Somalia und Saudi-Arabien haben ein Kooperationsabkommen zur Entwicklung von Häfen und zur Zusammenarbeit im maritimen Transport unterzeichnet. Die Vereinbarung soll den wirtschaftlichen Austausch vertiefen und die Position beider Länder entlang zentraler Handelsrouten im Roten Meer stärken.
Unterzeichnet wurde das Abkommen von Somalias Hafen- und Verkehrsminister Abdulkadir Mohamed Nur sowie dem saudischen Verkehrs- und Logistikminister Saleh bin Nasser Al-Jasser.
Fokus auf Hafenmodernisierung und Investitionen
Nach Angaben beider Seiten umfasst die Vereinbarung die Entwicklung von Hafeninfrastruktur, die Förderung von Exporten, Investitionsmöglichkeiten sowie den Austausch technischer Expertise. Zudem ist eine engere Zusammenarbeit in angrenzenden Wirtschaftssektoren vorgesehen.

Somalische Regierungsvertreter erklärten, die Partnerschaft solle dazu beitragen, Hafenanlagen zu modernisieren, betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten und ausländische Investitionen anzuziehen. Ziel sei es, Somalia als wettbewerbsfähiges maritimes Drehkreuz am Horn von Afrika zu positionieren.
Strategische Bedeutung für die Region
Das Abkommen fügt sich in eine Phase wachsender bilateraler Beziehungen ein. In den vergangenen Jahren haben beide Staaten ihre Zusammenarbeit insbesondere im Bereich maritimer Sicherheit und beim Schutz strategischer Seewege intensiviert.

Die neue Vereinbarung steht zudem im Einklang mit Somalias Strategie zur Entwicklung einer sogenannten „Blue Economy“, die maritime Ressourcen, Küsteninfrastruktur und regionale Handelsverbindungen stärker wirtschaftlich nutzbar machen soll.
Angesichts der geostrategischen Lage Somalias am Indischen Ozean und nahe wichtiger Seehandelsrouten zwischen Europa, dem Nahen Osten und Asien erhält die Kooperation zusätzliche wirtschaftliche und sicherheitspolitische Relevanz.