sicherheitspolitisch relevanten Mandatsverlängerungen der Bundeswehr. Die Bundesregierung beantragt&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeutsche-sicherheitspolitik-im-mittelmeer-bundestag-beraet-verlaengerung-der-mandate-fuer-irini-und-sea-guardian%2F&amp;action_name=Deutsche%20Sicherheitspolitik%20im%20Mittelmeer%3A%20Bundestag%20ber%C3%A4t%20Verl%C3%A4ngerung%20der%20Mandate%20f%C3%BCr%20%E2%80%9EIrini%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9ESea%20Guardian%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deutsche-sicherheitspolitik-im-mittelmeer-bundestag-beraet-verlaengerung-der-mandate-fuer-irini-und-sea-guardian/">Deutsche Sicherheitspolitik im Mittelmeer: Bundestag berät Verlängerung der Mandate für „Irini“ und „Sea Guardian“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bundestag/">Bundestag</a> befasst sich am 15. Oktober 2025 mit zwei sicherheitspolitisch relevanten Mandatsverlängerungen der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bundeswehr/">Bundeswehr</a>. Die Bundesregierung beantragt die Fortführung der Beteiligung an der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU</a>-geführten Operation <strong>Eunavfor Med Irini</strong> sowie der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/nato/">NATO</a>-Mission <strong>Sea Guardian</strong>. Beide Mandate laufen turnusgemäß Ende November aus und sollen um jeweils ein Jahr verlängert werden. Für die weitere Beratung ist der Auswärtige Ausschuss federführend vorgesehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-beratung-uber-zwei-auslandseinsatze-im-mittelmeerraum"><span id="parlamentarische-beratung-ueber-zwei-auslandseinsaetze-im-mittelmeerraum">Parlamentarische Beratung über zwei Auslandseinsätze im Mittelmeerraum</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während Irini der Überwachung des UN-Waffenembargos gegen <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/libyen/">Libyen</a> dient, zielt Sea Guardian auf maritime Sicherheitslagen im Mittelmeer und die Eindämmung illegaler Waffentransporte im erweiterten Mittelmeerraum. Die Bundesregierung begründet beide Mandate mit der strategischen Bedeutung des Mittelmeers als sicherheitspolitischer Raum zwischen Europa, Nordafrika und der Sahelzone.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-operation-irini-durchsetzung-des-un-waffenembargos-gegen-libyen"><span id="operation-irini-durchsetzung-des-un-waffenembargos-gegen-libyen">Operation Irini: Durchsetzung des UN-Waffenembargos gegen Libyen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Verlängerung des Irini-Mandats soll die Bundeswehr weiterhin bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung stellen. Auftrag der Mission ist die Seeraumüberwachung zur Unterbindung unerlaubter Waffenlieferungen nach Libyen. Nach Angaben der Bundesregierung kommt es trotz des 2020 vereinbarten Waffenstillstands weiterhin zu illegalen Waffentransfers und zur Präsenz ausländischer Kämpfer und Sicherheitsakteure auf beiden Seiten des libyschen Konflikts.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">⭕️Day of German 🇩🇪 Unity<br>In 1989, the Wall fell – a signal of freedom & hope for all of Europe.🇪🇺<br>Thanks to our friends and comrades from Germany who carry these values today. <a href="https://t.co/B8I0rnvkLN">pic.twitter.com/B8I0rnvkLN</a></p>— Operation EUNAVFOR MED IRINI (@EUNAVFOR_MED) <a href="https://twitter.com/EUNAVFOR_MED/status/1974029980997681373?ref_src=twsrc%5Etfw">October 3, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung verweist darauf, dass ein Abzug dieser Kräfte sowie die Demobilisierung und Entwaffnung libyscher Milizen bislang nicht umgesetzt wurden. Ziel sei es, den von den Vereinten Nationen moderierten politischen Prozess zu unterstützen und Voraussetzungen für Stabilisierung zu schaffen. Die Kontrolle der Seewege gilt dabei als zentrales Instrument, um die Konfliktdynamik nicht durch neue Waffenströme zu verstärken.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-libyen-als-sicherheitspolitischer-knotenpunkt"><span id="libyen-als-sicherheitspolitischer-knotenpunkt">Libyen als sicherheitspolitischer Knotenpunkt</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Libyen bleibt ein geopolitischer Brennpunkt zwischen Mittelmeer, Sahel und europäischer Nachbarschaftspolitik. Internationale Akteure aus dem Nahen Osten, Russland und regionalen Milizenstrukturen nutzen das Land als Einflussraum. Die EU betrachtet das Waffenembargo als sicherheitspolitische Mindestmaßnahme, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Zugleich ist Libyen Transitland für Migrations- und Schmuggelrouten durch das zentrale Mittelmeer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die deutsche Beteiligung an Irini wird außen- und sicherheitspolitisch mit ordnungsstabilisierenden Maßnahmen verknüpft, die über klassische Verteidigungspolitik hinausreichen. Die Bundesregierung formuliert dies als Beitrag zu „Seeraumüberwachung, Lagebildaufklärung und Unterstützung der internationalen Ordnung“.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sea-guardian-nato-fokus-auf-maritime-sicherheit-und-terrorabwehr"><span id="sea-guardian-nato-fokus-auf-maritime-sicherheit-und-terrorabwehr">Sea Guardian: NATO-Fokus auf maritime Sicherheit und Terrorabwehr</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-20778 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-1024x1024.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-300x300.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-150x150.jpeg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-768x768.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-1536x1536.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-80x80.jpeg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-110x110.jpeg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-380x380.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-800x800.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT-1160x1160.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2rtxVqWAAAdMNT.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur EU-Mission soll auch die NATO-Operation Sea Guardian fortgeführt werden. Hier sind bis zu <strong>550 Soldatinnen und Soldaten</strong> vorgesehen. Die Mission umfasst das Mittelmeer außerhalb der Küstengewässer sowie die Straße von Gibraltar. Auftrag ist die maritime Lagebilderstellung, der Informationsaustausch innerhalb des Bündnisses sowie der Beitrag zur Bekämpfung terroristischer Netzwerke und zur Eindämmung illegaler Waffenströme.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der Bundesregierung unterstützt Sea Guardian die maritime Sicherheit im erweiterten Mittelmeerraum und ergänzt damit Irini in einer NATO-geführten Struktur. Ein Einsatz in nationalen Küstenzonen erfolgt nur auf ausdrückliche Zustimmung des betroffenen Anrainerstaates und nach vorheriger Billigung durch den Nordatlantikrat sowie den Deutschen Bundestag.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-multilaterale-sicherheitsarchitektur-zwischen-eu-nato-und-un"><span id="multilaterale-sicherheitsarchitektur-zwischen-eu-nato-und-un">Multilaterale Sicherheitsarchitektur zwischen EU, NATO und UN</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Mandate zeigen, wie sich deutsche Sicherheitspolitik zunehmend an multilateralen Strukturen orientiert. Während Irini direkt auf ein Mandat der Vereinten Nationen zur Durchsetzung des Waffenembargos verweist, ist Sea Guardian Teil des NATO-Sicherheitskonzepts für das Mittelmeer. Die Bundesregierung positioniert sich damit als Akteur, der sowohl europäische als auch transatlantische Formate bedient und zugleich auf die Kompatibilität mit UN-Sanktionsregimen verweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Debatte um die Verlängerung steht vor dem Hintergrund einer langfristigen strategischen Ausrichtung. Die Bundesregierung betont, dass eine politische Stabilisierung Libyens nicht allein durch diplomatische Mittel erreicht werden kann, sondern einer kombinierten Präsenz aus Beobachtung, Abschreckung und ordnungspolitischer Rahmung bedarf.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-afrika-und-mittelmeerpolitik-als-sicherheitspolitischer-raum"><span id="afrika-und-mittelmeerpolitik-als-sicherheitspolitischer-raum">Afrika- und Mittelmeerpolitik als sicherheitspolitischer Raum</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verlängerung der Mandate verweist auf die sicherheitspolitische Verflechtung zwischen Europa und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrika</a>. Libyen gilt als Schnittstelle zwischen den Konflikten im <a href="https://fokus-afrika.de/tag/sahel/">Sahel</a>, den Waffenströmen in Richtung <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">Sudan</a> sowie den Migrationsrouten Richtung zentralem Mittelmeer. Beide Missionen werden als Bausteine eines umfassenderen Ansatzes gesehen, bei dem sicherheitspolitische, entwicklungspolitische und diplomatische Maßnahmen miteinander verknüpft werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Fortführung von Irini und Sea Guardian signalisiert die Bundesregierung Kontinuität und Bindung an internationale Verpflichtungen. Die Mandatsgestaltung verdeutlicht zugleich, dass maritime Sicherheit im Mittelmeer als strategisch relevant eingestuft wird – nicht nur aus militärischer Perspektive, sondern als Teil einer breiteren europäischen Außen- und Afrikapolitik.</p>
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		<title>II. Wahlgang in Gabun mit niedriger Mobilisierung und neuen Allianzen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/ii-wahlgang-in-gabun-mit-niedriger-mobilisierung-und-neuen-allianzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 22:40:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Gabun hat am 11. Oktober der zweite Wahlgang der Parlamentswahlen stattgefunden, die erstmals unter der neuen Ordnung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fii-wahlgang-in-gabun-mit-niedriger-mobilisierung-und-neuen-allianzen%2F&amp;action_name=II.%20Wahlgang%20in%20Gabun%20mit%20niedriger%20Mobilisierung%20und%20neuen%20Allianzen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/ii-wahlgang-in-gabun-mit-niedriger-mobilisierung-und-neuen-allianzen/">II. Wahlgang in Gabun mit niedriger Mobilisierung und neuen Allianzen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Gabun hat am 11. Oktober der zweite Wahlgang der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/wahlen/">Parlamentswahlen</a> stattgefunden, die erstmals unter der neuen Ordnung der V. Republik abgehalten werden. Nach dem ersten Durchgang, der laut <em>Agence Gabonaise de Presse (AGP)</em> von Unregelmäßigkeiten und logistischen Problemen in mehreren Wahlzentren begleitet war, setzten die Behörden auf einen geordneten Ablauf. Wahlbeobachtungen in Libreville, Port-Gentil, Franceville und Tchibanga beschreiben ein Bild von Ruhe. Dies wurde von einer sichtbaren Präsenz der Sicherheitskräfte an den Eingängen der Wahllokale unterlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld wurden Maßnahmen eingeleitet, die bei einem Treffen zwischen Staatsführung und verantwortlichen Ministerien festgelegt wurden. Sie umfassen eine strengere Kontrolle der Wahlprokurationen und Vorgaben zur Regulierung des Zugangs zu den Wahlbüros. Zudem gab es die Verpflichtung zur freien Beobachtung des Auszählungsprozesses. Kandidaten durften sich nach der Stimmabgabe nicht mehr im Umfeld der Wahllokale aufhalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-unterschiedliche-wahlbeteiligung-zwischen-urbanen-zentren-und-landlichen-gebieten"><span id="unterschiedliche-wahlbeteiligung-zwischen-urbanen-zentren-und-laendlichen-gebieten">Unterschiedliche Wahlbeteiligung zwischen urbanen Zentren und ländlichen Gebieten</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg-1024x768.webp" alt="" class="wp-image-20738 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg-1024x768.webp 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg-300x225.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg-768x576.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg-200x150.webp 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg-260x195.webp 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg-380x285.webp 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg-800x600.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0058.jpg.webp 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlbeteiligung entwickelte sich regional unterschiedlich. In mehreren Wahllokalen in Libreville und Akanda waren am Vormittag nur wenige Wählerinnen und Wähler anwesend. Die Vorsitzende einer Wahlkommission in Akanda sprach von einem „verhaltenen Beginn“. Sie verwies auf Witterungseinflüsse und mangelnde Mobilisierung im zweiten Wahlgang. Ein ähnliches Bild zeigte sich in Tchibanga, wo zwischen 7 und 11 Uhr nur ein geringer Zustrom registriert wurde.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu meldete <em>AGP</em> für Ntchengué in der Region Bendjé eine hohe Disziplin. Es gab dort eine kontinuierliche Beteiligung seit Öffnung der Wahllokale. Auch in Franceville wurde der zweite Wahlgang laut lokalen Wahlverantwortlichen „geordnet und ohne Zwischenfälle“ durchgeführt. Die dortigen Kommissionsstellen betonten den transparenten Ablauf. Zudem hoben sie die Einhaltung der Verfahrensregeln bis zur bevorstehenden öffentlichen Auszählung hervor.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-allianzen-verandern-die-dynamik-in-gabun"><span id="politische-allianzen-veraendern-die-dynamik-in-gabun">Politische Allianzen verändern die Dynamik in Gabun</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="400" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0059.jpg.webp" alt="" class="wp-image-20739 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0059.jpg.webp 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0059.jpg-300x150.webp 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0059.jpg-768x384.webp 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20251011-WA0059.jpg-380x190.webp 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel zur organisatorischen Durchführung veränderte sich das politische Kräftefeld zwischen den beiden Wahlgängen spürbar. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kandidaten, die im ersten Wahlgang ausgeschieden waren, suchten nun aktiv nach neuen Bündnissen. In mehreren Wahlkreisen im Moyen-Ogooué und in der Bouenguidi wurden Kandidaten der Union Nationale (UN), unabhängige Persönlichkeiten und lokale Akteure als potenzielle „Stimmenüberträger“ identifiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So erhielt der Kandidat der Union Démocratique des Bâtisseurs (UDB) Unterstützung von Kräften außerhalb des ursprünglichen Parteispektrums. Gleichzeitig standen Vertreter des Parti Démocratique Gabonais (PDG) vor der Herausforderung, lokale Allianzen gegen sich zu konsolidieren. Diese Konstellationen erhöhen den Einfluss der sogenannten „faiseurs de rois“. Diese sind jene Kandidaten, die trotz Ausscheidens im ersten Durchgang durch Wahlempfehlungen weiterhin politisch wirksam bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-stabilitat-als-strategische-komponente"><span id="stabilitaet-als-strategische-komponente">Stabilität als strategische Komponente</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsenz von Sicherheitskräften an den Wahllokalen wurde von mehreren lokalen Wahlleitern als „präventiv und regulierend“ beschrieben. Anders als beim ersten Wahlgang wurden bislang keine Konflikte oder größere Unregelmäßigkeiten gemeldet. Laut <em>AGP</em> verweisen Wahlkommissionen darauf, dass die geordnete Durchführung als Testlauf für die Funktionsfähigkeit der neuen institutionellen Ordnung betrachtet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die öffentliche Auszählung soll am Abend beginnen, unter Anwesenheit akkreditierter Beobachter. Entscheidend wird sein, ob die politische Neuordnung über formale Wahlresultate hinaus zu einer strukturellen Stabilisierung führt. Eventuell kommt es zu einer Phase intensiver Koalitionsbildungen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>König Mohammed VI eröffnet Parlamentssession im Lichte der GenZ-Proteste</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-eroeffnet-parlamentssession-im-lichte-der-genz-proteste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2025 17:18:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Maritime Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Rabat hat König Mohammed VI die erste Sitzung des fünften Legislativjahres der 11. Legislatur eröffnet. Das Königshaus&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoenig-mohammed-vi-eroeffnet-parlamentssession-im-lichte-der-genz-proteste%2F&amp;action_name=K%C3%B6nig%20Mohammed%20VI%20er%C3%B6ffnet%20Parlamentssession%20im%20Lichte%20der%20GenZ-Proteste&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-eroeffnet-parlamentssession-im-lichte-der-genz-proteste/">König Mohammed VI eröffnet Parlamentssession im Lichte der GenZ-Proteste</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In Rabat hat König Mohammed VI die erste Sitzung des fünften Legislativjahres der 11. Legislatur eröffnet. Das Königshaus kündigte die feierliche Sitzung und die Rede an beide Kammern per Mitteilung an. Die neue Sitzungsperiode ist die letzte dieser Legislatur und fällt in eine Phase erhöhter gesellschaftlicher Spannung. Die Regierung steht unter öffentlichem Druck, zentrale Reformen bei Bildung, Gesundheit und Justiz voranzubringen. Laut marokkanischen Medien gehört dazu die Vorlage der seit Langem angekündigten Reform der <strong>Moudawana</strong> (Familienrecht) sowie die abschließende Beratung eines neuen Strafgesetzbuchs. Überdies liegen hochschul- und schulpolitische Gesetzesinititiativen auf der Tagesordnung.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-konig-mohammed-vi-soziale-gerechtigkeit-ist-kein-schlagwort"><span id="koenig-mohammed-vi-soziale-gerechtigkeit-ist-kein-schlagwort">König Mohammed VI: “Soziale Gerechtigkeit ist kein Schlagwort”</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">König Mohammed VI stellte in seiner Ansprache die <strong>soziale Gerechtigkeit</strong> als strategische Leitlinie heraus. „Soziale Gerechtigkeit ist kein leeres Schlagwort oder eine vorübergehende Priorität, sondern eine strategische Ausrichtung, die die Mobilisierung aller erfordert“, sagte er in seiner Ansprache. Er forderte eine <strong>Kultur der Ergebnisse</strong>, schnellere Umsetzung bereits angekündigter Programme und eine präzise, datenbasierte Steuerung.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Der Monarch verwies auf die von ihm angestoßenen territorialen Entwicklungsprogramme und definierte Prioritäten: Förderung lokaler Initiativen und wirtschaftlicher Aktivitäten, Beschäftigung für junge Menschen, Stärkung von <strong>Bildung</strong> und <strong>Gesundheit</strong> sowie die Aufwertung ländlicher Räume. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC7767.jpg-24092025_172017587344481829.jpg" alt="" class="wp-image-20709 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC7767.jpg-24092025_172017587344481829.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC7767.jpg-24092025_172017587344481829-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC7767.jpg-24092025_172017587344481829-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er nannte drei operative Schwerpunkte: integrierte Entwicklungsstrategien für <strong>gebirgige Regionen</strong>, nachhaltige Nutzung der <strong>Küstenräume</strong> inklusive Umsetzung des Küstengesetzes, sowie die <strong>Erweiterung ländlicher Zentren</strong> als Instrumente zur Steuerung der Urbanisierung und zur bürgernahen Dienstleistungserbringung. Der König rief Parlament und Regierung auf, die letzten Monate der Legislatur „mit Verantwortungsbewusstsein“ zur Vollendung von Gesetzes- und Programmvorhaben zu nutzen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politischer-kalender-reformpakete-in-bildung-gesundheit-und-justiz"><span id="politischer-kalender-reformpakete-in-bildung-gesundheit-und-justiz">Politischer Kalender: Reformpakete in Bildung, Gesundheit und Justiz</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Dossiers stehen zur Entscheidung an. Die Regierung soll den Gesetzesentwurf zur <strong>Reform der Moudawana</strong>nach breit angelegten Konsultationen und Begutachtung durch die Geistlichkeit ins Parlament einbringen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="500" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC4701.jpg-10102025_172117601168786362.jpg" alt="" class="wp-image-20719 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC4701.jpg-10102025_172117601168786362.jpg 750w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC4701.jpg-10102025_172117601168786362-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC4701.jpg-10102025_172117601168786362-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>neue Strafgesetzbuch</strong> soll nach Angaben aus Regierungskreisen noch in dieser Legislatur verabschiedet werden. Der Justizminister hat bereits prozessuale Reformen, alternative Sanktionen und Änderungen in der Zivilprozessordnung angestoßen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bildungsbereich lösen der <strong>Entwurf 59.24 zur Hochschulreform</strong> und die <strong>Schulreform</strong> Debatten aus. Gewerkschaften äußern Kritik an der ministeriellen Linie im Hochschulsektor. Geplant ist zugleich eine stärkere Regulierung des privaten Schulwesens. In beiden Bereichen kündigten die Fachausschüsse umfangreiche Anhörungen an. Medien verweisen auf die jüngste Öffnung einer Fachausschusssitzung mit dem Gesundheitsminister für die Öffentlichkeit, was als Schritt zu größerer Transparenz gewertet wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gesellschaftliche-lage-genz-proteste-forderungen-und-verfahren"><span id="gesellschaftliche-lage-genz-proteste-forderungen-und-verfahren">Gesellschaftliche Lage: GenZ-Proteste, Forderungen und Verfahren</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die seit dem 27. September aufflammenden <strong><a href="https://fokus-afrika.de/was-steckt-hinter-der-protestbewegung-genz212-in-marokko/">GenZ-Proteste</a></strong> prägen die Lage in mehreren Städten. Am Vorabend der Parlamentseröffnung versammelten sich junge Demonstrierende in Rabat, kündigten jedoch eine <strong>Protestpause</strong> am Tag der königlichen Rede an. Vor Ort dominierten Forderungen nach <strong>Bildungs- und Gesundheitsreformen</strong>, Beschäftigung und der Bekämpfung von <strong>Korruption</strong>. Aktivistinnen und Aktivisten betonten den friedlichen Charakter der Versammlungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="557" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G21iPiJXcAAiygn-1024x557.jpeg" alt="" class="wp-image-20716 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G21iPiJXcAAiygn-1024x557.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G21iPiJXcAAiygn-300x163.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G21iPiJXcAAiygn-768x418.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G21iPiJXcAAiygn-380x207.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G21iPiJXcAAiygn-800x435.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G21iPiJXcAAiygn-1160x631.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G21iPiJXcAAiygn.jpeg 1179w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel laufen Strafverfahren in verschiedenen Städten. Laut <em><a href="https://fr.hespress.com/444681-manifestations-genz-409-arrestations-des-proces-et-de-lourdes-peines.html">Hespress</a></em> meldeten Justizbehörden <strong>409 Festnahmen</strong> seit Wochenbeginn; die Staatsanwaltschaft spricht von <strong>193 Strafverfolgungen</strong>. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Urteile reichen von mehrjährigen Haftstrafen bis zu hohen Geldbußen, unter anderem wegen „öffentlicher Unruhen“, Sachbeschädigung, Gewalt gegen Ordnungskräfte oder „Online-Anstiftung“. Verfahren gegen Minderjährige und Sammelverfahren in Tanger, Oujda, Marrakesch und Kenitra sind anhängig. Zivilgesellschaftliche Stimmen fordern die Freilassung nicht-gewalttätiger Demonstrierender und einen strukturierten Dialog zu sozialen Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachtungen deuten auf ein situatives Vorgehen der Sicherheitskräfte hin, mit Sichtbarkeit in Hotspots und punktuellen Festnahmen. Demonstrierende verweisen auf das <strong>verfassungsrechtlich garantierte Versammlungsrecht</strong> und kritisieren uneinheitliche Vollzugspraxis. Behörden betonen die Gleichbehandlung vor dem Gesetz. Lokale Medien berichten über die Nutzung von Videoaufnahmen und Drohnen zur Identifizierung von Tatverdächtigen. Prozessbeobachtende verweisen auf hohe emotionale Belastungen in einzelnen Verhandlungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-parlamentarische-agenda-und-offentliche-erwartungen"><span id="parlamentarische-agenda-und-oeffentliche-erwartungen">Parlamentarische Agenda und öffentliche Erwartungen</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="750" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC6768.jpg-10102025_172117601169073253.jpg" alt="" class="wp-image-20720 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC6768.jpg-10102025_172117601169073253.jpg 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC6768.jpg-10102025_172117601169073253-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/DSC6768.jpg-10102025_172117601169073253-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Parlamentarische Rückkehr</strong>, nach der Sommerpause, markiert den Startpunkt einer dichten Agenda. Neben Familien- und Strafrecht stehen <strong>Gesundheits- und Bildungsgovernance</strong>, <strong>Haushalts- und Sozialprogramme</strong> sowie regionale Entwicklungsinstrumente an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die legislative Umsetzung verlangt enge Koordination zwischen Regierung, Parlamentsmehrheit und Opposition. Fachkreise erwarten zudem einen stärkeren Einbezug von <strong>Wirtschafts- und Sozialpartnern</strong> in die Gesetzesfolgenabschätzung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Medien sehen in der Rede des Königs eine <strong>Richtungsvorgabe</strong> für die Exekutive. Diese betrifft die zügige, messbare Umsetzung bestehender Programme, die <strong>Effizienz des öffentlichen Investierens</strong> sowie einen passgenauen Zuschnitt politischer Instrumente auf <strong>verwundbare Regionen</strong> und auf die Anforderungen einer jungen Bevölkerung. Die Regierungsparteien unterstreichen ihren Willen, Bilanz zu legen und Rechenschaft in Fachausschüssen abzulegen.</p>
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			<media:title type="html">König Mohammed VI eröffnet Parlamentssession im Lichte der GenZ-Proteste</media:title>
			<media:description type="html">Die seit dem 27. September aufflammenden GenZ-Proteste prägen die Lage in Marokko. König Mohammed VI geht indirekt auf Forderungen ein.</media:description>
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		<title>MdEP Lukas Sieper über RSF-Einladung: &#8220;Situation, aus der ich gelernt habe&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mdep-lukas-sieper-ueber-rsf-einladung-situation-aus-der-ich-gelernt-habe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jade Madani]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 10:08:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[6]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Mit einem aufsehenerregenden Video sorgte der Europaabgeordnete Lukas Sieper (Partei des Fortschritts) jüngst für Schlagzeilen: In einem Instagram-Post&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmdep-lukas-sieper-ueber-rsf-einladung-situation-aus-der-ich-gelernt-habe%2F&amp;action_name=MdEP%20Lukas%20Sieper%20%C3%BCber%20RSF-Einladung%3A%20%26%238220%3BSituation%2C%20aus%20der%20ich%20gelernt%20habe%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mdep-lukas-sieper-ueber-rsf-einladung-situation-aus-der-ich-gelernt-habe/">MdEP Lukas Sieper über RSF-Einladung: &#8220;Situation, aus der ich gelernt habe&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Mit einem aufsehenerregenden Video sorgte der Europaabgeordnete Lukas Sieper (<a href="https://partei-des-fortschritts.de">Partei des Fortschritts</a>) jüngst für Schlagzeilen: In einem Instagram-Post erklärte er, Vertreter einer <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/sudan/">sudanesischen</a> Miliz, der Rapid Support Forces (RSF), in das Europäische Parlament eingeladen zu haben – eine Gruppe, die von internationalen Beobachtern mit schweren Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht wird. Der Vorgang löste eine breite Debatte über Transparenz, Verantwortung und den Umgang mit nichtstaatlichen Akteuren in der europäischen Außenpolitik aus.</p>



<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/reel/DPBKfYEDSWX/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/reel/DPBKfYEDSWX/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/reel/DPBKfYEDSWX/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">Ein Beitrag geteilt von Lukas Sieper MdEP (@lukas_sieper)</a></p></div></blockquote>
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<p class="wp-block-paragraph">Im schriftlichen Interview mit <strong>FOKUS AFRIKA</strong> erläutert der fraktionslose Abgeordnete Lukas Sieper die Hintergründe des Treffens, spricht über seine persönlichen Lehren aus dem Vorfall und erklärt, wie er künftig den Kontakt zu Akteuren aus afrikanischen Staaten gestalten will.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-hat-die-rsf-es-fast-in-das-europaische-parlament-geschafft"><span id="wie-hat-die-rsf-es-fast-in-das-europaeische-parlament-geschafft">Wie hat die RSF es fast in das Europäische Parlament geschafft?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>FOKUS AFRIKA</strong></strong>: “In einem spektakulären Instagram-Video erklären Sie, dass Sie Kriegsverbrecher in das EU-Parlament eingeladen haben. Wie kam es dazu, dass Sie der sudanesischen RSF fast eine institutionelle Bühne geboten haben?”</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lukas Sieper:</strong> “Das war eine Situation, aus der ich viel gelernt habe. Ich habe das besagte Event über einen externen Think Tank organisiert, der bereits mehrfach mit Abgeordneten zusammengearbeitet hatte. Dabei habe ich mich auf deren Angaben verlassen – ohne zu erkennen, dass sich hinter einigen eingeladenen Personen Vertreter der RSF verbargen, einer Organisation, die von der EU sanktioniert ist und schwerer Kriegsverbrechen beschuldigt wird. Als ich darüber informiert wurde, habe ich die Veranstaltung selbstverständlich sofort abgesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was dieser Vorfall aber zeigt, ist, wie subtil und komplex die Strukturen rund um das Europäische Parlament geworden sind. Gerade als unabhängiger Abgeordneter ohne den Rückhalt einer großen Fraktion ist man stärker darauf angewiesen, mit externen Partnern zu arbeiten, um Themen wie Friedensförderung oder Menschenrechte sichtbar zu machen. Diese Offenheit kann leider auch ausgenutzt werden – insbesondere von Gruppen, die gezielt versuchen, sich durch seriöse Formate einen Anschein von Legitimität zu verschaffen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="512" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877787022_20250313_EP-181810A_STP_108_MOBILE.jpg" alt="" class="wp-image-20590 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877787022_20250313_EP-181810A_STP_108_MOBILE.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877787022_20250313_EP-181810A_STP_108_MOBILE-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877787022_20250313_EP-181810A_STP_108_MOBILE-380x253.jpg 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe darin vor allem eine institutionelle Lehre: Wir müssen als Parlament noch genauer hinschauen, wer Zugang bekommt, wie Einladungen überprüft werden und wie sich Lobbystrukturen tarnen können.”</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-die-details-von-der-kontaktanbahnung-zum-vorfall"><span id="die-details-von-der-kontaktanbahnung-zum-vorfall">Die Details: Von der Kontaktanbahnung zum Vorfall</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “Nach Ihren Angaben gab es bereits zuvor Kontakt und eine Zusammenarbeit. Aus Transparenzgründen interessiert uns: Wie kam der Erstkontakt zustande, und wie sah diese Zusammenarbeit konkret aus?”</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lukas Sieper</strong>: “Zunächst ist es wichtig zu betonen, dass der vorherige Kontakt ausschließlich mit dem Think Tank bestand – nicht mit den RSF-Personen – und sich unsere Zusammenarbeit bisher nicht auf den Sudan, sondern auf LGBTQ+-Themen konzentrierte. Der Erstkontakt kam ursprünglich während einer Delegationsreise nach Syrien zustande, bei der ich mit der Delegation für Afghanistan im Europäischen Parlament unterwegs war. Im Rahmen dieser Reise traf ich auf die britische Denkfabrik, die sich auf Friedens- und Entwicklungsfragen in Krisenregionen spezialisiert hat. Der Austausch drehte sich zunächst um Konfliktlösungsansätze und mögliche Veranstaltungen zu friedenspolitischen Themen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später wurde ich von dieser Organisation eingeladen, Anfang Mai 2025 als Speaker ins House of Commons im britischen Parlament zu kommen, um dort über Global Voices for LGBT+ Rights zu sprechen. Die Zusammenarbeit bestand hauptsächlich darin, Themenvorschläge zu diskutieren und meine Ideen als Abgeordneter aus Deutschland einzubringen. Da ich zudem Vize-Präsident der LGBTIQ+ Intergroup im Europäischen Parlament bin, war ich natürlich ein interessanter Speaker da ich viele interne Einblicke habe.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-abgeordneter-sieper-uber-seine-beruhrungspunkte-mit-dem-sudan"><span id="abgeordneter-sieper-ueber-seine-beruehrungspunkte-mit-dem-sudan">Abgeordneter Sieper über seine Berührungspunkte mit dem Sudan</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “Sie sind zwar Mitglied im Ausschuss für internationalen Handel. Außerdem sind Sie unter anderem Delegationsmitglied für die Beziehungen zwischen der EU und dem Irak, der EU und Lateinamerika, mit Afghanistan sowie in Euronest. Sie haben also nur wenige offensichtliche Berührungspunkte mit dem Sudan. Weshalb, glauben Sie, wurden Sie trotzdem kontaktiert?”</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-20589 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-683x1024.jpg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-768x1152.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-1024x1536.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-1365x2048.jpg 1365w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-380x570.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-800x1200.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-1160x1740.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/1741877414041_20250313_EP-181810A_STP_055-min-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lukas Sieper</strong>: “Meine Mandatsarbeit hat tatsächlich nur wenige direkte Berührungspunkte mit dem Sudan – und genau das macht mich für gezielte Kontaktaufnahmen anfällig. Ich wurde angesprochen, weil wir zuvor erfolgreich im LGBTQ+-Kontext zusammengearbeitet hatten, was normalerweise ein starkes Zeichen für die Integrität von Partnern ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Basis dieses Vertrauens wurde mir später vorgeschlagen, auch zu Themen im Sudan Stellung zu nehmen. Ich habe mich mit dem Sudan befasst, weil es nach wissenschaftlicher Forschung eine der größten humanitären Krisen unserer Zeit ist – gleichzeitig aber kaum darüber berichtet wird.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als unabhängiger Abgeordneter bin ich stärker auf externe Partner angewiesen, die Veranstaltungen organisieren, Speaker vorschlagen und Kontakte vermitteln. Diese Abhängigkeit schafft eine subtile strukturelle Verwundbarkeit: Gruppen, die versuchen, sich auf legitimen Plattformen zu positionieren, erkennen genau, wo sie leichter Zugang erhalten können. Selbst mit bestem Willen und voller Integrität kann man dadurch durch die institutionellen Strukturen des Parlaments und subtile externe Einflussversuche in kritische Situationen geraten.”</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wie-sieht-die-kunftige-zusammenarbeit-mit-akteuren-aus-herr-sieper"><span id="wie-sieht-die-kuenftige-zusammenarbeit-mit-akteuren-aus-herr-sieper">Wie sieht die künftige Zusammenarbeit mit Akteuren aus, Herr Sieper?</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>FOKUS AFRIKA</strong>: “Man könnte annehmen, dass eine solche Erfahrung von weiterer Zusammenarbeit mit unbekannten Akteuren abhalten könnte. Wie werden Sie künftig Ihre Kontakte zu afrikanischen Akteuren ausrichten?”</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lukas Sieper</strong>: “Diese Erfahrung war ein deutliches Signal dafür, wie wichtig sorgfältige Prüfung und Vorsicht im Umgang mit externen Partnern sind. Sie hält mich jedoch keineswegs davon ab, den Dialog mit afrikanischen Akteuren fortzuführen – im Gegenteil: Der Austausch über Frieden, Menschenrechte und Entwicklungsfragen bleibt zentral für meine Arbeit.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Sudan?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Sudan</a> | The German MEP, Lukas Sieper <a href="https://twitter.com/LukasSieperMdEP?ref_src=twsrc%5Etfw">@LukasSieperMdEP</a>, apologized to the Sudanese people in Brussels after canceling an event on the Sudanese crisis, upon discovering that the main speakers were affiliated with the <a href="https://twitter.com/hashtag/RSF?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#RSF</a> militia. <br>He affirmed that the European Parliament will… <a href="https://t.co/gNWt5J4HIH">pic.twitter.com/gNWt5J4HIH</a></p>— Sudan News (@Sudan_tweet) <a href="https://twitter.com/Sudan_tweet/status/1970891620540096792?ref_src=twsrc%5Etfw">September 24, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Künftig werde ich noch gezielter vorgehen: Jeder Kontakt und jede Zusammenarbeit wird sorgfältig auf Hintergründe und Verbindungen geprüft. Dabei werden wir die Dienste des European External Action Service (EEAS) sowie den Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments (EPRS) für umfassende Checks nutzen. Zusätzlich werde ich proaktiv prodemokratische Kolleginnen und Kollegen einbeziehen, die in den jeweiligen Themengebieten arbeiten, um eine fundierte Einschätzung und Expertise zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir geht es darum, Offenheit und Dialog zu bewahren, sie aber gleichzeitig mit klaren Prüfmechanismen, Verantwortung und kollegialer Expertise zu verbinden. Nur so lässt sich wirksame Friedens- und Menschenrechtsarbeit leisten, ohne die Integrität des Europäischen Parlaments zu gefährden.”</p>
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		<title>Kontroverse im Bundestag über neue Einstufung „sicherer Herkunftsstaaten“</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kontroverse-im-bundestag-ueber-neue-einstufung-sicherer-herkunftsstaaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 20:05:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im Innenausschuss des Deutschen Bundestages ist es am Montag zu einer kontroversen Anhörung über einen Gesetzentwurf der Fraktionen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkontroverse-im-bundestag-ueber-neue-einstufung-sicherer-herkunftsstaaten%2F&amp;action_name=Kontroverse%20im%20Bundestag%20%C3%BCber%20neue%20Einstufung%20%E2%80%9Esicherer%20Herkunftsstaaten%E2%80%9C&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kontroverse-im-bundestag-ueber-neue-einstufung-sicherer-herkunftsstaaten/">Kontroverse im Bundestag über neue Einstufung „sicherer Herkunftsstaaten“</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Im Innenausschuss des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bundestag/">Deutschen Bundestages</a> ist es am Montag zu einer kontroversen <a href="https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw41-pa-inneres-1111648">Anhörung</a> über einen Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU/CSU und SPD gekommen. Der Entwurf (Drucksache 21/780) sieht vor, die <strong>Bestimmung sicherer Herkunftsstaaten</strong> künftig per <strong>Rechtsverordnung</strong> zu regeln und die <strong>Pflicht zur anwaltlichen Vertretung in Abschiebungshaft- und Ausreiseverfahren</strong> abzuschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorgeschlagene Neuregelung würde eine Unterscheidung einführen: Änderungen der Liste sicherer Herkunftsstaaten sollen nur noch für Asylanträge nach der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">EU</a>-Richtlinie 2013/32/EU gelten, nicht jedoch für Asylverfahren nach Artikel 16a des Grundgesetzes.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-uneinigkeit-uber-rechtliche-und-praktische-folgen-der-einstufung-sicherer-herkunftsstaaten"><span id="uneinigkeit-ueber-rechtliche-und-praktische-folgen-der-einstufung-sicherer-herkunftsstaaten">Uneinigkeit über rechtliche und praktische Folgen der Einstufung „sicherer Herkunftsstaaten“</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. <strong>Falk Fritzsch</strong> vom Justiz- und Migrationsministerium Baden-Württemberg begrüßte den Entwurf. Er sprach von einem „<strong>Vollzugsdefizit bei der Durchsetzung von Ausreisepflichten</strong>“ und kritisierte die 2024 eingeführte Pflichtanwaltsbestellung (§ 62d Aufenthaltsgesetz) als „<strong>Frühwarnsystem</strong>, das Rückführungen verzögere“. Die Aufhebung der Regelung sei ein notwendiger Schritt, um Verfahren effizienter zu gestalten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/xxfk75SS_400x400.jpg" alt="" class="wp-image-20578 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/xxfk75SS_400x400.jpg 400w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/xxfk75SS_400x400-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/xxfk75SS_400x400-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/xxfk75SS_400x400-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/xxfk75SS_400x400-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/xxfk75SS_400x400-380x380.jpg 380w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Dem widersprachen mehrere Sachverständige aus Zivilgesellschaft und Rechtspraxis. <strong>Wiebke Judith</strong> von der Organisation <em>Pro Asyl</em> wies darauf hin, dass die Zahl der Asylanträge seit 2024 deutlich gesunken und die Zahl der Abschiebungen gestiegen sei. Der Gesetzentwurf basiere daher auf einer falschen Annahme. Zudem sei die geplante Umgehung der Zustimmungspflicht des <strong>Bundesrates</strong> bei der Einstufung sicherer Herkunftsstaaten <strong>verfassungswidrig</strong>. Die Abschaffung der Anwaltspflicht würde laut Judith die Rechtslage von Betroffenen erheblich verschlechtern.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <strong>Stefan Keßler</strong> vom <em>Jesuiten-Flüchtlingsdienst</em> bewertete den Entwurf als verfassungsrechtlich bedenklich. Eine Bestimmung sicherer Herkunftsstaaten ohne Zustimmung des Bundesrates würde die Rechte von Schutzsuchenden unangemessen einschränken. Die geplante Streichung der Pflichtanwaltsbestellung würde die „<strong>Notlage der Betroffenen verschärfen</strong>“.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-befurwortung-durch-justiz-und-verwaltung"><span id="befuerwortung-durch-justiz-und-verwaltung">Befürwortung durch Justiz und Verwaltung</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="450" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Robert_Seegmueller.jpg" alt="" class="wp-image-20579 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Robert_Seegmueller.jpg 500w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Robert_Seegmueller-300x270.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/Robert_Seegmueller-380x342.jpg 380w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Anders bewertete <strong>Dr. Robert Seegmüller</strong>, Richter am Bundesverwaltungsgericht, das Vorhaben. Er bezeichnete den Entwurf als geeignet, um Verfahren zu beschleunigen und Behörden zu entlasten. Etwa die Hälfte der Arbeitskapazität der Verwaltungsgerichte sei derzeit durch Asylverfahren gebunden. Eine klare Einstufung bestimmter Staaten als sicher könne die Bearbeitungszeiten deutlich verkürzen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <strong>Veronika Vaith</strong>, Leiterin der Zentralen Ausländerbehörde Niederbayern, begrüßte den Vorschlag ausdrücklich. In der Vollzugspraxis zeige sich, dass viele Asylanträge aus Staaten mit niedriger Schutzquote kämen. Eine vereinfachte Möglichkeit zur Einstufung sicherer Herkunftsländer würde helfen, sich stärker auf tatsächlich Schutzbedürftige zu konzentrieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-offene-fragen-zur-verfassungs-und-eu-rechtslage"><span id="offene-fragen-zur-verfassungs-und-eu-rechtslage">Offene Fragen zur Verfassungs- und EU-Rechtslage</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. <strong>Holger Kolb</strong> vom Sachverständigenrat für Integration und Migration erinnerte an das Scheitern früherer Gesetzesinitiativen zur Erweiterung der Liste sicherer Herkunftsstaaten im Bundesrat. Der Versuch, dies künftig per Rechtsverordnung zu umgehen, sei „<strong>verfassungsrechtlichen Risiken ausgesetzt</strong>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dr. Philipp Wittmann</strong>, Richter am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, hielt die Neuregelung grundsätzlich für <strong>mit EU-Recht vereinbar</strong>, verwies aber auf notwendige Präzisierungen. Die parallele Anwendung unterschiedlicher Rechtsgrundlagen – Grundgesetz und EU-Richtlinie – sei möglich, erfordere jedoch eine europarechtskonforme Auslegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplanten Änderungen sind Teil einer umfassenderen Reformagenda zur Migrationspolitik der neuen Bundesregierung. Ziel ist eine Vereinheitlichung und Beschleunigung von Asylverfahren. Die kritischen Stimmen im Ausschuss verdeutlichen jedoch, dass die Reform rechtlich und politisch umstritten bleibt – insbesondere mit Blick auf den föderalen Entscheidungsprozess und den Schutz der Grundrechte.</p>
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		<item>
		<title>P20 in Südafrika: Bundestag betont die Rolle der Parlamente</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/p20-in-suedafrika-bundestag-betont-die-rolle-der-parlamente/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2025 12:10:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Zum Abschluss der G20-Parlamentspräsidentenkonferenz in Südafrika haben die Delegationen einstimmig eine gemeinsame Abschlusserklärung verabschiedet. Sie bekennen sich zur&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fp20-in-suedafrika-bundestag-betont-die-rolle-der-parlamente%2F&amp;action_name=P20%20in%20S%C3%BCdafrika%3A%20Bundestag%20betont%20die%20Rolle%20der%20Parlamente&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss der G20-Parlamentspräsidentenkonferenz in Südafrika haben die Delegationen einstimmig eine gemeinsame Abschlusserklärung verabschiedet. Sie bekennen sich zur internationalen Zusammenarbeit und zur Stärkung des Multilateralismus. Protektionismus lehnen sie ab. Demokratie und Menschenrechte stehen ausdrücklich im Zentrum. Das teilte der Deutsche Bundestag in einer <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2025/pm-251002-abschluss-g20-1112854">Pressemitteilung</a> mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erklärung setzt inhaltliche Schwerpunkte. Dazu zählen Katastrophenvorsorge und -bewältigung, die Tragfähigkeit der Schulden von Ländern mit geringen Einkommen und der Umgang mit kritischen Rohstoffen. Der fortschreitende Klimawandel wird als zentrale Herausforderung benannt. Die Teilnehmenden betonen die Notwendigkeit beschleunigter Emissionsminderungen. Geschlechtergerechtigkeit wird als Querschnittsthema hervorgehoben.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-omid-nouripour-parlamente-sind-die-stimmen-der-volker"><span id="omid-nouripour-parlamente-sind-die-stimmen-der-voelker">Omid Nouripour: „Parlamente sind die Stimmen der Völker“</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="812" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv-1024x812.jpeg" alt="" class="wp-image-20514 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv-1024x812.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv-300x238.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv-768x609.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv-1536x1218.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv-380x301.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv-800x634.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv-1160x920.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/G2Fl9faW0AA2qhv.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour zog ein klares Resümee der Beratungen. „Wir haben die großen Themen unserer Zeit miteinander erörtert. Die Parlamente sind die Stimmen der Völker. Sie machen keine Nebenaußenpolitik, doch ihre Zusammenarbeit ist ein Gradmesser der internationalen Beziehungen“, sagte er. „Wir können die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen, kein Land bewerkstelligt sie allein. Die Parlamente spielen dabei eine entscheidende Rolle.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nouripour dankte dem Gastgeberland für die Organisation. Er verwies auf die Bedeutung parlamentarischer Zusammenarbeit für Vertrauen und Legitimation. In Parlamenten spiegele sich das Vertrauen der Bevölkerungen. Diese Rolle unterstreiche die P20 als „parlamentarische Dimension“ der G20.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-thematische-vertiefungen-der-p20"><span id="thematische-vertiefungen-der-p20">Thematische Vertiefungen der P20</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konferenz behandelte vier zentrale Politikfelder. Erstens die Stärkung von Resilienz und Reaktionsfähigkeit bei Katastrophen. Zweitens die Sicherung nachhaltiger Staatsschulden, insbesondere für einkommensschwache Länder. Drittens die Mobilisierung von Finanzmitteln für eine gerechte Energiewende. Viertens der faire und nachhaltige Umgang mit kritischen Mineralien wie Seltenen Erden, Lithium oder Kobalt. Alle Bereiche erfordern Transparenz, Rechenschaft und internationale Kooperation.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="en" dir="ltr">„Climate change is only one of the biggest challenges of our time – it is also the most unjust“, states Omid <a href="https://twitter.com/nouripour?ref_src=twsrc%5Etfw">@nouripour</a> at <a href="https://twitter.com/P20_SouthAfrica?ref_src=twsrc%5Etfw">@P20_SouthAfrica</a> and concludes: „A just energy transition is possible – but only if we shape it together.“ <a href="https://t.co/aKvYhfff3O">pic.twitter.com/aKvYhfff3O</a></p>— Andreas Kappler (@GruenKappler) <a href="https://twitter.com/GruenKappler/status/1973771468346740739?ref_src=twsrc%5Etfw">October 2, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegationen betonen die Bedeutung parlamentarischer Kontrolle. Nationale Haushalte und Gesetze sollen die vereinbarten Ziele konsequent abbilden. Dazu gehört die Aufsicht über Klimafinanzierung und die Überprüfung von Zusagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-einordnung-des-deutschen-beitrags-und-afrikanischer-kontext"><span id="einordnung-des-deutschen-beitrags-und-afrikanischer-kontext">Einordnung des deutschen Beitrags und afrikanischer Kontext</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Deutsche Bundestag nahm erstmals an der P20 teil. Die Gruppe der 20 vereint Industrie- und Schwellenländer. Sie repräsentieren mehr als 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, rund drei Viertel des Welthandels und etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung. Neben den 19 größten Industrie- und Schwellenländern gehören auch die Europäische Union und seit 2024 die Afrikanische Union zum Kreis. Dieser Rahmen stärkt afrikanische Perspektiven in parlamentarischen Debatten der G20.</p>



<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/reel/DPRZUxSCMKc/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/reel/DPRZUxSCMKc/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div></div></div><div style="padding: 19% 0;"></div> <div style="display:block; height:50px; margin:0 auto 12px; width:50px;"><svg width="50px" height="50px" viewBox="0 0 60 60" version="1.1" xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" xmlns:xlink="https://www.w3.org/1999/xlink"><g stroke="none" stroke-width="1" fill="none" fill-rule="evenodd"><g transform="translate(-511.000000, -20.000000)" fill="#000000"><g><path d="M556.869,30.41 C554.814,30.41 553.148,32.076 553.148,34.131 C553.148,36.186 554.814,37.852 556.869,37.852 C558.924,37.852 560.59,36.186 560.59,34.131 C560.59,32.076 558.924,30.41 556.869,30.41 M541,60.657 C535.114,60.657 530.342,55.887 530.342,50 C530.342,44.114 535.114,39.342 541,39.342 C546.887,39.342 551.658,44.114 551.658,50 C551.658,55.887 546.887,60.657 541,60.657 M541,33.886 C532.1,33.886 524.886,41.1 524.886,50 C524.886,58.899 532.1,66.113 541,66.113 C549.9,66.113 557.115,58.899 557.115,50 C557.115,41.1 549.9,33.886 541,33.886 M565.378,62.101 C565.244,65.022 564.756,66.606 564.346,67.663 C563.803,69.06 563.154,70.057 562.106,71.106 C561.058,72.155 560.06,72.803 558.662,73.347 C557.607,73.757 556.021,74.244 553.102,74.378 C549.944,74.521 548.997,74.552 541,74.552 C533.003,74.552 532.056,74.521 528.898,74.378 C525.979,74.244 524.393,73.757 523.338,73.347 C521.94,72.803 520.942,72.155 519.894,71.106 C518.846,70.057 518.197,69.06 517.654,67.663 C517.244,66.606 516.755,65.022 516.623,62.101 C516.479,58.943 516.448,57.996 516.448,50 C516.448,42.003 516.479,41.056 516.623,37.899 C516.755,34.978 517.244,33.391 517.654,32.338 C518.197,30.938 518.846,29.942 519.894,28.894 C520.942,27.846 521.94,27.196 523.338,26.654 C524.393,26.244 525.979,25.756 528.898,25.623 C532.057,25.479 533.004,25.448 541,25.448 C548.997,25.448 549.943,25.479 553.102,25.623 C556.021,25.756 557.607,26.244 558.662,26.654 C560.06,27.196 561.058,27.846 562.106,28.894 C563.154,29.942 563.803,30.938 564.346,32.338 C564.756,33.391 565.244,34.978 565.378,37.899 C565.522,41.056 565.552,42.003 565.552,50 C565.552,57.996 565.522,58.943 565.378,62.101 M570.82,37.631 C570.674,34.438 570.167,32.258 569.425,30.349 C568.659,28.377 567.633,26.702 565.965,25.035 C564.297,23.368 562.623,22.342 560.652,21.575 C558.743,20.834 556.562,20.326 553.369,20.18 C550.169,20.033 549.148,20 541,20 C532.853,20 531.831,20.033 528.631,20.18 C525.438,20.326 523.257,20.834 521.349,21.575 C519.376,22.342 517.703,23.368 516.035,25.035 C514.368,26.702 513.342,28.377 512.574,30.349 C511.834,32.258 511.326,34.438 511.181,37.631 C511.035,40.831 511,41.851 511,50 C511,58.147 511.035,59.17 511.181,62.369 C511.326,65.562 511.834,67.743 512.574,69.651 C513.342,71.625 514.368,73.296 516.035,74.965 C517.703,76.634 519.376,77.658 521.349,78.425 C523.257,79.167 525.438,79.673 528.631,79.82 C531.831,79.965 532.853,80.001 541,80.001 C549.148,80.001 550.169,79.965 553.369,79.82 C556.562,79.673 558.743,79.167 560.652,78.425 C562.623,77.658 564.297,76.634 565.965,74.965 C567.633,73.296 568.659,71.625 569.425,69.651 C570.167,67.743 570.674,65.562 570.82,62.369 C570.966,59.17 571,58.147 571,50 C571,41.851 570.966,40.831 570.82,37.631"></path></g></g></g></svg></div><div style="padding-top: 8px;"> <div style=" color:#3897f0; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/reel/DPRZUxSCMKc/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">Ein Beitrag geteilt von Omid Nouripour (@nouripour)</a></p></div></blockquote>
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<p class="wp-block-paragraph">Die P20 unterstreicht die Rolle der Parlamente bei der Umsetzung internationaler Verpflichtungen. Sie adressiert sektorübergreifende Fragen von Klimapolitik, Rohstoffgovernance, Schuldentragfähigkeit und Katastrophenschutz. Der deutsche Beitrag hebt die Verantwortung von Legislative und Exekutive hervor, gemeinsam belastbare Regeln und wirksame Kontrolle zu gewährleisten.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fp20-in-suedafrika-bundestag-betont-die-rolle-der-parlamente%2F&action_name=P20%20in%20S%C3%BCdafrika%3A%20Bundestag%20betont%20die%20Rolle%20der%20Parlamente&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/p20-in-suedafrika-bundestag-betont-die-rolle-der-parlamente/">P20 in Südafrika: Bundestag betont die Rolle der Parlamente</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag nimmt erstmals an G20-Parlamentspräsidentenkonferenz in Südafrika teil</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-nimmt-erstmals-an-g20-parlamentspraesidentenkonferenz-in-suedafrika-teil/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 01:14:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[AU]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Deutsche Bundestag beteiligt sich erstmals an der G20-Parlamentspräsidentenkonferenz. Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour vertritt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner bei dem&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-nimmt-erstmals-an-g20-parlamentspraesidentenkonferenz-in-suedafrika-teil%2F&amp;action_name=Bundestag%20nimmt%20erstmals%20an%20G20-Parlamentspr%C3%A4sidentenkonferenz%20in%20S%C3%BCdafrika%20teil&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-nimmt-erstmals-an-g20-parlamentspraesidentenkonferenz-in-suedafrika-teil/">Bundestag nimmt erstmals an G20-Parlamentspräsidentenkonferenz in Südafrika teil</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bundestag/">Deutsche Bundestag</a> beteiligt sich erstmals an der G20-Parlamentspräsidentenkonferenz. Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour vertritt Bundestagspräsidentin Julia Klöckner bei dem Treffen, das vom 1. bis 3. Oktober 2025 in Kleinmond, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/sudafrika/">Südafrika</a>, stattfindet.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-schwerpunkte-der-g20-parlamentsprasidentenkonferenz"><span id="schwerpunkte-der-g20-parlamentspraesidentenkonferenz">Schwerpunkte der G20-Parlamentspräsidentenkonferenz</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Nutzung der parlamentarischen Diplomatie zur Verwirklichung von globaler Solidarität, Gleichheit und Nachhaltigkeit“. Gastgeber Südafrika setzt im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft den Fokus auf zentrale globale Herausforderungen. Dazu zählen die Stärkung der Katastrophenvorsorge, die Tragfähigkeit von Schulden einkommensschwacher Staaten, die Mobilisierung von Kapital für eine gerechte Energiewende sowie die nachhaltige Nutzung kritischer Rohstoffe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie aus <a href="https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2025/1112210-1112210">Pressemitteilung</a> des Bundestages hervorgeht, ist eine gemeinsame Abschlusserklärung vorgesehen, die diese Themen in den Vordergrund rücken soll.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-vizeprasident-nouripour-erlautert-deutsche-position"><span id="vizepraesident-nouripour-erlaeutert-deutsche-position">Vizepräsident Nouripour erläutert deutsche Position</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="713" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-1024x713.jpg" alt="" class="wp-image-20425 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-1024x713.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-768x535.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-1536x1069.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-2048x1425.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-380x264.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-800x557.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-1160x807.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/10/4512760-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nouripour betonte vor seiner Abreise die Bedeutung der erstmaligen Teilnahme: „Es ist richtig und notwendig, dass der Deutsche Bundestag erstmalig an der G20-Parlamentspräsidentenkonferenz teilnimmt. Angesichts der globalen Herausforderungen und multiplen Krisen ist der interparlamentarische Austausch unerlässlich.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er verwies insbesondere auf die Folgen von Krieg, globaler Erwärmung, wachsender Armut und zunehmendem Protektionismus. „Mehr denn je ist es erforderlich, dass die Parlamente der G20 gemeinsam handeln“, erklärte er. Ziel müsse es sein, dass alle Staaten von einer gerechten Energiewende und fairem Handel profitieren, der Investitionen und Arbeitsplätze schafft.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-internationale-gesprache-und-bilaterale-treffen"><span id="internationale-gespraeche-und-bilaterale-treffen">Internationale Gespräche und bilaterale Treffen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Plenarsitzungen plant Nouripour mehrere bilaterale Gespräche. Dazu gehört ein Treffen mit dem Sprecher des britischen Unterhauses, Sir Lindsay Hoyle, sowie mit Tetsuro Fukuyama, Mitglied des <a href="https://fokus-afrika.de/tag/japan/">japanischen</a> Oberhauses. Zudem ist ein Besuch des Green Source Project in Kayamandi vorgesehen, das als Beispiel für nachhaltige Energiegewinnung gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die G20 vereint Industrie- und Schwellenländer, die zusammen mehr als 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, rund drei Viertel des Welthandels und zwei Drittel der Weltbevölkerung repräsentieren. Neben den 19 größten Volkswirtschaften sind die Europäische Union sowie seit 2024 auch die <a href="https://fokus-afrika.de/tag/au/">Afrikanische Union</a> Mitglieder. Damit rückt Afrika stärker in die globale Entscheidungsarchitektur, was auch die Wahl Südafrikas als Gastgeber unterstreicht.</p>
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		<title>Seychellen: Herausforderer Herminie gewinnt erste Wahlen – Stichwahl vom 9. bis 11. Oktober</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2025 13:32:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Seychellen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/seychellen-herausforderer-herminie-gewinnt-erste-wahlen-stichwahl-vom-9-bis-11-oktober/">Seychellen: Herausforderer Herminie gewinnt erste Wahlen – Stichwahl vom 9. bis 11. Oktober</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Patrick Herminie (<em>United Seychelles</em>, US) liegt nach der ersten Wahlrunde vorn. Er erzielt 48,8 Prozent der gültigen Stimmen. Amtsinhaber Wavel Ramkalawan (<em>Linyon Demokratik Seselwa</em>, LDS) erreicht 46,4 Prozent. Kein Kandidat überschreitet die Marke von 50 Prozent plus eine Stimme. Die Wahlkommission ordnet daher eine Stichwahl an. Diese findet an drei Tagen statt: vom 9. bis 11. Oktober 2025. Wie <em>Keystone-SDA</em> berichtet, bestätigte die Electoral Commission Seychelles (ECS) die Zeitplanung und die Stimmanteile. Die Wahlen in den Seychellen liefen weitgehend friedlich ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-gewinner-der-ersten-runde-patrick-herminie"><span id="gewinner-der-ersten-runde-patrick-herminie">Gewinner der ersten Runde: Patrick Herminie</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="473" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G0ZcZ_lXkAEUS18-2.avif" alt="" class="wp-image-20353 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G0ZcZ_lXkAEUS18-2.avif 710w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G0ZcZ_lXkAEUS18-2-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G0ZcZ_lXkAEUS18-2-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 710px) 100vw, 710px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Patrick Herminie führt die Partei United Seychelles. Er war von 2007 bis 2016 Präsident der Nationalversammlung. Der Herausforderer kündigt Schwerpunkte in Sicherheit, Beschäftigung und sozialer Wohlfahrt an. Herminie positioniert sich als Alternative zur bisherigen Regierung. Seine Kampagne adressiert Lebenshaltungskosten, Bildung und Drogenmissbrauch. Er setzt auf staatliche Unterstützung für Haushalte mit geringem Einkommen. Herminie geht aus der ersten Runde als Spitzenreiter hervor.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-ablauf-und-regeln-der-stichwahl"><span id="ablauf-und-regeln-der-stichwahl">Ablauf und Regeln der Stichwahl</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n-724x1024.avif" alt="" class="wp-image-20351 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n-724x1024.avif 724w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n-212x300.avif 212w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n-768x1086.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n-1086x1536.avif 1086w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n-380x537.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n-800x1131.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n-1160x1641.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/555535834_1210989554397316_7932706120996371530_n.avif 1448w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Stichwahl folgt dem verfassungsrechtlichen Mehrheitsprinzip. Nur die beiden Erstplatzierten treten an. Wählerinnen und Wähler auf den Außeninseln beginnen am 9. Oktober. Die Hauptinseln stimmen am 11. Oktober. Die Wahllokale öffnen um 7 Uhr und schließen um 19 Uhr. Die ECS organisiert die Logistik und stellt Wahlmaterialien bereit. Nach Schließung der Lokale transportieren Teams die Urnen zu den Zählzentren. Bevollmächtigte der Parteien beobachten die Auszählung. Die Zählung erfolgt manuell. Die ECS fasst die Protokolle softwaregestützt zusammen und veröffentlicht die Ergebnisse zentral. Vorläufige Zahlen erscheinen voraussichtlich zeitnah. Die endgültigen Resultate folgen nach formaler Prüfung. Die absolute Mehrheit bleibt die zwingende Bedingung für den Sieg.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-herminie-tragt-partei-zum-sieg-der-wahlen-in-der-nationalversammlung"><span id="herminie-traegt-partei-zum-sieg-der-wahlen-in-der-nationalversammlung">Herminie trägt Partei zum Sieg der Wahlen in der Nationalversammlung</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="710" height="473" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1tmKuJXsAQw5gH.avif" alt="" class="wp-image-20352 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1tmKuJXsAQw5gH.avif 710w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1tmKuJXsAQw5gH-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/G1tmKuJXsAQw5gH-380x253.avif 380w" sizes="(max-width: 710px) 100vw, 710px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Parallel wählten die Seychellen die 35-köpfige Nationalversammlung. 26 Mandate entstehen in Einzelwahlkreisen nach dem Mehrheitswahlrecht. Bis zu neun Sitze werden proportional vergeben. Nach vorliegenden Angaben entfallen 20 Sitze auf US und 15 Sitze auf LDS. Diese Verteilung ergibt sich aus den gemeldeten Auszählungsständen. Die ECS finalisiert die Listen nach Abschluss aller Prüfungen. <em>Today in Seychelles</em> verweist auf die gemeldeten Sitzgewinne der US in mehreren Wahlkreisen.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-themen-des-wahlkampfs"><span id="themen-des-wahlkampfs">Themen des Wahlkampfs</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kampagnen adressierten Kostensteigerungen, Löhne und soziale Leistungen. Die Drogenkriminalität prägte die innenpolitische Debatte. Der Inselstaat gilt als Transitpunkt für Schmuggelrouten. Die Zahl der Heroinabhängigen bleibt hoch. Der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/tourismus/">Tourismus</a> erzeugt Wachstumsimpulse und Belastungen. Die Diskussionen betrafen Umweltauflagen und Standortprojekte. <a href="https://fokus-afrika.de/tag/infrastruktur/">Infrastruktur</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/tag/energie/">Energie</a> und „<a href="https://fokus-afrika.de/tag/maritime-wirtschaft/">Blue Economy</a>“ standen ebenfalls im Fokus. In den Städten mobilisierte die Opposition. In ländlichen Gebieten behauptete sich die Regierungspartei. Wie <em><a href="https://www.sabcnews.com/sabcnews/1070059-2/">SABC News</a></em> und <em>dpa</em> berichten, reichten die Positionen von stärkerer sozialer Absicherung bis zu Investitionen in öffentliche Dienste.</p>



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<h2 class="wp-block-heading" id="h-nachste-schritte-der-wahlverwaltung"><span id="naechste-schritte-der-wahlverwaltung">Nächste Schritte der Wahlverwaltung</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ECS informiert fortlaufend über Fristen und Verfahrensschritte. Parteien benennen Wahlbeobachter für die Stichwahlzentren. Internationale Missionen setzen ihre Begleitung fort. Die Protokolle der Zählstellen bilden die Grundlage der Aggregation. Rechtsmittel richten sich nach den einschlägigen Wahlgesetzen. Die Veröffentlichung der konsolidierten Resultate erfolgt durch die ECS. Die Wahlleitung der Seychellen erwartet erneut hohe Beteiligung an den Wahlen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>AES will ein konföderales Parlament einrichten</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aes-will-ein-konfoederales-parlament-einrichten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2025 15:40:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burkina Faso]]></category>
		<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[AES]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sahel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=20068</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Präsidenten der Parlamente von Mali, Niger und Burkina Faso haben dem burkinischen Staatsoberhaupt Ibrahim Traoré den Entwurf&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faes-will-ein-konfoederales-parlament-einrichten%2F&amp;action_name=AES%20will%20ein%20konf%C3%B6derales%20Parlament%20einrichten&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidenten der Parlamente von <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/mali/">Mali</a>, <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso </a>haben dem burkinischen Staatsoberhaupt Ibrahim Traoré den Entwurf für die Gründung eines konföderalen Parlaments der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/aes/"><em>Alliance des États du Sahel</em> (AES)</a> übergeben. Ziel des neuen Organs ist die Stärkung von Kooperation und Integration zwischen den drei Mitgliedsstaaten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ubergabe-des-entwurfs-an-ibrahim-traore"><span id="uebergabe-des-entwurfs-an-ibrahim-traore">Übergabe des Entwurfs an Ibrahim Traoré</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delegation wurde vom Präsidenten der burkinischen Übergangsversammlung, Ousmane Bougouma, geleitet. Nach eigenen Angaben übermittelte er das Dokument mit der Bitte, es den Staatschefs der AES-Staaten zur Prüfung vorzulegen. „Wir haben soeben den Vorentwurf an Hauptmann Ibrahim Traoré übergeben. So kann er ihn an seine Amtskollegen in Mali und Niger weiterleiten. Auf diese Weise kann der Text angenommen und eine rasche Einrichtung der Sitzungen des konföderalen Parlaments ermöglicht werden“, erklärte Bougouma laut <em>AIB</em>.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n-1024x682.avif" alt="" class="wp-image-20070 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n-1024x682.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n-1536x1023.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/549788510_1206567588178718_9033342038830271900_n.avif 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident des Faso habe zugesichert, das Dokument weiterzuleiten und sich mit seinen Amtskollegen abzustimmen. Bougouma betonte, dass Traoré ein „offenes Ohr“ gezeigt habe und die schnelle Umsetzung unterstütze.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-institutioneller-rahmen-des-aes-parlament"><span id="institutioneller-rahmen-des-aes-parlament">Institutioneller Rahmen des AES Parlament</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das konfederale Parlament ist Teil von drei vorgesehenen Institutionen im Rahmen des Gründungsvertrags der AES. Neben ihm sind weitere Gremien vorgesehen. Diese sollen die politische und institutionelle Struktur der Union festigen. Nach Angaben der <em><a href="https://www.presidencedufaso.bf">Présidence du Faso</a></em> soll das Parlament künftig die Zusammenarbeit in zentralen Bereichen wie Sicherheit, Ressourcennutzung und wirtschaftlicher Integration koordinieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Huis-clos-des-presidents-des-Assemblees-de-lAES-1024x682-1.avif" alt="" class="wp-image-20071 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Huis-clos-des-presidents-des-Assemblees-de-lAES-1024x682-1.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Huis-clos-des-presidents-des-Assemblees-de-lAES-1024x682-1-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Huis-clos-des-presidents-des-Assemblees-de-lAES-1024x682-1-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Huis-clos-des-presidents-des-Assemblees-de-lAES-1024x682-1-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Huis-clos-des-presidents-des-Assemblees-de-lAES-1024x682-1-800x533.avif 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 18. September 2025 hatten die Parlamentspräsidenten der drei Länder in Ouagadougou die Entwürfe für das Zusatzprotokoll und die Geschäftsordnung der Sitzungen der AES geprüft. Sie haben diese Texte verabschiedet. Diese Texte, die im August in einem Expertentreffen erarbeitet wurden, legen die praktischen und juristischen Grundlagen für die künftige Arbeitsweise der konfederalen Parlamentssitzungen fest.</p>
</div></div>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kontext-und-bedeutung-der-initiative"><span id="kontext-und-bedeutung-der-initiative">Kontext und Bedeutung der Initiative</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative fällt in eine Phase erhöhter sicherheitspolitischer Instabilität in der Sahelzone. Durch die Einrichtung gemeinsamer Institutionen soll eine abgestimmte Antwort auf grenzüberschreitende Bedrohungen ermöglicht werden. Laut <em>APA</em> verfolgt die AES mit dem konfederalen Parlament das Ziel, ein einheitliches legislatives Fundament zu schaffen. Darüber hinaus soll die politische Integration der Mitgliedsstaaten vertieft werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich markiert der Prozess den zweiten Jahrestag der Gründung der AES, der in der burkinischen Presse hervorgehoben wurde. Lokale Medien wie <em>Sidwaya</em> und <em>Le Pays</em> berichteten über die symbolische Bedeutung der Beratungen in Ouagadougou.</p>
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		<title>Gabun: Kampagnenstart und TV-Debatten prägen Parlaments- und Kommunalwahlen 2025</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gabun-kampagnenstart-und-tv-debatten-praegen-parlaments-und-kommunalwahlen-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 14:07:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Haute Autorité de la Communication (HAC) hat die erste Wahl-Talkrunde für Kandidatinnen und Kandidaten ausgestrahlt. Ziel ist&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgabun-kampagnenstart-und-tv-debatten-praegen-parlaments-und-kommunalwahlen-2025%2F&amp;action_name=Gabun%3A%20Kampagnenstart%20und%20TV-Debatten%20pr%C3%A4gen%20Parlaments-%20und%20Kommunalwahlen%202025&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/gabun-kampagnenstart-und-tv-debatten-praegen-parlaments-und-kommunalwahlen-2025/">Gabun: Kampagnenstart und TV-Debatten prägen Parlaments- und Kommunalwahlen 2025</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Haute Autorité de la Communication (HAC) hat die erste Wahl-Talkrunde für Kandidatinnen und Kandidaten ausgestrahlt. Ziel ist gleichberechtigter Zugang zu öffentlichen Medien und eine inhaltliche Debatte über die Legislativ- und Kommunalwahlen. Moderiert wurde die Sendung von Aimé Manix Mondjot und Larisca Laure Mamengui. Laut <em><a href="https://agpgabon.ga/gabon-elections-2025-les-enjeux-legislatifs-au-coeur-de-lemission-debat-de-la-hac/">AGP</a></em> standen die Rollen von Senat und Nationalversammlung sowie konkrete Problemlösungen im Mittelpunkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-hac-setzt-tv-debatte-zur-chancengleichheit-auf"><span id="hac-setzt-tv-debatte-zur-chancengleichheit-auf">HAC setzt TV-Debatte zur Chancengleichheit auf</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-20052 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg-1536x1024.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0002.jpg.avif 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Geoffroy Foumboula Libeka (unabhängig, „Majorité Bloquante“) erläuterte Reformvorhaben für die Nationalversammlung. Lionel Jovani Boulingui (Ensemble pour le Gabon, EPG) stellte einen parlamentarischen Gegenpol in Aussicht. Warren Obiang (Rassemblement pour la Patrie et la Modernité, RPM) betonte gute Regierungsführung, Transparenz und soziale Entwicklung.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jean Victor Mouanga Mbadinga (MESP) kündigte einen Vorstoß an, Mandate von Abgeordneten auszusetzen, wenn sie Gesetze gegen legitime Bürgerinteressen ablehnten. Donatien Lhyé Dioumi Moubassango (Union Démocratique des Bâtisseurs, UDB) stellte die Begleitung der Exekutivpolitik heraus. Jean Christian Ewaga (Parti Démocratique Gabonais, PDG) warb für eine Reform des Bildungssystems. Die unabhängige Kandidatin Georgette Ngoungou fokussierte auf Straßeninstandsetzung, nahe Schulen und Zugang zur Gesundheitsversorgung. Fachleute hoben den Zuwachs unabhängiger Bewerbungen hervor und rieten zu Allianzen.</p>



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<h3 class="wp-block-heading" id="h-upr-mobilisiert-in-mouila-und-lambarene"><span id="upr-mobilisiert-in-mouila-und-lambarene">UPR mobilisiert in Mouila und Lambaréné</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="346" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0008.jpg.avif" alt="" class="wp-image-20053 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0008.jpg.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0008.jpg-300x135.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG-20250919-WA0008.jpg-380x171.avif 380w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Union pour la République (UPR) warb in Mouila für kommunale Ordnungspolitik, Jugendförderung und transparente Verwaltung. Listenführerin Marie-Madeleine Bagafou sagte: „Diese Wahl ist keine Formalität. Es ist eine Entscheidung für die Zukunft, mit Ihnen, für Sie und durch Sie.“ </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Werdegang umfasst Stationen bei Paribas/BGFI, BICIG und PosteBank. In Lambaréné setzte UPR-Kandidatin Léa Bendome-Moussaga auf Jugendausbildung, städtische Sauberkeit, Gesundheitsversorgung und einen sozialen Notfallfonds. Sie tritt gegen Paul-Marie Gondjout (UDB) und Madeleine Berre (PDG) an.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-union-nationale-startet-in-akanda"><span id="union-nationale-startet-in-akanda">Union Nationale startet in Akanda</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Union nationale (UN) präsentierte ihre Kandidierenden in Akanda. Parteivertreter verwiesen auf Bürgerbeteiligung, Dezentralisierungsreformen sowie Beiträge in Kommunalverwaltung und Nationalversammlung. Die Führung skizzierte Prioritäten in Infrastruktur, Bildung, Gesundheit, Beschäftigung und Wohnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-koalition-fdr-ld-rpg-und-pdg-in-den-provinzen"><span id="koalition-fdr-ld-rpg-und-pdg-in-den-provinzen">Koalition FDR-LD-RPG und PDG in den Provinzen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Mbatchi Pambou (FDR-LD-RPG) wirbt für ein starkes Parlament: „Ich will eine echte Demokratie, die die Aspirationen des souveränen Volkes berücksichtigt.“ Er stellte Transparenz, Verantwortlichkeit und bürgernahes Engagement in Aussicht. In Franceville eröffnete PDG-Kandidat Mavie Abouna den Wahlkampf mit lokalen Entwicklungszielen in Bildung, Gesundheit, Seniorendiensten und Beschäftigung: „Mein Engagement ist keine persönliche Ambition, sondern eine Pflicht.“ Anwesend waren die lokale PDG-Spitzenkandidatin Victoire Amogho-Matope und UDB-Ersatzmann Yannick Sendze; im dritten Arrondissement tritt dieses Duo als einziges an.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rpm-dezentralisierung-und-soziale-politik"><span id="rpm-dezentralisierung-und-soziale-politik">RPM: Dezentralisierung und soziale Politik</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das RPM unter Alexandre Barro Chambrier eröffnete die Kampagne in Libreville und kündigte 85 Listen für die Kommunal- und 55 Kandidaturen für die Parlamentswahlen an. Der Parteichef sagte: „Wir gehen in die Nationalversammlung, um die demokratische Debatte zu beleben, Ressourcen korrekt zu verwalten und soziale Politiken voranzubringen.“ Schwerpunkte sind gute Regierungsführung, soziale Basisdienste, Dezentralisierung und Berufsbildung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-udb-prasidialpartei-peilt-breite-mehrheit-an"><span id="udb-praesidialpartei-peilt-breite-mehrheit-an">UDB: Präsidialpartei peilt breite Mehrheit an</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Staatspräsident Brice Clotaire Oligui Nguema, Gründer der UDB, appellierte an die eigene Basis, eine klare Mehrheit zu erreichen: „Unser Ziel ist eine starke Mehrheit, weit über die absolute Mehrheit hinaus.“ Er betonte: „Ich habe nur ein einziges politisches Kind, und dieses Kind ist die UDB.“ Zudem empfing er EPG-Chef Alain-Claude Bilie-By-Nze zu Gesprächen über Transparenz des Wahlprozesses und gesellschaftliche Ruhe. Wie <em>Gabonreview</em> berichtete, steht der Einbezug aller politischen Kräfte im Fokus des Dialogs.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560"><p lang="fr" dir="ltr">Mon adresse à la Nation. <a href="https://t.co/BDx9oNHyUY">pic.twitter.com/BDx9oNHyUY</a></p>— Brice Clotaire Oligui Nguema (@oliguinguema) <a href="https://twitter.com/oliguinguema/status/1968216341552435309?ref_src=twsrc%5Etfw">September 17, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltliche Linien der Parteien überschneiden sich bei Regierungsführung, Transparenz und kommunalen Basisdiensten. UPR und RPM setzen auf bürgernahe Verwaltung und Jugendbeschäftigung. PDG und UDB priorisieren Bildung und institutionelle Stabilität. Die HAC plant weitere TV-Runden nach festem Zeitplan; die nächste Ausstrahlung ist für Sonntag, 21. September, vorgesehen.</p>
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			<media:title type="html">Gabun: Kampagnenstart und TV-Debatten prägen Parlaments- und Kommunalwahlen 2025</media:title>
			<media:description type="html">Gabun Wahlen 2025: HAC-Debatte, UPR, UN, UDB, RPM und PDG mit klaren Kampagnenthemen – von Dezentralisierung bis Bildung.</media:description>
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		<item>
		<title>Victoire Ingabire: EU-Parlament und Kigali im offenen Konflikt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/victoire-ingabire-eu-parlament-und-kigali-im-offenen-konflikt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 12:33:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruanda]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das Europäische Parlament verabschiedete am 11. September 2025 mit 549 Stimmen bei 2 Gegenstimmen und 41 Enthaltungen eine&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fvictoire-ingabire-eu-parlament-und-kigali-im-offenen-konflikt%2F&amp;action_name=Victoire%20Ingabire%3A%20EU-Parlament%20und%20Kigali%20im%20offenen%20Konflikt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/victoire-ingabire-eu-parlament-und-kigali-im-offenen-konflikt/">Victoire Ingabire: EU-Parlament und Kigali im offenen Konflikt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das Europäische Parlament verabschiedete am 11. September 2025 mit 549 Stimmen bei 2 Gegenstimmen und 41 Enthaltungen eine Resolution zum Fall der ruandischen Oppositionspolitikerin Victoire Ingabire <a href="https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/RC-10-2025-0392_EN.html">(RC-B10-0392/2025)</a>. Ingabire, Vorsitzende der DALFA-Umurinzi-Bewegung, wurde am 19. Juni 2025 in Kigali wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Anstiftung zu öffentlicher Unruhe festgenommen. Sie weist die Vorwürfe zurück und sieht einen Zusammenhang zu früheren Verfahren gegen Mitglieder ihrer Partei sowie gegen den Journalisten Théoneste Nsengimana.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-europaisches-parlament-fordert-freilassung-von-victoire-ingabire"><span id="europaeisches-parlament-fordert-freilassung-von-victoire-ingabire">Europäisches Parlament fordert Freilassung von Victoire Ingabire</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten bezeichneten die laufende Gerichtsverhandlung als von „schweren Unregelmäßigkeiten geprägt“ und forderten Ingabires „sofortige und bedingungslose Freilassung“. Sie äußerten „ernste Besorgnis“ über ein Muster von Repressionen gegen Oppositionelle, Journalisten, zivilgesellschaftliche Akteure und Dissidenten. Parlamentarier verurteilten willkürliche Festnahmen und politisch motivierte Anklagen und forderten deren Aufhebung.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Rwanda?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Rwanda</a>: <a href="https://twitter.com/Europarl_EN?ref_src=twsrc%5Etfw">@EuroParl_EN</a> adopts strong reso condemning detention of opposition leader Victoire Ingabire & other members of her party, calling for inquiries into deaths of opposition supporters.<br><br>Great to see <a href="https://twitter.com/hashtag/Rwanda?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Rwanda</a>&#39;s repression finally on EP&#39;s agenda.<a href="https://t.co/SZM5DfwdnP">https://t.co/SZM5DfwdnP</a> <a href="https://t.co/Eudxhpxi1v">pic.twitter.com/Eudxhpxi1v</a></p>— Philippe Dam (@philippe_dam) <a href="https://twitter.com/philippe_dam/status/1966161985659400431?ref_src=twsrc%5Etfw">September 11, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resolution verlangt von den ruandischen Behörden, die Pressefreiheit zu garantieren und politischen Wettbewerb sowie demokratische Beteiligung zu ermöglichen, einschließlich freier und fairer Wahlen. Zudem wird eine rasche, unabhängige und transparente Untersuchung der ungeklärten Todesfälle und mutmaßlichen Entführungen von Oppositionsvertretern gefordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgeordneten riefen die EU-Kommission auf, Hilfsprogramme, einschließlich finanzieller Unterstützung, für ruandische Institutionen zu überprüfen, wenn diese in willkürliche Inhaftierungen, Folter oder unfaire Prozesse verwickelt sind. Darüber hinaus sollen Menschenrechte und die Behandlung der politischen Opposition in politischen Dialogen mit Kigali thematisiert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-geschlossene-ablehnung-in-kigali"><span id="geschlossene-ablehnung-in-kigali">Geschlossene Ablehnung in Kigali</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Kigali stieß die Resolution auf deutlichen Widerstand. Das <strong>Nationale Konsultativforum der politischen Organisationen</strong>, in dem alle elf zugelassenen Parteien vertreten sind – darunter die regierende Rwandan Patriotic Front (FPR) und die oppositionelle Democratic Green Party –, veröffentlichte am 18. September eine gemeinsame Erklärung. Darin bezeichneten die Parteien die EU-Resolution als „unangemessen“ und als „Einmischung in die Souveränität <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/ruanda/">Ruandas</a>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ruanda ist ein souveräner Staat und empfängt keine Anweisungen von außen, die seine Integrität oder die Sicherheit seiner Bürger gefährden“, hieß es in der Erklärung, die von Forumssprecherin Christine Mukabuna (PS Imberakuri) unterzeichnet wurde. Die Parteien betonten die Unabhängigkeit der Justiz und erklärten, Ingabires aktuelles Verfahren sei eine rein nationale Angelegenheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-parlament-weist-eu-kritik-zuruck"><span id="parlament-weist-eu-kritik-zurueck">Parlament weist EU-Kritik zurück</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 15. September hatten beide Kammern des ruandischen Parlaments in einer gemeinsamen Resolution die Haltung des Europäischen Parlaments verurteilt. Senatorin Usta Kaitesi, Vorsitzende des Ausschusses für politische Angelegenheiten, nannte die Resolution „verzerrt und voreingenommen“. Sie spiegele die Ansichten von Politikern wider, die „beständig Feindseligkeit gegenüber Ruanda und seiner Führung“ zeigten.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Rwanda Parliament responded with one voice refuting the EU Parliament’s resolution.<br>Don&#39;t miss our next <a href="https://twitter.com/hashtag/IntekoIn60Secs?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#IntekoIn60Secs</a> <a href="https://t.co/Rw83EA3MpG">pic.twitter.com/Rw83EA3MpG</a></p>— Rwanda Parliament (@RwandaParliamnt) <a href="https://twitter.com/RwandaParliamnt/status/1969355086775074877?ref_src=twsrc%5Etfw">September 20, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Abgeordnete hoben hervor, dass Ingabires Organisation nicht als Partei registriert sei und dass sie aufgrund einer früheren Verurteilung rechtlich nicht zur Parteiführung berechtigt sei. Ingabire war 2013 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, 2018 wurde sie auf präsidentielle Begnadigung freigelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MP Yvonne Mujawabega kritisierte die Resolution zudem als Verstoß gegen das Prinzip der souveränen Gleichheit der Staaten gemäß UN-Charta. Abgeordnete forderten die internationalen Partner auf, Ruandas Souveränität zu respektieren und von politischer Einflussnahme abzusehen.</p>
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		<title>Bundestag beschließt geringere Mittel für Auswärtiges Amt und Entwicklungszusammenarbeit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundestag-beschliesst-geringere-mittel-fuer-auswaertiges-amt-und-entwicklungszusammenarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2025 13:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Bundestag hat am 17. September 2025 über die Etats des Auswärtigen Amtes sowie des Bundesministeriums für wirtschaftliche&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundestag-beschliesst-geringere-mittel-fuer-auswaertiges-amt-und-entwicklungszusammenarbeit%2F&amp;action_name=Bundestag%20beschlie%C3%9Ft%20geringere%20Mittel%20f%C3%BCr%20Ausw%C3%A4rtiges%20Amt%20und%20Entwicklungszusammenarbeit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/bundestag-beschliesst-geringere-mittel-fuer-auswaertiges-amt-und-entwicklungszusammenarbeit/">Bundestag beschließt geringere Mittel für Auswärtiges Amt und Entwicklungszusammenarbeit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag hat am 17. September 2025 über die Etats des Auswärtigen Amtes sowie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beraten und abgestimmt. Beide Ressorts müssen im kommenden Jahr mit deutlich geringeren Mitteln auskommen als 2024.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kurzungen-im-etat-des-auswartigen-amtes"><span id="kuerzungen-im-etat-des-auswaertigen-amtes">Kürzungen im Etat des Auswärtigen Amtes</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Einzelplan 05 des Bundeshaushalts 2025 beschloss das Parlament Ausgaben von 5,89 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang gegenüber 6,71 Milliarden Euro im Vorjahr. Laut Bundestagsunterlagen (21/500, 21/1628 Nr. 1) stimmten CDU/CSU und SPD dem Entwurf zu, während AfD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke ihn ablehnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einnahmen des Hauses bleiben mit 67,82 Millionen Euro stabil. Der Beitrag an die Vereinten Nationen sinkt um 73,9 Millionen Euro auf 606,91 Millionen Euro. Auch die Beiträge an internationale Organisationen verringern sich um 1,78 Millionen Euro. Dagegen wurde der Ansatz für humanitäre Hilfsmaßnahmen im Ausland auf Antrag der Koalition um zwei Millionen Euro auf 1,05 Milliarden Euro erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Debatte kritisierte Jürgen Koegel (AfD), dass zu hohe Verwaltungskosten die Handlungsfähigkeit im Ausland schwächten: „Wir sprechen von Diplomatie und Respekt, gehen aber mit Löchern in der Hose zum Tanz.“</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Inge Gräßle (CDU/CSU) bezeichnete die Kürzungen bei der humanitären Hilfe als schmerzhaft, verwies jedoch auf die Zusage des Finanzministers, im Katastrophenfall zusätzliche Mittel bereitzustellen. Zudem sprach sie sich für eine Beschleunigung der Visaverfahren für Studierende und Fachkräfte aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jamila Schäfer (Bündnis 90/Die Grünen) bemängelte die Einschnitte: „Das kostet Leben. Und es beschädigt auch Deutschlands Rolle als glaubwürdiger Partner.“ Esther Dilcher (SPD) nannte die Kürzungen einen „schweren Schlag“ angesichts zahlreicher globaler Krisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sascha Wagner (Die Linke) warf der Bundesregierung Wortbruch bei der Aufnahme afghanischer Ortskräfte vor und sprach von „Zynismus pur“.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:34% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="855" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Visit_of_Marta_Kos_European_Commissioner_to_Germany._11_cropped.avif" alt="" class="wp-image-19983 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Visit_of_Marta_Kos_European_Commissioner_to_Germany._11_cropped.avif 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Visit_of_Marta_Kos_European_Commissioner_to_Germany._11_cropped-225x300.avif 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/Visit_of_Marta_Kos_European_Commissioner_to_Germany._11_cropped-380x508.avif 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann David Wadephul (CDU) bekräftigte die Unterstützung für die Ukraine sowie das Bekenntnis zu den NATO-Partnern. Zudem betonte er, dass Deutschland verhindern werde, dass Iran Nuklearwaffen erlangt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Friedenssicherung und Stabilität stehen 2025 insgesamt 2,56 Milliarden Euro zur Verfügung – fast eine Milliarde Euro weniger als im Vorjahr. Auch die Mittel für humanitäre Hilfe und Krisenprävention sinken von 2,69 Milliarden Euro (2024) auf 1,43 Milliarden Euro.</p>
</div></div>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-bundestag-schrumpft-etat-fur-entwicklungszusammenarbeit"><span id="bundestag-schrumpft-etat-fuer-entwicklungszusammenarbeit">Bundestag schrumpft Etat für Entwicklungszusammenarbeit</span></h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1024x683.avif" alt="" class="wp-image-19632 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1024x683.avif 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1536x1024.avif 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-2048x1365.avif 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-800x533.avif 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-1160x773.avif 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/portraet-alabali-radovan-05-original-min-scaled.avif 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch das <a href="https://fokus-afrika.de/tag/bmz/">Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) </a>erhält weniger Mittel. Ministerin Reem Alabali Radovan (SPD) kann 2025 über 10,31 Milliarden Euro verfügen, nach 11,22 Milliarden Euro im Vorjahr. Damit bleibt der Einzelplan 23 der zweitgrößte Investitionshaushalt des Bundes mit geplanten 6,57 Milliarden Euro.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit umfasst 4,84 Milliarden Euro (2024: 5,15 Milliarden Euro). Darin enthalten sind 1,95 Milliarden Euro für die finanzielle Zusammenarbeit mit Partnerstaaten, davon 1,71 Milliarden Euro Zuschüsse und 243 Millionen Euro Darlehen. Für technische Zusammenarbeit sind 1,87 Milliarden Euro vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mittel für Krisenbewältigung und Wiederaufbau von Infrastruktur werden auf 722,47 Millionen Euro reduziert, nach 1,04 Milliarden Euro im Vorjahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtausgaben für europäische Entwicklungszusammenarbeit, Beiträge an die Vereinten Nationen und internationale Einrichtungen belaufen sich auf 1,93 Milliarden Euro. Für Maßnahmen zum globalen Umweltschutz und zur Biodiversität sind 751,39 Millionen Euro eingeplant, weniger als die 850,18 Millionen Euro von 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Beiträge an VN und internationale NGOs sieht der Etat 556,51 Millionen Euro vor, leicht unter dem Vorjahreswert von 564,47 Millionen Euro.</p>
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		<title>Gambia: Kabinettsumbildung und stockende Wahlrechtsreform im Fokus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/gambia-kabinettsumbildung-und-stockende-wahlrechtsreform-im-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 15:46:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gambia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Präsident Adama Barrow kündigte am 10. September eine Kabinettsumbildung an. Baboucar Ousmaila Joof, bislang Minister für Handel, Industrie,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgambia-kabinettsumbildung-und-stockende-wahlrechtsreform-im-fokus%2F&amp;action_name=Gambia%3A%20Kabinettsumbildung%20und%20stockende%20Wahlrechtsreform%20im%20Fokus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/tag/praesident/">Präsident</a> Adama Barrow kündigte am 10. September eine Kabinettsumbildung an. Baboucar Ousmaila Joof, bislang Minister für Handel, Industrie, regionale Integration und Beschäftigung, wurde zum Verteidigungsminister ernannt. An seine Stelle sollte Auditor General Modou K. Ceesay treten. Laut <em>The Point</em> erhielt zudem Cherno Amadou Sowe die Position des Auditor General, während Masireh K. Drammeh die Rolle des amtierenden Direktors für interne Revision übernahm.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-auditor-general-lehnt-ministeramt-ab"><span id="auditor-general-lehnt-ministeramt-ab">Auditor General lehnt Ministeramt ab</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nur einen Tag nach der Ankündigung lehnte Modou K. Ceesay das Ministeramt ab. In einer Mitteilung seines Büros hieß es: „Der Auditor General möchte alle betroffenen Akteure darüber informieren, dass er nach der Bekanntgabe seiner Ernennung offiziell geantwortet und das Angebot respektvoll abgelehnt hat“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ceesay bekräftigte, dass seine verfassungsmäßige Aufgabe die Stärkung von Transparenz und Rechenschaftspflicht in den öffentlichen Finanzen sei. Er wolle weiterhin die Arbeit des National Audit Office (NAO) fortsetzen und forderte Unterstützung bei der Verbesserung des Finanzmanagements des Landes.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">NEWS UPDATE: President Adama Barrow has effected changes in his cabinet. Hon. Baboucar Ousmaila Joof, Minister of Trade, has been reassigned to the Ministry of Defence. Auditor General Modou Ceesay takes over as Minister of Trade. <a href="https://t.co/OCcQfqLwAl">pic.twitter.com/OCcQfqLwAl</a></p>— Aminata E.Sanyang-Journalist🇬🇲🎤 (@e_sanyang) <a href="https://twitter.com/e_sanyang/status/1965842291500998762?ref_src=twsrc%5Etfw">September 10, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-kritik-aus-dem-parlament"><span id="kritik-aus-dem-parlament">Kritik aus dem Parlament</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits vor der Absage hatte Almameh Gibba, Abgeordneter für Foni Kansala, die Entscheidung kritisiert. Er bezeichnete die geplante Ernennung als „eine zutiefst besorgniserregende Entscheidung, die die Säulen von Transparenz, Rechenschaftspflicht und guter Regierungsführung in Gambia gefährdet.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gibba verwies auf zentrale Prüfberichte des NAO, darunter die Jahresabschlüsse 2021 und 2022 sowie Sonderprüfungen der Gambia Groundnut Corporation und der Steuerbehörde. Er stellte die Frage, ob der Schritt darauf abziele, laufende Prüfungen zu behindern: „Ist diese Entscheidung zufällig oder ein kalkulierter Versuch, die Arbeit des NAO zu unterdrücken?“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-wahlrechtsreform-in-langsamen-schritten"><span id="wahlrechtsreform-in-langsamen-schritten">Wahlrechtsreform in langsamen Schritten</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Regierungsumbildungen wird in Gambia über die schleppende Wahlrechtsreform diskutiert. Der Politiker Halifa Sallah kritisierte gegenüber <em><a href="https://foroyaa.net/why-is-electoral-reform-taking-a-snails-pace/">Foroyaa</a></em> die fehlende Verbindung von Verfassungs- und Wahlrechtsreform. Er erklärte: „Verfassungsreform sollte die Wahlrechtsreform leiten. Kein Gesetz kann über der Verfassung stehen. Jede Klausel im Wahlgesetz, die den Bestimmungen der Verfassung widerspricht, wird automatisch null und nichtig.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sallah sprach sich für gezielte Änderungen der Verfassung von 1997 aus, um Wahlrechtsreformen auf eine stabile Grundlage zu stellen. Er nannte dabei die Einführung von Amtszeitbegrenzungen, das Prinzip „50 Prozent plus eine Stimme“ bei Präsidentschaftswahlen, das Wahlrecht für die Diaspora sowie Quoten für Frauen und Menschen mit Behinderungen in repräsentativen Institutionen. Zudem forderte er den Abbau finanzieller Hürden für Kandidaturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er betonte: „Ohne eine solche Grundlage wird das Parlament im Dunkeln tappen und möglicherweise Wahlrechtsreformen verabschieden, die im Widerspruch zur Verfassung stehen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="h-politische-bedeutung-fur-institutionen-und-demokratie"><span id="politische-bedeutung-fuer-institutionen-und-demokratie">Politische Bedeutung für Institutionen und Demokratie</span></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die gleichzeitige Debatte über Kabinettsumbildungen und Wahlrechtsreformen verdeutlicht die Spannungen zwischen Exekutive, Parlament und unabhängigen Institutionen. Während die Regierung ihre Führungsstrukturen neu ordnet, fordern Opposition und Zivilgesellschaft mehr Transparenz und demokratische Konsolidierung.</p>
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		<title>Bundeswehr soll UNMISS im Südsudan bis 2026 weiter unterstützen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/bundeswehr-soll-unmiss-im-suedsudan-bis-2026-weiter-unterstuetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Sep 2025 10:12:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>
		<category><![CDATA[UNMISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung beantragt die Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr an der UN-Mission im Südsudan (UNMISS). Der Antrag (21/1371)&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbundeswehr-soll-unmiss-im-suedsudan-bis-2026-weiter-unterstuetzen%2F&amp;action_name=Bundeswehr%20soll%20UNMISS%20im%20S%C3%BCdsudan%20bis%202026%20weiter%20unterst%C3%BCtzen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung beantragt die Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr an der UN-Mission im <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> (UNMISS). Der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/013/2101371.pdf">Antrag (21/1371) </a>sieht unverändert bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten vor. Sie übernehmen Führungs-, Verbindungs-, Beratungs-, Beobachtungs- und Unterstützungsaufgaben. Sie helfen zudem bei technischer Ausrüstung und Ausbildung anderer truppenstellender Nationen. Das Mandat gilt bis Ende Oktober 2026. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben veranschlagt die Bundesregierung für diesen Zeitraum auf rund eine Million Euro.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sicherheitslage-und-humanitare-dimension-der-unmiss"><span id="sicherheitslage-und-humanitaere-dimension-der-unmiss">Sicherheitslage und humanitäre Dimension der UNMISS</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">UNMISS arbeitet auf Basis der Resolution 1996 (2011) und nachfolgender Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates. Die Mission schützt Zivilpersonen. Die Mission beobachtet die Menschenrechtslage und sichert die Bereitstellung humanitärer Hilfe ab. Außerdem unterstützt sie die Umsetzung des Friedensabkommens und den politischen Prozess.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">The <a href="https://twitter.com/UN?ref_src=twsrc%5Etfw">@UN</a> mission is dedicated to finding innovative ways to prevent conflict, ensure safe humanitarian aid , and advance peacebuilding across <a href="https://twitter.com/hashtag/SouthSudan?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#SouthSudan</a> 🇸🇸<br>This includes the <a href="https://twitter.com/hashtag/Indian?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Indian</a> 🇮🇳 Government deploying all-terrain vehicles to help peacekeepers navigate rugged conditions to… <a href="https://t.co/h3LbVFsJQ0">pic.twitter.com/h3LbVFsJQ0</a></p>— UNMISS (@unmissmedia) <a href="https://twitter.com/unmissmedia/status/1966050752511516691?ref_src=twsrc%5Etfw">September 11, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Außenminister Johann Wadephul skizzierte in der Debatte die Lage: „Fast 15 Jahre nach der Unabhängigkeit bleibt Südsudan einer der ärmsten und fragilsten Staaten der Welt.“ Er verwies auf Fluchtbewegungen aus dem Sudan und dem Südsudan in Nachbarländer. Wadephul betonte die Rolle der Bundeswehr bei UNMISS. Deutsche Soldatinnen und Soldaten arbeiten in Stäben, als Militärbeobachter und in der Polizeikomponente. „Seit August dieses Jahres stellt Deutschland wieder den ranghöchsten Polizisten der Mission“, so Wadephul. Er nannte über 30 Millionen Euro humanitärer Hilfe im laufenden Jahr.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-positionen-aus-dem-bundestag"><span id="positionen-aus-dem-bundestag">Positionen aus dem Bundestag</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gerold Otten (AfD) sah die Hauptursache der Krise in der südsudanesischen Regierung: „Eine Regierung, die weder für Sicherheit noch Daseinsvorsorge sorgt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Nils Schmid, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, betonte: „Die Menschenrechtslage ist kritisch […]. In dieser Situation darf Südsudan jetzt nicht alleingelassen werden.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB-1024x684.jpg" alt="" class="wp-image-11890 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB-1024x684.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB-768x513.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB-1536x1025.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB-380x254.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB-800x534.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB-1160x774.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/1618px-Luise_Amtsberg_MdB.jpg 1618w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Luise Amtsberg (Bündnis 90/Die Grünen) beschrieb Gewalt, Armut und klimabedingte Belastungen. Sie hob die Aufgaben von UNMISS hervor: Schutz von Zivilistinnen und Zivilisten, Infrastruktur, humanitärer Zugang, lokale Friedensprozesse und Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen. „Die Verlängerung des Mandats darf keine Routine sein“, sagte Amtsberg.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vinzenz Glaser (Die Linke) kritisierte ausbleibende Fortschritte. Er verwies auf verschobene Wahlen, steigende Gewalt und den Hausarrest des Vizepräsidenten. Er monierte zugleich Kürzungen der humanitären Hilfe bei hoher Abhängigkeit der Bevölkerung.</p>



<iframe width="640" height="360" src="https://webtv.bundestag.de/pservices/player/embed/nokey?e=bt-od&ep=69&a=144277506&c=7634955&t=https%3A%2F%2Fdbtg.tv%2Fcvid%2F7634955" allowfullscreen="true" referrerpolicy="origin" style="border:none;" allow="geolocation; autoplay" sandbox="allow-same-origin allow-scripts allow-forms allow-modals allow-popups"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Stephan Mayer (CDU/CSU) unterstrich das finanzielle Engagement. „In diesem Jahr werden wir 32 Millionen Euro an humanitärer Hilfe im Südsudan leisten.“ Er verwies zudem auf 277 Millionen Euro Entwicklungszusammenarbeit. Den militärischen Anteil bewertete er als kostenmäßig gering im Vergleich zur Hilfe.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rolle-deutschlands-innerhalb-von-unmiss"><span id="rolle-deutschlands-innerhalb-von-unmiss">Rolle Deutschlands innerhalb von UNMISS</span></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UNMISS_road_maintenance.avif" alt="" class="wp-image-19832 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UNMISS_road_maintenance.avif 960w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UNMISS_road_maintenance-300x200.avif 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UNMISS_road_maintenance-768x512.avif 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UNMISS_road_maintenance-380x253.avif 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/09/UNMISS_road_maintenance-800x533.avif 800w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Das deutsche Kontingent fällt im Vergleich zu anderen Truppenstellern klein aus. Nach Regierungsangaben besetzen deutsche Kräfte jedoch Schlüsselpositionen. Sie tragen zur aktuellen Lagebilderstellung bei. Sie unterstützen die Koordination humanitärer Maßnahmen unter schwierigen Sicherheitsbedingungen. Wadephul betonte den sichtbaren Beitrag Deutschlands in der Polizeiführung der Mission.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundestag verwies die Verlängerung auf Grundlage des Antrags (21/1371) an die zuständigen Ausschüsse. Die Kosten für das Mandat beziffert die Bundesregierung mit rund einer Million Euro. Die humanitäre Hilfe und die Entwicklungszusammenarbeit liegen deutlich darüber. Absehbare Schwerpunkte bleiben Schutz der Zivilbevölkerung, Menschenrechtsbeobachtung und Sicherung humanitärer Zugänge im Rahmen von UNMISS.</p>
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			<media:title type="html">Luise Amtsberg MdBBundestagsfraktion Buendnis 90/Die Gruenen</media:title>
			<media:description type="html">Luise Amtsberg MdB
Bundestagsfraktion Buendnis 90/Die Gruenen</media:description>
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			<media:title type="html">UNMISS_road_maintenance</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Benin bereitet sich auf Wahlen 2026 vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/benin-bereitet-sich-auf-wahlen-2026-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2025 16:07:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Im Vorfeld der allgemeinen Wahlen 2026 hat im Benin die entscheidende Phase der Vorbereitungen begonnen. Seit dem 2.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbenin-bereitet-sich-auf-wahlen-2026-vor%2F&amp;action_name=Benin%20bereitet%20sich%20auf%20Wahlen%202026%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/benin-bereitet-sich-auf-wahlen-2026-vor/">Benin bereitet sich auf Wahlen 2026 vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld der allgemeinen Wahlen 2026 hat im Benin die entscheidende Phase der Vorbereitungen begonnen. Seit dem 2. September 2025 können Abgeordnete und Bürgermeister ihre Formulare für das Sponsoring der Präsidentschaftskandidaturen bei der Nationalen Wahlkommission (CENA) abholen. Diese Unterlagen sind Voraussetzung für die Validierung von Kandidaturen bei der Präsidentschaftswahl im April 2026. Die Frist für die Abholung endet am 12. September.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sponsoring-als-filter-im-kandidatenprozess"><span id="sponsoring-als-filter-im-kandidatenprozess">Sponsoring als Filter im Kandidatenprozess</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sponsoring-Verfahren sieht vor, dass nur Kandidatenduos für das Präsidenten- und Vizepräsidentenamt antreten können, die von Abgeordneten oder Bürgermeistern unterstützt werden. Diese Regelung, eingeführt mit der Reform des Wahlgesetzes, soll die Zahl der Kandidaturen begrenzen und den Prozess strukturieren. Der Einreichungszeitraum für vollständige Bewerbungen ist vom 10. bis 14. Oktober vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. August 2025 hatten die Parteien der Regierungsmehrheit unter Präsident Patrice Talon bereits einen gemeinsamen Kandidaten benannt. Innerhalb der Opposition laufen weiterhin Konsultationen, um ein Kandidatenduo zu bestimmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-opposition-beklagt-druck-auf-abgeordnete"><span id="opposition-beklagt-druck-auf-abgeordnete">Opposition beklagt Druck auf Abgeordnete</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der oppositionelle Block „Les Démocrates“ (LD) meldete am 5. September 2025, dass seine 28 Abgeordneten während der Ausgabe der Sponsoring-Formulare unter Druck gesetzt worden seien. Parteisprecher Guy Dossou Mitokpè sprach von Anrufen, Drohungen und finanziellen Angeboten, die jedoch erfolglos geblieben seien. In einer Erklärung bezeichnete LD diese Vorkommnisse als „Versuche der Korruption, des Gewissenskaufs und der Destabilisierung“. Ziel sei es, die Kohärenz der Fraktion zu untergraben und einzelne Abgeordnete zum Rücktritt oder zur Rücknahme ihrer Unterschriften zu bewegen.</p>



<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="fr" dir="ltr">🇧🇯 𝗗𝗲́𝗰𝗹𝗮𝗿𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝗱𝗲 𝗹𝗮 &quot;𝗰𝗼𝗻𝗳𝗲́𝗿𝗲𝗻𝗰𝗲 𝗱𝗲 𝗽𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲&quot; 𝗮𝗻𝗻𝗼𝗻𝗰𝗲́𝗲 𝗲𝗻 𝗴𝗿𝗮𝗻𝗱𝗲 𝗽𝗼𝗺𝗽𝗲 𝗽𝗮𝗿 𝗟𝗲𝘀 𝗗𝗲́𝗺𝗼𝗰𝗿𝗮𝘁𝗲𝘀 ⤵️<br><br>Cotonou le 05 septembre 2025<br><br>N°360-25/LD/PDT/SA<br><br>DÉCLARATION DE PRESSE DU PARTI LES DÉMOCRATES DU 05 SEPTEMBRE… <a href="https://t.co/jGAl3Cc0UN">pic.twitter.com/jGAl3Cc0UN</a></p>— Actualités229🇧🇯 (@actualites229) <a href="https://twitter.com/actualites229/status/1963967029196542084?ref_src=twsrc%5Etfw">September 5, 2025</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partei, unter Führung des ehemaligen Staatspräsidenten Thomas Boni Yayi, warf der Regierungsmehrheit vor, „antirepublikanische Praktiken“ anzuwenden, um ihre Teilnahme an der Präsidentschaftswahl zu erschweren. Zudem kritisierte LD die jüngsten Änderungen am Wahlrecht und die verschärften Zulassungskriterien als Instrumente, die auf ihre politische Marginalisierung abzielten. Trotz dieser Vorwürfe bekräftigte LD, an allen Wahlterminen 2026 teilzunehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-vorbereitung-der-legislativen-wahlen"><span id="vorbereitung-der-legislativen-wahlen">Vorbereitung der legislativen Wahlen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu den Präsidentschaftsvorbereitungen organisiert die Verfassungsgerichtsbarkeit den Wahlprozess für die Parlamentswahlen am 11. Januar 2026. Mit einem öffentlichen Aufruf vom 2. September hat das Gericht den Rekrutierungsprozess für Wahlbeobachter gestartet. Geplant ist die Ernennung von 12 Delegierten auf Departementsebene, 160 Delegierten auf Kommunalebene und 1.200 Delegierten auf Arrondissementebene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anforderungen variieren je nach Ebene zwischen einem einfachen Sekundarschulabschluss (Arrondissements) und einem Hochschulabschluss (Departements). Voraussetzung sind die beninische Staatsangehörigkeit, Wohnsitz im Wahlkreis, Integrität sowie Verfügbarkeit während des gesamten Wahlprozesses. Bewerbungen sind ausschließlich digital möglich.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-technische-voraussetzungen-fur-kandidaturen"><span id="technische-voraussetzungen-fuer-kandidaturen">Technische Voraussetzungen für Kandidaturen</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Steuerverwaltung bereitet sich auf die Wahlen vor. Die Generaldirektion der Steuern kündigte an, ihre digitale Plattform zur Beantragung von Steuerbescheinigungen zu modernisieren. Dieses Dokument gehört zu den obligatorischen Unterlagen für Wahlbewerbungen. Laut Behördenleiter Nicolas Yenoussi sollen technische Verbesserungen den Zugang erleichtern, Störungen verhindern und eine schnelle Bearbeitung der Anträge gewährleisten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-politische-und-institutionelle-weichenstellung"><span id="politische-und-institutionelle-weichenstellung">Politische und institutionelle Weichenstellung</span></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorbereitungen auf die Wahlen 2026 zeigen die enge Verzahnung von politischen, administrativen und juristischen Prozessen. Während die Regierungsmehrheit auf Geschlossenheit setzt, kritisiert die Opposition die Bedingungen des Wettbewerbs. Institutionen wie die CENA, das Verfassungsgericht und die Steuerbehörden betonen ihr Ziel, transparente Abläufe sicherzustellen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Regierung plant Umsetzung des Swapo-Manifests für 4,2 Milliarden €</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/regierung-plant-umsetzung-des-swapo-manifests-fuer-42-milliarden-e/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2025 01:31:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die namibische Regierung hat die Umsetzung des Wahlmanifests der Swapo-Partei genehmigt, das in den kommenden fünf Jahren Kosten&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fregierung-plant-umsetzung-des-swapo-manifests-fuer-42-milliarden-e%2F&amp;action_name=Regierung%20plant%20Umsetzung%20des%20Swapo-Manifests%20f%C3%BCr%204%2C2%20Milliarden%20%E2%82%AC&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/regierung-plant-umsetzung-des-swapo-manifests-fuer-42-milliarden-e/">Regierung plant Umsetzung des Swapo-Manifests für 4,2 Milliarden €</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die namibische Regierung hat die Umsetzung des Wahlmanifests der Swapo-Partei genehmigt, das in den kommenden fünf Jahren Kosten in Höhe von N$85,7 Milliarden (€4,2 Milliarden) verursachen wird. Dies wurde zwei Tage zuvor vom Kabinett beschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung fällt während eines laufenden Regierungstreffens, das aufgrund der offiziellen Trauerperiode für den verstorbenen Gründungspräsidenten Sam Nujoma unter strengen Protokollen abgehalten wird. Informationsminister Modestus Amutse erklärte am Dienstag, dass das Kabinett die Einbindung des Swapo-Manifests in den Regierungsplan ab dem 1. April 2025 genehmigt habe.</p>



<h3 id="budget-und-ziele-des-swapo-manifests" class="wp-block-heading"><strong>Budget und Ziele des Swapo-Manifests</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einem durchgesickerten Programm des Treffens wurde ein Budget von N$85,7 Milliarden (€4,2 Milliarden) für die Umsetzung des Manifests vorgesehen. Die Swapo-Partei hat angekündigt, mit diesem Betrag 256.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen und jährlich 10.000 neue Wohnhäuser zu bauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Kernbereiche des Manifests umfassen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Agrarwirtschaft</strong></li>



<li><strong>Bildungs- und Ausbildungsqualität</strong></li>



<li><strong>Jugendförderung und kreative Industrien</strong></li>



<li><strong>Gesundheitswesen und soziale Wohlfahrt</strong></li>



<li><strong>Land, Wohnraum und sanitäre Versorgung</strong></li>



<li><strong>Kritische wirtschaftliche Infrastruktur</strong></li>



<li><strong>Tourismus- und Wasserwirtschaft</strong></li>



<li><strong>Transport und Logistik</strong></li>



<li><strong>Rechtsreformen und gesetzliche Instrumente</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich ist die Errichtung einer Entsalzungsanlage im Wert von N$3,5 Milliarden (€170 Millionen) geplant. Ein Überwachungs- und Evaluierungsrahmen soll die Fortschritte der Maßnahmen begleiten.</p>



<h3 id="politische-debatte-finanzierungsquellen-unklar" class="wp-block-heading"><strong>Politische Debatte: Finanzierungsquellen unklar</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Politische Analysten hinterfragen die Finanzierung des umfangreichen Vorhabens. Rui Tyitende kommentierte kritisch: „Woher wird das zusätzliche Geld kommen? Werden es Swapo-Ersparnisse sein oder Kredite aus China oder von Elon Musk?“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/namibia/">Namibias</a> aktuelles nationales Budget beträgt N$100,1 Milliarden (€4,9 Milliarden), wobei nur 11 % für Entwicklungsausgaben vorgesehen sind. Die Finanzierungsstruktur des Manifests bleibt daher fraglich.</p>



<h3 id="entscheidung-ueber-swapo-kongress-steht-aus" class="wp-block-heading"><strong>Entscheidung über Swapo-Kongress steht aus</strong></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="428" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/swapo-7.jpg" alt="" class="wp-image-14000 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/swapo-7.jpg 640w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/swapo-7-300x201.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/swapo-7-380x254.jpg 380w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Neben der Budgetfrage wird Swapo am Wochenende auf einer Sitzung des Zentralkomitees über die Durchführung des für den 28. Februar geplanten außerordentlichen Parteikongresses entscheiden. Dort soll über die Position des Vizepräsidenten abgestimmt werden, die derzeit von der designierten Staatspräsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah gehalten wird.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Swapos Generalsekretärin Sophia Shaningwa, Kabinettssekretär George Simataa und Michael Humavindu von der Nationalen Planungskommission nahmen an der Sitzung teil. Der stellvertretende Exekutivdirektor für Finanzen und öffentliche Unternehmen, Louise Shixwameni, stellte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Manifests vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diskussion wurde durch eine Präsentation von Titus Ndove, Exekutivdirektor im Finanzministerium, eingeleitet, der den Ansatz eines prioritätsgesteuerten Haushalts erläuterte.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fregierung-plant-umsetzung-des-swapo-manifests-fuer-42-milliarden-e%2F&action_name=Regierung%20plant%20Umsetzung%20des%20Swapo-Manifests%20f%C3%BCr%204%2C2%20Milliarden%20%E2%82%AC&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/regierung-plant-umsetzung-des-swapo-manifests-fuer-42-milliarden-e/">Regierung plant Umsetzung des Swapo-Manifests für 4,2 Milliarden €</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">swapo-7</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Kongressabgeordneter Joe Wilson teilt gegen Präsidenten Kais Saied aus</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die jüngsten Äußerungen des US-Kongressabgeordneten Joe Wilson über Tunesien haben eine hitzige Debatte über Demokratie, Außenpolitik und wirtschaftliche&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus%2F&amp;action_name=Kongressabgeordneter%20Joe%20Wilson%20teilt%20gegen%20Pr%C3%A4sidenten%20Kais%20Saied%20aus&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Äußerungen des US-Kongressabgeordneten Joe Wilson über <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/tunesien/">Tunesien</a> haben eine hitzige Debatte über Demokratie, Außenpolitik und wirtschaftliche Hilfen ausgelöst. Wilson hat Präsident Kais Saied scharf kritisiert und die Aussetzung der US-Finanzhilfen für Tunesien gefordert, was zu starken Reaktionen sowohl in den <a href="https://fokus-afrika.de/tag/usa/">USA</a> als auch in Tunesien führte.</p>



<h3 id="die-kritik-von-joe-wilson" class="wp-block-heading">Die Kritik von Joe Wilson </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Joe Wilson, ein republikanischer Abgeordneter aus South Carolina, hat Präsident Kais Saied als „anti-amerikanischen Diktator“ bezeichnet und ihm vorgeworfen, Tunesien in einen „tyrannischen Polizeistaat“ zu verwandeln. Diese Äußerungen sind Teil einer breiteren Debatte über die US-Außenpolitik, insbesondere vor dem Hintergrund der „America First“-Politik und der Neuausrichtung der US-Hilfen unter der Trump-Administration.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">Grateful to speak on the need to restore democracy in Tunisia. I will soon introduce the Tunisia Democracy Restoration Act to support democracy, sanction the regime & suspend aid. <a href="https://t.co/4x82r3PLTb">pic.twitter.com/4x82r3PLTb</a></p>
<p>— Joe Wilson (@RepJoeWilson) <a href="https://twitter.com/RepJoeWilson/status/1887205367068725450?ref_src=twsrc%5Etfw">February 5, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wilson argumentiert, dass US-Steuergelder nicht an Regierungen fließen sollten, die sich nicht an demokratische Prinzipien halten. Tunesien, so Wilson, sei ein Beispiel für eine Erosion demokratischer Institutionen. Er forderte daher eine Überprüfung der US-Unterstützung. Darüber hinaus warnte er vor dem wachsenden Einfluss Algeriens in der Region, der seiner Meinung nach US-Interessen gefährden könnte.</p>



<h3 id="tunesische-reaktionen-und-nationale-debatte" class="wp-block-heading">Tunesische Reaktionen und nationale Debatte</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="520" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/520px-Kais_Saied_2023.jpg" alt="" class="wp-image-11368 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In Tunesien wurden Wilsons Aussagen mit einer Mischung aus Ablehnung, Nationalstolz und Unterstützung für Präsident Saied aufgenommen. Viele Tunesier betrachten seine Kritik als unzulässige Einmischung in die inneren Angelegenheiten ihres Landes und verteidigen Tunesiens Souveränität. In sozialen Medien wird Wilsons Äußerung teils mit Humor, teils mit scharfer Kritik begegnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Saied selbst genießt trotz internationaler Bedenken eine erhebliche innenpolitische Unterstützung, insbesondere unter jenen, die seine Maßnahmen als notwendig erachten, um Korruption und politische Stagnation zu bekämpfen. Allerdings gibt es auch innerhalb Tunesiens kritische Stimmen, die seine zentralisierenden Maßnahmen als Gefahr für die Demokratie sehen.</p>
</div></div>



<h3 id="auswirkungen-auf-die-us-tunesien-beziehungen" class="wp-block-heading">Auswirkungen auf die US-Tunesien-Beziehungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während Wilsons Position nicht die offizielle US-Politik widerspiegelt, könnten seine Äußerungen dennoch langfristige Auswirkungen auf die diplomatischen und finanziellen Beziehungen zwischen beiden Ländern haben. Tunesiens strategische Bedeutung in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/">Nordafrika</a> und seine historischen Verbindungen zu den USA könnten dazu beitragen, potenzielle Spannungen abzumildern. Dennoch könnte eine stärkere Debatte in Washington dazu führen, dass künftige Finanzhilfen an strengere politische Bedingungen geknüpft werden.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Terrifying report of how Tunisia’s government and police is involved in selling and trafficking Sub-Saharan Africans across the border. Sanction Tunisia and cut the aid. Free Tunisia. <a href="https://t.co/tnjRRG1Pe3">https://t.co/tnjRRG1Pe3</a></p>
<p>— Joe Wilson (@RepJoeWilson) <a href="https://twitter.com/RepJoeWilson/status/1886948438446608421?ref_src=twsrc%5Etfw">February 5, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="geopolitische-dimension-und-wirtschaftliche-folgen" class="wp-block-heading">Geopolitische Dimension und wirtschaftliche Folgen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wilson bettet seine Kritik in einen größeren geopolitischen Kontext ein. Die USA beobachten mit wachsender Sorge den zunehmenden Einfluss <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">Chinas</a> und <a href="https://fokus-afrika.de/tag/russland/">Russlands</a> in Nordafrika, insbesondere in strategisch wichtigen Staaten. Sollte Washington auf Wilsons Forderungen eingehen und die US-Hilfen für Tunesien kürzen, könnte das Land verstärkt auf alternative Partnerschaften mit globalen Akteuren wie China oder Russland setzen. Dies könnte das geopolitische Gleichgewicht in der Region verschieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tunesien befindet sich bereits in einer tiefen wirtschaftlichen Krise und ist auf internationale Unterstützung angewiesen. Eine Kürzung der US-Hilfen könnte die wirtschaftliche Lage weiter verschärfen und politische Instabilität verstärken. Zudem könnte sie Tunesiens Abhängigkeit von anderen internationalen Partnern, darunter <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/algerien/">Algerien</a> und die Golfstaaten, erhöhen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">I was grateful to visit Tunisia in October 2019, while it was a successful democracy, meeting with civil society and elected Members of Parliament. Tunisia will be a democracy again. Tunisia will be great again. <a href="https://t.co/CMYGvRK9TS">pic.twitter.com/CMYGvRK9TS</a></p>
<p>— Joe Wilson (@RepJoeWilson) <a href="https://twitter.com/RepJoeWilson/status/1887255131085021347?ref_src=twsrc%5Etfw">February 5, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontroverse um Joe Wilsons Kritik an Tunesien zeigt, wie stark politische Akteure die internationalen Beziehungen beeinflussen können. Während seine Äußerungen eine spezifische Perspektive innerhalb der US-Politik widerspiegeln, unterstreicht die Debatte die komplexen Herausforderungen in den Beziehungen zwischen den USA und Tunesien. Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, ob und wie offizielle Regierungsstellen beider Länder auf diese Diskussion reagieren und welche Entscheidungen letztlich in Washington getroffen werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus%2F&action_name=Kongressabgeordneter%20Joe%20Wilson%20teilt%20gegen%20Pr%C3%A4sidenten%20Kais%20Saied%20aus&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kongressabgeordneter-joe-wilson-teilt-gegen-praesidenten-kais-saied-aus/">Kongressabgeordneter Joe Wilson teilt gegen Präsidenten Kais Saied aus</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">520px-Kais_Saied_2023</media:title>
			<media:description type="html">Il Presidente Sergio Mattarella con Kaïs Saïed Presidente della Repubblica Tunisina
(foto di Francesco Ammendola - Ufficio per la Stampa e la Comunicazione della Presidenza della Repubblica)</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Tschads Premierminister Allamaye Halina tritt zurück &#8211; und wird erneut ernannt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/tschads-premierminister-allamaye-halina-tritt-zurueck-und-wird-erneut-ernannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 18:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der tschadische Premierminister Allamaye Halina hat am 4. Februar 2025 seinen Rücktritt sowie den seines gesamten Kabinetts beim&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftschads-premierminister-allamaye-halina-tritt-zurueck-und-wird-erneut-ernannt%2F&amp;action_name=Tschads%20Premierminister%20Allamaye%20Halina%20tritt%20zur%C3%BCck%20%26%238211%3B%20und%20wird%20erneut%20ernannt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/tschads-premierminister-allamaye-halina-tritt-zurueck-und-wird-erneut-ernannt/">Tschads Premierminister Allamaye Halina tritt zurück &#8211; und wird erneut ernannt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der tschadische Premierminister Allamaye Halina hat am 4. Februar 2025 seinen Rücktritt sowie den seines gesamten Kabinetts beim Präsidenten der Republik eingereicht. Dies gab das Büro des Premierministers über seine offizielle Facebook-Seite bekannt. Die Entscheidung erfolgte im Rahmen der traditionellen Regierungsumbildung nach der Konstituierung einer neuen Legislaturperiode.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Halina, der zuvor als Botschafter in <a href="https://fokus-afrika.de/tag/china/">China</a> tätig war, übernahm das Amt am 24. Mai 2024, kurz nach der Amtseinführung von Präsident Mahamat Idriss Déby Itno für eine fünfjährige Amtszeit.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Chadian Prime Minister Allamaye Halina met Wednesday with visiting Chinese Foreign Minister Wang Yi on promoting bilateral cooperation <a href="https://t.co/PeobIF8qFU">https://t.co/PeobIF8qFU</a> <a href="https://t.co/OTODkwX9mp">pic.twitter.com/OTODkwX9mp</a></p>
<p>— China Xinhua News (@XHNews) <a href="https://twitter.com/XHNews/status/1877293258172215491?ref_src=twsrc%5Etfw">January 9, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h4 id="praesident-deby-itno-drueckt-allamaye-halina-erneut-sein-vertrauen-aus" class="wp-block-heading">Präsident Déby Itno drückt Allamaye Halina erneut sein Vertrauen aus</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="593" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1-1024x593.jpg" alt="" class="wp-image-13357 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1-1024x593.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1-300x174.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1-768x445.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1-1536x890.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1-380x220.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1-800x464.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1-1160x672.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/471163639_893459906267969_6784443678881077286_n-1.jpg 1596w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Nur einen Tag nach seinem Rücktritt wurde er jedoch per Dekret des Präsidenten erneut zum Premierminister ernannt. Diese Entscheidung wurde am 5. Februar über die staatliche Fernsehanstalt offiziell bekannt gegeben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rücktritt des Kabinetts erfolgte nur wenige Stunden nach der offiziellen Einsetzung der neu gewählten Nationalversammlung, die aus 188 Abgeordneten besteht. Die Wahl fand am 29. Dezember 2024 statt. Zum Präsidenten der neuen Nationalversammlung wurde Ali Kolotou Tchaïmi gewählt, ein führendes Mitglied des regierenden Mouvement Patriotique du Salut (MPS), das seit 1990 an der Macht ist.</p>



<h4 id="neuer-parlamentspraesident-ali-kolotou-tchaimi-gewaehlt" class="wp-block-heading">Neuer Parlamentspräsident Ali Kolotou Tchaïmi gewählt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die vierte Legislaturperiode des Landes begann mit einer feierlichen Zeremonie, in der Abderrahmane Djasnabaille, als ältestes Mitglied des Parlaments, vorübergehend den Vorsitz übernahm. Ali Kolotou Tchaïmi wurde anschließend per Akklamation zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG-20240902-WA0131-1080x675-1-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-13838 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG-20240902-WA0131-1080x675-1-1024x640.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG-20240902-WA0131-1080x675-1-300x188.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG-20240902-WA0131-1080x675-1-768x480.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG-20240902-WA0131-1080x675-1-380x238.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG-20240902-WA0131-1080x675-1-800x500.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/IMG-20240902-WA0131-1080x675-1.jpg 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In seiner Antrittsrede betonte er die Bedeutung von Stabilität und Zusammenarbeit innerhalb des Parlaments. Innerhalb von 48 Stunden soll die Zusammensetzung der parlamentarischen Ausschüsse festgelegt werden, um alle politischen Strömungen in den Gesetzgebungsprozess einzubeziehen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten politischen Entwicklungen verdeutlichen den anhaltenden Strukturwandel in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>. Die Nationalversammlung steht nun vor der Aufgabe, die legislativen Weichen für die kommenden Jahre zu stellen und die Interessen der Bevölkerung im Parlament zu vertreten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Koalition BBB bereitet sich auf Parlamentswahlen in Burundi vor</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/koalition-bbb-bereitet-sich-auf-parlamentswahlen-in-burundi-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 19:49:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Burundi]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die burundische Oppositionskoalition „Burundi Bwa Bose“ (BBB) hat angekündigt, sich trotz ihrer Ausschließung von den Kommunal- und Senatswahlen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoalition-bbb-bereitet-sich-auf-parlamentswahlen-in-burundi-vor%2F&amp;action_name=Koalition%20BBB%20bereitet%20sich%20auf%20Parlamentswahlen%20in%20Burundi%20vor&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/koalition-bbb-bereitet-sich-auf-parlamentswahlen-in-burundi-vor/">Koalition BBB bereitet sich auf Parlamentswahlen in Burundi vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die burundische Oppositionskoalition „Burundi Bwa Bose“ (BBB) hat angekündigt, sich trotz ihrer Ausschließung von den Kommunal- und Senatswahlen auf die Parlamentswahlen im Juni 2025 zu konzentrieren. Dies erklärte ihr Vorsitzender Patrick Nkurunziza am 31. Januar während einer öffentlichen Konferenz über die Wahlvorbereitungen. Die Koalition, bestehend aus FRODEBU, FDES, CNDD und CODEBU, sieht die Parlamentswahlen als Chance, politischen Einfluss zu gewinnen.</p>



<h3 id="ausschluss-von-den-kommunalwahlen" class="wp-block-heading">Ausschluss von den Kommunalwahlen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die unabhängige Wahlkommission (CENI) und die Regierungspartei CNDD-FDD sollen laut Nkurunziza gezielt daran gearbeitet haben, die BBB von den Kommunalwahlen auszuschließen. Da sie keine Kandidaten in den Gemeinden aufstellen konnte, ist sie automatisch auch von den Senatswahlen ausgeschlossen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="460" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Patrick-Nkuru-Frodebu.jpg" alt="" class="wp-image-13782 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Patrick-Nkuru-Frodebu.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Patrick-Nkuru-Frodebu-300x173.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Patrick-Nkuru-Frodebu-768x442.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/02/Patrick-Nkuru-Frodebu-380x219.jpg 380w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die CENI und das CNDD-FDD wollten uns aus dem Wahlprozess drängen, weil sie wissen, dass wir gewinnen können“, sagte Nkurunziza. Trotz dieser Hindernisse setzt die BBB nun auf die Parlamentswahlen, um eine neue politische Dynamik in Burundi zu etablieren.</p>
</div></div>



<h3 id="strategische-fokussierung-auf-die-parlamentswahlen" class="wp-block-heading">Strategische Fokussierung auf die Parlamentswahlen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nkurunziza forderte seine Anhänger auf, alle Kräfte auf die Parlamentswahlen zu konzentrieren. „Wenn wir gewinnen, werden wir neue Kommunalwahlen organisieren“, erklärte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Koalition setzt auf eine breite Mobilisierung der Bevölkerung. „Jeder Burundier muss sich beteiligen. Wenn wir die Parlamentswahlen gewinnen, können wir die Regierung ersetzen und neue Institutionen mit Mitgliedern unserer Koalition aufbauen“, betonte Nkurunziza.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">1.Dans une conférence publique, la coalition BURUNDI BWA BOSE a déploré la radiation injuste de l&#39;Hon.RWASA et ses Collaborateurs sur ses listes des législatives et le rejet inexplicable de toutes les listes pur les élections communales. <a href="https://twitter.com/CODEBU4?ref_src=twsrc%5Etfw">@CODEBU4</a> , <a href="https://twitter.com/SahwanyaFRODEBU?ref_src=twsrc%5Etfw">@SahwanyaFRODEBU</a> . <a href="https://t.co/Gvc76uvcSm">pic.twitter.com/Gvc76uvcSm</a></p>
<p>— COALITION BURUNDI BWA BOSE (@BwaBose2025) <a href="https://twitter.com/BwaBose2025/status/1885575290987930022?ref_src=twsrc%5Etfw">February 1, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kefa Nibizi, Sprecher der Koalition, unterstrich die Bedeutung der Wahlen: „<a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/burundi/">Burundi</a> ist ein semi-parlamentarisches System. Wenn wir die Parlamentsmehrheit erlangen, bestimmen wir den Premierminister und die Regierung. Dadurch können wir die Verwaltung reformieren.“</p>



<h3 id="politische-herausforderungen-und-der-einfluss-von-rwasa" class="wp-block-heading">Politische Herausforderungen und der Einfluss von Rwasa</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Herausforderung ist die politische Zukunft von Agathon Rwasa, einer Schlüsselfigur der Opposition, die bei den Präsidentschaftswahlen 2020 den zweiten Platz belegte. Rwasa und seine Anhänger wurden von den Wahllisten gestrichen. Dennoch bleibt er laut Nkurunziza ein wichtiger Partner für die BBB.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Auch wenn die CENI Rwasa und seine Verbündeten ausgeschlossen hat, bleiben wir gemeinsam im Kampf für Veränderungen“, versicherte Nkurunziza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer sportlichen Metapher beschrieb er das Bündnis mit Rwasa: „Am Ende spielen wir mit dem Gewinner-Team, dem ‚Barça‘ (Rwasa), um Tore zu schießen.“</p>



<h3 id="politische-perspektiven" class="wp-block-heading">Politische Perspektiven</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die BBB betrachtet die jüngsten Maßnahmen der CENI als gezielte Strategie zur Schwächung der Opposition. „Sie dachten, wir würden aufgeben, aber wir haben den Plan durchschaut und werden nun die Parlamentswahlen nutzen, um sie herauszufordern“, erklärte Nkurunziza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er zog Parallelen zu früheren bewaffneten Bewegungen wie dem CNDD-FDD und dem PALIPEHUTU-FNL, die letztlich durch Wahlen politische Macht erlangten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Herausforderungen bleibt die BBB entschlossen, an den Parlamentswahlen teilzunehmen. „Diese Wahl ist entscheidend für die Zukunft der burundischen Verwaltung“, betonte Nibizi abschließend.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkoalition-bbb-bereitet-sich-auf-parlamentswahlen-in-burundi-vor%2F&action_name=Koalition%20BBB%20bereitet%20sich%20auf%20Parlamentswahlen%20in%20Burundi%20vor&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/koalition-bbb-bereitet-sich-auf-parlamentswahlen-in-burundi-vor/">Koalition BBB bereitet sich auf Parlamentswahlen in Burundi vor</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Patrick-Nkuru-Frodebu</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Südsudan: Regierung ordnet vorübergehende Sperrung sozialer Medien an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/suedsudan-regierung-ordnet-voruebergehende-sperrung-sozialer-medien-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2025 18:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=13631</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die südsudanesischen Behörden haben am Mittwoch eine Anordnung erlassen, die den Zugang zu sozialen Medien für mindestens 30&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedsudan-regierung-ordnet-voruebergehende-sperrung-sozialer-medien-an%2F&amp;action_name=S%C3%BCdsudan%3A%20Regierung%20ordnet%20vor%C3%BCbergehende%20Sperrung%20sozialer%20Medien%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-regierung-ordnet-voruebergehende-sperrung-sozialer-medien-an/">Südsudan: Regierung ordnet vorübergehende Sperrung sozialer Medien an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die südsudanesischen Behörden haben am Mittwoch eine Anordnung erlassen, die den Zugang zu sozialen Medien für mindestens 30 Tage blockiert. Diese Maßnahme, die möglicherweise auf 90 Tage verlängert wird, soll die Verbreitung grafischer Inhalte im Zusammenhang mit der Gewalt gegen südsudanesische Staatsbürger im benachbarten Sudan eindämmen. Der Direktor der National Communication Authority (NCA) begründete die Sperrung mit der Wahrung der öffentlichen Sicherheit und dem Schutz der psychischen Gesundheit der Bevölkerung.</p>



<h3 id="hintergrund-der-sperrung" class="wp-block-heading">Hintergrund der Sperrung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser der Maßnahme waren Videoaufnahmen aus dem sudanesischen Bundesstaat Gezira, die angeblich die Tötung südsudanesischer Bürger durch Milizen zeigen. Diese Bilder lösten in <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> Empörung und Vergeltungsaktionen aus, darunter Plünderungen von Geschäften sudanesischer Händler. Bereits am 17. Januar hatte die Regierung eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, um die Lage zu beruhigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Maßnahme könnte aufgehoben werden, sobald sich die Lage stabilisiert“, erklärte die NCA. „Die Inhalte, die derzeit kursieren, verstoßen gegen unsere lokalen Gesetze und stellen eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit dar.“</p>



<h3 id="kritik-aus-der-zivilgesellschaft-und-von-rechtsexperten" class="wp-block-heading">Kritik aus der Zivilgesellschaft und von Rechtsexperten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung wurde von verschiedenen Seiten kritisiert. Dr. Geri Raimondo Legge, ehemaliger Richter am Berufungsgericht, bezeichnete die Maßnahme als „kollektive Bestrafung“, die die Rechte der Bürger auf Zugang zu Informationen verletze. Er forderte die südsudanesische Anwaltskammer auf, rechtliche Schritte gegen die Sperrung einzuleiten.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Statement & response of the <a href="https://twitter.com/ssbalaw?ref_src=twsrc%5Etfw">@ssbalaw</a> to the partial social media shut down in <a href="https://twitter.com/hashtag/SouthSudan?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#SouthSudan</a> after <a href="https://twitter.com/NCA_SSD?ref_src=twsrc%5Etfw">@NCA_SSD</a> announced a 90 day ban of FB & TikTok. Netizens have expressed outrage in the following hours, stating it violates their rights of freedom expression. <a href="https://t.co/pToatballu">pic.twitter.com/pToatballu</a></p>
<p>— Michelle D&#39;Arcy (@mishmishjuba) <a href="https://twitter.com/mishmishjuba/status/1882463284164718671?ref_src=twsrc%5Etfw">January 23, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hassrede ist ein individuelles Vergehen. Statt einer pauschalen Sperrung hätte die Regierung gezielt gegen Personen vorgehen können, die solche Inhalte verbreiten“, so Raimondo. Auch andere Juristen wie Gabriel Kuot Akok Deng und Santo Daniel äußerten verfassungsrechtliche Bedenken und betonten, dass die Maßnahme die Meinungsfreiheit unverhältnismäßig einschränke.</p>



<h3 id="reaktionen-aus-dem-parlament" class="wp-block-heading">Reaktionen aus dem Parlament</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="847" height="565" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/oyet-847x565-2.jpg" alt="" class="wp-image-13635 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/oyet-847x565-2.jpg 847w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/oyet-847x565-2-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/oyet-847x565-2-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/oyet-847x565-2-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/oyet-847x565-2-800x534.jpg 800w" sizes="(max-width: 847px) 100vw, 847px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der stellvertretende Parlamentspräsident, Nathaniel Oyet, kritisierte, dass die Legislative in die Entscheidung nicht eingebunden wurde. Er kündigte an, dass die zuständigen Ministerien und die NCA vor den parlamentarischen Ausschüssen Rede und Antwort stehen müssten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Solche Maßnahmen müssen im Einklang mit der Verfassung stehen, insbesondere mit der im Bill of Rights verankerten Meinungsfreiheit“, so Oyet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Auch internationale Organisationen wie Human Rights Watch verurteilten die Entscheidung. Nyagoah Tut Pur, Afrika-Forscherin bei Human Rights Watch, erklärte, die Maßnahme sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Rechte der Bürger und eine Form der Unterdrückung kritischer Stimmen. „Die Regierung hätte andere Mittel nutzen können, um Hassrede und Falschinformationen einzudämmen, anstatt die Plattformen vollständig zu blockieren“, sagte Pur.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="880" height="386" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/64edd7fb8cf41.jpg" alt="" class="wp-image-13632 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/64edd7fb8cf41.jpg 880w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/64edd7fb8cf41-300x132.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/64edd7fb8cf41-768x337.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/64edd7fb8cf41-380x167.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/64edd7fb8cf41-800x351.jpg 800w" sizes="(max-width: 880px) 100vw, 880px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die südsudanesische Medienbehörde rief derweil zu einem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Plattformen auf. „In einer Zeit, in der unsere Stimmen mühelos Grenzen überschreiten können, müssen wir mit Bedacht kommunizieren“, erklärte der Leiter der Behörde, Elijah Alier. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er betonte, dass die Förderung von Hassrede rechtliche Konsequenzen haben werde.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsuedsudan-regierung-ordnet-voruebergehende-sperrung-sozialer-medien-an%2F&action_name=S%C3%BCdsudan%3A%20Regierung%20ordnet%20vor%C3%BCbergehende%20Sperrung%20sozialer%20Medien%20an&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/suedsudan-regierung-ordnet-voruebergehende-sperrung-sozialer-medien-an/">Südsudan: Regierung ordnet vorübergehende Sperrung sozialer Medien an</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Neues Wahlgesetz sorgt für Spannungen im Vorfeld der Wahlen 2025</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neues-wahlgesetz-sorgt-fuer-spannungen-im-vorfeld-der-wahlen-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2025 18:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gabun]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die politische Landschaft Gabuns ist im Vorfeld der Parlaments- und Kommunalwahlen im Jahr 2025 stark in Bewegung. Neue&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneues-wahlgesetz-sorgt-fuer-spannungen-im-vorfeld-der-wahlen-2025%2F&amp;action_name=Neues%20Wahlgesetz%20sorgt%20f%C3%BCr%20Spannungen%20im%20Vorfeld%20der%20Wahlen%202025&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neues-wahlgesetz-sorgt-fuer-spannungen-im-vorfeld-der-wahlen-2025/">Neues Wahlgesetz sorgt für Spannungen im Vorfeld der Wahlen 2025</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die politische Landschaft <a href="https://fokus-afrika.de/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/gabun/">Gabuns</a> ist im Vorfeld der Parlaments- und Kommunalwahlen im Jahr 2025 stark in Bewegung. Neue Akteure wie der Partei „Pour le Changement“ (PLC) gewinnen an Einfluss, während die Diskussionen über den kürzlich verabschiedeten neuen Wahlgesetz weiterhin die öffentliche Debatte dominieren.</p>



<h4 id="plc-aufbruch-in-moanda-und-kritik-am-ehemaligen-machtzentrum" class="wp-block-heading">PLC: Aufbruch in Moanda und Kritik am ehemaligen Machtzentrum</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die junge Oppositionspartei „Pour le Changement“ setzt ihren Expansionskurs in Gabuns Provinzen fort. Kürzlich eröffnete sie drei neue Parteisektionen in Moanda, einer Hochburg des einstigen Regierungsparteis „Parti Démocratique Gabonais“ (PDG). Der Exekutivsekretär der PLC, Anges Kevin Nzigou, nutzte die Gelegenheit, um die Bevölkerung zur Registrierung auf den Wählerlisten zu ermutigen und rief zur Mobilisierung gegen das Wiedererstarken des PDG auf.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="663" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250119-WA0052-1536x995-1-1024x663.jpg" alt="" class="wp-image-13593 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250119-WA0052-1536x995-1-1024x663.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250119-WA0052-1536x995-1-300x194.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250119-WA0052-1536x995-1-768x498.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250119-WA0052-1536x995-1-380x246.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250119-WA0052-1536x995-1-800x518.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250119-WA0052-1536x995-1-1160x751.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/IMG-20250119-WA0052-1536x995-1.jpg 1536w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Das PDG hat unser Land ruiniert. Seine gegenwärtigen Versuche, sich als Erneuerung zu präsentieren, sind nichts weiter als gestelzte Manöver, um ein gescheitertes System zu retten. Wir stehen für einen völligen Bruch mit der Vergangenheit und bereiten die Zukunft Gabuns vor“, erklärte Nzigou.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonderen Fokus legt die PLC dabei auf junge, wahlberechtigte Gabuner, die sich noch nicht registriert haben. Die Partei sieht in der Wahlbeteiligung eine Schlüsselrolle, um die Dominanz des PDG zu brechen und eine neue politische Ära einzuleiten.</p>



<h4 id="neuer-wahlkodex-fortschritt-oder-rueckschritt" class="wp-block-heading">Neuer Wahlkodex: Fortschritt oder Rückschritt?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu sorgt der neue Wahlkodex, der während einer außerordentlichen Sitzung der Nationalversammlung der Übergangsregierung verabschiedet wurde, für hitzige Diskussionen. Während Regierungsvertreter den Kodex als einen Meilenstein für transparente und demokratische Wahlen loben, äußern Kritiker starke Vorbehalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kodex besteht aus vier Hauptbüchern, die allgemeine Bestimmungen, spezifische Regelungen für verschiedene Wahlarten, strafrechtliche und verfahrensrechtliche Fragen sowie Übergangsbestimmungen behandeln. Eine wesentliche Neuerung ist die Zulassung von Doppelstaatlern zu politischen Ämtern, mit Ausnahme des Präsidentenamts. Zudem wurde beschlossen, Gabunern im Ausland zwei Sitze in der Nationalversammlung zu reservieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jean-François Ndongou, Präsident der Nationalversammlung, lobte den Kodex als einen Fortschritt für transparente und faire Wahlen: „Dieses Gesetz ist das Ergebnis einer sorgfältigen Arbeit und zielt darauf ab, die Glaubwürdigkeit unserer demokratischen Prozesse zu stärken.“</p>



<h4 id="kritische-stimmen-gegen-den-kodex" class="wp-block-heading">Kritische Stimmen gegen den Kodex</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Kritiker, darunter Teile der Zivilgesellschaft und Opposition, sehen den Wahlkodex jedoch als Rückkehr zu autoritären Praktiken. Laut der Nachrichtenseite <em><a href="https://www.gabonreview.com/adoption-du-nouveau-code-electoral-comme-un-retour-a-lordre-ancien/">GabonReview</a></em> ignoriere der Kodex grundlegende Verfassungsprinzipien wie die nationale Souveränität und die Einheit der Republik. Der Rat der Staatsverfassung hatte vorab empfohlen, die Regelungen in getrennten Gesetzeswerken zu behandeln. Diese Empfehlung wurde jedoch ignoriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wird die Eile, mit der der Kodex verabschiedet wurde, als problematisch angesehen. Kritiker bemängeln, dass die Gesetzgebung unter dem Einfluss des dominierenden PDG stattfand und von mangelnder Transparenz sowie einer Missachtung von Oppositionsmeinungen geprägt war.</p>



<h4 id="wahlkampagnen-und-gesellschaftliches-engagement" class="wp-block-heading">Wahlkampagnen und gesellschaftliches Engagement</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den parteipolitischen Entwicklungen tragen auch zivilgesellschaftliche Organisationen wie „Gabon Mindset“ aktiv zur Förderung der politischen Partizipation bei. In Léconi, einer Stadt in der Provinz Haut-Ogooué, startete die Organisation eine Kampagne, um Bürger zur Eintragung in die Wählerlisten zu ermutigen. Laut dem Koordinator Dieudonné Lestoumou ist die Registrierung ein „Akt der Staatsbürgerschaft“, und die Organisation strebt an, Hindernisse wie technische Probleme und bürokratische Hürden an die Behörden weiterzuleiten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>General Muhoozi sorgt wieder für diplomatischen Eklat</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/general-muhoozi-sorgt-wieder-fuer-diplomatischen-eklat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2025 15:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Das ugandische Parlament hat den Verteidigungsminister Jacob Oboth-Oboth aufgefordert, General Muhoozi Kainerugaba, den Sohn von Präsident Yoweri Museveni&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fgeneral-muhoozi-sorgt-wieder-fuer-diplomatischen-eklat%2F&amp;action_name=General%20Muhoozi%20sorgt%20wieder%20f%C3%BCr%20diplomatischen%20Eklat&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Das ugandische Parlament hat den Verteidigungsminister Jacob Oboth-Oboth aufgefordert, General Muhoozi Kainerugaba, den Sohn von Präsident Yoweri Museveni und derzeitigen Chief of Defense Forces (CDF), vor den Ausschuss für Verteidigung zu bringen. Anlass sind umstrittene Tweets des Generals, die das internationale Ansehen Ugandas beeinträchtigt und diplomatische Spannungen ausgelöst haben.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">My only problem is the US Defense Attachè. If I find him anywhere…and he doesn&#39;t stand up and salute me… I will arrest him on the spot!! <a href="https://t.co/niz9mRPYFN">pic.twitter.com/niz9mRPYFN</a></p>
<p>— Muhoozi Kainerugaba Quotes. (@Mkainerugaba_) <a href="https://twitter.com/Mkainerugaba_/status/1879937572388086068?ref_src=twsrc%5Etfw">January 16, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung, ursprünglich zur Diskussion des Haushaltsrahmenpapiers 2024/25 des Verteidigungsministeriums einberufen, wurde unterbrochen, nachdem Abgeordnete darauf bestanden, dass General Muhoozi persönlich zu seinen kontroversen Äußerungen Stellung nehmen müsse.</p>



<h3 id="forderung-nach-persoenlicher-rechenschaft" class="wp-block-heading">Forderung nach persönlicher Rechenschaft</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Abgeordnete wie Joel Ssebikali und Derrick Nyeko betonten die Bedeutung einer direkten Anhörung des Generals. „Die Tweets des CDF haben Angriffe auf Nachbarn wie <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/kenia/">Kenia</a> und Drohungen gegen Oppositionelle beinhaltet. Solche Aussagen können nicht von Stellvertretern erklärt werden,“ erklärte Nyeko, ein Mitglied der oppositionellen National Unity Platform (NUP).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seinen Posts hatte Muhoozi unter anderem mit der Entlassung von Diplomaten gedroht, politische Gegner angegriffen und behauptet, Nachbarländer wie Kenia militärisch schnell einnehmen zu können. Diese Aussagen lösten nicht nur regionale Spannungen aus, sondern führten auch zu öffentlicher Kritik an der Kommunikation der Armee.</p>



<h3 id="ministerium-distanziert-sich-von-tweets-des-generals-muhoozi" class="wp-block-heading">Ministerium distanziert sich von Tweets des Generals Muhoozi</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Verteidigungsminister Oboth-Oboth erklärte, die Tweets seien private Äußerungen von General Muhoozi und würden nicht vom Ministerium verwaltet. Er räumte jedoch ein, dass eine direkte Stellungnahme des Generals angemessen sei. „Das Ministerium kann persönliche Social-Media-Aktivitäten nicht kontrollieren. Es ist jedoch wichtig, dass der CDF selbst zu diesen Fragen gehört wird,“ so der Minister.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">Statement on threats by the CDF-Muhoozi to arrest & Deport the Defence Attaches <a href="https://twitter.com/usmissionuganda?ref_src=twsrc%5Etfw">@usmissionuganda</a> .Uganda Ministry of Foreign Affairs must pronounce itself on these non diplomatic rhetoric and Security Guarantees for Foreign Diplomats mindful of likely reciprocal response.There… <a href="https://t.co/ABZ8RTPtou">pic.twitter.com/ABZ8RTPtou</a></p>
<p>— Nkunyingi Muwada (@NkunyingiMuwad1) <a href="https://twitter.com/NkunyingiMuwad1/status/1879986007036326030?ref_src=twsrc%5Etfw">January 16, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der stellvertretende CDF, Lt. Gen. Samuel Okiding, informierte den Ausschuss, dass Muhoozi sich derzeit auf einer Reise in Djibouti befinde. Ob diese im Vorfeld mit dem Ausschuss kommuniziert wurde, blieb unklar.</p>



<h3 id="wiederholte-kontroversen-um-general-muhoozi" class="wp-block-heading">Wiederholte Kontroversen um General Muhoozi</h3>



<p class="wp-block-paragraph">General Muhoozi, der als mögliche Nachfolgeoption für seinen Vater gehandelt wird, hat in der Vergangenheit mit seinen Tweets mehrfach internationale Kontroversen ausgelöst. 2022 entschuldigte er sich öffentlich bei Kenias Präsident William Ruto, nachdem er behauptet hatte, mit seiner Armee Nairobi innerhalb von zwei Wochen einnehmen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2024 sorgten Tweets, in denen er den US-Botschafter in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/">Uganda</a> zu einer Entschuldigung aufforderte, für diplomatische Spannungen mit den Vereinigten Staaten. Diese Vorfälle haben Zweifel an seiner diplomatischen Kompetenz und seinem politischen Stil geweckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausschussvorsitzender Wilson Kajwengye lenkte schließlich ein und vertagte die Sitzung auf Montag, den 20. Januar. Bis dahin solle der Verteidigungsminister sicherstellen, dass General Muhoozi vor dem Ausschuss erscheint, um die offenen Fragen zu klären.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Präsidentschaftswahl in Guinea-Bissau im Herbst 2025</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesidentschaftswahl-in-guinea-bissau-im-herbst-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 12:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Guinea-Bissau]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Präsident Umaro Sissoco Embaló hat angekündigt, dass die Präsidentschaftswahl in Guinea-Bissau zwischen Oktober und November 2025 stattfinden werden,&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesidentschaftswahl-in-guinea-bissau-im-herbst-2025%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sidentschaftswahl%20in%20Guinea-Bissau%20im%20Herbst%202025&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Präsident Umaro Sissoco Embaló hat angekündigt, dass die Präsidentschaftswahl in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/guinea-bissau/">Guinea-Bissau</a> zwischen Oktober und November 2025 stattfinden werden, wie es die Verfassung des Landes vorschreibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Embaló erklärte nach einer Sitzung des Ministerrats, dass sein fünfjähriges Mandat am 4. September 2025 endet. „Gemäß den Gesetzen des Landes müssen die Wahlen zwischen Oktober und November abgehalten werden,“ sagte er.</p>



<h3 id="garantien-fuer-transparenz-zur-praesidentschaftswahl" class="wp-block-heading">Garantien für Transparenz zur Präsidentschaftswahl</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:33% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="440" height="628" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Umaro_Sissoco_Embalo_en_2021.jpg" alt="" class="wp-image-11306 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident betonte, dass diese Entscheidung darauf abzielt, die Transparenz und die Einhaltung der Wahlgesetze zu gewährleisten. Er forderte Kritiker der Terminsetzung auf, ihre Einwände vor dem Obersten Gerichtshof vorzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist unser Ziel, sicherzustellen, dass die Regeln respektiert werden und die Wahlen in einem geordneten und fairen Rahmen ablaufen,“ fügte Embaló hinzu.</p>
</div></div>



<h3 id="legislativwahlen-ohne-festes-datum" class="wp-block-heading">Legislativwahlen ohne festes Datum</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Präsidentschaftswahl bestätigte Embaló auch die bevorstehenden Parlamentswahlen. Ein genaues Datum für diese Wahlen wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der <a href="https://ang.gw/as-eleicoes-presidenciais-decorrerao-entre-outubro-e-novembro-de-2025-diz-pr/">marokkanischen Nachrichtenagentur MAP</a> betonte Embaló die Bedeutung beider Wahlen für die politische Stabilität und die Stärkung der demokratischen Institutionen in Guinea-Bissau.</p>
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			<media:title type="html">Umaro_Sissoco_Embaló_en_2021</media:title>
			<media:description type="html">(Luanda- Angola, 16/07/2021) Vice-Presidente da República, Hamilton Mourão durante Encontro com o Excelentíssimo Sr. Presidente da Guiné-Bissau.

Foto: Romério Cunha/ VPR</media:description>
		</media:content>
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	</item>
		<item>
		<title>AfD fordert Abschaffung des Entwicklungsministeriums</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/afd-fordert-abschaffung-des-entwicklungsministeriums/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 11:45:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[BMZ]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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<p>Die AfD-Fraktion hat im Bundestag beantragt, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) abzuschaffen und die Entwicklungspolitik&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-fordert-abschaffung-des-entwicklungsministeriums%2F&amp;action_name=AfD%20fordert%20Abschaffung%20des%20Entwicklungsministeriums&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion hat im Bundestag beantragt, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (<a href="https://fokus-afrika.de/tag/bmz/">BMZ</a>) abzuschaffen und die Entwicklungspolitik grundlegend neu zu strukturieren. Die geplanten Haushaltsmittel für das BMZ im Jahr 2025 sollen um 70 Prozent gekürzt werden.</p>



<h3 id="afd-kritisiert-ausrichtung-und-struktur-der-entwicklungspolitik" class="wp-block-heading">AfD kritisiert Ausrichtung und Struktur der Entwicklungspolitik</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="369" height="227" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/AfD_Logo_2021.svg" alt="" class="wp-image-13460 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In ihrem <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/20/144/2014478.pdf">Antrag</a> argumentiert die AfD, dass die finanzielle Ausstattung des BMZ „überdimensioniert“ sei. Seit 2014 habe sich der Etat des Ministeriums nahezu verdoppelt, ohne dass die Wirksamkeit der deutschen Entwicklungspolitik nachweislich gestiegen sei. Zudem sei der Zuständigkeitsbereich des BMZ „über ein gesundes Maß hinaus sukzessive ausgedehnt“ worden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partei kritisiert die „mangelnde Effizienz, Effektivität, Kohärenz und Transparenz“ der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und bemängelt, dass keine klare einheitliche entwicklungspolitische Strategie existiere. Stattdessen würden hunderte Akteure – darunter Bundesministerien, Nichtregierungsorganisationen und politische Stiftungen – großzügig mit öffentlichen Mitteln ausgestattet.</p>



<h3 id="forderung-nach-neuausrichtung" class="wp-block-heading">Forderung nach Neuausrichtung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD schlägt vor, die Aufgaben des BMZ auf das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zu übertragen. Entwicklungshilfe solle sich strikt auf die wirtschaftliche Förderung der Empfänger- und Gebernationen konzentrieren. Im Antrag heißt es, dass Entwicklungshilfe primär der Armutsbekämpfung durch wirtschaftliche Entwicklung sowie der Sicherung von Handelsbeziehungen und Rohstoffzugängen dienen solle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus fordert die Fraktion, Entwicklungshilfe an politische Bedingungen zu knüpfen, wie etwa die Bekämpfung illegaler Migration und Terrorismus, und die Förderung der deutschen Sprache und kulturellen Identität stärker in den Fokus zu rücken.</p>



<h3 id="politische-reaktionen-und-debatte-erwartet" class="wp-block-heading">Politische Reaktionen und Debatte erwartet</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrag, der von prominenten AfD-Abgeordneten wie Alice Weidel und Tino Chrupalla unterstützt wird, dürfte im Bundestag auf heftigen Widerstand stoßen. Kritiker werfen der AfD vor, mit solchen Vorschlägen internationale Solidarität und entwicklungspolitische Verpflichtungen Deutschlands zu untergraben. Befürworter einer Reform des BMZ könnten jedoch in einzelnen Punkten zustimmen, etwa in der Forderung nach effizienteren Strukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die AfD mit ihrem Vorstoß durchdringen kann, bleibt fraglich. Der Antrag wirft jedoch eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft und Ausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik auf.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fafd-fordert-abschaffung-des-entwicklungsministeriums%2F&action_name=AfD%20fordert%20Abschaffung%20des%20Entwicklungsministeriums&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/afd-fordert-abschaffung-des-entwicklungsministeriums/">AfD fordert Abschaffung des Entwicklungsministeriums</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Feiertag: 34 Jahre Demokratie auf Kap Verde</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/feiertag-34-jahre-demokratie-auf-kap-verde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 11:05:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kap Verde]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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<p>Anlässlich des 34. Jahrestages des „Tages der Freiheit und Demokratie“ würdigten führende Politiker von Kap Verde den demokratischen&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeiertag-34-jahre-demokratie-auf-kap-verde%2F&amp;action_name=Feiertag%3A%2034%20Jahre%20Demokratie%20auf%20Kap%20Verde&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des 34. Jahrestages des „Tages der Freiheit und Demokratie“ würdigten führende Politiker von <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/kap-verde/">Kap Verde</a> den demokratischen Fortschritt des Landes, warnten jedoch vor Herausforderungen, die das System gefährden könnten.</p>



<h3 id="gefaehrdung-der-demokratie" class="wp-block-heading">Gefährdung der Demokratie</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="488" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/488px-U8A9666_wikipedia.jpg" alt="" class="wp-image-13457 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/488px-U8A9666_wikipedia.jpg 488w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/488px-U8A9666_wikipedia-203x300.jpg 203w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/488px-U8A9666_wikipedia-380x561.jpg 380w" sizes="(max-width: 488px) 100vw, 488px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Austelino Correia, Präsident der Nationalversammlung, betonte in seiner Rede die Zerbrechlichkeit der Demokratie und wies auf wachsende Herausforderungen hin. „Das Vertrauen in Institutionen schwindet, und die Unzufriedenheit der Bevölkerung könnte unsere Demokratie gefährden“, warnte er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er hob hervor, dass Demokratie nicht nur durch Wahlen, sondern durch kontinuierlichen politischen und sozialen Dialog gestärkt werde. „Die Verantwortung liegt bei allen – politischen Parteien, zivilgesellschaftlichen Organisationen und den Bürgern“, erklärte er.</p>
</div></div>



<h3 id="wuerdigung-historischer-errungenschaften" class="wp-block-heading">Würdigung historischer Errungenschaften</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Correia bezeichnete den 13. Januar 1991 als „historisches und unauslöschliches Datum“, das den Übergang Kap Verdes von einem Einparteiensystem zu einer pluralistischen Demokratie markiere. Mit der ersten demokratischen Verfassung von 1992 seien die Grundlagen für politische Stabilität, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Transformation geschaffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident José Maria Neves schloss sich der <a href="https://www.anacao.cv/noticia/2025/01/13/dia-da-liberdade-e-democracia-presidente-da-republica-reconhece-carlos-veiga-como-champion-da-liberdade-e-da-democracia/">Würdigung</a> an und ehrte Carlos Veiga, den ersten Premierminister der II. Republik, als „Champion der Freiheit und Demokratie“. Veiga spielte eine zentrale Rolle bei der friedlichen politischen Transition und dem Aufbau demokratischer Strukturen.</p>



<h3 id="fortschritte-und-herausforderungen" class="wp-block-heading">Fortschritte und Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Redner betonten die Errungenschaften des Landes in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Gerechtigkeit und Freiheit. Dennoch wiesen sie auch auf bestehende Probleme hin, wie Arbeitslosigkeit, Armut, Jugendförderung, Klimawandel und eine schleppende Justiz. Austelino Correia mahnte, dass die aktuellen Probleme das Vertrauen in die Demokratie untergraben könnten, und forderte gezielte Maßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Neves hob hervor, dass der demokratische Übergang Kap Verdes ein Ergebnis von Dialog und Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten politischen Kräften war. Dieser Geist der Einheit müsse bewahrt werden, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen und die Errungenschaften zu sichern.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeiertag-34-jahre-demokratie-auf-kap-verde%2F&action_name=Feiertag%3A%2034%20Jahre%20Demokratie%20auf%20Kap%20Verde&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/feiertag-34-jahre-demokratie-auf-kap-verde/">Feiertag: 34 Jahre Demokratie auf Kap Verde</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Massive Wahlbetrugsvorwürfe und politische Spannungen auf den Komoren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/massive-wahlbetrugsvorwuerfe-und-politische-spannungen-auf-den-komoren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2025 00:13:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Komoren]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Parlamentswahlen vom 12. Januar 2025 auf den Komoren werden von Wahlbetrugsvorwürfe überschattet. Opposition und Bürger äußern zunehmend&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmassive-wahlbetrugsvorwuerfe-und-politische-spannungen-auf-den-komoren%2F&amp;action_name=Massive%20Wahlbetrugsvorw%C3%BCrfe%20und%20politische%20Spannungen%20auf%20den%20Komoren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Parlamentswahlen vom 12. Januar 2025 auf den <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/komoren/">Komoren</a> werden von Wahlbetrugsvorwürfe überschattet. Opposition und Bürger äußern zunehmend Zweifel an der Integrität des demokratischen Prozesses.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhK2sO2W0AAERnY.jpeg" alt="" class="wp-image-13437 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhK2sO2W0AAERnY.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhK2sO2W0AAERnY-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhK2sO2W0AAERnY-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhK2sO2W0AAERnY-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhK2sO2W0AAERnY-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhK2sO2W0AAERnY-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhK2sO2W0AAERnY-800x600.jpeg 800w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Opposition, angeführt von Daoud Abdallah Mohamed, Vorsitzender der Partei Orange, hat sich entschieden, die für die nächsten Monate geplanten Kommunalwahlen zu boykottieren. Mohamed erklärte: „Die Ereignisse des ersten Wahlgangs sind beispiellos. Wir lehnen die Ergebnisse der CENI und des Obersten Gerichtshofs ab.“ Diese Entscheidung fiel nach Berichten über zahlreiche Unregelmäßigkeiten, darunter Wahlurnenmanipulation, Einschüchterung von Wählern und das Ausschließen von Wahlbeobachtern.</p>
</div></div>



<h3 id="systematische-manipulation-beguenstigt-regierungspartei-crc" class="wp-block-heading">Systematische Manipulation begünstigt Regierungspartei CRC</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorwürfe konzentrieren sich auf die regierende Partei <strong>Convention pour le Renouveau des Comores (CRC)</strong> unter der Leitung von Präsident Azali Assoumani, der im Jahr 2024 unter umstrittenen Umständen wiedergewählt wurde. Kritiker werfen Assoumani vor, die Grundlagen eines autoritären Systems zu schaffen, um die Macht innerhalb seiner Familie zu halten. Sein Sohn, Nour El-Fath, wurde Berichten zufolge mit überwältigender Mehrheit gewählt und feierte bereits am Sonntag seinen Sieg.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">&quot;Hama Tsimegneha&quot; &quot;Il semble que je sois pris par le vice&quot;, chantait le fils d&#39;Azali Assoumani. Ce morceau résonne comme un écho à la danse macabre de la dictature, après avoir manipulé les urnes et volé les élections. parfois, on finit par faire ce que l&#39;on incarne.<a href="https://twitter.com/hashtag/comores?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#comores</a> <a href="https://t.co/ejudOAOo9s">pic.twitter.com/ejudOAOo9s</a></p>
<p>— Mirgane Abdou (@MirganeAbdou) <a href="https://twitter.com/MirganeAbdou/status/1878531162471096435?ref_src=twsrc%5Etfw">January 12, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Beobachtern deutet der Verlauf der Wahl darauf hin, dass die CRC systematisch bevorzugt wurde. Videos, die auf sozialen Netzwerken kursieren, zeigen mutmaßliche Wahlmanipulationen, wie das Einwerfen von vorab ausgefüllten Wahlzetteln in Urnen. Diese Szenen verstärken die Besorgnis über die Glaubwürdigkeit des Wahlprozesses.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">Tricherie à l’élection présidentielle de l’Union des Comores. </p>
<p>Bravo le parti du pouvoir actuel, le monde vous observe ! <a href="https://twitter.com/hashtag/Comores?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Comores</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Presidentielle2024?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Presidentielle2024</a> <a href="https://t.co/dX7zPfhnt7">pic.twitter.com/dX7zPfhnt7</a></p>
<p>— Joe Kerr (@SUPVSHN) <a href="https://twitter.com/SUPVSHN/status/1746548591206842831?ref_src=twsrc%5Etfw">January 14, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h3 id="gefahr-fuer-den-pluralismus" class="wp-block-heading">Gefahr für den Pluralismus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die politischen Auswirkungen der Wahlen könnten weitreichend sein. Aufgrund der aktuellen Gesetzgebung könnten Parteien, die keine ausreichende Repräsentation bei den Wahlen erreichen, ihren offiziellen Status verlieren. Sollten nur CRC-Kandidaten gewählt werden, droht das Ende des politischen Pluralismus auf den Komoren, was die Opposition de facto aus dem politischen System ausschließen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein solches Szenario würde nicht nur die Macht des CRC festigen, sondern auch die Demokratie auf den Komoren in eine tiefgreifende Krise stürzen. Bereits jetzt sind viele Bürger skeptisch und zweifeln an der Legitimität des aktuellen politischen Systems.</p>



<h3 id="wahlbetrugsvorwuerfe-buergerliche-wachsamkeit-und-digitale-transparenz" class="wp-block-heading">Wahlbetrugsvorwürfe: Bürgerliche Wachsamkeit und digitale Transparenz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine bemerkenswerte Entwicklung ist die zunehmende Dokumentation von Unregelmäßigkeiten durch Bürger mithilfe von Smartphones und sozialen Medien. Diese neuen Technologien ermöglichen es, Wahlbetrug in Echtzeit festzuhalten und öffentlich zu machen. Während dies die Transparenz erhöht, bleibt unklar, ob solche Bemühungen ausreichen, um den Einfluss von Wahlmanipulationen zu mindern.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">La situation se dégrade aux <a href="https://twitter.com/hashtag/Comores?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#Comores</a> après la proclamation des résultats de l’élection présidentielle annonçant le président sortant, Azali Assoumani, vainqueur dès le premier tour. <a href="https://t.co/5fzUtF272s">pic.twitter.com/5fzUtF272s</a></p>
<p>— April O’neil (she/her)🍉 (@barkettedelulu) <a href="https://twitter.com/barkettedelulu/status/1747650812451373549?ref_src=twsrc%5Etfw">January 17, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nationale Wahlkommission (CENI) plant, die vorläufigen Ergebnisse bis zum 17. Januar bekanntzugeben. Doch die Opposition hat bereits angekündigt, diese nicht anzuerkennen. Die Zukunft der Demokratie auf den Komoren bleibt angesichts dieser Entwicklungen ungewiss.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmassive-wahlbetrugsvorwuerfe-und-politische-spannungen-auf-den-komoren%2F&action_name=Massive%20Wahlbetrugsvorw%C3%BCrfe%20und%20politische%20Spannungen%20auf%20den%20Komoren&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/massive-wahlbetrugsvorwuerfe-und-politische-spannungen-auf-den-komoren/">Massive Wahlbetrugsvorwürfe und politische Spannungen auf den Komoren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kapitol-Brandstifter Etheridge bricht in Polizeigewahrsam zusammen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/kapitol-brandstifter-etheridge-bricht-in-polizeigewahrsam-zusammen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2025 23:57:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liberia]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Hauptverdächtige des Brandanschlags auf das liberianische Kapitolgebäude, Thomas Etheridge, ist während seiner Untersuchungshaft zusammengebrochen. Der Vorfall wirft&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkapitol-brandstifter-etheridge-bricht-in-polizeigewahrsam-zusammen%2F&amp;action_name=Kapitol-Brandstifter%20Etheridge%20bricht%20in%20Polizeigewahrsam%20zusammen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptverdächtige des Brandanschlags auf das liberianische Kapitolgebäude, Thomas Etheridge, ist während seiner Untersuchungshaft zusammengebrochen. Der Vorfall wirft Fragen über die Behandlung von Häftlingen auf.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="540" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhMtf8AWsAAzX2S.jpeg" alt="" class="wp-image-13432 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhMtf8AWsAAzX2S.jpeg 720w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhMtf8AWsAAzX2S-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhMtf8AWsAAzX2S-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhMtf8AWsAAzX2S-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/GhMtf8AWsAAzX2S-380x285.jpeg 380w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Thomas Etheridge, der verdächtigt wird, am 18. Dezember 2024 das Kapitolgebäude in Brand gesetzt zu haben, erlitt am Samstag, laut <em><a href="https://frontpageafricaonline.com/breaking-news/liberia-capitol-fire-suspect-collapses-in-police-custody-amid-allegations-of-maltreatment/">FPAO</a></em>, einen gesundheitlichen Zusammenbruch. Nach Angaben der liberianischen Polizei (LNP) wurde er umgehend medizinisch versorgt. Der Brand zerstörte die gemeinsamen Kammern des Kapitols und brachte die legislative Arbeit zum Erliegen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Etheridge wurde im Zuge einer Untersuchung verhaftet, die auf Anordnung von Präsident Joseph Boakai höchste Priorität genießt. Der Fall ist von zentraler Bedeutung für die Regierung, die auf eine zügige Aufklärung drängt. Gleichzeitig wurden Vorwürfe laut, Etheridge sei während seiner Haftzeit misshandelt worden. Laut einer jüngst eingereichten Habeas-Corpus-Klage wirft Etheridge den Sicherheitskräften unrechtmäßige Festnahme und Folter vor, was diese jedoch vor Gericht zurückwiesen.</p>



<h3 id="gerichtlicher-entscheid-zugunsten-der-gesundheitsversorgung" class="wp-block-heading">Gerichtlicher Entscheid zugunsten der Gesundheitsversorgung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Resident Circuit Judge Kaiboi Nuta legte Etheridges Verteidigung Beweise für dessen schlechte gesundheitliche Verfassung vor. Das Gericht erkannte die Dringlichkeit an und ordnete an, den Angeklagten in die Obhut dreier Garanten zu übergeben, die ihn in ein anerkanntes Gesundheitszentrum bringen sollen. Ein medizinischer Bericht ist bis zum 16. Januar vorzulegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Gesundheit eines Individuums ist von höchster Bedeutung und darf nicht vernachlässigt werden“, betonte Judge Nuta in seiner Entscheidung. Der Richter unterstrich jedoch, dass das Gericht nicht in der Lage sei, die medizinische Versorgung des Angeklagten selbst sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anordnung stieß auf Einwände der Regierung, die eine neutrale Überwachung durch das Gericht forderte, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Judge Nuta nahm diese Bedenken zur Kenntnis, hielt jedoch an seiner Entscheidung fest.</p>



<h3 id="tumult-im-gerichtssaal" class="wp-block-heading">Tumult im Gerichtssaal</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergabe des Verdächtigen an ein Krankenhaus wurde von einem weiteren Vorfall überschattet. Ein Sheriff des Stadtgerichts versuchte, Etheridge mit einer zusätzlichen Anklageschrift erneut festzunehmen, was zu einem Tumult führte. Während des Streits kollabierte Etheridge erneut und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.</p>



<h3 id="kontext-brandanschlag-auf-das-kapitol" class="wp-block-heading">Kontext: Brandanschlag auf das Kapitol</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/liberia-in-der-krise-feuer-im-kapitol-politische-spannungen-und-forderungen-nach-einheit/">Der Vorfall vom 18. Dezember löste landesweite Bestürzung aus, da die Legislative, ein Symbol demokratischer Governance, schwer beschädigt wurde.</a> Die Regierung hat Ermittlungen und Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fkapitol-brandstifter-etheridge-bricht-in-polizeigewahrsam-zusammen%2F&action_name=Kapitol-Brandstifter%20Etheridge%20bricht%20in%20Polizeigewahrsam%20zusammen&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/kapitol-brandstifter-etheridge-bricht-in-polizeigewahrsam-zusammen/">Kapitol-Brandstifter Etheridge bricht in Polizeigewahrsam zusammen</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Erste Senatswahlen markieren den Übergang zur parlamentarischen Demokratie</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/erste-senatswahlen-markieren-den-uebergang-zur-parlamentarischen-demokratie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 11:47:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Togo]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am 15. Februar 2025 finden in Togo erstmals Senatswahlen statt. Diese historische Wahl stellt einen wichtigen Schritt zur&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferste-senatswahlen-markieren-den-uebergang-zur-parlamentarischen-demokratie%2F&amp;action_name=Erste%20Senatswahlen%20markieren%20den%20%C3%9Cbergang%20zur%20parlamentarischen%20Demokratie&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/erste-senatswahlen-markieren-den-uebergang-zur-parlamentarischen-demokratie/">Erste Senatswahlen markieren den Übergang zur parlamentarischen Demokratie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Februar 2025 finden in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/togo/">Togo</a> erstmals Senatswahlen statt. Diese historische Wahl stellt einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der im Mai 2024 verabschiedeten Verfassung dar und signalisiert den Übergang zu einer parlamentarischen Demokratie. Insgesamt treten 14 Parteien und 12 unabhängige Kandidaten zur Wahl an, während einige bedeutende Oppositionsparteien den Prozess boykottieren.</p>



<h3 id="wichtige-eckpunkte-der-senatswahlen" class="wp-block-heading"><strong>Wichtige Eckpunkte der Senatswahlen</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Teilnehmer</strong>: 14 politische Parteien, darunter <em>UNIR</em>, <em>CAR</em> und <em>ADDI</em>, sowie 12 unabhängige Gruppierungen wie <em>Dame-Nature</em> und <em>La Cloche</em>.</li>



<li><strong>Sitzverteilung</strong>: Es werden 41 Sitze vergeben, die 39 Präfekturen repräsentieren. Zwei zusätzliche Sitze entfallen auf die Präfekturen Golfe und Agoè-Nyivé. Zusätzlich ernennt der Präsident der Republik 20 weitere Mitglieder.</li>



<li><strong>Verfassungsänderung</strong>: Die neue Verfassung sieht vor, dass der Senat Gesetzesvorschläge zunächst prüft, bevor diese an die Nationalversammlung weitergeleitet werden.</li>
</ul>



<h3 id="bedeutung-der-senatswahlen" class="wp-block-heading"><strong>Bedeutung der Senatswahlen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einrichtung des Senats vervollständigt die institutionelle Struktur der Fünften Republik Togos und hebt das Land auf eine Stufe mit anderen parlamentarischen Demokratien wie Deutschland oder Indien. Präsident Faure Gnassingbé, dessen Partei UNIR 2024 die Mehrheit der Sitze in der Nationalversammlung gewann, betonte, dass diese Reform die Repräsentation der Bevölkerung stärken werde.</p>



<h3 id="boykott-durch-die-opposition" class="wp-block-heading"><strong>Boykott durch die Opposition</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist die Abwesenheit der Oppositionsparteien <em>ANC</em> und <em>FDR</em> bei diesen Wahlen. Ihre Entscheidung, den Prozess zu boykottieren, wurde von politischen Beobachtern als Protest gegen die Dominanz der Regierungspartei UNIR und die Gestaltung der Verfassungsreform interpretiert.</p>



<h3 id="uebergang-zur-parlamentarischen-demokratie" class="wp-block-heading"><strong>Übergang zur parlamentarischen Demokratie</strong></h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="767" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-1024x767.jpeg" alt="" class="wp-image-13390 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-1024x767.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-300x225.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-768x576.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-1536x1151.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-200x150.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-260x195.jpeg 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-380x285.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-800x600.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du-1160x869.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2025/01/Ggr9pldXgAA87du.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Reform verschiebt die Machtbefugnisse innerhalb der Regierung. Während der Präsident der Republik eine rein repräsentative Rolle übernehmen wird, konzentriert sich die Exekutivgewalt künftig auf den Präsidenten des Rates, der aus der stärksten Parlamentspartei hervorgeht. Diese Rolle wird voraussichtlich weiterhin von Faure Gnassingbé ausgefüllt, da UNIR 108 von 113 Sitzen in der Nationalversammlung hält.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Gnassingbé bezeichnete in seiner Neujahrsansprache 2025 die Einführung des Senats als “Renouveau de notre vie démocratique” (Erneuerung unseres demokratischen Lebens). Er betonte die Fortschritte bei der Umsetzung der Regierungsagenda und versicherte, dass soziale und wirtschaftliche Themen wie Gesundheit, Bildung und Energie auch weiterhin Priorität genießen werden.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">Le Président de la République, SEM Faure Essozimna Gnassingbé, a adressé un important message à la nation ce 31 décembre 2024.</p>
<p>L&#39;intégralité du discours en langue Kabyè dans la vidéo ci-dessous. ⬇️⬇️⬇️ <a href="https://t.co/HaymigDG8L">pic.twitter.com/HaymigDG8L</a></p>
<p>— Présidence Togolaise/Togolese Presidency (@PresidenceTg) <a href="https://twitter.com/PresidenceTg/status/1875262882432307385?ref_src=twsrc%5Etfw">January 3, 2025</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferste-senatswahlen-markieren-den-uebergang-zur-parlamentarischen-demokratie%2F&action_name=Erste%20Senatswahlen%20markieren%20den%20%C3%9Cbergang%20zur%20parlamentarischen%20Demokratie&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/erste-senatswahlen-markieren-den-uebergang-zur-parlamentarischen-demokratie/">Erste Senatswahlen markieren den Übergang zur parlamentarischen Demokratie</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>MPS feiert Wahlerfolg: 124 Sitze bei den Wahlen vom 29. Dezember</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mps-feiert-wahlerfolg-124-sitze-bei-den-wahlen-vom-29-dezember/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 10:55:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tschad]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die vorläufigen Ergebnisse der am 29. Dezember 2024 abgehaltenen Wahlen für die Nationalversammlung, Provinz- und Kommunalparlamente wurden am&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmps-feiert-wahlerfolg-124-sitze-bei-den-wahlen-vom-29-dezember%2F&amp;action_name=MPS%20feiert%20Wahlerfolg%3A%20124%20Sitze%20bei%20den%20Wahlen%20vom%2029.%20Dezember&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/mps-feiert-wahlerfolg-124-sitze-bei-den-wahlen-vom-29-dezember/">MPS feiert Wahlerfolg: 124 Sitze bei den Wahlen vom 29. Dezember</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die vorläufigen <a href="https://tchadinfos.com/elections-legislatives-le-mps-obtient-124-sieges-sur-188/">Ergebnisse</a> der am 29. Dezember 2024 abgehaltenen Wahlen für die Nationalversammlung, Provinz- und Kommunalparlamente wurden am 11. Januar 2025 von der <em>Agence nationale de gestion des élections</em> (ANGE) bekannt gegeben. Das Regierungspartei <em>Mouvement Patriotique du Salut</em> (MPS) hat mit 124 von 188 Sitzen in der Nationalversammlung einen klaren Wahlsieg erzielt.</p>



<h3 id="wahlergebnisse-im-ueberblick" class="wp-block-heading">Wahlergebnisse im Überblick</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem dominanten Wahlerfolg des MPS erreichten auch andere Parteien bedeutende Ergebnisse. Laut den vorläufigen Zahlen verteilen sich die restlichen Sitze wie folgt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>RNDT-Le Réveil</strong> unter der Führung des ehemaligen Premierministers Pahimi Padacké Albert sicherte sich 12 Sitze.</li>



<li><strong>RDP</strong> von Mahamat Allahou Taher erhielt 8 Sitze.</li>



<li><strong>UNDR</strong> unter Saleh gewann 7 Sitze.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die verbleibenden Sitze entfallen auf kleinere Parteien und unabhängige Kandidaten.</p>



<h3 id="reaktion-des-mps" class="wp-block-heading">Reaktion des MPS</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Coordination nationale de Campagne</em> (CNC) des MPS äußerte sich zufrieden mit den Ergebnissen und betonte in einer offiziellen Mitteilung ihr Engagement, die Resultate zu überwachen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Kalzeubé Pahimi Deubet, nationaler Koordinator der MPS-Wahlkampagne, dankte den Parteimitgliedern und Unterstützern für ihren Einsatz, der maßgeblich zum Erfolg beigetragen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Ergebnisse sind ein Zeichen des Vertrauens, das die Bürgerinnen und Bürger unserem Programm entgegenbringen“, so Deubet in seiner Rede. Gleichzeitig rief er zu Ruhe, Disziplin und Gesetzestreue während des weiteren Wahlprozesses auf.</p>



<h3 id="die-bedeutung-der-wahlen" class="wp-block-heading">Die Bedeutung der Wahlen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlen markieren einen wichtigen Moment für die politische Landschaft des <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/tschad/">Tschad</a>. Nach Jahren der politischen Spannungen und Reformforderungen könnten die Ergebnisse ein Indikator für die Stabilität des Landes sein. Die starke Mehrheit des MPS in der Nationalversammlung ermöglicht es der Regierungspartei, ihre politische Agenda effektiv voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie die Opposition, darunter RNDT-Le Réveil, auf die Ergebnisse reagiert und welche Rolle sie in der neuen politischen Konstellation spielen wird.</p>



<h3 id="herausforderungen-und-ausblick" class="wp-block-heading">Herausforderungen und Ausblick</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des Wahlerfolgs steht die Regierung weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Fragen der nationalen Sicherheit, wirtschaftlichen Entwicklung und sozialen Gerechtigkeit bleiben zentrale Themen. Beobachter betonen, dass die Legitimität des Wahlergebnisses davon abhängen wird, wie transparent und fair der Prozess im weiteren Verlauf bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlbehörde ANGE hat angekündigt, dass endgültige Ergebnisse in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Eventuelle Beschwerden und Anfechtungen sollen gemäß den gesetzlichen Vorgaben bearbeitet werden.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Mondlane kündigt Rückkehr aus Katar für den 9. Januar an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/mondlane-kuendigt-rueckkehr-aus-katar-fuer-den-9-januar-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jan 2025 11:49:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Katar]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Oppositionsführer Venâncio Mondlane hat angekündigt, am Donnerstag, den 9. Januar, nach Mosambik zurückzukehren. Diese Ankündigung erfolgt vor&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmondlane-kuendigt-rueckkehr-aus-katar-fuer-den-9-januar-an%2F&amp;action_name=Mondlane%20k%C3%BCndigt%20R%C3%BCckkehr%20aus%20Katar%20f%C3%BCr%20den%209.%20Januar%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Oppositionsführer Venâncio Mondlane hat angekündigt, am Donnerstag, den 9. Januar, nach <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mosambik/">Mosambik</a> zurückzukehren. Diese <a href="https://aimnews.org/2025/01/06/mondlane-promises-to-return-on-thursday/">Ankündigung</a> erfolgt vor dem Hintergrund monatelanger Proteste gegen die Wahlergebnisse vom Oktober, bei denen der Kandidat der Regierungspartei Frelimo, Daniel Chapo, zum Sieger erklärt wurde. Chapo soll am 15. Januar als Präsident vereidigt werden.</p>



<h3 id="mondlanes-rueckkehr-und-die-politische-dynamik" class="wp-block-heading">Mondlanes Rückkehr und die politische Dynamik</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mondlane, der sich seit Oktober im selbstgewählten Exil befindet, will seine Rückkehr für den „Kampf um die Demokratie“ nutzen. In einem Facebook-Livestream lud er seine Anhänger ein, ihn am Maputo International Airport zu empfangen. Dabei warnte er, dass ein Versuch, ihn zu verhaften, einen „Volksaufstand“ auslösen könnte.</p>


<p><iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=314&href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fvenamondlane%2Fvideos%2F591525960154351%2F&show_text=false&width=560&t=0" width="560" height="314" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner Abwesenheit eskalierten die Proteste, insbesondere nach der offiziellen Bestätigung von Chapos Sieg am 23. Dezember. Laut der NGO „Decide“ Electoral Platform wurden während der Unruhen mindestens 176 Menschen von Sicherheitskräften getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Filipe Nyusi rief unterdessen zur Ruhe auf. „Wir arbeiten für den Frieden, und ich glaube, dass die Regierung dies fortsetzen wird“, erklärte er während eines Besuchs in einem Zentrum für Straßenkinder in Maputo.</p>



<h3 id="konflikt-innerhalb-der-opposition" class="wp-block-heading">Konflikt innerhalb der Opposition</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="680" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/680px-Venancio_Mondlane.jpg" alt="" class="wp-image-11778 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/680px-Venancio_Mondlane.jpg 680w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/680px-Venancio_Mondlane-283x300.jpg 283w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/680px-Venancio_Mondlane-380x402.jpg 380w" sizes="(max-width: 680px) 100vw, 680px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mondlane hat Albano Forquilha, den Vorsitzenden der Oppositionspartei Podemos, beschuldigt, eine vor den Wahlen getroffene Vereinbarung gebrochen zu haben. Forquilha plant, dass die 47 gewählten Podemos-Abgeordneten ihre Sitze im Parlament einnehmen. Mondlane und seine Anhänger fordern hingegen einen Boykott des Parlaments, um die Legitimität der Wahlergebnisse zu untergraben.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Forquilha weist darauf hin, dass die Teilnahme der Opposition im Parlament essenziell sei, um der Regierungspartei Frelimo politische Fragen zu stellen und Kontrolle auszuüben.</p>



<h3 id="humanitaere-und-wirtschaftliche-herausforderungen" class="wp-block-heading">Humanitäre und wirtschaftliche Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proteste haben zu erheblichen Schäden geführt. Banken, Fabriken und Polizeistationen wurden in den vergangenen Wochen geplündert und niedergebrannt. Die Sicherheitslage bleibt angespannt, und die wirtschaftliche Erholung des Landes wird durch die anhaltenden Unruhen behindert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig könnten geopolitische Verbindungen eine Rolle in Mondlanes Strategie spielen. Seine Rückkehr aus Doha, Katar – einem Land mit bedeutenden Gasreserven, ähnlich wie Mosambik – wirft Fragen über die Verbindungen und Unterstützung des Oppositionsführers auf.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Rede zur Lage der Nation 2024: Präsident von Benin Patrice Talon steht unter Zugzwang</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/rede-zur-lage-der-nation-2024-praesident-von-benin-patrice-talon-steht-unter-zugzwang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 12:13:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Benin]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Präsident von Benin, Patrice Talon, hielt heute seine neunte Rede zur Lage der Nation vor der Nationalversammlung.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Frede-zur-lage-der-nation-2024-praesident-von-benin-patrice-talon-steht-unter-zugzwang%2F&amp;action_name=Rede%20zur%20Lage%20der%20Nation%202024%3A%20Pr%C3%A4sident%20von%20Benin%20Patrice%20Talon%20steht%20unter%20Zugzwang&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident von <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/benin/">Benin</a>, Patrice Talon, hielt heute seine neunte Rede zur Lage der Nation vor der Nationalversammlung. In einem politisch vorgeprägten Jahr und angesichts sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen bot diese Rede die Gelegenheit, die Bilanz seiner Regierung zu präsentieren und eine Richtung für die verbleibenden Monate seiner Amtszeit vorzugeben.</p>



<h4 id="wirtschaft-unter-druck" class="wp-block-heading">Wirtschaft unter Druck</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2016 hat Patrice Talon umfangreiche Reformen angestoßen, um die Wirtschaft Benins zu modernisieren. Doch der Anstieg der Lebenshaltungskosten sorgt weiterhin für Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais und Reis sind gestiegen, was die Kaufkraft vieler Haushalte stark beeinträchtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Benin offiziell eine der niedrigsten Inflationsraten in der Region aufweist, beklagen Kritiker eine belastende Steuerpolitik und Missmanagement. Die Mehrheit der Arbeitskräfte ist im informellen Sektor tätig, wo die Einkommen unregelmäßig und oft nicht ausreichend sind, um die Grundbedürfnisse zu decken.</p>



<h4 id="politische-und-soziale-spannungen" class="wp-block-heading">Politische und soziale Spannungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Talon-Regierung sieht sich regelmäßig Vorwürfen ausgesetzt, Entscheidungen ohne ausreichenden Dialog mit der Opposition und der Zivilgesellschaft zu treffen. So sorgte die Überarbeitung des Wahlgesetzes für politische Spannungen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="fr" dir="ltr">« Finie l&#39;usurpation du pouvoir politique par des vendeurs d&#39;illusions incompétents et mal intentionnés. » </p>
<p>M. Patrice TALON <br />Président de la République <br />Message sur l&#39;état de la Nation <br />Assemblée nationale, le 20 décembre 2024 <a href="https://t.co/PmwHX3xNoj">pic.twitter.com/PmwHX3xNoj</a></p>
<p>— Présidence du Bénin (@PresidenceBenin) <a href="https://twitter.com/PresidenceBenin/status/1870059085074219314?ref_src=twsrc%5Etfw">December 20, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich führen die Inhaftierung oppositioneller Persönlichkeiten und Einschränkungen grundlegender Freiheitsrechte zu anhaltender Kritik. Internationale Organisationen wie die UNO fordern die Freilassung politischer Gefangener wie Joël Aïvo und Reckya Madougou und bezeichnen deren Festnahmen als willkürlich.</p>



<h4 id="sicherheitsprobleme-im-norden" class="wp-block-heading">Sicherheitsprobleme im Norden</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Norden Benins bleibt von wachsender Unsicherheit geprägt. Terroristische Angriffe fordern weiterhin Menschenleben und destabilisieren die Region. Die Bevölkerung erwartet dringend Maßnahmen zur Wiederherstellung von Sicherheit und Frieden.</p>



<h4 id="angespannte-diplomatische-beziehungen" class="wp-block-heading"><strong>Angespannte diplomatische Beziehungen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Benins diplomatische Beziehungen zu seinen Nachbarn stehen vor Herausforderungen. Mit <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/niger/">Niger</a> herrschen seit dem Putsch 2023 Spannungen, und die geschlossene Grenze belastet die wirtschaftlichen Beziehungen. Auch mit <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/burkina-faso/">Burkina Faso</a> sind die Beziehungen angespannt, da Benin beschuldigt wird, französische Militärbasen zu beherbergen, die angeblich zur Destabilisierung des Nachbarlandes dienen sollen.</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/nuYavyC0jco?si=8AdUw-nfx0FwwFIZ" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<h4 id="fortschritte-und-unerfuellte-versprechen" class="wp-block-heading">Fortschritte und unerfüllte Versprechen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede 2023 versprach Patrice Talon den Bau von 32 technischen Schulen, um die Bildungslandschaft zu reformieren. Ein Jahr später sind die Fortschritte kaum sichtbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Energiesektor, wo eine stabile Stromversorgung versprochen wurde, bleibt das Ziel ebenfalls unerreicht. Stromausfälle sind weiterhin ein Problem.</p>



<h4 id="ein-unsicherer-ausblick" class="wp-block-heading">Ein unsicherer Ausblick</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich Talon seinem letzten verfassungsgemäßen Amtsjahr nähert, richten sich die Erwartungen auf seinen angekündigten Verzicht auf eine dritte Amtszeit. Angesichts politischer Spannungen und ungelöster Probleme wird die Umsetzung der verbleibenden Reformen entscheidend sein, um sein Erbe zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Rede versucht Patrice Talon, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen und die Richtung für die letzten Monate seiner Amtszeit zu definieren. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob die angekündigten Maßnahmen Realität werden.</p>
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			<media:title type="html">Rede zur Lage der Nation 2024: Präsident von Benin Patrice Talon steht unter Zugzwang</media:title>
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		<item>
		<title>Unbezahlte Abgeordnete in Südsudan gefährden Vorbereitungen für die Wahlen 2026</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/unbezahlte-abgeordnete-in-suedsudan-gefaehrden-vorbereitungen-fuer-die-wahlen-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Dec 2024 19:30:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ein Mitglied der Übergangs-Nationalversammlung der Republik Südsudan (TNLA) hat Zweifel an der Durchführbarkeit der für 2026 geplanten Wahlen geäußert, da das Land mit massiven wirtschaftlichen Herausforderungen kämpft. Juol Nhomngek, ein Abgeordneter der SPLM-IO aus dem Bundesstaat Lakes, erklärte <em><a href="https://www.radiotamazuj.org/en/news/article/209616">Radio Tamazuj</a></em>, dass die mangelnde Bezahlung der Parlamentarier und anderer Regierungsangestellter die Vorbereitung der Wahlen erheblich behindere.</p>



<h4 id="wirtschaftskrise-laehmt-regierungsarbeit" class="wp-block-heading">Wirtschaftskrise lähmt Regierungsarbeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/suedsudan/">Südsudan</a> sieht sich einer anhaltenden Wirtschaftskrise gegenüber, die dazu geführt hat, dass Beamte und Streitkräfte seit über einem Jahr keine Gehälter erhalten haben. Abgeordnete, die sich für eine viermonatige Parlamentspause in ihre Wahlkreise zurückziehen sollten, konnten aufgrund ausstehender Vergütungen nicht reisen oder ihre Aufgaben vor Ort wahrnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ohne Gehälter und Zulagen können die Abgeordneten ihre Wahlkreise nicht besuchen oder Wählerbildung betreiben“, erklärte Nhomngek. Viele hätten nicht einmal die Mittel, um Benzin für ihre Fahrzeuge zu kaufen oder Flugtickets zu bezahlen.</p>



<h4 id="wahlen-2026-in-gefahr" class="wp-block-heading">Wahlen 2026 in Gefahr</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nhomngek äußerte ernsthafte Zweifel, dass die Wahlen 2026 wie geplant stattfinden können. Viele staatliche Institutionen, einschließlich des Parlaments, seien aufgrund von Finanzierungsproblemen praktisch handlungsunfähig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Parlament funktioniert nicht mehr. Seit zwei Monaten gibt es keine Elektrizität in den Büros. Gesetze, die die Wahlen vorbereiten sollen, werden nicht umgesetzt, und die Öffentlichkeit wird nicht auf den Friedensprozess oder die Wahlen vorbereitet“, so Nhomngek.</p>



<h4 id="vorschlag-fuer-gestaffelte-wahlen" class="wp-block-heading">Vorschlag für gestaffelte Wahlen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Um der Situation zu begegnen, schlug der Abgeordnete vor, zunächst Kommunal- und Landtagswahlen abzuhalten, bevor Parlaments- oder Präsidentschaftswahlen organisiert werden. Dies sei angesichts der aktuellen finanziellen Lage praktikabler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich denke, wir sollten lokale und staatliche Wahlen abhalten, bevor wir uns auf die nationalen Wahlen konzentrieren“, sagte Nhomngek. Er forderte die Öffentlichkeit auf, Druck auf die Regierung auszuüben, um die Durchführung von Wahlen sicherzustellen.</p>



<h4 id="politische-unsicherheit" class="wp-block-heading">Politische Unsicherheit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die SPLM-Partei hatte kürzlich darauf hingewiesen, dass die Wahlen möglicherweise nicht wie geplant stattfinden könnten, da es an finanziellen Mitteln fehle. Die wirtschaftliche Lähmung wirft Fragen über die Fähigkeit des Landes auf, demokratische Prozesse zu gewährleisten und den Übergang zu einer stabilen Regierung zu fördern.</p>
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		<item>
		<title>Präsidentin der französischen Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet besucht Marokko</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/praesidentin-der-franzoesischen-nationalversammlung-yael-braun-pivet-besucht-marokko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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<p>Vertiefung der bilateralen Beziehungen<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fpraesidentin-der-franzoesischen-nationalversammlung-yael-braun-pivet-besucht-marokko%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sidentin%20der%20franz%C3%B6sischen%20Nationalversammlung%20Ya%C3%ABl%20Braun-Pivet%20besucht%20Marokko&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/praesidentin-der-franzoesischen-nationalversammlung-yael-braun-pivet-besucht-marokko/">Präsidentin der französischen Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet besucht Marokko</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin der französischen Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, hat am Freitag in Rabat die außergewöhnlichen Perspektiven der französisch-marokkanischen Partnerschaft betont, die sich laut ihrer Aussage in einem „neuen goldenen Zeitalter“ befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich der Abschlussveranstaltung eines institutionellen Twinning-Projekts zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> und der <a href="https://fokus-afrika.de/tag/eu/">Europäischen Union</a> erklärte Braun-Pivet, dass die Beziehungen zwischen <a href="https://fokus-afrika.de/tag/frankreich/">Frankreich</a> und Marokko 2024 eine neue Dimension erreicht hätten. Grundlage hierfür sei die im Oktober unterzeichnete Erklärung zum „Erweiterten Ausnahme-Partnerschaftsabkommen“ zwischen König Mohammed VI. und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser neue Rahmen stützt sich auf Respekt, Solidarität und gegenseitiges Vertrauen,“ sagte sie. Zudem lobte Braun-Pivet den Einsatz von König Mohammed VI. für den Aufbau dieser strategischen Partnerschaft.</p>



<h4 id="twinning-projekt-unterstuetzung-der-modernisierung-des-marokkanischen-parlaments" class="wp-block-heading">Twinning-Projekt: Unterstützung der Modernisierung des marokkanischen Parlaments</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="707" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-1024x707.jpeg" alt="" class="wp-image-13112 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-1024x707.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-300x207.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-768x530.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-1536x1060.jpeg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-2048x1413.jpeg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-380x262.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-800x552.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-1160x800.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/Geop6gqWQAAo3qZ-min-scaled.jpeg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Präsidentin würdigte den Erfolg des Twinning-Projekts, das von der Europäischen Union initiiert wurde. Es beinhaltete eine enge Zusammenarbeit zwischen dem marokkanischen Repräsentantenhaus und mehreren europäischen Parlamenten, darunter die französische Nationalversammlung, sowie die Parlamente Belgiens, Tschechiens, Griechenlands, Italiens und Portugals.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt unterstützte die Modernisierung der marokkanischen Parlamentsarbeit durch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Optimierung von Management- und HR-Tools</strong> sowie</li>



<li><strong>Verbesserung der legislativen Nachverfolgung</strong>, um die konkreten Auswirkungen verabschiedeter Gesetze auf die Bevölkerung besser zu bewerten.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Braun-Pivet hob hervor, dass die Stärkung der parlamentarischen Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Marokko eine Schlüsselrolle in der bilateralen Partnerschaft spiele.</p>



<h4 id="frankreich-bekraeftigt-unterstuetzung-fuer-marokkos-souveraenitaet-ueber-die-westsahara" class="wp-block-heading">Frankreich bekräftigt Unterstützung für Marokkos Souveränität über die Westsahara</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres wichtiges Thema der Gespräche war die französische Unterstützung für die marokkanische Souveränität über die Westsahara. Braun-Pivet betonte, dass Frankreich, aufgrund seiner historischen und strategischen Beziehungen zu Marokko, das Königreich weiterhin in seinen zentralen Anliegen unterstütze, insbesondere in Bezug auf die Westsahara.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Frankreich ist davon überzeugt, dass Gegenwart und Zukunft der Sahara untrennbar mit der marokkanischen Souveränität verbunden sind,“ erklärte sie.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="fr" dir="ltr">Je crois en la force de la diplomatie parlementaire. </p>
<p>Ensemble, continuons de marcher sur cette route de l’avenir : elle nous mènera vers le progrès des peuples et la paix des nations.</p>
<p>Vive l’amitié franco-marocaine. <a href="https://t.co/1i4O9lDheg">pic.twitter.com/1i4O9lDheg</a></p>
<p>— Yaël Braun-Pivet (@YaelBRAUNPIVET) <a href="https://twitter.com/YaelBRAUNPIVET/status/1867605089256435731?ref_src=twsrc%5Etfw">December 13, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Nationalversammlung plane, durch parlamentarische Delegationen zur weiteren Entwicklung der Region beizutragen. Ziel sei es, neue wirtschaftliche und kulturelle Partnerschaften zu fördern, die der lokalen Bevölkerung zugutekommen. Braun-Pivet wies darauf hin, dass französische Unternehmen bereits aktiv in der Region engagiert seien und ihre Präsenz ausweiten wollen.</p>



<h4 id="ein-neuer-meilenstein-der-kooperation" class="wp-block-heading">Ein neuer Meilenstein der Kooperation</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die französisch-marokkanische Partnerschaft hat sich 2024 weiter intensiviert. Sie basiert nicht nur auf gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen, sondern auch auf einem politischen und kulturellen Schulterschluss. Die Vision, die von König Mohammed VI. und Präsident Emmanuel Macron vorangetrieben wird, zielt darauf ab, die bilateralen Beziehungen zu einem Modell für erfolgreiche Kooperation innerhalb Afrikas und Europas zu machen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wahlausgang in Ghana: Bawumia gesteht Niederlage ein und sichert Mahama Unterstützung zu</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wahlausgang-in-ghana-bawumia-gesteht-niederlage-ein-und-sichert-mahama-unterstuetzung-zu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2024 11:10:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ghana]]></category>
		<category><![CDATA[4]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Dr. Mahamudu Bawumia, Vizepräsident Ghanas und Präsidentschaftskandidat der regierenden New Patriotic Party (NPP), hat seine Niederlage bei den&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwahlausgang-in-ghana-bawumia-gesteht-niederlage-ein-und-sichert-mahama-unterstuetzung-zu%2F&amp;action_name=Wahlausgang%20in%20Ghana%3A%20Bawumia%20gesteht%20Niederlage%20ein%20und%20sichert%20Mahama%20Unterst%C3%BCtzung%20zu&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Dr. Mahamudu Bawumia, Vizepräsident Ghanas und Präsidentschaftskandidat der regierenden New Patriotic Party (NPP), hat seine Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen 2024 eingestanden. In einer am Sonntagmorgen abgehaltenen Pressekonferenz erklärte Bawumia, dass er seinen Kontrahenten, den ehemaligen Präsidenten John Dramani Mahama von der National Democratic Congress (NDC), als Sieger anerkenne und den Übergang aktiv unterstützen werde.</p>



<h4 id="uebergabeprozess-und-politische-stabilitaet" class="wp-block-heading">Übergabeprozess und politische Stabilität</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bawumia betonte die Bedeutung eines reibungslosen Übergangs, um die Stabilität des Landes zu wahren. „Ich versichere Seiner Exzellenz John Dramani Mahama meine volle Unterstützung im Übergangsprozess“, erklärte er und fügte hinzu, dass die NPP als demokratische Partei entschlossen sei, den Regierungswechsel effizient und friedlich zu gestalten.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Seine Entscheidung, frühzeitig das Wahlergebnis anzuerkennen, begründete er mit dem Wunsch, Spannungen im Land zu vermeiden. „Die Menschen in Ghana haben für Veränderung gestimmt, und wir respektieren diesen Willen mit Demut“, sagte er.</p>



<h4 id="ergebnis-der-praesidentschafts-und-parlamentswahlen" class="wp-block-heading">Ergebnis der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nach vorläufigen Ergebnissen hat John Dramani Mahama rund 51 % der Stimmen auf sich vereinen können, während Bawumia etwa 47 % erhielt. Auch im Parlament konnte die NDC laut Aussagen ihres Kommunikationsbeauftragten Sammy Gyamfi eine klare Mehrheit erringen. Die Partei sicherte sich demnach 185 der 276 Sitze und erhielt damit ein starkes Mandat für die kommende Legislaturperiode.</p>


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</div>



<h4 id="reaktionen-der-politischen-akteure" class="wp-block-heading">Reaktionen der politischen Akteure</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bawumia betonte, dass die NPP als Oppositionspartei eine konstruktive Rolle einnehmen werde. „Wir werden keine destruktive Opposition sein, sondern den demokratischen Prozess durch fundierte Kontrolle und Kritik bereichern“, erklärte er. Er appellierte an seine Parteimitglieder und Anhänger, die Niederlage mit Fassung zu tragen und den Fokus auf die Stärkung der Partei für die Zukunft zu legen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mahama seinerseits dankte Bawumia für dessen staatsmännisches Verhalten und erklärte, dass der friedliche Machtwechsel ein Beweis für die Stärke der ghanaischen Demokratie sei.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">I have, this morning, received a congratulatory call from my brother Dr <a href="https://twitter.com/MBawumia?ref_src=twsrc%5Etfw">@MBawumia</a>, following my emphatic victory in Saturday’s election. </p>
<p>Thank you, Ghana.</p>
<p>— John Dramani Mahama (@JDMahama) <a href="https://twitter.com/JDMahama/status/1865691327394103335?ref_src=twsrc%5Etfw">December 8, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<h4 id="bedeutung-fuer-die-demokratie-in-ghana" class="wp-block-heading">Bedeutung für die Demokratie in Ghana</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/2uPrpxiI_400x400.jpg" alt="" class="wp-image-12977 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/2uPrpxiI_400x400.jpg 400w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/2uPrpxiI_400x400-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/2uPrpxiI_400x400-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/2uPrpxiI_400x400-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/2uPrpxiI_400x400-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/12/2uPrpxiI_400x400-380x380.jpg 380w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl 2024 markiert einen weiteren Meilenstein in der demokratischen Entwicklung Ghanas. Die friedliche Anerkennung des Wahlergebnisses durch Bawumia und die NPP unterstreicht das demokratische Fundament des Landes, das international als Vorbild für den afrikanischen Kontinent gilt. „Ghana hat erneut bewiesen, dass Demokratie hier nicht nur ein Prinzip, sondern gelebte Praxis ist“, kommentierte ein politischer Beobachter die Ereignisse.</p>
</div></div>
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			<media:title type="html">Wahlausgang in Ghana: Bawumia gesteht Niederlage ein und sichert Mahama Unterstützung zu</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Präsidentschaftswahl in Ghana 2024: Bawumia gesteht Niederlage ein und sichert Mahama Unterstützung zu.</media:description>
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		<title>Internationales Symposium zur Übergangsjustiz in Rabat eröffnet</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/internationales-symposium-zur-uebergangsjustiz-in-rabat-eroeffnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Unter der Schirmherrschaft von König Mohammed VI. hat am Freitag in Rabat ein internationales Symposium zur Übergangsjustiz begonnen.&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Finternationales-symposium-zur-uebergangsjustiz-in-rabat-eroeffnet%2F&amp;action_name=Internationales%20Symposium%20zur%20%C3%9Cbergangsjustiz%20in%20Rabat%20er%C3%B6ffnet&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/internationales-symposium-zur-uebergangsjustiz-in-rabat-eroeffnet/">Internationales Symposium zur Übergangsjustiz in Rabat eröffnet</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Unter der Schirmherrschaft von König Mohammed VI. hat am Freitag in Rabat ein <a href="https://www.mapnews.ma/fr/actualites/politique/ouverture-à-rabat-d’un-symposium-international-sur-la-justice-transitionnelle">internationales Symposium</a> zur Übergangsjustiz begonnen. Die Veranstaltung findet im marokkanischen Parlament statt und markiert den 20. Jahrestag der Gründung der <em>Instance Équité et Réconciliation</em> (IER).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer feierlichen Eröffnung verlas Amina Bouayach, Präsidentin des Nationalen Menschenrechtsrats (CNDH), eine königliche Botschaft an die Teilnehmer. Organisiert wurde das Symposium von den beiden Parlamentskammern und dem CNDH.</p>



<h3 id="teilnehmer-aus-politik-zivilgesellschaft-und-internationalen-organisationen" class="wp-block-heading">Teilnehmer aus Politik, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Thema „Prozesse der Übergangsjustiz: Für nachhaltige Reformen“ versammeln sich auf dem Symposium Vertreter der marokkanischen Regierung, des Parlaments, der Justiz sowie nationale und internationale Menschenrechtsorganisationen. Ebenso nehmen Vertreter der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union sowie Experten und Akteure der Zivilgesellschaft aus verschiedenen Ländern teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweitägige Konferenz thematisiert zentrale Fragen der Übergangsjustiz, einschließlich ihrer Verknüpfung mit Verfassungs-, Gesetzes- und Justizreformen. Dabei wird der Fokus auf die Rolle öffentlicher Institutionen und zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie auf die Umsetzung von Empfehlungen aus Prozessen der Übergangsjustiz gelegt. Auch Fragen der historischen Aufarbeitung und Erinnerungskultur stehen im Mittelpunkt.</p>



<h3 id="marokko-als-vorreiter-der-uebergangsjustiz" class="wp-block-heading">Marokko als Vorreiter der Übergangsjustiz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Botschaft betonte König Mohammed VI., dass die Übergangsjustiz in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> als Pioniermodell weltweit Anerkennung gefunden habe. Die Gründung der IER sei ein entscheidender Schritt hin zu einer demokratischen Transformation gewesen, die auf Konsens und den Prinzipien des Rechtsstaats basiere.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="ar" dir="rtl">في رسالة سامية للمشاركين في مناظرة دولية حول <a href="https://twitter.com/hashtag/%D8%A7%D9%84%D8%B9%D8%AF%D8%A7%D9%84%D8%A9_%D8%A7%D9%84%D8%A7%D9%86%D8%AA%D9%82%D8%A7%D9%84%D9%8A%D8%A9?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#العدالة_الانتقالية</a>:</p>
<p>جلالة الملك محمد السادس يجدد التأكيد على أن إحداث هيئة الإنصاف والمصالحة كان</p>
<p>🔴قرارا سياديا ضمن مسار طوعي لتدبير الشأن العام، يقوم على مفهوم جديد للسلطة وعلى مسؤولية المؤسسات ومحاسبتها<br />🔴لضمان كرامة كل المغاربة🔴 <a href="https://t.co/V2w7MjHi9B">pic.twitter.com/V2w7MjHi9B</a></p>
<p>— Human Rights Morocco (@CNDHMaroc) <a href="https://twitter.com/CNDHMaroc/status/1865010440738136329?ref_src=twsrc%5Etfw">December 6, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der König hob hervor, dass die marokkanische Erfahrung eine umfassende Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen aus der Vergangenheit ermöglicht habe. Öffentliche Anhörungen und lokale Untersuchungen hätten dazu beigetragen, individuelles und kollektives Unrecht aufzuarbeiten. Zugleich seien institutionelle Reformen angestoßen worden, die Marokko zu einem Vorreiter in der arabischen und afrikanischen Region machten.</p>



<h3 id="uebergangsjustiz-als-grundlage-fuer-nachhaltige-entwicklung" class="wp-block-heading">Übergangsjustiz als Grundlage für nachhaltige Entwicklung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die IER habe nicht nur zur nationalen Versöhnung beigetragen, sondern auch weitreichende Reformen in den Bereichen Menschenrechte und gesellschaftliche Entwicklung angestoßen, so König Mohammed VI. Insbesondere sei die Gerechtigkeit zwischen den verschiedenen Regionen des Landes in den Fokus gerückt, um marginalisierte Gebiete besser zu integrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Marokkos südliche Provinzen sind heute ein Modell für räumliche Gerechtigkeit und wirtschaftliche Entwicklung, das international Anerkennung findet“, erklärte der König in seiner Botschaft. Er unterstrich, dass die Übergangsjustiz nicht nur historische Versöhnung, sondern auch die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum geschaffen habe.</p>
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		<title>Liberia: Politische Krise im Parlament – US-Botschaft fordert Lösungen</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/liberia-politische-krise-im-parlament-us-botschaft-fordert-loesungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liberia]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Inmitten einer angespannten politischen Situation in Liberia hat die US-Botschaft in Monrovia die politischen Führer des Landes dazu&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fliberia-politische-krise-im-parlament-us-botschaft-fordert-loesungen%2F&amp;action_name=Liberia%3A%20Politische%20Krise%20im%20Parlament%20%E2%80%93%20US-Botschaft%20fordert%20L%C3%B6sungen&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Inmitten einer angespannten politischen Situation in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/">Liberia</a> hat die US-Botschaft in Monrovia die politischen Führer des Landes dazu aufgerufen, den Konflikt im Parlament friedlich und im Einklang mit der Verfassung zu lösen. Hintergrund der Krise ist der Versuch einer Gruppe von Abgeordneten, den Sprecher des Repräsentantenhauses, J. Fonati Koffa, abzusetzen. Die Spannungen, die sich daraus ergeben haben, drohen, die politische Stabilität und das Vertrauen in Liberias demokratische Institutionen zu erschüttern.</p>



<h3 id="eskalierende-spannungen-im-parlament" class="wp-block-heading">Eskalierende Spannungen im Parlament</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Krise begann, als eine Gruppe von Abgeordneten, die sich als „Majority Bloc“ bezeichnet, vor einem Monat Schritte unternahm, um Koffa als Sprecher abzusetzen. Am 21. November erklärte die Gruppe den Posten offiziell für vakant und wählte den Abgeordneten Richard Nagbe Koon aus Montserrado County als neuen Sprecher. Koffa und seine Unterstützer reagierten mit der Einreichung einer Klage beim Obersten Gerichtshof und bezeichneten die Absetzung als verfassungswidrig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Klage argumentiert Koffa, dass die Absetzung gegen Artikel 20 und 49 der liberianischen Verfassung verstoße. Laut diesen Vorschriften ist eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen erforderlich, um einen Sprecher abzusetzen. Darüber hinaus müsse der Prozess transparent und unter Einhaltung des Rechts auf Anhörung sowie anderer Verfahrensrechte durchgeführt werden. Koffa behauptet, dass nur 40 der 73 Abgeordneten an der fraglichen Sitzung teilgenommen hätten – weit unter der erforderlichen Mehrheit von 49 Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Problem sind sechs Abgeordnete, die ihre Unterstützung für die Absetzung kurz vor der Abstimmung zurückgezogen haben sollen. Diese Rücknahmen seien nach Angaben von Koffa ignoriert worden, was die Legitimität des Verfahrens weiter infrage stelle.</p>



<h3 id="us-botschaft-ruft-zur-maessigung-auf" class="wp-block-heading">US-Botschaft ruft zur Mäßigung auf</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="440" height="660" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Mark_Toner_U.S._Acting_Deputy_Chief_of_Mission.jpg" alt="" class="wp-image-12793 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Mark_Toner_U.S._Acting_Deputy_Chief_of_Mission.jpg 440w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Mark_Toner_U.S._Acting_Deputy_Chief_of_Mission-200x300.jpg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Mark_Toner_U.S._Acting_Deputy_Chief_of_Mission-380x570.jpg 380w" sizes="(max-width: 440px) 100vw, 440px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einer offiziellen Erklärung hat die US-Botschaft alle politischen Akteure aufgefordert, die Spannungen zu deeskalieren und den Rechtsstaat zu respektieren. Der US-Botschafter in Liberia, Mark Toner, traf sich am Montag mit dem ehemaligen Präsidenten George Weah, um die aktuelle Lage zu besprechen. In der <a href="https://frontpageafricaonline.com/news/liberia-us-embassy-calls-for-peaceful-outcome-to-liberia-legislative-saga-urges-respect-for-rule-of-law/">Erklärung</a> der Botschaft heißt es:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Vereinigten Staaten möchten, dass Liberias politischer Prozess friedlich und unter Beachtung des Rechtsstaatsprinzips abläuft. Mehr denn je müssen Liberias Führer – sowohl die gegenwärtigen als auch die früheren – Einheit demonstrieren, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Botschaft hob hervor, dass der Konflikt nicht nur eine politische Frage sei, sondern eine ernste Bewährungsprobe für die demokratischen Grundsätze und die Verfassungsordnung des Landes.</p>



<h3 id="kritik-an-der-regierung-von-praesident-boakai" class="wp-block-heading">Kritik an der Regierung von Präsident Boakai</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="378" height="484" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/President_George_Weah_in_2019_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-12794 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/President_George_Weah_in_2019_cropped.jpg 378w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/President_George_Weah_in_2019_cropped-234x300.jpg 234w" sizes="(max-width: 378px) 100vw, 378px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der ehemalige Präsident George Weah hat sich kritisch zu den Entwicklungen geäußert und die Regierung von Präsident Joseph Boakai beschuldigt, die Demokratie zu gefährden. Während einer Ansprache in seiner Kirche warnte Weah, dass der Versuch, Koffa abzusetzen, eine organisierte Untergrabung der Verfassung sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie versuchen, den Sprecher unrechtmäßig zu stürzen. Das ist ein Angriff auf die Demokratie,“ erklärte Weah. Er warf der Regierung vor, politische Rivalen zu manipulieren, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen, und betonte, dass solche Praktiken an Liberias konfliktbelastete Vergangenheit erinnern könnten.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weah kritisierte auch Präsident Boakai persönlich und beschuldigte ihn, die Verfassung nicht entschlossen zu verteidigen. In einer emotionalen Rede forderte er alle Liberianer auf, wachsam zu bleiben und ihre demokratischen Rechte zu schützen.</p>



<h3 id="die-bedeutung-der-entscheidung-des-obersten-gerichtshofs" class="wp-block-heading">Die Bedeutung der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. November wird der Oberste Gerichtshof die Parteien in dem Streit anhören, um über die Rechtmäßigkeit der Absetzung von Koffa zu entscheiden. Die Entscheidung wird von Beobachtern als richtungsweisend für die Zukunft Liberias angesehen, da sie das Engagement des Landes für Rechtsstaatlichkeit und demokratische Prozesse bestätigen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koffa fordert, dass das Gericht die Sitzung vom 21. November für verfassungswidrig erklärt, die Absetzung als null und nichtig zurückweist und die ursprüngliche Ordnung im Parlament wiederherstellt. Darüber hinaus verlangt er, dass jegliche Maßnahmen, die auf der Absetzung basieren, rückgängig gemacht werden.</p>



<h3 id="bedeutung-fuer-die-demokratie-liberias" class="wp-block-heading">Bedeutung für die Demokratie Liberias</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen Liberias junge Demokratie konfrontiert ist. Die Situation erinnert an frühere politische Krisen, bei denen Verfassungsfragen zu Konflikten führten. Der Konflikt zeigt auch die Bedeutung unabhängiger Institutionen wie des Obersten Gerichtshofs, die in der Lage sein müssen, politische Spannungen auf Grundlage der Verfassung zu lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Akteure wie die USA und regionale Organisationen wie ECOWAS beobachten die Lage genau. Die US-Botschaftsaufforderung zur Einheit und Beachtung der Rechtsstaatlichkeit unterstreicht die Bedeutung eines friedlichen und rechtmäßigen Prozesses, der das Vertrauen in Liberias Institutionen stärkt.</p>
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			<media:title type="html">Mark_Toner,_U.S._Acting_Deputy_Chief_of_Mission</media:title>
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			<media:title type="html">2019 U.S. Independence Day Celebration at the U.S. Embassy in Monrovia, Liberia</media:title>
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		<item>
		<title>Förderung von Deutsch in Afrika: Bundesregierung sieht keine Erhöhung des Migrationsdrucks</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/foerderung-von-deutsch-in-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2024 14:58:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Bundesregierung hat klargestellt, dass das „Sonderprogramm zur Förderung von Deutsch in Afrika“ keinen Einfluss auf eine Erhöhung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffoerderung-von-deutsch-in-afrika%2F&amp;action_name=F%C3%B6rderung%20von%20Deutsch%20in%20Afrika%3A%20Bundesregierung%20sieht%20keine%20Erh%C3%B6hung%20des%20Migrationsdrucks&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/foerderung-von-deutsch-in-afrika/">Förderung von Deutsch in Afrika: Bundesregierung sieht keine Erhöhung des Migrationsdrucks</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Bundesregierung hat klargestellt, dass das „Sonderprogramm zur Förderung von Deutsch in Afrika“ keinen Einfluss auf eine Erhöhung des Migrationsdrucks auf Deutschland hat. Dies geht aus einer Antwort (<a href="https://dserver.bundestag.de/btd/20/138/2013819.pdf">Drucksache 20/13819</a>) auf eine Kleine Anfrage (Drucksache 20/13838) der AfD-Fraktion hervor, die sich auf den Haushaltsplan 2025 des Auswärtigen Amtes bezog.</p>



<h4 id="foerderung-von-deutsch-als-bildungs-und-werteinstrument" class="wp-block-heading">Förderung von Deutsch als Bildungs- und Werteinstrument</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm verfolgt das Ziel, die deutsche Sprache nachhaltig in Bildungssystemen afrikanischer Staaten zu verankern. Laut der Bundesregierung trägt das Erlernen der Sprache dazu bei, individuelle Bildungsbiografien mit Deutschland zu verknüpfen und deutsche Normen und Werte zu vermitteln. Dadurch soll langfristig ein starkes Netzwerk in den Zielländern des Programms entstehen.</p>



<h4 id="bedeutung-fuer-die-fachkraefteeinwanderung" class="wp-block-heading">Bedeutung für die Fachkräfteeinwanderung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Programms ist die Rolle der deutschen Sprache als Basis für die qualifizierte Fachkräfteeinwanderung. Diese Zielsetzung steht im Einklang mit dem <a href="https://fokus-afrika.de/ein-jahr-fachkraefteeinwanderungsgesetz/">Fachkräfteeinwanderungsgesetz</a>, das auf die Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland abzielt. „Für die Förderung qualifizierter Fachkräfteeinwanderung ist das Erlernen der deutschen Sprache grundlegend“, heißt es in der Stellungnahme der Bundesregierung.</p>



<h4 id="kritik-und-politische-debatte" class="wp-block-heading">Kritik und politische Debatte</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD-Fraktion hatte das Sonderprogramm im Kontext des Haushaltsplans 2025 hinterfragt und Bedenken geäußert, dass es den Migrationsdruck auf Deutschland verstärken könnte. Diese Einschätzung wurde von der Bundesregierung entschieden zurückgewiesen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Marokkanische Gemeinschaft weist AfD-Rhetorik entschieden zurück – breite Kritik an Martin Sichert</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/marokkanische-gemeinschaft-weist-afd-rhetorik-entschieden-zurueck-breite-kritik-an-martin-sichert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die jüngsten Aussagen des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert haben eine Welle der Empörung ausgelöst. Während einer Debatte zur Cannabislegalisierung&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmarokkanische-gemeinschaft-weist-afd-rhetorik-entschieden-zurueck-breite-kritik-an-martin-sichert%2F&amp;action_name=Marokkanische%20Gemeinschaft%20weist%20AfD-Rhetorik%20entschieden%20zur%C3%BCck%20%E2%80%93%20breite%20Kritik%20an%20Martin%20Sichert&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten <a href="https://dserver.bundestag.de/btp/20/20201.pdf">Aussagen</a> des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert haben eine Welle der Empörung ausgelöst. Während einer Debatte zur Cannabislegalisierung stellte Sichert pauschale Verbindungen zwischen Marokkanern, Arbeitslosigkeit und Kriminalität her.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Äußerungen wurden von Organisationen der marokkanischen Diaspora sowie politischen Vertreterinnen entschieden zurückgewiesen. Die entfachte Diskussion beleuchtet nicht nur die Problematik populistischer Rhetorik, sondern auch die wertvolle Rolle der marokkanischen Gemeinschaft in Deutschland für die deutsch-marokkanischen Beziehungen.</p>



<h3 id="die-umstrittenen-aussagen-von-martin-sichert-pauschale-vorwuerfe-gegen-marokkaner" class="wp-block-heading">Die umstrittenen Aussagen von Martin Sichert: Pauschale Vorwürfe gegen Marokkaner</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede im Bundestag behauptete Martin Sichert, die sogenannte „Mocro-Mafia“, eine organisierte kriminelle Gruppe aus den Niederlanden, bestehe überwiegend aus Marokkanern und dass arbeitslose Marokkaner abgeschoben werden sollten. Diese Äußerungen fielen im Kontext einer Debatte über die Cannabislegalisierung, wobei Sichert die Legalisierung mit einer vermeintlich steigenden Bedrohung für die innere Sicherheit verband.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Rhetorik, die Zuwanderung mit Kriminalität gleichsetzt, spiegelt laut Kritikerinnen und Kritikern eine rassistische und diskriminierende Haltung wider, die das gesellschaftliche Klima vergiftet und gezielt gegen Minderheiten hetzt.</p>



<h3 id="marokkanische-diaspora-scharfe-ablehnung-und-pruefung-rechtlicher-schritte" class="wp-block-heading">Marokkanische Diaspora: Scharfe Ablehnung und Prüfung rechtlicher Schritte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">13 Organisationen der marokkanischen Diaspora aus Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hessen, Saarland, Baden-Württemberg und Bremen veröffentlichten eine gemeinsame Stellungnahme, in der sie Sicherts Aussagen entschieden zurückweisen. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:39% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-724x1024.jpg" alt="" class="wp-image-12669 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-724x1024.jpg 724w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-212x300.jpg 212w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-768x1086.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-1086x1536.jpg 1086w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-1448x2048.jpg 1448w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-380x537.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-800x1132.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-1160x1641.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Marokkaner-in-Deutschland-Stellungnahme-zu-den-Aeusserungen-von-MdB-Sichert-scaled.jpg 1810w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sie betonten, dass seine Aussagen nicht nur falsch und pauschalisierend seien, sondern gezielt darauf abzielten, Ängste zu schüren und Vorurteile zu verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Seit über 60 Jahren leisten Marokkanerinnen und Marokkaner wertvolle Beiträge in Deutschland – ob in der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Kultur oder der Gesellschaft. Sicherts Aussagen verkennen diese Realität und diffamieren eine ganze Gemeinschaft auf Grundlage falscher und unverantwortlicher Unterstellungen“, hieß es in der Stellungnahme.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem kündigten sie rechtliche Schritte an, um gegen solche diskriminierenden Aussagen vorzugehen. Die Erklärung unterstrich auch die möglichen außenpolitischen Folgen solcher Rhetorik: „Die Äußerungen des Abgeordneten im Plenum des Bundestags nehmen Schäden an den Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Marokko billigend in Kauf.“</p>



<h3 id="politische-stimmen-parteiuebergreifende-kritik-an-martin-sichert" class="wp-block-heading">Politische Stimmen: Parteiübergreifende Kritik an Martin Sichert</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Politikerinnen und Politiker aus demokratischen Parteien zeigten sich empört über die Aussagen des AfD-Abgeordneten. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sanae Abdi, selbst Deutsch-Marokkanerin und entwicklungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, verurteilte Sicherts Aussagen scharf: „Die Aussagen des AfD-Abgeordneten Martin Sichert zeigen wieder einmal den rassistischen Kern der Partei. Ohne jeglichen Anspruch auf Anstand und Wahrhaftigkeit werden Zusammenhänge konstruiert, Sündenböcke erfunden und Menschen gegeneinander aufgehetzt.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="400" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Hoeller.jpg" alt="" class="wp-image-12670 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Hoeller.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/Hoeller-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Auch die Grünen-Politikerin Dr. Julia Höller, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Grünen im NRW-Landtag, äußerte sich gegenüber FOKUS AFRIKA kritisch zu Sicherts Rede: „Die AfD verbreitet mal wieder absichtlich rassistische und menschenfeindliche Falschbehauptungen. Die Serie von Gewalttaten und Explosionen in NRW ist nicht hinnehmbar und zeigt, dass wir uns sehr ernsthaft mit den verschiedenen Formen der organisierten Kriminalität befassen müssen.“</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie betonte auch, dass der Begriff „Mocro-Mafia“ weder hilfreich noch korrekt sei:  „Dabei ist der Begriff ‚Mocro-Mafia‘ nicht nur wenig hilfreich, sondern auch inhaltlich falsch, wie die Polizei NRW mehrfach auch öffentlich festgestellt hat. Die pauschale Vorverurteilung von Marokkanerinnen und Marokkanern und die von der AfD geäußerten Vorurteile lehne ich entschieden ab.“</p>



<h3 id="an-der-deutsch-marokkanischen-freundschaft-wird-festgehalten" class="wp-block-heading">An der deutsch-marokkanischen Freundschaft wird festgehalten</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="568" height="758" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/abdi_sanae.jpg" alt="" class="wp-image-12671 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/abdi_sanae.jpg 568w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/abdi_sanae-225x300.jpg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/abdi_sanae-380x507.jpg 380w" sizes="(max-width: 568px) 100vw, 568px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Sanae Abdi unterstrich die Bedeutung der deutsch-marokkanischen Beziehungen, die auf Respekt und gegenseitiger Anerkennung beruhen. <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/marokko/">Marokko</a> ist ein zentraler Partner auf multidimensionalen Ebenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Deutschland pflegt sehr gute Beziehungen zu Marokko und profitiert enorm von wechselseitigen Beziehungen. Von der Einwanderung hochqualifizierter Fachkräfte bis zur Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien ist unsere Partnerschaft geprägt von einem Austausch, der auf gegenseitiger Anerkennung und Respekt beruht,“ erklärte Abdi diesem Medium.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie warnte, dass die populistische Hetze der AfD diese Partnerschaft gefährden könnte: „Mit ihren haltlosen Unterstellungen hetzt die AfD Menschen gegeneinander auf, zerstört die jahrelange zwischenstaatliche Arbeit und schadet Deutschland massiv.“</p>



<h3 id="gefahr-durch-populistische-rhetorik-eine-gesamtgesellschaftliche-herausforderung" class="wp-block-heading">Gefahr durch populistische Rhetorik: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die breite Kritik an Sicherts Rede verdeutlicht die wachsende Sensibilität gegenüber populistischen und rassistischen Aussagen. Sie zeigt aber auch die Notwendigkeit, solchen Äußerungen mit Fakten, gesellschaftlicher Solidarität und rechtlichen Mitteln entgegenzutreten, um Beschädigungen des internationalen Ansehens zu minimieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Diaspora erklärt, dass sie weiterhin für ihre Werte und ihren Beitrag zur deutschen Gesellschaft einstehen werde. „Unsere Werte beruhen auf Einigkeit, Recht und Freiheit für ein friedliches, erfolgreiches Miteinander in Deutschland,“ erklärten die Organisationen. Politische Vertreterinnen und Vertreter nehmen dieses Angebot auf, gesellschaftliche Herausforderungen durch faktenbasierte und differenzierte Ansätze anzugehen. Der Einsatz für Solidarität und ein respektvolles Miteinander sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.</p>
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			<media:title type="html">Marokkaner in Deutschland &#124; Stellungnahme zu den Äußerungen von MdB Sichert</media:title>
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			<media:title type="html">abdi_sanae</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Skandal um den Haushalt 2025 schürt Spaltung des Parlaments</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/skandal-um-den-haushalt-2025-schuert-spaltung-des-parlaments/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Liberia]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=12629</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am 18. November 2024 legte Präsident Joseph Nyuma Boakai den Entwurf des Nationalen Haushalts für das Fiskaljahr 2025 vor, der einen Gesamtbetrag von 851,8 Millionen US-Dollar umfasst. Dies wurde durch eine Mitteilung des Ministeriums für Information bekanntgegeben. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fskandal-um-den-haushalt-2025-schuert-spaltung-des-parlaments%2F&amp;action_name=Skandal%20um%20den%20Haushalt%202025%20sch%C3%BCrt%20Spaltung%20des%20Parlaments&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/skandal-um-den-haushalt-2025-schuert-spaltung-des-parlaments/">Skandal um den Haushalt 2025 schürt Spaltung des Parlaments</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der Haushaltsentwurf sieht 833 Millionen US-Dollar als Kernumsatz und 18,8 Millionen US-Dollar als ergänzende Einnahmen vor. Dieser Entwurf stellt eine Steigerung von 15,3 % im Vergleich zum Haushalt 2024 dar und enthält Mittel zur Finanzierung wichtiger Programme im Rahmen der ARREST-Agenda für inklusive Entwicklung (AAID), Schuldendienst und andere staatliche Verpflichtungen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="639" height="638" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/JNB.jpg" alt="" class="wp-image-12632 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/JNB.jpg 639w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/JNB-300x300.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/JNB-150x150.jpg 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/JNB-80x80.jpg 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/JNB-110x110.jpg 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/JNB-380x379.jpg 380w" sizes="(max-width: 639px) 100vw, 639px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Boakai betonte, dass der Haushalt dringend vom Parlament geprüft und genehmigt werden müsse, damit die Umsetzung im Januar 2025 beginnen könne. Die Vorlage entspricht den Bestimmungen des öffentlichen Finanzmanagementgesetzes von 2009, dessen Änderung von 2019 die rechtlichen Grundlagen für die rechtzeitige Vorlage von Haushaltsentwürfen festlegt.</p>
</div></div>



<h2 id="haushaltsvorlage-inmitten-einer-fuehrungskrise" class="wp-block-heading">Haushaltsvorlage inmitten einer Führungskrise</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="829" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/WhatsApp-Image-2024-11-18-at-6.14.13-PM-1024x829.jpeg" alt="" class="wp-image-12631 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/WhatsApp-Image-2024-11-18-at-6.14.13-PM-1024x829.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/WhatsApp-Image-2024-11-18-at-6.14.13-PM-300x243.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/WhatsApp-Image-2024-11-18-at-6.14.13-PM-768x622.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/WhatsApp-Image-2024-11-18-at-6.14.13-PM-380x308.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/WhatsApp-Image-2024-11-18-at-6.14.13-PM-800x647.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/WhatsApp-Image-2024-11-18-at-6.14.13-PM.jpeg 1054w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Übergabe des Haushaltsentwurfs wurde jedoch von der anhaltenden Führungskrise im Repräsentantenhaus überschattet. Normalerweise würde der Haushaltsentwurf direkt vom Finanzministerium an den Präsidenten des Repräsentantenhauses oder dessen Stellvertreter übergeben werden. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der aktuellen Spaltung im Repräsentantenhaus – mit einer Fraktion unter der Leitung von Sprecher J. Fonati Koffa und einer anderen unter der Führung von stellvertretendem Sprecher Thomas Fallah – wurde der Haushalt, so das <a href="https://frontpageafricaonline.com/breaking-news/liberia-speaker-slams-president-boakai-for-breaking-constitution-submitting-budget-to-rlj-hotel/">Medium Front Page Africa</a>, jedoch unter ungewöhnlichen Umständen übergeben. Die Übergabe erfolgte an den stellvertretenden Chefsekretär in einem Hotelkomplex, dem RLJ Resort, wo sich die Mehrheit der Abgeordneten versammelt hatte, die sich von Sprecher Koffa distanziert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Bruch des Protokolls hat zu einer rechtlichen Auseinandersetzung geführt, in der Koffas Anhänger die Verletzung des öffentlichen Finanzmanagementgesetzes durch die Umgehung des Sprechers kritisieren. Die Kritik an der unkonventionellen Übergabe betont, dass der Präsident die verfassungsmäßige Autorität des Sprechers untergrabe und möglicherweise gegen die Verfassung verstoße.</p>



<h2 id="haushalt-politische-reaktionen-und-rechtliche-implikationen" class="wp-block-heading">Haushalt: Politische Reaktionen und rechtliche Implikationen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reaktionen aus dem Repräsentantenhaus sind scharf. Die Führer der pro-Koffa-Fraktion bezeichneten die Übergabe als verfassungswidrig und drohten mit rechtlichen Schritten. Der stellvertretende Chefsekretär, der den Entwurf erhalten hat, wurde als „Renegat“ bezeichnet, da er den Haushalt an einem unrechtmäßigen Ort entgegengenommen hatte. Der Konflikt könnte nicht nur den Haushalt verzögern, sondern auch die politische Landschaft <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/liberia/">Liberias</a> destabilisieren.</p>



<h2 id="auswirkungen-auf-den-haushaltsprozess-und-die-nationale-entwicklung" class="wp-block-heading">Auswirkungen auf den Haushaltsprozess und die nationale Entwicklung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die anhaltende Führungskrise und die Unklarheit über die ordnungsgemäße Übergabe des Haushalts könnten den gesamten Haushaltsprozess weiter verzögern. Die rechtlichen und verfassungsmäßigen Fragen werfen zudem einen Schatten auf die Effizienz der Regierung und ihre Fähigkeit, die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen des Landes zu bewältigen. Die Spannung im Repräsentantenhaus könnte die Erforderlichkeit einer rechtzeitigen Genehmigung des Haushalts, der für die nationale Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist, gefährden.</p>
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		<item>
		<title>Erdrutschsieg für Pastef: Parlamentswahlen im Senegal markieren politischen Wandel</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/erdrutschsieg-fuer-pastef-parlamentswahlen-im-senegal-markieren-politischen-wandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2024 17:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Partei Pastef – Les Patriotes gelang bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 17. November 2024 ein herausragender Erfolg.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ferdrutschsieg-fuer-pastef-parlamentswahlen-im-senegal-markieren-politischen-wandel%2F&amp;action_name=Erdrutschsieg%20f%C3%BCr%20Pastef%3A%20Parlamentswahlen%20im%20Senegal%20markieren%20politischen%20Wandel&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/erdrutschsieg-fuer-pastef-parlamentswahlen-im-senegal-markieren-politischen-wandel/">Erdrutschsieg für Pastef: Parlamentswahlen im Senegal markieren politischen Wandel</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Nur acht Monate nach dem Wahlsieg ihres Präsidentschaftskandidaten Bassirou Diomaye Faye erzielte Pastef eine breite Mehrheit im Parlament. Die <a href="https://fokus-afrika.de/aufloesung-des-senegalesischen-parlaments-verschaerft-politische-krise/">vorgezogene Wahl</a> wird als entscheidende Bestätigung der neuen Regierungspolitik betrachtet. Sie zeigt eine klare Unterstützung für den Premierminister Ousmane Sonko und dessen Reformagenda.</p>



<h2 id="die-kampagne-von-pastef-sicherte-die-absolute-mehrheit" class="wp-block-heading">Die Kampagne von Pastef sicherte die absolute Mehrheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl stand unter dem Zeichen von Veränderungen und einer Fokussierung auf „wirtschaftliche Souveränität“. Premierminister Ousmane Sonko, als zentrale Figur der Partei, trat in den Wahlkampf mit einer Strategie, die auf Eigenständigkeit und einer Liste rein parteigebundener Kandidaten basierte. Diese Entscheidung trug dazu bei, eine loyale Mehrheit im Parlament zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlbeteiligung war mit knapp 43 Prozent relativ moderat. Pastef erhielt in zentralen Regionen, darunter Dakar, Thiès, Diourbel, Bakel, Kédougou, Oussouye und Malem-Hodar eine Mehrheit. In Saraya und Goudiry sicherte sich die Opposition, insbesondere die Koalition Takku Wallu Sénégal, wichtige Erfolge.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de">
<p lang="fr" dir="ltr">Je voudrais, en mon nom personnel et en celui des leaders et membres de la Coalition Takku Wallu Sénégal, féliciter la Coalition Pastef pour sa victoire à l’issue des élections législatives de ce dimanche 17 novembre 2024.</p>
<p>Le peuple souverain s’est clairement exprimé, confirmant… <a href="https://t.co/SJJGONB1BM">pic.twitter.com/SJJGONB1BM</a></p>
<p>— Macky Sall (@Macky_Sall) <a href="https://twitter.com/Macky_Sall/status/1858440845411709409?ref_src=twsrc%5Etfw">18. November 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Kampagne wurde die zersplitterte Opposition, darunter die von Macky Sall und Amadou Ba geführten Koalitionen, geschwächt. Der gespaltene Ansatz der alten politischen Blöcke führte zu einer Verringerung ihrer Effektivität, was Pastef begünstigte. Laut Saliou Ngom, Politikwissenschaftler an der Universität Cheikh Anta Diop, hat die Zersplitterung der Opposition entscheidend dazu beigetragen, Pastefs Wahlsieg abzusichern.</p>



<h3 id="politische-und-gesellschaftliche-bedeutung" class="wp-block-heading">Politische und gesellschaftliche Bedeutung</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcgYrY5WMAATStW-724x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-12617 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcgYrY5WMAATStW-724x1024.jpeg 724w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcgYrY5WMAATStW-212x300.jpeg 212w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcgYrY5WMAATStW-768x1086.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcgYrY5WMAATStW-380x537.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcgYrY5WMAATStW-800x1131.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcgYrY5WMAATStW.jpeg 905w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Erfolg von Pastef erlaubt es der Regierung, den politischen Kurs ohne größere Hindernisse fortzusetzen. Das Regierungsprogramm, das sich auf Themen wie Arbeitsplätze, Korruptionsbekämpfung und Reformen in der Landwirtschaft konzentriert, kann nun mit einer parlamentarischen Mehrheit vorangetrieben werden. Beobachter sehen darin nicht nur eine politische Konsolidierung, sondern auch eine Verpflichtung, die hohen Erwartungen der Bevölkerung zu erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Experten wie Maurice Soudieck Dione betonen die Notwendigkeit einer klaren Rollenverteilung zwischen Präsident Diomaye Faye und Ousmane Sonko, um Machtkonflikte zu vermeiden. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig sehen Analysten die Ergebnisse als Bestätigung für das neue Regierungsprogramm „Sénégal 2050“, das von wirtschaftlicher Transformation und sozialen Reformen geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl wird als Wendepunkt für den <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a> betrachtet. Sie markiert den Übergang zu einer jungen, reformorientierten politischen Führung, die sich deutlich von traditionellen Parteien abhebt. Gleichzeitig stehen Sonko und die Regierung vor der Aufgabe, das Vertrauen der Bevölkerung durch konkrete Ergebnisse zu festigen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Senegals Parlamentswahlen 2024: Die Auszählung läuft</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/senegals-parlamentswahlen-2024-die-auszaehlung-laeuft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 20:04:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Opposition]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am Sonntag, den 17. November 2024, fanden im Senegal vorgezogene Parlamentswahlen statt. Mehr als sieben Millionen wahlberechtigte Bürger&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fsenegals-parlamentswahlen-2024-die-auszaehlung-laeuft%2F&amp;action_name=Senegals%20Parlamentswahlen%202024%3A%20Die%20Ausz%C3%A4hlung%20l%C3%A4uft&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/senegals-parlamentswahlen-2024-die-auszaehlung-laeuft/">Senegals Parlamentswahlen 2024: Die Auszählung läuft</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag, den 17. November 2024, fanden im <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/senegal/">Senegal</a> vorgezogene Parlamentswahlen statt. Mehr als sieben Millionen wahlberechtigte Bürger waren dazu aufgerufen, die 165 Sitze der Nationalversammlung neu zu besetzen. Diese Wahlen sind nicht nur ein Test für die Regierung unter Präsident Bassirou Diomaye Faye, sondern auch ein Indikator für die politische Stimmung im Land nach acht Monaten Amtszeit des neuen Präsidenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abstimmung könnte die politische Landschaft des Landes nachhaltig verändern und klären, ob die Regierungspartei PASTEF ihre Reformpläne umsetzen kann oder mit einer erstarkten Opposition konfrontiert wird.</p>



<h3 id="der-wahlmodus" class="wp-block-heading">Der Wahlmodus:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wahlsystem im Senegal kombiniert ein Mehrheits- und ein Proportionalwahlrecht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mehrheitswahl:</strong> 112 Sitze werden direkt in den 46 Wahlkreisen des Landes vergeben. Dabei gewinnt die Liste mit den meisten Stimmen alle Mandate eines Wahlkreises. Die Sitzverteilung orientiert sich an der Bevölkerungszahl und wirtschaftlichen Bedeutung der jeweiligen Regionen.</li>



<li><strong>Diaspora:</strong> 15 Mandate sind für Senegalesen im Ausland reserviert.</li>



<li><strong>Proportionalwahl:</strong> 53 Sitze werden auf nationaler Ebene verteilt und berücksichtigen die Gesamtstimmen aller Parteien.</li>
</ul>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="961" height="721" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/961px-Senegal_administrative_divisions_in_colour_2.svg.png" alt="" class="wp-image-12600 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/961px-Senegal_administrative_divisions_in_colour_2.svg.png 961w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/961px-Senegal_administrative_divisions_in_colour_2.svg-300x225.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/961px-Senegal_administrative_divisions_in_colour_2.svg-768x576.png 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/961px-Senegal_administrative_divisions_in_colour_2.svg-200x150.png 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/961px-Senegal_administrative_divisions_in_colour_2.svg-260x195.png 260w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/961px-Senegal_administrative_divisions_in_colour_2.svg-380x285.png 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/961px-Senegal_administrative_divisions_in_colour_2.svg-800x600.png 800w" sizes="(max-width: 961px) 100vw, 961px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt traten 41 Listen an, wobei vier große politische Blöcke die Parlamentswahlen dominierten.</p>
</div></div>



<h3 id="politische-ausgangslage-und-bedeutung-der-parlamentswahlen" class="wp-block-heading">Politische Ausgangslage und Bedeutung der Parlamentswahlen:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Wahlen folgen auf die Entscheidung von Präsident Faye, das Parlament im September 2024 aufzulösen – eine Maßnahme, die in seinen verfassungsmäßigen Befugnissen liegt. Fayes Reformprogramm <em>„Sénégal 2050“</em>, das auf wirtschaftliche Modernisierung, Korruptionsbekämpfung und eine gerechtere Verteilung der Ressourcen abzielt, wird von der neuen Zusammensetzung der Nationalversammlung abhängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Faye wurde im März 2024 mit einem anti-establishment-orientierten Programm gewählt, das die politischen Machtstrukturen des Landes grundlegend verändern sollte. Die Parlamentswahlen gelten daher als Referendum über seinen Regierungsstil und seine Vision.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sieg der Regierungspartei PASTEF könnte ihre Dominanz stärken, während ein Erfolg der Opposition, allen voran der Koalition <em>Takku Wallu Sénégal</em> unter der Führung des ehemaligen Präsidenten Macky Sall, zu einer Phase der politischen Unsicherheit führen könnte.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Sollte die Opposition die Kontrolle über das Parlament übernehmen, wäre eine Regierungsauflösung für zwei Jahre ausgeschlossen. Dies könnte eine Zwangskooperation zwischen Exekutive und Legislative erfordern, was im politischen System Senegals selten vorkommt.</p>



<h3 id="spannungen-und-zwischenfaelle-im-wahlkampf" class="wp-block-heading">Spannungen und Zwischenfälle im Wahlkampf:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kampagne wurde von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Unterstützern der Regierungspartei und oppositionellen Gruppen überschattet. Besonders kritisch war ein Vorfall in Saint-Louis, bei dem Anhänger der Regierungspartei PASTEF und der Oppositionskoalition <em>Sam Sa Kadu</em> aneinandergerieten.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="652" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n-1024x652.jpg" alt="" class="wp-image-12470 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n-1024x652.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n-300x191.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n-768x489.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n-1536x978.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n-380x242.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n-800x509.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n-1160x739.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/437365985_979741163511256_329737020921895288_n.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">In einer angespannten Rede hatte Premierminister Ousmane Sonko zunächst zur Vergeltung aufgerufen, bevor er später um Ruhe bat. Sonko, eine zentrale Figur der Regierungspartei und maßgeblich für Fayes Wahlsieg verantwortlich, geriet selbst in den Fokus, nachdem sein Fahrzeug während eines Wahlkampfbesuchs im Zentrum des Landes attackiert wurde.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Opposition war von Gewalt betroffen. So wurde Malick Gackou, ein prominenter Politiker einer Oppositionspartei, bei einem Angriff verletzt. Der Vorfall verdeutlicht die hohe emotionale und politische Brisanz dieser Wahlen.</p>



<h3 id="erster-wahltag" class="wp-block-heading">Erster Wahltag:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Abend des 17. November meldeten Wahlbehörden aus Regionen wie Fatick eine Wahlbeteiligung von rund 50,7 %. Der Präfekt El Hadj Madické Dramé erklärte, dass die Auszählung in den Wahllokalen unmittelbar nach deren Schließung begonnen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Ergebnisse aus einzelnen Wahlkreisen wie Thiès zeigen Erfolge für die Regierungspartei PASTEF. In einem Wahlbüro gewann die Partei 19 von 35 gültigen Stimmen. Andere Parteien, darunter <em>Sam Sa Kadu</em>, <em>Jamm ak Ndiarign</em>und kleinere Listen, konnten nur wenige Stimmen erzielen.</p>



<h3 id="kontroversen-um-die-wahl" class="wp-block-heading">Kontroversen um die Wahl:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Noch während die Auszählung lief, erhob die Oppositionskoalition <em>Takku Wallu Sénégal</em> schwere Vorwürfe. In einer Erklärung kritisierte sie Unregelmäßigkeiten wie den mutmaßlichen Missbrauch administrativer Ressourcen, fehlerhafte Organisation und Verdacht auf Wahlbetrug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders betont wurden angebliche Probleme in der Diaspora, wo Stimmen der Senegalesen im Ausland oft entscheidend für die nationale Sitzverteilung sind. Die Opposition drohte, rechtliche Schritte einzuleiten, um die Annullierung einzelner Wahlergebnisse zu erzwingen.</p>



<h3 id="moegliche-politische-konsequenzen" class="wp-block-heading">Mögliche politische Konsequenzen:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das endgültige Wahlergebnis wird in den kommenden Tagen erwartet und dürfte den politischen Kurs des Senegal für die nächsten Jahre bestimmen. Der Ausgang wird klären, ob die Reformagenda der PASTEF-Partei unter Präsident Faye weitergeführt wird oder ob die Opposition eine Mehrheit erringt und eine Phase der politischen Koexistenz einleitet.</p>
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			<media:title type="html">Senegals Parlamentswahlen 2024: Die Auszählung läuft</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Die vorgezogenen Parlamentswahlen in Senegal bestimmen die politische Zukunft des Landes. 7 Millionen Wähler sind aufgerufen.</media:description>
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		<title>Ägypten plant erstes Asylgesetz</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aegypten-plant-erstes-asylgesetz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2024 18:43:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Erstes nationales Asylgesetz in Ägypten enthält strenge Regeln für Flüchtlinge.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faegypten-plant-erstes-asylgesetz%2F&amp;action_name=%C3%84gypten%20plant%20erstes%20Asylgesetz&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/aegypten-plant-erstes-asylgesetz/">Ägypten plant erstes Asylgesetz</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ägyptens Parlament bereitet sich darauf vor, ein neues Asylgesetz zu diskutieren, das als erste nationale Regelung den Umgang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden im Land systematisch regeln soll. Der von der Regierung vorgelegte Entwurf steht im Einklang mit internationalen Konventionen, denen <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/nordafrika/agypten/">Ägypten</a> beigetreten ist. Die Abgeordneten der Verteidigungs- und Sicherheitskommission des Parlaments haben das Gesetz bereits Ende Oktober genehmigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Regierung verfolgt das Gesetz zwei Hauptziele: die Stärkung der Schutzmechanismen für Flüchtlinge und die Schaffung eines klaren rechtlichen Rahmens, der die Rechte der Geflüchteten mit den nationalen Verpflichtungen Ägyptens in Einklang bringt.</p>



<h4 id="einschraenkungen-fuer-fluechtlinge-im-asylgesetz" class="wp-block-heading">Einschränkungen für Flüchtlinge im Asylgesetz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesetz definiert drei wesentliche Einschränkungen für Personen mit anerkanntem Flüchtlingsstatus:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Einhaltung ägyptischer Gesetze und gesellschaftlicher Werte</strong><br>Flüchtlinge müssen sich an die Verfassung, Gesetze und Vorschriften der Arabischen Republik Ägypten halten und die kulturellen Werte und Traditionen des Landes respektieren.</li>



<li><strong>Verbot sicherheitsgefährdender Aktivitäten</strong><br>Aktivitäten, die die nationale Sicherheit oder die öffentliche Ordnung gefährden könnten, sind untersagt. Dies schließt auch Handlungen ein, die im Widerspruch zu den Zielen und Prinzipien der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, der Arabischen Liga oder anderer Organisationen stehen, denen Ägypten angehört. Ebenso sind feindliche Handlungen gegenüber dem Herkunftsland oder anderen Staaten verboten.</li>



<li><strong>Politisches und gewerkschaftliches Betätigungsverbot</strong><br>Flüchtlinge dürfen sich weder politisch noch parteipolitisch engagieren. Sie dürfen keine Gewerkschaftsarbeit leisten oder politische Parteien gründen, ihnen beitreten oder anderweitig daran teilnehmen.</li>
</ol>



<h4 id="einrichtung-eines-ausschusses-fuer-fluechtlingsangelegenheiten" class="wp-block-heading">Einrichtung eines Ausschusses für Flüchtlingsangelegenheiten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Element des Gesetzes ist die Gründung eines <strong>„Ständigen Ausschusses für Flüchtlingsangelegenheiten“</strong>, der dem Premierminister unterstellt wird. Diese rechtliche Einrichtung wird ihren Sitz in Kairo haben und sämtliche Angelegenheiten im Zusammenhang mit Flüchtlingen koordinieren.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="319" height="313" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/House_of_Representatives_of_Egypt_Logo_2021.png" alt="" class="wp-image-12571 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/House_of_Representatives_of_Egypt_Logo_2021.png 319w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/House_of_Representatives_of_Egypt_Logo_2021-300x294.png 300w" sizes="(max-width: 319px) 100vw, 319px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Ausschuss wird unter anderem dafür zuständig sein, Daten über Flüchtlingspopulationen zu sammeln und zu verwalten. Zudem soll er in enger Zusammenarbeit mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und anderen internationalen Organisationen agieren. Die genaue Ausgestaltung der Befugnisse des Ausschusses wird in den noch zu verabschiedenden Durchführungsbestimmungen festgelegt.</p>
</div></div>



<h4 id="ein-schritt-in-richtung-internationaler-standards" class="wp-block-heading">Ein Schritt in Richtung internationaler Standards</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Medium Al-Masry Al-Youm meint, dass die ägyptische Regierung mit diesem Gesetz ihren Anspruch, internationale Menschenrechtsstandards einzuhalten, unterstreichen möchte. Für Experten ist das Gesetz eine Reaktion auf globale und regionale Entwicklungen sowie eine notwendige Maßnahme, um die komplexen Herausforderungen der Flüchtlingspolitik besser zu bewältigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sprecher der Verteidigungs- und Sicherheitskommission kommentierte: „Mit diesem Gesetz zeigt Ägypten sein Engagement für den Schutz von Flüchtlingen, während es gleichzeitig seine nationalen Interessen wahrt.“</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Uganda und DR Kongo: Parlamentarier diskutieren über Frieden und regionale Sicherheit</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/uganda-und-dr-kongo-parlamentarier-diskutieren-ueber-frieden-und-regionale-sicherheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratische Republik Kongo]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Visa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die ugandische Parlamentskommission für auswärtige Angelegenheiten hat heute eine Delegation des Parlaments der Demokratischen Republik Kongo (DRK) empfangen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fuganda-und-dr-kongo-parlamentarier-diskutieren-ueber-frieden-und-regionale-sicherheit%2F&amp;action_name=Uganda%20und%20DR%20Kongo%3A%20Parlamentarier%20diskutieren%20%C3%BCber%20Frieden%20und%20regionale%20Sicherheit&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/uganda-und-dr-kongo-parlamentarier-diskutieren-ueber-frieden-und-regionale-sicherheit/">Uganda und DR Kongo: Parlamentarier diskutieren über Frieden und regionale Sicherheit</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des <a href="https://ugandaradionetwork.com/s/ugandan-mps-advise-drc-counterparts-on-strategies-for-peace-and-security/">Treffens</a> rieten die ugandischen Parlamentarier ihren Kollegen, Friedens- und Sicherheitsstrategien durch öffentliche Sensibilisierungskampagnen zu stärken. Bürger sollen dazu ermutigt werden, die Zusammenarbeit mit bewaffneten Gruppen abzulehnen und Friedensinitiativen aktiv zu unterstützen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="626" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/626px-Lamwaka_Catherine_2.jpg" alt="" class="wp-image-12538 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/626px-Lamwaka_Catherine_2.jpg 626w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/626px-Lamwaka_Catherine_2-261x300.jpg 261w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/626px-Lamwaka_Catherine_2-380x437.jpg 380w" sizes="(max-width: 626px) 100vw, 626px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Catherine Lamwaka, Vorsitzende des Ausschusses und Abgeordnete für das Omoro-Distrikt, hob die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen beiden Ländern hervor, um die Stabilität in der Region zu fördern. Lamwaka betonte in ihrer Ansprache, dass die kongolesische Delegation eine Plattform für regelmäßige Treffen zwischen den Parlamenten beider Länder vorgeschlagen habe. „Durch die einzigartigen Herausforderungen im Bereich Frieden und Handel, denen die DRK gegenübersteht, könnten wir als Parlamentarier regelmäßig zusammenkommen und an Lösungen arbeiten,“ sagte Lamwaka. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erklärte, dass dieser Vorschlag weiteren Beratungen durch den Sprecher des ugandischen Parlaments bedürfe.</p>



<h4 id="visa-erleichterungen-und-diplomatische-herausforderungen" class="wp-block-heading">Visa-Erleichterungen und diplomatische Herausforderungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres zentrales Thema des Treffens war die Erleichterung der grenzüberschreitenden Mobilität. <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/uganda/">Uganda</a> hatte zuvor Visa für kongolesische Staatsbürger abgeschafft, während Ugander für Reisen in die <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/zentralafrika/dr-kongo/">DRK</a> weiterhin ein Visum benötigen. Lamwaka drückte die Hoffnung aus, dass die DRK eine ähnliche Visabefreiung für ugandische Staatsbürger einführen werde, um den Waren- und Personenverkehr zu fördern. „Für Kongolesen ist die Einreise nach Uganda visumfrei, während unsere Bürger in der DRK ein Visum benötigen. Wir sehen dies als Chance, die zuvor getroffenen Vereinbarungen zwischen beiden Staaten zu überprüfen,“ sagte Lamwaka.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kyadondo-East-Abgeordneter und Schatten-Außenminister Nkunyingi Muwada brachte weitere Herausforderungen zur Sprache. Er bemängelte die fehlende Gegenseitigkeit bei den Visafreiheiten und wies auf die seit vier Jahren ausstehende Akkreditierung des ugandischen Botschafters in der DRK hin. Zudem äußerte er Besorgnis über die Festnahme ugandischer Staatsbürger in der DRK, was möglicherweise auf eine Reaktion auf angebliche Inhaftierungen kongolesischer Staatsbürger in Uganda zurückzuführen sei. Muwada forderte Transparenz und eine humane Behandlung inhaftierter Staatsangehöriger beider Länder, um Spannungen zu vermeiden.</p>



<h4 id="eac-beitraege-und-finanzielle-verpflichtungen" class="wp-block-heading">EAC-Beiträge und finanzielle Verpflichtungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die finanziellen Verpflichtungen zur Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) wurden diskutiert. Uganda und die DRK sind derzeit mit ihren Beiträgen im Rückstand, was die Integration und den freien Handel in der Region beeinträchtigt. Muwada erklärte, dass Uganda etwa drei Millionen US-Dollar schulde, während der Rückstand der DRK bei zwanzig Millionen US-Dollar liege. Die Begleichung dieser Schulden sei wichtig, um das Engagement beider Länder für die regionale Integration zu verdeutlichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kongolesischen Parlamentarier betonten die Notwendigkeit eines stärkeren Dialogs mit den EAC-Mitgliedsstaaten und räumten ein, dass in der kongolesischen Bevölkerung Zweifel an den Absichten der Gemeinschaft bestehen. Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Bekenntnis zur Förderung von Frieden, Sicherheit und regionaler Zusammenarbeit sowie dem Ziel, die grenzüberschreitenden Spannungen im Interesse aller ostafrikanischen Bürger zu verringern.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wahlen in Mauritius: Oppositionsallianz „Alliance of Change“ erzielt Erdrutschsieg</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/wahlen-in-mauritius-oppositionsallianz-alliance-of-change-erzielt-erdrutschsieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 21:53:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauritius]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Oppositionskoalition Alliance of Change unter der Führung des ehemaligen Premierministers Navinchandra Ramgoolam hat bei den jüngsten Wahlen in Mauritius&#8230;<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fwahlen-in-mauritius-oppositionsallianz-alliance-of-change-erzielt-erdrutschsieg%2F&amp;action_name=Wahlen%20in%20Mauritius%3A%20Oppositionsallianz%20%E2%80%9EAlliance%20of%20Change%E2%80%9C%20erzielt%20Erdrutschsieg&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/wahlen-in-mauritius-oppositionsallianz-alliance-of-change-erzielt-erdrutschsieg/">Wahlen in Mauritius: Oppositionsallianz „Alliance of Change“ erzielt Erdrutschsieg</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Oppositionskoalition <em>Alliance of Change</em> unter der Führung des ehemaligen Premierministers Navinchandra Ramgoolam hat bei den jüngsten Wahlen in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/mauritius/">Mauritius</a> einen überwältigenden Sieg errungen. Mit 60 der 62 Parlamentssitze hat die Koalition den amtierenden Premierminister Pravind Jugnauth und seine regierende Allianz <em>Lepep</em>abgelöst, die keine Sitze gewinnen konnte. Jugnauth räumte die Niederlage ein und erklärte seinen Rücktritt.</p>



<h4 id="der-weg-zum-sieg-ramgoolams-versprechen-und-die-waehlermotivation" class="wp-block-heading">Der Weg zum Sieg: Ramgoolams Versprechen und die Wählermotivation</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcLAjUDXsAAxq3i-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-12490 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcLAjUDXsAAxq3i-768x1024.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcLAjUDXsAAxq3i-225x300.jpeg 225w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcLAjUDXsAAxq3i-380x507.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcLAjUDXsAAxq3i-800x1067.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/GcLAjUDXsAAxq3i.jpeg 960w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Navinchandra Ramgoolam, Sohn des ersten Premierministers von Mauritius, war bereits von 1995 bis 2000 und von 2005 bis 2015 Premierminister des Landes. Nach seinem Wahlsieg versprach Ramgoolam, die Lebenshaltungskosten zu senken, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen und gegen Nepotismus, Korruption und politische Unterdrückung vorzugehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Versprechen spiegeln die Anliegen vieler Bürger wider, die zunehmend mit steigenden Kosten und Skandalen der Regierungsführung unzufrieden sind.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahlkampfperiode wurde von kostspieligen Lebenshaltungskosten und einem Skandal um Abhörmaßnahmen überschattet. Ramgoolams Versprechen, soziale Verbesserungen wie die Erhöhung der Renten, kostenlose öffentliche Verkehrsmittel und Internet sowie niedrigere Treibstoffkosten einzuführen, trafen auf große Zustimmung bei der Bevölkerung. Dies führte zu einer hohen Wahlbeteiligung von etwa 80 Prozent, wie die Wahlkommission bekannt gab.</p>



<h4 id="gruende-fuer-jugnauths-niederlage-und-die-reaktion-der-bevoelkerung" class="wp-block-heading">Gründe für Jugnauths Niederlage und die Reaktion der Bevölkerung</h4>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:38% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="460" height="700" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/The_Prime_Minister_Shri_Narendra_Modi_meeting_the_Prime_Minister_of_the_Republic_of_Mauritius_Mr._Pravind_Kumar_Jugnauth_in_New_Delhi_on_December_06_2019_1_cropped.jpg" alt="" class="wp-image-12491 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/The_Prime_Minister_Shri_Narendra_Modi_meeting_the_Prime_Minister_of_the_Republic_of_Mauritius_Mr._Pravind_Kumar_Jugnauth_in_New_Delhi_on_December_06_2019_1_cropped.jpg 460w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/The_Prime_Minister_Shri_Narendra_Modi_meeting_the_Prime_Minister_of_the_Republic_of_Mauritius_Mr._Pravind_Kumar_Jugnauth_in_New_Delhi_on_December_06_2019_1_cropped-197x300.jpg 197w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/11/The_Prime_Minister_Shri_Narendra_Modi_meeting_the_Prime_Minister_of_the_Republic_of_Mauritius_Mr._Pravind_Kumar_Jugnauth_in_New_Delhi_on_December_06_2019_1_cropped-380x578.jpg 380w" sizes="(max-width: 460px) 100vw, 460px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die Wirtschaft unter Jugnauths Führung im vergangenen Jahr um 7,0 % gewachsen ist, verlor er an Popularität. Der Amtsinhaber sah sich in den letzten Jahren mit Vorwürfen der Korruption und Misswirtschaft konfrontiert, während die Lebenshaltungskosten immer weiter stiegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kam ein Vertrauensverlust in die Integrität der Regierung, nachdem Aufzeichnungen öffentlicher Persönlichkeiten veröffentlicht und in sozialen Medien verbreitet worden waren. Dies führte zu einem kurzzeitigen <a href="https://fokus-afrika.de/mauritius-hebt-verbot-von-sozialen-medien-vor-den-wahlen-auf/">Social-Media-Bann</a>, der in der Bevölkerung auf starken Widerstand stieß und bald aufgehoben wurde.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Pravind Jugnauth räumte noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Endergebnisse seine Niederlage ein und wünschte dem Land viel Erfolg. „Ich habe versucht, das Beste für das Land zu tun, aber die Bevölkerung hat sich für eine andere Regierung entschieden,“ sagte Jugnauth. Seine Worte spiegeln die Spannungen und den Veränderungswillen wider, der während der Wahlen in Mauritius deutlich wurde.</p>



<h4 id="eine-neue-aera-fuer-mauritius" class="wp-block-heading">Eine neue Ära für Mauritius?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ramgoolam, der die Wahlen in Mauritius mit 63 % der Stimmen gewann, bezeichnete das Ergebnis als „Sieg des Volkes“ und versprach, das Vertrauen der Wählerschaft durch transparente und verantwortungsvolle Regierungsführung zu würdigen. Die Stimmung in der Hauptstadt Port Louis war feierlich: Bürger feierten mit Gesängen, Tänzen und Feuerwerkskörpern auf den Straßen. Ibrahim, ein Wähler der <em>Alliance of Change</em>, erklärte gegenüber der BBC, dass die wachsende öffentliche Unzufriedenheit mit der Regierung ein Hauptgrund für die Abwahl der Regierungspartei sei.</p>


<blockquote class="twitter-tweet">
<p lang="en" dir="ltr">🌍✊ Today, Mauritius votes for change. The Progressive Alliance proudly supports our sister party, Mouvement Militant Mauricien (MMM), as they lead the charge for justice, freedoms, and a sustainable future. Together, we believe in restoring social peace and building a fairer… <a href="https://t.co/XvBmGKWRpj">pic.twitter.com/XvBmGKWRpj</a></p>
<p>— Progressive Alliance (@PA_Solidarity) <a href="https://twitter.com/PA_Solidarity/status/1855506155977449795?ref_src=twsrc%5Etfw">November 10, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
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		<title>Digitale Wahlkampfstrategien – Der Einfluss von Influencer und Content Creator in Senegal</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/digitale-wahlkampfstrategien-der-einfluss-von-influencer-und-content-creator-in-senegal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2024 22:19:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In Senegal spielen soziale Medien eine immer größere Rolle in der politischen Kommunikation, besonders in Wahlkampfzeiten.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdigitale-wahlkampfstrategien-der-einfluss-von-influencer-und-content-creator-in-senegal%2F&amp;action_name=Digitale%20Wahlkampfstrategien%20%E2%80%93%20Der%20Einfluss%20von%20Influencer%20und%20Content%20Creator%20in%20Senegal&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/digitale-wahlkampfstrategien-der-einfluss-von-influencer-und-content-creator-in-senegal/">Digitale Wahlkampfstrategien – Der Einfluss von Influencer und Content Creator in Senegal</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich der <a href="https://fokus-afrika.de/aufloesung-des-senegalesischen-parlaments-verschaerft-politische-krise/">vorgezogenen Parlamentswahlen</a> am 17. November setzen Politiker verstärkt auf die Unterstützung von Influencer und digitalen Content Creator, um eine breite Wählerschaft anzusprechen. Diese Praxis hat sich zu einem lukrativen Geschäftsfeld für Social-Media-Akteure entwickelt.</p>



<h3 id="der-erfolg-junger-influencer-wie-amary-seck" class="wp-block-heading">Der Erfolg junger Influencer wie Amary Seck</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Einer der gefragtesten Content Creators in Senegal ist Amary Seck, ein Jurastudent an der Universität Cheikh Anta Diop in Dakar. Mit über 60.000 Followern und etwa drei Millionen monatlichen Aufrufen erreicht er eine breite Zielgruppe. Seck erklärt: „Ich werde seit Beginn der Kampagne regelmäßig kontaktiert.“ Für Werbepakete verlangt er Honorare, die zwischen 100.000 und 500.000 CFA (etwa 150 bis 750 Euro) variieren, je nach Umfang und Zielgruppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich bekomme oft direkte Anfragen für Werbeverträge“, berichtet Seck, räumt aber ein, dass er auch aus persönlichen Überzeugungen lukrative Angebote ablehnt. Erst kürzlich habe er eine „verlockende Offerte“ eines Politikers abgelehnt, weil diese nicht mit seinen persönlichen Werten übereinstimmte. Mit seinen humorvollen und aktuellen Inhalten, die oft Bezug zur politischen Lage nehmen, hat Seck eine engagierte Fangemeinde aufgebaut. Dabei stößt er jedoch auch auf Kritik. „Manche meiner Follower meinen, ein Content Creator sollte keine politische Position beziehen“, erzählt Seck.</p>



<h3 id="influencer-marketing-im-wahlkampf-experteneinschaetzung-von-mountaga-cisse" class="wp-block-heading">Influencer-Marketing im Wahlkampf: Experteneinschätzung von Mountaga Cissé</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mountaga Cissé, ein senegalesischer Blogger und Social-Media-Experte, sieht die Zusammenarbeit zwischen Politik und digitalen Meinungsmachern als eine wertvolle Strategie. „Politiker setzen verstärkt auf Content Creators, um ihre Sichtbarkeit auf sozialen Medien zu erhöhen, besonders in Wahlkampfzeiten. Diese Influencer können eine beträchtliche Reichweite aufbauen und so das Wählerverhalten beeinflussen“, erläutert Cissé.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beispiel nennt er Ousmane Sonko, den Vorsitzenden der Partei PASTEF. Sonko, der eine starke Präsenz auf sozialen Medien pflegt, nutzt diese Plattformen regelmäßig, um seine Anhänger direkt anzusprechen und seine politischen Botschaften zu verbreiten. Laut Cissé hat die aktive Nutzung sozialer Medien vielen Politikern in den letzten Jahren eine stärkere Wählerbasis eingebracht.</p>


<p><iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=314&href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FSonkoOfficiel%2Fvideos%2F3969037226713541%2F&show_text=true&width=560&t=0" width="560" height="429" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe></p>



<h3 id="beliebte-inhalte-und-deren-einfluss-auf-die-waehler" class="wp-block-heading">Beliebte Inhalte und deren Einfluss auf die Wähler</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Studien, die Cissé zur aktuellen Wahlkampagne führt, geht hervor, dass die Ansprachen des Premierministers derzeit besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ebenso haben Inhalte über Tahirou Sarr, einen Kandidaten mit nationalistischen Positionen, in den letzten Wochen an Popularität gewonnen. Cissé betont, dass die Senegalese sehr aktiv in sozialen Medien seien und politische Entwicklungen genau verfolgten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sozialen Medien sind somit zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Wahlkampfstrategien in Senegal geworden. Sie bieten eine Bühne, auf der Politiker gezielt junge und gut vernetzte Wähler ansprechen können, während Influencer und Content Creators mit ihrer Reichweite und Authentizität die politische Debatte maßgeblich mitgestalten.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nigerianischer Abgeordneter Alex Ikwechegh greift Lieferfahrer an</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/nigerianischer-abgeordneter-alex-ikwechegh-greift-lieferfahrer-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://fokus-afrika.de/?p=12191</guid>

					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der nigerianische Abgeordnete Alex Ikwechegh, Vertreter der Bundeswahlkreise Aba North und South (All Progressives Grand Alliance, APGA), steht nach einem Vorfall, bei dem er einen Bolt-Fahrer tätlich angegriffen haben soll, stark in der Kritik.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fnigerianischer-abgeordneter-alex-ikwechegh-greift-lieferfahrer-an%2F&amp;action_name=Nigerianischer%20Abgeordneter%20Alex%20Ikwechegh%20greift%20Lieferfahrer%20an&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Ein Video des Vorfalls, das in den sozialen Medien schnell viral ging, zeigt Alex Ikwechegh, wie er den Lieferfahrer mehrfach ohrfeigt und verbal attackiert, nachdem dieser ihn gebeten hatte, die Lieferung persönlich entgegenzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall ereignete sich am Sonntag vor Ikwecheghs Residenz im Stadtteil Maitama in Abuja. Der Fahrer, Stephen Abuwatseya, hatte das Paket geliefert und den Abgeordneten gebeten, es vor der Tür entgegenzunehmen, was zu einer hitzigen Auseinandersetzung führte. Im Video sieht man Ikwechegh, wie er den Fahrer wegen angeblicher Respektlosigkeit beschimpft und andeutet, dass sein sozialer Status einen derartigen Umgang nicht rechtfertige. Mehrfach ist zu hören, wie er dem Fahrer droht und erklärt, er könne ihn „verschwinden lassen“ ohne Konsequenzen zu fürchten.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560">
<p lang="en" dir="ltr">This is pure oppression and wickedness. 😦 so a Bolt driver went to deliver something to A Politician and this happen just because the driver asked the man to come to the car to pick up his stuff! <br />This is currently happening now at Maitama 💔<a href="https://twitter.com/hashtag/AbujaTwitterCommunity?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw">#AbujaTwitterCommunity</a> <a href="https://t.co/Uk78pkWz0c">pic.twitter.com/Uk78pkWz0c</a></p>
<p>— UCHECHUKWU 👽 (@Yucee_) <a href="https://twitter.com/Yucee_/status/1850661858992107687?ref_src=twsrc%5Etfw">October 27, 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation eskalierte weiter, als Abuwatseya die Liefergebühr anforderte. Daraufhin begann Ikwechegh, ihn erneut zu ohrfeigen und lautstark zu erklären: „Weißt du, wer ich bin? Ich habe dich geschlagen, und du kannst nichts dagegen tun.“ Der Abgeordnete forderte Abuwatseya sogar heraus, das Video zu veröffentlichen und die Polizei einzuschalten.</p>



<h3 id="politischer-hintergrund-alex-ikwechegh-rueckt-ins-parlament-nach-gerichtsbeschluss" class="wp-block-heading">Politischer Hintergrund: Alex Ikwechegh rückt ins Parlament nach Gerichtsbeschluss</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontroverse um Ikwechegh kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Abgeordnete durch eine gerichtliche Entscheidung gerade erst seine Rückkehr in die Nationalversammlung sicherte. Im September entschied das National Assembly Election Petition Tribunal, dass Ikwecheghs Mandat bestätigt werden solle, nachdem die Wahl seines Konkurrenten Emeka Nnamani von der Labour Party aufgrund angeblicher Urkundenfälschung annulliert wurde. Diese Entscheidung folgte auf langjährige Streitigkeiten über Nnamanis akademische Qualifikationen und Parteizugehörigkeit, die bereits seit 2015 infrage gestellt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ikwecheghs erneuter Sitzgewinn hatte ihm Rückendeckung in der politischen Landschaft verschafft, und er gilt in seinem Wahlkreis als einflussreiche Persönlichkeit. Doch das aktuelle Video und die Drohungen, die er gegenüber dem Fahrer äußerte, haben breite Empörung hervorgerufen und werfen Fragen über seinen Umgang mit Macht und Status auf.</p>



<h3 id="reaktionen-und-moegliche-folgen" class="wp-block-heading">Reaktionen und mögliche Folgen</h3>


<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/DBszDTFM8C8/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);">
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<p></a></p>
<p style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/DBszDTFM8C8/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank" rel="noopener">Ein Beitrag geteilt von Alex Ikwechegh Mascot (@alexmascot05)</a></p>
</div>
</blockquote>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Vorfall hat in den sozialen Medien und bei zivilgesellschaftlichen Gruppen große Empörung ausgelöst. Viele fordern eine Untersuchung und Konsequenzen für Ikwecheghs Verhalten. Menschenrechtsorganisationen verurteilen das Verhalten des Abgeordneten und argumentieren, dass niemand, ungeachtet seines Amtes oder sozialen Status, das Recht habe, andere zu demütigen oder zu bedrohen. Die Nigerian Police Force und andere Aufsichtsbehörden werden aufgefordert, Stellung zu nehmen. Die Angelegenheit durchläuft nun eingehenden Prüfungen. Der Abgeordnete Alex Ikwechegh entschuldigte sich in einer Rede im Parlament.</p>


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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			<media:title type="html">Nigerianischer Abgeordneter Alex Ikwechegh greift Lieferfahrer an</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Abgeordneter Alex Ikwechegh steht nach einem Vorfall, bei dem er einen Lieferfahrer tätlich angreift, stark in der Kritik.</media:description>
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	</item>
		<item>
		<title>Botsuana wählt: Wird die BDP nach 58 Jahren abgelöst?</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/botsuana-waehlt-wird-die-bdp-nach-58-jahren-abgeloest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2024 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Botsuana]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am Mittwoch wird Botswana zu den Parlamentswahlen aufgerufen, bei denen sich entscheidet, ob die regierende Botswana Democratic Party (BDP) nach 58 Jahren an der Macht bleibt oder ob die Opposition das Vertrauen der Bevölkerung gewinnt.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fbotsuana-waehlt-wird-die-bdp-nach-58-jahren-abgeloest%2F&amp;action_name=Botsuana%20w%C3%A4hlt%3A%20Wird%20die%20BDP%20nach%2058%20Jahren%20abgel%C3%B6st%3F&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/botsuana-waehlt-wird-die-bdp-nach-58-jahren-abgeloest/">Botsuana wählt: Wird die BDP nach 58 Jahren abgelöst?</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Diese Wahlen finden in einer Zeit bedeutender wirtschaftlicher Unsicherheiten statt, da <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/sudliches-afrika/botsuana/">Botsuana</a> unter einer verminderten Nachfrage nach Diamanten leidet – dem Eckpfeiler der Wirtschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die politische Landschaft Botsuanas ist zwar seit jeher stabil, doch zunehmend verlieren viele Bürger das Vertrauen in die aktuelle Regierung. Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 27 %, und die Jugendarbeitslosigkeit ist alarmierend hoch – bei über 45 %. Stimmen aus der Hauptstadt Gaborone zeigen die Hoffnung der Bevölkerung auf wirtschaftlichen Aufschwung: „Ich bin Absolvent, aber habe keinen Job. Ich hoffe, dass die Zukunft nach dieser Wahl besser aussieht“, sagte Maitshwarelo Ditsebe.</p>



<h3 id="unzufriedenheit-und-hoffnungen-in-der-bevoelkerung" class="wp-block-heading">Unzufriedenheit und Hoffnungen in der Bevölkerung</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="566" height="788" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Mokgweetsi_Masisi_May_2023.jpg" alt="" class="wp-image-12183 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Mokgweetsi_Masisi_May_2023.jpg 566w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Mokgweetsi_Masisi_May_2023-215x300.jpg 215w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Mokgweetsi_Masisi_May_2023-380x529.jpg 380w" sizes="(max-width: 566px) 100vw, 566px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Präsident Mokgweetsi Masisi, der um eine zweite und letzte Amtszeit für die BDP kandidiert, sieht sich Vorwürfen der wirtschaftlichen Misswirtschaft und Korruption gegenüber, die er entschieden zurückweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Währenddessen versprechen seine Herausforderer, darunter Duma Boko von der Umbrella for Democratic Change (UDC), tiefgreifende Reformen: Boko hat angekündigt, den Mindestlohn mehr als zu verdoppeln und die Sozialhilfen zu erhöhen. Eine junge Frau aus Gaborone, Boago Sentsho, äußerte die Hoffnung, dass „die Partei, für die ich stimmen werde, Arbeitsplätze für junge Frauen schafft“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Wahl bedeutet Hoffnung für ein besseres Leben“, so kommentierte <a href="https://www.mmegi.bw/news/the-finishing-line/news">Adam Mfundisi</a>, Politikanalyst der Universität Botsuana. In der aktuellen politischen Lage, in der Wähler nach greifbaren Veränderungen streben, wird erwartet, dass die Kandidaten die Probleme des Landes direkt ansprechen und umsetzbare Lösungen präsentieren. Trotz der Herausforderungen wird Botsuana oft als eine der stabileren Demokratien Afrikas angesehen, mit geringem Korruptionsniveau und guter Regierungsführung. Doch viele Einwohner fühlen sich von der Regierung entfremdet, da Versprechen nach nachhaltiger Entwicklung und Arbeitsplätzen bisher weitgehend unerfüllt blieben.</p>



<h3 id="der-einfluss-der-praesidentschaft-in-botsuana" class="wp-block-heading">Der Einfluss der Präsidentschaft in Botsuana</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Botsuana erfolgt die Wahl des Präsidenten nicht direkt, sondern über die Parlamentsmehrheit: Die Partei, die die meisten Sitze gewinnt, wählt ihren Kandidaten als Präsidenten. Der Politikanalyst und Professor Adam Mfundisi erklärt: „Der Präsident Botswanas genießt enorme Befugnisse, darunter die Funktion des Oberbefehlshabers, des obersten Diplomaten und die Ernennung wichtiger Ämter. Die Verfassung Botsuanas hat das Amt des Präsidenten mit weitreichenden Entscheidungsbefugnissen ausgestattet, sodass er oft die Richtung des politischen Diskurses bestimmt.“</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="714" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-1024x714.jpg" alt="" class="wp-image-12186 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-1024x714.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-300x209.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-768x536.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-1536x1071.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-2048x1429.jpg 2048w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-380x265.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-800x558.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-1160x809.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/Botswana_voter_registration_poster-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Mfundisi betonte weiter, dass die enorme Machtfülle des Präsidenten die Bedeutung von Kandidaten-Qualifikationen erhöht: „Die Position erfordert eine Führungspersönlichkeit, die eine klare Vision für die Zukunft hat und die immensen Ressourcen des Landes, darunter die Humanressourcen, nutzen kann.“ </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wichtig sei emotionale Intelligenz und die Fähigkeit, das Vertrauen und die Zustimmung der Bevölkerung zu gewinnen. „Botsuana braucht eine Person an der Spitze, die mit Sorgfalt und Respekt kommuniziert, um eine Führungsrolle zu übernehmen, die von Integrität und der Fähigkeit, auf die Bedürfnisse der Bürger einzugehen, geprägt ist“, fügte er hinzu.</p>



<h3 id="die-kandidaten-und-ihre-strategien" class="wp-block-heading">Die Kandidaten und ihre Strategien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Masisi, Saleshando, Boko und Reatile sind die vier Hauptkandidaten, die sich im Wahlkampf positionieren. Masisi, der gegenwärtige Präsident, hat versprochen, die Wirtschaft weiter zu entwickeln, aber gleichzeitig wurden viele seiner Reformen als ineffektiv kritisiert. Dr. Sethunya Mosime, Soziologin an der Universität Botsuana, beschreibt Masisi als „charismatischen, aber oft polarisierenden Anführer, der seine Gegner herabsetzt, anstatt inhaltliche Debatten zu führen“. Masisis Wahlkampf werde vermutlich wie eine „Kundgebung voller Eigenlob“ wirken, meint Mosime.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="722" height="720" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/722px-Duma_Boko_2019_elections.png" alt="" class="wp-image-12184 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/722px-Duma_Boko_2019_elections.png 722w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/722px-Duma_Boko_2019_elections-300x300.png 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/722px-Duma_Boko_2019_elections-150x150.png 150w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/722px-Duma_Boko_2019_elections-80x80.png 80w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/722px-Duma_Boko_2019_elections-110x110.png 110w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/722px-Duma_Boko_2019_elections-380x379.png 380w" sizes="(max-width: 722px) 100vw, 722px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Duma Boko hingegen, der führende Kandidat der UDC, habe im Wahlkampf strategisch versucht, die Ungerechtigkeit des Wahlsystems anzuprangern und setzt auf ein Thema sozialer Reformen und wirtschaftlicher Neuausrichtung. „Sein Wahlkampf könnte sich als der am besten durchdachte erweisen“, so Mosime. Auch wenn seine Rhetorik diesmal zurückhaltender sei als 2019, erwartet sie von Boko die „stärksten und fundiertesten Reden“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dumelang Saleshando von der Botsuana Congress Party (BCP) gilt als der Kandidat mit der stärksten organisatorischen Basis unter den Oppositionsparteien. Mosime fügt jedoch hinzu, dass Saleshando in seinem Ton frische Perspektiven brauche und seine Position als alternative Führungskraft stärker betonen müsse. Mephato Reatile von der Botsuana Patriotic Front (BPF) sei zwar ein erfahrener Politiker, doch seine Partei werde durch die anhaltende Spaltung zwischen dem aktuellen Präsidenten Masisi und dem ehemaligen Präsidenten Ian Khama beeinflusst. „Die BPF sorgt für Abwechslung in den Kampagnen, ist aber keine ernsthafte Bedrohung für den Thron“, so Mosime abschließend.</p>



<h3 id="die-entscheidende-bedeutung-der-kandidatenqualifikationen" class="wp-block-heading">Die entscheidende Bedeutung der Kandidatenqualifikationen</h3>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="541" height="719" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/541px-Boko_at_High_Court_alt.jpg" alt="" class="wp-image-12185 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/541px-Boko_at_High_Court_alt.jpg 541w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/541px-Boko_at_High_Court_alt-226x300.jpg 226w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/541px-Boko_at_High_Court_alt-380x505.jpg 380w" sizes="(max-width: 541px) 100vw, 541px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Analyst Mfundisi zufolge sind umfassende Kommunikationsfähigkeiten für das Amt des Präsidenten unerlässlich. „Ein guter Präsident muss die Menschen in den Mittelpunkt stellen, zuhören und klare, nachvollziehbare Argumente vorbringen, die das Vertrauen der Bevölkerung stärken“, sagte er. Zudem sei emotionale Intelligenz entscheidend: „Präsidentschaftskandidaten müssen sich der Gefühle, Bedürfnisse und Interessen ihrer Mitbürger bewusst sein, um effektiv und menschenorientiert zu führen.“ Auch politische Flexibilität und die Fähigkeit, mit Widerständen umzugehen, seien für einen erfolgreichen Präsidenten unerlässlich.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mfundisi hob zudem hervor, dass das Präsidentschaftsamt in Botsuana eine „individualisierte Führung“ verlange, bei der die persönliche Integrität und das strategische Geschick eines Kandidaten im Vordergrund stünden. „Die Verfassung gibt dem Präsidenten immense Macht, was eine umso stärkere persönliche Verantwortung mit sich bringt, die die Kandidaten in den Augen der Bevölkerung auszeichnen muss.“</p>



<h3 id="herausforderungen-und-erwartungen-an-den-neuen-praesidenten" class="wp-block-heading">Herausforderungen und Erwartungen an den neuen Präsidenten</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die bevorstehenden Wahlen sind von wirtschaftlichen und sozialen Spannungen geprägt. Der gewählte Präsident wird sich mit der Aufgabe konfrontiert sehen, die Wirtschaft zu stabilisieren und Lösungen für die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu finden. Botswana steht vor einem Wendepunkt, an dem die Bevölkerung eine Vision für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigungsmöglichkeiten erwartet. Wie Mfundisi erklärt, müsse der nächste Präsident langfristige Entwicklungsziele setzen und das Potenzial der natürlichen Ressourcen nutzen, um das Land voranzubringen.</p>
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			<media:title type="html">Mokgweetsi_Masisi_May_2023</media:title>
			<media:description type="html">President of Botswana H. E. Dr. Mokgweetsi Eric Keabetswe MasisiCopyright: WIPO. Photo: Karen Lee. This work is licensed under a &#60;a href=&#34;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/&#34; rel=&#34;noreferrer nofollow&#34;&#62;Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International License&#60;/a&#62;.</media:description>
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		<item>
		<title>Macron im marokkanischen Parlament: &#8220;Marokko ist das Tor zu Afrika&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/macron-im-marokkanischen-parlament-marokko-ist-tor-zu-afrika/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 22:53:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Macron betont Bedeutung der marokkanisch-französischen Partnerschaft für Afrika und die Stabilität in der Region<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fmacron-im-marokkanischen-parlament-marokko-ist-tor-zu-afrika%2F&amp;action_name=Macron%20im%20marokkanischen%20Parlament%3A%20%26%238220%3BMarokko%20ist%20das%20Tor%20zu%20Afrika%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/macron-im-marokkanischen-parlament-marokko-ist-tor-zu-afrika/">Macron im marokkanischen Parlament: &#8220;Marokko ist das Tor zu Afrika&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Dienstag, im Rahmen seines <a href="https://fokus-afrika.de/emmanuel-macron-zu-staatsbesuch-in-marokko/">Staatsbesuchs</a> im Königreich Marokko, auf Einladung von König Mohammed VI vor dem marokkanischen Parlament gesprochen. An der gemeinsamen Sitzung der beiden Parlamentskammern nahmen neben dem Regierungschef und den Präsidenten der Kammern auch Mitglieder des marokkanischen und des französischen Regierungsapparates sowie zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten teil.</p>


<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/vap-nzT9e14?si=VyAyAwSmv2bZswwU" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede würdigte Präsident Macron die Rolle des marokkanischen Königs und betonte, dass <strong>König Mohammed VI </strong>die „Kontinuität einer der ältesten Dynastien der Welt“ und gleichzeitig ein Symbol für Modernität verkörpere. Er verwies auf die 25 Jahre des Königs auf dem Thron und hob hervor, dass das Königreich Marokko mit einer jungen Bevölkerung und einer langen Geschichte selbstbewusst in die Zukunft blicke.</p>



<h2 id="staerkung-der-partnerschaft-zwischen-marokko-und-frankreich" class="wp-block-heading">Stärkung der Partnerschaft zwischen Marokko und Frankreich</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:39% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbCc4H3XsAA1LIK-683x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-12171 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbCc4H3XsAA1LIK-683x1024.jpeg 683w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbCc4H3XsAA1LIK-200x300.jpeg 200w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbCc4H3XsAA1LIK-768x1152.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbCc4H3XsAA1LIK-380x570.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbCc4H3XsAA1LIK.jpeg 800w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Stabilität Marokkos, seine Offenheit und seine Entwicklung sind einzigartige Vorteile, die wir zu schätzen wissen und die viele gemeinsame Initiativen inspirieren können“, erklärte Macron vor den Parlamentariern beider Länder. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Stabilität Marokkos sei laut Macron ein Vorbild für den afrikanischen Kontinent, auf dem Frankreich seine Beziehungen zu den afrikanischen Staaten im Schulterschluss mit Marokko erneuern möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident erläuterte die geografische und kulturelle Position Marokkos als Bindeglied und „Tor zu einem erträumten Afrika“. </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Marokkos Fähigkeit, als <strong>Vermittler zwischen Nord und Süd,</strong> zwischen Europa und Afrika zu agieren, sei von „unvergleichbarem Wert“ und eine „historische Gelegenheit, ja sogar eine strategische Pflicht“ für Frankreich, um gemeinsam mit Marokko eine nachhaltige Entwicklung in Afrika zu fördern.</p>



<h3 id="eine-neue-strategie-fuer-afrika-partnerschaft-auf-augenhoehe" class="wp-block-heading">Eine neue Strategie für Afrika: Partnerschaft auf Augenhöhe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Macron machte deutlich, dass die <a href="https://fokus-afrika.de/koenig-mohammed-vi-und-praesident-macron-unterzeichnen-partenariat-dexception-renforce/">Partnerschaft</a> mit Marokko einen stabilen und langfristigen Ansatz zur Förderung des afrikanischen Kontinents biete. „Es ist unser Ziel, gemeinsam eine neue Strategie für Afrika zu entwickeln“, sagte er. Diese Partnerschaft solle durch Bildung, <strong>landwirtschaftliche Projekte</strong>, <strong>Digitalisierung</strong> und <strong>grüne Energie</strong> gefestigt werden, wodurch sich gemeinsame Aktionsfelder ergeben, die ein starkes Fundament für die bilaterale Beziehung bilden würden. Frankreich und Marokko würden in Afrika zusammenarbeiten, um „eine Zukunft für die Jugend des Kontinents zu sichern“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der marokkanische Parlamentssprecher <strong>Rachid Talbi Alami </strong>betonte in seiner Begrüßung Macrons die lange Geschichte der Beziehungen zwischen beiden Ländern und die geteilten Werte. „Das Parlament, das Sie heute willkommen heißt, ist geehrt durch die langjährige Zusammenarbeit mit der französischen Nationalversammlung und dem Senat“, erklärte Alami. „Diese Beziehungen ermöglichen uns den Austausch von Best Practices und den Ausbau des Dialogs, insbesondere in einer Zeit, in der demokratische Institutionen starke Impulse benötigen, um die Stabilität und das Vertrauen der Bürger zu festigen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede hob Alami hervor, dass die marokkanische Demokratie sich in den vergangenen Jahrzehnten stark weiterentwickelt habe, gestützt auf eine Verfassung, die die Grundsätze der Menschenrechte, der politischen Vielfalt und des Pluralismus wahre. „Dieses Parlament verkörpert die Reife der marokkanischen Demokratie, eine Demokratie, die durch eine fortschrittliche und liberale Verfassung verankert ist“, führte Alami weiter aus.</p>



<h3 id="macron-marokkanische-sahara-ist-bestandteil-unserer-aussenpolitik" class="wp-block-heading">Macron: “Marokkanische Sahara ist Bestandteil unserer Außenpolitik”</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem Vortrag bekräftigte Macron erneut die Position Frankreichs zur marokkanischen Sahara, die das Land offiziell als integralen Bestandteil Marokkos anerkennt. „<strong>Ich betone es hier und heute nochmals: Für Frankreich ist die marokkanische Souveränität über die Sahara ein klarer Bestandteil unserer Außenpolitik</strong>“, so der französische Präsident vor den Abgeordneten. Laut Macron sei der Autonomieplan von 2007 „die einzige Grundlage für eine gerechte, dauerhafte und verhandelte Lösung, die den Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen entspricht“. Frankreich werde, so Macron, Marokko in internationalen Foren zur Seite stehen und dessen wirtschaftliche Entwicklung in der Region aktiv unterstützen.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-media-max-width="560" data-lang="de">
<p lang="fr" dir="ltr">Je considère que le présent et l’avenir du Sahara occidental s’inscrivent dans le cadre de la souveraineté marocaine. <a href="https://t.co/wZ6EJplldL">pic.twitter.com/wZ6EJplldL</a></p>
<p>— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) <a href="https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1851305214323855362?ref_src=twsrc%5Etfw">29. Oktober 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die französische Vizepräsidentin der Nationalversammlung, <strong>Naima Moutchou</strong>, begrüßte die klare Positionierung Frankreichs zur Sahara-Frage und betonte, dass „das starke Engagement Frankreichs für die marokkanische Souveränität die Grundlage für eine verstärkte Partnerschaft darstellt“. Sie erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen den Ländern nun in eine „neue Ära“ eintrete, die durch institutionelle und wirtschaftliche Projekte sowie durch die Unterstützung der französischen Nationalversammlung und des marokkanischen Parlaments intensiviert werde.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:29% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="590" height="835" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbFM0BVWMAEgH-p.jpeg" alt="" class="wp-image-12172 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbFM0BVWMAEgH-p.jpeg 590w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbFM0BVWMAEgH-p-212x300.jpeg 212w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbFM0BVWMAEgH-p-380x538.jpeg 380w" sizes="(max-width: 590px) 100vw, 590px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der marokkanischen Freundschaftsgruppe, <strong>Omar Anane</strong>, betonte seinerseits, dass die Freundschaft zwischen Frankreich und Marokko historisch gewachsen sei und durch das Engagement Frankreichs in der Sahara-Frage noch gestärkt werde. „Diese Positionierung Frankreichs zeugt von der Tiefe und dem Vertrauen der bilateralen Beziehungen und stützt sich auf die hohen Prinzipien von König Mohammed VI. und die langfristigen Interessen beider Völker“, so Anane.</p>
</div></div>



<h2 id="macron-zeigt-gemeinsame-vision-fuer-die-entwicklung-und-stabilitaet-afrikas" class="wp-block-heading">Macron zeigt gemeinsame Vision für die Entwicklung und Stabilität Afrikas</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Parlamentssitzung bekräftigte Macron das Engagement Frankreichs, sich verstärkt für die Stabilität und Entwicklung Afrikas einzusetzen. „Zwischen Marokko und Frankreich existiert eine einzigartige Verbindung, die uns nicht nur vereint, sondern auch Europa und Afrika näher zusammenbringt“, führte Macron aus. Mit Marokko als einem stabilen und dynamischen Partner wolle Frankreich gemeinsam den afrikanischen Kontinent durch gezielte Investitionen in Bildung, Digitalisierung und erneuerbare Energien stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In einer Zeit, in der der <strong>Klimawandel</strong> das Überleben vieler Regionen bedroht, haben Frankreich und Marokko die Pflicht, eine grüne und nachhaltige Zukunft für Afrika zu schaffen“, hob Macron hervor.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er würdigte Marokkos Fortschritte in der erneuerbaren Energieversorgung und im Umgang mit <strong>Wasserknappheit</strong> als „wegweisend“ und als Vorbild für andere Länder. Er führte weiter aus: „Die Vision des Königs für ein nachhaltiges Marokko stellt eine Bereicherung dar, die über die Grenzen hinausreicht und der Welt zeigen kann, wie grüne Transformation in der Praxis funktioniert.“</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAf49LWUAA-qx-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-12173 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAf49LWUAA-qx-1024x683.jpeg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAf49LWUAA-qx-300x200.jpeg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAf49LWUAA-qx-768x512.jpeg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAf49LWUAA-qx-380x253.jpeg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAf49LWUAA-qx-800x533.jpeg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAf49LWUAA-qx-1160x773.jpeg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/GbAf49LWUAA-qx.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu Projekten in den Bereichen grüne Energie und Wasseraufbereitung unterstrich Macron die Bedeutung neuer, nachhaltiger Projekte zur Reduktion des CO₂-Ausstoßes und für die Entwicklung alternativer Energiequellen wie <strong>Wasserstoff</strong>. „Ja, ich bin überzeugt, dass die Zukunft des Mittelmeerraums von diesen grünen Wasserstoff- und Stromkorridoren zwischen unseren Ländern abhängt“, erklärte Macron. Er betonte, dass diese Projekte auch die Möglichkeit bieten würden, die Energieversorgung Europas durch eine stabile und zuverlässige Quelle aus Nordafrika zu sichern.</p>



<h3 id="dynamische-parlamentarische-diplomatie-fuer-staerkere-zusammenarbeit" class="wp-block-heading">Dynamische parlamentarische Diplomatie für stärkere Zusammenarbeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Punkt der parlamentarischen Diskussion betraf die Rolle der Diplomatie und die Rolle der bilateralen Kooperationen auf institutioneller Ebene.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53-1024x683.jpg" alt="Macron und Talbi Alami" class="wp-image-12175 size-full" srcset="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53-1024x683.jpg 1024w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53-300x200.jpg 300w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53-768x512.jpg 768w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53-1536x1024.jpg 1536w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53-380x253.jpg 380w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53-800x533.jpg 800w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53-1160x773.jpg 1160w, https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/10/PHOTO-2024-10-29-11-46-53.jpg 1575w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der marokkanischen Abgeordnetenkammer, Talbi Alami, betonte, dass die engen Verbindungen und das institutionelle Engagement zwischen dem marokkanischen Parlament und der französischen Nationalversammlung eine Grundlage für den Austausch von Best Practices und die Förderung einer dynamischen parlamentarischen Diplomatie seien.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser Austausch ist essenziell, um die Demokratie in beiden Ländern zu stärken und zur Stabilität in der Region beizutragen“, so Alami.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang wurde auch die Notwendigkeit einer stärkeren <strong>Mobilität</strong> zwischen Bürgern beider Länder hervorgehoben. „Eine Erleichterung der Bürgerbewegung wird nicht nur die persönlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Marokko intensivieren, sondern auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern“, erklärte Anane. Die bilaterale Kooperation in Bildungs- und Ausbildungsprojekten sowie die Unterstützung französischer Unternehmen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in Marokko wurden ebenfalls als Prioritäten hervorgehoben.</p>



<h3 id="frankreich-und-marokko-ein-modell-der-zusammenarbeit-fuer-afrika" class="wp-block-heading">Frankreich und Marokko: Ein Modell der Zusammenarbeit für Afrika</h3>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">König Mohammed VI und Präsident Emmanuel Macron fahren durch die Hauptstadt Rabat | Bild: MAP</span>   </figcaption>


<p class="wp-block-paragraph">Macrons Besuch symbolisiert die vielschichtige und langjährige Partnerschaft zwischen Frankreich und Marokko, die nun in eine neue Phase der strategischen Zusammenarbeit eintritt. Beide Länder streben danach, ein Modell für Stabilität, nachhaltige Entwicklung und wirtschaftlichen Fortschritt zu schaffen, das über ihre eigenen Grenzen hinauswirkt und in Afrika ein Beispiel für Kooperation und Stabilität setzen soll. „<strong>Gemeinsam mit Marokko wollen wir für Afrika eine Perspektive der Stabilität und des Fortschritts schaffen“</strong>, betonte Macron und verwies darauf, dass „Marokko eine Rolle als Tor zu einem vereinten und prosperierenden Afrika einnehmen wird.“</p>
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			<media:title type="html">Macron im marokkanischen Parlament: &#34;Marokko ist das Tor zu Afrika&#34;</media:title>
			<media:description type="html">%%primary_category%% %%sep%% Präsident Macron bekräftigt Marokkos Stabilität als Vorbild für Afrika und unterstützt die Souveränität der marokkanischen Sahara.</media:description>
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		<item>
		<title>China schenkt Sierra Leone mobile Büros für das Parlament</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/china-schenkt-sierra-leone-mobile-bueros-fuer-das-parlament/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Oct 2024 19:43:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sierra Leone]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomatie]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In einem weiteren Zeichen der engen bilateralen Beziehungen zwischen China und Sierra Leone hat die chinesische Botschaft in Freetown eine Spende in Höhe von SLe 2,165,000, umgerechnet 87.410€, an das Parlament von Sierra Leone übergeben.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fchina-schenkt-sierra-leone-mobile-bueros-fuer-das-parlament%2F&amp;action_name=China%20schenkt%20Sierra%20Leone%20mobile%20B%C3%BCros%20f%C3%BCr%20das%20Parlament&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/china-schenkt-sierra-leone-mobile-bueros-fuer-das-parlament/">China schenkt Sierra Leone mobile Büros für das Parlament</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die Spende der Volksrepublik China soll für den Bau von mobilen Büros verwendet werden, die die Arbeitsbedingungen des Parlaments verbessern sollen.</p>



<h4 id="china-festigt-partnerschaft" class="wp-block-heading">China festigt Partnerschaft</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://awokonewspaper.sl/chinese-embassy-donates-over-le2-million-for-construction-of-mobile-offices-for-parliament/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=chinese-embassy-donates-over-le2-million-for-construction-of-mobile-offices-for-parliament">Übergabe</a> erfolgte durch den Geschäftsträger der chinesischen Botschaft, <strong>Zhang Dianbin</strong>, an den Parlamentspräsidenten, <strong>Segepoh Solomon Thomas</strong>, im Beisein hochrangiger Parlamentsvertreter. Zhang betonte, dass die Spende auf eine direkte Bitte des Parlamentspräsidenten hin erfolgte und die starke Kooperation zwischen beiden Ländern widerspiegele. Eine chinesische Firma wurde bereits mit dem Bau beauftragt, der den angegebenen Baukosten entspricht und bis zur Fertigstellung beaufsichtigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„China wird das Parlament von Sierra Leone immer unterstützen,“ erklärte Zhang während der Übergabe. Der Parlamentspräsident dankte der chinesischen Regierung und betonte, dass diese Unterstützung zu einem wichtigen Zeitpunkt komme. Er äußerte zudem die Hoffnung, dass Sierra Leone, ähnlich wie <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/westafrika/ghana/">Ghana</a>, von weiteren Bauprojekten Chinas profitieren könne, etwa in Form eines permanenten Bürogebäudes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Verfassung wird die Spende gemäß <strong>Artikel 118</strong> des Grundgesetzes von Sierra Leone dem Parlament zur transparenten Prüfung vorgelegt, wie der Parlamentspräsident bestätigte. Die chinesische Botschaft wird offiziell zu dieser parlamentarischen Sitzung eingeladen, um die starke Partnerschaft weiter zu festigen.</p>
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		<item>
		<title>Taye Atske Selassie zum Präsidenten Äthiopiens gewählt</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/taye-atske-selassie-zum-prasidenten-athiopiens-gewahlt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Außenminister]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am 7. Oktober 2024 wählten die beiden Kammern des äthiopischen Parlaments Taye Atske Selassie zum neuen Präsidenten des Landes. In einer Zeremonie wurde der erfahrene Diplomat am selben Tag vereidigt und übernahm die Verfassung von der scheidenden Präsidentin.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ftaye-atske-selassie-zum-prasidenten-athiopiens-gewahlt%2F&amp;action_name=Taye%20Atske%20Selassie%20zum%20Pr%C3%A4sidenten%20%C3%84thiopiens%20gew%C3%A4hlt&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/taye-atske-selassie-zum-prasidenten-athiopiens-gewahlt/">Taye Atske Selassie zum Präsidenten Äthiopiens gewählt</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Taye Atske Selassie tritt die Nachfolge von Sahle-Work Zewde an, die seit ihrer Wahl vor sechs Jahren als erste weibliche Präsidentin Äthiopiens in diesem überwiegend repräsentativen Amt tätig war. Es ist wichtig zu beachten, dass die tatsächliche Exekutivgewalt in <a href="https://fokus-afrika.de/category/politik/innen-und-aussenpolitik/ostafrika/athiopien/">Äthiopien</a> beim Ministerpräsidenten liegt, was die Rolle des Präsidenten in erster Linie symbolisch macht.</p>



<h4 id="taye-atske-selassie-ein-diplomat-an-der-spitze" class="wp-block-heading">Taye Atske Selassie: Ein Diplomat an der Spitze</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wahl von Taye Atske Selassie markiert einen neuen Abschnitt in der äthiopischen Politik. Der Vorsitzende der Afrikanischen Union gratulierte dem neuen Präsidenten und bekräftigte die fortdauernde Unterstützung der Afrikanischen Union für Äthiopiens Weg zur Vertiefung der Demokratie und nachhaltigen Entwicklung.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de" data-dnt="true">
<p lang="am" dir="ltr">አገርን ለማገልገል ስለተሰጠኝ መታመንና አደራ ከፍ ያለ ምስጋናዬን አቀርባለሁ:: <a href="https://t.co/SYYQH4IKoX">https://t.co/SYYQH4IKoX</a></p>
<p>— Taye Atske Selassie (@TayeAtske) <a href="https://twitter.com/TayeAtske/status/1843352496284283105?ref_src=twsrc%5Etfw">7. Oktober 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Selassie bringt umfassende diplomatische Erfahrung in sein neues Amt ein. Er diente unter anderem als Äthiopiens ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York und hat sich in dieser Rolle für die Interessen Äthiopiens auf internationaler Ebene eingesetzt.</p>



<h4 id="ruecktritt-der-ersten-praesidentin" class="wp-block-heading"><strong>Rücktritt der ersten Präsidentin</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Sahle-Work Zewde, die 2018 als erste weibliche Präsidentin gewählt wurde, trat von ihrem Amt als besondere Vertreterin des Generalsekretärs der Vereinten Nationen bei der Afrikanischen Union zurück, um die Präsidentschaft der Föderalen Demokratischen Republik Äthiopien zu übernehmen. Während ihrer Amtszeit wurde sie für ihre historischen Errungenschaften gelobt, jedoch gab es Berichte über Spannungen zwischen ihr und Premierminister Abiy Ahmed, die möglicherweise zu ihrem Rücktritt beigetragen haben.</p>
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		<title>Neue Impulse für die Sicherheits- und Außenpolitik</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/neue-impulse-fur-die-sicherheits-und-ausenpolitik/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Institutionelle Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Am 24. September 2024 forderte die Sachverständige Sarah Bressan vom Global Public Policy Institute bei einer öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission „Lehren aus Afghanistan“ eine verbesserte Abstimmung der Ressorts in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Insbesondere die Koordinierung zwischen den Ministerien bei außenpolitischen Entscheidungen und Einsätzen soll durch bessere Analysen und Strukturreformen optimiert werden.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneue-impulse-fur-die-sicherheits-und-ausenpolitik%2F&amp;action_name=Neue%20Impulse%20f%C3%BCr%20die%20Sicherheits-%20und%20Au%C3%9Fenpolitik&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neue-impulse-fur-die-sicherheits-und-ausenpolitik/">Neue Impulse für die Sicherheits- und Außenpolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Bressan betonte, dass es notwendig sei, Krisen frühzeitig zu erkennen und ihnen <strong>proaktiv</strong> zu begegnen. Diese Forderungen haben nicht nur für Deutschlands Politik große Relevanz, sondern auch für dessen Engagement in Afrika. Der afrikanische Kontinent ist in vielen Bereichen, wie Sicherheit, Entwicklung und Migration, ein wichtiger Partner Deutschlands. Insbesondere deutsche Beiträge zu <strong>Friedensmissionen</strong> und <strong>Sicherheitskooperationen</strong> in afrikanischen Staaten wie <strong>Mali</strong>, aber auch wirtschaftliche und entwicklungspolitische Initiativen, profitieren von einer besseren interministeriellen Zusammenarbeit.</p>



<h2 id="deutschlands-rolle-in-afrika-neue-ansaetze-fuer-eine-nachhaltige-partnerschaft" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727210559029 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Deutschlands Rolle in Afrika: Neue Ansätze für eine nachhaltige Partnerschaft</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forderungen nach einer verbesserten Koordinierung und Analyse in der deutschen Sicherheitspolitik stehen im Einklang mit der Notwendigkeit einer effizienteren Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Afrika. Die kontinuierliche Zusammenarbeit in Bereichen wie Sicherheit und Friedensförderung ist entscheidend, um <strong>stabile Partnerschaften</strong> aufzubauen. Dies betrifft besonders die Krisenvorsorge und die <strong>Unterstützung von Staaten</strong>, die von Instabilität und Konflikten bedroht sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Afrika</strong> ist zunehmend von hybriden Bedrohungen, wie <strong>Terrorismus</strong> und <strong>organisierter Kriminalität</strong>, betroffen, weshalb eine effektive und frühzeitige Analyse auch in diesen Regionen notwendig ist. Durch die in der Kommission geforderten <strong>ressortübergreifenden</strong> Ansätze könnte Deutschland nicht nur im eigenen sicherheitspolitischen Handeln gestärkt werden, sondern auch als verlässlicher Partner in Afrika auftreten.</p>



<h2 id="eine-win-win-situation-durch-besseres-management" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727210562761 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Eine Win-Win-Situation durch besseres Management</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein <strong>koordiniertes Vorgehen</strong> zwischen verschiedenen Bundesministerien kann Deutschlands Engagement in Afrika effizienter machen und sicherstellen, dass außenpolitische Entscheidungen auf fundierten Analysen beruhen. Dies könnte auch die Zusammenarbeit mit afrikanischen Institutionen stärken, insbesondere in der Bekämpfung von Terrorismus und Instabilität.</p>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">Enquete-Kommission zum Afghanistan-Einsatz | <em>DBwV/Yann Bombeke</em></span>   </figcaption>


<p class="wp-block-paragraph">Die von Bressan geforderten Strukturreformen könnten die Grundlage für eine <strong>nachhaltigere Sicherheitsstrategie</strong> im afrikanischen Kontext schaffen. So kann Deutschland seine Unterstützung in <strong>Friedensmissionen</strong>, wie in der Sahelzone, gezielter und effizienter gestalten. Zudem könnte die Kooperation mit der Afrikanischen Union und regionalen Organisationen durch eine solche Reform aufgewertet werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fneue-impulse-fur-die-sicherheits-und-ausenpolitik%2F&action_name=Neue%20Impulse%20f%C3%BCr%20die%20Sicherheits-%20und%20Au%C3%9Fenpolitik&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/neue-impulse-fur-die-sicherheits-und-ausenpolitik/">Neue Impulse für die Sicherheits- und Außenpolitik</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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		<title>Deep Dive: Marokkos Rolle im Parlaments Panafricain</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/deep-dive-marokkos-rolle-im-parlaments-panafricain/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Sep 2024 15:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[König]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Vom 13. bis 20. September 2024 fand in Midrand, Südafrika, eine Sitzungsreihe des Parlaments Panafricain statt, bei der entscheidende Themen für die Zukunft Afrikas auf der Agenda standen.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdeep-dive-marokkos-rolle-im-parlaments-panafricain%2F&amp;action_name=Deep%20Dive%3A%20Marokkos%20Rolle%20im%20Parlaments%20Panafricain&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/deep-dive-marokkos-rolle-im-parlaments-panafricain/">Deep Dive: Marokkos Rolle im Parlaments Panafricain</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Delegation, vertreten durch Mitglieder des nationalen Parlaments der <strong>Chambre des Conseillers</strong>, spielte eine zentrale Rolle in den Diskussionen über Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung auf dem Kontinent.</p>



<h1 id="fortschritte-im-bereich-bildung-und-nachhaltige-entwicklung" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727016886341 is-style-cnvs-block-section-heading-7 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Fortschritte im Bereich Bildung und nachhaltige Entwicklung</span>
	</span>
</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzungen fanden unter dem Jahresthema der <strong>Afrikanischen Union (AU)</strong> für 2024 statt: <em>„Eine Afrika würdige Bildung für das 21. Jahrhundert: Aufbau widerstandsfähiger Bildungssysteme für einen besseren Zugang zu inklusivem, qualitativ hochwertigem Lernen, das an die Bedürfnisse Afrikas angepasst ist“.</em> Dieser thematische Fokus zielte darauf ab, die Herausforderungen und Lücken im Bildungsbereich zu identifizieren und die Rolle der afrikanischen Parlamente bei der Verbesserung der Bildungssysteme hervorzuheben.</p>


<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de" data-dnt="true">
<p lang="en" dir="ltr">The Pan-African Parliament (PAP), the legislative arm of the <a href="https://twitter.com/_AfricanUnion?ref_src=twsrc%5Etfw">@_AfricanUnion</a> , is pleased to announce that the Sitting of the Permanent Committees and Other Organs of the Pan-African Parliament will be held from 13th to 20th September 2024. The Sitting will convene under the… <a href="https://t.co/QFVe6hutHS">pic.twitter.com/QFVe6hutHS</a></p>
<p>— PanAfricanParliament (@AfrikParliament) <a href="https://twitter.com/AfrikParliament/status/1830522380520747192?ref_src=twsrc%5Etfw">2. September 2024</a></p></blockquote>
<p> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die marokkanische Delegation betonte in diesem Kontext die Bedeutung, die Bildung für die Entwicklung Afrikas hat. In einer Sitzung der <strong>Kommission für Handel, Zoll und Immigration</strong> hob die Abgeordnete <strong>Hanane Benkhair</strong> die Fortschritte hervor, die Marokko in den Bereichen <strong>Geschäftsklima, Infrastruktur und Kommunikation</strong> gemacht hat. Sie präsentierte ebenfalls die umfassenden Vorbereitungen des Landes für die <strong>Ausrichtung des Afrikanischen Nationen-Pokals 2025</strong> sowie die <strong>Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2030</strong>. Laut MAP sprachen die teilnehmenden Parlamentarier ihre Anerkennung für die Bemühungen Marokkos in diesen Bereichen aus.</p>



<h2 id="herausforderungen-in-der-afrikanischen-bildungslandschaft" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727016881253 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Herausforderungen in der afrikanischen Bildungslandschaft</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Informationen der MAP erörterten die Mitglieder des Parlaments Panafricain zudem die strukturellen Hindernisse, die die Qualität der Bildungssysteme in Afrika beeinträchtigen. Dabei lag der Schwerpunkt darauf, wie Bildung in den ländlichen und benachteiligten Gebieten verbessert werden kann. Ziel ist es, den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu erweitern und gleichzeitig sicherzustellen, dass diese den regionalen Gegebenheiten gerecht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Sitzungen wurde auch die Notwendigkeit einer stärkeren parlamentarischen Kontrolle bei der Umsetzung der Bildungsziele betont. Das <strong>Agenda 2063</strong> der Afrikanischen Union dient hierbei als Orientierungspunkt, da es auf die Schaffung eines inklusiven und gerechten Bildungsumfelds abzielt.</p>



<h2 id="staerkung-der-zusammenarbeit-im-bereich-frieden-und-sicherheit" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727016892116 is-style-cnvs-block-section-heading-7 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich Frieden und Sicherheit</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres zentrales Thema der Tagung war die Frage nach der <strong>Friedens- und Sicherheitslage</strong> in Afrika. Nach Angaben der MAP wurde dabei auf die aktuellen Entwicklungen in den Konfliktregionen des Kontinents eingegangen. Insbesondere die <strong>Ressourcennutzung und -verwaltung</strong> sowie die <strong>Stärkung der Widerstandsfähigkeit der afrikanischen Gesundheitssysteme</strong> standen zur Debatte, um zukünftige Pandemien besser bewältigen zu können.</p>



<h2 id="die-atlantik-initiative-marokkos-vision-fuer-eine-nachhaltige-kooperation-im-atlantikraum" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727016966548 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Die Atlantik-Initiative: Marokkos Vision für eine nachhaltige Kooperation im Atlantikraum</span>
	</span>
</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="664" height="996" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/roi-mohammed-vi.jpg" alt="" class="wp-image-11349 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema der Diskussionen im Parlament Panafricain war die <strong>Initiative für den Atlantik</strong>, die von Marokko ins Leben gerufen wurde und sich auf die nachhaltige Entwicklung und Kooperation im Atlantikraum fokussiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Initiative zielt darauf ab, die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zwischen den afrikanischen und lateinamerikanischen Anrainerstaaten des Atlantiks zu stärken und gleichzeitig die Rolle des Atlantiks als strategischen Raum für Handel, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung zu festigen.</p>
</div></div>



<h2 id="kernziele-der-initiative" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727016958885 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Kernziele der Initiative</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die von <strong>König Mohammed VI</strong> initiierte Atlantik-Initiative versteht sich als Plattform zur Förderung der Zusammenarbeit in einer Vielzahl von Bereichen. Dazu zählen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Wirtschaftliche Integration</strong>: Durch die Schaffung einer gemeinsamen wirtschaftlichen Zone soll der Handel und die Investitionen zwischen den Anrainerstaaten des Atlantiks, insbesondere zwischen Afrika, Lateinamerika und der Karibik, intensiviert werden. Dies umfasst den Ausbau maritimer Handelswege, die Harmonisierung von Handelsabkommen und die Schaffung einer Infrastruktur für den grenzüberschreitenden Austausch von Gütern und Dienstleistungen.</li>



<li><strong>Sicherheit und Stabilität</strong>: Der Atlantikraum ist aufgrund seiner geostrategischen Lage anfällig für maritime Sicherheitsbedrohungen wie Piraterie, Menschenhandel und illegalen Drogenhandel. Die Initiative legt daher großen Wert auf die Verbesserung der maritimen Sicherheit durch verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Küstenwachen der beteiligten Länder, den Aufbau gemeinsamer Überwachungssysteme und den Austausch von sicherheitsrelevanten Informationen.</li>



<li><strong>Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung</strong>: Ein weiterer Schwerpunkt der Initiative liegt auf dem Schutz der atlantischen Meeresökosysteme. Im Rahmen der Initiative sollen Maßnahmen zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung, zur Förderung der Biodiversität und zur nachhaltigen Nutzung der Meeresressourcen entwickelt werden. Marokko hat in diesem Zusammenhang seine Erfahrungen im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen Fischereiwirtschaft eingebracht.</li>



<li><strong>Bildung und Forschung</strong>: Um langfristig tragfähige Lösungen für die Herausforderungen im Atlantikraum zu finden, setzt die Initiative stark auf den Wissensaustausch und die Förderung gemeinsamer Forschungsprojekte. Hierbei liegt der Fokus auf der Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungsinstituten und politischen Akteuren, um innovative Ansätze für die wirtschaftliche und ökologische Entwicklung des Atlantiks zu entwickeln.</li>
</ul>



<h2 id="internationale-resonanz-und-zusammenarbeit" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727016972276 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Internationale Resonanz und Zusammenarbeit</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Atlantik-Initiative hat auf internationaler Ebene breite Unterstützung gefunden, insbesondere von den afrikanischen Staaten, die am Atlantik liegen, sowie von Ländern in Südamerika und der Karibik. </p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/GJlRUW8WsAA9Vr2.jpg" alt="" class="wp-image-11351 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Laut der <strong>Maghreb Arabe Presse (MAP)</strong> setzen sich zahlreiche afrikanische Staaten, darunter <strong>Kap Verde, Sierra Leone, Kenia, Namibia, São Tomé und Príncipe</strong> sowie die <strong>Komoren</strong>, aktiv für die Umsetzung der Initiative ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>Task Force</strong>, die zur Unterstützung der Initiative gegründet wurde, arbeitet derzeit an der Ausarbeitung eines umfassenden Aktionsplans, der die Zusammenarbeit in den oben genannten Bereichen fördert.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko hat sich in dieser Task Force als treibende Kraft etabliert, indem es nicht nur seine eigenen diplomatischen und wirtschaftlichen Netzwerke einbringt, sondern auch seine Expertise in der Organisation von internationalen Großveranstaltungen und multilateralen Verhandlungen. Die Anstrengungen des Landes, eine Brücke zwischen den Kontinenten zu schlagen, spiegeln Marokkos wachsende Rolle als <strong>diplomatischer Knotenpunkt</strong> in Afrika und als <strong>wirtschaftliches Bindeglied</strong> zwischen Europa, Afrika und Lateinamerika wider.</p>



<h2 id="zukunftsperspektiven-der-atlantik-initiative" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727016977878 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Zukunftsperspektiven der Atlantik-Initiative</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Atlantik-Initiative hat das Potenzial, die geopolitische Landschaft im Atlantikraum nachhaltig zu verändern. Während die anfänglichen Schritte auf die Schaffung eines Dialogs und die Identifikation gemeinsamer Herausforderungen abzielen, könnten langfristig tiefere Integrationsmechanismen entstehen, die über den rein wirtschaftlichen Austausch hinausgehen. Dies könnte zur Bildung eines <strong>Atlantischen Wirtschafts- und Sicherheitsraums</strong> führen, der nicht nur die wirtschaftlichen Beziehungen der Anrainerstaaten stärkt, sondern auch zur Friedenssicherung und nachhaltigen Ressourcennutzung beiträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Bericht der MAP haben die afrikanischen Parlamentarier die Initiative als eine wegweisende Gelegenheit erkannt, Afrika in einer globalisierten Welt besser zu positionieren. Der Austausch mit lateinamerikanischen und karibischen Staaten bietet zudem die Möglichkeit, voneinander zu lernen und Best-Practice-Ansätze in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Umweltschutz zu teilen.</p>



<h2 id="rolle-des-parlaments-panafricain" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727016781925 is-style-cnvs-block-section-heading-7 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Rolle des Parlaments Panafricain</span>
	</span>
</h2>


<figcaption class="image-credit"><span class="image-caption">Die Sprecher der Nationalen Parlamente</span>   </figcaption>


<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>Parlament Panafricain</strong> wurde im Jahr 2004 gegründet und hat laut MAP die Aufgabe, die <strong>Beteiligung der afrikanischen Bevölkerung an der wirtschaftlichen und politischen Integration des Kontinents</strong> zu fördern. Es nimmt eine beratende Funktion innerhalb der Afrikanischen Union ein und konzentriert sich auf die <strong>Überwachung des Haushalts</strong> sowie die Entwicklung von Best-Practice-Ansätzen in verschiedenen Bereichen, darunter Bildung, Handel und Ressourcennutzung.</p>



<h2 id="internationale-zusammenarbeit-und-die-rolle-marokkos" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1727017283138 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Internationale Zusammenarbeit und die Rolle Marokkos</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Marokko konnte laut Angaben der MAP seine Erfahrungen und Fortschritte in verschiedenen Bereichen, wie dem <strong>Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen</strong> und der Förderung der <strong>Gleichstellung der Geschlechter</strong>, teilen. Diese Themen wurden im Rahmen von mehreren Entwürfen von <strong>Modellgesetzen</strong> behandelt, die von der afrikanischen parlamentarischen Gemeinschaft diskutiert wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kontinuierlichen Bemühungen des Landes zur Förderung der Gleichstellung und zur Bekämpfung von Diskriminierung finden internationale Anerkennung und sind ein Schlüsselthema im Rahmen der Beratungen des Parlaments Panafricain.</p>
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			<media:title type="html">MOROCCO-ROYAL</media:title>
			<media:description type="html">This handout picture provided by the Moroccan agency press (MAP) on July 30, 2023, shows Morocco&#039;s King Mohammed VI delivering a speech to the nation, marking the 24th anniversary of his accession to the throne, in the Royal Palace of Tetouan RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT AFP PHOTO / MOROCCAN AGENCY PRESS - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
 (Photo by Handout / MAP / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT AFP PHOTO / MOROCCAN AGENCY PRESS - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS</media:description>
		</media:content>
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			<media:title type="html">GJlRUW8WsAA9Vr2</media:title>
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	</item>
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		<title>Spannungen zwischen Parlament und Regierung eskalieren</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/spannungen-zwischen-parlament-und-regierung-eskalieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Sep 2024 19:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Guinea-Bissau]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Der Präsident der Nationalversammlung von Guinea-Bissau (Assembleia Nacional Popular, ANP), Domingos Simões Pereira, hat sich kritisch über die jüngsten Äußerungen des Staatspräsidenten Umaro Sissoco Embaló geäußert. <img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fspannungen-zwischen-parlament-und-regierung-eskalieren%2F&amp;action_name=Spannungen%20zwischen%20Parlament%20und%20Regierung%20eskalieren&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/spannungen-zwischen-parlament-und-regierung-eskalieren/">Spannungen zwischen Parlament und Regierung eskalieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Pereira betonte, dass er als Inhaber eines Souveränitätsorgans stets Respekt gegenüber dem Staatsoberhaupt zeige, dieser Respekt jedoch in den Reden von Embaló nicht erwidert werde. Die Spannungen erreichten am Donnerstag einen Höhepunkt, als Embaló in einer öffentlichen Erklärung drohte, dass es „Konsequenzen für alle Teilnehmer“ geben werde, falls die ständige Kommission der ANP nicht die Diskussion über die Situation im Obersten Gerichtshof von ihrer Tagesordnung streichen würde.</p>



<h2 id="drohungen-des-praesidenten-und-reaktionen-des-parlaments" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726947018914 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Drohungen des Präsidenten und Reaktionen des Parlaments</span>
	</span>
</h2>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:44% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="440" height="628" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/Umaro_Sissoco_Embalo_en_2021.jpg" alt="" class="wp-image-11306 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Die Aussagen von Embaló folgten auf eine Sitzung des Ministerrats, bei der er seine Bedenken hinsichtlich der Kompetenzen der ANP äußerte. Domingos Simões Pereira wies die Drohungen jedoch zurück und erklärte, dass es klare interne Strukturen und befugte Mitglieder innerhalb der ständigen Kommission gebe, die beurteilen könnten, ob ein Tagesordnungspunkt die Kompetenzen des Parlaments überschreite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Meldungen der Nachrichtenagentur ANG sagte Pereira: „Die ANP ist ein Organ mit der Kompetenz und Aufgabe, Unregelmäßigkeiten zu bewerten und Lösungen für die Probleme des Landes aufzuzeigen.“ Dabei bezog er sich auf die Verfassungsrechte des Parlaments, die es ihm ermöglichen, wichtige Fragen zu diskutieren und Vorschläge zu unterbreiten.</p>
</div></div>



<h2 id="appell-an-eine-respektvolle-zusammenarbeit" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726947025397 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Appell an eine respektvolle Zusammenarbeit</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Simões Pereira rief Präsident Embaló dazu auf, in seinen Reden eine Sprache des Respekts und der Eintracht gegenüber anderen Staatsinstitutionen zu verwenden. Dies sei notwendig, wenn der Präsident wirklich wolle, dass das Land erfolgreich funktioniere. „Eine respektvolle Zusammenarbeit zwischen den Institutionen ist unerlässlich, um das politische Klima im Land zu stabilisieren und voranzubringen“, fügte er hinzu.</p>



<h2 id="ausserordentliche-sitzung-der-staendigen-kommission" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726947033562 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Außerordentliche Sitzung der ständigen Kommission</span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag berief Simões Pereira eine außerordentliche Sitzung der ständigen Kommission der ANP ein, um unter anderem die Lage im Obersten Gerichtshof zu erörtern. Der Oberste Gerichtshof von Guinea-Bissau ist derzeit ohne Präsidenten und mehrere weitere Richter tätig, die aufgrund unterschiedlicher Vorwürfe suspendiert wurden. Trotz der politischen Spannungen und der Drohungen des Präsidenten besteht das Recht der ständigen Kommission, auch in Zeiten einer möglichen Auflösung des Parlaments weiter zu tagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die wachsenden politischen Spannungen in Guinea-Bissau, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Exekutive und Legislative sowie die Unabhängigkeit der Justiz. Am 24. November 2024 finden Wahlen statt.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fspannungen-zwischen-parlament-und-regierung-eskalieren%2F&action_name=Spannungen%20zwischen%20Parlament%20und%20Regierung%20eskalieren&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/spannungen-zwischen-parlament-und-regierung-eskalieren/">Spannungen zwischen Parlament und Regierung eskalieren</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">Umaro_Sissoco_Embaló_en_2021</media:title>
			<media:description type="html">(Luanda- Angola, 16/07/2021) Vice-Presidente da República, Hamilton Mourão durante Encontro com o Excelentíssimo Sr. Presidente da Guiné-Bissau.

Foto: Romério Cunha/ VPR</media:description>
		</media:content>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Das Bildungssystem in Afrika muss neu aufgestellt werden!&#8221;</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/das-bildungssystem-in-afrika-muss-neu-aufgestellt-werden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 12:48:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kontinentale Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[5]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>In einem kürzlich veröffentlichten Dokument, das anlässlich der 12. Jahrestagung der Präsidenten der afrikanischen Parlamente präsentiert wurde, betonte Rachid Talbi El Alami, Präsident des marokkanischen Parlaments, die entscheidende Bedeutung des Bildungssektors für die Entwicklung des afrikanischen Kontinents.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdas-bildungssystem-in-afrika-muss-neu-aufgestellt-werden%2F&amp;action_name=%26%238220%3BDas%20Bildungssystem%20in%20Afrika%20muss%20neu%20aufgestellt%20werden%21%26%238221%3B&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Diese Veranstaltung fand im Rahmen der September-Sitzung des Panafrikanischen Parlaments (PAP) statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bildung als Voraussetzung für Frieden und Stabilität</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">El Alami unterstrich, dass die Bildung nach Frieden und Stabilität die zentrale Herausforderung für Afrika darstelle. Er lobte die Wahl des Themas der Konferenz: „Bildung für ein Afrika des 21. Jahrhunderts: Resiliente Bildungssysteme für einen besseren Zugang zu inklusivem, nachhaltigem und qualitativ hochwertigem Lernen in Afrika“. Laut der Nachrichtenagentur <em>Maghreb Arabe Presse</em> sieht El Alami in der Bildung nicht nur ein fundamentales Menschenrecht, sondern auch eine unverzichtbare Bedingung für die Förderung von Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe.</p>



<h2 id="analyse-des-bildungssektors-als-grundlage-fuer-reformen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726749317718 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Analyse des Bildungssektors als Grundlage für Reformen</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">El Alami argumentierte, dass Bildungsreformen mit einer umfassenden Bestandsaufnahme des Sektors beginnen müssten. Dazu zählten insbesondere die Bewertung der bestehenden Infrastruktur, der verfügbaren Ressourcen sowie der gegenwärtigen Bedürfnisse in Bezug auf finanzielle Mittel und Fachkräfte. Ziel sei es, Schwachstellen im System zu identifizieren und gezielt anzugehen.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="738" height="352" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/PAPLogo_English_Colour_2.png" alt="" class="wp-image-11209 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Er hob die Bedeutung der Chancengleichheit im Bildungsbereich hervor und betonte die Notwendigkeit, den Zugang zu Bildungseinrichtungen in allen sozialen Schichten und über das gesamte nationale Territorium hinweg zu gewährleisten. Dies erfordere eine langfristige Planung und die Berücksichtigung demografischer Entwicklungen sowie wirtschaftlicher Transformationen in den afrikanischen Ländern.</p>
</div></div>



<h2 id="privatsektor-beteiligen-zusammenarbeit-als-schluessel-fuer-fortschritte" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726749314225 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span>Privatsektor beteiligen: <strong>Zusammenarbeit als Schlüssel für Fortschritte</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der zentralen Hindernisse für die Reform des Bildungswesens sei laut El Alami die finanzielle Belastung. Bildungsausgaben machten in vielen afrikanischen Ländern einen erheblichen Anteil des Staatshaushalts aus. <strong>Um diese Herausforderung zu bewältigen, sei es notwendig, innovative Ansätze für die Finanzierung zu entwickeln, einschließlich öffentlich-privater Partnerschaften (PPP).</strong> Auch die Einbindung des afrikanischen Privatsektors in die Bildungsfinanzierung könne einen wichtigen Beitrag leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">El Alami schlug zudem die Gründung afrikanischer Gemeinschaftsuniversitäten und Forschungsinstitute vor, die auf einer grenzüberschreitenden Kooperation basierten. Dies würde die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze für Bildungsfragen fördern.</p>



<h2 id="ressourcen-und-technologietransfer-als-herausforderungen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726749322420 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Ressourcen und Technologietransfer als Herausforderungen</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres zentrales Problem sei der Mangel an qualifizierten Lehrkräften und Bildungspersonal. Er sprach sich für den verstärkten Austausch von Lehrkräften zwischen afrikanischen Ländern aus, um den Mangel an Fachkräften in Regionen mit unzureichender Bildungsinfrastruktur zu beheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zudem wies El Alami auf die Notwendigkeit hin, die Abwanderung hochqualifizierter afrikanischer Fachkräfte („Brain Drain“) zu bremsen. </strong>Dies könne durch den Aufbau geeigneter Arbeitsumgebungen und Forschungseinrichtungen sowie durch die Schaffung attraktiver Anreize für gut ausgebildete Fachkräfte gelingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich betonte er die Bedeutung von Technologie und Innovation für die zukünftige Entwicklung des Bildungssektors. Der Zugang zu neuen Technologien und insbesondere zu den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz müsse gefördert werden, um den besonderen Bedürfnissen und kulturellen Gegebenheiten Afrikas gerecht zu werden. El Alami forderte die afrikanischen Parlamente auf, sich für den Zugang zu bezahlbarer Technologie einzusetzen, da diese ein gemeinsames Erbe der Menschheit darstelle.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&rec=1&url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fdas-bildungssystem-in-afrika-muss-neu-aufgestellt-werden%2F&action_name=%26%238220%3BDas%20Bildungssystem%20in%20Afrika%20muss%20neu%20aufgestellt%20werden%21%26%238221%3B&urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /><p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/das-bildungssystem-in-afrika-muss-neu-aufgestellt-werden/">&#8220;Das Bildungssystem in Afrika muss neu aufgestellt werden!&#8221;</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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			<media:title type="html">PAPLogo_English_Colour_2</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Themen der Regierungserklärung: Gaza, Wasserstoff, Korruption</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/themen-der-regierungserklaerung-gaza-wasserstoff-korruption/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2024 20:27:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mauretanien]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Nationalversammlung Mauretaniens hat am Mittwochabend in Nouakchott ihre außerordentliche Sitzung beendet, die der Genehmigung der allgemeinen Politik des Regierungsprogramms sowie der Verabschiedung wichtiger Gesetzesvorlagen gewidmet war.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fthemen-der-regierungserklaerung-gaza-wasserstoff-korruption%2F&amp;action_name=Themen%20der%20Regierungserkl%C3%A4rung%3A%20Gaza%2C%20Wasserstoff%2C%20Korruption&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/themen-der-regierungserklaerung-gaza-wasserstoff-korruption/">Themen der Regierungserklärung: Gaza, Wasserstoff, Korruption</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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<h2 id="regierungsposition-zum-konflikt-im-gaza-streifen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726258774580 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Regierungsposition zum Konflikt im Gaza-Streifen</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Präsident der Nationalversammlung, Mohamed Bembe Meguett, hielt bei der Abschlusszeremonie eine Rede, in der er eindringlich die Notwendigkeit unterstrich, dem von der israelischen Besatzung gegen das palästinensische Volk geführten Völkermord Einhalt zu gebieten. Er kritisierte die internationale Gemeinschaft, die nicht in der Lage sei, die Angriffe zu stoppen oder Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Meguett beschrieb die Angriffe als beispiellos und bezeichnete sie als eine Wiederholung der „Nakba“, das gezielte Bestreben, die Palästinenser von ihrem Land zu vertreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede rief Meguett erneut die Menschheit dazu auf, die fortdauernden Massaker zu beenden, die Frieden und Sicherheit in der Region gefährden. Er betonte, dass die Angriffe auf die Gesetze, die Moral sowie das internationale humanitäre Recht eine neue Eskalationsstufe erreicht hätten.</p>



<h2 id="neu-das-wasserstoff-gesetz" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726258770259 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Neu: Das Wasserstoff-Gesetz</strong></span>
	</span>
</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitzung war geprägt von der Präsentation des Regierungsprogramms durch den Premierminister, die zur Abstimmung und Genehmigung durch die Nationalversammlung führte. Die Abgeordneten gewährten dem Programm durch eine geheime Abstimmung ihr Vertrauen, was den Willen der Volksvertreter und die des Präsidenten Mohamed Cheikh El Ghazouani widerspiegelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm enthält umfassende Reformen, darunter Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung. Die Abgeordneten verabschiedeten außerdem zwei wichtige Gesetzesvorlagen: die Verfassung des grünen Wasserstoffgesetzes, die Mauretanien den Vorteil verschaffen soll, Energie weltweit zu exportieren, und andere gesetzliche Regelungen, die zur Stärkung des Staates und zum Schutz der Menschenrechte beitragen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meguett dankte den Abgeordneten für ihre Ernsthaftigkeit und Verantwortung während der Sitzungen und wünschte ihnen eine erholsame Auszeit vor der nächsten Sitzung, die dem Haushaltsgesetz gewidmet sein wird.</p>
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		<item>
		<title>Auflösung des Senegalesischen Parlaments verschärft politische Krise</title>
		<link>https://fokus-afrika.de/aufloesung-des-senegalesischen-parlaments-verschaerft-politische-krise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2024 19:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>
<p>Die Ankündigung von Präsident Bassirou Diomaye Faye zur Auflösung der Nationalversammlung und die geplanten Neuwahlen am 17. November 2024 haben in der senegalesischen Politik ein stark polarisiertes Echo ausgelöst. Die Reaktionen reichen von scharfer Kritik bis hin zu Zustimmung und Unterstützung.<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Faufloesung-des-senegalesischen-parlaments-verschaerft-politische-krise%2F&amp;action_name=Aufl%C3%B6sung%20des%20Senegalesischen%20Parlaments%20versch%C3%A4rft%20politische%20Krise&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://fokus-afrika.de/aufloesung-des-senegalesischen-parlaments-verschaerft-politische-krise/">Auflösung des Senegalesischen Parlaments verschärft politische Krise</a> ist unter FOKUS AFRIKA hier zu finden: <a href="https://fokus-afrika.de">FOKUS AFRIKA</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">In seiner Ansprache an die Nation erklärte Präsident Faye, dass er die Nationalversammlung gemäß Artikel 87 der Verfassung aufgelöst habe, nachdem er die Verfassungsbehörde sowie den Premierminister und den Präsidenten der Nationalversammlung konsultiert hatte. Er begründete die Entscheidung mit dem Wunsch, dem Volk die notwendigen institutionellen Mittel zu geben, um die von ihm versprochene systematische Transformation zu verwirklichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mehrheit der Koalition Benno Bokk Yakaar (BBY) in der aufgelösten Nationalversammlung verurteilt die Entscheidung als „Verrat“ und bezeichnet sie als „zynische Machenschaft“ in Zusammenarbeit mit dem Premierminister. In einer Pressemitteilung rief BBY die Bürger auf, sich gegen das, was sie als „Rückkehr zu vergangenen Zeiten“ beschreiben, zu wehren.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 38%"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Anta Babacar Ngom, Präsidentin der Bewegung Alternative pour la Relève Citoyenne (ARC), fordert eine starke oppositionelle Haltung. Sie betonte auf dem sozialen Netzwerk X, dass der 17. November 2024 mehr als nur eine Wahl sei, sondern entscheidend für die Zukunft der Demokratie im Senegal. Ngom fordert eine Mobilisierung für eine parlamentarische Koalition, um ein Machtmonopol zu verhindern und eine geteilte Verantwortung zu fördern.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/lR7p3Ofd_400x400.jpg" alt="" class="wp-image-10810 size-full"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bougane Gueye Dany, Leiter der Bewegung Gueum Sa Bopp, bezeichnete den Schritt des Präsidenten als eine der „skandalösesten Seiten“ der institutionellen Geschichte des Landes. Er rief die „lebenskräftigen Kräfte der Nation“ auf, sich gegen die „Widerrede und Vergehen“ zu mobilisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thierno Alassane Sall von der Bewegung La République des valeurs äußerte seine Überraschung und bezeichnete die Auflösung der Nationalversammlung als „Täuschung“, da Präsident Faye zuvor eine andere politische Agenda angekündigt hatte. Sall kritisierte die Entscheidung als „trügerisch“ und im Zusammenhang mit dem bevorstehenden wichtigen Auftritt des Premierministers Ousmane Sonko.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:34% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="960" src="https://fokus-afrika.de/wp-content/uploads/2024/09/434486804_950794616417680_5740572963520632507_n.jpg" alt="" class="wp-image-10809 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Thierno Bocoum, Präsident der Bewegung Alliance générationnelle pour les intérêts de la République (Agir), verglich die Entscheidung des Präsidenten mit dem „Verlängern der Trauer“ und sprach von einer „schamlosen Täuschung“. Bocoum kritisierte die Art und Weise der Durchführung der Auflösung als „skandalös“ und „unwürdig“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite begrüßte Boubacar Camara, Präsident der Bewegung Tabax-Construire, die Entscheidung als „Erlösung des Volkes von der Herrschaft der Unterstützer des ehemaligen Präsidenten Macky Sall“. Er argumentierte, dass die vorherige parlamentarische Mehrheit den neuen Präsidenten blockierte, und forderte eine neue Nationalversammlung, die die Bevölkerung besser widerspiegelt und den Übergang unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abdourahmane Diouf, Präsident der Bewegung Awalé, lobte die Entscheidung von Präsident Faye als „Weitsicht und Pragmatismus“. Er betonte, dass die Auflösung der Nationalversammlung einen Neuanfang ermögliche, um einen neuen Schwung zu geben und auf ein besseres Zukunftsbild hinzuarbeiten. Diouf rief zur Mobilisierung für das Wesentliche auf, um besser dienen zu können.</p>
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		<title>Präsident Diomaye Faye löst Nationalversammlung auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Amani Diallo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2024 21:13:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[1]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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<p>Neuwahlen für den 17. November 2024 geplant<img src="//fokus-afrika.de/wp-content/plugins/matomo/app/matomo.php?idsite=1&amp;rec=1&amp;url=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Fprasident-diomaye-faye-lost-nationalversammlung-auf%2F&amp;action_name=Pr%C3%A4sident%20Diomaye%20Faye%20l%C3%B6st%20Nationalversammlung%20auf&amp;urlref=https%3A%2F%2Ffokus-afrika.de%2Ffeed%2F" style="border:0;width:0;height:0" width="0" height="0" alt="" /></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>FOKUS AFRIKA ist ein deutschsprachiges Online-Medienportal, welches sich auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken des afrikanischen Kontinents fokussiert.</p>

<p class="wp-block-paragraph">Der senegalesische Präsident Bassirou Diomaye Faye hat am Donnerstagabend in einer Ansprache an die Nation die Auflösung der Nationalversammlung bekannt gegeben. In Übereinstimmung mit Artikel 87 der Verfassung und nach Konsultationen mit dem Verfassungsrat, dem Premierminister und dem Präsidenten der Nationalversammlung wurden die Neuwahlen auf den 17. November 2024 festgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Faye erklärte, die Entscheidung diene dazu, dem Volk die institutionellen Mittel zu geben, um die „systemische Transformation“ voranzutreiben, die er bei seiner Wahl im März 2024 versprochen habe. Er führte an, dass die parlamentarische Mehrheit Entscheidungen blockiert habe, die im Interesse des Landes stünden.</p>



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	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Hintergrund der Auflösung</strong></span>
	</span>
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<p class="wp-block-paragraph">In seiner Rede verwies Faye darauf, dass die Nationalversammlung am 29. Juni 2024 die gesetzlich vorgeschriebene Budgetdebatte nicht abgehalten habe. Diese Maßnahme habe das Ansehen des Senegal auf internationaler Ebene beeinträchtigt. Zudem habe die Mehrheit der Abgeordneten einen Verfassungsentwurf abgelehnt, der die Abschaffung des Hohen Rates der Gebietskörperschaften (HCCT) und des Wirtschafts-, Sozial- und Umweltrates (CESE) vorgesehen habe, um die öffentlichen Ausgaben zu reduzieren.</p>



<h2 id="verfassungsrechtliche-differenzen" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726176056927 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Verfassungsrechtliche Differenzen</strong></span>
	</span>
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<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin kritisierte Faye, dass die Nationalversammlung eigenmächtig ein Datum für die Erklärung zur Regierungspolitik festgelegt habe, was laut Verfassung in die Zuständigkeit des Präsidenten falle. Diese Differenzen hätten gezeigt, dass eine konstruktive Zusammenarbeit mit der parlamentarischen Mehrheit nicht mehr gewährleistet sei.</p>



<h2 id="neuwahlen-als-loesung" class="cnvs-block-section-heading cnvs-block-section-heading-1726176061796 halignleft" >
	<span class="cnvs-section-title">
		<span><strong>Neuwahlen als Lösung</strong></span>
	</span>
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<p class="wp-block-paragraph">Präsident Faye betonte, dass das senegalesische Volk am 17. November 2024 die Möglichkeit habe, über die zukünftige Zusammensetzung der Nationalversammlung zu entscheiden. Er versicherte, dass die Regierung die Wahlen ordnungsgemäß organisieren und die freie und demokratische Willensbildung des Volkes gewährleisten werde.</p>
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